Retro - der Trend zum Alten

#881445 von gasi
04.03.2012, 19:00
Grüß euch,

ich hatte heute mal wieder eine Idee für ein Thema, zu dem ich gerne eure Meinung hätte. Und zwar geht es um den "Retro-Trend", der in letzter Zeit immer mehr auflebt. Um für Unwissende einen kurzen Input zu geben:

Es zeichnet sich ab, dass Fans von Videospielen sich immer öfter an ihre alten Konsolen setzen oder ihre Sammlung sogar um alte Geräte erweiter. Auch die jüngere Generation, zu der ich mich an dieser Stelle auch zähle, greift immer wieder gerne zu Konsolen wie dem NES, Atari usw. Wer die Preise auf ebay beobachtet wird schnell feststellen, dass immer noch relativ gute Preise für die Kultgeräte gezahlt werden - zum Teil mehr als für einen "aktuelleren" GameCube. Auch einige Online-Shops haben sich mittlerweile auf das Geschäft mit den vergangenen Zeiten spezialisiert, da es sich zu lohnen scheint.

Zudem gabs auf der gamescom 2011 eine Sonderausstellung, auf der alte Konsolen ausgestellt wurden und zum Teil auch gespielt werden konnten. Laut den Betreiber kam dies sehr gut an und auch mein persönlicher Eindruck war, dass sich sehr viele Besucher für diesen Bereich begeistern konnten. Egal ob die älteren Spieler, die sich an ihre Anfänge erinnert haben oder die jüngeren, die einfach ihren Horizont erweitern wollten - der Ausflug in die Vergangenheit konnte begeistern.

Interessant ist zudem, dass das kalifornische Super Fighter Team in dieser Woche ein neues SNES-Spiel ankündigte. Nightmare Busters soll im nächsten Jahr in einer limitierten Auflage erscheinen und wird über einen Online-Shop verkauft. Doch das ist nicht das erste Projekt dieser Art, denn besagtes Entwicklerstudio brachte bereits in den vergangenen Jahren neue Spiele für alte Geräte auf den Markt.

Jetzt seid ihr gefragt: wie steht ihr dem Trend zum Alten gegnüber? Mögt ihr das Retro-Feeling oder greift ihr doch lieber zu aktuellen Konsolen? Außerdem wäre es natürlich interessant zu wissen, ob ihr noch alte Konsolen besitzt bzw. ob ihr plant euch welche zuzulegen. Auch Empfehlungen sind natürlich gerne gesehen, vielleicht habt ihr ja den ein oder anderen Geheimtipp im Regal stehen.
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Re: Retro - der Trend zum Alte...

#881470 von Voro
04.03.2012, 19:33
Die Frage ist wie alt. Ich spiele sehr, sehr gerne ältere Spiele (solche, die zu meinen Klassikern gehören, wie die jüngeren Pokemon Generationen, Mario, Disneys Racing Tour, Age of Empires aber auch die älteren Teile von Call of Duty oder Final Fantasy, und auch solche, die von vielen Leuten im Internet empfohlen werden und wirklich schon alt sind, zum Beispiel habe ich mir Final Fantasy 7 um 120€ gekauft, Shadow of the Colossus um 80€, beides für momentane Verhältnisse veraltete Spiele, aber immer noch verdammt gut).

Ich besitze außerdem noch eine Playstation der 1. Generation und 2. Generation, eine N64 und diverse ältere Gameboys. Und ich werde immer wieder alte Spiele aufgreifen, Kingdom Hearts, Ratchet und Clank... alles Sachen die einfach Classic und Oldschool sind, weil ich sie vor der Pubertät gezockt habe. Es sind natürlich nicht so alte Spiele, aber durchaus veraltet.

Oldschool ist teilweise > als Newschool, von daher finde ich den Retrotrend geil^^
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Re: Retro - der Trend zum Alte...

#881480 von achtbitmusik
04.03.2012, 20:06
Sehr schöner Einstiegspost. Ich habe garnicht gewusst, dass auf so einer "modernen" Veranstaltung wie der gamescom die Klassiker-Konsolen nochmal beleuchtet worden sind. Allerdings ist mir bekannt, dass bei eBay diverse Retro-Konsolen schon an Wert gewinnen, was bewundernswert ist. Ich habe für meine SNES vor zwei Jahren 50,-€ bei eBay hinblättern müssen - aber gelohnt hat es sich allemal, ganz einfach wegen dem Feeling und diesem Stück Kindheit, was in dem Gerät und den Spielen steckt.

Der Aufwärtstrend der 80er-/90er-Konsolen ist in meinen Augen ein wahrer Segen, der definitiv daran liegt, dass viele Gamer ihre Hoffnungen und Erwartungen an die heutigen Konsolen teils nicht erfüllt sehen und sich somit in der "Perfektion" der alten Konsolen wiegen. Ich befürchte, dass ein geringer Anteil der Zockergemeinde noch ihre Originale im Haushalt haben. Für diejenigen, die den alten Flair aufsuchen, sind halt die Online-Shops wie eBay, konsolenkost, etc. ein guter Zufluchtspunkt.

Erwähnenswert wäre in puncto "Retro" das Recycling von alten Games. Die Aufwertung und "Wiederverfügbarkeit" der alten Klassiker in der Virtual Console, dem Angebot von Nintendo ((S)NES- und N64-Titel im Wii-Shop, (S)NES- und GB(C)/(A)-Titel im eShop), sind zudem auch Pluspunkte, die sehr für den Konzern sprechen. Die Preise sind angemessen, die Steuerung passt einfach und das Feeling ist wieder da - man sitzt bei "Super Mario World" wieder vor der Flimmerkiste oder man spielt "Tetris" im 8-Bit-Stil auf dem GameBoy (ergo Nintendo 3DS). Dieses System, finde ich, bewährt sich immer wieder und für die Zukunft sollte dies auch immer aufgewertet und erweitert werden - es wird sich definitiv lohnen.

Auch auffällig sind die Neuauflagen alter Spiele - ganz speziell für unser Forum die Pokémon-Remakes, für Nintendo auch u.U. Zelda und Star Fox, um mal auf ganz aktuellere Erscheinungen zurückzugehen. Die Story ist dieselbe, die Grafik und die Steuerung sind an heute angepasst und dienen meist nur als Launch-Titel, weil für viele Spieler das Konzept bekannt ist. Dennoch lässt sich sagen, dass Remakes einen guten Verkauf erzielen.

Vor meinem SNES setze ich meistens nur am Wochenende, wenn ich mal wieder merke, es ist Zeit, sich ein bisschen zu erinnern. Dieses typische Nostalgie- oder Melancholiegefühl eben. Ich habe noch geplant, mir die Nintendo 64 zuzulegen, aber im Moment ist halt ein bisschen Zeitknappheit und auch Geldmangel, da man dem Strom der Zeit folgen will und ich mir einen 3DS zugelegt habe. Aber da aufgrund der Virtual Console das Gamefeeling nicht fehlt, bin ich eigentlich recht zufrieden. Die jüngeren Teenies, so um die zwölf Jahre alt, werden sich sicher nicht in den Erinnerungen wiederfinden, wie diejenigen, die jetzt so zwischen neunzehn und 22 Jahre alt sind, weil ihnen einfach der Bezug zur Konsole fehlt. Die meisten von den Jüngeren hat zu hoher Wahrscheinlichkeit mit der GameCube oder sogar der Wii angefangen, oder, um zum anderen Konzern überzuschwimmen, mit der PlayStation 2.

Insgesamt lässt sich sagen, dass das Retro-Zeitalter immer einen gegenwärtigen Ansatz findet. Egal, ob im Online-Angebot oder als Neuauflagen. Wichtig ist auch, dass bei Bedarf immer irgendwo eine alte Konsole und passend dazu die alten Spiele zu erwerben sind. Ich hoffe wirklich, dass sich für die Zukunft immer mehr jüngere Spieler finden lassen, die an den alten Konsolen ihren Spaß finden und dass ihre Generation das Gefühl der vorherigen weitertragen.
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Re: Retro - der Trend zum Alte...

#881483 von Repi
04.03.2012, 20:12
Sehr alte Spiele spiele ich auch nicht.

Das älteste wäre Pokemon Feuerrot (2004 GBA), danach Fire Emblem: Path of Radiance (2005 GC).
Age of Empires habe ich früher bei einem Kumpel gespielt, geht derbe ab das Spiel :D

Aber so uraltes Zeug brauch ich nicht mehr.
Das war auch nicht meine Zeit, also wird es heute nicht meine Zeit.
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Re: Retro - der Trend zum Alte...

#881486 von Metallica
04.03.2012, 20:15
Ich hab mir im Laufe der vergangenen Jahre auch wieder die komplette Final-Fantasy-Reihe in Erstauflage angeeignet. Zudem noch ein paar Spiele aus meiner Kindheit, wie Klonoa und Tombi. Die Spiele müssen nicht unbedingt de Oberburner gewesen sein, aber damit verbinde ich Erinnerungen und Emotionen. Und DAS ist das schöne an dieser ganzen Retrokiste. Etwas, was moderne, grafikgeile Kinder wahrscheinlich noch nicht so nachvollziehen können.
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Re: Retro - der Trend zum Alte...

#881488 von Dark_Fire
04.03.2012, 20:21
Ich finds ganz ok, also der Trend gefällt mir.

Der Grund ist einfach, das meist die alten Spiele einfach noch die besten Storys haben.
Aber irgendwie geben ältere Spiele dieses gewisse Etwas, diese "Retrofeeling" ^^.
Ich persönlich besitze zwar kaum ältere Pokemonspiele oder so, dennch habe ich schon mal Rubin und Smaragd gespielt.
Das sind einfach noch die besten Editionen, ich finde da wurde alles noch mit "Liebe zu Detail" gemacht.
Dennoch bin ich der Meinung das zu alte Spiele auch nicht sein müssen.
Sowas Richtung R/S/SM ist schon ganz ok.

Also kurz:

Der Trend zum alten gefällt mir, aber zu alt ist auch doof.
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Re: Retro - der Trend zum Alte...

#881491 von CaptainEpic
04.03.2012, 20:26
Alte Spiele sind doch göttlich :3

RBG haben mir persönlich sehr gefallen, man hatte nicht alles vorgesetzt bekommen, man musste wirklich noch überlegen, was man machen musste, etc.
Das gleiche gilt auch für andere Spiele: Heutige Spiele sind definitiv einfacher geworden.

Alte Konsolen habe ich leider nur den GBC und GBA, wobei letzterer ja schon auch in die neueren Gefilde gehört.
Dafür hab ich aber trotzdem noch Emulatoren für N64, SNES und NES auf dem PC, mit denen man das Retro-Feeling ja auch noch bekommt :D
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Re: Retro - der Trend zum Alte...

#881493 von rialgo
04.03.2012, 20:29
Ist mir nicht bekannt der Trend. Ich spiel schon seit ich denken kann SNES und hab auch eine daheim, die oft genutzt wird. Zurzeit spiel ich Secret of Evermore dafür. Ein Kumpel von mir hat sogar noch ne NES daheim mit Excitebike und Super Mario Bros. Wird auch jedes mal wenn ich da bin aufgebaut! Die N64 wird nicht mehr so häufig verwendet, weil die besten Spiele dafür die diversen 3D Jump n Runs (Donkey Kong 64, Super Mario 64, ...) waren und die meisten keinen Multiplayer beinhalten. Meine Lieblingskonsole wird auch immer die SNES bleiben, mMn. gibts dafür die mit Abstand besten Spiele, vor allem eben RPGs wie Chrono Trigger oder Secret of Mana. Von den neueren Konsolen haut mich kein Spiel wirklich vom Hocker, von daher werd ich immer die Retrokonsolen den neuen Konsolen vorziehen :>
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Re: Retro - der Trend zum Alte...

#881499 von Loso
04.03.2012, 20:59
Obwohl ich bis vor Kurzem eher gegen diesen Trend bzw. gegen das völlige Übertreiben dieses Retro-Trends war, ergreift auch mich immer mehr dieser Trend alte Erinnerungen wieder aufleben zu lassen. Deshalb zocke ich auch gerade wieder Kristall durch und bin begeistert. Es macht mich sehr glücklich, weil ich damit mit die schönsten Momente meiner Kindheit verbinde.

Stronghold Crusader ist und bleibt eines meiner Lieblingsspiele. Ich habe eigentlich jedes Jahr mindestens einmal eine ca. einmonatige Phase in der ich das Spiel wieder ununterbrochen spielen könnten. Es ist schon fast eine Art Ritual geworden es jedes Jahr im Winter wieder neu anzufangen.

Ansonsten bin ich aber trotzdem mindestens gleichermaßen so begeistert von dem was die Moderne so alles bietet.
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Re: Retro - der Trend zum Alte...

#881501 von DerSpieler
04.03.2012, 21:00
Ich Spiele ebenfalls regelmäßig klassische SNES, N64 usw. Games.
Ich befürchte aber manchmal es handelt sich dabei um das "Früher war alles besser" Phänomen.
Wahrscheinlich ist es nicht objektiv aber mir erscheinen die Retro-Spiel oft origineller und "besser" als Neuerscheinungen.

Ich habe seit ein paar Tagen den neuen Teil von Mario Party und könnte fast weinen, wenn ich sehe wie weit der Spielspaß seit dem ersten Teil der Serie gelitten hat...

Andere Spiele haben nichteinmal das Glück einer aktuellen Fortsetzung. Ich warte ewig auf einen Nachfolger von multiplayer Games wie Kirby Airride, Bomberman, Snowboard Kids, F-Zero, Starwars-Racer,... (und vieles mehr).
Was ich damit sagen will: Manchmal hat man keine Alternative zu einem Retro-Titel, da keine aktuelle Entsprechung existiert.
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Re: Retro - der Trend zum Alte...

#881583 von Gamegod
05.03.2012, 15:09
CaptainEpic hat geschrieben:Alte Konsolen habe ich leider nur den GBC und GBA, wobei letzterer ja schon auch in die neueren Gefilde gehört.
Dafür hab ich aber trotzdem noch Emulatoren für N64, SNES und NES auf dem PC, mit denen man das Retro-Feeling ja auch noch bekommt :D

Wobei die Emulatoren die Spiele einem "leider" auch einfacherer machen, siehe Savestates
Hat man sich vor 15 Jahren (oder 10, wenn man noch bei Großeltern aufm SNES spielen durfte :3) an Contra III die Zähne ausgebissen und ragedte, als man dann an einer Stelle starb und WIEDER einige Zeit lang sich vorspielen musste, drückt man heute vor kritischen Stellen einfach Quicksave und macht ggf Quickload, oder benutzt Rewinds. Bei einigen anspruchsvollen Hacks durchaus angebracht (Kaizo Mario World, K64 oder Super Mario Star Road eingeschlossen) - aber bei den "normalen" Games eher unangebracht. Wobei, die Bonuslevel bei SMW oder gewisse DKC-Level machen das ganze schon weniger frustrierend, was aber auch das tolle damals war.
Großer Vorteil der Emulatoren, man kann n anderes Pad benutzen! Das N64-Pad ist Designtechnisch eine Sünde sondergleichen...

Heute gilt eigentlich nurnoch bei wenigen Games: Lerne das Level auswendig und seine Gegner, dann kommst du auch durch.
Beispiel #MainstreamEgoshooter - Wer sich in kritischen Situationen decken kann und weiß wo die Linke Maustaste/RT/R2 sind, kommt meistens durch, selbst auf #NamederhöchstenSchwierigkeit.

Aber auch die PC-Abteilung bietet aus den frühen 2000ern einige Perlen, die einfach mal gespielt gehören.
Leider macht da Win7 manches Mal Probleme, indems sogar dann Fehler gibt, wenn man 9001 Communitypatches, JEDEN Kompatibilitätsmodus und was sonst noch ausprobiert hat.

DerSpieler hat geschrieben:Ich habe seit ein paar Tagen den neuen Teil von Mario Party und könnte fast weinen, wenn ich sehe wie weit der Spielspaß seit dem ersten Teil der Serie gelitten hat...

Hudson Soft ist ja leider nicht mehr unter den Studios vorhanden, von daher wars klar, dass neue Entwickler dem Spiel vermutlich nen neuen Stempel aufdrücken wollen würden. Hab bisher bei nem LetsPlayer mir das Game mal angeschaut und stimme dir zwar insofern zu, dass es in MP9 verglichen mit MP 1&3 einige Radikale Veränderungen gab (wobei bei den beiden schon Unterschiede wie Tag und Nacht vorliegen!) - aber das Team hat meiner Meinung nach dem ganzen mal nen anderen Charme gegeben. Das Storymodegameplay verwirrt zwar n wenig, aber es gilt immernoch, dass der Sieg erst in den letzten Runden ausgemacht wird. :DD
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Re: Retro - der Trend zum Alte...

#881597 von superpips
05.03.2012, 17:00
Joa, grundsätzlich ist der Trend schon neu, vor ~zwei Jahren gab es so was nicht in dem Maße. Allerdings macht die andere Grafik die Spiele einerseits spannender, andererseits sollte nicht übertrieben werden, dass man nix mehr erkennt...
Btw chillt Mortal Combat 4 auf N64 sowas von, ich habs bei nem Freund Samstag gezockt, das bockt soooo 8)
Klare Vorteile: einfallsreichere Stories. Heute wird da immer mehr Mainstream produziert. Außerdem sind die Multiplayer zwar einfacher, imo aber viel cooler und hat viel mehr ''Feeling''. Am besten Aufarbeitungen von alten Spielen (Stories werden weitgehend beibehalten), aber bessere Grafik, die aber vom Stil her gleich bleibt, d.h. nicht solche standard Actioneffekte bei Shootern usw.
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Re: Retro - der Trend zum Alte...

#881658 von Mister Stolloss
05.03.2012, 20:13
Also, ich denke der Trend zum Alten gibt es schon seit Ewigkeiten, nur wurde der bisher immer anders dargestellt. Nostalgische Gefühle ist einfach etwas, das der Mensch besitzt und immer besitzen wird.

Zu den Spielen: Ich spiele manchmal noch alte PC-Games aber nur aus Nostalgie-Gründen. Alte Pokémon-Spiele (RBG & GSC) fasse ich nicht mehr an, weil die Grafik einfach im Eimer ist, wenn man mit heute vergleicht. Ich hatte nur vor 4 Jahren mal GSC fürs Handy und dort einmal schnell durchgespielt aber das war es auch schon. Der Reiz ist einfach nicht mehr vorhanden, weil man das Spiel bereits kennt und besonders jetzt nachdem die Nachfolger bereits da sind, es keinen Grund mehr gibt, ein so altes Spiel zu spielen. Dasselbe war auch bei RBG der Fall. Die Remakes (FRBG) haben in meinen Augen unglaublich viel aus den alten Spielen herausgeholt und zählen für mich neben HGSS & RSS zu meinen absoluten Favoriten. Es gibt einen Haufen Zusatz-Features und genau das gestaltet ein Pokemon-Spiel interessant (und genau das fehlt zum Beispiel bei BW heute). Aber ich schweife ein bisschen vom Thema ab...

Zum Titel: Der Trend zum Alten ist, wie ich bereits oben erwähnt habe, bereits seit längerer Zeit vorhanden. Das ist zum Teil auch der Grund, warum Spiele wie RBG oder GSC noch einmal von Gamefreak herausgebracht werden. Das primäre Ziel bei der Veröffentlichung von HGSS liegt meiner Meinung nach nicht daran, neue Spieler zu erreichen, sondern eher ein Spiel zu entwickeln, das "alte" Spieler wieder ihre nostalgischen Gefühle aufleben lässt und aber auch gleichzeitig für neue junge Spieler eine weitere Edition zum kaufen, damit diese auch erfahren können, was die alten Hasen zu den Anfangs-Zeiten von Pokémon gezockt haben. Als sekundäre Ziel nimmt sich Gamefreak natürlich auch vor neue Spieler zu erreichen. HGSS war also ein Spiel, das sowohl für junge Menschen als auch bereits erfahrenere Menschen gedacht ist, nach dem Motto: "Pokémon macht Kinder froh und Erwachsene ebenso" ^^

Zur der Gamescom 2011: Interessant finde ich, dass die Gamescom letztes Jahr auch alte spielbare Konsolen ausgestellt hatte. Bisher war mir dieser Fakt noch nicht bekannt, ist aber auch nicht schlimm xD. Meiner Meinung nach hätte die Gamescom jedes Jahr mit solch einer Ausstellung Erfolg, weil es halt immer wieder erfahrene Spieler gibt, die sich gerne an die guten alten Zeiten zurück erinnern und sich dann auch für diese Spiele begeistern. Damit ziehen diese gleichzeitig auch junge User an, weil die halt sehen, dass sich die erfahrenen Leute amüsieren und normalerweise hat man unter "Gamern" großen Respekt vor alten Hasen, da die alle Tricks kennen und wissen welche Spiele gut sind.

Allgemeine Bemerkungen: Ich finde es gut, dass alte Spiele für neue Geräte oder umgekehrt auf den Markt kommen, allerdings bezweifle ich ein wenig den Erfolg. Besonders wenn jetzt zum Beispiel noch ein Spiel (Super Mario Kart 25) Im Gameboy Advance SP Look für denselben rauskäme (dürfte dann ja auch auf dem normalen DS spielbar sein), dann wäre der Hype um ein solches Spiel sehr schnell abgeklungen, weil wir heute eine andere Grafik und ein anderes Gameplay gewohnt sind. Auf der anderen Seite bin ich aber ein großer Befürworter von Remakes wie HGSS & FRBG, besonders wenn noch viele verschiedene Extra-Features eingebaut werden (Beeren ganz normal im Boden in FR/BG oder Safari-Zone mit "Bausteinen" in HG/SS) und die Grafik auf den aktuellen Stand angepasst wird. Dann wird es einfach noch einmal sehr interessant sich die Editionen durchzuspielen, weil man nostalgische Gefühle (und demnach auch sein bereits vorhandenes Wissen) mit dem Entdecker/Forscher-Drang (der übrigens dafür zuständig ist, dass die Menschen so gerne spielen (!) ) kombinieren kann und das Spiel dann nicht langweilig wird.
superpips hat geschrieben:Joa, grundsätzlich ist der Trend schon neu, vor ~zwei Jahren gab es so was nicht in dem Maße. Allerdings macht die andere Grafik die Spiele einerseits spannender, andererseits sollte nicht übertrieben werden, dass man nix mehr erkennt...
Btw chillt Mortal Combat 4 auf N64 sowas von, ich habs bei nem Freund Samstag gezockt, das bockt soooo 8)
Klare Vorteile: einfallsreichere Stories. Heute wird da immer mehr Mainstream produziert. Außerdem sind die Multiplayer zwar einfacher, imo aber viel cooler und hat viel mehr ''Feeling''. Am besten Aufarbeitungen von alten Spielen (Stories werden weitgehend beibehalten), aber bessere Grafik, die aber vom Stil her gleich bleibt, d.h. nicht solche standard Actioneffekte bei Shootern usw.

Wie ich bereits oben geschrieben habe, finde ich, dass der Trend nicht ganz so neu ist. Immerhin habe ich vor 4 Jahren noch GSC auf dem Handy gespielt und noch ein paar Jahre zuvor auch noch manchmal den alten Gameboy rausgekramt und GSC gespielt! Übrigens schaffte ich es erst nach ein paar Jahren im zweiten Versuch GSC ganz durchzuspielen. Davor war ich erstaunlicherweise an der Liga gescheitert^^
Zu den Shootern hatte ich mir eigentlich vorgenommen nichts zu sagen, weil ich solche Spiele nicht mag und nicht spiele, aber ich denke nicht, dass die Storyline heute einfallsreicher ist also vor ein paar Jahren. Aber das ist nur mein Gefühl.

Gamegod hat geschrieben:
CaptainEpic hat geschrieben:Alte Konsolen habe ich leider nur den GBC und GBA, wobei letzterer ja schon auch in die neueren Gefilde gehört.
Dafür hab ich aber trotzdem noch Emulatoren für N64, SNES und NES auf dem PC, mit denen man das Retro-Feeling ja auch noch bekommt :D

Wobei die Emulatoren die Spiele einem "leider" auch einfacherer machen, siehe Savestates
Hat man sich vor 15 Jahren (oder 10, wenn man noch bei Großeltern aufm SNES spielen durfte :3) an Contra III die Zähne ausgebissen und ragedte, als man dann an einer Stelle starb und WIEDER einige Zeit lang sich vorspielen musste, drückt man heute vor kritischen Stellen einfach Quicksave und macht ggf Quickload, oder benutzt Rewinds. Bei einigen anspruchsvollen Hacks durchaus angebracht (Kaizo Mario World, K64 oder Super Mario Star Road eingeschlossen) - aber bei den "normalen" Games eher unangebracht. Wobei, die Bonuslevel bei SMW oder gewisse DKC-Level machen das ganze schon weniger frustrierend, was aber auch das tolle damals war.
Großer Vorteil der Emulatoren, man kann n anderes Pad benutzen! Das N64-Pad ist Designtechnisch eine Sünde sondergleichen...

Heute gilt eigentlich nurnoch bei wenigen Games: Lerne das Level auswendig und seine Gegner, dann kommst du auch durch.
Beispiel #MainstreamEgoshooter - Wer sich in kritischen Situationen decken kann und weiß wo die Linke Maustaste/RT/R2 sind, kommt meistens durch, selbst auf #NamederhöchstenSchwierigkeit.

Aber auch die PC-Abteilung bietet aus den frühen 2000ern einige Perlen, die einfach mal gespielt gehören.
Leider macht da Win7 manches Mal Probleme, indems sogar dann Fehler gibt, wenn man 9001 Communitypatches, JEDEN Kompatibilitätsmodus und was sonst noch ausprobiert hat.

Hier muss ich Gamegod ganz klar Recht geben. Ich habe zwar auch ein paar Spiele auf dem PC (mit Java programmiert, also ohne Emulator iirc) aber es ist einfach nicht dasselbe als würde man eine Konsole in der Hand halten. Wenn ich den GBC (auch meine älteste Konsole ^^) in der Hand habe und anmache (sehe ich zuerst, dass der Bildschirm kaputt ist xD) ist es einfach etwas anderes als wenn ich eine etwas geänderte Version von Blau spiele auf dem PC spiele. RBG hatte ich auch für das Handy aber es kam nicht dasselbe Feeling rüber. Storytechnisch hast du Gamegod genau die gleiche Meinung wie ich.
DerSpieler hat geschrieben:Andere Spiele haben nichteinmal das Glück einer aktuellen Fortsetzung. Ich warte ewig auf einen Nachfolger von multiplayer Games wie Kirby Airride, Bomberman, Snowboard Kids, F-Zero, Starwars-Racer,... (und vieles mehr).
Was ich damit sagen will: Manchmal hat man keine Alternative zu einem Retro-Titel, da keine aktuelle Entsprechung existiert.

Auch hier muss ich dir Recht geben. Ich finde es ziemlich schade, dass es von einigen Spielen einfach seit Jahren keine Fortsetzung mehr gibt. So wäre ich zum Beispiel froh (PC Spiele) wenn ein Need for Speed Underground 3 rauskommen würde oder RollerCoaster Tycoon 4 oder Age of Empires 4 (am besten als Remake von AOE 1 - Steinzeit for the win^^). Und dann greife ich eben zu den alten Spielen und dort herrscht nach wie vor einebestimmte Lust diese zu spielen. Auch wenn mir AOE 3 nicht mehr so gut gefällt (wie es bei DPP & BW ja auch der Fall ist), so wäre ich dennoch froh über eine Fortsetzung. Denn auch eine Fortsetzung löst gewisse nostalgische Gefühle aus und kann sehr interessant sein.
Strong_Kobayashi hat geschrieben:Obwohl ich bis vor Kurzem eher gegen diesen Trend bzw. gegen das völlige Übertreiben dieses Retro-Trends war, ergreift auch mich immer mehr dieser Trend alte Erinnerungen wieder aufleben zu lassen. Deshalb zocke ich auch gerade wieder Kristall durch und bin begeistert. Es macht mich sehr glücklich, weil ich damit mit die schönsten Momente meiner Kindheit verbinde.

Also ich persönlich denke ja, dass diese nostalgischen Gefühle, von denen ich die ganze Zeit in meinem Post rede, erst mit der Zeit auftreten. Du bist "erst" 16 und so ab 16/17 haben sich bei mir die ersten stärkeren Sehnsüchte nach verschiedenen Spielen (GSC hauptsächlich) entwickelt. Es ist ja auch logisch, denn ein 5 jähriger wird sich wohl kaum an seine Kindheit zurück erinnern. Das hängt alles mit dem Verantwortungsbewusstsein zusammen, das man erst in der späten Pubertät entwickelt (Ich wage zu behaupten, dass am Anfang der Pubertät jegliches Verantwortungsbewusstsein abhanden kommt xD).
CaptainEpic hat geschrieben:Alte Spiele sind doch göttlich :3

RBG haben mir persönlich sehr gefallen, man hatte nicht alles vorgesetzt bekommen, man musste wirklich noch überlegen, was man machen musste, etc.
Das gleiche gilt auch für andere Spiele: Heutige Spiele sind definitiv einfacher geworden.

Alte Konsolen habe ich leider nur den GBC und GBA, wobei letzterer ja schon auch in die neueren Gefilde gehört.
Dafür hab ich aber trotzdem noch Emulatoren für N64, SNES und NES auf dem PC, mit denen man das Retro-Feeling ja auch noch bekommt :D

Auch hier kann ich mich wieder teilweise wiederholen. Wie ich bereits oben gesagt habe, meiner Meinung nach kommt das Retro-Feeling nicht ganz mit den Emulatoren auf. Es fehlen einfach noch ein paar "Sachen" zu einem kompletten Retro-Feeling. Ansonsten kann ich dir aber zustimmen, was deine Meinung zu RBG zum Beispiel angeht. Die Spiele früher waren halt noch mehr auf der Herausforderung basiert um den Spieler auch wirklich zu beschäftigen. Heute geht es leider immer mehr in die Richtung wie man ein Spiel interessant gestaltet und spannend hält aber gleichzeitig das Spiel sehr schnell durchspielt, um zufrieden zu sein und auf das nächste Spiel zu warten (was auch in kürzeren Zeitabständen kommt, wenn man das ganze jetzt auf Pokémon bezieht). Wenn ich heute eine Edition fertig gespielt habe, bin ich bei weitem nicht so froh als "früher", weil mich BW zum Beispiel viel weniger herausfordert als RBG.
Metallica hat geschrieben:Ich hab mir im Laufe der vergangenen Jahre auch wieder die komplette Final-Fantasy-Reihe in Erstauflage angeeignet. Zudem noch ein paar Spiele aus meiner Kindheit, wie Klonoa und Tombi. Die Spiele müssen nicht unbedingt de Oberburner gewesen sein, aber damit verbinde ich Erinnerungen und Emotionen. Und DAS ist das schöne an dieser ganzen Retrokiste. Etwas, was moderne, grafikgeile Kinder wahrscheinlich noch nicht so nachvollziehen können.

Dass ein grafikgeiles Kind solche Emotionen nicht unbedingt nachvollziehen kann halte ich zwar eher falsch. Wenn ich mir die Grafik von HGSS anschaue, dann ist das schon ein echtes Erlebnis für mich und dann will ich GSC auch nicht mehr anmachen, weil die neue Grafik mich einfach viel mehr anspricht. Dabei weckt das alte GSC, wenn ich es dann doch anmache ganz klar alte nostalgische Gefühle in mir. Jedoch spiele ich dann vielleicht eine halbe Stunde bis eine Stunde und besuche zum Beispiel alle Orte die ich mir so schön vorstelle oder ich fange das Spiel neu an bis ich weit genug bin und dann ist die Spiellust verloren. Es gibt sicherlich altes zu entdecken, aber zuviel darin versinken bringt auch nichts. Und um auf das grafikgeile Kind zurückzukommen, heute ist es grafikgeil und das wird es in 20 Jahren auch noch sein. Aber ich bin mir sicher, dass es sich in 20 Jahren auch gerne an die heutige Zeit zurückerinnert und eventuell mal wieder ein altes Spiel herauskramt ;)

So, jetzt habe ich aber genug in alten Erinnerungen geschwelgt, die während dem Schreiben dieses Post und dem lesen aller anderen Posts aufgekommen sind und hoffe, dass ihr zumindest ansatzweise meinen Post liest oder versteht :D

1391 Wörter von mir
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Re: Retro - der Trend zum Alte...

#881912 von rialgo
06.03.2012, 22:13
Kann die Meinung zum neuen Mario Pary nicht so ganz mit den anderen hier teilen. Klar, die Teile für N64 (Mario Party 1 - 3) waren schon stark, aber immerhin haben sie jetzt mal was neues versucht und das ist ne klasse Idee gewesen mMn.
Und ich stimm mit der Emulatorensache zu. Es reizt einen viel mehr wenn man selbst an der Konsole dabei sitzt. Beim Zocken per Emulator geht das ganze Feeling an der Konsole flöten, deshalb hab ich mir auch wieder ne SNES zugelegt, weils so einfach noch mal um einiges mehr reizt.
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Re: Retro - der Trend zum Alte...

#881931 von Noise
07.03.2012, 01:08
[Habe alle weiteren Beiträge mal eben übersprungen.]

Ich denke der Grund, warum viele Menschen in regelmäßigen Abständen die alten Konsolen und Spiele auspacken, liegt daran, dass da auch immer Kindheitserinnerungen oder Erinnerungen an die Vergangenheit hängen. Ein Sprichwort sagt ja auch, früher wäre alles besser gewesen.

Unseren Nes hat meine Schwester vor rund 13 Jahren dummerweise für wenig Geld auf einem Flohmarkt verkauft. Die einzigen Retrokonsolen, die ich jetzt noch neben den Gameboys besitze, sind die Playstation One und der N64. Wobei diese ja oftmals gar nicht mehr so sehr zu den kultigen Retrokonsolen gezählt werden. Liegt meiner Meinung nach an dem erstmals verwendeten ("richtigen") 3D Effekt, zumindest von Nintendo und Sony. Für mich sind beide Konsolen aber enorm kultig, besonders nach dem regelrechten Anbetteln meiner Eltern, mir doch bitte eine Playstation zu Weihnachten zu kaufen, habe ich mich bei dieser tatsächlich in Erfüllung gegangenen Überraschung -ich hatte bezweifelt eine zu bekommen- wie ein Schneekönig gefreut.
Ich habe in meiner Kindheit etliche Stunden mit Spider Man, Tony Hawks, Mario und Snowboard Kids verbracht, um nur einen kleinen Ausschnitt meines Spielebesitzes aufzuzählen. Damals haben die Spiele aber auch einfach gefesselt. Da war jedes Spiel irgendwo auch innovativ. Sogar das x-te Super Mario Jump'n'Run für die 2D Konsolen. Ich weiß nicht, ob wir als Gamer heutzutage vielleicht nicht auch ein bisschen zu verwöhnt sind oder ob viele Entwicklerstudios nicht tatsächlich immer weniger Wert auf die Story und mehr Wert auf die Features legen. Bei einem Großteil zählt eben nur noch der Multiplayer, weil die Story nicht fesselt oder zu ausgelutscht ist. Auf Anhieb würden mir nur wenige Spiele einfallen, die auch heute noch durch einen herausragenden Singleplayer Modus überzeugen konnten. So z.B. Uncharted, bei dem man sich dank seiner Sequenzen, der realistischen Ingame-Bewegungen und dem Ambiente nebenbei fast wie in einem guten Film fühlt. Oder Grand Theft Auto, das ebenfalls immer eine mitreißende Geschichte erzählte. Jedenfalls gibt es meiner Meinung nach deutlich mehr bescheidene Singleplayer Spiele.
Zudem waren die Spiele damals weitesgehend fehlerfrei. Ich habe erst kürzlich einen Spruch gelesen, der besagte, dass wir Käufer heute nur noch die dummen zahlenden Betatester seien, und dem stimme ich sogar in manchen Punkten zu. Viele verschiedene Spieleentwickler liefern längst keine fertigen Spiele mehr aus. Neben unzähligen Bugs, die den Spielspaß teils zum Einsturz bringen und die durch unzählige Updates immer wieder nachträglich ausgebessert werden müssen gibt es heutzutage ja auch zu Hauf "Download Contents", die kaum neue Spieleinhalte liefern und in der Regel noch viel Geld kosten. Lächerlich.
(Jaja, mag sein, dass die Raubkopiererszene das ganze vorantreibt aber diese Diskussion gehört hier wohl eher weniger hin.)


edit: http://d24w6bsrhbeh9d.cloudfront.net/photo/3237335_460s_v1.jpg
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