Schreibe eigene Geschichten über Pokémon und deine Lieblings-Charaktere.

Auf in die Welt

#1285127 von Donnerkralle
09.03.2017, 20:33
Auf in die Welt

Kapitel 1: Der Beginn
„Komm zurück in den Pokeball, Jungglut!“, rief Leon. Sein Partner und er erzielten gerade einen weiteren Sieg, um genauer zu sein, seinen zehnten Sieg in Folge. Darauf war Leon natürlich sehr stolz. Der heutige Tag war für Trainer ganz besonders. Es wurde gerade ein Fest im kleinen, aber feinen Dorf Evali gefeiert. Trainer sollten gegeneinander antreten und dabei versuchen, 10 Siege zu erzielen. Obwohl Evali nicht das größte Dorf ist, tummeln sich hier viele junge Trainer. Die Regeln für das Kämpfen waren einfach: Jeder Trainer schickte ein Pokemon in den Kampf. Der Schiedsrichter entschied ob ein Pokemon kampfunfähig war oder nicht. Nach dem Gefecht erhielt der wohlverdiente Sieger einen Anhänger. Insgesamt wurden 10 Stück benötigt, um sich für das große Finale zu qualifizieren. Leon schnappte sich gerade seinen zehnten Anhänger. Endlich habe ich alle 10 Anhänger! Finale, ich komme! Der junge Trainer war 16 Jahre alt, lebte alleine in einer kleinen Hütte am Dorfrand und war allseitig sehr beliebt bei den Bewohnern. Leon Drazzer schaffte die Trainerschule mit gutem Erfolg. In seiner Freizeit und als Trainer trug er gerne ein weißes T-Shirt mit einer pechschwarzen Weste und dunkelgrauer Hose und schwarzen Schuhe. Leon hatte kurze und schwarze Haare und ungewöhnliche blaue Augen. Sein Partner, Jungglut, hatte er sich selbst fangen müssen, da in Evali momentan kein Professor ein Starter Pokemon zum Hergeben besaß. Leon machte sich eifrig auf dem Weg zur Dorfmitte, wo sich schon alle versammelt hatten. Die Sonne ging schon langsam herunter und auch die Pokemon wurden ruhiger. Schon bald wurde das Dorf durch Fackeln wieder erleuchtet. Die Häuser bestanden alle aus Holz und waren nicht weit voneinander entfernt. Evali befand sich in der Unorga Region. Das nächste Dorf war sehr weit weg von Evali und es würde ein 6 Tagemarsch werden, falls man beschloss, nach Aqueri zu wandern. Leon konnte schon die Beleuchtung sehen und hörte ebenfalls die Bewohner. Aufgeregt raste Leon weiter bis er schließlich die Mitte erreichte.

„Ich wusste, dass du es ebenfalls schaffen würdest, Leon“, sagte eine vertraute Stimme. Die Stimme kam von seinem besten Freund Marco. Marco hatte blondes Haar und braune Augen. Dabei trug er gerne einen orangenen und weiß gestreiften T-Shirt mit einer braunen Hose und schwarze Schuhe. „Ich gebe zu, dass es etwas gedauert hat, um alle zehn Anhänger zu gewinnen. Ich nehme mal an, dass du ebenfalls im Finale bist?!“, fragte Leon. Marco nickte nur. Gemeinsam ließen sie ihre Pokemon von der Dorfheilerin heilen. „Schon bald wird der Dorfälteste das Final ankündigen“, meinte Marco entspannt. Der Dorfälteste hieß Jura und war ganz und gar nicht alt, sondern ein recht junger Mann. Leon und Marco schauten rüber zum Holzpodest wo der Dorfälteste stand. „Meine Freunde!“, fing er an „Heute ist ein besonderer Tag! Wir feiern das alljährliche Großtrainerfest, wo unsere jungen Trainer zeigen können, was in ihnen steckt. Hiermit möchte ich erst einmal die Regeln wieder in Erinnerung bring!“, rief er. „Alle Trainer die die zehn Anhänger bei sich tragen, sind für das große Finale qualifiziert!“, fuhr er fort. „So groß ist aber das Finale nun auch wieder nicht“, flüsterte Marco. „Stimmt“, flüsterte Leon zurück und konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. Der Mond strahlte wunderschön auf das Podest. „Nun bitte ich die Trainer mit den zehn Anhänger auf das Podest zu steigen“, hob er an. Nachdem er seinen Satz zu ende gesprochen hatte, stiegen schon die eifrigen Trainer auf das Holzpodest und warteten auf Jura. Insgesamt schafften es nur vier Trainer, darunter Leon und Marco. „Das sind sie, die vier talentierten Trainer von Evali!“ verkündigte Jura fröhlich, aber mit fester Stimme. „Den ersten Kampf werden Leon und Marcel austragen! Ihr beide kennt die Regeln?“, fragte der Dorfälteste. Leon und Marcel erwiderten ihre Antwort mit einem kurzen Nicken. „Dann lasset uns endlich anfangen!“, sagte Jura und nahm die Position des Schiedsrichters ein. Leon schaute zu Marco, welcher ihm mit seinem Blick ihn aufmuntern wollte. Leon lächelte kurz und konzentrierte sich schließlich auf Marcel. „Komm raus Seemon!“, rief Marcel und schickte sein Pokemon in den Kampf.


„Ich zähl auf dich Jungglut!“, rief Leon voller Eifer. Jungglut und Seemon standen sich gegenüber und starrten sich siegessicher an. Ein Wasser Pokemon also? Kein Problem für mein Jungglut. „Los Seemon, setz Hydropumpe ein!“, befahl Marcel. Seemon schoss einen riesigen Wasserstrahl auf Jungglut. „Ausweichen!“, befahl Leon. Jungglut weichte der Wasser-Attacke geschickt aus. „Schnapp ihn dir, Seemon!“, munterte Marcel ihn auf. Schon gleich stürzte sich das Wasser Pokemon auf Jungglut. Mit voller Geschwindigkeit wollte es Jungglut überrumpeln, doch Jungglut wich noch schneller als beim letztem Mal aus. „Was?!“, staunte Marcel. Leon grinste. Du hast wohl die besondere Fähigkeit meines Pokemon vergessen. Durch Temposchub erhöht sich sein Tempo immer um eine Stufe. Schon bald ist es das schnellste Pokemon in ganz Evali. „Jungglut, greif mit Doppelkick an!“, befahl er. Jungglut raste mit unglaublichem Tempo, sprang und landete zwei Volltreffer auf Seemon. Dieser taumelte durch den Angriff, konnte sich aber noch rappeln. „Nochmal!“, rief Leon. Das gleiche Spiel wieder. Durch Temposchub war Jungglut so schnell geworden, dass die Augen von Seemon nicht mehr mithalten konnten. Das Feuer Pokemon versetzte Seemon wieder zwei Kraftvolle Tritte. „Hydropumpe!“, schrie Marcel, der sichtlich verwirrt und nervös war. Seemon versuchte es nochmals mit Hydropumpe. „Jungglut, Nitroladung!“, befahl Leon. Jungglut wurde von heißen Flammen umhüllt und sprintete auf das Wassergeschoss. Es kollidierte mit dem Wasserstrahl und schleuderte Jungglut weg. Mist! Falsche Entscheidung. Jungglut krachte auf Boden. „Seemon, gib alles, los Hydropumpe!“, rief Marcel siegessicher. Seemon setzte alles auf diese Hydropumpe und zielte auf Jungglut, welcher noch am Boden, vom Podest lag. Bitte Jungglut, steh auf! „Jungglut! Weich aus und dann Doppelkick!“ rief Leon verunsichert. Das Feuer Pokemon rührte sich nicht vom Fleck. Das Wassergeschoss erreichte ihn und traf ihn mit voller Wucht. Ein Volltreffer. Jungglut stöhnte kurz auf. Alle warteten nun auf das Urteil von Jura. Der Dorfälteste musterte Jungglut an und verkündete: Jungglut kann nicht mehr weiterkämpfen, Seemon hat gewonnen und somit ist Marcel im Finale!“, beendete er den Satz. Leon fiel auf die Knie. Ich hätte ihm nicht befehlen sollen, mit Nitroladung in einer Wasserattacke hineinzuspringen. Ich bin als Trainer untauglich! Leon knirschte vor Wut, weil er einen Fehler gemacht hatte, welcher ihm das gesamte Match kostete. Ich hatte ihn fast! Ich habe es schon wieder vermasselt! Das war es mit der Reise. Jura gratulierte Marcel zu seinem Sieg und das Publikum fiel mit ein. Auch Leon wurde Beifall geschenkt. Marco schaute ihn mit schrägen Blick an. Als Leon runter vom Podest stieg, kam Marco auf ihn zu.

„Mach dir kein Kopf darüber, jeder macht mal Fehler“, sagte Marco aufmunternd. Leon schüttelte den Kopf. „Nur Vollidioten befehlen einem Feuer Pokemon in eine Wasser Attacke zu springen, nur um alle zu beeindrucken...“, stammelte Leon, Bitterkeit lag in seiner Stimme. Marco klopfte ihn an die Schulter und begab sich zum Podest. „Nun sind Marco und Rene dran!“, rief der Dorfälteste. Die beiden Trainer begaben sich in Position. Rene holte sein Pikachu aus dem Pokeball. Marco ging mit Riolu in das Gefecht. „Und Los!“, schrie Jura. „Pikachu, Donnerblitz!“, befahl Rene. „Ausweichen“, rief Marco seinem Pokemon zu. Pikachu schickte einen Donnerblitz auf Riolu, welcher diesen einfach auswich. „Ruckzuckhieb, Pikachu!“ Pikachu raste auf Riolu zu. „Du auch Ruckzuckhieb!“, befahl Marco. Beide griffen an, doch Riolu war schneller und konnte zuerst seinen Gegner schlagen. Pikachu wurde gegen den Boden geworfen, doch stand sofort wieder auf. „Riolu, setz Kraftschub ein!“ Riolu erhöhte seine Angriffswerte. „Pikachu, Regentanz!“, forderte Rene seinem Pokemon auf. Pikachu vollführte seinen Regentanz. Es bildeten sich dunkle Wolken über den Nachthimmel und die ersten Tropfen fielen auf den Boden, bis es anfing zu schütten. „Und jetzt Donner!“, rief Rene. Marco wollte gerade den Befehl zum Ausweichen geben, doch Riolu wurde von der starken Elektro Attacke getroffen. Riolu stand auf zittrigen Beinen. „Kraftwelle Riolu, los!“, forderte sein Trainer. Das Pokemon lief zu der Elektromaus. „Konter mit Durchbruch Pikachu!“, befahl Rene. Normalerweise hätte Riolu Pikachu längst eingeholt, doch es war stark angeschlagen und konnte seine Attacke nicht ausführen, da Pikachu ihn mit seiner Geschwindigkeit überrumpelte und ihn mit Durchbruch von Platz fegte. „Beenden wir es mit Donner!“ Pikachu setzte Donner ein. Der gewaltige Blitzschlag traf Riolu von den Gewitterwolken. Dieser konnte die Wucht nicht aushalten und fiel ihn Ohnmacht.

„Der Kampf ist entschieden! Pikachu hat den Kampf für sich entscheiden können!“, meinte der Schiedsrichter. Rene und Marco holten ihre Pokemon zurück in die Pokebälle. Leon hatte von der kleinen Zuschauertribüne mitzugesehen, wie sein bester Freund ebenfalls fertiggemacht wurde. Die beiden Trainer wurden anschließend bejubelt und auch der Regen ließ wieder nach, woraufhin die Fackeln wieder angezündet wurden. Marco begab sich zu seinem Freund. „Heute ist wohl nicht unser Glückstag“ fing Leon an. Marco starrte ihn mit ernster Miene an. „Ist mir egal, ob ich verloren habe oder nicht, sobald alle schlafen werde ich mich hinausschleichen und endlich meine Reise starten. Ich werde niemals noch ein Jahr warten. Niemals!“, flüsterte Marco. „Bist du dir sicher? Es wird schon einen Grund haben, warum Jura uns noch nicht auf die Reise geschickt hat“, meinte Leon, der gerade versuchte seinem Freund von dieser Idee abzuraten. „Kann ich mich auf dich verlassen oder nicht?!“, wollte Marco wissen. „Klar kannst du das ...“, hob Leon an. „Dann treffen wir uns, sobald alle schlafen, am Ausgang von Evali, welches nördlich von hier entfernt ist. Verstanden?“, erklärte Marco. Leon nickte unsicher. „Sehr gut. Na dann, bis bald“, sagte Marco. Mit diesen Worten machte er sich auf dem Weg. „Willst du das Finale nicht anschauen?“, fragte Leon verdutzt. Marco hob seinen rechten Arm um anzudeuten, dass er kein Interesse mehr daran hätte. Leon schaute sich das spannende Finale an.

Nach einem langen Kampf gewann schließlich Rene. Der Trainer wurde vom Dorfältesten gratuliert. „Hiermit darf Rene seine Reise beginnen!“, verkündigte er stolz. Die Augen von Rene leuchteten voller Freude. Leon ging zu ihm und gratulierte ihm zu seinem Sieg. Ich hätte an deiner Stelle hier stehen sollen. Aber egal. Ich werde trotzdem mit Marco auf Reisen gehen! Nachdem die Zeremonie vorbei war, gingen die Bewohner von Evali langsam in ihre Häuser. Die Fackeln wurden ausgemacht und es wurde dunkel. Leon schlich sich unauffällig zum Ausgang, wie Marco es vorhin erklärt hatte. Wenn ich erwischt werde, dann bin ich dran. Zu seinem Glück waren alle schon zu Hause sich ausruhen. Leon entdeckte Marco nach einer Weile. „Ich dachte schon du ziehst den Schwanz ein“, neckte Marco. Leon schüttelte den Kopf unruhig. „Beeilen wir uns!“, flüsterte Leon. Sein Freund nickte nur und die beiden jungen Trainer verließen zum ersten Mal Evali. „Bist du bereit?“, fragte Marco.
„Das bin ich!“, antwortete Marco...


Ich hoffe es hat euch gefallen ^^
Kritik ist natürlich erwünscht :)
Zuletzt geändert von Donnerkralle am 15.07.2017, 13:43, insgesamt 4-mal geändert.
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Re: Auf in die Welt

#1285794 von Donnerkralle
16.03.2017, 18:17
Kapitel 2: Die verbotene Reise
Leon und Marco hatten sich entschieden, das Dorf zu verlassen und ihre Reise um die Welt zu starten. Allerdings hatten sie keine Erlaubnis und so mussten die beiden sich heimlich davonschleichen. Momentan waren sie auf dem Weg nach Aqueri, welches ein kleines Fischerdorf und weit entfernt von Evali war. „Glaubst du die Leute von Aqueri werden uns fragen warum und von wo wir herkommen?“, fragte Leon nachdenklich. „Ist doch egal. Das geht ihnen sowieso nichts an“, antwortete Marco gelassen. „Vermutlich hast du Recht. Ich mach mir nur Sorgen, dass unsere Freunde nach uns suchen werden. Eventuell werden wir als Vermisst gemeldet und die Polizei wird nach uns fahnden“, meinte Leon. Marco schüttelte den Kopf:,, Du machst dir viel zu viele Sorgen. Jura wird sicher schon geahnt haben, was wir tun würden.“ „Verstanden“, sagte Leon mit einem Seufzer. Schon langsam ging die Sonne auf und die ersten Flug Pokemon waren schon aufgeflogen um nach Nahrung zu suchen. Der Weg selbst war nicht sehr einfach. Der Boden war kahl, es lagen überall kleine Kieselsteine, hin und wieder lagen auch Müllstücke und man konnte nur ein paar wenige alte und knorrige Bäume ansehen, deren Äste schon abgebrochen am Boden lagen. Blätter hatten sie jedoch keine. „Tote Hose hier“, meinte Marco. Leon nickte nur.

Die Freunde marschierten 6 Tage lang durch, Richtung Aqueri. Zu Leons Glück hatte Marco in seinem Rucksack Essen, Trinken und Schlafsachen miteingepackt, ansonsten würden die beiden keine 10 Stunden gehen können. Leon war äußerst dankbar dafür und ärgerte sich warum er selber nicht daran gedacht hatte. „Riechst du das auch?“, fragte Marco voller Bewunderung. Erst jetzt wird Leon klar, wovon Marco gesprochen hatte. Man konnte die Meeresbrise von hier aus riechen. Das bedeutet, dass sie in der Nähe vom Dorf sein müssten. „Ich bin so erleichtert über den Geruch“, gab Leon zu. „Ich auch ehrlich gesagt“, gestand Marco. Die Reise war trotz alldem anstrengend für die jungen Trainer gewesen. Sie hatten vor 6 Tagen zum ersten Mal Evali verlassen und waren daher sehr aufgeregt, fremdes Territorium zu betreten. Nach einer Weile, ohne ein Wort auszutauschen, brach Marco die Stille:,, Ich kann schon den Eingang sehen. Dort drüben!“ Marco zeigte auf einen kleinen Tunnel. Die beiden begaben sich schnell vor Freude dorthin. Vor dem Tunnel stand ein Schild mit der Aufschrift „Aqueri“. Die beiden Freunde starrten sich an. Schnell betraten sie den kurzen und schmalen Tunnel. Schon nach wenigen Minuten hatten sie ihn durchquert und ein frischer Meeresduft haute sie um. „Unglaublich“, staunte Leon. Aqueri war etwas größer als Evali. Die Häuser waren moderner und stabiler. Es gab auch schon Lampen. Die Häuser standen alle dicht beinahe. Weiterhinten war der kleine Hafen, wo nur schmale Holzbrücken im Wasser standen. Leon und Marco marschierten zum Dorf. Ein paar Leute begrüßten sie, andere beachteten sie gar nicht. Die meisten warteten auf die Rückkehr der Fischer. Ohne groß nachzudenken folgten die beiden Trainer der kleinen Menschenmenge.

Angekommen am Hafen konnte man schon das erste Schiff erkennen. Es war recht klein und schon ziemlich alt. Das Schiff hatte ein paar Schrammen und als es endlich anlegte, fingen die Bewohner an zu diskutieren, ob die Fischer dieses Mal Erfolg zu verzeichnen hatten oder nicht. Ein Fischer stieg aus dem Schiff aus, gefolgt vom Rest der Mannschaft und zu guter Letzt den Kapitän. „Meine lieben Freunde“, hob der Kapitän an „Leider war es uns schon wieder nicht möglich, das Garados zu vertreiben!“ Als der Kapitän seinen Satz beendete, bemerkte Leon, dass die kleine Mannschaft niedergeschlagen wirkte. Manche Fischer trugen Verbände, manche humpelten sogar. Das muss ein ziemlich starkes Garados gewesen sein. Diese Leute haben dank dem Pokemon wieder nichts zum Essen. Leon schaute zu Marco. Die beiden sahen sich an und nickten zustimmend. „Entschuldigt uns bitte!“, rief Leon. Schon bald schenkten alle ihre Aufmerksamkeit den beiden jungen Trainer. Leon machte weiter:,, Wir haben eure Probleme mitangehört und haben uns beschlossen euch unsere Kraft gegen das Garados zur Verfügung zu stellen! Denn wir sind nämlich zwei starke Pokemon Trainer die von weitem herkommen!“ Der Kapitän musterte die beiden an. „Wenn das wirklich der Fall sein sollte, dann kommt zu meinem Schiff!“, meinte der Kapitän.

Die Menschen um sie herum blickten die zwei Freunde mit skeptischen Blicken an und murmelten leise. Sie vertrauen uns nicht. Denen werden wir es zeigen! Leon und Marco marschierten zum Schiff des Kapitäns um dort ungestört zu reden. Leon stieg auf den knorrigen Boden des Schiffes, dicht gefolgt von Marco. Sie trafen sich im Zimmer des Kapitäns. „Ich begrüße euch herzlichst auf unserem Schiff „Garadossa“. Ich bin der Kapitän dieses wunderbaren Schiffes. Man nennt mich auch Captain Gyra“, sagte der etwas ältere Herr. „Wie möglicherweise schon wisst, werden wir von einem Garados tyrannisiert, was den Fisch Fang deutlich schwieriger macht, als es schon ist. Unsere Pokemon sind ihm nicht gewachsen. Wir brauchen jede Hilfe die wir kriegen können...“, meinte Captain Gyra verzweifelt. „Nicht einmal das Pokemon vom Kapitän hat eine Chance?“, fragte Marco verwundert. Captain Gyra schüttelte den Kopf:,, Ich habe meinen Partner auf Wilder See verloren. Ich habe kein Pokemon.“ „Das tut uns leid“, meinte Leon. „Schon in Ordnung ihr beiden. Lasst uns endlich einen Plan schmieden!“, brummte der Kapitän. „Die Sache ist die Captain Gyra, ich habe ein Elektro Pokemon, welches gegen ein Garados 4-fach effektiv ist. Das sollte eigentlich genügen“, erklärte Marco schnell. „Ob das reichen wird, wird sich erst später herausstellen. Meine Männer müssen sich ausruhen. Wir werden kurz bevor die Sonne untergeht vom Hafen ablegen. Seid Pünktlich!“, meinte der Kapitän. Die beiden Trainer nickten eifrig.

„Gehen wir Marco. Die Sonne geht gleich unter!“, drängte Leon. „Ich komm ja schon!“, entgegnete Marco. Schnell machten sich die beiden auf zum Schiff. Die Mannschaft und Captain Gyra erwartete sie schon. Als sie gerade ablegten, ging die Sonne unter und es wurde plötzlich still. Was geht denn jetzt ab?! Das Ganze hier ist merkwürdig. Es ist ruhig, zu ruhig. „Meine Herren! Ich bringe euch neue Informationen!“, rief der Kapitän. Die beiden hörten ausgiebig zu. „Das Garados besitzt die Fähigkeit Hochmut. Seid gewarnt und lasset eure Pokemon nicht besiegen, ansonsten wird das Garados selbst für euch zu stark!“, warnte Captain Gyra. Leon und Marco nickten ernst. Das Gewässer war ziemlich still, ungewöhnlich still. Leon starrte ins Wasser, auf der Hoffnung ein Anzeichen vom Garados zu erblicken. Auf einmal wurde ein bestimmter Teil des Wassers dunkler. Erst jetzt verstand Leon, was dies zu bedeuten hatte, doch zu spät. Das Schiff wurde von unten angerempelt und es fing an heftig zu wackeln. Wenn wir jetzt kentern, dann sind wir Fisch Futter. Nach mehreren heftigen Stößen tauchte das See Ungeheuer endlich aus dem Wasser und brüllte laut los. Garados! „Los Pikachu, setz Donnerblitz ein!“, schrie Marco plötzlich. Pikachu feuerten seinen Angriff auf das Garados. Doch Garados tauchte unter und schoss gleich darauf aus dem Wasser und sprang auf das Schiff. Das war Kaskade! Das alte Schiff hielt die Wucht des Angriffes nicht aus und fiel auseinander. Leon wurde von einer Sekunde zur Nächsten vom Schiffsboden ins Wasser befördert.

Scheiße! Leon tauchte schnell auf. Um ihn herum lagen nur Schiffsteile. Das kalte Wasser zusätzlich den Klamotten war nicht besonders angenehm. Leon hörte ein lautes Brüllen, das den Himmel zerriss. Panisch schaute er sich nach Marco und den anderen um. Er entdeckte seinen Freund mit Pikachu schwimmend im Wasser. Garados setzte Drachentanz ein. Oh nein! Bloß nicht! Schnell schwamm Leon zu seinem Freund. „Marco! Marco! Du musst weg von hier!“, schrie Leon verzweifelt. Nachdem Garados seinen mystischen Tanz vollführt hatte, griff es mit Eiszahn Pikachu und Marco an. „Marco!!!!“, schrie Leon mit voller Lunge. Garados schnappte nach dem beiden, doch plötzlich leuchtete Pikachu auf. Donnerblitz! Garados wurde voll getroffen und wich erstmals zurück. Es dauerte nicht lange und es setzte erneut zum Angriff über. Dieses Mal kam es mit Nasschweif. Es bildeten sich Strudeln und die Schiffsteile wurden hineingezogen. Garados klatschte mit seinem Schweif auf das Wasser, welches riesige Wellen verursachte. Hilfe! Ich werde ertrinken! Leon wurde von den Wellen verschluckt und plötzlich verdunkelte sich alles um ihn herum...


Viel Spaß mit Kapitel 2
Kritik ist natürlich erwünscht :)
Zuletzt geändert von Donnerkralle am 15.07.2017, 13:58, insgesamt 5-mal geändert.
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Re: Auf in die Welt

#1286476 von Donnerkralle
31.03.2017, 19:25
Kapitel 3: Kapitän Gyra
.....uhh...Mar..co...es..tu..t...mir...leid.... Ich bin ein Versager. Ich schaffe es nicht mal mir selbst zu helfen. Ich lasse alle im Stich. Unser gemeinsamer Traum.... Unser Traum...
UNSER TRAUM! Marco!
Leon kam wieder bei Bewusstsein. Langsam öffnete er seine Augen, mit der Erwartung unter Wasser zu sein. Doch stattdessen befand er sich oberhalb des Wassers. Was zum? Leon sah sich verwirrt um. Es war Nacht. Die Schiffsteile schwammen immer noch im Wasser. Momentan sah es so aus, als hätten sich die Wellen beruhigt. Ich schwebe über das Wasser?! Nein ich sitze auf...? Erst jetzt bemerkte Leon, dass er auf ein Pokemon saß. Ein Lanturn! Hat es mich vor dem Ertrinken gerettet? Lanturn merkte, dass der junge Trainer endlich erwacht ist und fing an zu schwimmen. Das Pokemon führte Leon zu einer kleinen Insel. Nur eine einzige Palme war auf der Insel zu erkennen. Aus der Ferne konnte er schon Gestalten sehen. Das müssen die anderen sein! Endlich erreichten die beiden die Insel. Schnell versammelte sich die Crew des Captains. Auch Marco war unter der Gruppe zu finden. Leon fiel ein Kleinstein vom Herzen (Liebiskus). „Ich bin so froh euch zu sehen!“, rief Leon erleichtert. „Wir natürlich auch, Leon!“, gab Marco zurück. „Dann sind wir also doch noch vollzählig. Ein wahres Wunder“, meinte der Kapitän. „Dieses Lanturn hat mich gerettet. Ihm verdanke ich mein Leben. Ich wäre sonst ertrunken“, gestand Leon. Jungglut! Schnell holte Leon sein Pokeball heraus und warf ihn. Jungglut erschien putzmunter. „Zum Glück geht es dir gut“, seufzte der junge Trainer. „Sag mal Leon. Wie wäre es, wenn du das Lanturn fängst? Sein Elektor Typ könnte uns echt helfen. Mein Pikachu ist schwer angeschlagen“, erklärte Marco. „Er hat Recht. Versuch es“, meinte Kapitän Gyra. Leon schaute zu Lanturn. Dieser lächelte nur und schien schon darauf zu warten, dass ein Pokeball entgegenkommt. „Die Sache ist nur, ich habe keine Pokebälle mehr“, gestand der Trainer. Kapitän Gyra kam auf ihn zu und gab ihn einen besonderen Ball. „Nimm diesen Tauchball. Ein kleines Geschenk von mir“, meinte er. Leon sah in dankbar an und nahm den Tauchball entgegen. Daraufhin warf er den Ball um Lanturn in sein Team aufzunehmen. Schnell war es geschnappt. „Los Lanturn!“, rief Leon und holte sein Pokemon heraus. „Wunderbar“, meinte Kapitän Gyra. Leon holte Jungglut zurück in seinem Pokeball. „Was machen wir jetzt?“, fragte Marco. „Wir warten bis es auftaucht. Es wird sicherlich nach uns suchen. Garados kann es nicht leiden, wenn er nicht gewinnt“, erklärte der Kapitän.
Schon bald konnte Leon nicht einmal Marco mehr erkennen, so finster war es schon. Nur durch Lanturn war es möglich, überhaupt was zu sehen. Die beiden Freunde starrten das Meer an, warteten darauf, dass das Garados aus dem Wasser rausspringt. Plötzlich fing Lanturn an, Geräusche zu machen. Anscheinend spürte er etwas. Das Garados war ganz in der Nähe. Die Wellen wurden unruhig. Der Wind wurde immer stärker. Auf einmal schoss ein riesiges Monster aus dem Wasser. Garados! Leon und Marco alarmierten die anderen. Schnell stand die Mannschaft mitsamt dem Kapitän gegenüber dem Monster. „Lanturn! Ich zähl auf dich! Du schaffst das!“, feuerte Leon sein Pokemon an. Schützend schwamm das Pokemon zu Leon und blockierte den Weg zwischen Garados und den Menschen. Jetzt hieß es Garados gegen Lanturn!
Bild Bild
Garados starrte seinen neuen Gegner mit hasserfüllten Augen an. Schnell setzte es Drachentanz ein. Leon nutzte den Moment und befahl Lanturn mit Donnerblitz anzugreifen. Lanturn griff an und traf Garados. Dieser schrie vor Zorn auf und attackierte mit Nasschweif. Dieser Angriff ließ wieder mal die Wellen verrücktspielen. Lanturn wurde hart davon getroffen, war aber noch lange nicht besiegt. „Setz Aquaring ein!“, befahl Leon. Lanturn folgte seinem Befehl. Garados spielte dieses Mal den klügeren und setzte Drachentanz ein. Jetzt ist er unaufhaltsam! Lanturn erholte sich durch den Aquaring ein bisschen. „Donnerblitz!“, schrie Leon. Lanturn feuerte einen weiteren Donnerblitz, doch Garados konnte, Aufgrund seiner jetzigen Geschwindigkeit, locker ausweichen. Jetzt griff es wieder mit Nasschweif an. Doch es zielte auf die Menschen. Was?! Bloß nicht! Kurz bevor Garados Schweif sie erreichte, sprang Lanturn in die Attacke hinein und wurde ins Meer weggefegt. „Lanturn!!“, schrie sein Trainer verzweifelt. Leon fiel auf die Knie. Schon wieder habe ich verloren. Ich bin zu gar nichts fähig. Wir werden alle sterben. Als es so aussah, dass alle die Hoffnung aufgegeben hatten, ging Kapitän Gyra nach vorn und stellte sich dem Garados. „Ich bin bereit mein Leben für euch zu opfern! Ich werde mich ihm persönlich stellen! Los geht’s alter Partner! Lange ist es her, dass wir einen ordentlichen Kampf hatten! Es zerbricht mir das Herz, was aus dir geworden ist. Natürlich ist alles meine Schuld. Ich hätte dich vor 20 Jahren nicht zurücklassen sollen. Ich verdiene es zu sterben! Aber die anderen haben damit nichts zu tun, alter Partner! Bringen wir es zu Ende!“, brüllte Kapitän Gyra. „Dein Partner ist dieses Garados?!“, fragte Marco erstaunt. „Ich bin mir ziemlich sicher, dass es damals das Karpador vom Schiffsjungen Gyra war“, meinte ein Mannschaftskamerad. Leon schaute zu Kapitän Gyra und dann zu Garados. Beide starrten sich ohne eine Miene zu verziehen an. Der Mond leuchtete hell auf die Insel. Leon meinte zu sehen, dass Garados eine Träne verlor. Bei Kapitän Gyra merkte er ebenfalls das gleiche. Leon wurde schwer ums Herz. Die beiden haben sich vor 20 Jahren getrennt. Vorkurzem haben sie sich bekämpft, ohne wirklich zu wissen, wer der andere war. Erst am Ende hatten sie erkannt, wer gegenüber ihnen stand. Sein Partner. Garados heulte auf. Captain Gyra senkte den Kopf. „Ein Garados, das weint!“, riefen die anderen. Marco stand regellos da und beobachtete das Szenario. Garados schrie ein Geheul und griff mit Kaskade an. Kapitän Gyra hob den Kopf, schaute Garados in die Augen und stürzte sich auf ihm mit Kampfgeheule. „Kapitän Gyra!!!“, schrien alle überrascht und verzweifelt. Die Wellen stürzten sich auf die Insel und Leon wurde wieder vom Wasser verschluckt...


Kritik ist wie immer erwünscht :)
Von nun an wird jeden Samstag (im Normalfall) ein Kapitel veröffentlicht
Zuletzt geändert von Donnerkralle am 24.06.2017, 15:45, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Auf in die Welt

#1286551 von Donnerkralle
02.04.2017, 21:06
Kapitel 4: Die Helden
Langsam machte Leon die Augen auf. Um ihn herum standen besorgte Menschen. Verwirrt sah er sich um. Er lag in einem kleinen Schlafsack. Neben ihm schlief Marco. „Guten Morgen“, begrüßte ein Seefahrer. „Morgen. Was ist hier geschehen?“, fragte Leon nach. „Nun, als ihr gestern am Abend losgefahren seid um das Garados zu schnappen, haben wir ein weiteres Boot startklar gemacht, nur für den Fall der Fälle. Als es schon spät wurde und alle meinten, ihr wäret umgekommen, haben sich ein paar tapfere Männer beschlossen, nach euch zu suchen und Unterstützung zu bieten. Wir suchten ziemlich lange nach euch, bis jemand schließlich ein paar Schiffsteile im Wasser schwimmen sah. Schnell folgten wir der sogenannten Spur. Aus der Ferne konnten wir Kampf-Geschreie hören. Als wir endlich ankamen, lagt ihr alle auf Lanturn. Anscheinend sind diese Pokemon euch zu Hilfe gekommen. Ein Lanturn scheint sogar auf dich zu warten“, erklärte der fremde Mann freundlich. Leon war erleichtert, dass es allen gut ging. Warte! Was ist mit Kapitän Gyra und dem Garados?! Der Mann konnte schon ahnen, was Leons nächste Frage sein würde und antwortete:,, Kapitän Gyra war nirgends zu finden. Wir schickten ein paar Wasser Pokemon zum Tauchgang, aber auch die hatten kein Glück. Leider müssen akzeptieren, dass Kapitän Gyra einen Heldentod erlitt. Wir werden euch zurück nach Aqueri bringen und dort feiern und auch trauen.“ Leon schaute trüb rein. Seine schwarzen Haare waren immer noch nass. Er fuhr mit der Hand durch die Haare und seufzte tief.
Danach blickte er zu Marco, der endlich aufwachte. Marco musterte alle fraglich an und schaute letztendlich zu Leon hinüber. Leon musste feststellen, dass sein Freund keine nassen Haare hatte, oder zumindest sah es so aus. Er wollte nicht unbedingt abtasten, ob die blonden, kurzen Haare nun nass waren oder nicht. Er wollte einfach nur wieder festen Boden spüren. Lanturn wartet bestimmt auf mich. Ich sollte es zurück in den Tauchball schicken. Der junge Trainer zwang sich aufzustehen. Unbeholfen stand er auf, schwankte kurz, hielt inne und begab sich schließlich zu seinem neuem Pokemon. Freudig erwartete Lanturn ihn schon. Leon lächelte und nahm den Tauchball aus seiner Tasche. „Danke für alles, Lanturn! Komm zurück und ruhe dich erstmal aus!“, rief Leon seinem Pokemon zu und schickte ihn zurück in den Ball. Marco gesellte sich zu ihm. „Es ist also schon Morgen. Ich dachte wir schaffen es nicht mehr“, gestand er. Leon nickte nur. Er war erschüttert über den tragischen Verlust vom mutigen Kapitän. „Weiß du was. Ich denke das Garados hat den Captain gerettet“, meinte Leon. „Kann schon sein. Wir können daran sowieso nichts mehr ändern. Es war ihr Schicksal“, gab Marco zurück. „Ein Schicksal, wo man sein ganzes Leben von Trauer verfolgt wird und am Ende noch mehr Traurigkeit verspürt, bevor man den Tod in die Augen blickt ist wohl das Bescheuertste, was ich je erlebt habe!“, brummte Leon. Marco seufzte nur. Leon starrte aufs Meer. Er beobachtete wie die Sonne immer höher stieg. Ein schöner Sonnenaufgang.

„Da sind sie! Endlich! Heißt das, dass das Garados besiegt ist?! Sind wir befreit von diesem Monster! Sie haben es tatsächlich geschafft! Ein Hoch auf diese Leute!“, riefen die Menschen Menge hocherfreut. Endlich legte das Boot an und die beiden Freunde konnten endlich aufs Land. „Tut das gut, festen Boden untern den Füßen zu spüren“, meinte Marco. Leon lachte. Ein Seefahrer verkündigte die dramatische Tragödie von Kapitän Gyra und dem Garados. Eine Schweigeminute wurde abgehalten. Einige gingen auf, um das Begräbnis vorzubereiten. Währenddessen erzählten die anderen Schiffsleute die spannende Geschichte. Alle hörten aufmerksam zu. Die Crew, Marco und Leon wurden zu Helden von Aqueri gekürt. Leon fand, dass er den Titel nicht verdient hätte. Am späten Abend wurde das Begräbnis gehalten. Ein Seefahrer, der bei seinem Tod dabei war, hielt eine Rede:,, Er war der tapferste, loyalste, gutmütigste, vertrauensvollste, freundliche und Kapitän, den Aqueri jemals hatte! Er hat sich den Respekt von uns allen rechtlich verdient! Lebe wohl Kapitän Gyra!“
Alle klatschten, manche Frauen, aber auch Männer hatten Tränen in die Augen. Als schon spät wurde, ging Leon nochmal alleine zum Grab des Kapitäns. Du bist mein Vorbild! Ich wünschte, dass du mein Vater wärst. Vielen Dank für das unglaubliche Abenteuer! Lebe wohl! Kapitän! Leon ging danach auf die Suche nach Marco, der bei einer Gruppe von Seefahrern Geschichten erzählte. Hoffentlich plappert er nicht zu viel! Wir müssen weiter. Jura wird sicherlich hierherkommen. Leon begab sich zu der Gruppe dazu. „Marco, triff mich am Eingang des Dorfes“, flüsterte Leon dränglich. Marco nickte.
„Da bist du ja“, antwortete Leon, als er Marco erblickte. „Was gibt’s?“, fragte Marco müde. „Was es gibt?! Falls du es vergessen hast, wir sind Ausreißer! Wir müssen unbedingt weiter, bevor wir geschnappt werden!“, fauchte Leon. „Schon gut schon gut. Hör zu! Ich kenne jemanden, der uns zur Hafenstadt Apotos fahren kann“, erklärte Marco. „Du meinst das doch nicht wirklich. Apotos?! Wenn das stimmt, dann sind wir ja von dieser großen Insel weg und sind dann in der Hauptregion!“, Leon staunte nicht schlecht. „Dann sind wir uns einig? Ich werde mit ihm mal reden und ihn schnell überzeugen. Wenn es gut geht, dann fahren wir noch heute Nacht“, meinte Marco. Leon nickte.

„Bist du bereit, Leon?“, fragte sein bester Freund. „Natürlich! Von mir aus können wir losfahren“, gab Leon zurück. „Verstanden!“, antwortete der Seefahrer. Marco konnte tatsächlich jemandem überzeugen, die beiden Trainer nach Apotos mit dem Boot heut Nacht zu bringen. Leon konnte sein Glück kaum fassen. Apotos, die wunderschöne Hafenstadt. Der Stolz der Unorga Region. „Man Leon, wir sollten uns schlafen legen um morgen topf fit zu sein. Sicherlich gibt es in Apotos ne Menge starker Trainer!“, sagte sein bester Freund. Leon nickte nur und freute sich schon darauf...


Viel Spaß!
Zuletzt geändert von Donnerkralle am 27.04.2017, 16:30, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Auf in die Welt

#1286744 von Donnerkralle
08.04.2017, 15:32
Kapitel 5: Apotos
Leon genoss den wunderschönen blauen Himmel. Keine einzige Wolke war zu sehen. Die Sonne strahlte Wärme aus. Das Ganze wurde durch das fast schon türkisene Wasser zu einer perfekten Kombination. Die Wellen waren ruhig und es wehte nur ein Hauch Wind. Leon stand sprachlos da und beobachtete das Meer. Um herum des kleinen Bootes flogen ein paar Wingull. Marco schläft sicherlich noch. Noch ein bisschen und ich werde ihn wecken. Wir werden bald schon die ersten Umrisse der Stadt sehen. Sobald wir anlegen, müssen wir schnell rausgehen, ansonsten werden wir kontrolliert. Normalerweise darf ein Schiff ohne Genehmigung nicht in Apotos anlegen. Da aber so viele Schiffe fahren, ist es schwer alle zu kontrollieren. Außerdem werden zuerst die größten unter die Lupe genommen. Mit unserem kleinen Boot fallen wir bestimmt nicht so schnell auf. Es sei denn, sie schöpfen bei alten und heruntergekommenen Booten Verdacht. Dann sind wir dran. „Kannst du schon die ganzen Schiffe hören?“, fragte Luis, der Seefahrer dieses Boot. Leon versuchte etwas zuhören. Tatsächlich gelang es ihm. Der junge Trainer lauschte den Schiffen nach. „Ja, ich kann es hören. Heißt das wir sind schon da?“, fragte Leon nach. „Beinahe“, erklärte Luis. Leon machte sich auf dem Weg um Marco aus dem Bett zu scheuchen. „Aufstehen, du Relaxo!“, rief Leon zu Marco. „Schon gut, schon gut“, meinte sein Freund verschlafen. Die beiden gingen wieder hinaus zu Luis. „Auch schon wach! Und ich dachte schon, dass Darkrai dich erwischt hätte!“, lachte Luis. „Hä? Darkrai? Was meinst du“, fragte Marco verwirrt. Auch Leon verstand den Witz nicht. „Nun wisst ihr, früher in Fleetburg gab es mal ein Pokemon, dass die Fähigkeit hatte, alle einzuschläfern und Alpträume zu bescheren. Darum der Witz, weil du solange geschlafen hast“, erklärte Luis schnell. „Interessant. Ein Pokemon, dass alle einschläfern kann und Alpträume verursacht. Klingt gruselig, irgendwie“, murmelte Leon. „Seht mal nach vorne Jungs“, sagte der Seefahrer und zeigte nach Norden, vom Boot ausgesehen. Die beiden blickten nach vorne. Allmählich konnten sie schon auch Umrisse erkennen. Das Ziel rückte immer näher. „Bald ist es soweit!“, rief Marco hocherfreut.

Das Boot näherte sich dem großen den Hafen. Luis steuerte es ziemlich geschickt um danach schnell wieder ablegen zu können. Endlich stand das Boot für eine kurze Weile still und Leon machte sich gemeinsam mit Marco davon, natürlich vorher sich zu von Luis zu verabschieden. „Danke Luis, für alles!“, riefen die beiden. Luis nickte und machte sich ans Steuer um abzulegen. Endlich standen die beiden Freunde auf festem Boden. „Unglaublich hier! Der Boden ist schön weiß, genauso wie die Häuser. Das Ganze war mit dem herrlichen Himmel und dem schönen Meer einfach perfekt. „So da, gehen wir mal uns ein bisschen umschauen?“, fragte Marco. „Gerne doch“, sagte Leon. Die beiden machten sich auf dem Weg. Rund herum standen weiße Häuser mit blauen Türen und Fenster. Der mit weiß gepflasterten Steinen wurde mit hübschen Blumen verschönert. Auch grünes Gras war an manchen Stellen zu finden. „Traumhaft, einfach traumhaft“, staunte Marco. Auch Leon genoss es hier sehr. Es waren viele Menschen hier. Die meisten waren Touristen, die ebenso begeistert waren, wie die beiden. „Sieh mal, ein Impoleon!“, rief Marco und zeigte auf das Wasser Stahl Pokemon. Leon folgte seiner Deutung und sah den Kaiserpinguin. Es stand neben einem blauhaarigen jungen Mann. Er müsste ungefähr das gleiche Alter haben wie Leon und sein Freund. „Ich werde ihn herausfordern!“, meinte Marco siegessicher. „Ähm, klar warum nicht“, gab Leon als Antwort. „Super, dann geh ich ihn mal herausfordern!“, meinte Marco und ging auf den Trainer zu.

„Kann ich dir helfen?“, fragte der Trainer. „Ist das dein Impoleon?“, erkundigte sich Marco. „Natürlich. Du möchtest doch nicht gegen es kämpfen?“, befragte er. „Und ob! Ich fordere dich zu einem Pokemon Kampf heraus!“, schrie Marco. Der blauhaarige Trainer seufzte nur. Marco holte sein erstes Pokemon heraus, Riolu. Riolu wurde von Impoleon beobachtet. Es starrte es an. „Was macht es denn bitte?“, wollte Marco wissen. „Es überprüft dein Riolu, ob es ein würdiger Gegner ist oder nicht“, erklärte der Trainer. „Es überprüft? Was für ein eingebildetes Pokemon“, meinte Leon der nachgekommen war. „Es ist ein stolzes Pokemon!“, verteidigte sein Trainer ihn. Kurz daraufhin wies Impoleon Riolu ab. „Scheint so, als ob dein Riolu zu schwach ist. Hast du noch ein anderes Pokemon?“, fragte er. Daraufhin wurde Marco wütend. „Schwach ja?! Na warte! Los Pikachu!“, rief Marco. „Ah, ein Elektro Pokemon. Ich glaube, damit würde mein Impoleon zwar auch fertig, aber Aufgrund des Typ-Nachteils werden wir deine Herausforderung annehmen!“, rief er. „Na also! Ach ja, mein Name ist übrigens Marco! Wie lautet deiner?“, fragte der blondhaarige Trainer. „Mako“, antwortete er knapp. Dann schaute er zu Leon rüber und sah ihn fragend an. „Ich heiße Leon“, sagte dieser. Leon bemerkte, dass Makos Outfit sich von den anderen deutlich erhebt. Er trägt eine schwarze Hose und eine weiße Jacke mit einem dunkelblauem T-Shirt darunter. Die beiden Trainer begaben sich in Position. Es war ein 1vs1 Kampf.
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„Seht mal! Ein Pokemon Kampf beginnt gleich!“, rief ein Tourist. Schnell waren ein paar Leute um sie herum versammelt. Zuschauer. Haben die nichts Besseres zu tun?! Es ist nur ein 1vs1 Kampf. „Impoleon, ich wähle dich!“, jaulte Mako. „Pikachu du bist dran! Zeig ihm deine Kraft!“, brüllte Marco. Nun standen sich Impoleon und Pikachu gegenüber. „Los! Donnerblitz!“, befahl Marco. Pikachu feuerte seine erste Attacke ab. „Kontere mit Hydropumpe!“, schrie Mako. Die beiden Attacken prallten aufeinander, doch die Hydropumpe war viel stärker und drängte den Donnerblitz weiter zurück. Pikachu versuchte standzuhalten, doch ihm ging die Energie aus und die Hydropumpe erwischte ihn mit voller Wucht. Die Elektro Maus wurde vom starken Wasser -Strahl wegeschleudert. Es knallte auf den weißen Boden, stand aber sofort wieder auf. Marco befahl es mit Durchbruch zu versuchen. Schnell raste Pikachu auf seinen unbeeindruckten Gegner zu. „Impoleon, Dunkelklaue!“, rief Mako. Erst jetzt setzte sich der Kaiserpinguin in Bewegung. Pikachu sprang in die Höhe, um es besser zu treffen. Impoleon zielte allerdings auf den Durchbruch und griff mit seiner Dunkelklaue an. Überraschenderweise glitt der Durchbruch durch die Dunkelklaue. Pikachu war ebenso verwirrt, wie sein Trainer. Schnell nutzte das Wasser Pokemon seine Unachtsam und griff Pikachu von hinten mit Dunkelklaue an und zerfetzte seinen kleinen Rücken. Das Elektro Pokemon kreischte laut auf. Mako befahl Impoleon mit Hydropumpe anzugreifen, was dieser sofort auch ausführte. Der Angriff erwischte auch dieses Mal Pikachu. Marco wurde nervös. Er blamierte sich vor allen anderen. „Pikachu, setz Donner ein!“, jaulte er. Pikachu versuchte aufzustehen, doch das Wasser Pokemon stand plötzlich vor ihm und griff mit Dunkelklaue an. Immer wieder zerkratzte es Pikachu. Die Elektro Maus konnte sich nicht wehren und sein Trainer musste mitansehen, wie sein geliebtes Pokemon übel hingerichtet wurde. Nun wurde Pikachu wortwörtlich verprügelt. Impoleon schlug mit seinen scharfen Flügeln ein und zerfetzte Pikachu. Was soll das?! Der Kampf ist doch längst entschieden! „Ihr beiden müsst aufhören! Marco gib auf!“, rief Leon seinem Freund zu. Dieser ignorierte ihn. Du Schwachkopf! Hör auf doch auf mich! Pikachu ist in Gefahr! „Pikachu, befrei dich mit Durchbruch!“, schrie Marco verzweifelt. Impoleon setzte wieder Dunkelklaue ein, um Durchbruch wirkungslos zu machen. Danach gab Pikachu den Willen auf zu Kämpfen und ließ sich verprügeln. Welches stolze Pokemon greift ein Pokemon an, das sich nicht wehren kann! „Halt!“, jaulte Mako. Auch Impoleon merkte, dass Pikachu aufgegeben hatte und ließ es in Ruh. Marco stand still da, während Pikachu verletzt am Boden lag. „Hey Marco...“, hob Leon an. Gleich darauf fiel am Marco zu Boden. Ein paar Zuschauer fingen an zu lachen. „Was für ein Schwächling! Ein Elektro Pokemon verliert gegen ein Wasser Pokemon?! Wie lustig ist das denn?!“, lachte das Publikum. Leon wurde unheimlich wütend. „Mako! Ich fordere dich heraus!“, rief Leon zornig. „Fein“, meinte er gelassen. Leon ging zu Marco und tröstete ihm. Dieser sah ihn dankbar an und begab sich sofort zu Pikachu um es zu versorgen. „Hier mein Kleiner, nimm diese Beere, sie wird dir gut tun“, flüsterte Marco. Leon starrte Mako und Impoleon mit hasserfüllten Augen an. Jungglut einzusetzen wird sicher wieder von hinten losgehen. Aber Lanturn kann es mit ihm aufnehmen!

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„Los Lanturn!“, rief Leon und holte sein Pokemon raus. Lanturn erschien fröhlich, mit dem Wissen, dass es gleich kämpfen darf. Es spürte den Zorn von Leon, das motivierte ihn stark. Mako schaute leicht verwundert. Leon konnte schwören, eine leichte Unsicherheit von ihm zu bemerken. Hah! Ich mach dich fertig! „Lanturn, Donnerblitz!“, befahl Leon. Ein kräftiger Donnerblitz zielte auf Impoleon. „Hydro-“, Impoleon wurde von der Attacke getroffen, bevor Mako einen Befehl machen konnte. Diese Attacke gefiel Impoleon gar nicht. Mako knirschte die Zähne zusammen. „Dunkelklaue!“, rief er. Erneut stürzte sich das Wasser Pokemon auf seinen Gegner. Leon befahl Lanturn Aquaring einzusetzen. Impoleon griff an, doch machte kaum Schaden. „Donnerblitz!“, schrie Leon. Impoleon war zu nah, um ausweichen zu können und wurde schwer getroffen. Ein Volltreffer! Mako wies Impoleon Hydropumpe einzusetzen. Nachdem sich Impoleon wieder gefangen hatte, schoss es seine berühmte Wasser Attacke ab. Lanturn war durch die Nähe zu seinem Gegner, auch nicht in der Lage, auszuweichen. Doch auch diese Attacke war uneffektiv und mit dem Aquaring war Lanturn wieder fit. Nun griff es wieder mit Donnerblitz an. Impoleon war machtlos. Es war nur eine Frage der Zeit, bis es in Ohnmacht fallen würde. „Stopp! Ich gebe mich geschlagen, aber bitte lass mein Pokemon in Ruhe!“, flehte Mako. Was soll das denn jetzt bitte schön?! Mako holte sein Pokemon in den Pokeball zurück. Leon beruhigte sich langsam wieder. Die Zuschauer standen mit offenem Mund, als konnten sie es nicht fassen, was sich da gerade vor ihren Augen abgespielt hatte. Leon bedankte sich bei seinem Pokemon und holte es zurück in den Tauchball. „Du bist stark! Dich vergesse ich nicht so schnell!“, meinte er. Mit diesen Worten verabschiedete sich Mako und rannte weg. Auch die Zuschauer gingen endlich weg vom Geschehen. Alles Idioten! Marco gesellte sich zu ihm. „Danke, dass du mir geholfen hast“, schmunzelte Marco. Leon schüttelte den Kopf:,, Selbstverständlich. Wir sind doch Freunde. Dafür sind wir einander doch da!“
Die beiden Trainer suchten ein Pokemon Center auf, um ihre Pokemon zu heilen und gleichzeitig dann auch zu übernachten. Die Sonne ging langsam unter und seine Strahlen schimmerten im Meer orangefarbig. „Man bin ich müde“, gestand Marco. „Ich auch ehrlichgesagt. Ich könnte locker zwei Tage lang durchschlafen“, meinte Leon. Die beiden beobachteten, wie die Sonne unterging. Als es schließlich Nacht wurde, gingen die beiden müde ins Pokemon Center hinein. Morgen sollte für die beiden ein großer Tag werden...


Ich hoffe es gefällt euch. Da ich morgen wenig Zeit habe, habe ich das Kapitel früher veröffentlicht, aber vielleicht schaffe ich morgen noch ein weiteres Kapitel
Zuletzt geändert von Donnerkralle am 18.04.2017, 23:47, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Auf in die Welt

#1286873 von Donnerkralle
11.04.2017, 15:35
Kapitel 6: Ein neues Ziel
„Guten Morgen ihr zwei!“, begrüßte Schwester Joy herzlich. „Guten Morgen Schwester!“, grüßten die Trainer zurück. „Dein Pikachu ist wieder putzmunter. Bitte übertreibe es beim nächsten Mal nicht“, warnte Schwester Joy. „Vielen Dank und keine Sorge, ich werde von nun an noch besser auf meine Pokemon aufpassen!“, bestätigte Marco aufrichtig. „Na dann, viel Glück auf eure Reise!“, wünschte Schwester Joy. Die beiden Trainer bedankten sich und gingen hinaus. „So da. Das wäre nun auch erledigt, fragt sich nur, was wir jetzt machen?“, brach Marco hervor. „Nun, unser Ziel ist es doch, die besten zu sein. Dafür müssen wir verschiedene Pokemon fangen und auch mit ihnen trainieren. Danach knöpfen wir uns die Liga vor!“, verkündigte Leon stolz. „Jaja, ist ja schön und gut, aber laut dem Ranking sind wir nicht einmal berechtig über die Liga zu sprechen. Wir müssten mindestens auf Platz 50 sein, um am Auswahlturnier teilnehmen zu können“, bedauerte Marco. „Auf welchen Platz sind wir momentan?“, erkundige sich Leon. Marco schaute auf sein Poketech. Leon machte ihm nach. „Ich bin auf Platz 894“, jammerte der blonde Trainer. „826-ster“, antwortete der schwarzhaarige Trainer. Der Kampf gegen Mako hat wahrscheinlich eine Auswirkung auf unser Ranking gehabt. Marco hat verloren, deswegen ist er so weit hinten. „Sieht wohl so aus, als ob wir an einigen Turnieren teilnehmen müssten“, seufzte Marco. „Darüber mach dir mal keine Sorgen. Mir wird gerade angezeigt, dass heute in Apotos ein Amateuren-Turnier stattfindet“, erklärte Leon entspannt. „Dann mal los!“, jaulte Marco und schoss davon. Leon seufzte nur. Gleich darauf kam Marco halb aus der Puste angeschossen. „Äh...Wo genau befindet sich das?“, fragte er grinsend. Leon schüttelte den Kopf und ging Richtung Stadtzentrum. Erst jetzt bemerkten die beiden, die Plakate und Flyer, die auf das bevorstehende Turnier andeuteten. Leon und Marco beeilten sich, um sich noch ein Platz zu ergattern. Nach einer Weile fanden sie schließlich die Anmeldestation. Dahinter stand ein riesiges, weißes Kolosseum. Schnell füllten die beiden die Anmeldungsformulare aus und begaben sich etwas unsicher in das Kolosseum. Zu ihrer Überraschung war niemand, außer vier weitere Trainer, im Kolosseum. „Anscheinend interessiert sich niemand für Amateure“, flüsterte Marco Leon ins Ohr. Leon wirkte etwas enttäuscht. So ein lahmarschiges Turnier wird uns niemals bis zur Spitze befördern. Das ist reine Zeitverschwendung. Nachdem die Vorbereitungen abgeschlossen waren, verkündigte der Turnierleiter die Regeln. „Jeder darf nur ein Pokemon in den Kampf schicken. Sobald der Schiedsrichter das Pokemon für kampfunfähig erklärt, ist der Kampf vorbei. Es wird im K.O-System gekämpft! Möge der beste gewinnen!“, brummte der Leiter des Turniers. Als erstes soll Leon gegen Raphael kämpfen. Schnell war der Kampf entschieden. Jungglut hatte das Strawickel unter einer Minute besiegt. Danach war schon Marco an der Reihe. Sein Riolu machte kurzen Prozess mit Mampfaxo und Tom. Nur noch vier Trainer waren noch übrig. Leon und Marco schafften es ins Finale. Nun standen sie sich gegenüber.
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„Los Jungglut!“, schrie Leon und holte sein Pokemon raus. „Zeig was du kannst, Riolu!“, rief Marco und holte sein Partner aufs Schlachtfeld. „Weiß du Leon, wir hätten uns eigentlich schon in Evali gegenüberstehen sollen. Seither sind wir nun viel stärker! Ich brenne darauf herauszufinden, wer von uns der Stärkere ist!“, jaulte Marco. Leon schaute seinen Freund fest in die Augen. „Ja, lass uns das endlich herausfinden!“, verkündigte Leon und befahl gleich, mit Nitroladung anzugreifen. Jungglut raste auf das Aura Pokemon zu, umhüllt in heißen Flammen. „Block es ab mit Kraftwelle!“, ordnete Marco an. Kurz bevor Jungglut es treffen konnte, vollzog Riolu seine Kraftwelle. Es wischte mit seiner Hand über Jungglut und entfachte Schockwellen. Der Angriff vom Feuer Pokemon war geblockt. „Nochmal!“, schrie Leon. Und schon wieder griff Jungglut mit der gleichen Attacke an. „Block es wieder mit Kraftwelle!“, befahl Marco. Riolu bereitete sich erneut auf den Angriff vor.
Plötzlich wurde Jungglut viel schneller als vorhin und rammte das Kampf Pokemon weg. Riolu flog einen hohen Bogen über das Kampffeld bis es auf dem weißen Boden krachte. Leon ordnete Jungglut an, mit Doppelkick voranzugehen. Schneller als vorhin rannte es auf das angeschlagenen Pokemon hinzu und verpasste ihm zwei kraftvolle Tritte. „Jetzt Gegenschlag!“, rief Marco. Sofort griff Riolu an. Es traf Jungglut mit voller Wucht, der gerade nicht darauf vorbereitet war. Das Feuer Pokemon wurde zurückgeschleudert, stand aber sofort wieder auf. „Jungglut, setzt jetzt Schnabel ein!“, befahl Leon. Mit unglaublicher Geschwindigkeit holte es Riolu sofort ein und pickte auf ihn ein. Riolu wollte es mit Kraftwelle blocken, was ihm auch gelang. Die beiden Attacken kollidierten und eine Staubwolke entstand. Sobald sich diese aufgelöst hatte, fingen die beiden Pokemon an zu leuchten. Die beiden entwickelten sich weiter. Jungglut wurde zu Lohgock und Riolu zu Lucario. Die beiden Trainer waren sehr überrascht über dieses plötzliche Ereignis. „Unglaublich! Sie haben sich weiterentwickelt!“, staunte Marco.

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„Lohgock, setzt Feuerfeger ein!“, befahl Leon, der sofort weitermachen wollte. Lohgock rannte aggressiv auf Lucario zu. Dabei fingen seine Füße Feuer. Als es Lucario erreichte, fing es an, mit seinen langen Beinen anzugreifen. „Knochenhatz!“, schrie Marco. Schnell formte Lucario einen harten Knochen und verteidigte sich damit. Nun schlugen sich die beiden Pokemon mit ihren Attacken. Momentan sah es so aus, als wären sie ebenbürtig. Keiner von ihnen gab nach. Auf einmal sprang Lohgock hoch in die Höhe, vollführte einen mehrfachen Salto kombiniert mit Feuerfeger und versuchte Lucario von oben anzugreifen. Dieser hielt seinen Knochen in waagrechter Position. Lohgock traf den Knochen mit unglaublicher Kraft. Doch Lucario hielt stand. Der Knochen brach jedoch auf einmal ab. Doch trotzdem erhielt Lucario keinen Schaden. Beide Pokemon schauten sich tief in die Augen. Keiner wagte sich zu bewegen. Es wurde still. Beide Trainer hielten den Atem an. Plötzlich fiel Lucario zu Boden. Eher sich Leon freuen konnte, wurde auch Lohgock schwindelig und erlag seiner Verletzungen. Beide waren angeschlagen zu Boden gefallen. Ein Unentschieden. Der Schiedsrichter erklärte den Kampf als ein Unentschieden. Beide Trainer holten ihre Pokemon zurück und gaben sich die Hand. „Unglaublicher Kampf!“, meinte Leon. „Auf jeden Fall!“, gab Marco zurück. „Ihr beide seid doch keine Amateure, zumindest nicht mehr“, meinte der Turnierleiter erstaunt. Die Freunde grinsten. „Normalerweise bekommt jeder von euch die Hälfte der Punkte des Gewinns, da ihr aber so einen spannenden Kampf euch geliefert habt, mache ich eine Ausnahme und jeder von euch bekommt die volle Punktzahl“, sagte der Leiter. „Wow! Das ist fantastisch!“, gab Marco zu. „Vielen Dank! Das ist sehr großzügig von Ihnen“, bedankte sich Leon. Sie verabschiedeten sich von den anderen und machten sich wieder auf dem Weg.

Bei einer Bank rasteten sie sich aus. „Schauen wir uns doch mal an, auf welchen Platz wir nun sind!“, schlug Marco vor und schaute gleich eifrig nach. Auch Leon wollte unbedingt wissen, wie weit er schon oben ist. Es stellte sich heraus, dass Marco auf Platz 678 war und Leon auf 596. Beide waren zufrieden und auch überrascht, dass so ein einfaches Turnier so viele Punkte hergab. „Wenn das so weitergeht, dann mischen wir bald mit den Top 50 mit“, ergänzte Marco. „Mir wird angezeigt, dass ein großes Turnier in Spagonia stattfindet“, erklärte Leon. Spagonia liegt nördlich Apotos. Generell befindet sich die Hafenstadt in Südwesten der Unorga Region. „Spagonia eh? Dann lass uns aufbrechen“, schlug Marco vor. „Ja, aber vorher müssen wir was essen, sonst kommen wir nicht weit“, erinnerte Leon. Gemeinsam machten sie sich auf die Suche nach einem billigen Restaurant, leider ohne Erfolg. „Hier gibt es auch nur teure Sachen“, betonte der blondhaarige Trainer. „Es ist eine Touristenstadt. Ist ja auch kein Wunder, warum die Preise so hochschießen. Sieh mal dort, da verkauft jemand frisches Obst“, meinte Leon und zeigte auf den Obsthändler. Hungrig gingen sie auf dem älteren Mann zu und erkundigten sich bei ihm. Sie kauften ihm ein paar grüne Äpfel und rote Bananen, eine Spezialität von Unorga. „Und habt ihr sonst noch was vor?“, erkundigte sich der Verkäufer. „Wir wollen nach Spagonia“, antwortete Leon knapp. „Spagonia. Eine tolle Stadt. Dort tummeln sich auch viele starke Trainer. Ebenfalls findet jeden Monat ein Turnier statt. Gut um schnell berühmt zu werden“, erklärte der Obsthändler. Leon und Marco schauten sich an. Sie bedankten sich bei dem alten Mann und machten sich auf den Weg. Nach ungefähr zwei Stunden Gehen, erreichten sie endlich das Nord-Tor. Dort wurden sie nochmals vor Gefahren gewarnt. Die Route sei lang und es kam schon des Öfteren vor, dass manche ausgeraubt wurden. Außerdem lauert in Spagonia eine Bande voller Schurken. Trotzdem ließen sich die Freunde nicht entmutigen und passierten das Tor...


Kritik ist erwünscht
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Re: Auf in die Welt

#1286928 von Donnerkralle
12.04.2017, 16:31
Kapitel 7: Unbesiegbar
Leon und Marco waren auf den Weg nach Spagonia, um an ein neues Turnier teilnehmen zu können. Der Weg war lang, aber schön und sehr einfach zu gehen. Die hübschen weißen gepflasterten Steine machten einen tollen Eindruck und allgemein war die Straße sehr lebendig. Viele Leute gingen den berühmten Windmile-Weg. Auf der rechten Seite waren schöne grüne hügelige Landschaften mit verschieden großen Windmühlen zu begutachten. Links davon war das wunderschöne Meer. Dort konnte man auch die Luxusschiffe beim Fahren zusehen und aber auch die Pokemon, die dort leben, beobachten. Der ganze Ort hier ist deswegen auch zum Naturschutzgebiet erklärt worden. „Sag mal Leon, wie findest du es hier?“, wollte Marco wissen. „Ehrlich gesagt gefällt es mir hier ganz gut“, gab er zu. „Mir auch. Wir sollten unter zwei Stunden schon in Spagonia sein“, erklärte Marco. „Gut. Ich freue mich schon auf die ganzen starken Trainer! Ich werde sie alle besiegen und dann auf Platz 1 zu gelangen!“, erzählte Leon aufgeregt. „Träum weiter! Du wirst nur Platz 2 sein, denn ich bin die Nummer 1! Gemeinsam mit Lucario werde ich an der Spitze stehen!“, meinte Marco selbstsicher. Leon musste lachen und auch Marco konnte es sich nicht verkneifen. Gemeinsam marschierten sie weiter und genossen diese Zeit. Es fühlte sich so an, als ob man hier all seine Sorgen vergessen konnte. Der Wind war angenehm zu spüren. Die herrliche Landschaft machte Leon ganz glücklich. „Diesen Ort hier werde ich nie vergessen!“, sagte Marco. Leon nickte seinem Freund zu. „Spagonia soll auch ganz toll sein“, meinte Leon. „Sie ist ja auch die größte Kunststadt der Welt! Dort sind alle Gebäude noch steinalt! So ziemlich alle Häuser bestehen aus grauen oder braunen Steinen mit orangenen Dächern! Dieser Ort ist ebenfalls sehr berühmt, vor allem für Künstler!“, erklärte der blonde Trainer und kratzte sich am Kopf. „Verstehe! Das bedeutet auch, dass dort viele verschiedene Leute sein müssen! Wahrscheinlich auch weltbekannte Trainer?! Wenn wir dort das Turnier gewinnen, werden sowas von berühmt werden!“, schwärmte Leon. Marco bejahte dies.

„Da wären wir! Das Süd-Tor von Spagonia!“, meinte Marco. Die beiden Freunde traten hinein. Sie wurden von der Empfangsdame herzlichst begrüßt. „Bist du bereit?“, fragte Leon. Sein Freund nickte zuversichtlich und sie begaben sich hinaus. Sofort erkannten sie die auffälligen Häuser. Hier waren sogar noch viel mehr Menschen als in Apotos. Grundsätzlich ist Spagonia auch größer. Die meisten Menschen waren Einheimische. Trotzdem konnte man einige Touristen zählen. Die beiden Trainer schauten sich die Stadt genauer an. Sie besuchten verschiedene Geschäften, suchten aber gleichzeitig nach Hinweisen auf das bevorstehende Turnier. Endlich entdeckten sie ein großes Plakat, wo sie alle benötigten Informationen wiederfanden. Schnell notierte sich Marco diese. „Teilnahme ab Rang 500“, las Leon vor. „Oh nein! Das ist zu hoch für uns. Niemals erreichen wir dies. Das Turnier ist schon morgen und wir...“, Marco wurde von seinem Freund unterbrochen „Wir schaffen das! Fordern wir alle Trainer die wir finden sofort heraus! Wir dürfen nicht verlieren! Teilen wir uns schnell auf!“, mit diesem Satz brach Leon auch schon auf. Marco stand sprachlos da. „Schätze, dass ich keine andere Wahl habe...“, flüsterte er und machte sich auf die Suche.

Leon und Marco forderten viele Trainer zu einem 1vs1 Kampf heraus. Allerdings gaben diese Kämpfe nur wenig Punkte. „Komm zurück Lohgock!“, rief Leon sein Pokemon zurück. Das war mein 20ster Sieg in Folge. Mal sehen wie weit ich schon bin. Leon überprüfte seinen Rang und musste feststellen, dass er sich auf Platz 566 begab. Unmöglich! So wenig Punkte! Ich muss einen starken Trainer herausfordern, jemand der viel höher als ich es bin. Aber warum werden mir nicht alle Trainer der Unorga Region angezeigt? Wieso ist der Beste auf Platz 556 und der schlechteste auf Platz 576?! Es bringt nichts sich darüber den Kopf zu zerbrechen. Ich werde einfach weiterkämpfen! Leon suchte nach weiteren Gegner, doch die Zeit wurde knapp und auch Lohgock wurde müde. Er musste ins Poke-Center gebracht werden. Schnell eilte Leon dorthin. Er tat sich schwer eins ausfindig zu machen, da alle Häuser ein orangenes Dach hatten. Zum Glück sah er Marco in eins eintreten. Drinnen traf er sich mit ihm. „Hey Marco! Wie läufst?“, fragte Leon, der aus der Puste war. Auch Marco wirkte müde. „Platz 527“, antwortete er knapp. Sofort schaute Leon auf sein Poketech. „Platz 517“, sagte er. Leon sah einen Hoffnungsschimmer. Es könnte sich noch ausgehen bis morgen! Nur noch ein paar Kämpfe! Nach der Behandlung ihrer Pokemon besprachen sie ihren nächsten Zug. „Marco, wir schaffen es!“, erzählte der schwarzhaarige Trainer. Sie kämpften schon seit fünf Stunden und waren komplett fertig, dennoch gaben sie nicht auf. „Lass uns weitermachen Leon!“, versicherte Marco. Sie teilten sich erneut auf. Abgemacht war, sobald man unter den 500 besten war, sich vor dem Poke-Center wieder zu treffen.

Nach einer Weile ging Leon entspannt zum Treffpunkt. Es war schon Nacht und die Straßen waren leer. Leon wartete ungefähr 20 Minuten auf seinen besten Freund. Endlich tauchte er auf. „Und?“, fragte Leon. Marco gab an, dass er sich auf Platz 496 begab. Leon überprüfte nochmals seinen Rang. „489“, sagte er knapp. „Endlich geschafft!“, stellte Marco erleichtert fest. „Mist!“, fluchte Marco. Leon fragte verwirrt nach. „Das Poke-Center hat geschlossen. Wir müssen nun draußen schlafen!“, jammerte er. Na toll. Ich habe Hunger und bin total am Ende. „Tja, da kann man wohl nichts machen“, meinte Leon. Die beiden spazierten durch die Stadt, auf der Suche nach einem geeigneten Schlafplatz. Bis jetzt jedoch ohne Erfolg. „Sieh mal, da ist wer“, flüsterte Marco. Leon schaute hin, aber außer Dunkelheit sah er nichts. Plötzlich waren Schritte zu hören und eine Gestalt tauchte auf.

Ein junger Trainer. Er hatte schwarze, mittellange Haare, die stachelig waren, trug schwarzes Gewand, die leicht zerfetzt waren. Anscheinend trug er eine dunkle Jacke, die er wie ein Umhang um sich herum angelegt hat. Leon erkannte einen Anhänger, ein silberner Scharfzahn hing daran. Merkwürdig waren seine roten Augen. Vermutlich trug er Kontaktlinsen. Der mysteriöse Trainer hielt die Arme verschränkt und starrte die beiden Freunde unheimlich an. Auf einmal zuckte er einen Finsterball hervor und holte ein Galagladi heraus. „Los kämpfen wir!“, knurrte er. Leon wollte sich nicht von ihm abschrecken lassen und holte sein Lohgock aus dem Pokeball. Erst jetzt bemerkte er, dass der Fremde fast gleichgroß wie er war. Er müsste auch das gleiche Alter wie Leon haben. „Tue das nicht Leon! Dein Pokemon ist müde, genau wie du! Wenn du verlierst, dann landest du wieder auf einen schlechten Rang und kannst dann nicht mehr teilnehmen!“, warnte Marco. Doch Leon ignorierte ihn und befahl Lohgock mit Nitroladung anzugreifen.

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Schnell war sein Pokemon in Flammen umhüllt und ging auf das gegnerische Galagladi zu. Dieser wehrte die Attacke mit bloßer Kraft ab und schleuderte Lohgock weg. Schnell rappelte es sich keuchend wieder auf. Der fremde Trainer sah unheimlich mit seinen roten Augen aus. „Galagladi, beende es mit Psychoklinge!“, befahl er. Galagladi nahm ungeheuerliche Geschwindigkeit auf. Seine schwertartigen Ellenbogen fingen an, violett zu leuchten. Lohgock reagierte zu langsam um auszuweichen und wurde hart getroffen. Sofort war es besiegt. Nur ein Treffer?! Der mysteriöse Trainer holte sein Pokemon zurück und blickte auf sein schwarzes Poketech. „Danke für die Punkte. Endlich bin ich auf Platz 100“, sagte er arrogant und verschwand wieder.

Leon ergriff panische Angst. Schnell blickte er auf sein Poketech. Zu seinem Pech musste er feststellen, dass er auf Platz 501 gerutscht war. Scheiße! Was mache ich jetzt? Langsam ging Marco auf ihn zu. „Tut mir leid Marco. Ich habe es vergeigt! Du hattest Recht!“, jammerte Leon. „Weiß du Leon, vor zwei Tagen war ich in der gleichen Situation. Ich habe gegen Mako haushoch verloren, doch dann kamst du und rettetest mich. Nun möchte ich dir helfen! Kämpfe gegen mich, ich werde sofort aufgeben, dadurch verliere ich nur die Hälfte der normalen Punktzahl. Dadurch bleiben wir beide unter 500!“, schlug Marco vor. Leon schaute zu Marco. „Was wäre ich ohne dich, mein Freund?“, meinte Leon. Er holte sein geschlagenes Pokemon zurück. „Lanturn, ich wähle dich!“, sagte Leon halbherzig. Marco holte Pikachu aus dem Pokeball. Sofort erkannte das Poketech den Pokemon-Kampf zwischen zweier Trainer, die im Besitz eines Poketechs waren. Sofort gab Marco auf. Beide schauten auf ihren neuen Rang. Tatsächlich war Leon auf 499 und Marco auf 498. „Vielen Dank! Du rettest mir den Hintern!“, gab Leon zu. Marco schüttelte den Kopf. Es war schon Mitternacht. Mit letzter Kraft suchten sie nach einem geeigneten Schlafplatz. Am Ende entschieden sie sich, auf einer Bank zu übernachten. Morgen werde ich das Turnier gewinnen! Ich werde diesen starken Trainer wiedersehen und ihn schlagen! Langsam machte Leon die Augen zu und schlief schnell auf der Bank ein...
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Re: Auf in die Welt

#1287055 von Donnerkralle
15.04.2017, 14:49
Kapitel 8: Erklimme die Spitze!
Mühsam marschierten Leon und Marco zur Anmeldestation für das Turnier. Sie hatten wenig geschlafen, da sie zu sehr beschäftigt waren, einen guten Rang zusichern, um an das große Turnier teilnehmen zu dürfen. Leon erinnerte sich an seinem letzten Kampf. Er musste eine verheerende Niederlage gegen einen unheimlichen Trainer einstecken. Seitdem hat er sich verändert. Leon hatte nur noch ein Ziel vor Augen. Den fremden Trainer beim Turnier vor allen anderen fertig zu machen. Wut stieg ihm auf. Er wollte unbedingt gegen ihn kämpfen. Leon war sich sicher, dass der Trainer ebenfalls teilnehmen würde. Dies spornte ihn an und ging immer schneller, fest entschlossen. „Jetzt warte mal Leon!“, rief ihm Marco hinterher. Abrupt blieb er stehen. „Beeil dich!“, brummte Leon. Marco schüttelte den Kopf. „Hör zu! Ich weiß, dass du noch angefressen bist, aber mal im Ernst, wie viele Trainer hast du schon besiegt? Und wie viele haben dich geschlagen? Niemand war auf den anderen wütend. Ein Kampf ist ein Kampf! Es geht nicht nur ums Gewinnen, sondern auch zu lernen, besser zu werden, mehr Erfahrung zu sammeln und danach wieder um Kräfte zu messen. Das ist das, was einen Trainer ausmacht. Die Liebe zu den Pokemon. Du darfst wegen einem einzigen Trainer, nicht dein wahres Ziel aufgeben! Und noch etwas. Wir sind ziemlich früh dran, also besteht kein Grund zur Eile“, betonte Marco. Leon war sprachlos. Aus seinem Mund kam kein einziger Ton. Langsam sah er ein, dass sein bester Freund Recht hatte. Leon atmete tief ein und wieder aus. „Du hast schon wieder Recht. Ich sollte mal runterkommen. Danke schön Marco“, bedankte sich Leon.

„Guten Tag ihr beiden! Ich nehme mal stark an, dass ihr wegen dem Turnier hier seid?“, fragte der Empfangsherr. Die Freunde nickten. „Sehr schön. Ich bitte euch, mal eure Poketech mit meinem Laptop zu verbinden“, sagte er. Leon und Marco drückten auf den „Verbinden“ Knopf. Über Wi-Fi Signale konnten sie sich verbinden. „Ah sehr schön. Leon Drazzer, Platz 499 und Marco Kern, Platz 498. Teilnahmebedingung erfüllt. Viel Spaß beim Turnier und gutes Gelingen!“, meinte der Empfangsherr. Die beiden bekamen noch einen Anweisungszettel, worauf stand, dass sie nur ein Pokemon benutzen dürften und dieses auch nicht austauschen sollten, ansonsten sind sie nicht berechtigt, teilnehmen zu dürfen. Ich sollte Lohgock nehmen. Lanturn wäre sicherlich auch stark, aber Lohgock muss das Galagladi besiegen! Leon entschied sich für Lohgock. Marco war für Lucario. Die beiden Trainer machten sich auf dem Weg zum Uhrturm. Dort war nämlich der Treffpunkt.

Vier Schiedsrichter standen auf einem kleinen Holzpodest. Leon und Marco kamen gerade an. Es waren eine Menge Trainer schon versammelt. So viele? Das wird ja ewig dauern. Aber wahrscheinlich werden sie viele Punkte hergeben! Leon blickte in die Runde und suchte angestrengt nach diesem starken Trainer. Bei den vielen Trainern ist es schwer, den richtigen zu finden. Er wird bestimmt irgendwo hier sein. Nach 15 Minuten war es soweit. Einer der Schiedsrichter fing an, die Regeln zu erklären. „Zuerst einmal grüße ich euch, Herausforderer! Mein Name ist John Dom und ich werde heute der Schiedsrichter sein. Meine drei Assistenten werden mich dabei unterstützen! Glaubt ja nicht, wir werden eure schmutzigen Tricks nicht erkennen! Wir haben Adleraugen! Eure Aufgabe wird es sein, diesen Uhrturm zu bezwingen! Ihr werdet da reingehen und nach oben steigen. Denkt daran, dass ihr eure Pokemon benutzen dürft. Aber drinnen wird nicht gekämpft! Ihr dürft die anderen Trainer nicht behindern! Ansonsten scheidet ihr aus! Somit möchten wir das Unfallrisiko verringern! Ihr könnt nach meiner Rede immer noch aus dem Turnier austeigen. Aber nun gut, zu den einzelnen Regeln. Regel Numero 1: Es ist nur ein bestimmtes Pokemon einsetzbar! Es darf nicht ausgetauscht werden! Sollte es besiegt sein, seid ihr automatisch ausgeschieden! Regel Nummer 2: Wie schon gesagt, dürft ihr drinnen nicht gegeneinander kämpfen! Regel Nummer 3: Es ist verboten, den Uhrturm zu beschädigen. Bei mutwilliger Zerstörung werdet ihr für den Schaden aufkommen müssen! Ansonsten regelt dies die Polizei! Regel Nummer 4: Nur die ersten zwölf kommen in die nächste Runde! Sollte der Letzte der zwölf oben angekommen sein, werden wir euch dies signalisieren! Das wäre dann Alles! Vorbereitet euch nun vor. Ich werde jetzt das Startsignal abfeuern!“, erklärte John Dom ausführlich.

Leon schätze auf ungefähr 58 Trainern. Er stellte sich in der Reihe auf. Hinter ihm stand Marco. Das wird lustig. Definitiv werde ich der Erste sein, der oben ankommt! John Dom feuerte eine Leuchtpistole ab. Schnell rasten die Trainer in den Uhrturm hinein. Als Leon den Turm betrat, musste er feststellen, dass es ziemlich finster war. Auch die anderen Trainer waren verunsichert. Wie soll ich das etwas sehen? Panisch blickte sich Leon um. An ihm sausten viele Trainer vorbei, während er wie gelähmt dastand. Die meisten Trainer versuchten es über die Treppen. Soll ich links oder rechts gehen? Links sind mehr Trainer auf der Treppe, aber rechts scheint der Weg länger zu sein. Mist! Ich habe keine Ahnung! Plötzlich fingen die riesigen Zahnräder an sich zu drehen. Dabei machten sie laute Geräusche und Leon musste sich die Ohren zuhalten. Tatsächlich wollten einige auf die Zahnräder klettern, um schneller nach oben zu gelangen. Die werden entweder runterfallen oder zerquetscht! Die ersten Trainer fielen schon zu Boden. Die restlichen bekamen Angst und saßen auf den Zahnrädern. Anscheinend konnten sie weder nach oben noch nach unten klettern. Leon entschied sich, diese zu ignorieren und auf sich selbst zu schauen. Auf einmal sah er ein helles Licht leuchten. Es kam von der rechten Seite. Ein Trainer benutzte sein Ampharos als Taschenlampe. So war es ihm ein Leichtes, schnell voranzugehen. Stimmt! Man darf ja Pokemon benutzen! Auf der Stelle holte Leon sein Lohgock heraus. „Lohgock, ich brauche deine Hilfe! Du wirst mich Huckepack tragen müssen. Dann springen wir nach oben. Mit deiner Sprungkraft sollte dies ein Leichtes sein!“, meinte der Trainer und sprang auf sein Pokemon. Lohgock vergewisserte sich, dass sein Trainer einen guten Halt gefunden hatte und sprang auf ein Zahnrad, dann auf das nächste. Durch seine unglaubliche Sprungkraft war es ihm möglich sehr hoch und auch schnell zu springen. Alle anderen Trainer schauten wie ein Lahmus zu. Ja! Das ist mein Lohgock! Ich werde die Spitze als Erster erklimmen! Lohgock landete sicher und leichtfüßig. Man konnte die große Uhr sehen. Licht fiel hinein und Leon war froh, wieder normal sehen zu können. Schnell holte er sein Pokemon zurück.


Oben angekommen wurde Leon von dem Schiedsrichter begrüßt. „Herzlichen Glückwunsch! Du hast es als Zweiter bis nach oben geschafft!“, gratulierte John Dom. „Zweiter? Wer ist dann Erster?“, fragte Leon nach. „Das wäre dann ich“, meldete sich eine vertraute Stimme von hinten. Das ist doch... Aus dem leichten Schatten trat jener Trainer hervor, der Leon zuvor plattgemacht hatte. Sein arroganter Blick machte ihn wütend, doch Leon erinnerte sich an die Worte seines Freundes und blieb entspannt. „Ah du. Nicht schlecht“, gab Leon zurück. Allmählich kamen auch die anderen Trainer nach oben. Es dauerte zwar eine ganze Weile, aber immerhin waren es zwölf geschickte Trainer. Somit konnte die zweite Runde beginnen. Wie versprochen, gab es das Signal, dass zwölf Trainer schon oben standen. Der Rest musste wieder hinuntersteigen. Die Angsthasen auf den Zahnrädern wurden von den Sicherheitsleuten heruntergetragen. Marco war der zwölfte Trainer, vor ihm hatte es der Ampharos-Trainer geschafft. John Dom gratulierte noch einmal die Gewinner der ersten Runde. Ungeahnt was als nächstes passieren würde, ging plötzlich die große Uhr wie ein Fenster auf. Noch mehr Sonnenstrahlen kamen in den Turm und verschlangen die Dunkelheit. Die Sonne blendete für einen Augenblick Leon und die anderen. „Hier oben werden wir abgeholt“, meinte der Schiedsrichter. „Was meinen Sie mit „abgeholt“?“, wollte Marco wissen. John Dom grinste nur. Auf einmal tauchte ein riesiger roter Ballon auf. Dann noch einer und noch ein Roter. Erst jetzt erkannte Leon, dass das ein riesiges Heißluftballonschiff war. Ein paar Trainer zitterten. Marco befürchtete, dass sie da wohl einsteigen sollten. Leon nahm tief Luft und ging auf das Schiff zu. Eine Rampe wurde ausgefahren. Langsam näherte sich Leon diese. Zum Glück konnte er sich an den Seiten anhalten. Mit schlotternden Knien stolzierte er über die Rampe. Bau jetzt bloß keine Scheiße Leon! Glücklicherweise wehte nur ein schwacher Wind, welches sonst das Ganze noch schwieriger gestalten hätte. Endlich erreichte er das Ende und konnte aufatmen. Auch die anderen mussten Leon folgen. Nach einer gewissen Zeit standen alle auf das Schiff.

Auch die Schiedsrichter waren mit von der Partie. Leon und Marco beobachteten, wie die Uhr wieder zuging. „Tja Leon, da haben wir es doch noch irgendwie geschafft“, meinte der blonde Trainer. „Ich dachte schon, dass ich Arceus treffen würde“, scherzte er. John Dom bat die restlichen Trainer sich aufzustellen. Nachdem es soweit war, fuhr er fort:,, Runde 2 beginnt in einer Stunde! Ruht euch aus oder seht euch mal um. Kurz vor dem Start werde ich euch nochmals bitten, euch aufzustellen. Das war es fürs Erste!“ Langsam löste sich die Gruppe auf. Leon und Marco wollten sich das Heißluftballonschiff genauer ansehen. Schon bald würde Leon wieder kämpfen. Er würde diesen Trainer besiegen...


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Re: Auf in die Welt

#1287181 von Donnerkralle
17.04.2017, 19:16
Kapitel 9: Mitten in der Luft
„Wir erreichen in kürze unser Ziel, bitte begeben Sie sich unverzüglich auf das Schiffsdeck!“, meldete der Kapitän des Schiffes über eine Sprechanlage. Die verbliebenen zwölf Trainer begaben sich motiviert auf das Deck und warteten auf weitere Befehle. John Dom blickte über die Runde. Er wirkte zufrieden. „Schon bald werden wir da sein. Ich erkläre euch nun den weiteren Ablauf. Das Heißluftballonschiff steuert auf die Stadtmitte zu, doch landen werden wir nicht, können wir gar nicht. Deswegen wird die 2 Runde hier auf dem Schiff stattfinden! Allerdings werden eure spannende Kämpfe von meinem Team mitverfolgt und das Geschehen über Kamera auf dem großen Monitor des Schiffes ausgestrahlt. Das heißt, dass alle Zuschauer, die sich auf dem Hauptplatz versammeln, euch live sehen können! Blamiert euch nicht! Nun gebe ich das System bekannt: ein K.O-System. Sobald ihr verliert, seid ihr raus, ohne Wenn und Aber. Der Gewinner bekommt einen Pokal und natürlich auch 400 Gewinnpunkte. Ich gebe nun Bescheid, wer den ersten Kampf bestehen wird: Marco Kern wird gegen Amper Lithos antreten! Ihr beide werdet nun mir folgen, der Rest kann oben bleiben und vom Monitor aus mitschauen!“, erklärte John Dom gewissenhaft die Regeln.

„Viel Glück Marco“, sagte Leon zu seinem besten Freund. „Danke“, antwortete er knapp und folgte John Dom hinunter in die Kampfarena. Das Heißluftballonschiff wurde langsamer und letztendlich blieb es in der Luft stehen. Am unteren Teil des Schiffes kam der versprochene Monitor mitsamt Lautsprecher heraus. Hä? Wie sollen wir dann den Kampf mitverfolgen? Der Scheiß Monitor ist doch unten! Plötzlich bemerkte Leon, dass die anderen Trainer auf eine Wand starrten. Ein Bildschirm ist in einer Wand? Was ist das für ein Schiff? Leon begab sich stutzig dorthin. Marco kämpft also gegen diesen Amper. Das ist doch der Ampharos-Trainer. Nun sein Name deutet ziemlich stark darauf hin.

Auf einmal war laute Musik von unten zuhören. Die zehn übrigen Trainer mussten sich die Ohren zuhalten. AHHHHH! Was soll das schon wieder?!! Danach war die Stimme eines Sprechers zuhören. „Meine Damen und Herren! Unser bekanntes Turnier findet wieder statt. Zwölf neue Trainer werden sich heute gegenüberstehen! Sie sehen alle vielversprechend aus! Lassen Sie es euch nicht entgehen, diese spannenden Kämpfe mitanzusehen! Der erste Kampf beginnt in kürze!“, verkündete der Moderator. Auf dem großen Monitor konnte man Marco und Amper erkennen. Schnell war eine große Menschenmasse auf dem Hauptplatz versammelt.
pokeballvspokeball

vs

„Los Lucario!“, rief Marco und holte sein Pokemon aus dem Pokeball. Amper wählte sein Ampharos. „Ampharos, setze Agilität ein!“, befahl sein Trainer. „Knochenhatz!“, ordnete Marco an. Während Ampharos an Geschwindigkeit zunahm, formte Lucario einen Knochen und raste auf seinen Gegner zu. Sein Trainer befahl es ihm mit Donnerblitz anzugreifen. Schnell feuerte es seinen Angriff auf Lucario ab. „Block es ab!“, befahl Marco. Lucario hielt seinen Knochen schützend vor sich und absorbierte die Elektro Attacke. „Was?“, fragte sich Amper. Schnell nutzten Marco und Lucario diesen Moment aus. Nun ging Lucario in die Offensive und prügelte mit Knochenhatz auf Ampharos ein. Kurz bevor der Knochen abbrach, holte das Kampf Pokemon hoch aus und schlug es ihm in den Bauch. Dieser Angriff schleuderte Ampharos gegen die Wand, doch stand wieder auf, taumelte aber. Marco wollte, dass Lucario mit Kraftwelle angreift. Amper ordnete an, Fokusstoß einzusetzen. Ampharos konzentrierte eine Menge Energie auf einen Punkt und formte eine riesige, orangene Kugel. Diesen schoss es mit voller Wucht auf Lucario. Das Aura Pokemon wollte es mit Kraftwelle umleiten, gelang es ihm jedoch nicht. Der Fokusstoß traf ihm und eine große Explosion wurde ausgelöst. „Beende es mit Donnerblitz!“, rief Amper zuversichtlich. Da Ampharos schnell war, führte es den Angriff blitzschnell aus und erwischte das Lucario, welches noch am Boden lag. Auch dieser Angriff war ein voller Erfolg.

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„Lucario, setz Patronenhieb ein!“, befahl Marco. Schnell stand das Kampf Pokemon auf. Mit unglaublicher Geschwindigkeit verschwand es aus dem Sichtfeld von Ampharos. Auf einmal tauchte es vor ihm auf und wurde verprügelt. Immer wieder schlug Lucario wütend auf Ampharos ein. Doch plötzlich konnte es sich nicht mehr bewegen. „Statik“, meinte Amper. Lucario war paralysiert. „Jetzt Fokusstoß!“, rief Amper. Sofort formte es wieder eine kraftvolle Kugel. Da sein Gegner unmittelbar vor ihm paralysiert stand, konnte Ampharos ihn mit Leichtigkeit treffen! Eine weitere Explosion wurde ausgelöst und Lucario schlug mehrmals auf den Boden auf.
Mit letzter Kraft stand das Kampf Pokemon auf. Marco war nervös und bekam es mit der Angst zu tun, als Ampharos noch einen Fokusstoß feuerte. Der blonde Trainer hielt den Atem an. Zum Glück verfehlte dieser Angriff. Dann ging Marco eine Idee auf. „Lucario, setz Knochenhatz ein, aber so, als würdest du jemanden abschießen wollen!“, rief Marco entschlossen. Lucario spürte die kraftvolle Aura seines Trainers. Amper blieb unbeeindruckt und forderte Ampharos auf, mit Donnerblitz anzugreifen. Lucario formte wieder einen Knochen, doch dieses Mal warf Lucario den Knochen auf Ampharos. Der Knochen absorbierte den Donnerblitz und traf Ampharos voll auf den Schädel. „Patronenhieb!“, befahl Marco selbstsicher. Durch die Priorität stand Lucario wieder vor Ampharos und schlug auf es ein. Ampharos konnte sich nicht wehren. Augenblicklich erstarrte Lucario. Aufgrund der Paralyse konnte es sich wieder einmal nicht bewegen.

„Ampharos, setz Fokusstoß ein!“, schrie Amper aus voller Lunge. Ampharos biss sich in die Zähne und formte mit seiner Konzentration eine weitere Kugel. Schnell holte es aus und rammte es Lucario in den Magen. Es explodierte und Lucario wurde von der Schockwelle weggefegt wie Staub. Es krachte gegen die Arenawand so heftig, dass die Wand ein bisschen einbrach. Währenddessen taumelte Ampharos noch und keuchte erschöpft. John Dom wollte schon Ampharos als Sieger erklären, als plötzlich Lucario anfing zu brüllen. Es streckte seine rechte Hand aus und formte eine blaue, kleinere Kugel. „A-aurasphäre?“, stammelte Marco. Die Kugel drehte sich immer schneller und schneller. Ungeahnt was als nächstes passieren würde, schoss Lucario seine Aurasphäre ab. Ampharos war zu niedergeschlagen, um diesen Angriff ausweichen zu können. Stattdessen bekam es die volle Ladung ab. Eine kleine Explosion und Ampharos fiel zu Boden. Es war endlich besiegt. Sowohl Marco auch John Dom und Amper waren überrascht. „L-lucario ist der Sieger dieses Kampfes und somit gewinnt Marco Kern!“, verkündigte John Dom. Die beiden Trainer holten ihre Pokemon zurück. Danach gaben sich die Kontrahenten die Hand.

Währenddessen tobte in der Stadt die Menge. Alle flippten aus und wollten weitere Kämpfe sehen. Derweil sahen die zehn Trainer den Kampf von oben aus. Leon war total erleichtert, dass sein bester Freund es in die nächste Runde geschafft hatte. John Dom, gefolgt von Marco und Amper, kam die Stufen herauf. Schnell stellten sich die Übrigen auf. „Wie ihr vermutlich schon gesehen habt, ist Marco Kern der Gewinner. Die nächste Runde findet jetzt gleich statt! Es treten ...
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Re: Auf in die Welt

#1287410 von Donnerkralle
23.04.2017, 16:54
Kapitel 10: Der härteste Gegner!
...Leon Drazzer und Indra Hunter an! Folgt mir!“, ordnete John Dom an. Wer ist Indra? Leon schaute in die Reihe. Der einzige Trainer, der John Dom folgte war niemand anderes als der mysteriöse Trainer selbst. Verstehe. Dieser Mistkerl ist es also. Jetzt kann ich es ihm endlich heimzahlen! Leon spannte seine Muskeln an. „Viel Glück“, flüsterte Marco. Dankend sah Leon ihn an und folgte den Schiedsrichter mit nach unten. Wahrscheinlich kämpft er mit seinem Galagladi. Er hat den Typenvorteil, aber mein Lohgock wird ihn trotzdem umhauen. Beim letzten Mal war Lohgock geschwächt und müde, dieses Mal aber werden wir ihn zerstören! Die beiden Trainer begaben sich in Position. Der 1vs1 Kampf hat begonnen!
pokeballvsfinsterball

vs

Indra starrte Leon mit hasserfüllten Augen an. Was hat der den für ein Problem? „Galagladi, zerfetze deinen Gegner“, murmelte der mysteriöse Trainer und warf einen Finsterball. Dunkle Aura war zusehen, allerdings nur für sehr kurze Zeit. Will er mich einschüchtern? Niemals Kumpel! „Schnapp sie dir, Lohgock!“, jaulte Leon. Das Feuer Pokemon erschien mit einem lauten Brüllen. Lohgock war motiviert, dies spornte Leon an. John Dom eröffnete den Kampf und Leon fing sofort an anzugreifen. Lohgock setzte Nitroladung ein und stürmte auf seinen Gegner. Galagladi blieb reglos stehen und wartete auf ihn. Lohgock stürzte sich auf ihn und beide begannen einen heftigen Nahkampf. Beide Seiten schlugen sich heftig, wobei Lohgock in Flammen umhüllt war. Durch Nitroladung wurde es schneller und konnte leichter ausweichen und austeilen. Schließlich drängte Lohgock ihn zurück.

Die Vorbereitung ist abgeschlossen. Lohgock ist dank Nitroladung und Temposchub jetzt der Schnellere! Selbstsicher befahl Leon seinen Pokemon mit Feuerfeger anzugreifen. Auf der Stelle raste das Feuer Pokemon aggressiv auf Galagladi zu. Dabei wurden seine Füße von heißen Flammen umhüllt. „Psychoklinge!“, wies Indra an. Lohgock sprang in die Höhe, sein Gegner tat das Gleiche. Dennoch sprang Lohgock viel höher und vollführte einen Vorwärtssalto kombiniert mit Feuerfeger und schlug mit voller Wucht auf den Schädel des Psycho Pokemon. Dieser krachte in den Boden, woraufhin ein Teil zerstört wurde. Lohgock landete leichtfüßig.

Langsam erhob sich Galagladi. Er wirkte völlig normal, als sei der Angriff für ihn nur ein Windstoß gewesen. Der entspannte Blick machte Lohgock wütend. Aus seinen Armen schossen Flammen hervor. Jetzt würde er ernst machen. „Schwerttanz!“, ordnete Indra an. Galagladi vollführte mit seinen schwertähnlichen Ellenbogen einen interessanten Tanz, mit den er seinen Angriff stark steigerte. Leon wollte den Augenblick nutzen und wies seinen Partner wieder mit Feuerfeger anzugreifen. Voller Wut rannte es mit rasanter Geschwindigkeit auf ihn zu. Sofort griff es mit seinen langen Beinen an. Es vollführte mehrere verschiedene Bewegungen aus, um Galagladi zu verwirren. Tatsächlich kam es aufgrund seiner Schnelligkeit nicht ganz mit und wurde öfters hart getroffen.

Lohgock verprügelte das Psycho Pokemon ordentlich. „Galagladi, los Psychoklinge, aber halte dich nicht mehr zurück!“, brüllte Indra plötzlich. Sofort blockte Galagladi die weiteren Feuerfeger von Lohgock und griff dann selbst mit Psychoklinge an. Seine Ellenbogen fingen violett an zu leuchten. Lohgock bekam einige heftige Treffer ab. Aus irgendeinem Grund konnte er nicht ausweichen. Galagladi holte aus und schlug ihn tief in den Magen. Lohgock japste, wurde allerdings weiterhin verprügelt. Das Psycho Pokemon hielt sich nicht mehr zurück. Es bearbeitete Lohgock mit Leichtigkeit. Nun formte es mit seinen violetten Ellenbogen ein X.


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Kreuzweise hielt Galagladi seine Arme und zerschnitt Lohgock. Dieser kreischte vor Schmerz auf. Was? Nein! Nicht! Ich muss ihm helfen! Aber wie? Leon war völlig ratlos. Er musste mitansehen, wie Galagladi seinen Partner immer wieder mit Psychoklinge angriff. „Lohgock! Du schaffst das! Befrei dich mit Feuerfeger!“, rief Leon selbstbewusster. Plötzlich wich das Feuer Pokemon allen Angriffen aus und begann mit seinen Füßen, die in Flammen standen, die Angriffe zu parieren. Die brennenden Füße von Lohgock hauten die von Psycho Kräften besessen Ellenbogen weg. Das Feuer Pokemon vollführte sowas wie ein Tanz und verpasste Galagladi einen seitlichen Tritt gegen seinen Schädel.

Auf der Stelle flog es gegen die Wand, die auch sofort zerbrach. Dieser Angriff sitzt. Aufgrund der Staubwolke konnte man Galagladi nicht erkennen. Währenddessen keuchte Lohgock angestrengt und versuchte sich wieder zu erholen. Plötzlich schauderte das Feuer Pokemon. Hinter ihm stand Galagladi und starrte es mit unheimlich hasserfüllten Augen an. „Psychoklinge“, flüsterte Indra und grinste schelmisch. Wann? Wie? Unmöglich! „L-Lohgock...“, stammelte Leon. Lohgock traute sich nicht mehr sich zu bewegen. Galagladi legte seine Arme kreuzweise um Lohgock. Auf einmal fingen sie an, wieder violett zu leuchten. Galagladi versuchte wie ein Schere Lohgock zu erwischen, was ihm auch gelang. Der Nacken des Feuer Pokemon wurde hart getroffen. Lohgock jaulte kurz auf und fiel zu Boden...


Nächstes Kapitel: Sonntag
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Re: Auf in die Welt

#1287728 von Donnerkralle
30.04.2017, 20:20
Kapitel 11: Chaos
Leon starrte mit leeren Augen auf sein verletztes Pokemon. Lohgock lag niedergeschlagen auf den Boden und rührte sich keinen Millimeter. John Dom vergewisserte sich, dass das Feuer Pokemon auch tatsächlich besiegt war, doch in jenem Moment geschah etwas, was sich niemand hätte denken können. Das Luftschiff schwankte wild umher und von oben war ein lauter Knall zuhören. Auf der Stelle holten Leon und Indra ihre Pokemon zurück und rannten hastig gemeinsam mit John Dom hinauf zu den anderen. Dies gestaltete sich aufgrund der Schwankungen schwieriger als erwartet, doch irgendwie schafften sie es noch. Sofort kam Marco angestürmt. Panisch klärte er die Situation auf.

„Wir werden angegriffen! Ein weiteres riesiges schwarzes Luftschiff ist von irgendwo aufgetaucht und hat uns gerammt! Das gesamte Schiff ist dadurch ins Wanken geraten!“, erklärte Marco hastig. „Wissen wir den Übeltäter?“, fragte John Dom seelenruhig. Wie kann der so entspannt wirken? Meine Fresse, wir könnten jeden Moment abstürzen! Egal, reiß dich zusammen Leon! Leon blickte zu dem schwarzen Luftschiff. Anders als der von Spagonia hatte der Schwarze keine Heißluftballons. Man konnte auch nicht auf das Deck schauen, da es oben nicht offen, sondern zu war. „Sieht nicht gut aus“, meinte Leon schließlich. In jenem Augenblick schossen aus den gegnerischem Schiff lange Enterhaken. „Sie wollen uns fangen?“, sprach Marco ängstlich. „Eine Räuberbande vielleicht“, meldete sich Indra. Langsam wurde das Schiff näher zu den Angreifern gezogen. „Wir sitzen fest. Eventuell werden sie uns alles wegnehmen und dann uns zum Absturz bringen. Das wird auf jeden Fall eine Katastrophe. Unten ist sicher schon Massenpanik ausgebrochen. Es wird uns auch niemand helfen können, da kein Luftschiff bereitsteht, oder Herr Dom?“, sagte Leon bitter. „Leider hast du Recht. Wir werden uns dennoch verteidigen. Hier gibt es genug starke Trainer! Macht euch bereit zu Kämpfen!“, rief John Dom.

Die Trainer auf dem Luftschiff beruhigten sich und begaben sich in Kampfposition. Nun stand das Heißluftballonschiff unmittelbar vor dem schwarzen Luftschiff. Die riesige Frontklappe öffnete sich langsam. Leon zwängte seine Augen zu Schlitzen, um etwas erkennen zu können. Schon bald konnte er Gestalten ausfindig machen. Es waren nur drei Personen. Auf einmal kam eine Art Treppe entgegen. Diese stieß gegen das Luftschiff und brachte es zum Schwanken. Es haute jeden auf dem Schiff um. Schnell standen Leon und die anderen auf. Anscheinend wollten sie, dass sie nach oben gehen. Da sie nun keine wirkliche Wahl hatten, begaben sie sich mit der Angst, runterzustürzen, nach oben. Nur Indra und John Dom wirkten immer noch gelassen.

Endlich angekommen wurden sie von einem fremden Mann begrüßt. Er hatte lavendel, rosiges Haar, die etwas kurz geschnitten und leicht aufgestellt waren. Dabei hatte er noch dunkelgrüne Augen. Die zwei anderen hatten jeweils das Gleiche an, nämlich weiße ganz-Körper- Anzüge. In der Mitte war ein gelbes Alpha zeichnen gedruckt. Eine Kopfbedeckung trugen sie nicht. „Grüß euch. Mein Name ist Omega. Ihr fragt euch sicherlich, warum ihr gerade entführt werdet, nicht?“, fragte der junge Mann mit den lavendel Haaren. „Sag es uns endlich du Schwein!“, rief Amper. Omega grinste schelmisch.
„Ich biete euch die ultimative Gelegenheit an, uns, Team Alpha, anzuschließen. Ihr alle habt das Potenzial, starke Trainer zu werden. Mit uns könnt ihr diesen Prozess um vielfaches beschleunigen. Eher ihr euch verseht, kämpft ihr gegen den Champ. Wie klingt das? Alles was ihr tun müsst, ist einfach unsere Befehle zu befolgen und ihr bekommt alles was ihr wollt“, erzählte Omega. Dieses Angebot klingt zwar mehr als nur gut, aber ich erkenne einen bösen Typen, wenn er direkt vor mir steht und das ist einer! „Du lügst! Du willst uns nur ausnutzen! Hört nicht auf ihn, er ist nur ein dreckiger Lügner, der unsere Kraft braucht!“, versuchte Leon die anderen zu erklären. Marco erkennte den Plan von Leon und stimmte mit ein.

Doch plötzlich fing Indra an zu lachen. „Mhm, alles was ich will? Klingt fantastisch. Ich bin dabei. Was soll ich tun, Meister Omega?“, meinte Indra und verbeugte sich mit einem Grinsen. Was macht dieser Trottel eigentlich? „So, wie lautet die Antwort der anderen?“, sagte Omega, der so langsam die Geduld verlor. Die anderen Trainer wurden nervös und gaben keinen Laut vor sich. Auf einmal wurde der Blick von Omega kälter als die dunkelste Nacht. Blitzartig stand er vor der Gruppe, packte Amper an den Riemen und schmiss ihn aus dem Luftschiff. Schreiend viel Amper hinunter bis seine Stimme verklang. Ungläubig starrten alle Omega an. „Wer kann sich noch nicht entscheiden?“, fragte er nach. Dieses Mal bekam er lauter zusagen. Nur John Dom hatte nichts gesagt. Stattdessen stand er einfach entspannt da und beobachtete das Geschehen. „Sieht wohl so aus, als nur ihr zwei dagegen gestimmt habt. John, hau diesen Müll von meinem Schiff!“, befahl Omega streng. Sofort packte John Dom Leon und Marco und hielt sie vor dem Abgrund in die Höhe. „So ein Pech aber auch. Ihr hättet einfach zustimmen sollen. Ihr habt euer Talent dahingeschmissen. Zur Belohnung für euren Mut aber, dürfen eure Pokemon mit euch sterben. Adieu!“, schrie John Dom und lachte verräterisch. Auf der Stelle ließ er die beiden Freunde fallen. „Warte Nein!“, schrien die beiden Trainer, doch es war schon zu spät...


Viel Spaß
Nächstes Kapitel: Sonntag
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Re: Auf in die Welt

#1287738 von Shiny Me
30.04.2017, 22:56
Sehr schön geschrieben, vor allem Kapitel 4, da es mich an das gute alte Heart Gold erinnert.
Nur ist es nicht so angenehm, die ganze Zeit auf den Bildschirm zu schauen, weil dadurch der Lesespaß etwas genommen wird.
Aber dafür kannst du nichts.

Ich bin zwar erst bei Kap.5, freue mich aber trotzdem schonmal auf nächste Woche! :D
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Re: Auf in die Welt

#1287755 von Donnerkralle
01.05.2017, 08:34
Vielen Dank! Es freut mich sehr, dass es dir gefällt. Das mit dem Bildschirm kann ich nachvollziehen, aber man gewöhnt sich dran.
P.S: Herzlich Willkommen im Forum! :)
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Re: Auf in die Welt

#1287966 von Donnerkralle
06.05.2017, 11:25
Kapitel 12: Eine neue Bedrohung
„Warte Nein!“, schrien die beiden Trainer, als John Dom, der sich als Verräter entpuppte, sie in die Tiefe fallen ließ. Leon fiel mit seinem Freund aus dem Schiff. Er konnte noch gerade erkennen wie John Dom verräterisch lachte. Dieser Moment bohrte sich in Leons Gedächtnis. Wir sind so tot. Trotzdem bereue ich nichts... Ich wünschte nur, ich hätte die Möglichkeit gehabt, meine Eltern zum aller ersten Mal gesehen haben zu können... Leider wird daraus nichts mehr... Die beiden Freunde stürzten kreischend mit hoher Geschwindigkeit an das Heißluftballonschiff vorbei. Als Leon und Marco die Hoffnung aufgegeben hatten, kam aus der Ferne geschossen ein Washakwil, welches sich auf die beiden stürzte und wie Beute abfing. Das Herz von Leon raste. Einerseits war er froh, aufgefangen worden zu sein, anderseits war er sich nicht sicher, was das Pokemon vorhatte. Washakwil hielt mit seinem Schnabel Leon am Bein, während Marco an den Füßen baumelte. Irgendwie schaffte es Leon, auf den Rücken des Flug Pokemon zu gelangen. Dennoch bestand die Gefahr, dass Washakwil sie dann abschütteln würde, was allerdings nicht geschah, vorerst jedoch.

Das rote Flug Pokemon flog sie sicher nach unten, wo ein junger Mann auf sie wartete. Langsam landete Washakwil und die Freunde stiegen von ihm herab. Erleichtert amteten Leon und Marco auf. Sie waren gerade noch so von dem Tod davongekommen. „Mein Herz! Ich dachte schon wir sind erledigt! Doch dann kam dieses Pokemon und ich dachte, dass es uns entführen wollte oder so...“, gab Marco keuchend zu. „S-stimmt“, stotterte Leon. Der junge Mann gesellte sich zu ihnen. „Zum Glück hat mein Washakwil euch aufgefangen. Der vorherige Trainer hatte da weniger Glück“, murmelte der Trainer. „Das war bestimmt Amper“, flüsterte Marco. „Danke dir, dass du uns gerettet hast. Wie lautet dein Name?“, sagte Leon. „Ich bin Theo, ein Vogelfänger“, erklärte der Trainer. Theo hatte sehr hellblaue Haare, die kurz geschnitten waren. Auch seine Augen waren hellblau. Dazu trug er rotes Gewand mit einer hellblauen Hose. Theo trug auch rote Handschuhe und Schuhe.

„Wie hast du uns überhaupt gefunden?“, wollte Marco unbedingt wissen. „Nun, erstens brach eine Massenpanik aus, nachdem euer Schiff gefangen genommen wurde. Alle konnten dieses Schauspiel miterleben. Nach einer Weile sah ich einen schwarzen Punkt im Himmel, der immer schneller herabstürzte. Ich schickte mein Pokemon, um zu wissen, was es war. Allerdings habe ich zu spät reagiert. Es stellte sich nämlich heraus, dass es ein Mensch war. Schreiend stürzte er und krachte auf den Boden. Sein Körper..... Dann musste mein Washakwil euch entdeckt haben, als ihr rausgeflogen seid. Zum Glück hat es euch noch erwischt“, erklärte Theo die Situation. „Danke Theo! Ohne euch wären wir jetzt nicht hier. Ich bin Leon“, sagte der schwarzhaarige Trainer. „Mein Name ist Marco. Vielen Dank nochmal!“, meinte der blonde Trainer freundlich. „Leon, Marco, wir haben immer noch ein Problem. Es besteht die Gefahr, dass noch mehr Menschen aus dem Luftschiff gekickt werden“, warnte Theo. „Nein, wir drei waren die einzigen, die sich gewehrt haben, die anderen bleiben beim Luftschiff. Doch ich mache mir eher sorgen, dass unser Luftschiff abstürzen könnte“, meinte Marco ernst. Auf der Stelle blickten alle nach oben zu den Luftschiffen.

Leons Augen weiteten sich vor Schreck. Die Enterhaken durchbohrten die Ballons, die sofort platzten. Man musste kein Genie sein, um zu erraten, was als nächstes passieren würde. Nachdem alle Ballons mit einem lauten Knall geplatzt waren, stürzte das große Luftschiff herab, auf die Stadt Spagonia! „Wir müssen weg hier!“, schrie Marco aufgeregt und rannte weg. Leon und Theo folgten ihm. Sie wussten, dass das Luftschiff auf dem Hauptplatz, wo sich normalerweise die meisten Leute aufhielten, eine Bruchlandung vollführen würde und alles um sich herum zerstören würde. Eine fatale Katastrophe! Während die Trainer um ihr Leben liefen, suchte Washakwil nach verletzten Personen. Mitten im Lauf übernahm Theo die Führung. Er kannte sich am besten in Spagonia aus und nahm gezielt die engen Gassen. Hier würden sie auch etwas Schutz von den Trümmern haben. Niemand konnte genau einschätzen, wie weit die Zerstörung reichen würde. Aber es war klar, dass es verheerend sein würde. Theo und die anderen sprangen über alte Reifen und Müllsäcke. Die Pokemon die hier lebten, spürten ebenfalls eine Bedrohung. So rannten ein paar Rattzfratz und Unratütox mit der Gruppe. Währenddessen herrschte in Spagonia die Hölle. Kinder schrien und weinten. Erwachsene suchten ihre Familienmitglieder. Viele Autos fuhren wild umher, aller rannten schreiend um ihr Leben. Ihr Ziel war es, sich von der Stadtmitte zu entfernen.

Plötzlich verschlang ein riesiger Schatten den Hauptplatz. Das Luftschiff war kurz davor einzuschlagen. Dennoch befanden sich zu viele Menschen dort. Für sie gab es keine Hoffnung. Die Polizei war machtlos. Ein paar Schurken nutzten diesen Aufruhr und überfielen die panischen Menschen, manche sogar entführten die schutzlos ausgelieferten Kinder. Theo brachte Leon und Marco zu einer Gasse, wo man sich gut als Dieb verstecken konnte. Hastig schob Theo ein paar alte Kartons von dem Boden weg, um den Kanaldeckel zu öffnen. „Kommt da rein!“, befahl er und kletterte runter. Ohne sich großartig Gedanken darüber zu machen kletterten die beiden Freunde eilig hinunter. Davor schob Leon den Kanaldeckel zu seiner ursprünglichen Position. „Hier sollten wir sicher sein“, keuchte Theo angestrengt. „Diese Kanalisation..., sind hier auch die anderen geflüchteten Menschen hergekommen?“, fragte Marco, der aus der Puste war. Theo schüttelte den Kopf. „Das heißt, dass sie davon nicht einmal wissen, nicht wahr? Sie werden umkommen! Mist!“, krächzte Leon keuchend. Plötzlich bebte die gesamte Ebene. „Es ist passiert. Das Luftschiff ist eingestürzt“, erklärte Theo angespannt. Das Beben war immer noch zu spüren. Marco setzte sich hin und seufzte. Auch Leon wirkte niedergeschlagen. Wie viele Menschen sind umgekommen, wie viele verletzt?! Team Alpha, ihr miesen Schweine! Dafür werdet ihr noch bezahlen! Leon schwor Rache...


Zum Glück habe ich doch noch Zeit gefunden, weitere Kapiteln zu schreiben :)
Die nächsten Kapiteln erscheinen (morgen) am Sonntag und am Samstag (nächste Woche)
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Re: Auf in die Welt

#1288057 von Donnerkralle
07.05.2017, 19:27
Kapitel 13: Die Hölle auf Erden
Wie in Zeitlupe stürzte das Heißluftballonschiff. Es krachte gegen unzählige Häuser, die auf der Stelle zerstört wurden. Orange Dachziegeln flogen überall herum, als sie von der Schockwelle erfasst wurden. Sofort lagen die Häuser in Schutt und Asche. Leider befanden sich noch Menschen in ihren Häusern, trotz dem lauten Durcheinander. Ihre Häuser stürzten auf sie und danach waren sie in Trümmern verschlungen. Diese Menschen waren gerade dabei zu flüchten, manche allerdings dachten, dass ihre Häuser sie schützen würde, andere wiederum glaubten nicht daran, dass ein Luftschiff auf sie abstürzten würde. Eher würden sie von einem Blitzschlag getroffen, dachten sie. Dies kam ihnen teuer zu stehen. Sie alle bezahlten mit ihren Leben.

Als das Luftschiff auf den Boden prallte, explodierte es plötzlich. Dieser laute Knall verursachte solch starke Schockwellen, dass zurückgebliebene Menschen weggeschleudert wurden. Manchen wurde sogar das Trommelfell zerfetzt. Das Heißluftballonschiff, oder das was noch übrig war, ging in Stichflammen auf. Um das Schiff herum entstand ein Flächenbrand, der alles verschlang, ob Mensch oder Sache. Schon bald fingen auch die restlichen Häuser an zu brennen. Starker, schwarzer Rauch stieg empor und verdeckte den blauen Himmel. Die gesamte Stadtmitte war buchstäblich zur Hölle geworden.
Die Feuerwehr war schon unterwegs. Mit dabei waren die stärksten Wasser Pokemon der Feuerwehr, aber auch Flug Pokemon setzten sie ein, um verletzte Personen sicher von dem Ort wegzubringen. Ebenfalls waren Feuer Pokemon von großer Bedeutung. Sie konnten problemlos in die brennenden Häuser hinein und nach weiteren Personen suchen. Kampf und muskulöse Normal Pokemon räumten den Weg frei. Ein großer Einsatz mit viel Aufwand. Die Feuerwehr von Spagonia forderte umgehend weitere Verstärkung an. Das Feuer war kein gewöhnliches, denn Öl trat aus dem Schiff aus. „Turtok, Hydropumpe!“, schrie ein Feuerwehrmann verzweifelt. Das Turtok gab sein bestes, doch es konnte dem Brand nichts anmachen. Die Lage war nun todernst. Immer mehr Feuerwehrfahrzeuge waren auf dem Weg nach Spagonia. Hubschrauber waren ebenfalls mit von der Partie, doch sie taten sich bei der schlechten Sicht schwer, da der Himmel von Rauch überdeckt war.

Tausende Feuerwehrmänner kämpften mit ihrem Leben gegen das zerstörerische, ungebändigte Feuer. Ebenso halfen mehr als viertausend Pokemon mit, die ihr Leben ohne großartig Gedanken darüber zu machen, aufs Spiel setzten. Die Luft bebte vor Anspannung. Viele Pokemon bekamen keine Luft mehr und erstickten. Sobald man das bemerkte, setzte man ihnen ebenfalls einen speziellen Atemschutz an. Man wollte nicht noch mehr Tote haben.
Währenddessen kauerten Leon, Marco und Theo in der Kanalisation und warteten, dass der Spuk endlich vorüber sei. Doch sie wussten, dank der starken Vibrationen, dass es mehr als nur schlimm aussah. Leon war wütend auf sich, weil er die Möglichkeit hätte, all dies zu verhindern. „Hätten wir doch Omega auf der Stelle besiegt, wäre dieser Alptraum nie Wirklichkeit geworden! Wir hätten uns dort oben zusammenschließen sollen und ihn so gemeinsam besiegt. Mithilfe von Indra wäre das ein Klacks gewesen. Aber stattdessen hat er uns den Rücken gekehrt, Omega hat Amper getötet und die anderen eingeschüchtert während John Dom uns verraten hat und uns beiden ebenfalls kalt machen wollte! Letzten Endes wurden wir rausgehaut und von Theos Washakwil gerettet. Dann hat uns Theo hierhergebracht, in Sicherheit, während die anderen sterben!“, brüllte Leon verzweifelt und haute mit seiner Faust gegen die Wand. „Komm mal wieder runter!“, warnte ihn Theo. „Leon,“, begann Marco „ich weiß, dass du Schuldgefühle hast, aber wir können rein gar nichts tun! Uns bleibt nichts Anderes über, als zu beten und hoffen!“, schrie Marco mit Tränen in die Augen.


Leon schaute seine Freunde niedergeschlagen an. Auch er konnte seine Tränen nicht zurückhalten und ließ seinen Gefühlen freien Lauf. „I-ich bin so s-schwach! W-warum nur? Warum! Wieso bin ich nicht in der Lage, anderen zu helfen!“, jammerte Leon und fiel auf die Knie. Theo schaute Weg, während Marco sein Gesicht in seinen Händen vergrub. Die Stimmung unten war auch düster und voller Trauer und Verzweiflung. Die Kanalisation war dunkel und es stank gewaltig. Tropfen für Tropfen platschte Wasser aus einem Rohr, welches dann laut hallte. Keiner sagte etwas. Jeder versank in Selbstmitleid. Leon fühlte sich schuldig und hilflos, Marco wollte Leon helfen und wünschte sich insgeheim, dass Amper am Leben war, während Theo hoffte, dass sein Pokemon noch am Leben war und den Menschen half.

Noch einmal bebte es. Marco schaute auf. „Es ist immer noch nicht vorbei?“, flüsterte er. Leon schaute in traumatisiert an. „Es ist schon vorbei, es war schon vorbei, als wir vom Schiff geflogen sind! Es ist vorbei! Wir werden alle draufgehen!“, jaulte Leon verzweifelt. „Leon, beruhig dich! Komm runter habe ich gesagt!“, schrie Theo ihn an. Jeder fühlte sich innerlich schlecht und wollte diesen Tag unbedingt aus dem Gedächtnis verbannen.
Draußen herrschte immer noch die Hölle. Die Zahl der Toten von der Feuerwehr stieg rasant auf. Zwar war die Verstärkung endlich angekommen, doch viel brachte dies trotzdem nicht. Nur mehr Tote. Hoch oben befand sich das Luftschiff von Team Alpha. Omega ordnete an, eine Bombe fallen zulassen. Ausdruckslos ließen die Mitglieder, die das Schiff steuerten, eine Bombe genau in den tiefsten Wundpunkt fallen. Als man schon annahm, dass es schlimmer gar nicht werden konnte, tauche die Bombe aus dem nichts auf und explodierte genau da, wo das Luftschiff vorher aufgeschlagen hatte.

Die Explosion verursachte noch mehr Schaden und riss viele Menschen und Pokemon mit sich. Spagonia war endgültig verloren. Omega schaute mit ernster Miene aus seinem Luftschiff per Kamera zu. „Gut, das dürfte nun ihre Aufmerksam erregt haben. Fliegen wir erstmals zum Hauptquartier“, befahl Omega. Kälte lag in seiner Stimme.
Leon und seine Freunde schauten auf. Ein noch stärkeres Beben verspürten sie. Leon hielt sich eine Hand vors Gesicht und fuhr dann mit ihr über seine Haare. „Das ist das Ende“, flüsterte er. „D-das war die Kraft einer Bombe“, murmelte Theo. Alle drei waren sich einig, dass Team Alpha einer der größten Bedrohung überhaupt sei. Leon wurde schwindelig und fiel langsam um...

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Re: Auf in die Welt

#1288279 von Donnerkralle
13.05.2017, 11:56
Kapitel 14: Schwere Taten, Schwere Folgen
Erschöpft machte Leon die Augen auf und schaute nach oben. Wo bin ich? Ach ja, da war diese Katastrophe in Spagonia und wir sind geflüchtet. Genau, wir befinden uns in der Kanalisation. Unbeholfen stand der Trainer auf und gähnte ausgiebig. Ruhig sah er sich um. Marco und Theo schliefen nicht weit entfernt von ihm. Leon streckte sich und überlegte wie spät es schon sei. In dem Moment wachten auch schon seine Freunde auf. „Du bist also wach, Leon“, begrüßte Marco mit einem Flüstern. Theo und er standen ebenfalls auf. „Es sind schon sechs Stunden vergangen, seit wir hier festsitzen. Es ist gut möglich, dass das ganze Chaos nun vorüber ist. Wir sollten auf alle Fälle nachsehen“, meinte Theo mit ernster Miene. „Du hast Recht, und möglicherweise gibt es auch noch Überlebende, die fürs erste übersehen wurden. Lasst uns gehen“, drängte Leon und machte sich schon auf den Weg nach oben.


Kräftig drückte der Trainer auf den Deckel, hob ihn ein bisschen und schob ihn langsam zur Seite. Schnell waren alle drei im Freien. Theo brachte den Kanaldeckel zu seiner ursprünglichen Position. Ein kalter Wind wehte durch die finstere Nacht. Das einzige Licht, welches hellte, war eine Straßenlampe. Leon zitterte am ganzen Körper. Er war müde und hungrig, seinen Freunden ging es genau so übel. Schlotternd marschierten sie zurück zum Hauptplatz. „Es ist ruhig“, hob Marco an. Leon und Theo nickten zustimmend. Theo führte sie zur Stadtmitte, doch auf dem Wege mussten sie feststellen, dass die Bombe verheerenden Schaden verursacht hatte, die bis hierher reichten. Sofort bekam Leon ein schlechtes Gewissen und beeilte sich.

Rundherum waren verbrannte Trümmer zu sehen. Eingestürzte Häuser, zerstörte Geschäfte und Stände. Der ganze Boden war rauchschwarz bedeckt. Manche Straßen waren komplett vernichtet worden. Der Asphalt war aufgebrochen und als sie eine tote Person in ein paar kleinen Trümmern liegen sahen, erschraken sie sich ungeheuerlich. „D-das i-ist eine L-leiche“, stotterte Marco. Leon wurde übel und musste sich gemeinsam mit Marco übergeben. „Gewöhnt euch lieber mal daran, wir werden noch auf viel mehr stoßen“, sagte Theo finster. Schließlich bewegten sie sich weiter, Richtung Stadtmitte.
Immer wieder mussten sie kurz pausieren, da Leon und Marco den Anblick der vielen Toten nicht einfach ignorieren konnten. Richtig schlimm wurde es, als auch kleine Kinder und Pokemon dalagen. „Sie alle haben ihr Leben riskiert“, flüsterte Leon, als er tote Feuerwehrmänner mit ihren Pokemon sah. Marco hatte erneut Tränen in den Augen und auch Leon konnte sich wieder einmal nicht zurückhalten. Danach machten sie sich wieder auf dem Weg. Die Gruppe brauchte fast eine ganze Stunde, um endlich am Ort angekommen zu sein.

Leon und Marco standen mit offenen Mund da und blickten über die Runde. Alles war vollkommen ausgelöscht. Unzählige Leichen lagen verbrannt auf dem Boden, Mensch und Pokemon. Fahrzeuge, meistens Feuerwehrautos, waren demoliert. Hier gab es kein Anzeichen von Leben, nur von dem Tod. Als wäre hier, das Tor zur Hölle entstanden, welches geöffnet wurde. Leon versuchte zu erkennen, wo das Luftschiff genau eingestürzt sei, konnte aber derartiges aufgrund der Zerstörung nicht erkennen. Plötzlich huschte ein Schatten über sie. Es war das Washakwil von Theo. Erleichtert holte sein Trainer es zurück in den Pokeball.
„Wo sind denn die anderen hin?“, brach Marco die unheimliche Stille. „Entweder sind sie geflüchtet, oder tot“, erklärte Theo trocken. „Aber die ganze Stadt kann unmöglich tot sein. Es müssen doch welche überlebt haben! Und wer hat denn das Feuer gelöscht? Sind die Feuerwehrmänner danach einfach abgehauen?!“, erwiderte Leon wütend. Theo schüttelte den Kopf. „Was machen wir jetzt?“, fragte Marco unsicher. Keiner von ihnen konnte Antworten. Plötzlich vernahm Leon ein Geräusch. Es klang wie ein Heulen.

Das Herz von Leon pochte so hart wie noch nie. Er meinte, seinen Herzschlag schon hören zu können. Der Klang war furchterregend und trotzdem wagten sie sich ihm zu folgen. Das Geheule führte die Freunde zu einem eingestürzten Haus. „Wir müssen wohl die Trümmer entfernen. Dort liegt garantiert jemand“, behauptete Leon und fing sofort damit an. Marco und Theo taten ihm nach. Schnell hatten sie alles entfernen können. Unter dem Haufen lag ein verletztes Pokemon, welches weinte und jeden Moment an seinen Verletzungen sterben könnte...


Heute ein etwas kürzeres Kapitel
Nächstes Kapitel: Samstag + Sonntag (heute)
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Re: Auf in die Welt

#1288325 von Donnerkralle
14.05.2017, 11:24
Kapitel 15: Schwere Zeiten
Leon konnte es kaum fassen, was vor ihm verletzt am Boden lag. Ein zurückgebliebenes Pokemon, welches unbedingt Hilfe benötigte, wenn es überleben wollte. Es konnte aufgrund der schweren Verletzungen nur seinen Mund bewegen. Das arme Wesen hatte Tränen in den Augen und war blutverschmiert. Scheiße! Was machen wir jetzt? „Leon, fang es mit einem Pokeball. Das ist die sicherste Methode, es zu transportieren. Das weißt du genau. Denk daran, auch dein Lohgock ist immer noch nicht kampfbereit. Ich habe euch zugesehen, als ihr beim Turnier gekämpft habt. Dazu kommen wir aber später. Wichtig ist es, dass sie schleunigst zu einem Poke-Center gebracht werden, ohne Wenn und Aber. Hier können wir momentan sowieso nichts ausrichten!“, erklärte Theo hastig. „Du hast Recht. Ich werde es fangen, in Ordnung?“, vergewisserte sich Leon. Seine Freunde nickten ernst.

Unsicher zückte Leon ein Pokeball aus seiner Tasche. Ich werde dich jetzt fangen. Halte durch! Leon legte langsam das Pokeball auf das Zorua, um es nicht noch mehr zu verletzen. Doch der Pokeball reagierte nicht. „Verdammt! Es gehört schon einem Trainer!“, fluchte Marco. Theo seufzte nur. „Vielleicht ist sein Trainer gestorben und der Pokeball liegt hier irgendwo“, meinte Leon verbissen. „Ja genau! Oder der Pokeball wurde durch den Einschlag zerstört“, bejahte der blonde Trainer sicher. „Nicht ganz. Sollte sein Pokeball zerstört werden, dann könnte Leon Zorua fangen, ist dem aber nicht“, besserte der Vogelfänger aus. „Oh, stimmt“, murmelte Marco beschämt. „Wir haben zwei Optionen: die erste wäre, dass der Trainer überlebt hat, den Pokeball bei sich hat und sein Zorua in dem Wirbel vergessen hat. Die andere wäre, dass der Trainer gestorben ist, der Pokeball aber noch heil ist und irgendwo herumliegt“, erklärte Theo angespannt. „Das heißt, sollte die zweite Theorie stimmen, dann müsste die Leiche hier irgendwo liegen, sofern sie nicht zur Kohle verarbeitet wurde“, gab Leon zurück. Während Leon und Theo miteinander diskutierten, hob Marco sanft das Pokemon auf und hielt es in den Armen. Zorua konnte sich nicht wehren, dass es zu geschwächt war. Die anderen blickten überrascht zu Marco.

„Wir haben keine Zeit, um uns Geschichten einfallen zu lassen“, betonte Marco aufrichtig. Theo blickte zum Trainer. „Mag sein, aber du gehst trotzdem in die falsche Richtung. Wir müssen zum Uhrturm. Wenn ich richtigliege, dann dürfte dort nichts passiert sein und alle Überlebenden würden dorthin geflüchtet sein. Dort ist nämlich ein Poke-Center in der Nähe“, antwortete der Vogelfänger kühl. Leon nickte und begab sich zu Marco, der schon Richtung Uhrturm sauste. Theo seufzte nur und folgte den beiden schließlich. Gemeinsam überquerten sich den Leichen-Weg und verzogen dabei keine Miene. Sie so waren fest auf Zorua fixiert, sodass sie einmal über einen Toten Feuerwehrmann gestolpert waren. Sofort schauderte Leon, als er dies bemerkte. Währenddessen heulte das Unlicht Pokemon leise. Wir müssen uns beeilen, ansonsten könnte Zorua sterben! Ich werde das nicht zulassen! Es dürfen nicht noch mehr sterben! Entschlossen rannte Leon schneller und übernahm die Führung.

Leon konnte den Uhrturm gut erkennen. Wie gerne hätte er sich nicht mehr daran erinnert, was alles Geschehen war. Der Uhrturm erinnert ihn an John Dom, den hinterhältigen Verräter. Immer noch schmerzte es Leon sehr, dass die unfreiwilligen Trainer von Team Alpha gefangen genommen wurden. Niemand könnte sich vorstellen, was sie mit ihnen alles anstellen würden. Schnell schob der Trainer seine Sorgen beiseite und konzentrierte sich darauf, ein Poke-Center ausfindig zu machen. Nach einem guten Stück Laufen, erreichten sie den riesigen Uhrturm und standen nun vor ihm. Erneut schauderte Leon, als er das kleine Holzpodest erblickte, worauf John Dom gestanden war. Auch Marco hielt kurz inne, um sich von seinem Schock zu erholen. „Seht mal dort!“, rief Theo und zeigte auf ein Poke-Center.

Leon stand mit offen Mund da. Der Pokemon-Center war überfüllt von verletzten Menschen und Pokemon. „Unmöglich... Bis wir drankommen, wird Zorua sterben...“, flüsterte Leon. Marco seufzte nur. Theo schaute nachdenklich rein und fasste einen Entschluss. „Versuchen wir es trotzdem. Wir dürfen keine Zeit mehr verlieren!“, drängte der Vogelfänger und rannte los. Der Not gehorchend folgten Leon und Marco ihn. Eilig erreichten sie den Eingang. Die Tür war offen, damit die Menschen nicht eingesperrt waren, in dem kleinen Poke-Center. „Lasst uns bitte durch! Zorua braucht unbedingt Hilfe!“, schrie Leon verzweifelt. Doch er verstummte auf der Stelle, als die verletzten Menschen ihn mit leeren Blicken anstarrten. Zweifel stiegen ihm auf. Leon atmete hastig und wurde immer wütender. Er riss Marco das Pokemon von der Hand und stürmte in das kleine Krankenhaus. Ich werde es nicht zulassen, dass Zorua in meinen Armen stirbt! Schreiend stieß er die Menschen an, die den Eingang blockierten. Marco und Theo zögerten, doch schließlich halfen sie ihren Freund.

Seite an Seite räumten sie den Weg frei. Die Reaktion der Verletzten war erwartet. Zornig hielten sie sie zurück, doch die drei Freunden waren entschlossener denn je. Schützend legte Leon seine Arme um Zorua, um die Fäuste abzufangen. Er wollte nicht, dass das Pokemon nicht noch mehr Schmerz ertragen musste. Ich werde es nicht zulassen! Ich werde es nicht zulassen! Habt ihr kapiert?! Mit voller Kraft gelang es ihm, alle wegzustoßen und endlich den Weg freizumachen. Doch die wütenden Passanten stürzten sogleich wieder auf Leon, doch plötzlich fing Zorua an zu schreien. Dunkler Nebel erfüllte das Poke-Center. Alle erstarrten wie Stein. In der Mitte konnte man eine Gestalt erkennen. Nachdem sich der dunkle Nebel etwas gelichtet hatte, konnte man das Wesen sehen. Dort stand ein wildes Entei! Es brüllte zornig und spie Feuer...


Da das gestrige Kapitel etwas kürzer war als erwartet, habe ich mich entschlossen, das Nächste heute schon zu veröffentlichen.
Viel Spaß
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Re: Auf in die Welt

#1288591 von Donnerkralle
21.05.2017, 13:27
Kapitel 16: Eiserner Wille
Alle starrten ungläubig das legändere Pokemon an. Die Augen waren weit vor Schreck geöffnet. Leon lag am Boden und hielt Zorua fest in den Armen. Marco und Theo verschlug es die Sprache. Der Vogelfänger zitterte am ganzen Leib. Das wilde Entei stand in der Mitte und knurrte bedrohlich. Es dauerte eine Weile bis jemand die schreckliche Stille brach. „D-das ist d-der F-feuerdämon! Der Feuerdämon!“, schrie ein Mann verängstigt. Sofort brach Panik aus und alle rannten aus dem Poke-Center. Das Entei brüllte lauthals und schoss seine wilden Flammen. Alle verängstigten Menschen drängten sich am Ausgang. Sie alle hatten nur ein Ziel: Weg vom Feuerdämon! Als Entei erneut brüllte, verloren sie ihre Beherrschung und schlugen sogar Fenster ein, um zu entkommen. Währenddessen blieben die drei Freunde mit Zorua, welches sich still verhielt, im Poke-Center.

Erst jetzt realisierte Leon, dass er aufgehört hatte zu atmen. Schnell nahm er tief Luft. Nachdem alle schon zum zweiten Mal um ihr Leben gelaufen waren, drehte sich der Feuerdämon zu Leon. Will er mich zu Asche verarbeiten? Verdammt! Entei schaute Leon tief in die Augen, der wiederum blieb standhaft und blickte ihm auch in die Augen. Es wurde plötzlich still. Worauf wartete es? Bringen wir es endlich hinter uns. Ich bin bereit zu sterben! Auf einmal bemerkte Leon, dass Entei sich langsam in Luft auflöste. „Was geht denn hier vor sich?“ flüsterte er langsam. Der Feuerdämon verschwand gemeinsam mit den Flammen augenblicklich. Leon blinzelte und traute kaum seinen Augen. „Hey, hab ihr das auch gerade gesehen?“, wisperte der schwarzhaarige Trainer. Marco und Theo bekamen kein Wort aus ihrem Mund. Leon untersuchte Zorua und musste erleichtert feststellen, dass es nur schlief. Endlich meldete sich Theo zu Wort.


„Unglaublich! Es ist einfach aufgetaucht und gleich wieder verschwunden. Dabei haben seine Flammen nicht den geringsten Schaden verursacht. Das Poke-Center ist noch ganz heil!“, sprudelte es aus Theo heraus. „J-ja, das stimmt“, stotterte Marco. Leon hielt sich mit seiner rechten Hand seinen Kopf und seufzte. Langsam stand Leon auf, hielt dabei Zorua fester als zuvor. „Suchen wir Schwester Joy“, meinte er schließlich. Aus dem hinteren Teil des Raumes war eine Stimme zuhören. „Das wird nicht nötig sein, ich bin hier“, meldete sich Schwester Joy. Alle drehten sich zu ihr. „Arceus sei Dank! Bitte helfen Sie uns! Unsere Pokemon brauchen dringend eine Behandlung!“, flehte Leon sie an. Die Krankenschwester nickte freundlich und bat um die Pokemon. Mit gutem Gewissen gaben sie ihre Pokemon an Schwester Joy ab. „Ich werde mich bemühen, sie so schnell wie nur möglich zu behandeln“, versprach die Krankenschwester. Die Freunde gaben sich mit dieser Antwort zufrieden und setzen sich wartend auf eine Bank.

Nach ungefähr sechzehn Minuten war Schwester Joy mit der Heilung fertig und brachte die Pokebälle und ein putzmunteres Zorua. Erleichtert und glücklich nahmen sie sie an. „Sie haben so viele Leben gerade gerettet! Das werde ich ihnen nie vergessen!“, bedankte sich Leon. Letzten Endes verließen die Freunde das Poke-Center und schmiedeten einen Plan. „Was machen wir jetzt?“, fragte Theo nachdenklich. Dabei wusste er ganz genau die Antwort von den beiden Trainern. Leon schaute mit entschlossenem Blick. „Wir werden uns Team Alpha vorknöpfen! Ich werde alle rächen!“, knurrte Leon hasserfüllt. Auch Marco blickte finster. „Wir dürfen nicht zulassen, dass noch mehr verletzt werden!“, meinte der blonde Trainer. „Gut, dann ist es beschlossen! Wir drei werden Team Alpha zerstören! Wir sollten unterwegs noch weitere starke Trainer anheuern! Je mehr, desto besser unsere Chancen!“, erklärte Theo selbstsicher. Zustimmend nickten sie den Vogelfänger an.

„Wir sollten nach Mazuri“, schlug Theo vor. „Mazuri?“, wiederholten Leon und Marco. Theo nickte. „Ich kenne dort jemanden, der uns bestimmt weiterhelfen kann“, meinte der Vogelfänger ruhig. Leon und Marco schauten sich an. „W-was genau können wir dort erwarten? Immerhin ist es ein weiter Marsch“, stammelte Marco. Theo starrte die beiden Freunde mit seinen hellblauen Augen an. „Ich möchte euch nicht beleidigen, aber ihr seid als Trainer noch ziemlich schwach. Wie ich mal erwähnte, habe ich euch beim Turnier zugesehen. Man konnte leicht erkennen, dass ihr unerfahren seid und keine wirkliche Strategie benützt. Darum müsst ihr mit nach Mazuri kommen und euch helfen lassen. Nur so werden wir stark genug sein, um es mit Team Alpha aufzunehmen!“, sagte Theo überzeugend. „Na gut. Machen wir uns auf den Weg“, meinte Leon erschöpft. Der Vogelfänger schüttelte den Kopf. „Erstmals müssen wir das Zorua in unserem Team aufnehmen. Den Pokeball werden wir garantiert nicht finden. Das würde einfach zu lange dauern“, erklärte Theo leicht angespannt.
„Ja gut, das wissen wir bereits“, hob Leon an. „Sag mal Theo, du verheimlichst uns doch etwas?“, wollte Marco unbedingt wissen. „Es gibt eine Möglichkeit, Zorua trotzdem noch zu fangen“, fing Theo vorsichtig an. Leon und Marco schauten in wissbegierig an und warteten, dass er weitererzählen würde. Zorua, welches die ganze Zeit über still verhalten hatte, schmiegte sich an das Bein von Leon. Dieser blickte überrascht. „Hört zu, dass was ihr jetzt erfahren werdet, bleibt unter uns“, flüsterte der Vogelfänger. Neugierig hielten sich alle zurück und blickten Theo nickend an. Langsam griff Theo in seiner Tasche und holte behutsam einen rauchschwarzen Pokeball heraus. Auf der oberen Kapsel war ein gelbes Alpha Zeichen gedruckt. Sofort erstarrten alle. „D-das ist doch...“, fing Marco an. „Was soll das Theo?!“, fuhr Leon ihn an. Theo hielt seinen linken Arm vor Leon. „Nun beruhigt euch mal!“, zischte der Vogelfänger „Lasst mich erstmals ausreden. Dieser Ball wird Alphaball genannt und ist tatsächlich von dem berühmten Team Alpha. Ich habe ihn vor langer Zeit ihn gestohlen. Dieser Ball hat die Fähigkeit, bereits gefangene Pokemon nochmals zu fangen. Allerdings ist er bei wilden Pokemon nutzlos“, teilte Theo sein Wissen.

Seine Freunde machten große, besorgte Augen. Könnten sie Theo tatsächlich trauen, oder war er ebenfalls ein mieser Verräter? Leon war sich unsicher und stellte dem Vogelfänger unangenehme Fragen. „Woher sollen wir wissen, ob du nicht zu Team Alpha zählst? Vielleicht war all dies nur ein abgekartetes Spiel! Omega schnappt uns, die die Protestieren werden aus dem Schiff rausgehauen mit dem Glauben zu sterben, dann kommt ganz plötzlich jemand und rettet uns, freundet sich an und am Ende wird er versuchen uns zu überreden oder auszuschalten!“, fuhr Leon ihn an. Auch Marco meldete sich zu Wort: „Warum sollten wir diesen Pokeball verwenden? Das ist doch reiner Abschaum! Mit diesen Bällen nimmt man den Trainern ihre Pokemon einfach so weg! Zerstöre ihn auf der Stelle! Dann hast du uns bewiesen, dass du einer von uns bist!“ Theo blieb entspannt und ließ sich bei seiner Antwort viel Zeit. „Ich kann euren Misstrauen gut nachvollziehen. Aber ihr seid im Unrecht. Ich möchte euch nicht nur helfen, sondern mich persönlich an Omega rächen. Er hat damals mein erstes Pokemon mit diesem Alphaball geschnappt. Das war ungefähr vor zwei Jahren. In der Zwischenzeit konnte ich mich mit Washakwil anfreunden und aus reinem Glück diesen Alphaball von einem Teammitglied klauen. Mein eigentliches Ziel war, bevor ich euch traf, dass ich meinen alten Partner mit dem Alphaball fange“, erklärte er ruhig. Danach hielt Theo den schwarzen Pokeball vor Leon. Dieser konnte nichts sagen. „D-du willst mir den Ball überlassen, der eigentlich für die Rettung deines Partners ist? Ich kann das nicht annehmen!“, wies der schwarzhaarige Trainer.

Trotzdem drückte der Vogelfänger ihn dem Alphaball in die Hand. „Leon, tu es für Theo“, flüsterte Marco. Leon schloss für einen Moment die Augen. Ich werde es tun! Für Theo, Marco, Zorua und für allen anderen, die unter Team Alphas Taten stark gelitten haben! Entschlossen blickte er auf und schaute auf das Unlicht Pokemon. Ohne zu zögern warf er den schwarzen Pokeball. Tatsächlich ging der Ball auf und Zorua verschwand darin. Es dauerte nur eine kurze Zeit und schon war es gefangen. Augenblicklich verwandelte sich der Alphaball in einen gewöhnlichen Pokeball. Die Farbe hatte sich schlagartig geändert. „Was ist jetzt passiert?“, wollte Marco wissen. „Das ist die übliche Reaktion des Alphaballs. Wenn ein Pokemon erfolgreich gefangen wurde, ändert er automatisch seine Form zu einem Pokeball, um Beweismitteln zu verstecken. So soll niemand auf die Idee kommen, dass das Pokemon gestohlen ist“, erklärte Theo langsam. Leon bückte sich, um den Pokeball aufzuheben. Hallo Zorua. Ich hoffe du fühlst dich wohl darin. „Übrigens, mir ist endlich eingefallen, warum Entei erschienen ist“, hob Theo an. Leon und Marco schauten ihn wissbegierig an. „Zorua hat ihn erschaffen!“, meinte der Vogelfänger. „Erschaffen?!“, wiederholten die Freunde gleichzeitig. Der hellblauhaarige Trainer nickte. „Dieses Entei war nur eine Illusion. Es war nicht echt. Außerdem erschien es dann, als Zorua laut einen Geschrei ausstieß. Das kann doch kein Zufall gewesen sein“, erwiderte Theo selbstsicher. „Deswegen hat das Entei keinen Schaden verursachen können. Verstehe, also hat Zorua ihn nur erschaffen, um uns zu helfen“, meinte Leon erfreut. „Nun denn, es wird Zeit, dass wir aufbrechen“, sagte Theo und machte sich auf den Weg...

Viel Spaß
Kapitel 17: Sonntag (4.6.17)
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Re: Auf in die Welt

#1288926 von Donnerkralle
31.05.2017, 18:14
Kapitel 17: In die Wildnis
Leon und seine Freunde passierten das Ost-Tor von Spagonia. Sie waren auf den Weg nach Mazuri, welches sich südöstlich von Spagonia und östlich von Apotos befand. Als sie endlich die Route betraten, bemerkten sie gleich die wilde und ungezähmte Route. Hier war noch alles im ursprünglichem Zustand. Kein Mensch hat an dieser Route je etwas geändert. Deswegen wird sie des Öfteren Die Wilde Route genannt. Der orange, sandige Boden war besonders in dieser Jahreszeit extrem heiß. Aufgrund dieser Umstände, können nicht alle die Route passieren. Es wird empfohlen, genügend Wasser auf Parat zu haben. Theo hatte sich darum gekümmert. Nun besaß jeder vier große, gekühlte Wasserflaschen. Sie alle verstauten sie in ihren Rucksäcken. Würde man vom Weg abkommen, so müsste man durch den gatschigen Matsch waten, die mit hellgrünen Pflanzen bestückt waren.

„Ziemlich heiß hier“, hob Marco an. „Ich habe euch gewarnt“, erinnerte Theo sie daran. „Immerhin ist es der kürzeste Weg, also sollten wir dankbar sein und uns beeilen, bevor wir noch einen Hitzeschlag erleiden müssen!“, brummte Leon genervt von der warmen Luft. „Bevor wir weitermarschieren, solltet ihr noch wissen, warum Die Wilde Route so genannt wird“, sagte der Vogelfänger. Leon blickte mit seinen ungewöhnlich blauen Augen Theo an. „Ist es wegen den Pokemon?“, fragte er vorsichtig. Er nickte. „Gestein Pokemon, aber auch Boden Pokemon werden hier leben. Sie können sehr aggressiv sein, da sie normalerweise Menschen nicht gewohnt sind. Also passt auf und vermeidet jeglichen Kontakt mit wilden Pokemon“, warnte Theo streng. Marco kratzte sich am Kopf und schaute schief drein. „Ja ja, gehen wir endlich. Ich halte die Hitze nicht mehr aus!“, rief der blonde Trainer. Theo schüttelte den Kopf und marschierte weiter.

Es war schon mehr als eine halbe Stunde vergangen und die Sonne stand nun am höchsten Punkt. Ihre Wärmestrahlen knallten in den Gesichtern der Freunde und schon bald mussten sie sich wieder ausruhen. Einen schattigen Platz gab es nicht. Gerade trank Leon schon seine dritte Wasserflasche. „Ich schwöre es euch, ich habe definitiv die Arschkarte mit meiner schwarzen Bekleidung gezogen!“, brummte Leon verschwitzt. Seine Freunde lachten. Marco war rot im Gesicht, während Theo wie ein Terribark hechelte. Dieser Anblick brachte Leon schließlich zu lachen. Nach der Pause ging die Reise weiter. Der Weg war zwar uneben, aber verlief, wenn man es so sagen dürfte, gerade. Leon blieb kurz stehen, um noch ein Schluck von dem bereits erwärmten Wasser zu schlürfen. „Widerlich! Boah, warmes Wasser kann doch niemand trinken“, fluchte er. Seine Freunde sagten nichts, sie wollten ihre Kräfte für den Marsch sparen. „Wie weit denn noch?“, wollte Marco nach einer Weile wissen. „Noch ungefähr drei Kilometer“, antwortete Theo knapp. Leon seufzte. Er war erschöpft, die Hitze machten ihn deutlich zu schaffen. Er wünschte sich nichts sehnlicher, als eine kalte Dusche.

Nach guten fünf Stunden erblickten sie schon die ersten Bäume. Theo erklärte ihnen, dass die Bäume ein Zeichen dafür sind, dass sie unmittelbar in der Nähe vom Dorf Mazuri befinden. „Arceus sei Dank!“, riefen Leon und Marco. Langsam schlenderten die Freunde zum Ende der Route. Je näher sie ihr Ziel erreichten, umso größer wurden die Bäume. „Unglaublich!“, staunte Leon. Er war von der riesigen Gestalt der Bäume beeindruckt. In seinem Heimatdorf Evali gab es keinen einzigen Baum, der nicht einmal halb so groß war, wie diese hier. Die Sonne ging langsam hinunter und auch die Hitze nahm etwas ab. Leon erblickte vorne etwas, das nach einem Eingang aussah. Als sie schließlich davorstanden, erkannte der schwarzhaarige Trainer endlich, was es war. Der Eingang hatte keine Türen, sondern er war komplett frei. Man konnte ohne Probleme hindurchsehen. Das einzige Merkmal war, der dünne, hölzerne Bogen. Links und rechts standen je zwei brennende Fackeln. Unsicher betraten Leon und Marco das Dorf, während Theo einfach hineinspazierte. Das erste, was Leon auffiel, waren die große Indianerzelte. Obwohl Mazuri ein kleines Dorf war, gehört es zu den bekanntesten Orten von Unorga. Leon sah sich genauer um. Er beobachtete die Bewohner von Mazuri. Sie alle schienen fast das gleiche zu tragen. Die Bewohner trugen dünne, rote, aus Seide gefertigte Kleider, die bis zu den Knien reichte. Nur wenige Frauen trugen Schuhe, die Männer und vor allem die Kinder liefen barfuß. Sie alle trugen bestimmten Schmuck, besonders die Frauen. Die Bewohner hatten alle eine dunkle Hautfarbe. Theo ging gerade aus zu einem kleinen Geschäft, welches mitten in einem Baum hauste. Schnell eilten Leon und Marco hinterher. Sie kletterten die aus den Baumrinden gemachten Stufen hinauf. Ein junger Mann saß hinter einem kleinen, schmutzigen blauen Tisch. Darauf waren verschiedene Gegenstände. Meistens waren es Souvenirs von Mazuri, aber auch Spielzeug für die Kinder.


Theo wechselte ein paar Worte mit dem Verkäufer und rannte hinaus, dicht gefolgt von Leon und Marco. „Ok Theo, warum sind wir jetzt hier?“, fragte Leon auf der Stelle. Theo hielt seinen rechten Arm vor ihn. „Langsam, als erstes müssen wir zum Dorfältesten“, hob er an. „Und der befindet sich gleich hier, oder?“, fragte Marco scherzhaft. Der Vogelfänger schüttelte den Kopf. Marco seufzte. „Natürlich ist er nicht hier. Aber weit kann er nicht sein, oder?“, flehte der blonde Trainer. „Nun, kommt darauf an, was ihr unter „nicht weit weg“ versteht“, antwortete Theo und deutete nach Westen. Die beiden Freunde folgten seinen Finger. Aus der Ferne war ein riesiger Baum zu sehen. Er sah einem Mammutbaum ähnlich. „Dort ist der Weltenbaum. Der höchste Baum auf der Welt. Er ist ganze 2048 Kilometer hoch“, hauchte Theo. Leon grinste schadenfröhlich. „Und der Älteste befindet sich auf der Spitze, nicht wahr?“, sagte er. Theo lächelte. „Ganz genau. Wir dürfen den Weltenbaum besteigen!“, prahlte der Vogelfänger. Leon hielt sich die Hände vors Gesicht. Marco holte tief Luft. „Können wir morgen darauf? Wir sind ziemlich fertig von der langen, anstrengenden Reise“, bat der blondhaarige Trainer. Theo nickte und führte sie zu einem Zelt. Theo grüßte und ging hinein. Ein älterer Herr saß und rauchte eine Friedenspfeife. „Oh Theo, lange nicht gesehen“, grüßte der Mann gleichzeitig überrascht und herzlichst. „Ja stimmt. Lang ist es her. Hör mal Jing, können wir heute bei dir übernachten? Meine Freunde sind ziemlich müde und brauchend dringend Schlaf. Wir wollen immerhin morgen den Weltenbaum erklimmen!“, sprach Theo zu Jing. Dieser nickte einverstanden und wenige Augenblicke später lag Leon auf einer schmalen Matratze. Draußen war es schon Nacht. Der Mond schien hell über Mazuri. Die Augenlider wurden immer schwerer und Leon schloss müde seine Augen.


Kapitel 18: ???
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Re: Auf in die Welt

#1289291 von Donnerkralle
06.06.2017, 16:43
Kapitel 18: Der Weltenbaum
Leon blickte hoch hinauf zum riesigen Baum. Seine blauen Augen glänzten im Sonnenlicht. Neben ihm standen Marco und Theo, die ebenfalls ihr Staunen nicht verbergen konnten. Der Wind blies Leon ins Gesicht. Die angenehme Brise kam gerade recht. Immerhin stand die Sonne am höchsten Punkt und wärmte die Gegend mit seinen Sonnenstrahlen. Heute werden wir den Weltenbaum besteigen! Das wird eine tollte Herausforderung! Die Freunde hatten noch vor kurzem alles für den Aufstieg vorbereitet. Ihre Rücksäcke waren vollbepackt mit kühlen Getränkeflaschen und ein paar Bananen. Jing, ein guter Freund von Theo, gab ihnen wichtige Ratschläge, um den Weltenbaum gut zu überstehen. Sie sollten niemals in der Nacht klettern und wenn es einmal zu heiß war, dann musste man eine Rast einlegen, ansonsten bestand große Gefahr und man müsste mit seinem Leben bezahlen.

Die Gruppe stand vor dem Eingang, dahinter befand sich ein Aufzug. Der Aufzug würde sie erstmals 500 Meter nach oben befördern. Von dort aus würde dann das Abenteuer starten. Man wird eine von Menschen gemachten Weg, der an dem Baumstamm befestigt war, entlanggehen, ungefähr 1600 Meter. Dort befindet sich für die normalen Wanderer die Endstation. Allerdings kann man weiter, indem man hinaufklettert. Dafür bekommt man eine spezielle Ausrüstung, um Unglücke so weit wie möglich zu vermeiden. Danach klettert man den Rest nach oben. Angeblich sollen dort Schätze der Natur vorzufinden sein.

„Lass uns gehen! Bringen wir das hinter uns!“, meinte Leon und ging zur Meldestation. „Guten Tag! Möchten sie auf dem Weltenbaum?“, begrüßte ein junger Herr am Schalteingang. „Ja, wir drei würden gerne darauf“, erklärte Leon kurz. Er erblickte das Namensschild von dem Mann und las ihn im Gedanke vor. Lenny Eich, so ein komischer Zufall. Mal ehrlich, wie wahrscheinlich ist es, dass er Eich heißt? Leon grinste. Lenny gab den Freunden eine Einverständniserklärung. „Bitte unterzeichnet die Einverständniserklärung“, bat er.

Marco analysierte den Zettel. „Verstehe. Wir könnten vom Baum runterfallen und sterben. Niemand wird schuld daran sein, denn Mazuri hat uns deutlich gewarnt. Deswegen unterschreiben wir, damit wir im Klaren sind, dass es unser Leben kosten könnte. Ich würde sagen, dass wir keine andere Wahl haben“, erklärte der blonde Trainer schroff. Leon atmete tief ein und unterzeichnete dann gemeinsam mit seinen Freunden. Lenny gab jeden von ihnen einen Ring mit einem roten Knopf. „Solltet ihr in Schwierigkeiten stecken, dann drückt einfach auf den Knopf und Hilfe ist schon unterwegs, sofern ihr euch auf dem Baum halten könnt“, sagte er und wünschte ihnen viel Glück. Die Gruppe bedankte sich.

„Jetzt geht’s los!“, jubelte Leon und stürmte voran, seine Freunde hinter ihm. Leon legte ein scharfes Tempo, doch Theo konnte mühelos mithalten. Marco hingegen war kurz daraufhin erschöpft. „Wartet, ich brauch kurz eine Pause!“, rief er hinterher. Auf der Stelle blieben die beiden stehen. Marco trank seine erste Wasserflasche komplett aus. „Schon besser!“, hauchte er. Theo schüttelte den Kopf. Schließlich machten sie sich wieder auf dem Weg. „Kein einziger Mensch bis jetzt“, hob Marco an. „Hast Recht, eigentlich sollten hier Touristen sein, denn immerhin ist das der größte Baum der Welt! Ich hätte mit vielen Leuten gerechnet“, meinte Leon. Theo schnaubte. „Die meisten von ihnen schaffen es nicht einmal in den Aufzug zu steigen! Dabei ist die Angst meistens nur eine Illusion!“, zischte der Vogelfänger. „Illusion? Ich glaube nicht, dass das das richtige Wort ist. Und möglicherweise sind die meisten einfach nur faul oder haben keine Zeit“, besänftigte Marco. Theo blickte zu Marco und warf ihm einen bedrohlichen Blick zu. „In meinen Augen ist die Angst nichts weiter als eine Illusion, die zu viel Aufmerksamkeit geschenkt wird! Ohne die Angst wären alle viel besser dran!“, knurrte er. Seitdem wurde kein einziges Wort mehr gewechselt.

Nach einer langen Pause ging auch schon die Sonne unter und es wurde immer dunkler. „Halt! Wir dürfen nicht weiter! Es ist zu dunkel!“, warnte Theo. Leon und Marco schauten ihn fragend an. „Was werden wir jetzt unternehmen?“, wollte Leon wissen und gähnte ausgiebig. „Normalerweise würden wir mit Taschenlampen weitergehen, um eine Schlafhöhle im Baumstamm zu finden“, sagte der Vogelfänger nuschelnd. „Normalerweise?“, wiederholten Leon und Marco gleichzeitig. Theo hatte damit gerechnet und holte seine Pokemon heraus: Washakwil, Staraptor und Kramshef.

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„Mit meinen Freunden werden wir bis zur Spitze fliegen! Washakwil kennt ihr ja bereits. Staraptor ist ziemlich mutig und stark und Kramshef ist ein Ass, wenn es darum geht in der Nacht zu fliegen!“, jubelte Theo. Die beiden Freunde staunten nicht schlecht. „Wow, ziemlich beeindruckend Theo! Mit deinen Pokemon sind wir in Nu oben!“, freute sich Leon. Unsicher ging Marco auf Staraptor zu. Dieser ließ ihn auf seinen Rücken steigen und Leon kletterte auf den Rücken von Washakwil. Theo selbst ritt auf Kramshef. Schon gleich flogen sie nach oben, Kramshef an der Spitze. Der Wind blies Leon ins Gesicht und seine dunklen Haare flogen wild umher. Unglaubliche Geschwindigkeit! Theo muss mit ihnen sehr lange und hart trainiert haben! Der Mond leuchtete Hell, selbst in der finstersten Nacht. Je höher sie stiegen, umso kräftiger wurde der Wind und die Temperatur nahm auch gewaltig zu. Leon zitterte am ganzen Körper und versuchte sich festzuhalten. Als er drohte nach unten zu fallen, landete Washakwil sanft. Auch die anderen waren sicher gelandet. „Die Baumkrone ist ja riesengroß!“, staunte Marco freudig. Unsicher berührte Leon den Boden, erwartete halb, dass er nachgab und er nach unten stürzen würde. Doch dies geschah nicht. Der Wind peitschte ihm ins Gesicht. Leon schaute gerade nach vorne. Der glitzernde Mond stand genau davor, nicht weit weg von hier aus. Leon kniff die Augen zusammen. Vorne stand ein kleines Wesen, besser gesagt die Silhouette einer Gestalt. Langsam schlich er sich wortlos zu der Gestalt.

Für Leon fühlte es sich wie eine Ewigkeit an, die Silhouette zu erreichen. Seine Freunde waren hinter ihm. Nun standen sie gemeinsam vor der schattigen Gestalt. Aus dieser Entfernung konnte Leon erkennen, dass es ein alter Mann war. Der Mann erhob sich langsam. In der rechten Hand hielt er einen alten Stab. Mühevoll drehte er sich zu den Freunden. Er sah aus wie die Bewohner von Mazuri. „Dorfältester!“, rief Theo erfreut. „Klappe du Depp! Du hast den Moment ruiniert!“, fluchte er, lachte allerdings gleich danach. „Hä? Du bist der Älteste?“, wollte Leon wissen. All sein Respekt an ihn war verschwunden. „Genau der bin ich!“, nuschelte der Mann und haute mit seinem Stab auf den Boden. Erst jetzt erkannte Leon, dass es nur ein einfacher Stock war. Der alte Mann trug das gleiche Gewand wie die Männer von Mazuri. Er hatte eine Glatze und einen langen, weißen Bart. Dabei trug er große Ohrringe. Leon blickte ihn skeptisch an. War er der weise Mann, der Leon helfen konnte? Plötzlich spürte er eine bedrohliche Präsenz. Auch der Älteste blickte auf. Unwohl drehte sich Leon um. Dahinter stand noch eine Gestalt, und sie kam immer näher...
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Re: Auf in die Welt

#1289633 von Donnerkralle
10.06.2017, 22:09
Kapitel 19: Hunter
Angespannt fixierte Leon die bedrohliche Silhouette. Rote Augen blitzten und Leon erschrak. Was zum Teufel? Was ist das? Selbst der Älteste scheint beunruhigt zu sein. Ich muss es aufhalten! Leon knirschte mit den Zähnen. Die Gestalt bewegte sich immer noch auf sie zu. Jetzt stellte sich Theo schützend vor Leon und dem Ältesten. „Theo? Was machst du da?!“, jaulte Leon überrascht. „Bleib zurück! Kein Schritt weiter!“, schrie Theo die Gestalt an. Doch dieser ignorierte ihn und marschierte weiter. Je näher es kam, umso deutlicher konnte man es erkennen. Er hatte die Gestalt eines Menschen. „Verdammt! Indra!“, jaulte Leon und stellte sich nun vor Theo. Indra grinste schelmisch. „Du? Mit dir habe ich nicht gerechnet. Dass du noch lebst ist beeindruckend. Ich hätte gedacht, dass der gute alte John Dom euch auf dem Gewissen hat, aber dem ist es nicht so!“, zischte der bedrohliche Trainer. Instinktiv zückte Leon seinen Pokeball und hielt ihn vor Indra. „Lass uns kämpfen du Miststück!“, forderte er auf. Indra schloss kurz die Augen und flüsterte:,, Kein Interesse an Schwächlinge.“ Wut loderte in Leon. Gerade wollte er den Pokeball werfen, als Theo seinen rechten Arm abfing. „Warte! Überstürze nichts! Denk daran, dass jeder den Baum besteigen darf“, erinnerte er Leon. Dieser schaute ihn an. „Mag sein, aber er ist ein Mitglied von Team Alpha!“, brüllte Leon zornig. Theo erstarrte und Leon konnte sich aus seinen Fängen befreien.

Plötzlich ging der Älteste nach vorn und zeigte mit seinem Stock auf Indra. „Du bist sicherlich nicht hergekommen, um den schönen Ausblick zu genießen“, hob der Älteste an. „Wie weise“, antwortete Indra knapp. Der Dorfälteste wartete auf eine weitere Antwort. „Nun gut, ich bin wegen dir hier, Alter Knacker! Mein Boss hat mir erzählt, dass du einiges über die Legendären Pokemon weißt! Ich bin wegen diesen Infos hier!“, maulte Indra. Auf einmal wurde es still. Der Wind blies heftiger denn je. Theo ging langsam auf den feindlichen Trainer zu. „Ich werde nicht zulassen, dass du den Dorfältesten etwas antust! Washakwil, steh mir beiseite!“, jaulte der Vogelfänger. Sein Washakwil flog auf der Stelle zu ihm und ging in Kampfposition. „Wenn ich dich besiege, dann verschwindest du von hier!“, wies Theo ihn an. „Und wenn ich gewinne?“, wollte Indra wissen. „Dann mach was du willst“, flüsterte der Vogelfänger. Indra grinste und seine weißen Zähne kamen zu Vorschein. „Ein Flug Pokemon ja? Luxtra, mach ihn fertig!“, schrie Indra. Als Luxtra erschien, kamen für kurze Zeit ein paar Blitze zum Vorschein.

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„Washakwil, greif an mit Kraftkoloss!“, ordnete Theo an. Sofort spannte das Pokemon seine Muskeln an und stürzte sich auf seinen Gegner! „Stromstoß!“, rief Indra. Auch Luxtra spannte seinen Körper an und schoss Strombeladen vor. Washakwil und es kollidierten so hart, dass es eine Explosion auslöste und beide davonfegte. Luxtra plumpste auf den Boden, rollte mehrmals ab und stand langsam wieder auf. Der Rückstoß von seinem Angriff schmerzte ihm sehr. Als die Staubwolke sich auflöste, war Washakwil immer noch in der Luft. Leon staunte. Luxtra hat es schwer abbekommen, aber Washakwil sieht munter aus und ist nicht einmal zurückgewichen. Er ist stark, sehr stark! Nun blickte Indra ernst drein. „Du bist stark! Das gefällt mir!“, lachte Indra bösartig. „Washakwil, nochmal Kraftkoloss!“, befahl Theo. Schon wieder stürzte es sich auf seinen Gegner, allerdings sah sein Angriff nicht so kraftvoll aus, wie beim letzten Mal. „Kontere mit Eiszahn!“, ordnete Indra. Warum Eiszahn? Die Anwesenden starrten Indra ungläubig an. Eine Eis-Attacke gegen eine Kampf-Attacke machte wenig sinn. Trotzdem raste Luxtra auf seinen Gegner hinzu. Dabei waren seine spitzen Zähne in Eis umhüllt. Kurz bevor die beiden wieder zusammenkamen, duckte sich Luxtra und Washakwil raste an ihm vorbei und krachte gegen den Boden. Schnell nutzte das Elektro Pokemon den Moment und biss mit aller Kraft auf den rechten Flügel von Washakwil. Dieser schrie lauthals auf. Auf einmal bildete sich Eis um den Flügel. „Jetzt Stromstoß!“, befahl Indra siegessicher. Luxtra ließ los, rannte ein Stück zurück, um Anlauf zu nehmen, hüllte sich in Elektrizität und raste auf das arme Flug Pokemon.

„Weich aus!“, schrie Theo verzweifelt. Doch Washakwil konnte aufgrund seines gefrorenen Flügels nicht wegfliegen und war schutzlos ausgeliefert. Voller Wut rannte Luxtra auf seinen Gegner und rammte es mit ganzer Kraft. Washakwil bekam eine heftige Ladung zu spüren. Nachdem der Angriff ausgeführt worden war, ging Luxtra zu seinem Trainer. Washakwil lag besiegt am Boden. Der Kampf war entschieden. Theo fühlte sich elend, sein Freund lag besiegt am Boden. Nun konnte Indra tun, worauf er Lust hatte, wie vereinbart. „Zurück Luxtra“, sagte der Trainer und ging zum Ältesten. „Du hast zwei Möglichkeiten alter Mann: Entweder du kommst mit mir mit und erzählst uns alles was wir wissen wollen, oder du bleibst hier und das Luftschiff von Team Alpha jagt den Weltenbaum und Mazuri in die Luft. Du entscheidest“, sagte Indra gleichgültig. Ungläubig starrten Leon und Marco ihn an. Er wird doch nicht das ernst meinen?! Die gleiche Tragödie wie in Spagonia wird sich wieder abspielen! Aber sollen wir den Ältesten wirklich ihnen übergeben? Vielleicht ist das hier alles nur ein schlechter Bluff?! Ich weiß es nicht! Der Dorfälteste blieb ruhig und ließ sich viel Zeit für seine alles entscheidende Antwort. „Ich gehe mit dir, du Rotzlöffel. Aber sei gewarnt, solltest du oder dein jämmerliches Team irgendwas Dummes anstellen, dann werde ich höchstpersönlich den Zorn der Götter auf euch hetzen!“, gab der Älteste an. „Verstehe“, flüsterte Indra. Er rief mit seinem Poketech Team Alpha an und gab ihnen Bescheid. Nun blickte der Trainer hoch in den Himmel.

Plötzlich teilten sich die Wolken und das unverkennbare schwarze Schiff mit dem gelben Alpha Zeichen tauchte auf. Ungewollt stieß es unangenehme Erinnerungen in Leon aus. Er dachte daran, wie sie entführt wurden, an den Tod von Amper und den Verrat von John Dom und Indra. Leon zitterte, ließ seinen Blick vom Schiff allerdings nicht ab. Gebannt wartete er darauf, was als nächstes passieren würde. Das Luftschiff stand in unmittelbarer Nähe von der Baumkrone. Ein moderner Aufzug kam aus dem Bauch des Schiffes zu Boden. Indra führte den Ältesten hinein. In dem Moment stürzte sich Theo schreiend auf Indra. „Theo nicht!“, rief Marco. Indra bemerkte dies und holte mit seiner rechten Faust aus und schlug Theo heftig in die Magengrube, sodass dieser taumelte. Nun trat Indra Theo mit seinem rechten Fuß im am Kinn und fegte ihn so mit Leichtigkeit weg. Theo landete unsanft auf dem Boden. Blut quoll aus seinem Mund. Der Aufzug schloss seine Tür und fuhr nach oben. Danach verschwand das Luftschiff schon schnell, wie es aufkreuzte. Marco eilte zu Theo. Leon konnte es nicht fassen, was sich gerade vor seinen Augen abgespielt hatte. Erschöpft setzte er sich hin und schaute den glitzernden Mond an...
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Re: Auf in die Welt

#1289928 von Donnerkralle
17.06.2017, 13:48
Kapitel 20: Schwarze Wolken
Leon saß gebannt auf der Baumkrone und blickte zum Himmel. Bald würde die Sonne aufgehen und ein neuer Tag würde beginnen. Theo, der von Indra übel zugerichtet worden war, ging es allmählich besser, dank Marco. Nun befasste sich der Vogelfänger mit seinen Pokemon. Washakwil, welches tapfer gekämpft hatte, rief er es endlich in den Pokeball zurück. Mit Staraptor und Kramshef flogen die Freunde wieder nach unten. Es dauerte eine ganze Weile bis sie endlich wieder harten und festen Boden unter den Füßen spüren konnten. Unglücklich gaben sie Lenny, der erst gerade angekommen war und sichtlich verwirrt über das plötzliche Erscheinen der drei Freunde war, die Armbänder zurück. Wortlos nahm Lenny die Armbänder. Zwar war Lenny sehr neugierig und erstaunt, traute sich allerdings nicht zu fragen. Stattdessen bedankte er sich. Die Gruppe marschierte Richtung Dorf. Endlich brach Marco das unheimliche Schweigen. „Was wollen wir nun den Dorfbewohnern sagen?“, fing er an. „Die blanke Wahrheit“, antwortete Leon knapp und blickte besorgt zu Theo. Dieser ließ den Kopf hängen. Er sah wie eine jämmerliche Gestalt aus. So niedergeschlagen hatten Leon und Marco ihn noch nie zu Gesicht bekommen. Als Leon auf einmal einen Regentropfen spürte, schaute er schnurstracks zum grauen Himmel. „Heute wird nicht einmal Mazuri die Sonne fühlen. Was für ein grauer Tag“, murmelte er demotivierend. Am Anfang nieselte es nur ein bisschen, doch schon bald wurden die Regentropfen größer und prasselten auf den Boden.

Der Ausdruck auf Leons Gesicht verfinsterte sich, als er schwarze Wolken aufkommen sah. „Wir müssen uns beeilen!“, hetzte Leon, der bereits schon pitschnass war. Auf der Stelle begannen sie alle zu rennen. Plötzlich erhellte ein Blitz die Umgebung und gleich darauf grollte der Donner ohrenbetäubend. „Ein Sommergewitter!“, schrie Theo und raste über die nasse und schlammige Strecke. Dies machte das Laufen um einiges schwieriger. Noch einmal blitzte es, gefolgt vom Donner. Die schwarzen Wolken verdunkelten den Tag. Theo drehte sich besorgt zum Weltenbaum. Die Chance stand hoch, dass ein Blitz dort einschlagen würden. Das wäre eine fatale Katastrophe. Dennoch drängte Marco ihn nach vorne zu blicken. Gemeinsam rannten die Freunde, als würde ihr Leben davon abhängen. Mit schlammübersäten Gewand erreichten sie das Dorf. Alle Bewohner hatten sich in ihren Indianerzelten versteckt. Sieht so aus, als würde es bei ihnen nicht so oft regnen, geschweige denn gewittern. Aber wo gehen wir jetzt hin? Keuchend standen die Freunde vor dem Dorf. Noch einmal grollte es. Leon glaubte, dass in jedem Moment der Himmel einstürzen würde. Erneut wurde der Himmel vom Donner gespalten. Plötzlich schlug ein Blitz genau in ein Zelt ein.

Sofort wurde das arme Zelt in Flammen umhüllt. Nur kurz waren Schreie aus dem Indianerzelt gefallen. „A-A-a-a-A-A“, stotterte Leon ungläubig. Nun bebte der schlammige Boden. Die wilden Pokemon tauchten zornig auf. Ein Sumpex griff mit Erdbeben an und ließ den ganzen Boden erschüttern. Die ganzen Zelten fielen um. Sofort flüchteten die Insassen. Im Winde verstreut rannten sie in verschiedenen Richtungen. Jetzt gesellten sich noch zwei Geowaz und griffen ebenfalls mit Erdbeben an. Leon und seine Freunde haute es einfach um. Er spürte den Schmerz in seinem Körper. Kriechend wollte er zum Ausgang. Marco folgte ihm, doch Theo war gewillt, das Dorf nicht zu verlassen. „Theo! Was machst du da?!“, schrie Leon ihn an. Ein Grollen durschnitt Theos Antwort. Die wilden Pokemon näherten sich dem Vogelfänger. Marco und Leon wollten ihn zur Hilfe eilen, doch sie waren selber verletzt. „Ich muss Jing retten!“, schrie Theo verzweifelt. Die beiden Geowaz fingen an zu leuchten. Leon verstummte. „D-das ist Explosion“, flüsterte Marco unheimlich. Auch Theo erkannte nun die Gefahr, doch zu spät! Die beiden Pokemon explodierten vor dem Vogelfänger und ein grelles Licht blendete Leon. Die Schockwellen schleuderten Leon und Marco aus dem Dorfe.

Unbeholfen schlugen sie auf dem Boden auf. Über ihnen ragten noch die Bäume vor dem Eingang. Doch das Schicksal meinte es nicht gut mit ihnen. Ein Blitz schlug auf den einen Baum ein, welcher sofort Flammen fing. Trotz des starken Regens hörte es nicht auf zu brennen. Stattdessen knackste der Baum und fiel auf Marco, der immer noch stöhnend am Boden lag. Nun verging die Zeit wie in Zeitlupe. Mit allerletzter Kraft holte Leon sein Lohgock aus dem Pokeball und befahl es den fallenden Baum zu stoppen. Obwohl Lohgock sich im Regen nicht wohl fühlte, sprang es mit einem Satz und kickte den brennenden Baum von Marco weg. Danach packte das Pokemon den blonden, und darauf seinen Trainer. Mit seinen kräftigen Beinen sprang es Die Wilde Route zurück.

Ungefähr bei der Hälfte des Weges brach Lohgock erschöpft zusammen. Das Gewicht der beiden Trainer, der starke Regen und der schlammige Boden machten es zu schaffen. „Danke Lohgock“, flüsterte Leon und holte es zurück in den Pokeball. Nun lagen die beiden Freunde mitten auf dem Weg. Beide waren komplett durchnässt und schmutzig. Leon fühlte sich leerer denn je zuvor. Schon bald bemerkte er, dass der Regen schwächer wurde. Leon stand langsam auf und half seinem Freund ebenfalls aufzustehen. Die schwarzen Wolken hatten sich noch nicht verzogen, doch das kümmerte Leon nicht. Beide stolperten wieder nach Spagonia. „Mist, Theo wurde in die Luft gejagt“, murmelte Marco niedergeschlagen. „Darüber reden wir später! Jetzt müssen wir nach Spagonia und uns ausruhen“, erklärte Leon. Das Sprechen kostete ihm zusätzlich Kraft, die er benötigte, um nach Spagonia zu gelangen...
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Re: Auf in die Welt

#1290327 von Donnerkralle
24.06.2017, 14:56
Kapitel 21: Durchblick verloren
Mühsam hinkten Leon und Marco zur zerstörten Kulturstadt. Der Regen ließ langsam, aber sicher nach. Die Kleidung der Freunde waren komplett nass und schlammverkrustet. Schließlich brach Marco zusammen und zog Leon, der ihm beim Gehen stützte, mit nach unten. Beide lagen nun mit dem Gesicht im schlammigen Boden. Vor Erschöpfung konnten sie nicht mehr aufstehen. Leon wollte schon in das Reich der Träume, als Marco sich zwang aufzustehen. Mühevoll rappelte sich auch Leon, dabei blickte er den grauen Himmel an. Regentropfen prasselten immer noch auf ihn. Der blonde Trainer hatte große Schmerzen am Rücken. Er war böse mit dem Rücken auf den Boden gelandet, nachdem sie von der Schockwelle der Explosion weggefegt wurden. Leon hingegen hatte sich den Kopf geschlagen, er blutete zwar nicht, allerdings schmerzte er sehr. Die angeschlagenen Freunde brauchten eine gute Stunde um das Ost-Tor von Spagonia zu erreichen. Leon lief ein kalter Schauer über den Rücken, als sie gemeinsam das Tor passierten.

Wieder in der Stadt angekommen, sahen sie, dass die Bauarbeiten schon längst begonnen wurden. Zwar hatte die Stadt großen Schaden durch Team Alpha genommen, doch der Nord- und Westteil von der Kulturstadt war unversehrt. Spagonia war am härtesten in der Stadtmitte getroffen, aufgrund der Bombe, der Südöstliche Teil war durch das schnelle ausgebreitete Feuer verwüstet worden. Die Rettungskräfte hatten viel zu tun. Sie mussten Überlebende oder Leichen aus den Trümmern befreien und sie eventuell verarzten. Ein junger Mann im Rettungsanzug entdeckte Leon und Marco. Die Freunde mussten ein ziemlich genaues Bild von verletzten Menschen abgeben. Schnell eilten ein paar Kollegen von ihm zu den beiden und versuchten ihnen zu helfen.

Leon und Marco wurden zu einem kleinen Zelt getragen, wo sie von einem älteren Arzt untersucht wurden. Sie beiden lagen auf Matratzen. Zuerst war Marco an der Reihe. „Ihr beide habt großes Glück, am Leben zu sein. Ihr seid erst die siebten Überlebenden, die wir erfolgreich gefunden haben. Du mein Junge, mit den blonden Haaren, du hast Schmerzen am Rücken ja? Nun wie es aussieht, hast du dir nichts gebrochen. Der Schmerz wird in ein paar Tagen vorüber sein, aber belaste deinen Rücken nicht so sehr, zumindest nicht für die nächsten Wochen“, meinte der Arzt ruhig. „Vielen Dank, Doktor!“, bedankte sich Marco und drehte sich wieder mit dem Rücken nach unten.

„Ich werde für eine Weile schlafen“, sagte Marco und gähnte ausgiebig. Der Arzt nickte und begab sich zu Leon, der schon aufrecht saß. „Dir tut der Schädel weh ja? Nun eine Gehirnerschütterung hast du nicht abbekommen und Platzwunden hast du auch keine. Trotzdem solltest du ein Coolbag auf den Kopf halten. Die Kälte wird dir guttun“, erklärte der Arzt zu Leon. Der schwarzhaarige Trainer schwieg, doch schlussendlich sagte er doch noch etwas. „Danke für die Behandlung“, flüsterte Leon und schaute zum Arzt. Dieser jedoch erkannte die Verwirrung in den hübschen blauen Augen vom Trainer. „Sag mal mein Junge, kannst du mir mal das dort vorlesen“, fragte der Arzt neugierig und deutete auf ein Bild voller Buchstaben verschiedener Größen. Leon konzentrierte sich darauf, alles richtig zu lesen. „B C P S T U V n m l i ö ... der Rest kann ich nicht von hier aus erkennen“, sagte Leon vorsichtig. „Nun, die erste Zeile mit den größten Buchstaben hast du richtig gelesen, aber bei der zweiten Zeile waren einige Fehler. Es tut mir leid mein Junge, aber ich befürchte, dass du kurzsichtig bist“, gestand der Arzt.

Diese Nachricht traf Leon wie ein Blitzschlag. Ich bin kurzsichtig? Seit wann denn das? Warum ich? Nein! Nein! Nein! Das darf nicht sein! Der schwarzhaarige Trainer zitterte am ganzen Leibe. „Echt schade, du hast wirklich tolle blaue Augen, aber ich befürchte, dass du entweder eine Brille oder Kontaktlinsen trägst, ansonsten wirst du dir schwertun. Ich bin kein Augenarzt, deswegen solltest du einen aufsuchen“, erklärte der alte Arzt. Leon war wütend. Auf sich selbst oder auf den Arzt wusste er noch nicht. Stattdessen stand er auf und rannte aus dem Zelt. Doch seine Kräfte verließen ihn sofort und er fiel um. Schnell wurde er wieder in das Zelt gebracht und dort schlief er dann.

Leon träumte davon, dass er die besten Augen auf der ganzen Welt hätte. Sie wären super scharf gewesen, schärfer als jedes andere Lebewesen. Doch dann erinnerte er sich daran, dass ihm ein Arzt als kurzsichtig diagnostiziert hatte. Schon war der Traum zum Alptraum geworden. Er konnte nichts mehr sehen, stolperte in die Tiefe der Dunkelheit.
Am nächsten Morgen ging Leon mit Marco zu dem Augenarzt, welcher vom alten Arzt empfohlen wurde. „Guten Morgen, was kann ich für euch tun?“, meldete sich eine feminine Stimme. Eine junge Blondine begrüßte die beiden. Lustlos erzählte Leon von seiner Sehschwäche. „Auf jeden Fall will ich keine Brille tragen!“, beendete Leon seine Geschichte. „Dann versuche es mal mit Kontaktlinsen, aber vorher muss ich mir deine Augen ansehen“, erklärte sie freundlich.

Nach der Untersuchung stellte sich heraus, dass Leon am linken Auge Minus 4,75 Dioptrien hatte und am rechten Auge Minus 4,15 Dioptrien hatte. Dringend war eine Brille beziehungsweise Kontaktlinsen notwendig. Als Leon seine angepassten Linsen bekam, wurde ihm mulmig. Er sollte die Linse auf sein Auge drücken, davor grauste es ihm. Jedes Mal wenn sein Finger kurz vor seinem Auge war, schloss er auf Reflex seine Augen. Es war ihm nicht möglich Kontaktlinsen zu tragen. Er versuchte es zwar immer aufs Neue, doch es gelang ihm nicht. „Sagen Sie, warum bin ich blind?“, wollte Leon wissen. „Du bist nicht blind, du sieht nur nicht so gut wie wir. Wahrscheinlich sind deine Eltern Brillenträger oder die Netzhaut...“, die Ärztin versuchte ihm seine Sehschwäche zu erklären, doch er hörte ihr nicht zu. Plötzlich sprang er auf und flüchtete aus dem Gebäude nach draußen. Leon rannte und rannte, immer weiter nach Norden...
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Re: Auf in die Welt

#1290505 von Donnerkralle
28.06.2017, 17:55
Kapitel 22: Der Kühlweg
Leon ignorierte die verzweifelten Rufe von seinem besten Freund. Er schämte sich, dass er eine Schwäche besaß, eine Sehschwäche. Der Trainer rannte weiter ohne sich umzudrehen. Er wollte alleine sein. Unbewusst lief Leon zum Nord-Tor von Spagonia und passierte es rasch. Abrupt blieb der Trainer stehen. Keuchend blickte er zu einem Wegweiser und kniff fest die Augen zusammen, um die Wörter lesen zu können. Holaska 422 km nördlich, Kühlweg. Das ist ein Arsch-langer-Weg, ist Holaska nicht der kälteste Ort ganz Unorga? Dort soll ein Volk leben, die ungeheuerlich zäh sind, genauso wie ihre Pokemon. Das wird ein gutes Training für mich, dachte Leon und ging weiter. „Leon! Leon!“, schrie eine bekannte Stimme. Der Trainer zwang sich die Schreie nach ihm zu ignorieren, doch als sein Freund ihn endlich einholte, blieb er ungewollt stehen.

„Meine Güte, Leon! Zur Hölle, wieso hast du nicht auf mich gewartet? Ich dachte wir wären Freunde?“, protestierte Marco keuchend. „Es tut mir leid. Ich war wütend über mich“, flüsterte Leon nachdenklich. „Hör zu, wenn du Hilfsmitteln abschlägst, dann werde ich es trotzdem akzeptieren. Ich bin immer dein Freund. Wenn du der Meinung bist, du brauchst sie nicht, dann ist es halt so. Zwischen uns und unserem Traum hat sich nichts geändert!“, meinte Marco selbstsicher. Dankbar sah Leon ihn an. „Holaska ist das nächste Ziel, uh? Dann lass uns aufbrechen! Hier dein Rucksack, vollbepackt mit Essen und Trinken, dazu noch frische Klamotten zu wechseln“, sprach Marco im angenehmen Ton. „Ohne dich wäre ich schon längst aufgeschmissen, danke für alles!“, sagte Leon.

„Aber sag schon Leon, was ist mit Theo, Mazuri und den Dorfbewohnern?“, wollte der blonde Trainer unbedingt wissen. „Wir müssen damit leben, dass Theo von uns gegangen ist. Die Dorfbewohner sind sicherlich wieder zurückgekehrt. Es war einfach nur Pech mit dem Sommergewitter“, erklärte er vorsichtig. „Pech? Nein, das kann nicht sein. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Team Alpha seine Finger im Spiel hatte“, meinte Marco. „Es ist geschehen, daran kann man nichts ändern. Hörzu, ich bin nicht in Stimmung nach Mazuri zu wandern, ich will nicht dabei sein, wie alle um die Toten trauern. Ich weiß es klingt hart, aber wir haben damit nichts zu tun, rein gar nichts!“, bekräftigte Leon seine Aussage. Marco nickte und die beiden Trainern marschierten los.
Interessanterweise war dieser Weg völlig unberührt von Menschen. Hier hat man noch keine ordentliche Straße gebaut, obwohl eines der größten Städte sich gleich in der Nähe befand. Der Marsch würde sehr lange dauern und obwohl die Sonne schien und Sommer herrschte, war es doch ungewöhnlich frisch hier draußen. Kühl war es hier. Während sich die Luft veränderte und die Temperaturen immer weiter sanken, meldete sich Leons Bauch mit einem lauten Knurren. „Hoppla“, sagte Marco und fing an zu lachen. Leon nahm aus seinem Rucksack ein belegtes Brot und verschlang es in wenigen Augenblicken. „Immer noch hungrig?“, fragte dann Marco. Leon schüttelte den Kopf.

Nun waren schon fast zwei Stunden vergangen und noch immer war der Weg derselbe geblieben. Es fühlte sich wie ein endloser Marsch Richtung kalter Hölle. Überrascht blickten die beiden Trainer zum Himmel, als plötzlich Schneeflocken auf sie landeten und schließlich schmolzen. „Es fängt an zu schneien“, bemerkte der blonde Trainer. „Was du nicht sagst“, brummte Leon und marschierte nun mit einem schnelleren Tempo. Wir müssen unbedingt eine Hütte finden, ansonsten werden wir noch im Schnee untergehen. Erfrieren will ich noch nicht. Es dauerte nicht lange und schon bald wurde eine weiße Landschaft von den Schneeflocken gebildet. Ebenfalls nahm die Temperatur wieder ab. „Es müsste jetzt -2°C haben“, hob Marco zitternd an. Leon seufzte nur. Sie mussten schnell einen Unterschlupf finden. Seine Sorgen stiegen, als auch die Sonne allmählich unterging.

Als die Nacht angebrochen war, fiel die Temperatur um weitere vier Grade. Nun blies auch der Wind kräftig und erschwerte die Reise noch mehr. Der Weg und die gesamte Landschaft war nun umhüllt in klarweißen Schnee. Die Trainer stapften durch den kalten und weichen Schnee, Beleuchtung gab es auf dieser Route keine. Jetzt spürte Leon auch die eisige Kälte. Seine Zähne klapperten, als er sich durch den Schnee kämpfte. Sein Körper meldete große Müdigkeit. Ihm schmerzten die Beine vom mühsamen Stapfen und die kalte Luft machte ihn auch zu schaffen. Neben ihn erging es Marco gleichfalls. Es war von größter Notwendigkeit eine warme Hütte zu finden. Sonst sah Leon ihre Überlebenschancen gering. Aufgrund seiner Sehschwäche fiel es ihm viel schwieriger als seinen Freund in der dunklen Nacht etwas zu erkennen. Auch war das Schneien, welches sich bald zu einem Schneesturm formte, keine große Hilfe. Dadurch stolperte Leon über einen bedeckten Stein.

„Ah! Verdammt noch mal!“, heulte er vor Schmerz und Scham. „Alles in Ordnung?“, fragte sein bester Freund besorgt. Seine Stimme wurde durch den Schneesturm und den starken Winden gedämpft. Leon zwang sich aufzustehen. Er wollte keine Schwäche zeigen. Ihm gefiel es nicht, dass er nun auf die Augen seines Freundes angewiesen war. „G-geh d-du voran“, ordnete Leon mit einer zitternden Stimme. Nachdem Marco ihn aufhalf, übernahm er die Führung. Regelmäßig kontrollierte Marco, ob Leon hinter ihm war. Auf keinen Fall dürften sie sich trennen. Besorgt schaute sich Marco nach links und nach rechts um, auf der Suche nach einer gemütlichen Hütte, doch außer Schnee sah er nichts. Doch auf einmal hing sein Blick bei einer großen Schneemasse, die wie ein riesiger Fels geformt war. Leon gesellte sich zu ihm und beide begutachteten den Schneeklumpen.

Ich versteh nicht warum wir die fette Schneekugel anstarren. Wir müssen doch unbedingt weiter! Immer noch fixiert mit dem Blick auf die große Kugel, bemerkte Leon eine leichte Bewegung, als wäre dort jemand eingesperrt und versuchte zu entkommen. Gebannt wartete er auf weitere Bewegungen. Leon meinte nun, dass sich dort tatsächlich jemand befand, so wild die Schneekugel nun wackelte. Augenblicklich schossen zwei riesige, lange Arme aus der Kugel. Instinktiv wichen die beiden Freunde zurück. Leon hörte wieder einmal sein Herz rasen. Blitzartig entsprang ein wildes Ungeheuer aus der Schneekugel, welches sofort ihre Form verlor und nur noch ein Haufen voller Schnee war. Durch den starken Schneesturm konnte Leon nur die Umrisse des Biests erkennen. Die Augen fingen bedrohlich an zu leuchten. Jeden Moment könnte das Schneemonster angreifen...
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Re: Auf in die Welt

#1290572 von Donnerkralle
30.06.2017, 13:34
Kapitel 23: Krieger des Eises
Leon fühlte wie die Zeit gefror. Er spürte kaum noch den Wind, selbst war er von der eisigen Kälte befreit. Die Sinne von ihm wirkten gedämpft, doch als plötzlich das Biest mit seiner rechten Hand nach ihm ausholte und ihn mit den Klauen zerfetzen wollte, kam er wieder zum Bewusstsein. Höllischer Schmerz durchfuhr ihm, als die Klauen seinen Bauch erwischten. Blut spritze auf dem weißen Schnee und verfärbte ihn rot. Leon wurde kreischend zu Boden geschmissen. Das Schneemonster brüllte. Sofort übernahm Leon die Kälte wieder, seine Sinne waren wieder scharf. „Ahhhh! Ahhh! Hahhhh! Hhhh!“, krächzte der verletzte Trainer. Als das Ungeheuer näherkam, erkannte Leon endlich die wahre Gestalt. Es war ein blutrünstiges Siberio. Auf seiner rechten Pfote floss das Blut von Leon. Dieser Schmerz! Ich werde sterben! Es fühlt sich an, als ob mein Bauch gleichzeitig brennen und frieren würde! Verdammt, ich nutzloses etwas!

Bevor sich Siberio erneut auf Leon stürzen konnte, schoss eine blaue Kugel aus dem Nirgendwo und haute das Eis Pokemon sogar um. Leon war nicht in der Verfassung den Angriff zurückzuverfolgen. Plötzlich bemerkte er, dass er von jemanden hochgehoben wurde. Sein bester Freund legte vorsichtig seine Arme um Leon und gemeinsam standen sie auf. Der warme Atem von Marco hielt ihn noch bei Bewusstsein. „Ganz ruhig, Leon. Du wirst es schaffen. Ich werde jetzt einen Verband aus meinem Rucksack holen und ihn um deinen Bauch wickeln, es wird ein bisschen wehtun, aber du wirst es aushalten!“, jaulte Marco, damit Leon ihn gut verstehen konnte. Sorgfältig wickelte Marco seinem Freund den Verband auf seine Wunde. Leon knirschte vor Schmerz, entblößte allerdings keinen Laut.

Kurz nachdem Marco es irgendwie geschafft hatte den Verband sicher aufzulegen, krachte es vor ihnen und Schnee spritze. „Ich muss jetzt Lucario helfen“, meinte der blonde Trainer und rannte eilig zu seinem Pokemon. Siberio und Lucario lieferten sich derweil einen verbitterten Kampf. Obwohl das Aura Pokemon den doppelten Typenvorteil besaß, konnte sich Siberio aufgrund des Heimvorteiles stark behaupten. „Lucario, setz Aurasphäre ein!“, befahl sein Trainer, als er eintraf, um seinen Partner im Gefecht zu unterstützen. Schnell formte Lucario eine kraftvolle blaue Kugel und feuerte sich direkt auf Siberio. Dieser allerdings verschwand plötzlich und tauchte hinter seinem Gegner auf und rammte ihm einen gewaltigen Eishieb in den Rücken. Lucario schrie auf, blieb aber standhaft. Auf einmal jedoch sprang das Aura Pokemon ein paar Meter weg. Hinter Siberio explodierte etwas und schleuderte das Pokemon nach vorne. Die Aurasphäre ist seiner Aura gefolgt, man kann dieser Attacke nicht ausweichen, dachte Marco.

Während Marco und Lucario verbittert gegen Siberio kämpften, versuchte Leon ebenfalls mitzumischen. Allerdings war er natürlich sehr geschwächt und seine Sinne schienen ihn wieder zu verlassen. Mit allerletzter Kraft hievte er sich weiter. Der Verband verfärbte sich schon blutrot. Der Trainer verlor zu viel Blut. Trotzdem kämpfte er sich durch. Ich muss es schaffen. Marco gibt gerade sein Bestes, um mich zu beschützen! Ich darf jetzt nicht aufgeben, ansonsten werde ich hier und jetzt sterben und Marco alleine zurücklassen! Das will ich nicht. Und das wird auch nicht passieren! Wild entschlossen seinen Freund zu unterstützen, fing Leon an zu rennen, obwohl sein gesamter Körper protestierte.

„Knochenhatz!“, ordnete Marco an. Auf der Stelle formte Lucario einen stahlharten Knochen und bereitete sich wieder auf einen Zusammenstoß gegen Siberio vor. Das Eis Pokemon hatte sich gerade erholt. Jedoch raste es nicht blindlos auf seinen Gegner hinzu. Stattdessen setzte es Klauenwertzer ein, um seine Angriffskraft und die Genauigkeit zu erhöhen. „Schnell Lucario! Greif es an!“, jaulte Marco überrascht über den taktischen Zug des wilden Gegners. Gehorsam rannte Lucario auf Siberio zu. Dabei drehte es seinen Knochen unheimlich schnell und erzeugte fast schon Gegenwind. Schreiend sprang es auf Siberio und verpasste ihm mit Knochenhatz einen harten Schlag am Schädel. Dieser taumelte zurück, doch besiegt war es nicht. Erneut setzte das Biest Klauenwertzer ein.
Leon stand nun fast schon hinter Marco. Er konnte seine Rückseite erkennen, auch fiel ihm auf, dass der Trainer stark zitterte. Auch er würde lange nicht mehr durchhalten. Die Zähne zusammengebissen sprintete der schwarzhaarige Trainer mit seiner gesammelten Kraft zum Kampf. Doch kurz bevor er ankam, stolperte er erneut über einen vom Schnee bedeckten Stein. „Verflucht nochmal! Haaaa! Ich bin noch nicht am Ende!“, die letzten Worte schrie er aus ganzem Leibe. Leon merkte, dass sich sein Blickfeld langsam verfinsterte. Bald würde er das Bewusstsein verlieren und nie wieder aufwachen. Lohgock, du bist meine letzte Hoffnung. Bitte, steh mir zur Seite, Partner! Leon holte langsam den Pokeball aus seiner Tasche. Zitternd hielt er sie fest im Griff. Der Schneesturm war nun kräftiger geworden. Entschlossen warf der Trainer den Ball und das feurige Pokemon, welches Leon schon oft aus schwierigen Situationen geholfen hatte, trat ihn Erscheinung.

Siberio gewann durch Klauenwertzer an Stärke und Gefährlichkeit. Kombiniert mit seiner Fähigkeit Schneemantel war es momentan deutlich überlegen. „Lucario, du musst ihm eine Kraftwelle verpassen!“, befahl Marco entschlossen. Im selben Moment formte Siberio einen riesigen Eisklumpen, den er ihn die Höhe warf. Augenblicklich zersprang dieser und mehrere spitzte und große Eiszapfen regneten vom Himmel herab. Lucario schoss vor und wich die ersten Zapfen geschmeidig aus. Doch schon bald wurden es immer mehr, bis es davon unzählige regnete. Als das Aura Pokemon einen weiteren Eiszapfen auswich, erschlug ihm ein weiteres, und noch eines. Nun prasselten die gefährlichen Eiszapfen auf das geschwächte Kampf/Stahl Pokemon. Siberio nutzten diesen Moment gekonnt. Durch seine Fähigkeit war er unheimlich schnell. Blitzartig stand es vor Lucario und verprügelte es mit Kraftkoloss. Es schlug kraftvoll auf Lucario ein. Als es gerade mit Eishieb seinem Gegner den Finalschlag versetzen wollte, schoss eine heiße Flamme mitten aus dem Nirgendwo und rammte Siberio seitlich mit unglaublicher Kraft.

Lohgock hatte sich in Flammen gehüllt und somit die Attacke Nitroladung ausgeführt. Es rammte seine kraftvollen Beine gegen die Rippen des Eis Pokemon. Dieser jaulte japsend auf, eher es davongefegt wurde. Lucario sackte erschöpft zu Boden. Überrascht schaute sich Marco um und entdeckte voller Staunen Leon, der neben ihm hockte. Sein Lohgock trug ihn bis hierher und setzte ihn dann ab um Lucario zu helfen. Als Marco gerade zu Leon laufen wollte, brüllte Siberio lauthals. Es rappelte sich schnell auf, allerdings konnte man erkennen, dass es große Schmerzen hatte. Nachdem es Kraftkoloss eingesetzt hatte, verlor er Angriffs- und Verteidigungspunkte. Genau in dem Moment hatte dann Lohgock zugeschlagen. Leon und Marco rechneten mit einem weiteren Angriff des Eis Pokemon, doch dieser rührte sich nicht. Auf einmal erschienen Irrlichter rundherum. Verwirrt schauten sie zu den Lichtern. Sollen wir den Irrlichtern folgen? Möchte uns jemand retten? Leon sah diese Lichter als Wegweiser, um aus diesem Chaos zu entkommen. Marco kam zu ihm und wollte seinen Zustand überprüfen. Schnell erklärte Leon von seiner Theorie. „Es könnte klappen“, meinte sein Freund.

Zu viert folgten sie den Irrlichtern. Hin und wieder blickten sie zurück zu Siberio, doch dieser stand seelenruhig da und beobachtete sie wild. Das gefällt mir nicht. Wieso greift es uns nicht mehr an? Hat es Angst vor den Irrlichtern? Die Gruppe, zwei Menschen und zwei Pokemon, stapften durch den Schnee, Leon allerdings wurde von Lohgock huckepack getragen. Mühevoll kämpfte der Trainer gegen die Müdigkeit, die ihm drohte ihn in den ewigen Schlaf zu schicken. Ich muss durchhalten, ansonsten werde ich ihm Schlaf sterben. Jedes Mal, wenn Lohgock den weißen und weichen Boden berührte, schmolz der Schnee. Doch aufgrund des starken Schneesturmes, war selbst ein Feuer Pokemon nicht ausreichend, um die eisige Kälte zu trotzen. Die Irrlichter formten einen schlänglichen Pfad. Ohne sich großartig Gedanken darüber zu machen, folgten sie den Lichtern halb blind.

Durch den warmen Körper von Lohgock, konnte Leon nicht erfrieren, aber gleichzeitig machte ihn das schrecklich Müde. Ständig musste der Trainer gähnen, und wenn er drohte, einzuschlafen, verpasste Lucario ihm einen leichten Stößer. Das Pokemon konnte nämlich sehr gut die Aura von Leon lesen. Er wusste genau, wie sich der Trainer momentan fühlte. Bei Marco spürte das Aura Pokemon große Angst und das Fehlen von jeglichem Selbstvertrauen. Der blonde Trainer fürchtete, dass Leon es nicht schaffen würde, geschweige denn er selbst. Schon bald wurden die Irrlichter kräftiger. Die blauen Flammen kamen immer enger zusammen, bis daraus eine riesige Flamme entstand. Allerdings sendete sie keine Wärme, nur Licht. Das große Irrlicht erlosch plötzlich und ein weiteres Pokemon trat ihn Erscheinung. Ein Frosdedje erschien aus dem nichts und versperrte den Weg.

Leon und Marco starrten das Pokemon entgeistert an. Was soll das jetzt werden? Glaubt sie etwa, dass wir nicht an ihr vorbeikommen? Versuchs nur! Herausfordernd blickte Leon drein. Langsam stieg er von seinem Partner ab und machte sich kampfbereit. Mit zittrigen Beinen stand der Trainer und wartete auf den ersten Zug. Doch auf einmal hörte er ein Stampfen. Auf der Stelle folgte Leon dem Geräusch und zur seiner bösen Überraschung stand Siberio wütend hinter ihm. Das verdammte Frosdedje hat uns in eine Falle gelockt! „Marco, ich übernehme Siberio, seine Schnelligkeit können wir mit Lohgocks Temposchub ausgleichen!“, krächzte der Trainer halbstark. Marco und Lucario stellten sich nun Frosdedje während Leon und Lohgock es nochmals mit Siberio aufnahmen. Doch ihr Mut sank, als das Eis/Geist Pokemon einen unheimlich starken Blizzard hervorbrachte. Lucario, der schon angeschlagen war, wurde in die Knie gezwungen und selbst das Feuer Pokemon Lohgock verlor seine Flammen. Am Körper der Freunde bildeten sich kleine Eisschichten. Verdammt! Wir werden bei lebendigem Leibe erfrieren. Der Schneesturm wurde zum Blizzard selbst.



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Währenddessen griff Siberio Lohgock mit Wasserdüse. Der Eisbär umhüllte sich schnell in Wasser und raste auf das Feuer Pokemon zu. Doch auf einmal gefror die Wasserdüse an der Spitze durch den Blizzard zu Eis. Wie ein riesiger Eisspeer traf das Pokemon Lohgock genau in die Brust. Es drängte das Feuer Pokemon gegen einen Abhang. Lohgock krachte gegen die Wand und auch das Eis zerbrach in mehreren Splittern. Siberio stand rachsüchtig vor Lohgock. Es packte das Pokemon am Hals und schubste es dann den Abhang hinunter. Leon konnte gerade nicht glauben, was geschehen war. Die Kälte machte ihn zu schaffen und er ließ sich zu Boden fallen. Sein Gesicht berührte den Schnee. Trotz der Kälte fand Leon seine momentane Position angenehm. Die Augenlieder wurden immer schwerer und die verzweifelten Rufe von seinem Freund verklangen langsam. Leon war sich sicher, dass er locker einen Monat schlafen würde. Kurz bevor er in das Reich der Toten befördert wurde, schoss eine riesige heiße Flamme kerzengerade vom Abhang hinauf bis zum Himmel.
Lohgock sprang wie ein Feuerdämon aus den Flammen und stürzte sich aggressiv wie ein Kamikaze auf Siberio, dabei war er in heißen, blauen Flammen umhüllt. Eine gewaltige Explosion verursachte der harte Aufprall der zwei Pokemon. Der ganze Schnee um ihnen herum wurde herumgewirbelt, während weiter weg er sogar schmolz. Als sich der Rauch lichtete, stand Lohgock mit einem Bein auf das angeschlagene Siberio, welches besiegt am Boden lag. Dieser Moment ließ Leon wieder erwachen. Er war sehr stolz auf seinen Partner. Lohgock hatte Flammenblitz erlernt. Der Angriff allerdings hatte seinen Preis, durch den hohen Rückstoßschaden ging selbst Lohgock auch zu Boden.

Währenddessen kämpften Lucario und Frosdedje erbittert um den Sieg. Lucario konnte seine Aurasphären nicht abfeuern und die Kraftwelle war ebenfalls unwirksam. Sein Knochenhatz war sein einziger Angriff, der Schaden verursachte, denn Gegenschlag war ebenfalls vom Typ Kampf. Erneut befahl Marco mit Knochenhatz anzugreifen. Da die Gegnerin schneller war als das Aura Pokemon, schoss Lucario mehrere Knochen hinterher, doch Frosdedje fror sie alle mit Blizzard ein und schickte gleichdarauf einen kraftvollen Spukball. Dieser traf Lucario und fegte es davon. Marco feuerte seinen Partner weiterhin an. Hoffnung keimte ihn ihm auf, als das Pokemon wieder aufstand und mit einem entschlossenen Blick weiterkämpfen wollte.

Er hielt seine Hände vor seinem Gesicht und sammelte Energie. Doch dieses Mal formte Lucario keine blaue Kugel. Als er genug davon gesammelt hatte, feuerte er einen hellen und weißen Lichtstrahl ab. Dieser breite Lichtstrahl fegte über den Boden und ließ den Schnee verschwinden. Frosdedje war nicht bereit gewesen und wurde getroffen. Ein Volltreffer! „Das war Lichtkanone“, flüsterte Marco erstaunt. Sowohl Marco, als auch Leon hatten den Kampf schwer gewonnen. Sie bedankten sich bei ihren Pokemon und holten sie in die Pokebälle zurück. Nun standen sie planlos und orientierungslos in der eisigen Gegend herum. Doch auf einmal hörten sie schwache Stimmen von der Ferne, die immer kräftiger klangen. Es näheren sich welche zu uns. Aus der momentanen Entfernung und aufgrund des Blizzards konnte Leon gerade mal die großen Umrisse der Wesen erkennen. Sie waren genauso groß wie Siberio und Leon glaubte schon, dass seine Freunde ihn rächen wollten. Hurra, jetzt kommen uns seine Freunde auch noch besuchen. Scheiße, wir sind sowas von Bärenfutter.

Doch als die Wesen endlich sie erreicht hatten, waren es nur zwei übergroße und muskulöse Männer. Sie hatten blaue und lange Haare, ihr Gesicht war von Kampfnarben übersehen. Leon und Marco blieb der Mund offen, als sie sahen, dass die Männer keine Oberteile trugen. Kein Pelz der sie vor der immensen Kälte schützen würde. Sie trugen nur eine Hose und braune Lederstiefel. Die sehen wie Siberios aus, nicht gerade erfreut schauen sie auch noch. Na super, wie sollen wir uns da je wieder rausboxen? Die zwei Männer schauten zuerst zu Leon und Marco und dann sich selber an. „Wer seid ihr?“, forderte einer der Männer auf. „Zwei einfache Trainer“, beantwortete Marco mit schwacher Stimme. Auch er war kurz davor, umzukippen und einzuschlafen. „Wenn ihr jetzt aufgebt und einschläft, werdet ihr sterben. Ihr könnt gerne mit uns mitkommen zu unserem Dorf, dort wird entschieden, was mit euch geschehen soll. Ach ja, wir werden euch nicht helfen. Ihr müsst den Weg alleine beschreiten. Das einzige was wir machen werden, ist euch zu erlauben uns zu folgen. Solltet ihr zurückfallen, bleiben wir trotzdem nicht stehen. Nur die Harten kommen in den Garten!“, brüllte der eine Mann und marschierte los. Leon würde jeden Moment auseinanderfallen. Dennoch folgte er ihnen und auch Marco sah ein, dass diese Männer ihre letzte Hoffnung waren...
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Re: Auf in die Welt

#1290746 von Donnerkralle
05.07.2017, 15:15
Kapitel 24: Nur die Harten kommen in den Garten!
Erneut blieb Leon stehen, um sich kurz auszurasten. Seitdem er und sein Freund die Männer getroffen hatten, war schon eine ganze Stunde vergangen. Die kälteste Nacht, die Leon je erlebt hatte. Zu seinem Glück war der heftig Blizzard vorbei, aber der Wind wehte immer noch kräftig um seine Ohren. Marco stand neben ihm und sah ihn besorgt an. Die Männer hingegen nahmen keine Notiz und marschierten einfach weiter. „Mir geht es wieder besser, lass uns sie schnell einholen“, krächzte Leon und zerrte sich nach vorne. Marco konnte den schrecklichen Anblick nicht ertragen und stützte seinen Freund beim Gehen. Meine Wunde brennt wie Feuer und ich bin todmüde und hungrig. Ich werde es nicht mehr lange aushalten, Marco. Falls ich sterbe, dann tut es mir schrecklich leid. Wortlos blieb Marco dieses Mal stehen, öffnete eilig den Rucksack von Leon und nahm das letzte Sandwich. Schnell entpackte er es und gab es Leon. „Ich bin so ein Schwachkopf! Das Essen wird uns wieder Kraft geben! Los Leon, friss so wie du noch nie gefressen hast!“, jaulte Marco in der stillen Nacht. Dass ließ sich Leon nicht zweimal sagen und verschlang sein Essen in wenigen Augenblicken. Er spürte wieder, wie seine Energie zurückkam.

Der Himmel war voller hübschen Sterne, manche größer als die anderen. Wäre nicht die Eiseskälte und die Erschöpfung, dann würde dieser Moment für beide der schönste sein, denn sie jemals erlebt hätten. Gestärkt durch die kleine Portion rannten sie nun zu den Männern, die sie schon fast aus den Augen verloren hätten. Die Männer gingen im schnellen Schritttempo, doch die jungen Trainer besaßen eine großartige Ausdauer und schließlich holte sie sie endlich ein. „Ihr lebt also noch, ja? Nicht schlecht für Kinder jedenfalls. Wir haben schon, ob ihr es glaubt oder nicht, die 42-Kilometer-Grenze überschritten. Heißt so viel wie, dass wir 42 km hinter uns gebracht haben. Holaska ist zwar noch ungefähr 380 km entfernt, aber unser Dorf ist gleich dort drüben!“, brummte der eine Mann und übernahm die Führung, während sein Partner das Schlusslicht bildete. Sie wollen nicht, dass wir im letzten Moment abhauen. Wenn wir Pech haben, wird uns ihr Dorfältester irgendwo absetzen lassen, damit wir dann draufgehen.

Erneut verließen die Kräfte Leon und er fühlte sich schwächer denn je. Mist, dass war’s dann mit mir. Ich kann nicht mehr, verdammt nochmal. Leons Augen verdunkelten sich und er kippte um. Das letzte dass er zu hören bekam, waren die verzweifelten Schreie seines Freundes. Leon ließ sich in einen tiefen Schlaf fallen.
Marco stockte der Atem. Sein Freund starb gerade vor seinen Augen. Die Männer murmelten sich etwas zu, viel zu leise um zu verstehen. Der blonde Trainer starrte auf den reglosen Körper seines Kindheitsfreundes. „Wir haben unzählige Male Abenteuer bestritten. Wir sind immer gemeinsam durch jedes Tor gegangen. Wir waren unzertrennlich. Doch nun wurden wir vom Schicksal getrennt, für immer ...“, flüsterte Marco und eine Träne floss aus seinem Auge. Der eine Mann packte Leon und legte ihn auf seine Schulter. „Wir werden ihn in unserem Dorfe begraben. Er starb, weil er nicht kräftig genug war. Sein Tod war der Wille des Schicksals, auch als der Natur selbst“, erklärte der Mann ungerührt, als wäre er den Anblick gewohnt.

Marco starrte den Mann entgeistert an. „Willst du mich verarschen ...“ flüsterte Marco mit einer kalten Stimme. „Mein Freund ist gerade gestorben! Und du erzählst mir, dass es sein Schicksal war zu sterben?! Dass er zu schwach gewesen?! Ist das dein Ernst! Ihr beiden hätten doch seine Wunde behandeln können! Aber nein, stattdessen labert ihr nur von „Nur die Harten kommen in den Garten!“ Zeug! Ihr widert mich an, ihr Mistkerle!“, blaffte Marco und stürzte sich auf den kräftigen Mann. „Gib mir Leon zurück!“, kreischte er und sprang auf den Rücken des Mannes. Doch der zweite Mann schubste ihn runter. „Komm mal wieder runter!“, fuhr er ihn an. Marco glühte immer noch und versuchte es erneut, doch der eine Mann, der Leon nicht trug, hielt ihn fest. Marco jaulte auf, als der Mann fest seine Arme nach hinten zog. Doch plötzlich ließ er los und verpasste den blonden Trainer einen Hieb, der ihn ohnmächtig werden ließ.

Als der Trainer die warmen Sonnenstrahlen spürte, öffnete er unsicher die Augen. Blinzelnd blickte er sich um. Er lag in einem Holzbett, eingewickelt in einer dicken Decke. Ein kleiner, viereckiger Raum, dachte Marco. An den Wänden hingen ein paar Bilder und Schädelknochen von verschiedenen Pokemon. Marco bemerkte erst jetzt, dass er eigentlich nackt war. Hastig suchte er nach seinem Rucksack und entdeckte ihm in der hinteren, linken Ecke auf einem Stuhl liegen. Eilig prüfte er nach, ob sich seine Sachen dort befanden. Zu seinem Glück wurde ihm, außer seiner Kleidung von letzter Nacht, nichts entrissen. Schnell zog er seine frischen Klamotten an, nahm seinen Rucksack und verließ die kleine Hütte. Marco hörte Schritte, als nach draußen gelang. Er folgte dem Geräusch und sah die zwei Männer auf ihn zukommen. „Der Häuptling möchte mit dir reden“, brummte der eine und packte den rechten Arm vom Trainer. Dieser wich jedoch zurück. „Ich kann auch alleine gehen!“, fuhr er ihn an. „Ach so, und das von vorgestern haben wir also schon vergessen?“, erinnerte der andere Mann. Beschämt schaute Marco weg. Die Männer begaben sich zum Ältesten, Marco folgte ihnen unfreiwillig.

Der Trainer nutzte die Marschdauer und machte sich ein genaues Bild vom Dorf. Falls der Häuptling entschied, dass der blonde Trainer in die ewigen Jagdgründe eingehen sollte, dann würde er abhauen und die kürzesten Wege würden eine große Hilfe dabei sein. Das Dorf selber war schmächtig und die Häuser standen untypisch dicht nebeneinander, als befände man sich in einer Schneestadt. Grauweißer Schnee bedeckte die Straßen. Glücklicherweise schneite es weder, noch wehte der Wind. Zum ersten Mal gab es eine angenehme Temperatur. Immer noch stapften sich gerade aus und Marco fragte sich, wann sich endlich ihr Ziel erreichen würden. Kurz bevor Marco entschloss wegzurennen, kamen sich an einer großen Holzhütte an, wo der verlockende Duft von frischen Fleisch zu riechen war.

Zwei ebenfalls großstarke Männer bewachten das Gehäuse. Eine kurze Absprache genügte und die Gruppe durfte passieren. Sofort fiel Marco der schöne, rote Teppich auf. Im Raum verteilt befanden sich hübsche Holzmöbeln. Ein paar nette Zimmermädchen grüßten freundlich den Besuchern. Marco fühlte sich unwohl. Er passte überhaupt nicht hier her. Die Männer zwangen ihn, alleine gerade aus zu gehen. Unsicher tappte er weiter. Auch hier hingen die verschiedensten Bilder und Skeletten. Auf einmal erschien ein weiteres Zimmermädchen. „Hier entlang“, erklärte sie freundlich. Marco folgte nun ihr und schon bald kamen sie in ein kleines Zimmer. Dort lag eine Person in seinem breiten Holzbett und schnarchte laut. Als das Zimmermädchen an die offene Tür klopfte, sprang er auf der Stelle aus dem Bett und bat Marco hinein. Verwirrt und überrascht trat er hinein.

Das Zimmer wurde durch die Vorhänge verdunkelt und deswegen konnte der Trainer nicht viel erkennen. Er erschauderte, als er sah, wie unheimlich groß die Gestalt war. „Grüß dich junger Mann. Ich bin hier der Häuptling, Siba mein Name“, seine Stimme klang kräftig und fest. Sobald sich die Augen an die Dunkelheit gewohnt hatten, sah Marco sein Gesicht. Der Häuptling hatte kurze blaue Haare, grüne Augen, trug ebenfalls ein Stirnband und kein Oberteil, sein Bauch war voller Kampfnarben und er war nicht älter als Jura, der Dorfälteste von Evali, seiner Heimat. „Äh, es ist mir eine Ehre, sie kennenlernen zu dürfen“, stammelte Marco. „Ich habe bereits von deiner Geschichte gehört. Weißt du eigentlich, dass du einen ganzen Tag lang geschlafen hast?“, fragte der Häuptling grinsend. Marco schüttelte den Kopf. „Dein Freund wird gerade vom Dorfältesten behandelt, seine Wunde hatte sich entzündet. Ist ja auch kein Wunder, bei diesen Umständen und den mickrigen Körper- “, Siba wurde von Marco unterbrochen. „ Er ist nicht mickrig! Wir hatten einen heftigen Kampf zu bestreiten!“, verteidigte Marco seinen Freund. Zornig blickte er in die Augen von Siba.

„Verstehe, erzähl mir mehr davon, vom Kampf natürlich“, forderte der Häuptling auf. Marco schilderte das Geschehen mit Siberio und den Irrlichtern. „Und dann trafen wir deine Männer“, endete Marco die Erzählung. Siba nickte verständnisvoll. „Unglaublich, dann seid ihr also Trainer? Und ihr habt es geschafft die wilden Pokemon vom Kühlweg zu besiegen? Mein tiefster Respekt“, lobte der Häuptling. Marco sah ihn wortlos an. Er dachte an Leon. Bekümmert blickte er zu Boden. Zuerst starb Theo, und dann verlor er auch noch Leon. Jetzt war Marco alleine, befand sich irgendwo in der kältesten Region von Unorga und unterhielt sich mit einem Häuptling unter vier Augen. „Wie wäre es, wenn du deinen Freund die letzte Ehre erweisen würdest? Komm, ich bringe dich zu ihm“, mit diesen Worten brachen die beiden auf, um Leon noch einmal zu Gesicht zu bekommen...
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Re: Auf in die Welt

#1291120 von Simno
12.07.2017, 19:07
So, nach langer, langer Zeit bin ich endlich dazu gekommen, deine Geschichte zu lesen (auch E-Reader sei Dank).
Ich muss vorneweg sagen, dass mich Schreibstil und Fehler im ersten Kapitel ein wenig abgeschreckt haben. Das wird im Anschluss deutlich besser, auch wenn hier und da noch komische Formulierungen und Grammatikfehler auftauchen. Ich würde dir empfehlen, das erste Kapitel noch einmal durchzusehen, dann lesen vielleicht ein paar Leute mehr mit. Denn schreiben kannst du.

Die Geschichte selbst beginnt ziemlich klassisch und erfüllt viele Klischees, aber mit dem Anschlag von Team Alpha nimmt sie gewaltig an Fahrt auf. Da wird es richtig spannend und mich hat die Erzählung sehr gepackt. Habe die 24 Kapitel bis jetzt unter einmal gelesen. Du hast viele tolle Ideen und einige Dinge habe ich so vorher noch gar nicht gesehen. Die Turniere und Rangliste möchte ich genauso positiv hervorheben wie die tatsächliche Gefahr, die von Wildnis und wilden Pokémon ausgeht. Auch die verschiedenen Städte und Völker sind interessant konstruiert.

Was du vielleicht noch machen könntest: Die technischen Aspekte aus den Spielen anders erklären. Das macht sich bei einer realistisch angehauchten Welt ein wenig besser.

Bin sehr gespannt, wie es weiter geht. Finde super, wie regelmäßig du updatest. Alleine deshalb lohnt es sich schon, deine Geschichte zu lesen.
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Re: Auf in die Welt

#1291171 von Donnerkralle
13.07.2017, 21:03
Kapitel 25: Leben x Tod
Gemeinsam mit Siba stolzierte Marco unbehaglich zur Medizin-Hütte. Es war ein ungewöhnlich warmer Tag, die Sonne schien strahlend über das Dorf und ließ den Schnee glitzern. Die beiden hinterließen Fußspuren, Sibas Abdrücke waren im Vergleich zu Marcos gigantisch. Die Krieger des Dorfes grüßten ihren Häuptling, während die Kinder, die einen dicken blauweißen gestrickten Pullover trugen, zu Siba aufsahen. Mit leuchtenden Augen verfolgten sie Siba und Marco, aber dem blonden Trainer war klar, dass alle nur Augen für ihren Häuptling hatten. Der große Mann ging mit erhobenen Haupt weiter während Marco hinter ihm wie ein kleiner Schatten wirkte. Siba bog nach rechts. An diesem Ort fuhren keine Fahrzeuge, man gelang nur zu Fuß wohin man wollte. Deswegen brauchte das Dorf keine Gehsteige, weil man problemlos auf der schneebedeckten Straße spazieren konnte.

Erst jetzt bemerkte Marco, dass diese Straße voller verschiedenen Ständen war. Jeder von ihnen bot verschiedene Angebote, Holzfiguren von Pokemon und dem Häuptling Siba, Schneekugeln, Spielsachen für die Kinder, Bekleidung und Lebensmitteln, hauptsächlich Karpador-Fische und Remoraid-Fische, speziell zugerichtet. Die Besitzer grüßten und verbeugten sich vor dem allmächtigen Mann. Dieses Mal wurde auch Marco mit einem ehrenvollen Nicken empfangen. Doch zum Einkaufen war es nicht der richtige Zeitpunkt. Sein bester Freund bewegte sich an der Grenze zwischen Leben und Tod. Obwohl die meisten ihn für tot erklärt hatten, so glaubte Marco dennoch daran, dass Leon es schaffen würde. Während Marco sich Gedanken über den Trainer machte, erreichten sie auch schon das Ende der langen Straße. Erneut bog Siba ab.

Die Medizin-Hütte befand sich keine zehn Meter von der Ecke. Das Gehäuse sah im Vergleich zu Sibas Holzvilla schmächtig und heruntergekommen aus. Bei einem Fenster wurden die Scheiben eingeschlagen und die Eingangstür war zur Hälfte eingebrochen. Das Holz musste sehr alt sein und das kalte Wetter mit den Schneestürmen erschwerte seine Langlebigkeit drastisch. „Nach dir“, meinte Siba und ließ dem Trainer den Vortritt. Mit einem dumpfen Gefühl trat Marco als erster ein. Im Raum selber war es genau wie in das Zimmer von Siba stockdunkel. Als Marco auf ein paar Glasscherben draufstieg, erschrak er und wich zurück. „Keine Sorge, dass war nur ein alter Kronleuchter“, beruhigte Siba, der gerade eingetreten war. Marco schüttelte den Kopf. Er fühlte sich, als befände er sich in einem Geisterhaus. Es gab keine weiteren Räume, nur ein gerader Weg führte sie nach oben.

Angekommen im zweiten Stock stand direkt vor Marcos Nase eine zerkratzte Tür ohne Aufschrift. Der Häuptling munterte ihn auf, die Tür langsam zu öffnen. Ganz vorsichtig betätigte der Trainer die Schnalle und drückte sie nach unten. Die alte Tür ging wie von Geisterhand geführt, alleine auf. Dabei machte sie ein lautes Knorren und Quietschen. Der Raum war komplett in Dunkelheit gefüllt. Kein Licht drang in diese Hütte ein. Mit schweren Schritten bewegte sich der blonde Trainer weiter, Siba hinter ihm. Marco lief es eiskalt über den Rücken. Seine Hände schwitzten und sein Herz raste wild. In solchen Momenten würde selbst ein Rattfratz ihn zu Tode erschrecken. Als sich seine hellbraunen Augen an die Finsternis gewöhnten, erkannte er, dass das Zimmer sehr viel kleiner war, als es den Anschein erweckte. Mitten im Raum stand ein einfaches Holzbett. Darin lag eine Person. Gleich dahinter beugte sich eine kleine Gestalt über die liegende Person und flüsterte geheimnisvoll.

Marco dachte schon, er würde gleich den Verstand verlieren. Trotzdem sammelte er seinen ganzen Mut und bewegte sich vorsichtig zum Bett. Siba hingegen blieb regellos stehen und beobachtete den Trainer genau. Sein Blick brannte sich ihn seinem Rücken. Endlich erreichte Marco das kleine Bett. Die winzige Person schaute auf. Marco schrie auf. Der Mann besaß kein Gesicht. Plötzlich knallte die Tür. Marco war starr vor Schreck.
Doch auf einmal fing er an zu lachen. Das war nicht sein Gesicht, das war nur die Glatze vom alten Mann, dachte Marco. Auch Siba fing nun an zu lachen. „Diesen kleinen Streich spielen wir jeden Besucher“, verkündete der Häuptling lachend. Letztlich hob der kleine Mann seinen Kopf und begrüßte die beiden. „Schön das ihr hier seid. Ich habe die Wunde deines Freundes gesäubert und zugenäht. Überraschenderweise habe ich kurz seinen Puls gespürt. Auch wenn er dann wieder verschwunden ist, so glaube ich doch, dass dein Freund gegen den Tod kämpft“, erzählte der Mann freundlich.

„Danke, dass du dich um ihn kümmerst. Und danke auch dir Siba für den Unterschlupf, den du uns gewährleistet hast“, bedankte sich Marco mit feuchten Augen. „Nichts Großartiges, habe ich gerne gemacht“, gab der Häuptling zurück. „Übrigens, der Mann vor dir ist der Dorfälteste und gleichzeitig auch ein hervorragender Heiler“, stellte Siba den Ältesten vor. Marco verbeugte sich ehrenhaft. Danach blickte er besorgt zu Leon. Dieser schlief ruhig. „Bitte Leon ... wach endlich auf ...“, flüsterte Marco. Eine Träne floss von seinem Auge bis zum Kinn. Vorsichtig nahm er die Hand von seinem Freund. „Ich glaube an dich!“, sagte der Trainer mit fester Stimme.
Langsam schlug Leon die Augen auf. Wärme durchfloss seinen Körper. Die Umgebung um ihn herum war ein pinker-violetter Raum ohne Boden oder ähnliches. Es fühlte sich so an, als würde Leon mitten in der Luft schweben. Verwirrt schaute er sich um. Der sogenannte Boden sah aus wie der Himmel und umgekehrt. Der Ort besaß etwas Magisches. Als wäre er gezeichnet worden und mit glitzernden Sternen und durchsichtigen Blasen verziert. Ist das der Himmel? Bin ich also wirklich tot? „Hallo, Leon“, grüßte eine weiche Stimme. Sofort blickte sich der Trainer um. „Wer ist da?“, fragte er hastig nach. Vor ihm erschien ein kleines, pinkes Wesen mit einem langen Schweif und hübschen, blauen Augen. Erstaunt starrte Leon das Wesen an.

„Was bist du?“, wollte er unbedingt wissen. Das Wesen schüttelte den Kopf. „Leon, du träumst gerade. Wie fühlst du dich momentan?“, fragte es freundlich. „Äh, also, mir geht es eigentlich ganz gut. Fühle mich hier echt wohl, obwohl ich noch nie hier gewesen bin, in meinen Träumen“, antwortete er ungewissen. „Das ist gut, sehr gut. Leon, deine Zeit ist noch nicht gekommen. Du musst noch etwas erledigen, bevor du dich dem Himmel anschließen kannst. Dein Schicksal hat sich noch nicht erfüllt! Nimm meine Kraft! Du wirst nun wieder aufwachen, Leon!“, sagte das Wesen. Seine Worte hallten durch den Raum und das winzige Wesen verblaste allmählich. Plötzlich spürte Leon Kräfte, die er zuvor noch nie erlebt hatte. Große Mengen an Energie floss durch seinen Körper. Der märchenhafte Raum fing an zu leuchten. Helles Licht strömte hinein und Leon riss die Augen auf.

Ungewollt sprang Leon auf der Stelle aus dem alten Holzbett. Keuchend sah er sich um. Der Trainer sah alles verschwommen und auch Stimmen konnte er nicht ganz wahrnehmen. All seine Sinne waren gedämpft. Doch schon gleich durchströmte ihn wieder die gleiche Kraft, wie in seinem Traum. Seine Sinne verschärften sich und vor ihm standen Marco, ein junger Riese und ein alter Mann. „Marco?“, sagte Leon verwundert. „Leon! Leon! Leon! Du lebst!“, rief Marco erfreut und nahm seinen besten Freund in die Arme. „Du Mistkerl, ich dachte schon du bist hinüber!“, scherzte der blonde Trainer. Tränen flossen aus seinen Augen. „Marco, du ...“, Leon brach ab. Er erinnerte sich wieder an alles. Er stellte sich gerade vor, wie sich sein bester Freund gefühlt haben muss, als er plötzlich umfiel und nie wieder erwachte.

„Es tut mir leid“, flüsterte Leon düster. Siba klatschte in die Hände. „Unglaublich! Du bist von den Toten zurückgekehrt! Sowas habe ich noch nie erlebt! Wahnsinn!“, brüllte Siba hocherfreut. „Dieser Mann, der Dorfälteste hat dich geheilt“, meinte Marco fröhlich und sah den Ältesten dankbar an. „Also, ja, meine Wunde, ich spüre sie nicht mehr. Danke, Ältester“, bedankte sich Leon. Er entschied sich, seinen Traum nicht weiterzuerzählen. Leon wusste genau, dass ihm das niemand abkaufen würde, wenn er behaupten würde, er wäre durch ein kleines, pinkes Wesen wiedererwacht. „Das müssen wir auf jeden Fall feiern!“, jubelte Siba.

An jenen Abend fand eine offizielle Feier statt. Fackeln und Öllampen wurden angezündet und es wurde gegessen, getrunken, getanzt und gefeiert. Die Stimmung war herrlich. Der Vollmond strahlte und erhellte ebenfalls die fröhliche Nacht. Die Feier fand vor, und in Sibas große Hütte statt. Plötzlich stand der Häuptling auf und verkündete stolz eine Nachricht. „Hiermit möchte ich nun unseren Dorfältesten loben, dafür, dass er sich freiwillig ganze Tage und Nächte um den jungen Mann gekümmert hat!“, jaulte er. Alle klatschten, am lautesten Marco. „Es gibt noch etwas zu bejubeln“, hob Siba an. Alle schauten zum Häuptling. Es wurde still. Angespannt lauschten sie die Worte ihres Häuptlings. „Ich möchte die beiden zu Krieger ernennen!“, jubelte er. sofort brach ein lauter Freudengeheul aus. Leon und Marco sahen sich an. Wir? Zu Krieger? Was?

„Dieser blonde Junge nennt sich Marco. Er hat gemeinsam mit zwei unserer Krieger seinen toten Freund Leon hierhergebracht! Nie gab er die Hoffnung auf, Leon würde wieder auferstehen!“, jaulte Siba. Dabei ließ er aus, dass seine Krieger Marco zusammengeschlagen hatten und in hierher zerrten. „Marco hat großen Respekt verdient! Mitgefühl ist nicht immer eine Schwäche! Sie kann auch eine große Stärke sein! Das hat uns Marco heute gelehrt!“, Siba pausierte, damit die Leute erneut jubeln konnten. „Und Leon, Leon hat es geschafft, den Tod zu überlisten!“, die letzten Worte schrie er heraus! Tosender Beifall. Leon wurde heiß. „Leon ist von den Toten zurückgekehrt! Diese beiden Jungen, sie haben es verdient, Krieger genannt zu werden! Hiermit ernenne ich euch offiziell zu Holaska-Krieger!“, brüllte Siba lautstark. „Marco! Leon! Marco! Leon!“, riefen die Bewohner im Chor. Was war das? Hat er gerade Holaska erwähnt? Das kann gar nicht sein. Sind wir in Holaska? Fragend sah Leon Marco an, doch dieser blickte genauso verwirrt. Irgendwas verheimlichte dieser Siba ihnen...


Danke für deine Rückmeldung! :)

Es wird wohl noch etwas dauern, bis ich ohne Ausdruck- und Grammatikfehler schreiben kann. Ich werde deinen Rat befolgen und das erste Kapitel bearbeiten.
Es freut mich sehr, dass dir die Geschichte gefällt. Es ist meine erste Geschichte, die ich freiwillig schreibe, und ich habe großen Spaß daran. Generell geben mir (positive) Rückmeldungen mehr Motivation zum Schreiben. In Zukunft werde ich darauf achten, deine Vorschläge so gut wie nur möglich umzusetzen!

Nochmals danke! :)
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Re: Auf in die Welt

#1291255 von Donnerkralle
15.07.2017, 22:04
Kapitel 26: Siba
Leon und Marco verließen gerade die Hütte, indem der blonde Trainer damals, als Leon noch nicht bei Bewusstsein war, geschlafen hatte. Ein kalter Wind wehte ihnen entgegen, als Marco die Tür aufschlug. „Zum Glück schneit es noch nicht“, meinte der blonde Trainer. „Aber ist verdammt kalt“, sprach Leon mit zittriger Stimme. Gemeinsam marschierten sie zu Siba, dem Häuptling des mysteriösen Dorfes. Die Freunde wollten unbedingt wissen, warum Siba zu ihnen mit Holaska-Krieger angesprochen hatte. Sie waren sich einig, dass es dafür einen sehr guten Grund geben musste. Die Trainer brachen ziemlich früh auf, nicht einmal die Sonne war aufgegangen. Je früher sie gingen, umso wahrscheinlicher war es, dass sich der Häuptling noch in seiner Holzvilla befand. Ein Gespräch war äußerst notwendig, denn Leon und Marco besaßen kein Bedürfnis, Krieger eines Dorfes zu sein. Stattdessen wollten sie ihren Traum, die besten Pokemon Trainer zu werden, erfüllen. Und Holaska war ein Mittel zum Zweck. In diesem Dorfe wollten sie hart trainieren, um ihre Fertigkeiten stark zu verbessern. „Wir sind bald da“, erklärte Marco selbstsicher.

Der blonde Trainer erinnerte sich daran, wie er selbst mit den zwei Männern zu Siba gebracht wurde. Die Strecke hing immer noch in seinem Gedächtnis. Marco nahm denselben Weg. Schweigend schlenderten sie unauffällig quer durch das Dorf. Durch die kalte Luft nahm selbst ihr Atem eine sichtbare Form an. Leon machte auf der Stelle seine pechschwarze Weste zu und griff dann tief in seinen Hosentaschen. Marco band sich einen olivgrünen Schal um seinen Hals, den er im Rucksack verstaut hatte. Über das Dorf herrschte eine unangenehme Stille. Schlimme Erinnerungen kamen in das Gedächtnis von Leon wieder vor. Er erinnerte sich an den schweren Sturm, an das brutale Siberio, die Irrlichter und schließlich seinen Tod. „Wie geht es dir, Leon?“, fragte Marco nach einer gewissen Zeit. „Mir ist kalt“, antwortete er mit klappernden Zähnen. „Ja mir auch. Sag mal, ich habe noch gar nicht gefragt, wie es sich eigentlich anfühlt zu sterben“, hob der blonde Trainer an. Leon blieb stehen. Er versuchte sich daran zu erinnern, was ihm auch gut gelangt. Diese Erfahrung würde er in seinem ganzen Leben nicht vergessen. „Also gut, du willst es wohl unbedingt wissen, nicht wahr?“, sagte Leon und blickte in die Vergangenheit.

„Als ich an meinen Wunden erlag, äh, bevor verlor ich natürlich meine ganze Kraft, äh dann erlag ich der Wunde. Es wurde alles schwarz um mich herum. Ich konnte nicht einmal mehr stehen. Ich fiel um und wurde schrecklich müde. Doch auf einmal spürte ich keine Schmerzen mehr. Als wäre alles verschwunden, aufgelöst. Mir war sogar richtig warm, es fühlte sich an, als ob ich endlich einschlief. Es war total angenehm. Ich weiß, dass das komisch klingt, aber genau so war es. Als hätte ich meinen Frieden gefunden und mich mit alles abgefunden. Ich war bereit zu sterben ...“, erzählte Leon und versuchte, jedes einzelne Detail miteinzubeziehen. Marco blickte ihn mit ernster Miene an. „Verstehe. Hm, ich versteh trotzdem nicht, wie du dann überhaupt aufgewacht bist“, meinte er schließlich. „Gut, hör zu, der Dorfälteste hat in Wirklichkeit nichts an mir geändert. Ich war schon längst tot, bevor ich in dieses Dorf ankam. Die ganze Zeit schlief ich nur. Doch dann hatte ich einen richtig merkwürdigen Traum. Ich wachte auf und befand mich in einem pinken Raum. Ich hörte eine Stimme, die zu mir sprach. Und dann geschah etwas Komisches. Ein kleines, pinkes Wesen erschien genau vor mir und sprach mich mit meinem Namen an. Ich weiß nicht was es genau war, ich denke es war eventuell ein Pokemon. Auf jedenfalls meinte es, dass meine Zeit noch nicht gekommen wäre, ich müsste da noch etwas erledigen. Und so gab es mir, äh Kraft. Seine Kraft. Energie schoss durch meinen Körper und ich hatte wieder den Willen zu leben“, beendete Leon seine Geschichte.

„Dann hat es auch wohl deine Wunden geheilt“, meinte Marco. „Ja bis auf meine Sehschwäche“, flüsterte Leon kaum hörbar. Während Leon seine Erzählung beendete, stieg auch schon die Sonne. Erneut brachen sie schweigend auf. Letzendes standen sie vor der Holzvilla, die wieder von zwei Kriegern bewacht wurde. „Guten Morgen Krieger“, grüßten die Männer und ließen sie nach ein paar Wortwechsel durch. Die angenehme Wärme, die von der Villa ausging, begrüßte Leon sehr. Marco packte seinen grünen Schal in den Rucksack. Eine Dame nahm sie in Empfang. „Wir möchten bitte zu Siba“, sagte Marco freundlich und verbeugte sich vor ihr. Leon tat ihm dies nach. „Sehr wohl, verehrte Krieger“, erwiderte sie und brachte die Freunde zu Sibas Zimmer. Dieses Mal verdeckten die Vorhänge nicht die Fenster. Jetzt konnte Marco endlich das Zimmer des Häuptlings betrachten. Ein paar schöne Stühle und ein hübscher, runder Tisch standen in der rechten, oberen Ecke. Der Raum selbst war doch recht groß. Hier hingen verschiedene Bilder und Jagdtrophäen und auch gefährliche Waffen waren zu finden.


„Entschuldigt meine Verspätung!“, rief die bekannte Stimme des Häuptlings. In voller Pracht trat Siba in sein Zimmer ein. Er trug einen wunderschönen azurblauen Mantel, rechts hielt er einen dunkelblauen Speer. Mit seinen hellgrünen Augen betrachtete er seine frühzeitigen Besucher. „Möchtet ihr etwas zum Trinken oder gar zum Essen?“, lud Siba ein. Die Trainer schüttelten die Köpfe. „Wir möchten nur mit dir reden, Häuptling“, sprach Marco selbstbewusst und er und Leon verbeugten sich. „Setzt euch, ich habe euch sowieso schon erwartet“, erwähnte der große Mann. Alle drei setzten sich zu dem hübschen Tisch in der rechten Ecke. „Lasst mich raten, ihr fragt euch nun sicherlich, in welches Dorf ihr euch befindet, nicht wahr?“, sagte er mit seiner charmanten Stimme. „Richtig. Wieso haben Sie uns gestern Abend Holaska-Krieger genannt“, forderte Leon auf. „Mir wäre es lieber, dass wir bei per du bleiben. Nun das mit dem Namen ist ganz einfach. Weil wir in Holaska sind“, sprach Siba das aus, was Leon und Marco am meisten verwirrte. „Wie kann das sein? Auf dem Wegweiser am Beginn des Kühlweges stand, dass Holaska 422 Kilometer weit entfernt ist, und einer deiner Krieger meinte, dass wir ungefähr erst 42 Kilometer hinter uns gebracht hatten. Was ist jetzt mit den restlichen 380 Kilometer?“, fragte Leon mit scharfer Stimme. Siba grinste. „Komm wieder runter, Holaska-Krieger. Dafür gibt es eine ganz einfache Erklärung“, erwiderte der Häuptling gelassen. Leon und Marco spitzten ihre Lauscher.

„Ein guter Trick, um Fremdlinge von unserem Dorf fernzuhalten“, sprach Siba ruhig. „Ein Trick?“, sagten die Freunde gleichzeitig. Der Häuptling nickte ernst. „Der Wegweiser stammt von uns. Wir haben darauf die 422 km draufgeschrieben, das soll abschrecken. Niemand würde es wagen, ohne Vorbereitung einen 422 Kilometer langen Marsch durch die weiße Wüste auf sich zunehmen. Damit konnten wir alle Feiglinge, Schwächlinge, Diebe und auch Händler vom Dorfe fernhalten. Also die 422 Kilometer dienen zur Abschreckung jener, die nicht würdig sind, in Holaska zu leben. Sollte es tatsächlich welche geben, und es gibt sie immer wieder, dann würden die wilden, kraftvollen Pokemon sie einschüchtern. Oder sie würden durch Mutternatur gnadenlos zur Strecke gebracht. Nur die Harten kommen in den Garten! Aber das kennt ihr ja bereits. Nun denn, hin und wieder schicke ich eine Patrouille, um nachzusehen, ob es doch noch Würdige in unser Land ihr Unwesen treiben. Und siehe da, vor mir sitzen zwei Würdige, die es sogar zu Krieger geschafft haben“, erzählte Siba. Seine Worte sprudelten aus ihm heraus. Wie ein Wasserfall erklärte er ihnen ihre Methode. „Okay, also ist das hier Holaska, richtig?“, hob Marco an. Siba schüttelte den Kopf. „Leider nicht ganz richtig. Das hier ist nur ein Teil von Holaska. Ich nenne sie gerne die Vorhut. Hier lassen wir mal unsere Würdigen rasten und an die kalten Temperaturen gewöhnen. Und wenn sie sich als Krieger erweisen, dann erlauben wir ihnen, das richtige Holaska zu besuchen“, erklärte der große Mann.

„Das ist wirklich geschickt von euch, aber wo befindet sich das richtige Dorf denn?“, erwähnte Leon schließlich. „Ja genau, wo ist nun Holaska? Bitte sag nicht, dass es 380 Kilometer weit entfernt ist“, meinte Marco demotivierend. „Keine Sorge ihr zwei, Holaska befindet sich in der Nähe. Es gibt nur einen richtigen Weg dorthin. Allerdings müsst ihr einen Eisberg passieren. Eventuell habt ihr ihn schon gesehen. Er befindet sich weiter nördlich von meiner Villa aus. Dort steht ein riesiger Eisberg, tatsächlich komplett aus Eis“, erzählte der Häuptling ernst. „Ein ganzer Berg aus Eis eh, wie sollen wir den bitteschön bezwingen? Wir können kaum darauf klettern. Wir -“, Leon wurde von Siba unterbrochen. „Ganz ruhig, niemand erwähnte, dass ihr klettern müsst. Am Eisberg erschien vor langer Zeit ein Tunnelloch, gleich am Anfang und natürlich auch am Ende. Dort draußen liegt Holaska. Ihr müsst nur den nicht einmal 4 Kilometer langen Tunnel durchqueren. Klingt doch super, nicht wahr? Und da ihr beide Holaska-Krieger seid, könnt ihr problemlos passieren“, sagte Siba freundlich.


„Danke Siba, dass du uns hilfst, obwohl wir eigentlich Fremde sind“, bedankte sich Marco. „Ihr seid keine Fremde mehr, ich sagte doch bereits, dass ihr Krieger von Holaska seid. Nun geht schon. Ihr könnt von meiner Villa Essen und Trinken mitnehmen, bedient euch ruhig“, bot Siba ihnen seine Gastfreundschaft an. Die Trainer bedankten sich erneut und füllten ihre Rucksäcke voll mit Lebensmitteln. Als sie dabei waren, die warme Holzvilla zu verlassen, kam ihnen Siba entgegen. „Bevor ihr weg wandert, möchte ich, dass ihr das im Namen als Holaska-Krieger annehmt“, sagte der Häuptling und gab jeden von ihnen einen mysteriösen Ring. „Was ist das, ein Glücksbringer?“, scherzte Leon. Siba grinste. „Das mein Leon ist ein Z-Ring. Setz es mal auf“, forderte er auf. „Ja aber, was ist dann mit dem Poketech, den brauchen wir unbedingt“, erwiderte Leon und legte seine Hand auf das Poketech. Doch plötzlich schaltete sich Marco in das Gespräch ein. „Leon, du kannst den Bildschirm vom Band trennen. Der Poketech ist nicht auf ein Armband angewiesen. Wir können es also problemlos auf verschiedenen Armbänder tragen, auch auf diesen Z-Ring“, erklärte der blonde Trainer und grinste angeberisch, als Leon peinlich dreinschaute. Schnell wechselten sie ihre Armbänder und legten den Bildschirm, das Poketech, auf den Z-Ring.

„Stylisch“, sagte Leon grinsend. „Der Kristall ihm ihn ist der sogenannte Z-Kristall. Den braucht ihr um die unglaublich mächtigen Z-Attacken durchführen zu können. Jeder Typ hat seinen eigenen Z-Kristall. Dieser hier ist für den Trainer. Die anderen, je nach Type, gibt ihr dem Pokemon zu tragen. Ihr werdet beim Einsetzen eine Kraft spüren. Eure Instinkte werden euren Körper leiten und ihr vollführt danach die richtigen Bewegungen. Sobald ihr auf den Kristall drückt, werdet ihr in starker Aura umhüllt. Danach wird euer Pokemon euch diese Aura mit seiner verschmelzen. Am Ende besitzt das Pokemon die beiden kraftvollen Auren und vollführt die starke Z-Attacke! Die einzigen Nebenwirkungen sind, dass es mental anstrengend sein wird. Deshalb ist sie nur einmal pro Kampf einsatzbereit. Danach müsst ihr euch ausruhen. Solltet ihr es dennoch wagen, zweimal anzugreifen, so wird euer Körper nicht sonderlich erfreut sein“, erklärte Siba ausführlich die Mechanik der Z-Attacken.

„Vielen Dank Siba, du bist eine große Stütze auf unserem Abenteuer!“, sagte Marco fröhlich. „Ja wirklich, danke dir Siba“, stimmte Leon zu. „Ach, ihr zwei seid schon was Besonderes. Kommt mich bitte dann nochmals besuchen, nachdem ihr in Holaska brav trainiert habt“, lud der Häuptling ein. Die beiden bejahten dies und machten sich auf den Weg zum Eisberg. Vom weiten her konnten sie schon seine Gestalt erkennen. „Der ist wirklich komplett aus Eis“, meinte Marco. „Jep, und dort ist der Tunneleingang“, Leon deutet auf den Eingang. Als sie davorstanden, las Marco vor, was auf einem alten Schild stand. „Eispfad“, las er. „Scheint so, als ob es ziemlich dunkel dort drinnen ist“, erwähnte Leon. Trotzdem marschierten sie hinein. Im Inneren des Berges sah es wunderschön aus. Alles war aus Kristalleis. Je weiter sie den geraden Pfad entlang gingen, desto heller wurde es im Inneren. Die Sonne brachte mit ihren Strahlen den Eisberg zum Leuchten. „Unglaublich hier. Alles ist so ruhig. Der Boden, die Wände, die Eiszapfen an der Decke, sie alle glitzern“, staunte Leon. „Der Eispfad ist wirklich toll. Ich bin froh, dass ich hierhergekommen bin. Solch ein Ort sieht man nicht alle Tage“, sagte Marco, dabei glänzten seine Augen bei dem Anblick. „Lass uns eine kleine Pause einlegen, ich habe Hunger“, meinte Leon und setzte sich auf einen von Eis geformten Sitzplatz. Marco suchte sich auch einen schönen Platz und gemeinsam aßen und tranken sie, während sie den hübschen Eisberg begutachteten...
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Re: Auf in die Welt

#1291499 von KleinKokuna
23.07.2017, 13:59
Also für deine allererste Geschichte ist das wirklich richtig gut :)!

Der Anfang ist zwar wirklich etwas holprig, aber das wird rasch besser und spätestens mit dem Auftreten deiner wirklich skrupellosen Schurken von Team Alpha geht's richtig los! Mit denen hast du dir eine richtig üble Truppe ausgedacht, wo man sich schon interessiert fragt, wie die beiden Protagonisten damit wohl fertig werden und auch wie ihre übrigen Reise wohl weiterverlaufen wird.

Was außerdem noch klasse ist, ist die Tatsache, mit welch schöner Regelmäßigkeit du deine Story fortsetzt, da kann man schon ein wenig neidisch werden :D.

Bin schon neugierig, wie sich deine Geschichte entwickeln wird^^.
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