Schreibe eigene Geschichten über Pokémon und deine Lieblings-Charaktere.

Eine Endliche Geschichte

#1121047 von Gandi
24.08.2014, 23:54
Vorwort:
Ja, ich habe mir jetzt auch mal gedacht, dass ich eine eigene Geschichte zu Pokémon schreibe. Meine eigene kleine FanFiction. Ich habe mal eine zu TESV: Skyrim geschrieben, vor fast zwei Jahren, damals auch gutes Feedback erhalten und, nachdem ich die FFs von Storm_Nightmare und Corleone soweit, wie sie jetzt existieren, gelesen habe, habe ich selbst wieder Lust darauf bekommen, eine FF zu schreiben. Gruß und Danke an dieser Stelle an die zwei. Die Geschichte wird eher thrillermäßig und meiner Absicht nach sehr spannend. Hoffe, dass sie euch soweit auch fesseln kann. Ich werde nach und nach in unregelmäßigen Abständen neue Kapitel hinzufügen und freue mich schon jetzt auf euer Feedback!
Ach ja, wird stellenweise wahrscheinlich brutal bis etwas-mehr-brutal-als-nur-brutal

Prolog:

Gato schreckte hoch. Schon wieder. Das vierte Mal in dieser Nacht weckte ihn das Wetter auf. Warum auch immer konnte er bei Gewitter nicht schlafen, und diese Nacht war das Wetter schlimm. Der Regen trommelte gegen die die Dachschrägenfenster, während er in seinem pechschwarzen Zimmer nach seinem Wecker tastete und auf alle möglichen Tasten kloppte, um die Dämmerlichtfunktion anzuschalten. Vier Uhr und siebenundzwanzig Minuten war dieser Tag schon alt. 'Das kann ja heiter werden', dachte sich Gato und setzte sich auf sein Bett. Er kratzte sich am Kopf. Er fühlte sich hundemüde. Er griff nach der Flasche, die neben seinem Bett stand, um einen Schluck zu trinken, fühlte aber nur Luft. Ein Blitz zuckte vom Himmel herab und erhellte den Raum für den Bruchteil einer Sekunde, dicht gefolgt von einem lauten Donnerschlag.
Gato saß wie betäubt auf seinem Bett, während er den Schreck abarbeitete. Langsam gewöhnte er sich wieder an die Dunkelheit und an den prasselnden Regen. Er stand auf und wankte zum Fenster. Der Blitz hatte keine zweihundert Meter entfernt in eine Eiche eingeschlagen, die jetzt in der Nacht außer den paar Straßenlaternen die einzige Lichtquelle war.Das Feuer war nicht groß und wurde vom Regen im Zaum gehalten, weshalb sich Gato keine Sorgen machte. Er gähnte und fuhr sich mit der Hand durch die Haare. Dann torkelte er in den Flur, die Treppe runter und in die Küche. Irgendwie hatte er Hunger bekommen, und mit Hunger kann er schlecht schlafen. Generell schläft Gato schlecht. Und das schon immer.
Der Kühlschrank war voll, wie immer. Kein Wunder, seine Mutter war ja gestern Nachmittag einkaufen gewesen und für die nächsten paar Tage würde das Essen für ihn, seine Eltern und die Familienpokémon schon reichen. Gato schob sich zwei Scheiben Salami roh in den Mund und kaute kurz, während er weiterhin den Kühlschrank durchforstete. Insgesamt verschlang er eine Scheibe Toast, vier Scheiben Salami, ein kleines Stück Käse und einen Schokoriegel, bevor er wieder nach oben ging. Ein weiterer Blitz, ein weiterer Donner. Der Blitz kam von deutlich weiter weg, da der Donner sowohl einige Sekunden danach als auch weitaus leiser ankam. Gato blieb an dem Fenster seines Zimmers stehen und sah noch nach draußen in den Nachthimmel. Blitzen zuzusehen machte ihm Spaß und gab ihm das sichere Gefühl, dass die ganzen Blitze sehr weit weg seien. Heute Nacht wäre Vollmond gewesen, doch die Regenwolken verdeckten diesen komplett. Vier Uhr sechsunddreißig. Um sieben Uhr ging für gewöhnlich sein Wecker. Er beschloss, schlafen zu gehen und wollte sich gerade umdrehen, als wieder ein Blitz einschlug, näher als der erste.
Der Lärm war ohrenbetäubend und Gato zuckte zusammen. Nicht, weil er sich vor dem Blitz erschrocken hatte, sondern weil er was gesehen hatte, was er noch nie zuvor gesehen hatte. Groß und schnell war es in dem Moment, als der Blitz da war, keine fünfzig Meter von seinem Fenster entfernt vorbeigeflogen. Etwas fiel auf den Boden hinter ihm und machte ein Geräusch. Ein kleiner Schatten tapste in dem dunklen Zimmer auf den Jungen zu und hüpfte ihm auf die Schulter. Das kleine Affenpokémon war wohl, erschrocken vom Donner, von seinem Schlafplatz auf dem Regal gefallen. Jetzt schrubbte es Gato mit seinen Händen seinen Kopf. Gato hob seine linke Hand an das Kinn des Pokémon und kraulte es. "Kein Grund zur Sorge, Griffel, es ist nichts passiert." Griffel quietschte vergnügt und verschlafen zur selben Zeit. Gato setzte sein Pokémon wieder auf den Schrank und legte sich wieder hin. Hellwach. Was war das? Sein Herz pochte noch lange weiter und er sah immer wieder auf die Uhr, bis er einschlief.


Kapitel 1

Dröhnen durchdrang den Schlaf des Jugendlichen. Gato haute auf den Wecker neben seinem Bett. Das Dröhnen hörte nicht auf. Gato schlug noch einmal mit der Handfläche auf den Wecker und traf dieses Mal den Knopf. Er genoss die Stille und wälzte sich im Bett so herum, dass er die Wand ansah. Angenehmer als in die aufgehende Sonne zu sehen war es allemal. Griffel purzelte von seinem Schlafplatz herunter und landete auf seinem Schwanz. Mit einem Grinsen auf dem Gesicht hüpfte es in das Bett des Jungen und schlug ihm mit dem Schwanz auf den Kopf. Gekonnt wich es einem ungezielten Schlag von Gato aus und schnappte sich dessen Handy, bevor es aus dem Zimmer verschwand.
Gato stöhnte und schleppte sich aus dem Bett. Er schlurfte ins Badezimmer und machte sich soweit fertig. Als er wieder mit nassen Haaren und einem deutlich erfrischteren Gesicht rauskam, stand die Tür zum ehemaligen Zimmer seiner Schwester offen. Er sah nach, ob irgendjemand drin war, aber es war leer. Was denn sonst? Seit seine Schwester vor einem halben Jahr mit ihrem Freund zusammengezogen war, hatte keiner in diesem Haus auch nur ansatzweise über sie geredet. Das Zimmer hat auch niemand seitdem betreten, höchstens, um mal Staub zu wischen. Gato zog sich etwas an und schloss dann die Türen seines Zimmers und dem seiner Schwester, bevor er zum Frühstück runterging. Seine Eltern waren jeweils schon arbeiten, aber dennoch war das Esszimmer recht lebhaft.
Griffel hatte scheinbar schon aufgegessen und wurde, einen Apfel im Schwanz tragend, von Schluppuck durch das Haus gejagt. Schluppuck, das Pokémon seiner Mutter, war als Magenpokémon überaus gefräßig und passte so eigentlich perfekt in die Familie. Es hinterließ keine Spuren, fraß sogar Dreck und Staub und ersetzte so einen Staubsauger und genoss es, wenn Gato's Mutter mal zu viel kochte. Gato begrüßte das noch recht junge Elektek, das den Toaster beobachtete, während eine Scheibe Toast darin brutzelte. Als diese fertig war, nahm das Elektek sie vorsichtig heraus und gab sie Gato. Das Elektek gehörte, wie auch das Griffel, ihm und war total neugierig auf alles elektronische. Am liebsten hatte es den Fernseher, von dem es seine Augen einfach nicht lassen konnte. Sieben Uhr Dreiundzwanzig, sah Gato und beeilte sich mit seinem Toast, ehe er sich seine Tasche umwarf und zur Tür rausstürmte. Das Griffel auf seiner Schulter genoss den Wind und grinste frech zu dem Elektek, das etwas rannte, um aufzuholen. Auf dem Weg zur Schule war nichts besonderes los. Es regnete nicht mehr und große Pfützen von der letzten Nacht waren auf den Straßen. Der Eiche war kaum noch anzusehen, dass sie von einem Blitz getroffen wurde. Elektek hatte inzwischen aufgeholt und Griffel turnte etwas auf seinem Kopf herum und hielt sich an seinen Antennen fest.
An dem Tor zur Schule traf Gato auf Valhia, die scheinbar auf ihn wartete. Sie kannten sich seit dem Beginn dieses Schuljahres und gingen im selben Jahrgang teilweise in die gleichen Kurse. "Morgen", lächelte sie ihn an. "Moin", versuchte Gato zu grinsen, aber der Schlafmangel die letzten Nächte wirkte sich auf seine komplette Gesichtsmuskulatur aus. Er griff in seine Tasche und holte zwei Pokébälle heraus, in denen er Griffel und Elektek verstaute, und ging dann Valhia hinterher. "Darien ist wohl durch die Geschichtsprüfung durchgefallen", versuchte Gato, ein Gespräch aufzubringen "Die soll aber auch schlecht ausgefallen sein." Valhia reagierte darauf leicht verärgert "Ich habe ihm gesagt, mehrmals, dass er sich ernsthaft mit dem Thema auseinandersetzen soll." Die Pokémon-Kriege war das Thema der Prüfung und Gato's Spezialgebiet, weshalb er sich die letzte Woche mehrmals mit Darien getroffen hatte, um mit ihm zu lernen. Die zwei kannten sich seit mehr als zehn Jahren und waren wie Pech und Schwefel. "Scheinbar hat er zuhause dann auch nicht mehr gelernt", vermutete Gato und verabschiedete sich dann von Valhia, da er zu einem Kurs in einem anderen Gebäude musste. Eine kalte Windbö schlug ihm ins Gesicht und er musste die Augen zukneifen. 'Ziemlich frisch für Anfang Oktober', dachte er sich und erreichte das Hauptgebäude der Schule. Heute hätte er sowieso nicht viel Schule gehabt. Eine Menge Lehrer waren aufgrund des früh eingetretenen Herbstes krank und so könnte Gato heute schon nach der vierten Stunde nach Hause gehen. Im Unterricht war nicht viel los; Die ersten zwei Stunden hatte er Mathe, danach eine Stunde Biologie mit Darien und Valhia und eine Stunde Geologie mit Darien.
Nach der kurzen Schule holten sich die zwei etwas zu Essen bei einem Imbiss in der Nähe der Schule. Darien war sportlich, kräftig gebaut und verdrückte demnach auch mehr. Dem eher schmächtigen Gato reichte eine Portion von der Spezialität dieses eher kleinen Städtchens. "Sag mal, hast du das gestern mitbekommen?", fragte Darien mit halbvollem Mund. "Ne, scheinbar nicht. Was ist denn passiert?", antwortete Gato interessiert. "Ein riesiges Pokémon wurde gestern angeblich von einem Fischer gesehen, draußen vor dem Dromener Leuchtturm. Seiner Beschreibung nach könnte es das legendäre Pokémon Lugia gewesen sein." "Was, Lugia? Ernsthaft? Wenn das stimmt, wird es bald hier in Wisbrunn nur so von Touristen wimmeln." Gato biss noch einmal kräftig zu, bevor er nachhakte: "Was genau hat der Fischer denn gesehen?" Darien schien eine ganze Menge darüber zu wissen. "Gestern Abend, kurz vor der Dämmerung, war er fischen und bevor der Regen angefangen hat, sollen die Fische verrückt gespielt haben. Sogar ein Wailord hat er wohl gesehen. Danach ist ein fliegendes Pokémon mit hoher Geschwindigkeit an ihm vorbeigeflogen und den Leuchtturm in großen Kreisen umrundet haben. Dabei hat er es wohl erkannt. Danach soll es wohl in Richtung Wisbrunn geflogen sein." "Unfassbar!" "Unfassbar, wie schlecht du informiert bist. Das ist das Hauptgespräch zurzeit. Wie es aussieht, kriegen wir hier bald einen Touristenboom." konterte Darien. Der Rest des Rückweg war deutlich wortkarger, da sowohl Gato als auch Darien noch beide mit ihren Garnelenbaguettes beschäftigt waren.
Gato brach erst spät wieder von Darien auf. Es war schon dunkel, aber nach einem kurzen Blick auf sein Handy lief er schneller. Zwanzig Uhr sechs. Darien und er hatten ziemlich lange Pokkén Fighters gespielt, ein Martial-Arts-Spiel Mit Pokémon als Kämpfern. Es fing gerade an zu regnen und auch die ersten Blitze waren in der Ferne zu sehen. Griffel saß, wie immer, auf Gato's Schulter und aß einen Keks. Während das Gewitter immer näher kam, bemerkte Gato, dass es Richtung Osten noch nicht ganz dunkel war. Er setzte sich die Kapuze seines Hoodies auf und versuchte, die Blitze um ihn herum zu ignorieren. Er hörte das Brummen eines Motors, ganz entfernt. Er sah sich um. Auf der Straße war kein Auto und nirgendwo sah er den Lichtkegel eines Scheinwerfers. Dann sah er in den Himmel und erblickte ein kleines Passagierflugzeug. Wobei... Als er genauer hinsah, dachte Gato, ein Pokémon danebenliegen zu sehen. Nicht riesig, aber dennoch größer als jedes andere fliegende Pokémon, dass er je gesehen hatte. 'War das vielleicht das Pokémon, das er gestern Nacht gesehen hatte?' Ein Wassertropfen fiel ihm ins Auge und er musste blinzeln.
Als er wieder sehen konnte, suchte er im dunklen Himmel wieder nach dem Pokémon. Das einzige, was er sah, waren Blitze, die ab und zu vom Himmel stießen und das einzige was er hörte, waren das Donnergrollen und der Motor des Flugzeugs. Es blitzte wieder. und erhellte teilweise auch die Wolkendecke. Soweit, dass er für den Bruchteil einer Sekunde die Silhouette des Flugzeugs wieder sehen konnte. Nicht mal eine Sekunde später ein weiterer Blitz. Eine Explosion, dessen widerhallen sich mit dem Donnergrollen mischte. Gato sah das Flugzeug im Himmel. Das Flugzeug war wieder sichtbar und Gato sah es wie durch einen Tunnel, alles andere blendete er aus. Es zog sogar eine Rauchspur hinter sich her. Die Flammen machten die Maschine zu einem Signalfeuer in der Nacht. Immer steiler flog das Flugzeug auf den Boden zu. Dann verschwand es hinter einem Haus. Diese vielleicht zehn Sekunden fühlten sich für den Jungen an wie etliche Stunden. Er war wie betäubt, rannte los, die Straße zurück. Er hörte eine weitere Explosion. Er sah einen Feuerball am Horizont, und seine Beine steuerten ihn direkt dort hin.


Kapitel 2

Gato's Lunge schmerzte. Er war schon lange nicht mehr so lange und so schnell gerannt. Der Regen machte ihm das ganze nicht einfacher. Überall waren Pfützen und er musste seine Augen zusammenkneifen, um keine Tropfen in die Augen zu bekommen. Seine Füße trugen ihn über eine verwilderte Wiese, sein einziges Ziel war die Absturzstelle. Er rutschte aus und landete im durch den Regen aufgeweichten Boden. Seine Schulter tat weh, aber er rappelte sich in Windeseile wieder auf und lief weiter. Nachdem er die Wiese überquert hatte, lehnte er sich an einen Baum des direkt angrenzenden Waldes. Er atmete schwer und musste sich erstmal etwas erholen, während er auf Elektek und Griffel wartete. Lange konnte er sich nicht erholen, denn die zwei waren sehr schnell wieder da. Gato zückte kurz seine Pokébälle und ließ seine Pokémon darin verschwinden. Dann lief er weiter, in den Nadelwald hinein.
Der Regen lief dem Jugendlichen das Gesicht runter, seine Haare und Kleidung war klitschnass, seine Hose leicht zerrissen und matschig. Gato stützte sich an einem Baum ab, um das Geschehene erst mal deutlicher wahrzunehmen. Er war völlig ausser Atem und keuchte in der nächtlichen Waldluft. Dort, wo das Flugzeug durch die Baumkronen durchgedrungen war, waren die Bäume abgeknickt, es roch nach Rauch und Kerosin und Gato wurde ein wenig übel. Er zog sich seinen durchnässten Schal über die Nase in der Hoffnung, die Luft so etwas zu filtern. Es stank trotzdem. Das Flugzeugwrack lag ungefähr 50 Meter weiter und war durch den Qualm immer noch recht gut zu erkennen. Es war in der Mitte auseinander gebrochen und brannte lichterloh. Der Regen verhinderte zwar eine großflächige Ausbreitung der Flammen, aber 2 Bäume spendeten ebenfalls Licht. Langsam trat Gato dem Flugzeug näher und hustete in seinen Schal. Der Qualm vermischte sich hier mit Wasserdampf und machte das Atmen noch schwerer. Metallstücke auf dem Boden ließen ihn große Schritte machen.
Das Wrack war ziemlich ausgebrannt, aber auf den ersten Blick waren Menschen nirgendwo zu sehen - ob lebendig oder tot. Am Rumpf, über den Flügeln, waren Schmauchspuren erkennbar, und ein einzelnes Loch war dort auch zu erkennen - als ob etwas mit hoher Wucht den Rumpf durchschlagen hätte. Gato ging zwischen die auseinandergebrochen Flugzeughälften. Er musste sich aufgrund des Gestanks beinahe übergeben. Vorsichtig stieg er in die vordere Hälfte des Flugzeugs ein. Die Sitze waren alle schon abgebrannt und die Luft stand in dem engen Raum. Jetzt sah er auch Leichen - Viele von ihnen hingen über ihren Sitzen, lagen auf dem Boden oder waren sonstwo im Wrack vestreut. Insgesamt waren es vielleicht Zehn, aber Gato wollte das gar nicht so genau wissen. Vorsichtig tastete sich Gato durch die Reihen, dabei immer eine Hand den Schal haltend. Als er einer verkohlten Leiche beim vorantasten auf die Schulter griff, stieß er Galle auf und er wurde beinahe ohnmächtig. Er suchte weiter das Flugzeug ab und wurde letztendlich nicht fündig. Enttäuscht verließ er wieder die Flugzeughälfte.
Er verließ die Nähe des Flugzeugs und ging zu einem Baum, an dessen Wurzeln er sich setzte. Er ließ den Schal los und atmete erst einmal tief durch. Ihm war speiübel und der Schweiß auf seiner Kleidung mischte sich mit dem Regenwasser. Ihm wurde kalt. 'Anfang Oktober ist immernoch Anfang Oktober', dachte er sich und rieb sich die Arme warm und versuchte, an etwas schönes zu denken. An einen warmen Tee, ein frisch getoastetes Sandwich, an eine mollige Decke nach einer heißen Dusche. Das wünschte er sich in diesem Moment. Aber auch wünschte er sich, nicht hier zu sein. Er hätte das alles nie erleben wollen, herbeigesehnt, dass das alles nur ein Traum sei, dass er die ganzen verkohlten Körper nie gesehen hätte. Der prasselnde Regen ging auf seinem Kopf nieder. Ihm war kalt. Er hatte Angst. Er war verwirrt und ihm war übel. Hatte ausser ihm keiner das mit dem Flugzeug bemerkt? Und wenn doch, warum war er hier alleine? Er hatte schon lange keinen Donner mehr gehört, aber vielleicht hatte er ihn auch nur ignoriert. Gato hustete. Er hatte Hunger. Er zog sein Handy heraus, wollte nach der Uhrzeit sehen - Akku alle.
'Ernsthaft?' Er stand langsam wieder auf. Er sah zum Flugzeug. Dann sah er in den Wald. Der Junge wusste nicht, wie spät es war, aber selbst entkräftet gab er nicht auf. Gato wollte wissen, was passiert war. Was war das für ein Loch im Rumpf? Wie ist es entstanden? Er torkelte langsam in Richtung Flugzeug. Bei jedem seiner Schritte raschelte das nasse Laub. Er sah in den hinteren Teil des auseinandergebrochenen Passagierflugzeugs. Er kletterte hinein und bemerkte, dass es kaum mehr stank. Aber auch hier war alles abgebrannt und so bahnte er sich einen Weg durch die Reihen. In diesem Teil des Flugzeugs waren auch keine verkohlten Leichen. Hier waren nur die Sitze abgebrannt, sonst war in diesem Teil des Flugzeugs aber auch nichts besonderes. In der vorletzten Reihe fand er unter einem Sitzplatz einen Aktenkoffer und einen Pokéball, die beide unversehrt da gelandet waren. Aber der Pokéball sah nicht aus wie ein normaler Pokéball: Der obere Teil war schwarz mit einem gelblichen Strich drauf und als Gato ihn in die Hand nahm, fühlte der Ball sich mächtig, als ob er ein mächtiges Pokémon beinhielt. Er wollte sich gerade umdrehen und seinen Doppelfund draußen begutachten. Doch dazu kam er nicht mehr. Das einzige, was er noch wahrnam, war, dass sein Kopf höllisch schmerzte und, dass dieser auf dem Boden aufschlug. Noch ehe er irgendwie reagieren konnte, fielen ihm seine Augen zu.


Kapitel 3

Brendekt und Janzia waren die ersten, die sich dazu entschlossen, an diesem Samstagmorgen einen Spaziergang am Karsintaler Nationalpark zu unternehmen. Es war bewölkt und ab und zu stieß die Sonne durch die Wolkendecke. Das frischverheiratete Paar schlenderte, Hand in Hand, einen Trampelpfad am Rande des Parks entlang, nichts wissend, nichts ahnend, nichts fürchtend. Sie wussten nicht, was diese Nacht passiert war, sie ahnten nicht, was noch geschehen würde, sie fürchteten nichts ausser um ihr eigenes Glück.
Der leblose Körper des zu neugierigen Jungen lag nahe dem Gehweg hinter einer Bank, auf der sich die junge Familie niederlassen wollte. Er war nicht tot, und ebenso nicht ernsthaft verletzt, in einem gesunden Zustand war er aber nicht. Durchnässt, mit einer Lungenentzündung und einer leichten Rauchvergiftung, Fieber und einer Gehirnerschütterung lag er komatös da, nicht in der Lage, alle Sinne zusammenzukriegen. Das Paar fand den Jungen, nahm ihn mit. Sie riefen keine Ambulanz und auch niemanden um Hilfe. Sie packten ihn an den Schultern und trugen ihn zu ihrem nicht weit entfernten Wohnort.
Der Schädel hämmerte immer noch. Es war die dritte Nacht in dem Haus seiner Retter. Sprechen tat ihm weh, atmen tat ihm weh, Konzentration war schwer. Das Fieber ging zwar runter, aber sein Körper hatte sich längst nicht von Freitagnacht erholt. Er war heute nicht in der Schuke gewesen, und wären seine Eltern nicht im Urlaub, hätte sich schon längst jemand Sorgen um ihn gemacht. Sein Ausweis wurde ihm entwendet und Kommunikation nahezu unmöglich. Seine Retter wussten nicht, wen sie gerettet haben. Aber Gato konnte verstehen, und so wusste er, dass die Personen, die ihn womöglich vor dem Tod bewahrten, Brendekt und Janzia hießen. Vorsichtig versuchte er, sich aufzurichten. Die Couch war kratzig und unter der dreifachen Schicht Wolldecken schwitzte er wie in einem Backofen. Er saß auf der Couch in einem hübschen und ländlich eingerichteten Wohnzimmer und atmete schwer und flach. Sein Atmen hörte sich mehr wie ein Keuchen an und Gato war jetzt bereits am Ende seiner Kräfte. Vor ihm standen auf dem Couchtisch ein Teller und eine Tasse. Er hob vorsichtig und mit zitternden Händen die Tasse an und schnupperte an ihr. Sie war kalt und roch nach grünem Tee. Das Sandwich war kalt und hart, aber dennoch schlang er es so schnell wie möglich hinunter. Auch bei dem Tee überlegte er nicht. Vorsichtig stand er auf und tastete sich in dem mondlichtbeschienenen Zimmer langsam vorwärts. Der Himmel war wolkenlos und klar, durch das spaltbreit geöffnete Fenster drang die Kälte in den Raum. Das war nicht nur das Fieber. Gato spürte am ganzen Körper die Kälte. Er bekam eine Gänsehaut. Er wusste nicht wieso. Er war sich nicht sicher, ob es die Kälte war oder eine Vorahnung. Vorsichtig tastete er sich weiter durch den Raum, bis in die Küche, füllte die Tasse mit Wasser nach und trank sie aus. Er öffnete den Kühlschrank. Er war nicht reichlich bestückt, aber Gato gab sich mit einer Scheibe kaltem Toast zufrieden, bevor er in Richtung Flur tapste. Das Badezimmer war gleich links, und nachdem der Sechzehnjährige seine Blase entleert hatte und sich wieder schlafenlegen wollte, sah er auf die Uhr. Drei Uhr Siebenunddreißig. Deutlich zu spät und deutlich zu früh. Irgendwie war es jetzt noch kälter als vorher und an der offenen Fensterscheibe bildeten sich Reifkristalle. Eine einzelne Schneeflocke landete auf dem Fenstersims und verflüssigte sich. Es folgten weitere, massenweise Schneeflocken tänzelten nun vom Himmel hinab und am Himmel bildete sich ein richtiges Schneegestöber. Gato stand nun am Fenster, schloss es und beobachtete es kurz. Er hörte einen Schrei und erschrak. Es war kein Menschenschrei, aber der Schrei war ihm komplett unbekannt. Er blieb wie erstarrt stehen und vergass für einen Moment, wie schlecht es ihm ging, als ein riesiger Schatten sich über dem Haus erhob. Seine Sicht wurde trüb, und er versuchte mit aller Kraft, wachzubleiben. Dennoch konnte er nicht erkennen, welches Pokémon sich da über dem Haus in der Luft befand. Dann schwanden ihm die Sinne. Er sah schwarz und sackte zusammen.


Kapitel 4

Minuten vergingen, Stunden vergingen, Tage vergingen. Es war Ende Oktober und der erste Schnee war bereits gefallen. Nach der Genesung des Jungen kehrte in der Wohnung des jungen Pärchens wieder mehr Ruhe ein und für Gato ging es nach Hause. Das launische Wetter in diesem Oktober machte den Heimweg etwas lästig. Der Schnee von letzter Nacht war schon wieder größtenteils geschmolzen und vermischte sich mit der kalten Erde zu einer Art Schlamm. Der Jugendliche war zwei Wochen lang nicht in der Schule gewesen und die Herbstferien standen jetzt an. Die Sonne war diesen Donnerstagvormittag ungewöhnlich warm und die letzten Schneehäufchen reflektierten die Sonnenstrahlen, was den Heimweg ziemlich lästig, aber auch leicht idyllisch gestaltete. Das Griffel saß auf Gato's Kopf und genoss die Aussicht über den Feldweg, wo ein braun-weiss-geflecktes Brachland in eine hellblaue Sphäre mit weissen Schlieren überging, beleuchtet von einem einzigen Stern.
Genervt und entkräftet liess sich Gato auf einem Baumstumpf nieder, als die Sonne an ihrem höchsten Punkt stand. Er war aufgrund seiner Krankheit mehrere Wochen ausser Gefecht gesetzt worden und das hatte an seinen Kräften gezehrt. Er hatte vielleicht die Hälfte des Weges hinter sich, aber er war sich nicht sicher. Von Gronruh bis nach Wisbrunn waren es gut elf Kilometer und in seiner Verfassung, so hoffte er, würde er knapp drei Stunden für den Weg brauchen. Er genoss eine kurze Zeit die Sonne in seinem Nacken, dann zog er ein in Butterbrotpapier gehülltes Brötchen aus seiner Jackentasche, dass Janzia ihm für den Weg gemacht hatte und begann, es zu essen. Allerdings aß er nicht viel und hob sich den Rest für den restlichen Weg auf. Er erhob sich wieder von dem Baumstumpf und setzte seinen Weg fort. Zu seiner Rechten begann der Leyfnirsforst.
Dieser Wald, in dem das Flugzeug abgestürzt war, verdunkelte den Feldweg, auf dem Gato ging, wodurch er eine Gänsehaut bekam. Seine Erinnerungen an diesen Ort waren nicht die besten, aber die Neugier war groß, sogar größer als die Furcht, weshalb Gato vom Feldweg abwich und sich einen Weg durch das feuchte Unterholz bahnte. Er war noch nicht wieder allzu fit und so machte er schon nach wenigen Minuten keuchend Halt. Sein Elektek kletterte unbekümmert hinterher und schien sogar Spaß zu haben. Nach einer kurzen Pause führte er seinen Weg durch den wilden Teil des Waldes fort. Er sah einige Pokémon, die er vorher noch nie gesehen hatte, achtete aber kaum auf diese. Stattdessen führte er unbeirrt seinen Ausflug in den Wald fort. Die Sonne war inzwischen schon ziemlich heiss geworden und brannte durch das Astwerk bis auf Gato's Nacken. Das ungewöhnliche Wetter machte auch der Psyche des Jungen zu schaffen. Auf einer Lichtung machte er kurz Rast, zog eine Flasche Wasser aus seinem Rucksack und trank genüsslich die Hälfte in einem Zug leer. Die halb volle Flasche packte er wieder in seinen Schulrucksack, den er sich wieder über die Schulter warf.
Während er seinen Weg durch den Wald fortsetzte, wurde es immer wärmer und Gato fing sogar schon an, zu schwitzen. Ausser den Schreien der Vogelpokémon in den Bäumen, dem Rascheln des Laubes und das Knacken von Zweigen zu seinen Füßen war nichts anderes zu hören. Er hielt kurz inne, dachte, er hätte etwas gehört. Etwas, dass nicht in diesen Wald gehörte. Er blieb einen Moment stehen und versuchte, trotz seinem Keuchen etwas wahrzunehmen. Nichts. Sein Atem hatte sich inzwischen beruhigt und er lauschte regungslos. Es war ein langgezogener Schrei eines Pokémon, der Gato zusammenzucken liess. Weit entfernt, aber deutlich vernehmbar hallte der Schrei durch den Wald. Mehrere Pokémon schraken auf und flogen davon. Der Junge rannte nun los, in die Richtung, aus der der Schrei kam. Er stolperte mehrere Male und riss sich die Hose auf, aber dennoch rannte er weiter. Sein linkes Bein schmerzte und er merkte im Rennen, dass Blut daran herunterlief. Er hatte es sich wohl an Dornen aufgerissen. Ein weiterer Schrei des Pokémons war zu hören, deutlich näher, deutlich lauter, deutlich klarer. Schweiss lief ihm nun den ganzen Körper herunter und er rieb sich mit seinem Ärmel die Stirn.
Erschöpft stemmte sich Gato an eine Linde, um wieder Luft zu holen. Die Temperaturen waren bestimmt schon bei über 30 Grad und die Luft war äusserst feucht. Griffel, das die ganze Zeit von Ast zu Ast gesprungen war hatte auch endlich aufgeholt und hüpfte dem Jungen nun auf die Schulter. Gato betrat nun eine kleine Lichtung und sah sich um. Er zog aufgrund der Wärme seinen Pullover aus und verstaute ihn im Rucksack. Er trank noch einen Schluck und wollte gerade weitergehen, doch er hielt inne. Er hatte wieder den Schrei gehört. Sehr nah, sehr deutlich, sehr laut. Er sah wild um sich, konnte aber nichts erblicken. Ein Schatten flog über den Körper des Jungen hinweg und Gato blickte reflexhaft in den Himmel. Ein Vogelpokémon flog dort, zwischen ihm und der Sonne, keine 30 Meter über dem Boden. Es war gigantisch. Der Junge konnte in dem kurzen Moment nicht alles erkennen, aber ihm fielen die lodernden Schwingen des Vogels auf, die bei jeden Flügelschlag einen Funkenregen auf das Blätterdach prasseln liessen. Überwältigt von der Schönheit blickte er dem Pokémon nach, selbst, nachdem es hinter den Baumkronen verschwunden war.
Ein Schlag von Griffel's Schwanz riss den ihn aus seinem Tagtraum. Er drehte seinen Kopf zu Griffel, aber als er den Mund aufmachte, um mit diesem zu schimpfen, musste er husten. Er roch es bereits und in der Ferne konnte er es bereits auch sehen. Dicke Rauchschwaden stiegen über dem Wald auf. Der Qualm bahnte sich den Weg in seine Lungen und der Junge hustete wieder. Seine Augen tränten von dem Rauch, seine Beine trugen ihn von alleine. 'Feuer!', dachte er 'Warum brennt der Wald?' Er stolperte und fiel hin. In Windeseile rappelte er sich wieder auf und rannte. Weg vom Feuer, in die Richtung, aus der er kam, in die Arme seines Verfolgers.
Zuletzt geändert von Gandi am 23.01.2015, 17:59, insgesamt 13-mal geändert.
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Re: Eine Endliche Geschichte

#1121192 von Corleone
25.08.2014, 15:17
Klasse! Die Geschichte gefällt mir von der Story und vom Schreibstil her sehr gut! Bin schon wahnsinnig gespannt, wie es weiter geht. Einen einzigen Vorschlag hätte ich- mach bitte etwas häufiger Absätze, es liest sich ziemlich schwer auf einem großen Bildschirm mit dem ganzen kleinen Buchstaben (Oder ich brauche eine Brille :lol: )
Wie auch immer, hau bitte ordentlich in die Tasten- ich will wissen was das war! :D Und der Titel ist auch eine schöne Anspielung, gefällt mir.

Edit: Oh man, ich hätte das Vorwort wohl erst lesen sollen, da steh ich ja sogar drin, hehe. Danke! Und Grüße zurück :D
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Re: Eine Endliche Geschichte

#1121197 von Storm_Nightmare
25.08.2014, 15:40
Ich muss hierzu wohl auch was schreiben, wenn ich schon im Vorwort stehe :oops:
Erst mal großes Lob für den gelungenen Prolog! Die Geschichte scheint sehr interessant zu werden und ich freue mich schon auf mehr von dir :)
Nun zu etwas Kritik (die wie immer etwas länger als das Lob ausfällt, tut mir leid xD)

Ein Blitz zuckte durch den Raum und erhellte ihn für den Bruchteil einer Sekunde, dicht gefolgt von einem lauten Donnerschlag.

Hier ist der Satz etwas unglücklich formuliert, da der Blitz nicht "durch den Raum" zucken kann. Du meinst natürlich, dass der Blitz draußen am Himmel zuckte (ist das überhaupt das richtige Verb für meinen Satz gerade? xD) und den Raum damit erhellte.

Der Kühlschrank ist voll, wie immer.

Da du im Präteritum schreibst, müsste es eigentlich Der Kühlschrank war voll... heißen.

...seine Mutter war ja gestern Nachmittag einkaufen...

Es klingt besser, wenn du noch ein gewesen hinten dran hängst, man kann die Wortgruppe aber auch so stehen lassen. ^^

ein kleines Stück Käse

x:

Der Blitz kam von deutlich weiter weg, da der Donner sowohl deutlich danach als auch deutlich leiser ankam.

Der Satz klingt nicht so schön, weil du dreimal hintereinander das Wort deutlich verwendest. Besser wäre wohl etwas wie: Der Blitz kam von deutlich weiter weg, da der Donner sowohl später, als auch viel leiser ankam.

Gato blieb an dem Fenster seines Zimmers stehen und sah noch nach draußen in den Nachthimmel.

Das noch ist etwas unnötig und stört den Lesefluss ein kleines bisschen.^^'

Blitzen zuzusehen machte ihm Spaß...



So, dass wars :tja:
Es tut mir leid, dass es so viel geworden ist, jetzt fühl ich mich wieder wie sone alte Nörgeltante...
Ich freu mich schon aufs erste Kapitel, mach auf jeden Fall weiter :)
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Re: Eine Endliche Geschichte

#1121217 von Gandi
25.08.2014, 16:36
Danke für eure Kritik soweit, habe den Text soweit überarbeitet und würde heute Abend weiterschreiben. Ob das erste Kapitel da fertig wird, weiß ich nicht, aber ich werde mein Bestes geben!
Ach ja, Storm_Nightmare, das mit dem Käse war die Autokorrektur, ich habe den Prolog auf meinem Handy geschrieben und die Autokorrektur verbessert nur Groß- und Kleinschreibung. Auf jeden Fall danke für euer Lob und für die Tipps, ich werde sie weitestgehend berücksichtigen.
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Re: Eine Endliche Geschichte

#1121337 von Gandi
25.08.2014, 20:31
Ich versuche zwar eigentlich, Doppelposts zu vermeiden, aber Kapitel 1 ist da! (Hurra)
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Re: Eine Endliche Geschichte

#1121743 von Corleone
26.08.2014, 21:47
Schluppuck, das Pokémon seiner Mutter, war als Magenpokémon überaus gefräßig und passte so eigentlich perfekt in die Familie.


:lol: :lol: :lol:

Auch dieses Kapitel hat mir sehr gut gefallen. Nicht ganz so spannend wie der Prolog, jedenfalls nicht bis zum Ende, da wurde es natürlich wieder richtig spannend. :D Am Schreibstil habe ich nichts zu bemängeln, es liest sich flüssig und macht spaß. Aber auch ich habe dieses mal ein paar Fehler entdeckt:

Als er wieder mit nassen Haaren und einem deutlich wacheren Gesicht rauskam, stand die Tür zum ehemaligen Zimmer seiner Schwester offen


Das ist etwas, sagen wir unglücklich formuliert. Als er mit nassen Haaren und einem erfrischtem(passt an dieser Stelle vielleicht etwas besser?) Gesicht wieder heraus kam, ... würde etwas besser passen meiner Meinung nach, aber das ist ja nur ein sehr kleiner "Fehler!.

Eine kalte Windbö


Heißt das nicht Windböe? (Wenn das stimmt, war es wahrscheinlich nur ein Tippfehler)

…, wird es bald hier in Wisbrunn nur so von Touristen wimmeln.


Im Prinzip hast du zwei Ortsangaben gemacht. Zwar kann man "Hier in [Heimatort]" sagen, aber das passt an dieser Stelle nicht so ganz. …, wird es hier bald nur so von Touristen wimmeln.

Danach ist ein fliegendes Pokémon mit hoher Geschwindigkeit an ihm vorbeigeflogen sein und ...


Wohl nur ein Flüchtigkeitsfehler :D

Das Flugzeug war hell genug und Gato sah nur es.


Auch das ist etwas seltsam formuliert. Das Flugzeug schien so hell, dass Gato nichts anderes mehr sah.

Wo es war, zog es eine Spur von Rauch hinter sich her.


Hier würde es sich besser lesen, wenn du einfach etwas weglässt : Es zog sogar eine Rauchspur hinter sich her.



Nimm's nicht so übel, das waren alles nur Kleinigkeiten, Unwichtigkeiten, Flüchtigkeitsfehler. Die Geschichte an sich ist klasse, und ich bin gespannt wie's weiter geht! Ist das Pokemon wirklich Lugia? Wieso ist das Flugzeug abgestürzt? Fragen über Fragen :D
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Re: Eine Endliche Geschichte

#1126411 von Gandi
07.09.2014, 23:04
Kapitel 2 ist da. Für alle. Jetzt. Lest es. Hoffe, es gefällt euch ^^
Feedback und Kritik sind erwünscht!
Habe es einfach viel zu lange vor mir hergeschoben, wollte das eigentlich früher schreiben. Egal.

Viel Spaß beim Lesen!
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Re: Eine Endliche Geschichte

#1126620 von Corleone
08.09.2014, 17:09
Ja, jetzt mal ganz ehrlich. Da fällt mir echt nichts mehr zu ein. Was hast du dir denn dabei gedacht?

… Das würde ich nämlich sehr gerne wissen, denn das Kapitel ist klasse! :D Der Spannungsbogen ist mittlerweile kurz vor einer Explosion, der Wahnsinn! Nur der rote Faden wurde teilweise etwas dünn, ich wusste nicht so richtig warum er sich da umsieht, wenn er die Leichen ekelhaft findet- aber das ist wohl eher Geschmackssache und gibt der Geschichte eine geheimnisvolle Atmosphäre.
Das wars auch schon, ich habe eigentlich nichts auszusetzen und bin wahnsinnig gespannt, was als nächstes passiert ist. Wer da wohl seinen Pokeball wieder haben will :x Keep on writing!
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Re: Eine Endliche Geschichte

#1126646 von Gandi
08.09.2014, 17:58
Keine Korrekturen/Kritik? Ok, auch gut.
Die Sache ist die: Ich werde im nächsten Kapitel eine Menge Spannung rausnehmen müssen, sonst fallt ihr mir noch um!
Und wirklich viel ist in dem Kapitel nicht passiert, dafür habe ich das alles zu sehr umschrieben. Ach ja, ich und mein Schreibstil.
Ich sehe es auch schon kommen, dass die Geschichte extrem lange wird (So vielleicht 15 Kapitel?). Wird euch das zu lange, hört einfach auf zu lesen. Auf jeden Fall schön, dass es dir gefällt. Darf dann nur nicht vergessen, alles, was jetzt unklar ist, später aufzuklären D:
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Re: Eine Endliche Geschichte

#1144412 von Gandi
14.11.2014, 23:50
Uuuuund hiermit veröffentliche ich Kapitel 3 meines preisgekrönten Bestsellers. Etwas kürzer als Kapitel 1 und 2, aber merkt ja keiner. Ich bitte um Kritik oder Lob oder sonstige Gedanken meiner Leser und entschuldige mich dafür, dass ihr jetzt 2 Monate auf so einen Schmarrn warten musstet.
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Re: Eine Endliche Geschichte

#1145428 von Corleone
17.11.2014, 19:31
Meine Lieblingsgeschichte hier auf PF setzt sich nun endlich fort……. und ich bin immer noch begeistert und gespannt! :D
Ich könnte natürlich meckern und sagen "Wie kann ein lebloser Körper nicht tot sein?" oder "Wenn er im Wald bewusstlos geschlagen wird, und irgendwo nachts in einem fremden Haus aufwacht, wieso geht er dann an den Kühlschrank anstatt nach seinen Rettern (oder auch nicht?! :O ) zu suchen?" aber das wäre eher pingelig und an diesem Punkt der Geschichte etwas überstürzt, denn ich kann mir durchaus denken, dass alles was du schreibst sich später wieder verbindet und einen Sinn ergibt.

Wie gesagt, bis auf ein paar Kleinigkeiten hat mir das Kapitel mal wieder sehr gut gefallen! Ich habe einfach immer ein Bild vor Augen, und dass habe ich bei gut erzählten Geschichten immer. Ich kann mich da auch sehr gut reinversetzen, fühlt sich eher an wie ein Film anstatt einem Text! Bin auf jeden Fall gespannt, was als nächstes passiert, und was denn dieser Schatten endlich ist! :D
(Bitte schreib schnell den nächsten Teil! :D )
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Re: Eine Endliche Geschichte

#1162394 von Gandi
05.01.2015, 01:19
Frohes Neues Jahr und geniesst das vierte Kapitel! Wer das liest, soll hier bitte eine Rezension schreiben. Das ist keine Bitte, sondern eine Aufforderung. Ich wünsche viel Spaß bei dem Verzehr dieser Lektüre. Vor allem von Storm_Nightmare, XIce_MasterX, Arathiria, Donnerstern und Corleone möchte ich hier eine Rezension lesen.
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Re: Eine Endliche Geschichte

#1163587 von XIce_MasterX
09.01.2015, 04:27
Heyho Gandi!
So nun zu der versprochenen Kritik. Wollte es zwar eigentlich wieder auf morgen verschieben, aber dann wird es ja nie etwas :D
Also die Rechtschreib- und Grammatik Korrekturen überlasse ich Storm und Corleone.
Ich wende mich direkt dem Inhalt usw. zu.

Pro:
Also wie ich dir bereits schon im Chat gesagt habe finde ich deinen Schreibstil besonders die Beschreibung und Umschreibungen von Landschaften, Charackteren und Ereignissen absolute spitze. Ich muss sagen der einzigste der dir in diesem Gesamtpaket Konkurrenz macht ist meiner Meinung nach der gute Storm. Also in diesem Punkt ziehe ich wirklich meinen Hut vor dir! Ein weiterer großer Pluspunkt und sehr positiver Aspekt sind die Kapitelendungen. Ich selbst habe bei meiner FF nie wirklich darauf geachtet das ich am Ende diese Spannung einbaue, das man unbedingt wissen will wie es weiter geht.
Diesen Punkt hast du allerdings mehr als erfüllt. Vor allem das erste Kapitel hat ein absolut spannendes Ende.
Ebenso so toll finde ich die bis dato sehr interessanten Mysterien die du in die Geschichte eingebaut hast, speziell was die Vogelpokémon betrifft. Da ich ein großer Mystery Fan bin hat mich das bisher besonders begeistert.
Aber der wohl größte Pluspunkt deiner FF ist die ausgezeichnete Wort und Satzwahl. Ich wurde immer wieder überrascht wir treffend und interessant du deine Sätze bildest und davon werde ich mich auf jeden Fall inspirieren lassen.
Und zu guter Letzt muss ich noch toll rübergebrachte Atmossphäre gut heißen. Diesed Punkt verbindet sich ein wenig mit dem vorigen, da deine Wortwahl den Lesed mitten in die Geschichte schleudert und richtig mit Gato mitfühlt.


Kontra:
Also im Grunde gibt es nur zwei negative Punkte die mir beim lesen aufgefallen sind.
Zum einen finde ich es bisher eigentlich recht schade das es noch keine wirklichen Dialoge gab.
Ich bin ein großer Freund von FFs in denen viele Dialoge geführt werden, da es noch ein bisschen mehr Realitätsnähe hervorbringt. Andererseits kann ich es in gewisser Hinsicht auch durch zwei Punkte nach vollziehen. Zum einen handelt es sich ja nunmal um eine Thriller-FF was die Dialoglastigkeit wohl ein wenig einschränkt und zum anderen gibt es "erst" vier Kapitel und da ist klar das noch Dialoge zu erwarten sind.
Nun aber zum zweiten und mir eigentlich noch wichtigerem Kontrapunkt. Im Prinzip hast du da bisher eine wirklich gelungene FF
hingezaubert, das Problem bisher ist für mich irgendwie noch die fehlende Story. Zwar bekommt man diverse Infos über den Protagonisten und seinet Familie bzw. eher seiner Schwester, aber im insgesamten ist es ein wenig schade das sich die Story bisher nur darauf beläuft das irgendwo etwas brennt, abstürtzt etc. und der Protagonist dann durch (hier leider negativ) eine eintönige Wortwahl quasi Stundenlang durch Wälder u.Ä irrt bis er dann letztendlich am Ort des Geschehens eintrifft.
Aber auch dieser Punkt kann höchstwahrscheinlich daran liegen das es ja nunmal um eine Thriller-Story handelt und deine FF halt mit dem 4. Kapitel noch in der Aufbauphase befindet.

Fazit:
Eine bisher absolut gelungene FanFiction, die bei meinen bisher gelesenen definitiv einen Platz in den oberen Reihen bekommt.
Das Gesamtpaket stimmt und vor allem die Seriösität ist äußerst bemerkenswert.
Man merkt das du dir sehr viel Mühe gegeben hast deine Leser mit Spannung und Dramatik zu unterhalten und das ist dir auf jeden Fall gelungen. Also das bisherige Ergebnis würde auf einer Skala von 1 bis 10 eine 8 mit Tendenz nach oben bekommen.
Klar das man als Kritiker nicht immer nur positives bewerten kann, aber ich hoffe ich kann dir mit meiner Kritik sowohl positiv,als auch negativ ein wenig helfen. Ich hoffe auch das du die negativen Punkte meinerseits ein wenig nach vollziehen kannst.
Allen in allem eine sehr gelungene FF, auf dessen Fortsetzung ich schon sehr gespannt warte ;)

Mfg
XIce_MasterX
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Re: Eine Endliche Geschichte

#1164411 von Storm_Nightmare
11.01.2015, 23:29
Soo, dann werde ich mal deiner Aufforderung (das klingt so böse q.q) nachgehen und ein bisschen Kritik dalassen :3

Kapitel 4
Die Sonne war diesen Donnerstagvormittag ungewöhnlich warm und die letzten Schneehäufchen reflektierten die Sonnenstrahlen, was den Heimweg ziemlich lästig, aber auch leicht idyllisch erden liess.

Das "werden ließ" gefällt mir irgendwie nicht so, es wirkt so... unnatürlich. Ich hoffe du verstehst was ich meine ^^'
Vielleicht würde "gestaltete" etwas besser passen.


Genervt und entkräftet liess sich Gato auf einem umgefallenen Baumstumpf nieder, als die Sonne an ihrem höchsten Punkt stand.

Geht sowas überhaupt? o.o
Wenn dann würde "entwurzelt" es aber besser treffen.


Er genoss eine kurze Zeit die Sonne in seinem Nacken, dann zog er ein in Butterbrotpapier gehülltes Brötchen aus seiner Jackentasche, dass Janzia ihm für den Weg gemacht hatte, und begann, es zu essen. Der Junge aß nicht viel und hob sich den Rest für den restlichen Weg auf.

Kommafehlerchen :x
Den zweiten Satz könntest du im übrigen auch mit "Allerdings aß er nicht viel" anfangen, da das etwas mehr Abwechslung in den Text bringen würde (du benutzt häufig "der Junge" etc).


Er erhob sich wieder von dem Baumstamm und setzte seinen Weg fort.

Jetzt bin ich verwirrt o.o
Ist es denn ein Baumstamm oder -stumpf?


Dieser Wald, in dem das Flugzeug abgestürzt war, verdunkelte den Feldweg, auf dem Gato ging und er bekam eine Gänsehaut.

Das klingt eher, als ob der Wald eine Gänsehaut bekommt :')
Dieser Wald, in dem das Flugzeug abgestürzt war, verdunkelte den Feldweg, auf dem Gato ging, wodurch dieser eine Gänsehaut bekam.


Seine Erinnerungen an diesen Ort waren nicht die besten, aber die Neugier war groß, sogar größer als die Furcht, weshalb Gato vom Feldweg abwich und sich einen Weg durch das feuchte Unterholz bahnte.

Klänge imo besser, vor allem weil der Satzanfang des zweiten Satzes etwas seltsam war so.


[...]achtete aber kaum auf diese. Stattdessen führte er unbeirrt seinen Ausflug in den Wald fort.

Bringt wieder etwas mehr Abwechslung und irgendwie auch etwas mehr Sinn in den zweiten Satz. ^^


Auf einer Lichtung machte er kurz Rast, zog eine Flasche Wasser aus seiner Jackentasche und trank genüsslich die Hälfte in einem Zug leer. Die halb volle Flasche packte er wieder in seinen Schulrucksack, den er sich wieder über die Schulter warf.

Schon wieder so ein Widerspruch owo
Was von beiden wars denn? ^^'


Der Junge schwitzte.[...]Während er seinen Weg durch den Wald fortsetzte, wurde es immer wärmer und Gato fing sogar schon an, zu schwitzen.

Er schwitzt doch schon, oder nicht? :x


Ausser den Schreien der Vogelpokémon in den Bäumen, dem Rascheln des Laubes und das Knacken von Zweigen zu seinen Füßen war nichts anderes zu hören.

Als Aufzählung lieber so.


Er hielt kurz inne. Er dachte, er hätte etwas gehört. Etwas, dass nicht in diesen Wald gehörte.

Kleine Dopplung die aber richtig leicht zu umgehen ist :3
Er hielt kurz inne, da er glaubte etwas ungewöhnliches gehört zu haben, etwas, dass nicht in diesen Wald gehörte.


Sein Bein schmerzte und er merkte im Rennen, dass Blut sein linkes Bein herunterlief. Er hatte sich wohl an Dornen das Bein aufgerissen.

So viel Bein :0
Vielleicht:
Sein linkes Bein schmerzte und er merkte im Rennen, dass Blut daran herunterlief. Er hatte es sich wohl an Dornen aufgerissen.


Fazit
Wow, wie Ice schon angedeutet hat - das wahrscheinlich beste Kapitel bisher (obwohl ich viel rumgemeckert habe q.q).
Die Spannung steigt und man will unbedingt wissen was als nächstes passiert. Du beschreibst die Umgebung echt extrem genau und sehr bildhaft, wobei du noch etwas mehr auf Wortwiederholungen achten solltest. Ansonsten aber wie gewohnt Top und imo eine der besten FFs hier auf Pf :)
Ich freue mich schon auf das nächste Kapitel *^*

MfG ~ Storm
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