Transsexualität

#1285091 von PokemonGamer
08.03.2017, 23:38
Hey Leute,

ich beschäftige mich schon seit längerem, um genauer zu sein seit ein paar Jahren, mit dem Thema Transsexualität (oder wie im englischen Sprachgebrauch das Wort Transgender) und mich würde eure Meinungen und Gedanken zu dem Thema interessieren.

Wer noch nie etwas von dem Thema gehört hat oder nicht viel darüber weiß möchte ich eine kleine Einführung über das Thema darbieten bzw. transgender in a nutshell:

Unter Transsexualität versteht man, dass die betroffene Person sich mit dem Geschlecht, als das man geboren wurde, nicht identifizieren kann und sich als Angehöriger des anderen Geschlechts ansieht und als dieses auch von der Gesellschaft anerkannt werden möchte. Dies ist meist mit dem Unbehagen der entweder weiblichen oder männlichen Geschlechtsmerkmale des eigenen Körpers verbunden und wird nach Wunsch im Zusammenhang dessen durch hormonelle und chiruigische Eingriffe an das für sich identifizierende Geschlecht angepasst.

In Bezug zu dem Thema Transsexualität gibt es auch weitere Geschlechtsidentitäten, wie z.B. genderfluid, bigender, genderqueer, non binary etc., wobei es zu diesen Identitäten keine wissenschaftliche Belege gibt.

Ich würde mich über eure Anregungen zu diesem Thema freuen!
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Re: Transsexualität

#1285123 von Donnerstern
09.03.2017, 18:43
Ich muss sagen, dass hinter dem Begriff "Transgender" ja wirklich ein komplexes Thema steckt. Viele denken da sofort an "die OP" (allerdings ist der Kas net mit oiner OP g'essen, um das mal so auszudrücken x) ), wobei hiermit oft die Geschlechtsangleichende Operation(en!) gemeint ist, über die ich schon einmal eine Arbeit geschrieben habe. Insofern habe ich mich natürlich auch selbst etwas mit der ganzen Sache beschäftigt. :)

Ich selbst habe mit den verschiedenen Geschlechtsidentitäten keinerlei Problem, ich fühle mich auch nicht wirklich den beiden Geschlechtern zugehörig (dürfte wohl mit dem obrigen "non-binary" gut beschrieben werden). Von dem her komme ich auch nicht auf die Idee, nun etwas gegen Menschen zu sagen, die sich als genderfluid ansehen usw.
Eher ist es für mich relativ normal oder.. nicht allzu besonders, wenn sich jemand nicht mit dem biologischen Geschlecht identifiziert, das derjenige von Geburt an hat. Damit würde man mich eben nicht schockieren. :D

Viel trauriger finde ich es, wie es um die Akzeptanz und Toleranz dieser wohl für die Norm "abgefahrenen" Gruppen geht. Wenn sich beispielsweise eine Person mit einem eigtl. weiblichen Körper auf die lange Reise begibt um zu seinem "richtigen" Geschlecht zu kommen, wissen oft viele nicht, wie aufwendig sowas eigentlich ist. Oft werden diese Personen beschimpft - der abwertende Begriff "Transe" dürfte ja allgemein bekannt sein - ohne dass darüber nachgedacht wird, was so eine Person eigtl. durchmacht (hier meine ich vor allem jene, die für ihren Wunsch viele Operationen durchmachen). Ein Körper gewöhnt sich nicht von einem Tag auf den anderen auf einen umgestellten Hormon-Pool, sowas braucht Zeit und da geht mein voller Respekt an diejenigen, die eine Hormontherapie beginnen. Leider ist der Grossteil der Gesellschaft aber wohl noch nicht wirklich aufgeklärt darüber, weshalb wohl viele Transgender als krank, verrückt, etc. betiteln. Da würde ich mir schon wünschen, dass die Menschen offener für so etwas werden.

Letztendlich finde ich persönlich, dass man sich nicht mehr zu sehr auf die Geschlechterrollen Mann und Frau verkrampfen sollte, am Ende zählt doch der Charakter. Mir persönlich ist es relativ egal, ob man nun er/sie/es bei mir verwendet und ich brauche nicht unbedingt die genausten Begriffe für die Schublade, in die ich am "ehesten passen würde" - ich bin einfach ich und damit hat es sich. :) Kann es aber niemanden verübeln, wenn man sich gerne als.. pansexuelle Male-to-Female xyz drölfwhatever bezeichnet, sofern die Person damit happy ist, wynaut? Ich denke, dieses "Schubladendenken" kann dann helfen, wenn man sich nirgends zugehörig fühlt. Sollte sowieso jeder selbst entscheiden. Ich verwende bei mir auch ungern zuviele "Fachbegriffe", da einige Menschen gar nicht mehr als heterosexuell und homosexuell kennen, und da ist mir dann das Erklären auch zu nervig. x:

Ich finde das Thema unheimlich interessant und könnte wohl noch so einiges labern, wär aber nice auch andere Denkanstösse hier zu sehen. :)
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Re: Transsexualität

#1285148 von gasi
10.03.2017, 12:38
Donnerstern hat geschrieben:Ich verwende bei mir auch ungern zuviele "Fachbegriffe", da einige Menschen gar nicht mehr als heterosexuell und homosexuell kennen, und da ist mir dann das Erklären auch zu nervig. x:
Das "Problem" ist jedoch auch, dass es fast unmöglich ist, alle Fachbegriffe/Bezeichnungen/etc. zu kennen, wenn man sich nicht fast ausschließlich damit beschäftigt. Mir ist durchaus bewusst, dass es viele verschiedene Geschlechtsidentitäten geben kann und ich habe auch kein Problem damit. Jedoch weiß ich zum Großteil nicht, was nun Geschlechtsidentität xyz überhaupt aussagt und wie sich das von zyx abhebt.

Aber vielleicht ist das auch gar nicht so wichtig? Mir persönlich ist ja sehr egal, was für ein Geschlecht (oder welche Sexualität) jemand hat, Hauptsache die Person ist damit glücklich. Und wenn ich jemanden sympathisch finde, dann liegt das eh am Menschen an sich und hängt nicht davon ab, ob jemand Männlein, Weiblein, Trans oder irgendwas ganz anderes ist. Sieht jemand Bedarf sich zu erklären, dann hör ich da übrigens auch gerne zu. Ich mag es neue Dinge zu lernen. Und will jemand nichts dazu sagen, dann ist das auch ok. Gibt ja hoffentlich auch andere interessante Dinge, über die man sprechen kann.

Ansonsten muss ich zugeben, dass ich im engeren Freundeskreis niemanden kenne, der sich als etwas anderes als die beiden klassischen Geschlechter sieht. Darum sind meine Erfahrungen dahingehend auch eher auf flüchtige Bekanntschaften oder eben Eigenrecherche beschränkt.
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Re: Transsexualität

#1290122 von SunaKi10
21.06.2017, 13:26
Ich finde Transsexualität wird in den Medien immer noch als großer Joke behandelt. Man macht sich eher über sie lustig, als sie als gleichwertige Charaktere mit ernsten Momenten einzugliedern. Ähnlich wie die Homosexuellen, die fast immer als Tunten dargestellt werden.

Deshalb muss ich sagen, One Piece macht da einen unglaublich guten Job. Jetzt könnte man sagen, hey, aber die Transen dort sind alle Bunt wie Paradiesvögel. Ja, aber seit dem Scherenmann und Delinger haben wir auch dezentere Transen. Außerdem ist alles Bunt in One Piece.
Tatsache ist, dass Tunten und Transen in OP wie echte Charaktere behandelt werden. Ivankov war bei seinem ersten Auftritt sogar stärker als Luffy und Sanji. Und er war ein hochrangiger storyrelevanter Revolutionär.
Und Mr 2 war laut dem was ich gehört habe auch ein sehr starker Gegner.

Ich denke für einen Autor kann Transsexualität ein sehr vielversprechendes Thema sein. Auf Anhieb denkt man vielleicht, das der Fokus dann sofort auf dessen Lebensstil und dessen Konflikte liegen muss. Und wenn man an Transen denkt, denkt man meistens auch an Männer die stark wie Frauen gekleidet sind und deshalb weniger ansprechend aussehen.
Ähhh, eher nicht. Ich arbeite gerade an einer Story in der ein transsexueller Charakter auftritt.
Dieser ist unsterblich und wird immer wieder geboren. Und eines Tages erhält er sein Gedächtnis zurück und erinnert sich an sein Leben als Frau. Der ganze Charakter ist an sich als wichtiger Nebencharakter gedacht und hat viel interessantere Charaktereigenschaften. Der Fokus der Handlung, oder des Charakters liegt nicht darauf, aber es nimmt doch eine gewisse Relevanz ein, da eine erwachsene Frau als 12 Jähriger Junge weiterleben muss. Und das ist eine sehr interessante Perspektive.
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