Schreibe eigene Geschichten über Pokémon und deine Lieblings-Charaktere.

Chaos Undercover

#438271 von gasi
12.01.2009, 00:01
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Guten Abend!

Einige von euch fleißigen Lesern im Forum werden wohl schon wissen, was ich mit Stolz ankündigen darf - eine Komödie, die ich und blond angel zusammen schreiben werden. Die Entscheidung dafür ist am heutigen Nachmittag gefallen und da unser Engelchen zum Glück schon eine sehr gut Idee parat hatte, konnten wir uns auch schon an die Arbeit machen.
Nach der Namensfindung hat uns Hideki auch gleich einen wirklich tollen Banner gezaubert (danke nochmal an dieser Stelle). Weiter ging es dann mit dem schreiben der ersten beiden Kapitel, die ihr gleich bestaunen könnt.

Um unsere Kapitel auseinanderhalten zu können, bekommt blond angel eine rosane Überschrift.
Ich werde meine Abschnitte unter einer lilanen Überschrift veröffentlichen.

Nun will ich euch aber nicht weiter mit meinem Gerede aufhalten, sondern euch einfach nur viel Spaß beim Lesen (und Kommentieren ;-)) wünschen.

.+* Kapitel 2: Ruhiger Arbeitsbeginn? - Fehlanzeige! *+.


Wenn man aus seinem Urlaub kommt, erwartet man eigentlich einen ruhigen Arbeitsstart. Doch nein, mein Chef muss natürlich schon auf mich losstürmen als ich aus meinem Auto aussteige. Dieser kleine Mann kocht bei solchen Dingen immer mehr als der Kühlergrill meines Audis bei diesen Temperaturen. Gerade solche Situationen koste ich gerne aus und lege eine Ruhe an den Tag, die dem Männlein den letzten Nerv rauben. Da erinnert er mich doch sehr an eine Frau, doch die verlieren vor lauter Wut nicht ihre Haare.

Oft genug hat er schon gesagt, dass ich mich ändern solle, doch das funktioniert einfach nicht. Als Superheld habe ich schon viele aufregendere Dinge erlebt, als das ich wegen irgendwelchen Kautionsgeschäften noch in die Luft gehen könnte. Doch der gute Herr, der mir die Aufträge zuteilt, sieht das leider anders. Und darum konnte ich mir erst einmal eine neue Moralpredigt anhören. Wäre er nicht mein Vorgesetzter, dann würde er schon lange nur noch als ein Häufchen Staub existieren. Leider muss mir aber jemand mit Geld versorgen, denn als Superheld verdient man leider nichts. Auto und Wohnung müssen aber bezahlt werden – leider.

Jedenfalls saß ich jetzt im Büro meines Chefs, der die Klimaanlage schon wieder ins Jenseits geschickt hatte. Mit erhobener Stimme, die gar nicht zu ihm passte, fing er hektisch an zu sprechen: „Auch wenn du gerade aus deinem Urlaub zurück bist musst du diesen Auftrag erledigen, denn mir steht gerade kein geeigneter Mann zur Verfügung. Außerdem könnte uns ein Erfolg dieses Mal ganz nach oben bringen!“
    „Das haben sie doch bei so vielen anderen Aufträgen auch gesagt. Doch leider sind wir immer noch nicht ganz oben, was mein Konto nicht glücklich macht.“
„Ja, aber dieses Mal ist alles anders. Ich will ja nicht angeben, doch dieses Mal habe ich einen wahren Wal an Land gezogen. Es geht nicht um ein paar Tausender, sondern um mindestens eine Million.“
    „Ei-eine Million? Mindestens?“, ich wusste gar nicht wie mir passiert. Mein Geldbeutel machte jedenfalls einen dreifachen Salto.
„Es wird stark vermutet, dass wir hier noch untertreiben. Doch ich will nicht zu viele Vermutungen aufstellen. Du weißt ja, dass das in unserem Geschäft auch schnell nach hinten losgehen kann.“
    „Sie reden zu viel, schieben sie …“, doch leider konnte ich nicht weitersprechen.
Die Alarmanlage meines Autos fing an sich zu melden, was vorher noch nie vorkam. Schnell sprang ich auf und sah aus dem Fenster, was ich lieber nicht getan hätte. Da traf mich doch der Schlag, als ich mein demoliertes Auto stehen sah und eine, mir bekannte, Blondine sich ganz schnell aus dem Staub machte. Wäre der Chef nicht hier, dann wäre ich sofort zu ihr hinuntergeflogen und hätte ihr die Meinung gegeigt. Ich wusste ja, dass Frauen nicht Auto fahren könnten, doch so extrem habe ich mir das nicht vorgestellt.
„Bitte, bitte rege dich nicht auf Fabian. Konzentriere dich auf den Auftrag und nicht auf dein Auto. Du wirst dir schon bald einen neuen Wagen kaufen können.“
    „Das hoffe ich und jetzt geben sie mir sofort diese verdammte Akte! Ich hoffe nur für unsere liebe Kathi, dass sie sich wieder auf den Heimweg gemacht hat!“
„Hier“, antwortete mein Chef und gab mir sichtlich geschockt die Akte.

Nachdem ich das gute Stück in den Händen hielt, riss ich die Tür auf und da sah ich sie auch schon auf dem Sofa sitzen. „Sag mal geht’s noch?!?“, schrie ich sie an. „Du kannst doch nicht einfach mein schönes Auto so zurichten!“.
    „D-das war dein Auto?“, fragte sie völlig geschockt.
„Ja, das WAR mein Auto. Jetzt gleicht es ja eher einer zertretenen Coladose.“
    „Tut mir leid, das wollte ich nicht.“
„Ja, mir ist egal ob dir das leid tut. Bevor du aber weiter hier sitzen bleibst, kannst du mir gleich bei unserem neuen Auftrag helfen. Und danach müssen wir noch zur Werkstatt.“
    „O-ok, dann fangen wir mal an.“

Jetzt habe ich in Sachen Wut sogar meinen Chef übertroffen. Doch niemand außer mir darf mein Auto ruinieren. Wenn man von dem Baum absieht, den ich aus versehen auf meine alte Karre geworfen habe, ist meinen Fahrzeugen noch nie etwas passiert. Ja, wenn Kathi nicht meine beste Kollegin wäre, dann könnte ich auch anders. Jetzt sollte ich mit ihr aber erst einmal den neuen fall bearbeiten. Sollte unser Zwerg nicht gelogen haben, dann wird sich die Arbeit bei diesen Temperaturen doch auszahlen.

.+* Kapitel 4: Eine schlagkräftige Kollegin *+.

„Giovanni Caroni“, antwortete ich immer noch etwas Verwundert über ihr komisches Verhalten. Vielleicht hat sie ja irgendein Geheimnis? So lang sie nichts mit dem Herrn Caroni zu schaffen hatte, war das aber fürs Erste unwichtig.
    „Giovanni Caroni? Den Namen habe ich noch nie gehört.“
„Er scheint auch ziemlich unbekannt zu sein. Aber ich weiß nicht, ob das nicht eher ein Nachteil für uns sein könnte.“
    „Ja, seine Akte gibt ja nicht gerade viele Infos her. Hat der Chef eigentlich noch mehr von ihm erzählt?“
„Nein, nur mal wieder, dass wir mit diesem Auftrag einen großen Sprung machen könnten. Aber das kennst du ja wohl selbst.“
    „Du sagst es. Wenn seine Klimaanlage nicht geht, dann träumt er einfach zu viel.“
„Ich warte nur darauf, dass er wieder einen Hitzschlag bekommt. Dann übertreibt er noch mehr.“
    „Bloß nicht, sonst lässt er uns noch die Büroarbeit erledigen.“, lachte Kathi.
„Stimmt. Aber wenn wir grad von Klimaanlagen sprechen – hast du eine?“
    „Ja was denkst du denn, war dein Audi denn nicht so gut ausgestattet?“, fragte sie mich und drehte ihre Klimaanlage voll auf. „Besser?“
„Viel besser. Mein Auto war leider ziemlich gut ausgestattet. Umso mehr tut es jetzt weh, dass ich ein neues brauche.“
    „Ist schon gut, ihr immer mit euren Autos. Wenn ihr eure überschüssige Energie in wichtigere Dinge stecken würdet, dann sähe es auf dieser Welt viel besser aus.“, bemerkte sie spöttisch.
Auf diese Aussage wollte ich nicht weiter eingehen, aber wenn sie nur wüsste. Nicht einmal im Urlaub konnte ich mich richtig erholen, sondern musste immer wieder Menschen retten. Hier raubt jemand eine Bank aus und da versagt mal wieder ein Busfahrer. Dem nicht genug warte ich immer noch auf meine Belohnung des Bankchefs. Ich hoffe nur, dass er das nicht vergisst, sonst kann ich wirklich bis zur Erledigung des Auftrags mit Kathi oder öffentlichen Verkehrsmittel durch die Gegend fahren. Fliegen geht am helllichten Tag leider schlecht.

„Wir sind da“, sagte Kathi plötzlich und riss mich aus meinen Gedanken.
    „Oh, der gute Mann scheint sich ja ein schönes Leben zu machen.“, murmelte ich vor mich hin.
„Ja, da wundert mich der genannte Betrag nicht mehr.“
    „Ich würde mir jetzt keine Sorgen ums Geld machen, sondern eher um die Absicherung des Hauses. Ich glaube nämlich nicht, dass er uns einfach hereinbitten wird.“
„Ach, darauf wäre ich wirklich nicht gekommen“, meinte Kathi mit einem sarkastischen Unterton. „Ich dachte, dass er uns noch auf einen kleinen Cocktail einladen wird.“
    „Auf den lad ich dich ein, wenn alles gut geht.“
„Schön, hast du schon einen Plan?“
    „Ich hatte ihn, aber dieser Anblick wirft leider alles auf den Haufen. Vielleicht sollten wir doch erstmal bei unserem Auftraggeber vorbeischauen.“
„Alles klar, dann lass uns den Herrn mal besuchen.“
    „Gerne, aber könnte ich bitte fahren?“
„Ähhm, ich dachte, dass es schön ist mir beim Fahren zuzusehen.“ Kathi sah mich verwundert an, was ich als kein gutes Zeichen deutete.
    „Ist es auch, nur fehlt mir gerade irgendetwas.“
„Und das ist wirklich das Autofahren? Na gut, wenn es dich glücklich macht. Aber wir können jetzt schlecht aussteigen.“
    „Wie wäre es mit du oben und ich unten?“, fragte ich sie mit einem Grinsen.
Diese Bemerkung schien sie gar nicht zu erfreuen und ich hatte ihre Hand plötzlich mitten im Gesicht.
    „Für was war das jetzt?“
„Ach, das war gar keine schlechter Versuch mich anzumachen? Ja gut, dann gehen wir deinem Vorschlag nach.“
Wir tauschten also die Plätze und ich war verwundert, dass ich ihren Schlag immer noch spürte. Sie war doch kräftiger als ich dachte.

.+* Kapitel 6: Handschellen, Fesselspiele und ein laufender Geldsack *+.

In jeder anderen Situation hätte ich noch über meine Kollegin gestaunt, die mich immer wieder aufs Neue verwunderte. Doch nun ging es darum konzentriert zu bleiben, denn nicht selten wurden Kautionsdetektive durch Unachtsamkeiten überwältigt. Auf eine Begegnung mit der Waffe von Caroni war ich aber nicht aus und Kathi ging es hoffentlich auch so.

Wir näherten uns der Tür, von der aus die Stimmen kamen. Ein Mann sprach mit erhobener Stimme, mit der er klar zu verstehen gab, dass er keinen Widerspruch duldete.
„Kautionsdetektive? DAS SOLL WOHL EIN SCHLECHTER WITZ SEIN!“
    „N-Nein, Chef. Es ist leider so.“
„Leider? Womit hab ich das verdient? Solch ein Häufchen Elend als Handlanger.“
    „Es tut mir leid. Ich wusste doch nicht, dass gleich solche Geschütze aufgefahren werden.“
„Es ist mir egal ob es dir leid tut oder nicht! DU, wirst ausfindig machen wer hinter uns her ist und diese Personen auslöschen. Und wehe du bringst noch einmal derart schlechte Nachrichten.“
    „Das wird mir nicht mehr passieren.“
„Ich will es für dich hoffen. Jetzt geh!“

Ich hörte, wie jemand seinen Stuhl zurückschob und aufstand. Zum Glück schien dieser Caroni ein Auge auf alte Möbelstücke zu haben. Im Gang befand sich nämlich eine Standuhr, hinter der wir uns verstecken konnten. Ich packte Kathi und zog sie in Deckung.
„Danke, ich kann auch selbst laufen“, flüsterte sie mir zu.
    „Ich weiß, aber das sieht dramatischer aus.“
„Dramatischer? Uns sieht doch eh niemand. Es sei denn, dass der gute Herr Kameras herumhängen hat.“

Nun öffnete sich die Tür und ein mittelgroßer Mann mit braunen Haaren trat heraus. Er sah sichtlich geschockt aus, was mich aber nicht wunderte. Aus dem Teil des Gesprächs, den wir mithören konnten, lies sich erahnen, wie Caroni mit seinen Handlangern umsprang. Mit schnellen Schritten näherte sich der Mann. Gerade als er auf Höhe der Standuhr war sprangen Kathi und ich hervor. Ich packte mir ihn, bevor er reagieren konnte und meine Kollegin richtete ihre Waffe auf ihn. Entweder wusste er, dass wir bei dem kleinsten Laut kurzen Prozess machen würden oder er war einfach nur geschockt. Jedenfalls machte er nicht einmal Anstalten sich zu wehren oder gar um Hilfe zu schreien.

Als unser Gegner sich nicht zu wehren schien, zog Kathi ein paar Handschellen hervor. Als diese angelegt waren, verband ich ihm noch den Mund, damit er uns nicht doch noch durch Schreie verraten konnte.
„Du scheinst wohl Erfahrung im Fesseln zu haben“, behauptete Kathi sichtlich erfreut.
    „Ja. Nein. Ach, vergiss es. Ich weiß genau auf was du wieder hinaus willst.“
„Achja? Jetzt tu doch nicht so als ob du das wissen würdest. Sonst kennst du mich ja auch nicht so gut.“
    „So, fertig. Lass uns das Gespräch nachher weiterführen, wenn wir um ein paar Scheinchen reicher sind. Nicht dass unser Chef sich das mit dem Geld doch noch anders überlegt.“

Mit diesen Worten gingen wir auf die Tür zu, hinter der sich Giovanni Caroni zu befinden schien. Ich überlegte mir schon anzuklopfen, doch das war schon zu viel der Höflichkeit. Wir haben schon seinen Handlanger ganz gelassen, was meinen Monatsbedarf an guten Taten füllte. Also entschied ich mich einfach in den Raum zu platzen.

Mit erhobener Waffe öffnete ich dir Tür und begrüßte unseren Gastgeber: „Guten Tag Herr Caroni.“
    „G-Guten Tag. Wer sind sie denn? Wie sind sie überhaupt hier hereingekommen?“
„Ganz ruhig, wir werden ihnen alles erklären. Nur bitte ich sie uns zu begleiten.“
    „Mitkommen? Sie sind doch wohl nicht mehr ganz bei Sinnen. Ich gehe mit niemandem mit.“
„Oh doch, das werden sie. Sie können es uns leicht machen und uns freiwillig begleiten oder wir versuchen es mit Gewalt.“
    „Das würde ihnen so passen. Wenn sie nicht sofort gehen, dann werde ich die Polizei rufen.“
„Für gewöhnlich sind die Kollegen in Grün auf unserer Seite. Also sparen sie sich du Mühe.“
Caroni erhob sich nun und schien auf uns zugehen zu wollen. Nach ein paar Schritten stoppte er aber wieder.
    „Ich soll sie also begleiten. Das werde ich gerne tun, aber dann müssen sie sich mich schon holen.“

Ich verstand diesen Satz als Aufforderung und wollte nun auf ihn zugehen. Doch plötzlich versetzte mir jemand einen Stoß, sodass ich stolperte. Das rettete mir das Leben, denn Giovanni Caroni zog plötzlich eine Waffe und feuerte einen Schuss ab. Kathi schien das wohl bemerkt zu haben und konnte sofort handeln. Als ich mich gerade wieder fing, stand sie ihm schon gegenüber. Beide richteten ihre Waffen aufeinander, aber trauten sich nicht abzudrücken.

Ich bemerkte, wie mich Caroni aus dem Augenwinkel beobachtete und wagte es nicht ebenfalls meine Waffe auf ihn zu richten. Plötzlich hörte man zwei Schüsse, die fast gleichzeitig kamen. Erst aus Caronis Waffe und dann aus der von Kathi. Mein erster Blick galt meiner Partnerin. Sie lag zwar am Boden, doch schien wohlauf zu sein. Jedenfalls sah ich kein Blut.

Caroni, unser lebender Geldsack, nutzte diesen Moment der Unachtsamkeit und rannte nach draußen auf seinen Balkon. Ich rechnete damit, dass er nun weiter Schüsse abfeuern würde, doch er sprang einfach ab. Zwar war ein Sprung aus dem ersten Stock nicht lebensgefährlich, doch ein gebrochenes Körperteil war bei ungeübten Personen immer drin. Schnell lief ich auch auf den Balkon und sah nach unten. Dieser Caroni schien das nicht zum ersten Mal zu machen, denn er war schon auf dem Weg in Richtung Garage.

„Wo ist er hin?“, fragte mich Kathi, die sich schon wieder aufgerichtet hatte.
    „Er läuft auf seine Garage zu.“
„Schnell hinterher! Diesen wandelnden Haufen Geld dürfen wir nicht entkommen lassen.“

.+* Kapitel 8: Geschockter Arzt und wütender Chef - da bleib ich lieber auf der Straße *+.

Ich sollte mich beim nächsten Mal vielleicht wirklich besser durchsetzen. Zwar wusste ich, dass es gefährlich wird, doch Kathis weiblicher Charme hat mich einfach überzeugt. Dafür könnte ich mir wirklich selbst in den Arsch beißen, doch in Selbstmitleid zu versinken hat leider keinen Sinn. Außerdem bemerkte ich bei diesen Gedanken, dass ich gerade ein wenig zu aggressiv fuhr. Die anderen Verkehrsteilnehmer zeigen mir schon den Vogel oder benutzten Lautstark ihre Hupe, doch ich hatte eigentlich keine Lust mich in dieser Situation an die Verkehrsregeln zu halten. Kathi blutete nämlich immer noch sehr stark, was nicht gerade gesund aussah.

Nachdem ich an der nächsten Kreuzung nur knapp einem Unfall entgangen wäre, wünschte ich mir mein eigenes Auto zurück. Kurz in die Lüfte erhoben und schon hätte mich dieser lästige Straßenverkehr wieder los. Wo ich gerade dabei war an Superhelden zu denken kam mir auch schon wieder dieser komische Gedanke, dass meine Partnerin vielleicht doch nicht ganz so „normal“ ist, wie sie immer vorzugeben scheint. Der umgestürzte Baum, die schnelle Verfolgung und die eingetretene Tür. Alles würde dafür sprechen. Doch das hätte ich doch auch wieder merken müssen. Gerade weil man weiblichen Superhelden nicht alle Tage über den Weg läuft.

Bevor ich mich noch weiter irgendwelchen wirren Gedankengängen folgen konnte, erschien das Krankenhaus in meinem Blickfeld. Ich parkte das Auto, stelle sicher, dass unser kleiner Italiener nicht flüchten konnte und schnappte mir Kathi. Sie war zwar Ohnmächtig, doch ihre Wunde schien das leider nicht zu interessieren. Diese blutete nämlich unaufhaltsam weiter und färbte mittlerweile das ehemals weiße Tuch rot.

Mit Kathi in den Armen rannte ich nun schnell in den Eingangsbereich um irgendjemanden ausfindig zu machen, der ihr helfen konnte. Zufälligerweise lief mir auch gerade ein Arzt vor die Nase, der mir gerade noch ausweichen konnte. Überrascht und auch ein wenig verschreckt starrte er mich an. „Schaun sie nicht so, sondern helfen sie mir lieber. Oder möchten sie, dass diese Frau in meinen Armen verblutet?“, fuhr ich den Arzt an.
    „N-nein, was ist denn mit ihr passiert?“, stammelte dieser zurück. Er war immer noch ein wenig geschockt davon, dass ich ihn fast umgerannt habe.
„Sie ist angeschossen worden. Also machen sie hier mal weiter, sonst kann ich das Grab auch gleich ausheben.“
    „Ja, einen Moment bitte. Ich veranlasse sofort eine Not-OP.“
„Gut, aber beeilen sie sich.“

Keine Minute kamen auch schon zwei jüngere Männer mit einer Art Trage an. Sie hielten auf mich zu und einer der beiden sprach mich auch sofort an: „Legen sie bitte ihre Frau auf diese Trage. Wir bringen sie dann in den OP.“
    „Das ist nicht… Ach, egal. Bitte kümmern sie sich gut um sie, ich muss jetzt leider weg.“
Mit diesen Worten stürmte ich auch schon wieder aus dem Krankenhaus. Zwar war ich mir sicher, dass sich meine „Begleitperson“ nicht vom Auto entfernen würde, doch mir war es trotzdem nicht ganz geheuer ihn allein zu lassen.

Als ich am Wagen ankam, war alles wie es sein sollte. Deshalb stieg ich auch sofort ein und raste weiter ins Büro. Dort konnten wir Herrn Caroni dann hoffentlich richtig einheizen. Vor der Reaktion des Chefs auf Kathis Verletzung fürchtete ich mich aber trotzdem. Gerade wenn es um die Gesundheit seiner Angestellten ging, war er sehr empfindlich.

Während Kathi wahrscheinlich schon vom Arzt im Operationssaal bearbeitet wurde, kam ich endlich an meinem eigentlichen Ziel an. Nachdem der Motor des Autos, das übrigens gar nicht so schlecht zu fahren war, machte ich die Hintertür auf und zog meinen engen Giovanni von der Rückbank aus dem Auto heraus. Der gute Herr schien darauf zu spekulieren eine Fluchtmöglichkeit zu bekommen, doch diesen Gefallen tat ich ihm nicht. Ich lies doch nicht einfach einen Haufen Geld frei herumrennen.

Ich schliff Caroni hinter mir die Treppen hoch und öffnete mit einer übermotivierten Bewegung die Tür. „Fabian, spinnst du? Willst du die Bude hier einreißen?!?“, brüllte mir mein Chef entgegen.
    „Nein, denn wo würde ich sonst mein Geld her bekommen?“, lachte ich ihn an.
„Lach nicht so, sondern sag mir lieber wie weit ihr mit den Ermittlungen seid. Und wo ist Kathi überhaupt?“
    „Also die Ermittlungen liefen gut. Der Übeltäter lieferte sich uns fast selbst aus.“
Triumphierend zeigte ich auf den kleinen Mann hinter mir. Dieser blickte nur voller Verachtung zurück. Er wusste wohl nicht, dass genau solche Blicke immer die schönsten sind.
„Super, ihr seid wirklich gut! Doch wo ist Kathi? Wir sollten doch miteinander anstoßen.“
    „Das müssen wir wohl ein wenig verschieben. Sie wurde leider von unserem Geldsack angeschossen und wird jetzt gerade Operiert.“
„Was?!? Das gibt’s doch nicht Fabian, ihr sollt euch doch nicht unnötig in Gefahr begeben!“, schrie mein Chef plötzlich wieder.
    „Ja, aber…“
„Nichts aber!“, schnitt er mir den Satz ab. „Du bringst jetzt Herrn Caroni in eine Übergangszelle und fährst dann sofort wieder ins Krankenhaus.“
    „O-ok“, antwortete ich und folgte seinem Befehl. Es war wohl gesünder für uns alle nicht zu widersprechen.


.+* Kapitel 9: Achtung, bekloppter Mann in rosanem Auto gesichtet! *+.

Um endlich der schlechten Laune meines Vorgesetzten entgehen zu können, packte ich mir auch gleich mein Mitbringsel und brachte es zur Zelle. Als der kleine Italiener sich zu sträuben versuchte, wollte ich ihm Mut zureden: „Es tut mir ja auch leid, dass sie warten müssen, doch das haben sie sich selbst zuzuschreiben. Außerdem ist es nicht so schlimm in der Zelle. Es ist zwar ein bisschen feucht, kalt und das Bett ist hart, aber ansonsten geht es eigentlich. Sie müssen nicht einmal Miete bezahlen.“
Gleich nachdem ich mit dem sprechen fertig war, standen wir auch schon vor Caronis neuer Wohnung. Ich fand, dass ich mit meiner Beschreibung voll ins Schwarze getroffen habe. Der Herr, der jetzt hier einzog, schien das wohl auch zu bemerken und schaute nicht sehr glücklich drein.

Vielleicht war es gar nicht so schlecht, dass Kathi mein Auto ein wenig ramponiert hat. Mein Traum auf die Kosten anderer Auto zu fahren hat sich jetzt endlich verwirklicht und außerdem ist ein Cabriolet bei solchen Temperaturen nie schlecht. Nur an den rosanen Lack werde ich mich nie gewöhnen, aber das war gerade noch zu verkraften. In Richtung Krankenhaus fahrend, ertönte sogar eines meiner Lieblingslieder im Radio und ich konnte dem Drang mitzusingen nicht widerstehen. Zwar schauten die Passanten schon ein wenig blöd, als sie einen „Highway to Hell“ singenden Typen in einem rosa Cabriolet sahen, doch das war mir im Moment relativ egal. Meine Gedanken lagen eh irgendwo zwischen Caroni, dem Geld und Kathi.

An der Klink angekommen, war ich mir nicht so ganz sicher, ob ich wirklich hineingehen sollte. Der verschreckte Blick des Arztes hat mir irgendwie Angst gemacht und ich es gibt ja genug verrückte, die dann gerne Rachepläne schmieden. Der Gedanke daran meine hoffentlich bald wieder gesunde Kollegin zu besuchen, überwältigte mich nun aber doch. Ob es nun an der Tatsache lag, dass wir bald steinreich waren oder irgendein anderes Gefühl, konnte ich gerade nicht richtig einordnen.

„Guten Tag, wobei kann ich ihnen helfen?“, fragte mich eine Empfangsdame.
    „Heute wurde eine angeschossene Frau hier hergebracht. Ich würde sie gerne besuchen, wenn das möglich wäre.“
„Ach, sie waren doch der Herr, der unseren Chefarzt fast umgerannt hätte.“
    „J-ja“, antwortete ich mürrisch. Mir war es eigentlich nicht angenehm, dass sie das erwähnte.
„Schön, dann geht es denke ich in Ordnung, dass sie sie besuchen. Sie liegt auf Zimmer 269.“

Auch wenn die Dame vielleicht noch eine Antwort erwartete, drehte ich mich einfach um und machte mich auf den Weg. Vielleicht war das ein Fehler, denn ich kannte mich hier eigentlich keine fünf Meter weit aus. Zum Glück liefen mir immer wieder irgendwelche Krankenschwestern über den Weg, die mir halfen. Nach über einer viertel Stunde erreichte ich das Zimmer dann endlich und klopfte zögerlich an die Tür.

„Herrein“, ertönte eine Stimme, die mir nur allzu bekannt vorkam.
    „Servus, ich bins.“
„Ah, hi Fabi. Ich dachte schon, dass du mich in diesem langweiligen Krankenhaus ganz allein vergammeln lässt.“, meinte Kathi lachend. Ihr schien es gar nicht so schlecht zu gehen, wie ich vermutete.
    „Wenn ich dich schon herbringe, dann nimm ich mir auch die Freiheit dich zu besuchen, ist doch klar. Und, wie geht’s so?“
„Eigentlich ziemlich gut, zwar werd’ ich nicht gleich wieder normal laufen können, doch ansonsten passt alles. Der Arzt meint, dass ich großes Glück hatte.“
    „Das würd’ ich auch sagen.“
„Ach was, das war mein Können. Alles geplant…“
    „Ach, dann steckst du mit unserem kleinen Italiener unter einer Decke?“
„Was machst du, wenn es so ist?“, fragt sie mit einem komischen Unterton.
    „Dann freue ich mich, denn so gibt’s mehr Geld für mich.“, warf ich sofort zurück.
„Du immer mit deinem Geld, sehr sensibel bist du ja nicht.“
    „Ich dachte, dass du dich daran schon gewöhnt hast, nach der langen Zeit in der ich dich schon mit meiner Mitarbeit beglücke.“, meinte ich mit einem Grinsen.
„Jaja, du mich auch. Bevor du hier große Reden schwingst, solltest du mir lieber helfen den Arzt zu überreden mich zu entlassen. Ich sterbe ja noch vor Langeweile.“, befahl mir Kathi jetzt wieder sehr ernst. Ihr schien es hier wohl wirklich nicht sehr zu gefallen, was mich auch nicht wunderte. Wahrscheinlich hatte nur unser Goldhamster Caroni gerade eine schlechtere Behausung.
Bevor ich antworten konnte, kam der Arzt auch schon bei der Türe herein. Diesmal war sein Blick gelassen, was sich hoffentlich auch nicht ändern würde. „Wenn man vom Teufel spricht!“, lachte ich bei seinem Anblick.
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Re: Chaos Undercover

#438277 von blond angel
12.01.2009, 00:16
.+* Kapitel 11: Vom Straßenrand in den Himmel *+.

„Das tut nichts zur Sache, ich mache mir nur Sorgen um dich.“, antwortete ich und musste mich beherrschen, dass ich nicht zu schreien beginne.
    „Ich bin eine erwachsene Frau, die gut auf sich selbst aufpassen kann. Ich brauche keinen Bodyguard.“
„Man sieht ja wie gut du dich selbst beaufsichtigen kannst. Du kommst jetzt mit und ich fahre dich zurück ins Krankenhaus.“
    „Mit welchem Auto?“, erwiderte sie spöttisch.
Erst kam ich mir wirklich blöd vor, doch dann viel mir ein, dass ich ja noch ihren Autoschlüssel hatte. Ich fasste in meiner Hosentasche, hielt ihn ihr vor die Nase und Schnitt ihr das Wort ab, als sie zu einer Antwort ansetzte: „Mit deinem natürlich.“
    „Und wenn ich dich nicht fahren lasse? Immerhin ist das mein Auto, also gib mir den Schlüssel!“
„Du solltest aber noch im Krankenhaus sein. Unser Chef wird nicht erfreut darüber sein.“
    „Er kann mir gar nichts, immerhin habe ich einen Entlassungsschein.“
Meine Augen fielen auf ein Stück Papier, das sie in ihrer linken Hand hielt. Ich entriss ihr den Zettel und sie warf mir einen entsetzten Blick zu. Diesen ignorierte ich gekonnt, las mir das Dokument durch und war sichtlich überrascht. Das schien auch Kathi zu merken, denn sie sah mich plötzlich mit einem fragenden Blick an.
„Dieser angebliche Entlassungsschein wurde vor genau drei Minuten ausgestellt. In dieser Zeit schafft man es nicht einmal mit dem Auto vom Krankenhaus hier her.“
    „Du willst mir also unterstellen den Entlassungsschein gefälscht zu haben?“, fragte sie mich jetzt sichtlich erregt.
„Ja, ich meine nein. Ich will nur wissen, wie du es geschafft hast diese lange Strecke in so kurzer Zeit zurückzulegen.“
    „Ach, lass mich doch in Ruhe!“, schrie sie mich an. „Warum rechtfertige ich mich eigentlich gegenüber dir? Du hast mir gar nichts zu sagen!“
Mit diesen Worten drehte sie sich um und rannte weg.
„Kathi! Warte!“
Erst spielte ich noch mit dem Gedanken ihr hinterherzulaufen, doch sie würde ja eh nicht auf mich hören. Es war wohl eh besser sie in Ruhe zu lassen und sie nicht weiter zu provozieren. Kathi wird schon wissen was sie tut, auch wenn es mir immer noch fraglich ist, wie sie sich so schnell durch die Stadt bewegen konnte. Doch wenn ich schon den Freibrief ihres Arztes in den Händen hielt, konnte ich ihn auch gleich zu unserem Chef bringen. Also drehte ich mich herum und ging wieder nach oben ins Büro.

„Hier bin ich wieder!“, begrüßte ich meinen Vorgesetzten.
    „Ach wirklich? Und ich dachte du wärst ein Geist, der unseren Italiener befreien will.“, antwortete er bissig wie immer. „Also, was willst du faule Socke noch hier? Sag jetzt nicht ‚Ein neues Auto’, damit kann ich leider nicht dienen. Außerdem hast du ja den tollen Porsche von Kollegen Katharina.“
Der Gedanke daran, dass ich mit dem Auto von Kathi fahren muss, gefiel ihm wohl, denn plötzlich fing er wieder an zu lächeln. Doch es war unübersehbar ein spöttisches Lächeln. Was erwartete ich auch anderes?
„Es geht nicht um ein Auto, darum kümmere ich mich schon selbst. Im Gegensatz zu ihnen brauche ich ein gescheites Fahrzeug und keinen halb durchgerosteten Daimler, den man nicht einmal den ärmsten Schluckern in China zumuten könnte. Vielleicht sollten Sie ja Gebrauch von der Abwrackprämie machen.“, konterte ich zu seiner Überraschung. Es war ja auch nicht so, als würde es mir was ausmachen mit Kathis Auto zu fahren. Gut, die Farbe war gewöhnungsbedürftig, aber damit muss ich wohl oder übel leben. „Ich wollte Sie eigentlich nur mit Katharinas Entlassungsschein beglücken. Sie hat ihn mir gerade gegeben und ihr geht es auch schon wieder ziemlich gut.“
Immer noch überrumpelt von meiner frechen Antwort nahm er den Zettel an sich und sah ihn sich an. Dabei übersah ich auch seinen fragenden Gesichtsausdruck nicht beantwortete ihm seine unausgesprochene Frage: „Wie die Sache mit der Zeit klappen kann, fragen Sie sie wohl am besten selbst. Sie wird sich bestimmt melden, aber sie wollte noch ein wenig schlafen. Das kann ich auch gut verstehen, denn in Krankenhäusern hat man eh nie seine Ruhe.“
    „Und ich dachte, dass solche Anstalten zur Erholung der Patienten dienen.“
„Dann waren Sie wohl noch nie in einer solchen … Anstalt. Das Essen kocht wohl ein Mann, der keine andere Stelle gefunden hat und zu dessen Talenten das Kochen nicht gehört. Die Ärzte sprechen in Rätseln und die Krankenschwestern sorgen schon dafür, dass man nie wirklich lange schläft. Dass man als normaler Mensch eine Krankenhausphobie besitzt, ist auch völlig normal. Ich spreche aus Erfahrung und glauben Sie mir, Katharina geht es nicht anders.
    „Schön, dann lassen wir sie schlafen und du bekommst heute Nachmittag Urlaub. Es gibt gerade eh nichts zu tun, also mach was du willst.“
„Danke!“
Mehr als dieses eine Wort sagte ich auch nicht mehr, denn es wäre nicht das erste Mal gewesen, dass er es sich noch anders überlegt und mir irgendeine langweilige Büroarbeit gibt. Aber er wird sich wohl gerade den Kopf darüber zerbrechen, ob er meinen Rat befolgen und von der Abwrackprämie gebrauch machen sollte. Dabei war er nicht der einzige, der seinen Denkapparat benutzen musste, denn die Sache mit dem Entlassungsschein ging mir nicht aus dem Kopf.

Schnell spurtete ich nach Hause, denn die Hitze war teilweise immer noch unerträglich und ich war auch froh mich ein wenig entspannen zu können. In den letzten Tagen ging das schlecht, denn neben der Befragung von Caroni, der selbstverständlich nichts sagen wollte, und den Besuchen bei Kathi blieb mir nicht viel Freizeit. Dass ich kein eigenes Auto besaß, nutze ich um mich ein wenig körperlich zu betätigen und lief immer zur Arbeit und zurück. Das war aufgrund der Verkehrslage hier schon fast eine Wohltat und schonte die Nerven ungemein.

Ich sperrte die Tür zu meinem Häuschen am Rande der Stadt auf und trat ein. Wenn es etwas gab das mir immer wichtig war, war es ein eigenes Haus. Zwar hatte das auch seinen Preis und verursachte, gerade wenn man alleine wohnte, sehr viel Arbeit, doch es war einfach schöner als eine Wohnung in der Stadt. Da ich in den letzten Tagen eh nur zum Schlafen hier war, war es auch noch relativ sauber. Nur die Zeitungen stapelten sich schon wieder und meine Spülmaschine könnte ich auch wieder einmal einschalten. Doch das hatte Zeit bis später. Irgendwann würde ich schon Lust bekommen und wenn nicht, dann kommt einfach gleich neues Geschirr ins Haus. Mit den Zeitungen könnte ich, falls es wieder Kälter wird, meinen Ofen einheizen und schon wären alle Probleme beseitigt.

In der Hoffnung eine Nachricht von Kathi zu haben, hörte ich meinen Anrufbeantworter ab. Nicht dass ich mir Sorgen um sie machte, doch es wäre trotzdem schön zu wissen, dass es ihr gut geht. Ich gab mir immer noch ein wenig die Schuld daran, dass sie angeschossen wurde und ein zweites Mal sollte sie wegen meines geringen Durchsetzungsvermögens gegenüber ihr nicht in Gefahr kommen. Im Nachhinein ist es mir immer ein Rätsel, warum ich mich so dumm anstelle, sonst kann ich meinen Kopf ja auch immer durchsetzen.

Ich fand keine Nachricht vor und ging zur Erholung unter die Dusche. Es war so heiß draußen, dass das kalte Wasser einfach gut tat. Nach geschlagenen 15 Minuten zog ich mir meine Freizeitklamotten an und wollte nach draußen gehen. Doch wieder einmal lies mir Kathi keine Ruhe und ich verspührte den Drang sie anzurufen. Also griff ich mir mein Telefon und wählte ihre Nummer. Drei Mal versuchte ich es, doch immer wieder ging nur ihr Anrufbeantworter ran. Das war einfach nicht normal, denn normalerweise war sie schneller am Telefon als ich bis drei zählen konnte.

Mit einem unguten Gefühl im Magen, machte ich mich also auf den Weg um sie zu suchen. Ein Teil in mir sagte zwar, dass ich lieber den Tag genießen sollte, doch ein anderer, der Angst um meine Kollegin hatte, war einfach überlegener. Ich ging zum Büro und von dort aus in die Richtung, in die sie gelaufen war – nämlich zu ihr nach Hause. Ich kochte vor Hitze und nachdem ich schon einen gefühlten Marathon gelaufen war, wollte ich die Suche auch schon fast aufgeben.

Ich lief gerade eine weniger gut befahrene Straße entlang, als ich rechts von mir eine Person in der Wiese liegen sah. Sofort beschleunigte ich meine Schritte und erkannte dann auch, dass es sich wirklich um Kathi handelte. Ich war zwar noch ein gutes Stück von ihr entfernt, aber es konnte sich einfach um niemand anderen handeln. Auf einmal stand sie auf und ich traute meinen Augen nicht, denn plötzlich flog sie davon. Wüsste ich nicht, dass es wirklich Menschen gibt, die diese Fähigkeit besitzen, hätte ich mich für verrückt erklärt.

Ein wenig geschockt von diesem Anblick setzte ich mich wieder in Bewegung. Ich musste sie unbedingt abfangen und ihr ein paar Fragen stellen, auch wenn sie dann wohl mein am besten gehütetes Geheimnis erfahren wird.
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Re: Chaos Undercover

#438280 von Hideki
12.01.2009, 00:29
Nichts zu danken für den 'Banner' ... x'D

Soll zwar eine Komödie sein und erinnert mich von der "ach Held sein ist doof"-Attitüde sehr an "The Incredibles" xD
Warum lernen die Helden dann nix ordentliches wo man Schotter verdient ^.~

Man muss seine Gabe ja nicht zur Aufgabe machen... aber so wär's ja kaum witzig xD
Ich persönlich fand das Kapitel vom Engelchen amüsanter. Nur der Satz mit dem Urkanll und den Dinos fand ich komisch, denn zur Zeit vom großen Bäng hat noch nix gelebt, das kam ja erst ... aber ansonsten Top. Ich finde es einfach erfrischend wie du schreibst und dein "Charakter", soweit man den greifen kann im Netz, kommt echt bissl raus xD ... was nicht böse gemeint ist!

Das Kapitel von gasi fand ich irgendwie bisschen 'trocken' oder eher ... keine Ahnung ... nicht so spritzig wie das vom Engelchen.
Aber der Typ ist mir irgendwie sympatisch und Geldnot kommt sogar in den FFs an ... und machen die fast zum Thema ... irre, Politik und Wirtschaft haben irre Griffel überall. Jedenfalls kuhles Ding.
;)
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Re: Chaos Undercover

#438349 von Mister Stolloss
12.01.2009, 15:00
Nette FF. Mal wieder muss ich bei einer FF unheimlich schmunzeln. gasi's Kapitel ist zwar um einiges harmloser als das von blond angel, aber er hat ja auch nicht denselben Charakter wie sie xD. Mir gefällt diese mal wieder sehr gut (wie in letzter Zeit viele FF's) und an der Rechtschreibung habe ich auch nichts auszusetzen. Wenn ich mich nicht irre sind zwar 2 - 3 Fehler drin, aber das ist ja nichts schlimmes.
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Re: Chaos Undercover

#438531 von Hideki
12.01.2009, 18:35
Mister Stolloss hat geschrieben:Nette FF. Mal wieder muss ich bei einer FF unheimlich schmunzeln. gasi's Kapitel ist zwar um einiges harmloser als das von blond angel, aber er hat ja auch nicht denselben Charakter wie sie xD. Mir gefällt diese mal wieder sehr gut (wie in letzter Zeit viele FF's) und an der Rechtschreibung habe ich auch nichts auszusetzen. Wenn ich mich nicht irre sind zwar 2 - 3 Fehler drin, aber das ist ja nichts schlimmes.

So ist es, wer aber anderer Leute ihre Fehler anzeigt, der sollte sich selbst mal überprüfen.
Sorry wenn das bissl off-topic ist aber was ist, wieder mal, an der Rechtschreibung in einer FF auszusetzen xD ... ich achte im Netz auf sowas bei Sachen von Fans gar nicht ^_^ ... und ja, ich HASSE dieses im Deutschen nicht existierende und dennoch zu oft verwendete Genitiv Apostroph im Plural. Danke. ^_^

Nimm's nicht persönlich aber das stieß mir gerade bisschen auf ^^'
Rechtschreibung im Netz ist eh mehr als zweitrangig und im Grunde eh nur rudimentär vorzufinden. Drauf achten und im Gesamtbild 'nen schlüssigen und hübschen Text abliefern klar aber vollends jede Rechtschreibregel beachten, BLA. Da achte ICH im Netz mehr auf die Formatieren ... aber jedem das Seine *lol


Ich habs extra für dich gemacht ;D
~MS

- Da danke ich dir aber ._.
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Re: Chaos Undercover

#438565 von Corleone
12.01.2009, 19:12
Eine Komödie? Entweder versteh ich es nicht oder es ist keine und wie kann eine Frau ein Auto umkippen? (Oder war das eine Superhelden?) Und es dann nehmen und wieder aufstellen? Naja, sonst ist sie nett.
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Re: Chaos Undercover

#438573 von Sebi
12.01.2009, 19:21
Jungglut 211 hat geschrieben:Eine Komödie? Entweder versteh ich es nicht oder es ist keine und wie kann eine Frau ein Auto umkippen? (Oder war das eine Superhelden?) Und es dann nehmen und wieder aufstellen? Naja, sonst ist sie nett.



Ja sie ist eine Superheldin (Steht sogar in der Überschrift von Kapitel 1).
Feedback von mir wird im laufe des Abends editiert ;).

Die Geschichte gefällt mir bis hierhin wirklich super, sie ist witzig, spritzig und lässt sich schön flüssig lesen. Ich persönlich finde es bei Kooperativen FanFics interessant, wie sich der Stil der beiden Autoren unterscheidet bzw. welche Gemeinsamkeiten es gibt. Ich muss euch ein Kompliment machen, denn ihr habt euch offenbar über den Stil beraten, da man kaum Unterschiede merkt, ist wirklich schön aufeinander abgestimmt. Unterschiede gibt es kaum, das einzige was vielleicht erwähnenswert ist ist dass in blondis Kapitel etwas mehr rüberkommt, dass es sich um eine Komödie handelt.
Das soll aber keinesfalls heißen, dass ich gasis Teile nicht mag, die sind auch super und machen Spaß beim Lesen ;).

Die Story ist lustig und mal was anderes, bin mal gespannt ob noch Pokémon in der Geschichte vorkommen.
Bisher auf jeden Fall eine prima Geschichte, auf deren Werdegang ich mich sehr freue :).
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Re: Chaos Undercover

#438623 von blond angel
12.01.2009, 19:58
Jungglut 211 hat geschrieben:Eine Komödie? Entweder versteh ich es nicht oder es ist keine und wie kann eine Frau ein Auto umkippen? (Oder war das eine Superhelden?) Und es dann nehmen und wieder aufstellen? Naja, sonst ist sie nett.


Wie Sebi schon erwähnt hat, ist es eine.
gasi und ich haben sooo oft darauf hingewiesen. Ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass es jemand nicht mitbekommt^^
Ich möchte dir nichts unterstellen, aber ich denke, dass es jedem Leser bisher aufgefallen ist.
Wenn die Story erstmal richtig anfängt, dann wirst auch du es bemerken.

Also liegt die These nah, dass du es nicht richtig verstanden hast.
Vielleicht dann beim nächsten Mal ;)
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Re: Chaos Undercover

#438629 von Corleone
12.01.2009, 20:02
blond angel hat geschrieben:gasi und ich haben sooo oft darauf hingewiesen. Ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass es jemand nicht mitbekommt^^

Ich weiß manchmal kann ich es nicht mehr erwarten und les mir nicht mal den Titel durch!
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Re: Chaos Undercover

#439244 von Corleone
13.01.2009, 20:38
Die neuen Kapitel gefallen mir viel Besser, ich bin dieses mal auch ein bisschen ins schmunzeln gekommen :lol:
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Re: Chaos Undercover

#441615 von N-Friend
18.01.2009, 01:23
Ich finde diese Geschichte wirklich gut, das Genre Komödie passt sehr gut.
Ok von Kathi habe ich nichts anderes erwartet, und gasis story habe ich noch nicht gelesen (ich schäme mich), bin aber von seinem talent überzeugt. Es wirkt wirklich harmonisch, ihr passt echt gut zueinander.
Stören tut mich nicht, ich bin auf eine fortsetzung gespannt, also macht mal schön weiter ;)
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Re: Chaos Undercover

#445995 von N-Friend
25.01.2009, 17:00
kein Doppelpost!

joa ist wieder interessant, ich mag den Humor der beiden. Die Titel sind auch gut gewählt und das beste an der Geschichte sind immer noch die Dialoge. Kathi und Fabi passen an sich wirklich gut zusammen, das haben die Autoren super hingekriegt.
Den Witz mit den Superhelden ist auch genial, das mit der Tür ist ein super Beispiel. Schreibt bitte schnell weiter, ich bin gespannt ;)
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Re: Chaos Undercover

#479698 von Motion
02.04.2009, 22:16
Endlich mal was lustiges =)

Hab sowas ja immer vermisst aber das gefällt mir. Der Handlungsfaden ist perfekt gesponnen [...] und deshalb komme ich zum Schluss, super Story, wie immer.
GJ auch an gasi, blond angel, du kennst ja die typischen Schmeicheleien von mir. Was ich mir wünsche ist mehr von so lustigem Zeug, ist nach den ganzen Dramen hier recht angenehm und erfrischend. Euer Schreibstil ist gut aufeinander abgestimmt und mir hat es gefallen.

Mir hat es gefallen. Mir hat es gefallen. Mir hat es gefallen. Mir hat es gefallen. Mir hat es gefallen. Mir hat es gefallen.

So, 10x wiederholt damit es alle verstanden haben,

mfg Pinkii
(btw, es hat mir gefallen!)

P.S.: Ich weiss einfach nie was ich bei so Pseudo-Analysen von mir schreiben soll, naja)
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Re: Chaos Undercover

#498484 von Mister Stolloss
08.05.2009, 19:47
Also, mich wundert es, dass hier schon so lange kein Kommentar mehr kam. Zumal die neuen Kapitel ja wirklich Spitze sind. Wie immer wurde viel Witz, Sarkasmus und Ironie eingebaut. Dazu finde ich es auch noch recht lustig, dass die beiden so ihre Geheimnisse haben, aber nicht auf den Gedanken kommen, dass sie 2 von derselben Art sind. Ich gratuliere jedenfalls euch beiden mal wieder zu den gelungenen Kapitel und hoffe auf eine baldige Fortsetzung :)
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Re: Chaos Undercover

#499730 von -KramChef-
10.05.2009, 14:54
(Es tut mir ausgesprochen leid, aber ich komm erst jetzt dazu, blondi :s)

Aha, eine KoFF mit einigen Parallelen zur Realität, diversen Anspielungen und einer Menge Witz.
Sollte ich nun fortfahrend etwas über die Protagonisten sagen, dann fühlt euch nicht gleich persönlich angesprochen, liebe Autoren ;)

Wie hier bestimmt schon von einigen gesagt wurde, eure Schreibweisen sind teils recht differenziert,
aber trotzdem im Einklang. gasi scheints aber eher ruhiger anzugehen,
beim Lesen des ersten Kapitels hat sich alles bei mir überschlagen. Das ging mir zu schnell irgendwie o_O
Allgemein find ich blondis Protagonistin *hust* sagen wir "offener", wenn es um Meinungsäußerungen geht. :s
Dadurch kommt aber auch mehr Wortwitz zustande.
Dass ihr zwei euch auch einen solchen Aufbau einer Geschichte ausgedacht habt,
finde ich auch lobenswert. gasi den Fabi, blondi die Kathi :P passt^^

Die Story ist interessant (aha, es geht ums große Geld!), die Ausführung kann sich auch sehen lassen!
Mich verwundert es nur, dass der Mafia-Boss keine anderen Komplizen im Haus hatte, die den beiden
in den Nacken hätten fallen können.. Aber es muss ja nicht immer wie im Film sein :D

Ich freue mich auf mehr, schreibt schnell weiter!
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Re: Chaos Undercover

#504866 von ShinyBlue
20.05.2009, 19:20
So, Ende xD
Jedenfalls das Ende meines blond angel-FF-durchles-Marathons. Ich denke, ein echter Marathon hätte weniger Zeit in Anspruch genommen xD
So, das ist eine Story, die man eigentlich nur mit dem Prädikat "genial" (wtf? Mein Deutschlehrer sagt, ein Prädikat ist ein Verb xD) beschreiben kann. Wortwitz, Situationskomik, das konsequente durch-den-Kakao-ziehen von Superheldenklischees - besser gehts nicht xD Wobei mir immer noch folgender Satz des ersten Kapitels am besten gefällt:
Auf den Sau hatte ich kein Bock.

Das schlägt sogar noch die Tarotbeeren und die Dobermänner aus dem Swinger xD
Btw. hab ich gerade Bock auf etwas, das an Gotteslästerung grenzt: Insgesamt gefällt mir gasis Schreibstil einen kleinen Tick besser...
Ich glaube, ich sollte nun besser das Land verlassen.

MfG
Blue
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Re: Chaos Undercover

#529839 von Mister Stolloss
26.09.2009, 20:53
Ich frage mich, wann hier das nächste Kapitel online kommt. Immerhin ist es einer der besten FF's aus dem FF-Bereich. Aber gut, ich kann gasi ja nicht zwingen...
Btw. @ gasi: Versuch noch etwas mehr Witz reinzubringen ;)
Zuletzt als neu markiert von gasi am 26.09.2009, 20:53.
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