Schreibe eigene Geschichten über Pokémon und deine Lieblings-Charaktere.

Sammlung

#947367 von Markus95
12.02.2013, 12:00
Hallo und ohne viel Gelaber hier meine Sammlung!


Meine Einreichung zum ersten inoffiziellen #storywriter-internen Kühlschrankgedichtwettbewerb. Zeichnet sich aus durch seinen balladenartigen Stil. (Der zugehörige Wettbewerb läuft übrigens noch, allerdings nicht hier im Forum.)



Packeisträume


Als ich auf meinem Stuhle saß
da plagte mich ein Appetit
nach eisgekühltem Tiefkühlfraß
und einem Käsehexoid.

So stand ich alsbald vor der Kammer,
wo ich den Vorrat angehäuft,
um vorzubeugen Winterjammer
und Fäulnis in der Sommerzeit.

Und wie im Traum begann ich eilig,
das Tor zur Fülle aufzustoßen,
und aus dem Dunkel traten Würste,
ein Packen Milch und gute Soßen.


      **************

Bald lief ich hungrig durch die Steppe,
ein kalter Wind blies vor mir her,
um mich spross aller Art Gemüse,
die Luft von Mozzarella schwer.

Wie ich dann stieg wurde es milder,
ich fand mich staunend vor Melonen,
um mich herum grellbunte Schüsseln
und noch vom Vortag saure Bohnen.

Leis keuchend kam ich an den Gipfel,
wo mich ein Joghurt mahnend grüßte,
daneben spätantike Eier
und ganz am Rand ein Erdbeerzipfel.


      **************

Dann ward die Stille jäh durchbrochen,
von meinem Hunger knackte Eis
durch neue Arktis stob ein Blizzard,
der Frühling war gehüllt in Weiß.

Nicht aufzuhalten die Lawine,
die niederging ins Tal herab
und auf den Boden fielen Butter,
und Milchschnitten und Brotbelag.

Und als sich dann die Wehen legten,
war ungehindert frei mein Blick,
in einem Eisblock eingeschlossen
fand ich gesuchtes Pizzastück.


      **************

Dann schloss ich hinter mir die Türe
ganz warm war mir und unbeschwerlich,
doch fesselte mich ein Gedanke:
Ein Abtauen ist unentbehrlich!



Meine Abgabe für den FFEWB #2. Die einzelnen Teile hab ich mit Überschriften gekennzeichnet. Anfangs hatte ich den Übergang von Teil 2 zu Teil 3 eine Zeile höher vorgesehen, habe das dann aber taktisch nochmal verändert. Die Geschichte hat alle Runden überstanden und den zweiten Platz erreicht. Nur ganz leicht verändert gegenüber dem Wettbewerb, hier bin ich ja an keine 400-Wörter-Grenze mehr gebunden und muss nicht einfach Wörter rausstreichen. Diese Geschichte wurde zur FF des Jahres 2013 gekürt.




Das Luftschloss


    1. Teil
Es war eine außergewöhnlich sternenklare Spätsommernacht. Der Mond war schon längst unter dem Horizont verschwunden und der flimmernde Schein der Stadt lag in weiter Ferne. Quer über den Himmel ergoss sich die Milchstraße, Tausende von funkelnden Sternen erleuchteten den Nachthimmel. Am Rande der Ebene zirpten lautstark Grillen, jedoch nicht laut genug, um nicht von dem Rufen und Lachen einer Gruppe Männer und den Geräuschen ihrer Arbeit übertönt zu werden.

Zwei der Arbeiter standen vor einem großen Wagen, den sie entluden. Der eine trug ein schlabbriges graues Unterhemd, der andere einen ansehnlichen, aber schon in die Jahre gekommenen langen Wollmantel.
    „Wie lange das wohl dauern wird?“, fragte der Mann mit dem Hemd und rieb sich den Schweiß.
„Schon ein paar Jahre“, antwortete der andere und lachte. Anscheinend machte die Arbeit ihm nichts aus.
„So ein Aufriss hier, nur wegen dem König“, rief der erste, „ist doch eh egal, wer dort an der Spitze steht.“ Er kratzte sich an seinem markanten, kantigen Kinn, das ein stoppeliger Bart zierte.
„Der Herr König macht immerhin einen netten Eindruck auf mich“, erwiderte der Mann mit dem Mantel.
„Wieso das denn?“, murmelte der andere verächtlich, „schonmal mit ihm gespeist?“
Er schien keine Antwort darauf zu erwarten. „Ich versteh immer noch nicht, warum wir in der Nacht anfangen müssen, dieses Ding aufzubauen.“

Sie hatten die Anweisung erhalten, dem Herrn König ein Luftschloss zu errichten. Nicht irgendein Schloss, sondern eine Festung des Lachens. Hoch sollte es sein, und bunt. Damit es schon aus der Ferne die Besucher anlockte, mussten die Wände leuchtende Farben tragen. Vor allem aber sollte es luftig sein, mit Mauern aus Leichtigkeit, und wer es bestieg, der sollte von einer frischen Brise umweht werden und ungehindert von schwerem Gebälk in den Himmel blicken können. Man wollte, dass es denjenigen Freude bereitete, die es betreten durften, und das würde es gewiss. Und vielleicht wäre es sogar möglich, damit bei manchen einen guten Eindruck von dem Herrn König und dem, was er anführte, zu hinterlassen.

Es dauerte lange, ehe der Bau seinem Ende entgegen ging. Fast ausnahmslos dieselben Männer, die mit den Baumaßnahmen begonnen hatten, standen auch nun vor den Toren des Schlosses. Das schallende, raue Gelächter des Mannes mit dem kantigen Kinn hallte durch den festlich geschmückten Hof. Er hantierte gerade mit Werkzeug herum, als er einen Stupps auf seiner Schulter spürte. Er drehte sich um und sah den Bären, der hinter ihm stand.


    2. Teil
Ein Bär von einem Mann. Riesenhaft und breitschultrig starrte er auf den anderen herab.
    „Seid ihr bald fertig? Es wird Zeit“, sagte er mit deutlicher Ungeduld in der Stimme.
Die frühe Sommersonne zog Nebel aus der Wiese, der in langsamen Schwaden nach oben stieg.
„Ja, wenn du uns nicht hetzt“, erwiderte der Angesprochene, welcher wieder – oder immer noch – sein graues Unterhemd trug. „Mit einer fürstlicheren Entlohnung würd ich noch schneller arbeiten.“
„Der Herr König kommt in ein paar Stunden und eröffnet das Fest. Dazu noch seine Gefolgschaft und hohe Gäste. Beeilt euch.“
Der kleinere Mann runzelte die Stirn, dann sagte er: „Ich seh schon das Aufgebot an Kutschen.“

Am Nachmittag begann das Fest. Am Rande des Platzes, auf einer Anhöhe, ragte hoch und erhaben das fertige Luftschloss auf. Das Bauwerk bestand aus drei riesigen Abschnitten, bunten Vorsprüngen und Podesten, die verschiedenartig verbunden waren. Noch war es menschenleer, doch am Eingang hatte sich bereits eine große Traube versammelt, die auf Einlass wartete.

Dann begannen die Reden. Zuerst sprach ein älterer Mann – der Vorgänger vom Herrn König? – danach ein großgewachsener, stattlicher und zum Schluss der Herr König selbst. Er stand auf einer kleinen Bühne, etwas abseits vom Luftschloss, und der Wind wehte nur Fetzen seiner Worte zu denen, die hier standen:
    „Verehrte Damen – Geschichte vieler Jahre – Ehre als neuer – besondere Freude – meinen Vorgänger – wenn ich nicht – einen Kopf kürzer –“
Die Menge auf den Bänken an der Bühne lachte auf. Ein Mann mit maßgeschneidertem Anzug klatschte in die Hände.
„Verdienste“, wehte es weiter, „es heißt – Reiche, welche wir – verteidigen – sichere Häfen – der Gesellschaft – Stadtbücherei – Sie sehen, wir bauen keine Luftschlösser!
Schließlich hörte man noch wie der Herr König „Herausforderungen“ sagte, ehe er endlich „eröffnet“ ausrief.

Sofort wurde das Luftschloss bevölkert. Lautes Lachen breitete sich aus und Fröhlichkeit war in die Gesichter geschrieben. Vom höchsten Punkt konnte man den geschmückten Platz und die rasch vorbeiziehenden Wolken beobachten, die weiß über dem Luftschloss schwebten. Es wirkte so friedlich.

Das Lachen war nicht verebbt, als sich unvermittelt Schreie darin mischten. Unter den nun tief herabgeneigten Zinnen des bebenden Schlosses erhob sich plötzlich schrilles Kreischen, gefolgt vom Brüllen der nahenden Eindringlinge. Kletterer krochen von außen an der Mauer nach oben. „Feindliche Eroberer“, rief einer im Schloss.

Der Herr König hatte das Luftschloss nicht betreten. Er stand in der Ferne und beobachtete regungslos das Treiben. „So wild“, sagte er.


Und von den Wänden strömten die Kinder ins Innere.


    3. Teil
Ungestüm versuchten sie, die Verteidiger aus dem Schloss zu drängen. Manche strauchelten, im Gemenge gefangen, und gingen zu Boden. Ein Junge mit dem Gesicht eines Löwen reckte triumphierend eine Hand in die Höhe, als ihn plötzlich vom Boden her ein Clownsmädchen packte und nach unten riss. Der Kampf setzte sich fort, aber in die Schreie mischte sich Lachen.
Und dann begann es zu regnen. Große, schwere Tropfen ergossen sich trommelnd auf die Festung und ließen die Kämpfenden aufblicken. Als das Schloss sich leerte, blieb unklar, welche Partei die Schlacht gewonnen hatte. Stumm stand stand es nun, im prasselnden Regen. Auf dem Platz vor dem Schloss wurden große Schirme geöffnet und die Pavillons füllten sich. Sie boten mehr Schutz vor dem Regenschauer als das Luftschloss, denn es hatte kein Dach.

Nachdem sich die Wolken gelichtet hatten, tauchte schon die Abendsonne den Hof in rotgoldenen Schimmer. Der Herr König stand etwas durchnässt in der Mitte und ließ den Blick schweifen. Die Girlanden hingen nass herab und das Luftschloss war eingefallen und leer. Die großen Türme waren gekippt und die mächtigen Zinnen hingen umgeknickt nach unten. Ein leises Zischen war aus dem Inneren zu vernehmen. An den Toren standen Arbeiter, die es auseinandernahmen und den Stoff auf große Wagen stapelten. „Sowas hätte ich auch gern im Garten stehen“, rief der Mann mit dem grauen Unterhemd, „das wird noch vielen Freude bereiten.“ Das Luftschloss würde an anderer Stelle bei anderer Gelegenheit wieder errichtet werden, für einen anderen als den Herrn König.

Hinter ihm näherte sich ein älterer Mann mit Krawatte, der auch eine Rede gehalten hatte.
    „Herr König“, rief er erfreut, „ich wollte mich noch bei Ihnen verabschieden. Ziemlich viel los gewesen dieses Jahr, finden Sie nicht auch?“
„Wir sind viele Kugelschreiber losgeworden“, antwortete der Herr König, „aber Kugelschreiber sind noch keine abgeschlossenen Bausparverträge.“
„Machen Sie sich keine Sorgen“, erwiderte der ältere Herr, „Sie sind nicht umsonst der neue Vorstand.“ Er rieb sich an seinem Schnurrbart. „Na, ich muss dann, den Ruhestand genießen. Bis dahin haben Sie ja noch eine Weile!“ Heiter drehte er sich um und ging. Die Drehtüren schnarrten, vom Ende des Sommerfestes kündend.

Der Herr König, der neue Vorstand, blickte mit flauem Gefühl auf das in sich zusammengesunkene Luftschloss. So viel Geld sie auch tagtäglich bewegten, so viel Geld er auch selber dafür bekam, er hatte das Luftschloss nicht betreten dürfen. Manche beneideten ihn, er aber hatte an diesem Tag die Kinder beneidet. Doch nun war die große Hüpfburg abgelassen.



Kam im Dicht-WB erstaunlich gut an (3. Platz). Dort allerdings in einer kürzeren Version veröffentlicht als hier, musste ja die Versbeschränkung einhalten und hab z. T. taschenspielermäßig einfach Verse zusammengeworfen. Es gibt jetzt verschiedene Versionen, die kurze aus dem Wettbewerb, die hier veröffentlichte einigermaßen ausbalancierte mittellange Version, und die lange Version, mit ein paar mehr Versen, wobei ich nicht weiß, ob die es besser machen! Hier gibt es die drei Versionen im Vergleich :|





Prismanias Fahrstuhl


– Erdgeschoss –
Es strömen die Leute so rasch vorbei,
sie sind mit Tüten beladen
ich stehe und warte, es warten noch zwei
mit mir in den großen Arkaden
zwei unbekannte, füllige Frauen
leis redend stehen sie dabei
als wir auf die Fahrstuhltür schauen.

Die Tür geht auf, heraus kommt ein Mann
er hat einen Schnurrbart, er blickt mich an
nur flüchtig und drängt in die Menge,
wir drängen in die Enge.
Als wir die Knöpfe drücken,
beginnt der Fahrstuhl zu rücken.

– 1. Geschoss –
Der Fahrstuhl rauscht so leise und sacht
Es wird langsam dunkel, es wird langsam Nacht.
Doch von dem Wandel der Tageszeit
sind wir hier beinahe befreit
in fensterlosen Räumen.

Es rauscht so leise der Fahrstuhl empor,
die Blicke treffen sich selten.
Die eine Frau blickt auf ihre Uhr.


– 2. Geschoss –
Die Tür geht überraschenderweise
leise auf der anderen Seite auf.
Die Frauen eilen heraus, die Gemeinschaft bricht,
herein kommt ein Junge mit breitem Gesicht.



– 3. Geschoss –
Ich taumle in Gedanken
der Fahrstuhl bleibt stehn, ich komme ins Wanken,
kratz mich an der Nase und ruh mich dann aus,
der Junge tritt aus dem Fahrstuhl heraus (nun bin ich allein).



– 4. Geschoss –
Wie viel ich heute gekauft habe:
zwei TM, fünf Hyperbälle, einmal Carbon und eine Bienenwabe
(bin nämlich Imker).

Der Fahrstuhl stockt und bleibt dann stehen.
Mein Haar sich lockt, man kann es sehen.
Die Tür geht nicht auf, ich sitze hier fest.
In meiner Tasche habe ich doch
wenigstens einen Apfelrest noch
den kann ich essen, falls es noch etwas länger dauert,
ich fühle mich etwas eingemauert
und drücke auf die Klingel –
Die Zeit ist gedehnt, eng ist der Raum.

Ich warte und warte
und warte und warte
und warte und warte
und schweife umher
„250 Kilo Maximalgewicht“
– nein, so viel wieg ich nicht, bin nicht so schwer (daran kann’s also nicht liegen).
Ich will heute noch die Blumen gießen und etwas Marmelade kochen
und mag hier nicht übernachten.

Die Tür bricht auf, ein blauer Mann
kommt herein und redet mich an
gelangweilt mit Werkzeugkasten.

Ich gehe heraus und haste zur Treppe
und kaufe mir eine Erfrischung.



Eine rätselhafte Begegnung


Es war noch eisig kalt und die Safcon hingen um diese Jahreszeit den ganzen Tag völlig regungslos an den Bäumen. Große Brocken aus Erde lagen am Rande der Felder, fast wie Beton. Doch über viele kurze Mittage hatte es die Sonne geschafft, den Schnee allmählich zu tauen, sodass nun wieder die altgrüne Wiese und das Laub vom Vorjahr zum Vorschein kamen. An manchen Tagen konnte die Sonne schon morgens den Frost aus dem Boden ziehen und ließ winzige Wassertröpfchen glitzernd aus den leeren, dunkelbraunen Feldern emporsteigen. Die immer früheren Sonnenaufgänge und der erstarkende Gesang der Vogelpokémon kündigten an, dass sich der Winter allmählich in den Frühling verwandelte. Sonnenstrahlen fielen durch die kahlen, alten Wipfel der Apfelbäume und man konnte drei lila Rattfratz sehen, die vergnügt an den alten Äpfeln vom Vorjahr kauten.

Ein Pokémon saß auf einem gefrorenen Erdklumpen und beobachtete die Safcon an den Bäumen. Nachdem es keine Veränderung bemerkt hatte, glitt es von seinem Feldbrocken herab und zog nun leise über das Feld auf eine Hecke zu. Es überflog ein paar Büsche und folgte einer kleinen, engen Landstraße. Immer höher steigend sah es zu, wie die Straße schließlich in einer größeren mündete, die dann in eine Ortschaft führte – Malvenfroh City, die rätselhafte Stadt. Nun sahen die Autos aus wie kleine rote, schwarze, weiße und blaue Knacklion einer nahen Wüste, die sich rasch über die große Straße bewegten, die plötzlich eine Kurve nahm und in einem Tunnel verschwand. Unbekümmert schwebte das Pokémon über eine Wiese, aus der sich viele stillstehende Windräder erhoben, ein jedes wie eine Kopie der anderen. Am Rande der sanft verlaufenden Hügellandschaft befand sich ein großes Transformatorenwerk, das den Strom aus den Windrädern umwandelte. Aus dem großen, unsichtbaren Tunnel schlängelte sich die breite Straße wieder hervor und das Pokémon schlug in der Luft einen Purzelbaum. Von weitem konnte man schon das große Schild der Raststätte »An den Wasserfällen« entdecken. Hinter dem Parkplatz gab es einen kleinen, versteckten Bereich, auf dem große Behälter standen, die regelmäßig mit Futter gefüllt waren. Das Pokémon sah schon die mit Kaugummi beklebten Bänke des Rastplatzes, schaukelte sacht herab auf den lehmigen Boden und landete hinter einer Gruppe von Bäumen direkt vor einer großen Schale. Darin lagen in lila und blassrosa, als leckerste von allen, unzählige Pokériegel.

In einen großen Müsliriegel, den er von der Rückbank seines perlmuttfarbenen Toyotas genommen hatte, biss ein Mann. Obwohl man hier einen Parkplatz hingesetzt hatte, konnte man doch noch von weitem die Landschaft sehen. Kleine Bäche umflossen den Platz, sie waren aufgrund des schmelzenden Schnees angeschwollen und transportierten mancherorts alte Eisschollen. In den Wipfeln einiger alter, kahler Bäume hingen noch Birnen. Der Mann hatte sich einen großen, sommerlichen Strohhut aufgesetzt und lief nun rasch zu den mit Kaugummi beklebten Bänken, um sich hinzusetzen. Auf seiner Fahrt hatte er plötzlich einen so starken Hunger bekommen, dass er unbedingt auf einen Rastplatz fahren musste, um sich zu stärken. Er hatte ja auch ziemlich lange im Stau gestanden. An ihm liefen Trainer vorbei, die sich über das wieder bessere Wettkampfwetter unterhielten, einander ihre Orden zeigten und damit prahlten, was für Pokémon sie schon gesehen hatten. Einer sagte, an ihm wäre schon einmal ein Latios oder Latias vorbeigezogen, aber vielleicht war es auch nur ein Ibitak mit bunten Federn gewesen. Die Trainer liefen an der Bank des Mannes vorbei und beachteten ihn nicht weiter, was entweder an ihrer Geschäftigkeit oder an seinem Strohhut lag. Manchmal wurde er nämlich einfach so angesprochen – und er wurde nicht nur so genannt wie ein bekannter Fernsehmoderator, er sah meistens auch so aus (nur früh morgens nicht, wenn er sich seine Haare noch nicht zurechtgekämmt hatte).

Wo gab es denn hier nur einen Papierkorb? Der Mann, der wie ein Fernsehmoderator aussah, blickte sich rasch um, aber nirgends war ein Papierkorb für die Verpackung seines Müsliriegels zu finden. Wer baute denn Rastplätze ohne Papierkörbe neben den Bänken? Der Mann sah hinter dem asphaltierten Platz einen lehmigen Weg, der zu einer kleinen Baumgruppe führte. Am Rande blitzten einige sanft von Gras umwachsene Stahlcontainer, in die man vielleicht eine Verpackung einwerfen konnte. Er bog um die Ecke, nahm seinen Strohhut ab, um sich am Kopf zu kratzen – und dann plötzlich sah er es: Ein blassrosanes Pokémon schwebte vor einem großen Stahlbottich. Er hatte ein solches Pokémon noch nie gesehen, aber er wusste, es musste ein Mew sein. Das Pokémon blickte ihn sehr erstaunt mit seinen blauen Augen an und er blickte sehr erstaunt zurück. An den Bäumen hingen unbeachtet mehrere Safcon, die sich zwar nicht bewegten, aber die Situation aufmerksam zu beobachten schienen. Leise raschelte es im Laub auf dem bemoosten Boden. Mehrere Sekunden vergingen, dann glitt das Pokémon, das aussah wie ein Mew, plötzlich zurück hinter ein paar kleine Büsche. »Das ist ja nicht zu fassen«, sagte der Mann leise zu sich. Er blieb noch lange stehen, aber als sich nichts mehr tat, wandte er sich um und ging den lehmigen Weg zurück. Und wie er sich abgewandt hatte, kam das erstaunte Pokémon aus den Büschen hervor, verwandelte sich in ein Ditto und sagte daraufhin zu sich leise: »Ditto!«

Und hätte sich der Mann jetzt umgedreht, er hätte nichts weiter gesehen als drei lila Pokémon, die vergnügt an frischen Pokériegeln kauten.


Die zwei Pokémon, die Wandler erlernen können, sind hier mit abgebildet.
Sie können sich in Pokémon verwandeln, die sie gerade gesehen haben. Verwandlungen aus dem Gedächtnis sind selten.


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Diese Geschichte wurde in einer veränderten Version Platz 5 (von 10) im Filmmusikfanfictionwettbewerb. Die Musik dazu ist Mews Thema.
Zuletzt geändert von Markus95 am 12.02.2014, 13:15, insgesamt 52-mal geändert.
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Re: Sammlung

#947409 von Hatori
12.02.2013, 13:54
Nun gut. Dann sag ich mal ein wenig dazu. :x

Also im großen und Ganzen eine nette und stimmige Geschichte. Kenne ich ja schon vom FFWB. Auch wenn diese etwas modifiziert ist, muss ich leider sagen, dass die ganze Story etwas schleppend zu lesen war. Das liegt aber nicht daran wie du es geschrieben hast, sondern daran, dass ich die Story zu sehr mit der Titelmusik von Mew assoziiere. Deswegen hat die Story ohne die Musik ein bisschen weniger Eindruck auf mich. :x

Ansonsten ist sie echt schön gestaltet. Ich persönlich hätte dann eventuell die Szene mit dem Mann noch mehr ausgeschmückt. Also halt noch mehr bildliche Eindrücke hinzugefügt, ein paar Metaphern etc. So in der Art.. Er schaut ins Tal herab (das Tal ist jetzt nur mal so als Beispiel gedacht, auch wenn da keins ist haha) und sieht tanzende Libelldras usw. Würde auch denk ich, die Sache mit der Musik wieder in einen Ausgleich bringen. Muss ja auch dazu sagen, Leute die, die Story mit Musik nicht gelesen haben, bekommen von dieser Version natürlich einen anderen Eindruck denk ich.

Aber good Job! :)
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Re: Sammlung

#948405 von Rumo
16.02.2013, 03:02
So, nachdem mich heute jemand freundlich auf ein gewisses Versprechen hingewiesen hat, das ich noch abzuarbeiten hätte, fange ich damit doch gleich mal an. Und was könnte sich dafür wohl besser eignen als die Geschichte, mit der die meine schlussendlich gemeinsam unter dem Podest stand...

Zunächst muss ich Hatori beipflichten, dass die Geschichte mit Musik wesentlich besser wirkt als ohne. Aber das sehe ich eigentlich gar nicht als etwas negatives, denn das war schließlich auch irgendwie der Punkt bei diesem Wettbewerb. Jedenfalls passen die Verspieltheit von Text, Hauptfigur und Musik hervorragend zusammen. Der Text an sich ist nichts weltbewegendes, eher ein "ganz normaler Tag" in der Pokémonwelt - aber hey, das ist ja nichts schlechtes. Muss schließlich auch mal etwas leichtere Geschichten geben zwischendurch, die man einfach nur durchlesen kann und dabei gut unterhalten wird.
Wie schon im Wettbewerb kurz erwähnt frage ich mich aber immer noch, ob du aus der ganzen Ditto-Verwandlungsidee nicht doch noch etwas mehr machen hättest können. Denn dessen Teil, mit den idyllischen und zugleich lockeren Landschaftsbeschreibungen geht irgendwie viel zu schnell vorüber. Ich will damit gar nicht sagen, dass der andere Teil mit dem Fernsehmoderator schlecht ist, aber es ist irgendwie eine eigene, andere Geschichte und ich bin mir nicht sicher, ob sie wirklich so viel Raum in dieser Geschichte hier einnehmen sollte. Nichtsdestotrotz würde ich aber auch und gerade von diesem Charakter gerne noch etwas mehr lesen - wie wäre es mit einem kleinen Crossover zur Rübenroten FanFiction? Vom Stil her erinnert die Passage um den Moderator eh schon an die etwas ruhigeren Parts besagter FanFiction.

Was kann ich sonst noch sagen? Achja, der letzte Satz hat mich etwas irritiert. Dieser legt ja nahe, dass dort am Ende drei Rattfratz versammelt sind - ganz ähnlich wie am Anfang. Sind das also alles Ditto? Falls dem so ist, finde ich es etwas irritierend, dass man von den anderen beiden in der übrigen nichts mitbekommt. Ich hatte kurzzeitig mal gedacht, sie wären sonst in Form der Safcons in Erscheinung getreten, aber zum einen fehlt auch dann noch die Erklärung wie sie plötzlich von dem einen Ort zum anderen kommen und zum anderen passt das meines Erachtens auch nicht so recht zum Anfang.
Ist da also doch noch eine Ebene mehr in dieser Geschichte als ich dachte? Oder interpretiere ich hier vielmehr mehr hinein als es dort eigentlich zu interpretieren gibt?
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Re: Sammlung

#948428 von Markus95
16.02.2013, 12:07
Na ja, ich habe versucht, das ganze rätselhaft und mehrdeutig zu machen, aber offenbar kommt das leider nicht so ganz raus. Darum werde ich mal ein bisschen erklären, auch, wenn man das ja eigentlich nicht macht :|. Das besondere an der Geschichte sollte eigentlich sein, dass man nicht weiß, wer hier wem begegnet - ist der Fernsehmoderator wirklich ein Fernsehmoderator oder bloß ein Imitator? Er wird so genannt wie ein bekannter Moderator, das könnte aber auch heißen, dass er eigentlich anders heißt – er sieht so aus, aber nur wenn er sich die Haare zurechtgekämmt hat - andererseits, wer sieht früh morgens schon aus wie ein Fernsehmoderator? Dafür, dass er doch ein Moderator ist, spricht, dass er gar nicht erkannt werden will – schließlich hat er einen Strohhut aufgesetzt, und das im Winter.

Und ist das Pokémon wirklich ein Mew, das sich am Ende in ein Ditto verwandelt, oder ist es nur ein in ein Mew verwandeltes Ditto, das sich am Ende zurückverwandelt? (Mew und Ditto können als einzige Pokémon Wandler einsetzen!) Sagt das Pokémon am Ende von sich selbst, dass es ein Ditto ist, wundert es sich darüber, oder sagt es bloß "Dito!" wie als Antwort auf die Aussage des (vermeintlichen?) Fernsehmoderators, dass es selbst kaum fassen kann, wen es da grade getroffen hat? Dafür, dass es tatsächlich ein Mew ist spricht die Neugierde mit der es sich bewegt, andererseits gleitet es am Anfang von einem Erdklumpen, eine Bewegungsform, die eher für ein Ditto spricht - außerdem scheint es ziemlich unvorsichtig.

Als sie sich begegnen, scheinen beide – der Mann und das Pokémon – sehr erstaunt, es ist für beide überraschend und hier auch die Verbindung zum Titel, eine (beiderseitig) rätselhafte Begegnung. Der Mann hat kurz zuvor den Strohhut abgenommen, um sich am Kopf zu kratzen, man kann ihn nun also wieder besser als eventuellen Fernsehmoderator erkennen. Der Mann wartet dann noch eine ganze Weile, aber die Verwandlung des Pokémons in ein Ditto findet erst statt, als er sich umgedreht hat, er geht also unbedingt davon aus, ein Mew gesehen zu haben. Doch selbst wenn es, ohne dass der Mann das weiß, doch nur ein Ditto ist, das sich in ein Mew verwandelt hat, wäre es trotzdem was Besonderes, denn das würde ja heißen, dass das Ditto zuvor ein Mew gesehen haben muss.

Ich habe übrigens auch versucht, das Wandlermotiv durch den ganzen Text hindurch zu verstecken und verwende bewusst bestimmte Ausdrücke, die das andeuten. Ich gebe zu, dass das nicht sehr offensichtlich ist, aber viele Sachen sind ganz bewusst eingesetzt, z. B. das Transformatorenwerk, und die einander gleichenden Windräder. Sogar der Name der Raststätte ist nicht einfach so gewählt, "An den Wasserfällen" spielt auf die Meteorfälle an, in deren Nähe es in der Smaragd-Edition Dittos gibt. Da passen auch die Wiederholungen rein, die ich aber variiere (sie "verwandeln" sich sozusagen). Zum Beispiel bei den Safcon, die am Anfang regungslos sind und beobachtet werden, am Ende dann aber selbst die Beobachter sind. Absichtlich unklar bleibt dann auch, welche Pokémon dann zum Schluss dort fressen, ob es Ditto sind oder Rattfratz (oder sogar als Rattfratz verwandelte Ditto) oder andere Pokémon. Das lässt dann auch die Möglichkeit offen, dass Mew darunter ist. Zwar beschreibe ich es den ganzen Text hindurch als "blassrosa" (und nicht lila), aber es könnte ja dort ja als Ditto verwandelt mitfressen. Wenn dort zwei vorher zwei Dittos waren, könnte Mew sie gesehen haben und sich dann zur Tarnung verwandelt haben und als "drittes Ditto" mitfressen. Oder aber, es war gar kein Mew, sondern nur ein Ditto, dass nun zu den anderen nach einem Ausflug zurückgekehrt ist. Oder aber es frisst mit ein paar Rattfratz, oder, oder, oder ... – Die Absicht war also, das ganze uneindeutig und spekulativ zu machen, was mir aber anscheinend nicht so recht gelungen ist.

Vielleicht kann man jetzt auch etwas besser das Rätselhafte der Geschichte verstehen, wobei es natürlich nicht grade für sie spricht, wenn ich sie erst nochmal erklären muss :|
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Re: Sammlung

#948654 von Rumo
17.02.2013, 03:13
Danke für die Erklärungen :)

Die Unsicherheit, ob es sich nun in wirklichkeit um ein Ditto oder ein Mew handelt, war natürlich klar (ich hab's nur der Einfachheit immer als Ditto bezeichnet - und außerdem weil mir die Geschichte mit dieser Interpretation am besten gefällt (weil es dann im Grunde tatsächlich nur um ein völlig normales Ereignis geht, dass aber trotzdem eine größere Wirkung hat)). Die Parallele zum Moderator habe ich aber tatsächlich übersehen - was schade ist, da sie mir jetzt, da ich sie kenne, ziemlich gut gefällt. Irgendwie war es für mich da aber völlig klar, dass es sich tatsächlich um einen Fernsehmoderator handelt (vielleicht weil ich zu diesem Zeitpunkt deinen Stil schon recht sicher zugeordnet hatte und diese Art von Beschreibung auch recht oft in der Rübenroten FanFiction vorkommt, ohne da wirklich die Bedeutung eines ernsthaften Zweifels zu haben (sondern mehr die Absurdität in eine eigentlich völlig normale Situation zu bringen)).
Doch selbst wenn es, ohne dass der Mann das weiß, doch nur ein Ditto ist, das sich in ein Mew verwandelt hat, wäre es trotzdem was Besonderes, denn das würde ja heißen, dass das Ditto zuvor ein Mew gesehen haben muss.
Nette Idee, ja - sie funktioniert hier in meinen Augen nur nicht so 100%ig, da es ja überhaupt nie etabliert wird, dass Ditto (oder Mew) erst ein anderes Pokémon sehen muss, bevor er sich in dieses verwandeln kann. Ganz im Gegenteil dazu beobachtet es am Anfang ein paar Safcon und verwandelt sich dann in ein Flugpokémon. Darum meinte ich eben im vorherigen Kommentar schon, dass es vielleicht noch ganz nett wäre, wenn jeweils vor den Verwandlungen ganz beiläufig entsprechend passende Pokémon erwähnt werden, sodass diese Ditto-Verwandlungs-Interpretation überhaupt richtig plausibel wird (an der Unsicherheit, ob es sich nun letztendlich um ein Mew oder ein Ditto handelt, (und die ist natürlich schon wichtig), würde das ja nichts ändern.
Ich gebe zu, dass das nicht sehr offensichtlich ist, aber viele Sachen sind ganz bewusst eingesetzt, z. B. das Transformatorenwerk, und die einander gleichenden Windräder.
Das mit den Windrädern gefällt mir, das Transformatorenwerk finde ich aber etwas sehr weit hergeholt. Ich mein, das Transformatorenwerk transformiert ja nicht sich selbst, ebesonso wenig wie der Strom das tut. Hier verwandelt sich nicht etwas selbst, sondern es wird etwas verwandelt (und das hat auch wenig mit einem optischen/äußeren Erscheinungsbikld o.ä. zu tun). Da ist mir die Parallele etwas zu schwach.
Sogar der Name der Raststätte ist nicht einfach so gewählt, "An den Wasserfällen" spielt auf die Meteorfälle an, in deren Nähe es in der Smaragd-Edition Dittos gibt.
Das dagegen finde ich wieder sehr gelungen - der Wüstentunnel liegt zwar nördlich des Schlotberges, die Geschichte dagegen spielt nördlich davon, aber es ist ja nah genug, dass man da mal hin und her wandern kann.
Absichtlich unklar bleibt dann auch, welche Pokémon dann zum Schluss dort fressen, ob es Ditto sind oder Rattfratz (oder sogar als Rattfratz verwandelte Ditto) oder andere Pokémon.
Interessante Festellung hierzu: Für mich sind Ditto eigentlich immer rosa und nicht lila (weswegen es für mich am Schluss auch klar Rattfratz waren (oder eben als Rattfratz getarnte Ditto)), aber wie ich gerade gesehen habe, ist das wohl von Edition zu Edition unterschiedlich und zum Teil sind sie wirklich lila :D
Was mich aber wie gesagt immer noch irritiert, ist das plötzliche Auftauchen der beiden anderen Pokémon am Schluss. Denn irgendwie hat man von denen ja die ganze Geschichte über nichts gehört, aber nun wird ihnen sogar der Schlussatz (mit-)gewidmet. Ich mein, nichts gegen ein paar offen gelassene Fragen, nur habe ich bei denen halt irgendwie überhaupt keinen Anhaltspunkt potentielle Antworten zu finden und sie sind daher nicht so wirklich interessant für mich (im Gegensatz zu der Ditto/Mew-Frage zum Beispiel - da gibt es durchaus gewisse Anhaltspunkte, sodass man zumindest vermutungen anstellen kann - und das wiederum macht solche Fragen interessant).
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Re: Sammlung

#948688 von Markus95
17.02.2013, 12:39
Sehr interessant, was sich hier noch so alles ergibt.

Irgendwie war es für mich da aber völlig klar, dass es sich tatsächlich um einen Fernsehmoderator handelt

Ja, es ist mir leider nicht so toll gelungen, Pro und Contra dafür, dass es ein echter Fernsehmoderator ist, im Text wirklich gleich zu gewichten, was mir wie ich denke bei der Mew-/Ditto-Frage besser gelungen ist.

Nette Idee, ja - sie funktioniert hier in meinen Augen nur nicht so 100%ig, da es ja überhaupt nie etabliert wird, dass Ditto (oder Mew) erst ein anderes Pokémon sehen muss, bevor er sich in dieses verwandeln kann.

Das stimmt. Allerdings ist das schwer, das hier einzubauen, da die Pointe mit der Verwandlung erst ganz zum Schluss kommt. EDIT: Habs mal ganz unten noch als Anmerkung eingefügt.

Ganz im Gegenteil dazu beobachtet es am Anfang ein paar Safcon und verwandelt sich dann in ein Flugpokémon.

Diesen Schritt, dass sich das Pokémon zunächst in ein Flugpokémon verwandelt, hab ich mir so überhaupt nicht gedacht. Mew fliegt ja gewissermaßen auch.
Und ein Vogelpokémon wird kaum "einen Purzelbaum" in der Luft schlagen können. Aber interessant, dass das für dich das so rüberkommt.

Das mit den Windrädern gefällt mir, das Transformatorenwerk finde ich aber etwas sehr weit hergeholt.

Na ja, es ist halt eine ganz verstecke Anspielung, die zu verstehen aber für die Geschichte auch nicht entscheidend ist. Es fliegt halt über eine Landschaft, wo irgendwas hingebaut wurde. Transform ist der englische Name der Attacke Wandler.

Das dagegen finde ich wieder sehr gelungen - der Wüstentunnel liegt zwar nördlich des Schlotberges, die Geschichte dagegen spielt nördlich davon, aber es ist ja nah genug, dass man da mal hin und her wandern kann.

Hier kennst du dich besser aus als ich, ich wusste gar nicht mehr, dass der Ort, wo man Dittos fangen kann auch Wüstentunnel heißt. Ich hatte mir nur gemerkt, dass er zwischen Laubwechselfeld und den Meteorfällen liegt. Für mich ist die Geschichte deshalb tatsächlich nur in einer Richtung geschildert, von Malvenfroh City über die Wüstenroute in Richtung der Dittohöhle. Aber, wenn man das mit dem Wüstentunnel weiß, was ich nicht wusste, wird das ganze eigentlich sogar offensichtlicher, was nicht schlecht ist.


Interessante Festellung hierzu: Für mich sind Ditto eigentlich immer rosa und nicht lila

Was??? Das ist aber ein ganz schön dunkles Rosa :|
Bild
    Bin ich rosa oder was??


Was mich aber wie gesagt immer noch irritiert, ist das plötzliche Auftauchen der beiden anderen Pokémon am Schluss. Denn irgendwie hat man von denen ja die ganze Geschichte über nichts gehört, aber nun wird ihnen sogar der Schlussatz (mit-)gewidmet.

Nun, da hier ja eine ganz beträchtliche Distanz zurückgelegt wird, sind das wahrscheinlich irgendwelche anderen Pokémon, die auch Appetit auf Pokémon haben und zuvor noch nicht aufgetreten sind. Rattfratz oder Ditto oder wie auch immer - es sind halt genauso viele wie am Anfang, da ich diesen Wiederholungsstil einfach interessant fand und um anzudeuten, dass es eben auch Rattfratz sein könnten. Genauso treten auch die Safcon, die zu dieser Jahreszeit regungslos in den Bäumen hängen - wirklich keine seltenen Pokémon - am Anfang und am Ende wie ein Rahmen auf.
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Re: Sammlung

#974931 von Rumo
21.05.2013, 19:52
So, dann fang ich mit dem Feedback zu den Gedicht-WB #03-Gedichten einfach mal bei dir an...

Interessant ist auf jeden Fall schonmal der Vergleich mit den längeren Versionen - der großenteil auch meinen Eindruck im Wettbewerb erklärt: Nämlich dass der erste Teil (Erdgeschoss) der beste und in sich stimmigste ist, während danach einige seltsame Stilbrüche und unvollständig wirkende Verse auftauchen.

Der erste Teil (Erdgeschoss) gefällt mir also - wie gesagt - sehr gut. Er hat einen angenehmen Rythmus, schöne Beschreibungen, erzeugt eine passende Kaufhaus Atmosphäre und wirkt einfach in sich stimmig. Einzige Anmerkung hier: Der Vers "Wir drängen in die Enge." steht da in meinen Augen etwas verloren herum und passt nicht so 100%ig in den restlichen Rythmus (es ist auch der einzige Vers, der ganz alleine für sich steht). Wenn du diesen Vers noch irgendwie mit dem vorherigen (oder besser dem nachfolgenden) verbinden könntest, würde das den Lesefluss mMn noch verbessern.
Der zweite Teil (1. Geschoss) wirkt in der mittleren Fassung wesentlich besser als in der kurzen - wobei letztere hier auch nicht schlecht, nur halt etwas sehr kurz ist. Evtl würde ich aber die Verse "wirken wir hier beinah befreit / in fensterlosen Räumen." vertauschen (etwa "wirken in fesnterlosen Räumen / wir hier beinahe befreit."). Dann sind wären die drei Verse noch etwas mehr miteinander verbunden und der letzte hat noch mehr diesen "abschließenden Charakter" wie ihn die meisten Abschlussverse in deinem Gedicht haben. Den zusätzlichen Vers in der Langfassung finde ich ziemlich überflüssig (der letzte Vers einr Strophe steht hier ja eh öfter ohne Reim, da muss man hier auch keinen erzwingen).
Der zusätzliche Zeilenumbruch im dritten Teil (2. Geschoss) tut dem ganzen sehr gut, da die überlange Zeile in der Kurzfassung hier ziemlich störend war. Der plötzliche Innenreim (nennt man das so?) kommt ein wenig überraschend, aber das passt hier ja ^^
Auch im vierten Teil (3. Geschoss) würde ich noch ein paar mehr Zeilenumbrüche hinzufügen (beim Lesen setzt man die aufgrund der Reime ja eh gedanklich - also warum nicht auch direkt hinschreiben). Den Vasen-Vers finde ich wieder überflüssig - also lieber bei der kürzeren Fassung bleiben. Außerdem habe ich immernoch eine gewisse Abneigung gegen solche geklammerten Ergänzungen - ich fänd es schöner das direkt wieder als eigene Zeile schreiben (evtl. getrennt durch einen Gedankenstrich).
Und damit zum letzten Teil (4. Geschoss): Die Langfassung des ersten Verses macht das ganz nur unnötig umständlich - also lieber bei der kürzeren Fassung bleiben. Der nächste überlange Vers ist etwas irritieren, erfüllt hier aber einen gewissen Zweck, weswegen ich hier damit leben kann. Nur die geklammerte Erklärung finde ich wieder störend - zu meiner generellen Abneigung kommt hier noch ein gewisser Stilbruch: Bisher wirkt hier hin wirkt das Gedicht immer so, als würde das lyrische Ich mit sich selbst sprechen bzw. wir dessen Gedanken lesen. Hier aber wendet er sich nun ganz unvermittelt (und in meinen Augen ohne rechten Grund) an den Leser. Warum also nicht einfach einen dritten abschließenden Vers in der Form "für meine Bienen im Garten/zu Hause", "für mein Teddiursa" o.ä. einfügen (letzteres fände ich natürlich besonders sympatisch ^^). Die nächste Strophe ist wieder ganz schön, nur "Mein Haar sich lockt, man kann es sehen." wirkt hier in meinen Augen wie ein Fremdkörper. Aus sich des lyrischen Ichs macht es nämlich keinen Sinn, diese Beobachtung hier zu erwähnen (da er das ja nicht sieht (und das Haar sich ja wohl kaum erst in diesem Moment lockt)). Dadurch hat man hier das Gefühl, dieser Vers existiert nur des Reims wegen (was nie ein gutes Gefühl ist, bei einem Gedicht). "den kann ich essen, falls es noch etwas länger dauert," würde ich persönlich auf "den kann ich essen, falls es länger dauert," kürzen und "ich drück auf die Klingel (und fühle mich etwas
eingemauert)
" wieder vertauschen sowie auf zwei Verse aufteilen (ohne Klammern!) - das ist aber mehr Geschmackssache, es funktioniert prinzipiell auch so. Die Aufteilung des "warte"-Verses in mehrere passt auf jeden Fall besser, die Langfassung ist dafür aber wieder etwas zu lang - auch hier würde ich also eher bei der mittleren bleiben. Die letzten fünf Verse finde ich wieder sehr schön - sie entsprechen auch wieder vielmehr dem angenehmen Stil des ersten Teils.

Das wär mal so das, was mir zu den einzelnen Strophe einfällt (sehr gute Idee jedenfalls, hier mehrere Versionen zum Vergleich zu stellen - das gibt einem nochmal zusätzliches Kommentiermaterial ^^). Allgemein zum Gedicht habe ich mich ja schon im Wettbewerb geäußert, hier daher nur noch eine letzte Anmerkung zur Form des selbigen:
Für die - ja recht auffällige - Form des Gedichts, fehlt mir momentan nämlich irgendwie noch so der Bezug zum Inhalt des Gedichts. Klar, die Teile sind abwechselnd rechts un links angeordnet, mit einem Wechsel bei jedem neuen Geschoss. Aber warum bedeutet ein neues Geschoss, eine andere Seite? Sinnvoller wäre es da in meinen Augen nur die Strophe zum zweiten Geschoss die Strophe nach rechts zu schieben - denn dort geht es ja gerade darum, dass "die Tür überraschenderweise auf der anderen Seite aufgeht". Dadurch könnte man dann diese Überraschung vom lyrischen ich auch auf den Leser übertragen (der vom "Seitenwechsel" des Gedichts überrascht wird), was eigentlich ein ganz netter Effekt wäre.
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Re: Sammlung

#975026 von Markus95
22.05.2013, 12:26
Danke für deinen Kommentar!

Die von mir bevorzugte und daher auch die hier veröffentlichte Version ist die mittellange. Die lange Version gleitet etwas ins Alberne ab ;). Ich hab mal einige deiner Verbesserungsvorschläge in der hier veröffentlichten Version umgesetzt (wobei die Klammern größtenteils bleiben mussten, die gehören zum Stil dieses Gedichts :|). Sehr interessant finde ich die Idee mit dem ungleichmäßigen Seitenwechsel – tatsächlich soll die Ausrichtung der Strophe auch die Stelle zeigen, an der sich die Tür öffnet. Anscheinend hat das lyrische Ich in der Version mit den gleichmäßigen Türwechseln schon wieder vergessen, wo es in den Fahrstuhl eingestiegen ist, sodass es davon überrascht ist, dass die Tür dann plötzlich auf der anderen Seite aufgeht. Das ist auch eine optische Sache, was dann halt schöner aussieht in der Formatierung. Zu beachten ist auch, dass vom zweiten bis zum dritten Geschoss Plus-Minus-Null mitfährt. Scheint ein Hamburger Einkaufszentrum zu sein.
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Re: Sammlung

#998269 von Rumo
03.09.2013, 00:00
Sodalla, endlich komme ich mal wieder dazu ein bisschen zu kommentieren - und fange damit gleich mal bei meiner Lieblingsgeschichte aus dem letzten Wettbewerb an:

"Das Luftschloss" war während des Wettbewerbs eine der Geschichte, die ich irgendwie überhaupt niemandem zuordnen konnte (speziell in Bezug auf dich war ich natürlich auch noch durch die Geschichte mit den Klammerkommentaren fehlgeleitet ^^). Das Luftschloss hat einfach einen ganz eigenen Stil - der mir unglaublich gut gefällt und zudem auch noch hervorragend zu der Geschichte passt (wenn ich so darüber nachdenke, habe ich eh mehr und mehr das Gefühl, dass bei dieser Geschichte der Stil bzw. die Erzählweise das zentrale Element ist - insofern müsste ich wohl sagen: Die Geschichte passt gut zum Stil). Besonders positiv ist mir dabei aufgefallen, wie konsequent diese Erzählweise durchgehalten wird und selbst zum Schluss - etwa für eine Pointe - mit ihr gebrochen wird (etwa in eine "sachlichere" Perspektive gewechselt wird). Dadurch verzichtet die Geschichte zwar vielleicht auf diesen einen "Pointen-Punkt", auf den in Kurzgeschichten häufig alles zugeschnitten sind, und macht das ganze mehr zu einer Art Prozess, bei dem sich die Pointe mehr und mehr herausbildet - aber das war hier in meinen Augen auch die absolut richtige Entscheidung, denn es passt so einfach viel besser zum gewählten Stil.
Ansonsten fällt es mir auch schon schwer viel mehr zu dieser Geschichte zu sagen. Sie gefällt mir einfach: Es macht Spaß sie zu lesen, sie hat eine nette "Moral" und durch den "Twist" am Ende liest man die Geschichte auch gerne noch ein zweites Mal und stellt sich dabei vor, dass man das ganze aus den Augen des Herrn König sieht.
Der einzige winzige Kritikpunkt, der mir überhaupt einfiele, wäre die schon in meinem Wettbewerbskommentar erwähnte etwas sehr kurz geratene Beschreibung des Luftschlosses. Da hätten mir in Teil 2 ein, zwei Sätze mehr dazu noch ganz gut gefallen (wobei über die ganze Geschichte verteil dann ja doch ein paar nette Beschreibungen zusammenkommen). Bei einer anderen Geschichte würde ich vielleicht noch die etwas klischeehafte Moral des "armen" Bankdirektors, der doch viel lieber wieder ein Kind wäre, kritisieren - aber hier passt es einfach zu gut zu dem märchenhaften Setting als dass ich irgendetwas dagegen sagen könnte.

Alles in allem: Tolle Geschichte, gerne mehr davon (also nicht genau das gleiche natürlich, da das Schöne an der Geschichte ja gerade ihr origineller Stil ist, aber ich denke du verstehst schon, was ich meine ^^)
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Re: Sammlung

#1002084 von N-Friend
22.09.2013, 12:39
Heute ist ein guter Tag, um ein Versprechen einzulösen. Findest du nicht auch?

Ebenso wie Rumo ist diese Geschichte auch mein Liebling aus dem vorangegangenen Wettbewerb. Dass sie zweiter wurde, ist ein Erfolg, ohne Frage. Nur, dass meine Geschichte vor dir gewesen ist, tut mir Leid. Denn mal ehrlich an alle Leser dieses Posts: Welche Geschichte bleib eher in Erinnerung: Die vom blöden Holländer (N-Friend) oder die des Luftschlosses (Markus)? Ich denke, viele pflichten mir bei, dass das Luftschloss mehr Eindruck hinterlassen hat.

Warum? Durch seine Originalität! Eine märchenhafte Geschichte, eine Fabel - eine innovative Idee und ein dazu passender Schreibstil. Das Rezept passt wunderbar, Beschreibungen, die die Sinne schärfen, eine süße Beschreibung der Invasion und eine bittere Moral. Willkommen im Geschmackskarussell! Meinen Geschmack hats auf jedenfall getroffen.

Ich erinnere mich an das Lesen der einzelnen Teile. Zuerst kam ich noch nicht auf die Idee, dass das Luftschloss eine Hüpfburg sein könnte. Viel eher habe ich bei dem märchenhaften Erzählstil etwas Fantastisches erwartet, vielleicht etwas Geflunkertes. Auch im zweiten Teil vermochte ich noch so zu denken, bis zum Cliffhanger. Während du im ersten Teil mit dem Bären (dessen Auflösung fast schon enttäuschend war) einen recht spannenden Klippenhänger gemacht hast, nahm das Ende des zweiten Teils die Energie leider etwas raus (vielleicht ist deswegen auch R2 deine schwächste Runde gewesen). Plötzlich kommt die Auflösung, es wird von Kindern geredet - und ab da war der Verlauf der Geschichte ja schon fast klar. Ich würde entweder das "Kinder" durch "Zwerge" o.Ä. ersetzen oder einen anderen letzten Satz schreiben, der noch Lust auf mehr macht, ohne zu viel zu verraten.
Teil 3 wurde dann nocheinmal richtig gasgegeben und mit der Moral der Geschicht' auch irgendwie eine Identifikation mit dem Herrn König ermöglicht. Wie Rumo schon sagte, plötzlich sieht man die Szene aus einem anderen Blickwinkel, trotz neutraler Erzählung. Man dichtet sich etwas hinzu, versetzt sich in die gleiche Lage. Schönes Ende!

Logik wurde auch immer bewahrt, man sah, dass du einen Plan am Anfang hattest und den strukturiert umgesetzt hast. Was mich nur irritiert ist Folgendes: Warum zur Hölle fingen sie in der Nacht an, zu arbeiten? Oder war das der frühe Morgen, der nur Dunkel wie die Nacht erscheint? (Wobei ein Sommertag für solch ein Fest passender wäre). Außerdem kam der Regen für meinen Geschmack zu plötzlich. Weiße Wolken am Himmel, ein schönes Bild und nicht viel später (zumindest kommt es einem nicht viel später vor) setzt der Regen plötzlich ein. Das Tempo ist hier sehr hoch, was aber wohl auch damit zusammenhängt, dass eine Wortbegrenzung vorhanden war. Auch du bist davon scheinbar nicht verschont gewesen.

Ansonsten finde ich die Beschreibung des Luftschlosses ausreichend. So detailiert, dass man sich vor den Kopf schlägt und sich fragt, warum man nicht eher auf die vermeintlich naheliegende Lösung gekommen ist und so vage, dass man halt nicht eben darauf gekommen ist. Gefällt mir!


Ich hoffe, ich konnte dich mit diesem Kommentar zufriedenstellen. Geschichte macht Spaß zu lesen, saubere Arbeit ;D
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Re: Sammlung

#1002101 von Markus95
22.09.2013, 14:04
Danke für eure Kommentare! Also, so blöd fand ich den Holländer jetzt ja auch nicht, N-Friend :P. Ein paar Antworten zu deinem Kommentar:


Während du im ersten Teil mit dem Bären (dessen Auflösung fast schon enttäuschend war) einen recht spannenden Klippenhänger gemacht hast

Schwierig an der Geschichte war sicherlich, innerhalb von drei Teilen die Spannung zu erhalten. Schließlich war die Geschichte ja wirklich auf ihr Ende hin ausgerichtet. Der Bär war schon ein ziemlicher Kunstgriff, um die Spannung zu erhalten, zwar nicht wirklich, was man erwartet hatte, aber auch das sollte ein bisschen Charme haben ;)


Plötzlich kommt die Auflösung, es wird von Kindern geredet - und ab da war der Verlauf der Geschichte ja schon fast klar.

Ich habe den letzten Satz zuerst nicht mit in den zweiten Teil genommen, aber das dann doch nochmal verändert, um meine Chancen auf Runde drei zu erhöhen. Es ist auch recht schwierig einzuschätzen, wie stark solche rätselhaften Geschichten von den Lesern durchschaut werden. Einerseits soll es nicht zu offensichtlich sein, damit der dritte Teil noch einen Auflösungscharakter hat, andererseits soll es plausibel genug sein, dass man schon irgendwie drauf kommen könnte und die Geschichte nicht zwischendurch für Nonsens hält. Ich bin auch recht zufrieden, dass es ein paar (natürlich viele Storywriter), aber auch nicht alle von den Votern gleich nach Teil zwei bemerkt zu haben scheinen. Vielleicht hätte man das noch besser lösen können, deine Idee mit den Zwergen ist recht interessant, mag mir aber nicht so recht vom Ausdruck gefallen, denn ich persönlich würde Kinder eher nicht als ernsthaft als Zwerge bezeichnen. Und die Geschichte ist in den Bezeichnungen meines Erachtens aus Erzählerperspektive recht neutral gehalten. Ich wollte ja versuchen, beides hereinzubringen, einerseits sollte es deutliche Assoziationen zu einem mittelalterlichen Setting wecken, andererseits sollte es auch glaubhaft sein, dass es im Hier und Jetzt spielt. Übrigens hab ich im Vorraus auch selbst gedacht, dass es vielleicht ein Zweitrundenaus geben könnte.


Oder war das der frühe Morgen, der nur Dunkel wie die Nacht erscheint? (Wobei ein Sommertag für solch ein Fest passender wäre). Außerdem kam der Regen für meinen Geschmack zu plötzlich. Weiße Wolken am Himmel, ein schönes Bild und nicht viel später (zumindest kommt es einem nicht viel später vor) setzt der Regen plötzlich ein. Das Tempo ist hier sehr hoch, was aber wohl auch damit zusammenhängt, dass eine Wortbegrenzung vorhanden war. Auch du bist davon scheinbar nicht verschont gewesen.

Na ja, das Wetter halt. Dass der Regen so hektisch einsetzt, ist jetzt denk ich, nichts Besonderes. Ein Sommergewitter kann schonmal recht schnell kommen. Warum sie in der Nacht anfangen müssen zu bauen, weiß ich auch nicht so richtig, das fragt sich ja der eine Bauarbeiter auch – anscheinend hat das der Herr König in seiner Hektik halt so beschlossen. Außerdem konnte ich damit noch den Sternenhimmel beschreiben und das war ja auch recht passend zur Themenvorgabe! Weitere nette Nebeneffekte, die sich ergeben: Ich hatte damit mehr oder weniger einen Rahmen von Abend zu Abend und ich kann zweideutig einen Zeitraum beschreiben. Es ist übrigens nichtder frühe Morgen, an dem sie mit dem Bau anfangen, sondern der späte Abend – dazwischen liegt also ein Zeitraum, der "viele Jahre" dauern könnte, wie ich zu suggerieren versucht habe (und Mister Stolloss ist darauf reingefallen), den ein richtiges Schloss bräuchte, tatsächlich handelt es sich eben doch nur um ein paar Stunden, die aber eben auch einen Zeitraum im Sinne von "es dauerte lange bis es fertig war" bedeuten können.
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Re: Sammlung

#1056980 von Markus95
12.02.2014, 01:59
Danke für die Auszeichnung! (:
... und was Neues gibt es auch:

Jetzt kann man hier mein Gedicht, oder viel mehr meine Ballade, Packeisträume begutachten. Für mich eher untypisch mit einigermaßem regelmäßigen Stil. Es erinnert doch fast ein bisschen an die Weimarer Klassik, oder?!?!?! :|
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Re: Sammlung

#1058001 von Rumo
16.02.2014, 02:26
Kühlschranklyrik - klingt interessant ... und ist es auch.
An die Weimarer Klassik erinnert es mich (zum Glück) eher nicht, dafür aber umso mehr an wirklich gute Gedichte (wie die von Heinz Erhardt (den ich mir auch hervorragend dieses Gedicht hier vortragend vorstellen könnte)).

Das Gedicht macht auf jeden Fall Lust auf mehr (und Pizza). Evtl. dann in Zukunft mal mit einem Crossover mit dem Fressalien Fakedex? ^^


Edit: Was mir gerade beim Korrekturlesen vor dem Absenden aufgefallen ist: "Klyrik" sieht nach einem ziemlich interessanten Wort aus - müsste jetzt nur noch jemand mit einem angemessenen Inhalt füllen.
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