Re: [K] Glaubt ihr an Gott?

#1049708 von Aszalem
16.01.2014, 10:22
Chrito hat geschrieben:Deine Aussage das mein Leben schäbig sein muss wenn ich keine Angst davor habe zu sterben ist schwachsinn
Ich habe nie in irgendeiner Art angedeutet, oder andeuten wollen, dass DEIN Leben "schäbig" sei. Ich habe hier lediglich meine Meinung dazu kund getan. Und ich sehe es nun einmal so, dass das Dasein einer Person, die keine Angst/Furch/what ever vor dem Ende hat, ziehmlich traurig sein muss.
Es sei denn natürlich, du bist bereits 85 Jahre alt, hast alles erlebt was zu erleben war und bist bereit für die Weiterreise nach oben. Aber im jüngeren Alter ist eine gewissen Furcht ganz natürlich.
Wie gesagt, das ist MEINE Meinung und kein Angriff auf irgendjemanden :o

Chrito hat geschrieben:Und im Unterbewusstsein ist der Wille zu überleben verankert, nicht die Angst vor dem Tot ;)
Unser Unterbewusstsein beinhaltet wesentlich mehr als nur einen Urinstinkt. Unter Anderem ist die natürliche Furcht vor dem Ende, dem Tod, natürlich vorhanden. Denn ohne eine Angst vor dem Sterben wäre doch auch kein Wille zu überleben vorhanden. Wäre doch ziehmlich paradox, oder?
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Re: [K] Glaubt ihr an Gott?

#1049710 von Chrito
16.01.2014, 10:48
Keineswegs, auch wenn man keine Angst vor dem Tot hat, kann man den Wille haben zu überleben. Man versucht zu überleben, ob man das nun aus der Angst vor dem Tot oder am Spaß am Leben macht macht wenig Unterschied.

Du hast gesagt, wenn man keine Angst vor dem Tot muss das Leben auch sehr traurig sein. Keine Angst bedeutet nur das man frei von den zurückhaltendem Gefühl Angst ist. Beispiel: Fallschirmspringen, du kannst es genießen wenn du keine Angst davor hast.

Lass uns diese Offtopic-Diskussion doch beenden, wenn du noch was dazu sagen willst schreibs mir als PM hierrauf, dann können wir weiterdiskutieren :)
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Re: [K] Glaubt ihr an Gott?

#1079910 von Crypto-darkrai
26.04.2014, 18:06
So, da ich mich vor Kurzem mit jemandem über meine beziehung zu Gott gesprochen habe, werde ich das jetzt auch gern noch Mal für Alle hier formulieren. Zu Erst einmal, ich bin Christ, also gehöre zu einer der großen Weltreligionen. Ich finde es toll, dass Leute zu Gott beten können, falls sie trauern, bedrückt, verzweifelt, verletzt oder sonst was sind und darin Trost finden. Allerdings spielt Gott für mich keine Rolle. Ich glaube nicht an ihn und wenn das jemand als falsch ansieht, dann hat derjenige nunmal Pech gehabt. Ich will Gott nicht als Quatsch abtun. Das auf keinen Fall. Die Hoffnung auf ein oder mehrere höhere Wesen ist schön und dass das vielen Leuten hilft ist ja wohl bewiesen. Man sieht z.B. kobra an, dass Gott (oder in ihrem Fall Allah) eine große Rolle in ihrem leben spielt und das finde ich persönlich sehr gut. Jeder hat etwas, an das er glaubt und das ist bei vielen Menschen der Glaube. Bei mir ist das anders. Ich hoffe und verlasse mich nicht auf Gott oder Ähnliches, sondern auf mich selbst, denn Ich kann mich niemals enttäuschen. Da das Leben nach dem Tod in so ziemlich allen Religionen vertreten ist, werde ich darauf auch mal eingehen. Ich glaube definitiv nicht daran. Für mich ist ein Leben nach dem Tod, sowie Himmel/Hölle schlichtweg unlogisch und fast schon absurd (Sorry, falls och damit jemanden kränke, aber das ist so. Tut mir leid). Wieso sollte ich sterben, um irgendwo weiterzuleben. Warum sollte man das Leben nutzen, wenn man nach dem Tod immer noch weiterlebt? Das ist die Frage. Der Tod ist das Ende für mein/dein Leben und genau das macht doch das Leben lebenswert, oder? Leider kann man die Leute davon meistens nicht überzeugen, da man das natürlich nicht nachweisen kann (okay, man kann Leute fragen, die tot waren und wiederbelebt wurden. Die erinnern sich nämlich an rein gar nichts). Sollen die Leute es doch glauben, falls sie die Hoffnung auf ein ewiges Leben nicht aufgeben wollen. Gut, genug darüber geredet. Nun zu den Vorschriften/Geboten von Religionen. Zu allererst möchte ich sagen, dass das, was ich gleich sage, nicht für alle Verbote/Vorschriften gilt. Man kann sich alles schön reden. Man kann sich schön reden, dass es gut ist, Frauen zu verbieten katholische Priester zu werden. Man kann sich schön reden, dass Homosexualität laut der Kirche eine Krankheit ist (Ich sage nur Arche Internetz). Nicht Alles, was die Bibel/der Koran/die Torah vorschreibt, stimmt auch gleich und genau das ist das Problem der meisten Religionen. Vor Allem das Wort "Sünde" ist für mich ein Begriff, welcher nach und nach an Bedeutung verloren hat. Heutzutage ist vieles Sünde, aber das bedeutet doch nicht, dass das, was man tut sofort schlecht ist. Beispiel:Schweinefleisch. Ich verstehe es immer noch nicht ganz. Ich zitiere einfach mal dich Kobra:"Wisst ihr, wo es die meisten Menschen mit einer Behinderung auf der Erde gibt? In Europa. Und wisst ihr auch, woran das liegt? An Schweinefleisch". Entschuldige, aber das ist für mich leider eine unzureichende Begründung und desweiteren liegt das nicht nur am Schweinefleisch. Da spielen weitere Faktoren ebenfalls eine Rolle. Ich kann ja auch nicht die Armut und die Krankheiten vieler Leute in China auf Reis schieben. Das liegt daran, dass die Chinesen aufgrund der Industrieverlagerung vieler Unternehmen die eigenen Leute ausbeuten. Zurück zum Thema, ich schweife wieder ab. Heutzutage ist so ziemlich jedes Fleisch (sei es Huhn, Rind oder sonst etwas) teilweise vollgepumpt mit Medikamenten und macht teilweise wirklich viel kränker (lol ist das überhaupt ein Wort?) als das Schweinefleisch. So, genug über Gebote etc. geredet. (Kann mir mal jemand verraten, ob das Heizen in der Kirche gegen den Glauben der katholischen Kirche verstößt? Das hat mich früher immer total genervt. Naja ist jetzt auch schon etwas länger her seit meinem letzten Kirchenbesuch)
Das war jetzt mal meine Meinung zum Thema Glauben, obwohl dieser Thread eigentlich über Gott geht.
Gut, mein Fazit: ich glaube nicht an Gott. Ende.

@unten: Du hast Recht, Kobra hat ihn gelöscht...
Warum? War doch ein guter Beitrag
Zuletzt geändert von Crypto-darkrai am 26.04.2014, 18:43, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: [K] Glaubt ihr an Gott?

#1079920 von Aurasteel
26.04.2014, 18:41
Ich glaube nicht an Gott, habe aber in der Regel nichts gegen Menschen, die an einen glauben. Ich denke einfach, dass die Welt/das Universum nicht von einem Lebewesen, sondern von so etwas wie dem Urknall geschaffen wurde. Natürlich kann es sein, dass es einen Gott gibt, das bestreite ich nicht.
Ich habe jedoch etwas gegen Gläubige, die der Meinung sind, dass alle Atheisten verdient ein grausames Leben nach dem Leben haben werden. Was ist an Atheisten schlimm? Sie glauben nciht an Gott. Sie haben eine andere Meinung als Gläubige und eigentlich sollte auf der ganzen Welt Meinungsfreiheit sein (was es nicht überall ist).
Ich weiß nicht, ob das Gott gesagt hat, aber wenn er so gerecht und freundlich ist, sollte er der gleichen Meinung sein. Und dieses "warum ziehen wir Gottes Zorn absichtlich auf uns?". Atheisten sind der Meinung, dass es keinen Gott gibt, also können sie ihrer Meinung nach nicht den Zorn eines nicht vorhandenen Menschen auf sich ziehen. "Seine Stempel, das Wasser, die Natur,..." könnten auch von anderen Dingen erschaffen/durch andere Dinge entstanden/aus anderen Dingen entstanden sein. Es muss, falls es Gott gibt, auch nicht nur einen Gott geben. Außerdem ist es sicherlich keine Sünde an mehrere oder andere Götter zu glauben, wie gesagt, Meinungsfreiheit und so...
Zum Beleg mit dem Totenfeuer und dem Paradis: Was ist daran bitte ein Beleg? Es glauben viele Menschen daran, dass es so ist, also ist es so? Eher nicht. Natürlich kann es sein, aber da es keinen Beleg dafür gibt, dass es das Totenfeuer/das Paradis gibt, kannst du es auch nicht Beleg nennen.
Warum sollte man außerdem nur im, vielleicht gar nicht vorhandenen, Paradis landen, wenn man gläubig ist? Es ist nicht schlimm, nicht an Gott zu glauben (oder nenn mir einen gescheiten Grund dafür, dass es schlimm ist), weshalb man auch dort landen kann, wenn man nicht an Gott glaubt, aber dafür in seinem Leben sehr viele gute Taten vollbracht hat.
"Dass schòne Gefühl, wenn immer jemand bei dir ist". Sicherlich ist das ein schhönes Gefühl, aber ist es ein schönes Gefühl, wenn man ständig beten muss, kein Schweinefleisch essen darf und noch andere Verbote hat?
Ich glaube, dass ist kein Ausgleich. Klar, Leute, die freiwillig an Gott glauben, machen das gerne. Jedoch würde ich nie nur an Gott glauben, um dieses schöne Gefühl zu haben, da ich so außerdem noch viele Verbote und viel zusätzliche "Arbeit" habe.
Vorallem finde ich Zwangsgläubigkeit (heißt das so?) schlimm. Eine aus meiner Klasse wurde von ihren Eltern gezwungen, an einen Gott zu glauben, wodurch auch ihr Recht auf Freiheit verletzt wurde. Wenn du nicht an Gott glaubst und es auch nciht tun willst, ist es nicht gerade toll, mehrmals in der Woche zu beten und außerdem noch viele Verbote zu haben. Jeder Mensch sollte selbst entshceiden, ob er sich einer Religion anschließt oder nicht.


Jo, das wars von meiner Seite. Es ist mir klar, dass nicht alle meiner Meinung sind, bitte aber nciht darüber aufregen. Sorry, falls ich in dem Beitrag jemanden beleidigt habe, wenn das der Fall ist, könnt ihr es mir sofort sagen, ich entferne es dann. Den Begriff "Ungläubiger" habe ich bewusst nicht verwendet, ich finde diesen Begriff irgendwie abweisen, sorry, falls dadurch der Lesefluss gestört wurde.

Edit: Hat Kobra ihren Beutrag gelöscht?
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Re: [K] Glaubt ihr an Gott?

#1079931 von Lobotronix
26.04.2014, 19:07
Nein, ich glaube nicht an Gott. Wieso nicht? Weil es keinen Grund dazu gibt. Wenn mir jemanden beweisen kann, dass Gott existiert glaube ich gerne an ihn :D Aber Beweise gibts nun mal keine. Viele Gläubige meinen zwar wenn sie sagen "Sieh dir doch nur die Natur an, die Tiere, die Bäume, die Weiten des Kosmos. Wie kann so etwas nicht von einem Schöpfer stammen!", dass das irgendwie ein Beweis sein soll aber nur weil man etwas nicht versteht heisst das noch lange nicht, dass Gott dafür verantwortlich sein soll. Früher schob man immerhin auch alle unerklärlichen Naturereignisse auf einen Gott. Erdbeben --> Upps, wir haben Gott wütend gemacht. Dachten die Leute jedenfalls bis sie herausgefunden haben was tektonische Plattenverschiebung ist. Das heisst nur weil wir nicht genau wissen wie das Leben auf der Erde entstand (obwohls dazu auch schon interessante Theorien gibt), heisst das nicht, dass ein Gott uns erschaffen hat.

Wichtig ist auch die Anmerkung, dass "Ich glaube nicht an Gott." etwas anderes heisst als "Ich glaube es gibt keinen Gott." Ich hoffe ihr seht, dass das ein grosser Unterschied ist. Das erste ist eine neutrale Position, die aussagt, dass man weder an Gott glaubt, noch seine Existenz abstreitet (meine Sichtweise). Die zweite Aussage behauptet, dass es keinen Gott gibt. Also nicht alle Atheisten sind gleich atheistisch ;)

PS: Ich versuche niemandem hier seinen Glauben auszureden ^^
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Re: [K] Glaubt ihr an Gott?

#1079944 von Karni23
26.04.2014, 19:27
So meine Antwort dazu wird sicherlich nicht so lang wie die vorherigen : Ich bin im Glauben an Gott erzogen worden,mein Opa war Pfarrer und hat mir viel diesbezüglich gezeigt und beigebracht.Aber als er mir 2004 genommen wurde bin ich mehr oder weniger ´´Ungläubiger´´geworden.Gott nimmt einen Menschen der Jahrelang seine Botschaft verbreitet,Hochzeiten,Gottesdienste und Beerdigungen miterlebt hat...Wo is da der Sinn?! Ich habe den Glauben verloren als er starb....Tut mir leid,aber es ist so
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Re: [K] Glaubt ihr an Gott?

#1085566 von DerSpieler
17.05.2014, 12:40
@Crypto-darkrai:
Wenn du weder an Gott noch an sonst etwas glaubst, wie kannst du dann (wie in Zeile 1 behauptet) Christ sein? Ich glaube da gehört mehr dazu als Kirchensteuer zu bezahlen XD
Dann stellst du die Frage warum man überhaupt etwas im Leben machen sollte, wenn man ohnehin nach dem Tod weiterlebet. Du sagst als ein Leben nach dem Tod macht das eigentliche Leben sinnlos, richtig? Dann möchte ich aber umgekehrt wissen was an einem Leben ohne jede finale Konsequenz sinnvoll sein kann. Es ist doch so, dass ein Leben um des Lebens willen keinerlei Bedeutung haben kann.

@Aurasteel:
Ich bin nicht dieser Meinung aber wenn du nach einem Grund fragst warum "Unglaube" schlimm sein kann, dann gibt es in diversen alten Büchern sicher genügend Gründe dafür. Wie du selbst sagst wissen wir nichts definitives über Gott. Wäre also schon möglich, dass es ihm etwas ausmacht, wenn wir seine Existenz anzweifeln.

Allgemein wird hier übrgens von der Atheistenseite scheinbar ein ziemlich dogmatische Ansatz vertreten, den ich mal etwas relatvieren möchte.
Ich finde nämlich keine der beiden Seiten sollte anbringen, dass Religion die wissenschaftlichen Erklärungen aussschließt oder eben umgekehrt, dass wissenschaftliche Phänomene den Einfluss göttlicher Mächte negieren. Von Seiten der Religion ist man das gewohnt aber hier kommen wie gesagt auch Atheisten mit solchen Argumenten :)

PS.: Ich will hier nicht zu militant für Religion sprechen, sondern nur eine Diskussion am Laufen halten :)
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Re: [K] Glaubt ihr an Gott?

#1085635 von CoptuS
17.05.2014, 15:48
Hmm ob ich an Gott glaube ... Ich glaube, ich wüsste nicht, wie ich diese Fragen beantworten sollte.
Grundsätzlich glaube ich ( wie die meisten hier wohl ) nur an Sachen, die ich sehen, anfassen oder schon einmal von einer vertrauensvollen Person gehört habe.
Zudem müsste man sich die Fragen stellen, ob man jeden Sonntag in die Kirche gehen muss bzw jeden Abend beten muss, damit man zeigt, dass man an Gott glaubt bzw dass man ein überzeugter Christ ist.
Ich bin selber Christ und ich gebe offen zu, dass ich selten in Messen gehe,da ich morgens zu faul bin, um es noch in die 10/11 Uhr Messe zu schaffen.
Da bevorzuge ich es eher auszuschlafen.
Im Urlaub bin ich aber nicht abgeneigt, in verschiedenen Städten Kirchen zu besuchen, sie mir anzusehen, mir ein Andenken zu kaufen und etwas für dortige Projekte zu spenden.
Der Glaube hat unsere Kultur geprägt, das sollte man nicht vergessen.
Er vereint viele Menschen unter einem Banner, die sonst vielleicht nie zusammen gekommen wären.
Wir können uns an unserem Glauben an Gott festhalten, wir fühlen uns dann in gewissen Situationen nicht alleine.
Man sollte dabei aber nicht vergessen, dass man neben dem Beten auch selber für seine Ziele etwas tun muss, damit man sie erreicht.
Ich gehe jetzt mehr auf die Kirche als Institution ein, als auf Gott selber ( was soll man da schon groß außer "ich glaube" / "ich glaube nicht" zu sagen)
Die Kirche setzt sich für Leute in Krisenländern ein, das ist ein, finde ich, sehr guter Aspekt unseres Glaubens, da er von Nächstenliebe zeugt.
Alle Leute in der Kirche geben sich mühe dazu, neue Mitglieder zu gewinnen.
An dieser Stelle : Was denkt ihr,würde mit uns passieren, wenn wir unserem Glauben alle absagen würden ?
Ich meine damit nicht den religiösen Aspekt, sondern eher die Gefahr aus dem Osten ( fanatische Salafisten), die uns ihren Glauben aufzwingen wollen.
Besonders wenn man die Nachrichten verfolgt, das manche Terroristen einen "islamistischen Gottesstaat" haben wollen und dafür aber Leichen gehen, da könnte ich kotzen.
Glaube ist ja schön und gut, aber man sollte Grenzen setzen in Bezug auf die Tatsache, dass man anderen Menschen seinen Glauben nicht aufzwingen bzw andere nicht verletzen darf.

Insofern sage ich an dieser Stelle Ich glaube !
Jesus sollte für uns alle ein Vorbild sein, da er trotz der Tatsache, dass er für sein Ziel sterben muss, mutig, bedingungslos seinen Auftrag wahr genommen hat.
Mich persönlich inspirieren solche Taten und spornen mich dazu an, es ihm in vielen Gebieten meines Lebens gleich zu tun.
Ich habe kein Problem damit, wenn jemand meiner Argumentation nicht zustimmt und trotzdem sagt, dass er nicht an Gott glauben würde, aber ihr solltet ech Gedanken machen, was das für Folgen für unsere Nachkommen haben könnte.
Wie in der Kirche immer so schön gesagt wird "Geheimnis des Glaubens". Man könnte noch stundenlang darüber diskutieren, ob Gott bzw Götter existieren oder nicht, jedoch würde das zu keinem Ergebnis führen.

Wenn man sich an die 10 Gebote hält, sollte man eine gute Grundlage für's Leben haben.
Ob man dann später in dem Himmel kommt, ist halt die Frage.
Wir sollten uns einfach Mühe geben, uns hier auf der Erde zu benehmen und wenn wir Glück haben, kommen wir irgendwann dahin.
Auch wenn es nicht so ist, schaden tut es sicher keinem.

"Aber als er mir 2004 genommen wurde bin ich mehr oder weniger ´´Ungläubiger´´geworden"

Natürlich ist es traurig, wenn eine geliebte Person stirbt, aber das ist nun einmal der Lauf der Dinge.
Wenn er dich in seinem Glauben erzogen hat,hätte er doch sicher gewollt, dass du ihn weiter führst ?
Er hat doch als Pfarrer bestimmt auch an ein Leben nach dem Tod geglaubt, oder ?

Das Problem mit Gott meiner Meinung nach ist, dass wir nur an ihn Glauben wollen, wenn wir schwer krank/ traurig/ oder dem Tode nahe sind.
An dieser Stelle möchte ich differenzieren ;
Entweder man glaubt immer an Gott, oder man lässt es bleiben und betet dann nicht, wenn die oben genannten Umstände eintreffen.

Das war es erstmal von meiner Seite :)
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Re: [K] Glaubt ihr an Gott?

#1085889 von DerSpieler
18.05.2014, 12:11
Zur Frage ob man als Christ beten oder zur Messe gehen muss kann ich dich beruhigen, man muss nicht. Zumindest dann nicht wenn man sich ausschließlich an die Bibel hält (was ja nicht immer so gehandhabt wird). Meine Interpretation würde so weit gehen, dass du am Sonntag lieber deinem Nächsten oder im schlimmsten Fall dir selbst etwas gutes tust ;) Wie war das denn mit der Ruhe am 7. Tag?
CoptuS hat geschrieben:Was denkt ihr,würde mit uns passieren, wenn wir unserem Glauben alle absagen würden ?
Wenn es so kommen würde, dann ist es ja nicht so als gäbe es anschließend einen leeren Raum wo sich der dogmatische Islamismus ausbreiten könnte. Ich denke also nicht, dass sich hier andere (schlimmere?) Religionen breitmachen, wenn alle im Abendland ihren Glauben verlieren würden. Man darf ja nicht vergessen, dass die Freiheiten die wir heute hier haben in der Regel ebenfalls gegen den Wiederstand der Kirche errungen werden mussten und so könnte man sicher Argumentieren, dass weniger Religion der Gesellschaft guttun kann.
Tatsächlich denke ich, dass wir momentan eine gute Beziehung zur Religion in Europa (oder zumindest Deutschland) haben. Sie hält sich weitestgehend aus dem Alltag heraus aber wer will kann seinen Glauben ausleben ohne dass ihm jemand auf die Füße tritt. Sollte imo so bleiben :)

Ich stimme übrgens zu, dass man in der Bibel, speziell in den Evangelien, aus philosophischer Sicht viel Interessantes findet. Leider kommt es mir oft so vor als würden viele Texte absichtlich falsch ausgelegt um irgendwelche Botschaften zu verbreiten... Ich glaube zu viele sogenannte Christen haben die Bibel einfach nicht selbst gelesen und fallen dann auf sowas rein!
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Re: [K] Glaubt ihr an Gott?

#1085927 von zidan11
18.05.2014, 13:10
also ich glaube nicht an gott aus den grund weil es nicht moglich ist an etwas zu glauben was du nicht sehest und keiner hat jemals was von in gesehen oder gefült ich sage mal so alle menschen die jemals auf der erde gelebt haben oder leben die eine glauben aus den grund da sie sonst ohn etwas was die noch am lebene helt und die es genau wissen
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Re: [K] Glaubt ihr an Gott?

#1085938 von Crypto-darkrai
18.05.2014, 13:27
@DerSpieler: Da gebe ich dir Recht. Es gehört mehr dazu, als nur die Kirchensteuer zu bezahlen. Ich gebe zu, ich habe es falsch formuliert. Ich war einmal Christ. Ich wurde getauft, habe meine Kommunion hinter mir, aber seit meiner Kommunion habe ich mir viele Gedanken gemacht. Letztendlich bin ich zu dem Schluss gekommen, dass selbst wenn ein Gott existiert, er mir nicht meine Zukunft nehmen kann. Ich bin für mich selbst verantwortlich und mein Tun ist auf meinen Entscheidungen begründet, nicht auf den plan eines großen Wesens. Ich meinte ja auch, das ich es gut finde, wenn Leute an ihrem Glauben festhalten, aber ich persönlich kann das einfach nicht. Das Leben hat erst dann eine finale Konsequenz, wenn man kurz vor dem Ende seines Lebens steht. Man kann auf die eigenen Jahre zurückblicken und stolz sein. Hierbei ist es dann auch egal, was man in seinem Leben vollbracht hat. Man kann die Welt gerettet haben, man kann aber auch nur ein einfacher Kassierer gewesen sein. Solange du damit zufrieden bist, ist es egal. Wenn man stirbt, ist es ja auch nicht so, dass man einfach so verschwindet. Man lebt in den Köpfen anderer Leute weiter. Das Leben ist zwar für dich vorbei, aber in Wirklichkeit ist man nicht wirklich tot. Auch die Taten in deinem Leben sind entscheidend nach deinem Ableben. Man selbst erkennt zwar keinen Dank oder eine Belohnung dafür, aber die Menschen, die davon profitieren werden es dir danken. Das Leben hat im Allgemeinen keine Bedeutung, es kommt darauf an, was du damit anstellst. Du bist es also letztendlich, der das Leben lebt und etwas damit anfängt. Gott hat darauf keinerlei Einfluss, was auch btw der Grund ist, warum ich nicht an ihn glaube. Aber hier hat jeder seine eigenen Meinungen über Gott und ich akzeptiere das. Jeder ist schließlich selbst für sein Leben verantwortlich und wenn es jemadem weiterhilft, an Gott zu glauben, dann ist das seine Entscheidung.
Edit: Interessant ist auch, dass viele Religionen an ein und dasselbe Wesen glauben, sich aber trotzdem nicht mögen oder sich sogar bekriegen. Krieg aufgrund des Glaubens ist eine schlimme Sache, die eigentlich nicht der Sinn des Glaubens ist, oder? ;)
Zuletzt geändert von Crypto-darkrai am 18.05.2014, 14:44, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: [K] Glaubt ihr an Gott?

#1085958 von zidan11
18.05.2014, 14:26
da hast du voll kommen recht
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Re: [K] Glaubt ihr an Gott?

#1086021 von CoptuS
18.05.2014, 17:15
DerSpieler hat geschrieben: Wie war das denn mit der Ruhe am 7. Tag?


Wie meinst du das ? Meine Eltern haben mir beigebracht, dass dies ein stiller Tag ist und deshalb besondere Sachen nicht so "erwünscht" sind u.A. Staubsaugen, Rasenmähen und so Sachen halt :D
So wirklich habe ich die Bedeutung jedoch nicht verstanden..
Wenn man der Kirche nach geht, ist Sonntag doch der erste Tag der Woche ?

DerSpieler hat geschrieben:Ich stimme übrgens zu, dass man in der Bibel, speziell in den Evangelien, aus philosophischer Sicht viel Interessantes findet. Leider kommt es mir oft so vor als würden viele Texte absichtlich falsch ausgelegt um irgendwelche Botschaften zu verbreiten... Ich glaube zu viele sogenannte Christen haben die Bibel einfach nicht selbst gelesen und fallen dann auf sowas rein!



Also in meiner Freizeit würde ich die auch nicht selber lesen wollen, da mich der Umfang dieses Buches einfach abschreckt und ich insgesamt nicht so der große Leser bin.
Ich finde es schade, dass die Bibel und ihre Geschichten nur in den ersten 4 Schuljahren mal angeschnitten werden, und sich der weitere Unterricht in den Folgejahren immer mehr auf andere Themen wie Drogen, Schwangerschaft, Verhütung usw richtet, wo der religiöse Aspekt die meistens Leute eh nicht interessiert ..
Im Ganzen ist Religion nur eine Mischung aus Sozialwissenschaften und Politik welche mich nicht sonderlich interessiert.
In meiner Grundschulzeit habe ich mich immer gefreut ( soweit dies in der Schule möglich ist :D ), wenn wir Religion hatten.
Dementsprechend war ich enttäuscht, als wir auf der weiterführenden Schule nur noch über die oben genannten Sachen gesprochen haben und meine Laune war/ ist immer im Keller wenn wir "angeblich Religion" haben.

Das Einzige, was wir wirklich lange und ausführlich gemacht haben, sind die anderen Weltreligionen.
Klar, ist sicher nicht schlecht, aber etwas mehr über meine Religion zu erfahren hätte ich sicher nicht schlecht gefunden.
Ich stand auch mal kurz davor Religion abzuwählen, da es mir einfach keinen Spaß mehr gemacht hat und ich ne 4 aufem Zeugnis hatte, habe das dann aber wegen meinen Großeltern nicht gemacht, da Sie noch sehr katholisch sind und sie vielleicht traurig gewesen wären, wenn ich das gemacht hätte.

Crypto-darkrai hat geschrieben:verantwortlich und wenn es jemadem weiterhilft, an Gott zu glauben, dann ist das seine Entscheidung.
Edit: Interessant ist auch, dass viele Religionen an ein und dasselbe Wesen glauben, sich aber trotzdem nicht mögen oder sich sogar bekriegen. Krieg aufgrund des Glaubens ist eine schlimme Sache, die eigentlich nicht der Sinn des Glaubens ist, oder? ;)



Wenn man mal vom Heiligen Krieg absieht, ist das alles schon ein bisschen bizar :D
Dass sie sich bekriegen, liegt dann aber eher daran, dass sich manche Menschen von Natur aus nicht mögen, bzw Vorurteile herrschen, die den Leuten in ihrer Kinderheit nah gebracht wurden, oder die im Laufe der Zeit einfach so entstanden sind.
Manche Leute suchen auch nur nach Gründen um zuzuschlagen, deshalb würde ich mich da eher vom religiösen Aspekt distanzieren, da dieser bei Kriegen nicht ausschlaggebend ist bzw niemals Grund für einen Krieg sein darf.

In den übrigen Punkten stimme ich dir auch zu.
Wenn man am Ende seines Lebens ist, sollte man auf sein Leben zurück blicken können und sich selber sagen, dass man es genauso noch einmal gemacht hätte, da nur das dann ein glückliches Leben gewesen ist.
Dabei ist nicht die Gehaltsklasse ausschlaggebend sondern eher der Faktor, dass man Spaß an seiner Arbeit hatte.
Wir sind unser ganzes Leben auf uns selbst gestellt, ohne das Gott uns hilft.
Macht uns jedoch nicht schon die Möglichkeit, dass immer jemand da ist, dem wir unsere Gedanken "mitteilen" können, glücklich ?
Das ist eventuell ein bisschen theoretisch, aber viele Menschen finden so eine Vorstellung gut.
Auch wenn er vielleicht nicht existiert, gefällt uns die Vorstellung von etwas Hö
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Re: [K] Glaubt ihr an Gott?

#1086125 von kankrack
18.05.2014, 21:19
Crypto-darkrai hat geschrieben:Für mich ist ein Leben nach dem Tod, sowie Himmel/Hölle schlichtweg unlogisch und fast schon absurd (Sorry, falls och damit jemanden kränke, aber das ist so. Tut mir leid).
Ich verstehe echt nicht, wieso du dich für deine Ansicht entschuldigst. Warum tut es dir leid, nicht an ein Leben nach dem Tod zu glauben? Weil du damit religiöse Gefühle anderer verletzen könntest? :roll:
Ein Beispiel: Ich befürworte ein generelles Beschneidungsverbot an Säuglingen und Kindern aus religiösen Gründen, weil ich der Überzeugung bin, dass dem Kind körperliche Unversehrtheit zusteht. Ob sich jetzt irgendjemand davon gekränkt fühlt, interessiert mich nicht. Wieso sollte es auch? Ich sehe keinen Grund, warum ich mich von Religionen verknechten und mich für meine Meinung entschuldigen sollte.
Aurasteel hat geschrieben:Vorallem finde ich Zwangsgläubigkeit (heißt das so?) schlimm. Eine aus meiner Klasse wurde von ihren Eltern gezwungen, an einen Gott zu glauben, wodurch auch ihr Recht auf Freiheit verletzt wurde. Wenn du nicht an Gott glaubst und es auch nciht tun willst, ist es nicht gerade toll, mehrmals in der Woche zu beten und außerdem noch viele Verbote zu haben. Jeder Mensch sollte selbst entshceiden, ob er sich einer Religion anschließt oder nicht.
[...]
Sorry, falls ich in dem Beitrag jemanden beleidigt habe, wenn das der Fall ist, könnt ihr es mir sofort sagen, ich entferne es dann. Den Begriff "Ungläubiger" habe ich bewusst nicht verwendet, ich finde diesen Begriff irgendwie abweisen, sorry, falls dadurch der Lesefluss gestört wurde.
Siehe oben.
Memphis807 hat geschrieben:Wichtig ist auch die Anmerkung, dass "Ich glaube nicht an Gott." etwas anderes heisst als "Ich glaube es gibt keinen Gott." Ich hoffe ihr seht, dass das ein grosser Unterschied ist. Das erste ist eine neutrale Position, die aussagt, dass man weder an Gott glaubt, noch seine Existenz abstreitet (meine Sichtweise). Die zweite Aussage behauptet, dass es keinen Gott gibt. Also nicht alle Atheisten sind gleich atheistisch ;)
"Nicht alle Atheisten sind gleich atheistisch" ? Das ist kompletter Schwachsinn. Du benützt den Begriff Atheismus bzw. atheistisch falsch. Atheismus bedeutet: es gibt keinen Gott. Agnostizismus bedeutet: man weiß nicht, ob es einen Gott gibt bzw. kann es grundsätzlich nicht wissen.
CoptuS hat geschrieben:Das Problem mit Gott meiner Meinung nach ist, dass wir nur an ihn Glauben wollen, wenn wir schwer krank/ traurig/ oder dem Tode nahe sind.
An dieser Stelle möchte ich differenzieren ;
Entweder man glaubt immer an Gott, oder man lässt es bleiben und betet dann nicht, wenn die oben genannten Umstände eintreffen.
Wieso sollten wir beten, wenn es unser Glaube ist, dass es kein übernatürliches Wesen gibt? Das ergibt hinten und vorne keinen Sinn.
DerSpieler hat geschrieben:Tatsächlich denke ich, dass wir momentan eine gute Beziehung zur Religion in Europa (oder zumindest Deutschland) haben. Sie hält sich weitestgehend aus dem Alltag heraus aber wer will kann seinen Glauben ausleben ohne dass ihm jemand auf die Füße tritt. Sollte imo so bleiben :)
Meiner Meinung nach geht die staatlich verordnete Religionsakzeptanz viel zu weit. Bischofsgehälter, Kirchen zahlen keine Steuern auf Zinserträge oder Immobilien, die Kirchensteuer wird von Beamten eingetrieben, Stgb §166, usw.
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Re: [K] Glaubt ihr an Gott?

#1086145 von CoptuS
18.05.2014, 22:02
Ich verstehe deinen Einwand nicht so ganz ..
Wenn wir nicht an übernatürliche Wesen glauben, dann brauchen wir natürlich auch nicht zu beten, das ist schon klar.
Mein Glaube beinhält aber, dass ich an Gott glaube und ich bete fast jeden
Abend.
Wie es scheint, glaubst du ja nicht an Übernatürliches, aber ich kann weiterhin keinen Zusammenhang zwischen deinem Kommentar an dem was ich geschrieben habe erkennen.
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Re: [K] Glaubt ihr an Gott?

#1086208 von kankrack
19.05.2014, 11:05
CoptuS hat geschrieben:Ich verstehe deinen Einwand nicht so ganz ..
Wenn wir nicht an übernatürliche Wesen glauben, dann brauchen wir natürlich auch nicht zu beten, das ist schon klar.
Mein Glaube beinhält aber, dass ich an Gott glaube und ich bete fast jeden
Abend.
Wie es scheint, glaubst du ja nicht an Übernatürliches, aber ich kann weiterhin keinen Zusammenhang zwischen deinem Kommentar an dem was ich geschrieben habe erkennen.
Dann habe ich deinen Beitrag anscheinend falsch verstanden. Ich habe deinen Beitrag so interpretiert, dass du allen Leuten, die nicht an Gott glauben, unterstellst, dass sie beten, wenn sie schwer krank/trauig/dem Tode nah sind.
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Re: [K] Glaubt ihr an Gott?

#1086274 von CoptuS
19.05.2014, 18:37
kankrack hat geschrieben:
CoptuS hat geschrieben:Ich verstehe deinen Einwand nicht so ganz ..
Wenn wir nicht an übernatürliche Wesen glauben, dann brauchen wir natürlich auch nicht zu beten, das ist schon klar.
Mein Glaube beinhält aber, dass ich an Gott glaube und ich bete fast jeden
Abend.
Wie es scheint, glaubst du ja nicht an Übernatürliches, aber ich kann weiterhin keinen Zusammenhang zwischen deinem Kommentar an dem was ich geschrieben habe erkennen.
Dann habe ich deinen Beitrag anscheinend falsch verstanden. Ich habe deinen Beitrag so interpretiert, dass du allen Leuten, die nicht an Gott glauben, unterstellst, dass sie beten, wenn sie schwer krank/trauig/dem Tode nah sind.


Hm vielleicht habe ich das falsch ausgedrückt.
Ich wollte nur sagen, dass man entweder permanent an Gott glauben soll, sowohl in guten als auch in schlechten Zeiten oder es generell lassen, aber dann auch nicht bei diesen Umständen dann für kurze Zeit "gläubig" werden soll.
Insgesamt habe ich nur aus eigener Erfahrung berichtet, dass das eventuell nicht auf die ganze Masse zutrifft, ist schon klar :D
Letztendlich ist es jedem selber überlassen, ob er jetzt an etwas Höheres glaubt oder nicht.
Aber der Zweck des Glaubens ist es nicht, ihn dann anzuwenden / daran zu glauben, wenn es einem gerade in den Kram passt.
Also sozusagen wenn es einem gut geht, dann hat man vom Glauben / Gott nie gehört aber wenn es einem schlecht geht, dann erinnert man sich schlagartig daran.
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Re: [K] Glaubt ihr an Gott?

#1086937 von DerSpieler
22.05.2014, 11:58
kankrack hat geschrieben:Meiner Meinung nach geht die staatlich verordnete Religionsakzeptanz viel zu weit. Bischofsgehälter, Kirchen zahlen keine Steuern auf Zinserträge oder Immobilien, die Kirchensteuer wird von Beamten eingetrieben, Stgb §166, usw.
Du vermischst jetzt gerade eine (imo durchaus unsinnige) bürokratische Verflechtung zwischen Kirche und Staat mit dem persönlichen Glauben. Was ich meinte war auch eigentlich nicht wie der Staat mit Religion umgeht, sondern eher wie es die Gesellschaft macht und hier sind wir historisch gesehen in meinen Augen an einem guten Punkt angelangt.
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Re: Glaubt ihr an Gott?

#1177546 von AbsolLugia
07.03.2015, 14:05
Ich geb mal meinen Ketchup zu diesem Thread ab :roll:

Ich selber gehöre keiner einzigen Religion an und bin auch nicht getauft worden.Früher habe ich noch an Gott geglaubt und gedacht wir alle würden von so jemanden wie einem Gott erschaffen worden sein, aber mittlerweile glaube ich nichtmehr an Gott.
Ich habe die Bibel oder den Koran niemals gelesen, aber ich habe sehr viel durch meine Mitschüler mitbekommen und habe mir so langsam ein eigenes Bild für alles geformt.In meinen Augen finde ich es gut das so viele jemanden haben wie Gott an den sie sich wenden können, ihn ihre Sünden beichten und in denen sie ihre Hoffnungen stecken in schwierigen Zeiten.Ich wende mich da eher an sehr nahe stehenden Personen, aber ich weis das viele Menschen Gott als Halt für sich sehen.
Auch viele aus meiner Klasse empfinden Gott als jemanden an den sie sich immer wenden können wenn es ihnen schlecht geht und beten für eine bessere Zeit.Ich jedoch habe mit der Zeit meinen ganz eigenen Glauben entwickelt.Ich habe angefangen selbst an irgendwelche Dinge zu glauben die nicht an Religionen orientiert sind.
Wenn ich ganz ehrlich bin finde ich einiges was in den heiligen Büchern steht schwachsinnig.Adam und Eva sollen die ersten Menschen gewesen sein?Never.Wie erklären sie sich das bitte?Hats einfach mal "poof" gemacht und die standen dann da?Und wie konnten sie sich überhaupt richtig vermehren?Sie waren eine einzige Familie also kann es garnicht sein das sie die ersten Menschen überhaupt gewesen sind.Meiner Ansicht nach sind wir Menschen wie alle anderen Lebewesen auf dieser Welt durch die Evolution entstanden.Im Grunde genommen sind wir Menschen eigentlich auch nichts weiter als Tiere.Wir selber stufen uns nur als etwas höheres ein.Aber wenn ich mal darüber nachdenke : Alle Lebewesen sind durch die Evolution so entstanden wie sie jetzt sind.Ein gutes Beispiel dafür finde ich z.B die Sache mit den Giraffen :
Früher hatten diese keine langen Hälse, doch irgendwann haben sie sich der Natur angepasst als sie Blätter von den Bäumen gefressen haben und über viele tausend Jahre hinweg haben sie dann einen langen Hals bekommen.Aber auch die Pflanzen haben sich ja so entwickelt.Früher sahen sie ja total anders aus, aber mit der Zeit mussten sie sich dem Klima der Welt anpassen und so haben sie sich verändert.So denke ich war es auch mit Menschen, sie haben sich einfach der Natur angepasst.Da gab es kein "Poof" und sie waren einfach da.
Ich finde die Theorie auch ein wenig seltsam mit dem : "Gott hat die Welt in 6 Tagen erschaffen"
Wir hatten dazu mal in Ethik einen Text gelesen das angeblich jeden Tag etwas neues erschaffen worden ist.Hier betrachte ich das aus wissenschaftlicher Sicht, das alles durch den Urknall entstanden ist.Und ich bin mir auch ganz sicher das es da draußen so ein ähnliches Sonnensystem gibt wie unseres hier und das dort draußen irgendwo auch andere Lebewesen sind die sich vielleicht auch fragen ob es irgendwo einen Planeten gibt wo anderes Leben exisitert.
Wenn ich es aus religiöser Sicht betrachte kommt bei mir die Frage auf : "Und wie ist dann Gott entstanden?"
Ich finde es aber auch ein wenig lächerlich das sich gegenseitig die Köpfe eingeschlagen werden wegen der Religionen die die Menschen untereinander haben.Unser Schuldirektor hat uns neulich in einer Vertretungsstunde erzählt das einige z.B ungläubige umbringen oder diejenigen die etwas anderes glauben als sie.In meinen Augen ist das großer Schwachsinn ><
Wieso bringen sich so viele Menschen gegenseitig um nur weil sie an verschiedenes glauben?
Wir sind doch alle Menschen oder nicht? Im Grunde genommen sind wir alle eine Spezies, wir sollten und nicht umbringen nur weil wir an verschiedenes Glauben.
Ich würde es so sagen : Gott hätte niemals gewollt das sich alle Menschen gegenseitig nur wegen ihres Glaubens umbringen.
Aber wie schon erwähnt, ich habe meinen eigenen Glauben und somit auch ein komplett anderes Weltbild vor Augen.Ist ein wenig umfassender und auch recht kompliziert zu erklären ~
Ich jedenfalls klammere mich nicht an eine Religion und ich bin auch eigentlich ganz stolz darauf mein eigenes Weltbild zu haben.Und deswegen schäme ich mich auch nicht zu schreiben das ich Atheist bin und nicht an Gott glaube.Ich finde einfach jeder sollte das glauben was er will und nicht das was einem vorgesetzt wird zu glauben.So geht es mir jedenfalls :D


War jetzt vielleicht ein etwas exotischerer Beitrag... xD
Was solls, ich vertret auch nur meine Meinung :D

~mfg Absol :3
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Re: Glaubt ihr an Gott?

#1202164 von Donnerstern
13.07.2015, 20:10
Auch ich möchte mich mal zu diesem Thema äussern.

Wahrscheinlich komme ich jetzt als exotischer Kauz daher (vorallem wegen meiner Sexualität), wenn ich sage: Ja, ich glaube an Gott.
Ich glaube an Gott, bin getauft, ja sogar gefirmt und seit ich so ungefähr 10 Jahre alt bin Ministrant. (Ja, man mag es kaum glauben, aber damit bin ich nicht die älteste, der älteste Ministrant bei uns ist stolze 36 Jahre alt. Ich bin also fast im Durchschnitt, da die meisten mittlerweile ü18 sind).
Derzeit bin ich aus meiner Familie aber schon die einzige, die noch in die Kirche geht. Meine Mutter war zwar mit den ersten Mädchen dabei, die bei uns ministrieren durften, aber mittlerweile geht sie nichtmal mehr an Hochfesten in die Kirche. (Evtl. in der Osternacht, weil ich drauf bestehe. x: )

Ich finds etwas traurig, dass der Ruf der Kirche so schlecht ist. Jetzt meinen schon aussenstehende, alle gläubigen Christen hetzen gezielt gegen Homosexuelle. Derweil sind das gar nicht wir Christen, sondern vereinzelte hohe Geistliche, die einfach durch ihre "Macht" an die Presse gelangen und somit alle Medien nen Aufstand machen.
Wenn sich aber irgendeiner (Papst, Bischof, etc..) gegen homosexuelle Menschen ausspricht, sollte sich keiner verletzt fühlen. Denn im Grunde sind das Leute wie du und ich, an jeder Ecke trifft man einen normalen Bürger der homosexuelle Menschen nicht toleriert. Teilweise beleidigen solche Leute sogar viel krasser, sie kommen nur nie ins TV und erhalten keine Aufmerksamkeit. Da find ichs schon unangemessen, gleich alle Christen zu verteufeln. Ich als bisexuelle Christin bin ja sowieso ein gutes Beispiel dafür, dass man sich von hohen Geistlichen nichts sagen lassen sollte. Ich hab keinen Plan, ob man mich aus der Kirche werfen würde, wenn das rauskäme, aber so leicht würd ich mich garantiert nicht vertreiben lassen.
Das erstaunliche ist eher, dass wir bei uns viele junge Priester (im Alter von 30-40) hatten, die alle meinten, dass Gott jeden Menschen annimmt. Also auch unabhängig der sexuellen Orientierung. Ich hoffe einfach, dass in Zukunft mehr junge Leute kommen werden (auch ein jüngerer Papst pls!), damit wir normalen christlichen Menschen weniger abkriegen.
Im Moment wird bei uns immer öfter gepredigt, dass wir Christen uns nicht verstecken sollten. - Ganz recht, unser Pfarrer muss uns ermutigen, nicht zu deprimieren. Die älteren Leute haben bei uns weniger das Problem, viele Grossmütter bei uns sind gläubig, wenn nicht sogar über 90%. Ist man aber jünger, kann man damit nicht offen umgehen. Ich habe hier auf PF noch keinen getroffen (mit "getroffen" meinte ich gechattet, geschrieben oder sonst was), der glaubt. (Nur vllt. ein paar Christen, die dann wieder streng nach der Bibel leben wollten und alles mögliche verteufelt haben, auch homosexuelle...) - Ich habe aber schon viele getroffen, die sich über die Kirche lustig machen müssen.
Ich schlag mir selbst die Hand an den Kopf, wenn sich der Papst wegen Verhütungsmitteln aufregt und gegen diese ist, also halt ich ganz sicher nichts von dem Gelabere. Aber es ist einfach unfair, Gebete oder andere Dinge, die uns Gläubigen was bedeuten und für uns wichtig sind, in den Dreck zu ziehen und darüber zu lachen. Es gehört einfach eine Portion Respekt dazu, selbst wenn man dem Glauben nicht angehören will. Man sollte jeder Religion gegenüber verständnisvoll sein bzw. es grob versuchen. Aber wenn man Witze über Jesus, die Bibel oder sonst was macht, ist das imo ein klarer Schuss über die Grenze hinaus.
Ich verstehe die Leute, die es lächerlich finden, wenn jemand an höhere Mächte glaubt, aber das ist noch kein Freibrief um jemanden blosszustellen oder sonst irgendwas.

Übrigens, um mal ein wenig mehr von mir zu erzählen: Ich glaub mehr oder weniger an die Urknalltheorie und interessiere mich sehr für Naturwissenschaften. Mir ist es eigtl. wurscht, woher das alles kommt. Wenn jetzt bewiesen wird, dass Gott nichts erschaffen hat, wäre es für mich nicht der Weltuntergang. Für mich ist Gott einfach ein gewisser Halt. Er gibt mir Kraft, wenn ich sonst keinen habe, der mir helfen will. Er gibt mir auch Kraft, wenn ich anderen helfen muss, die traurig sind oder was schweres erlebt haben.
Was ich an dieser Stelle auch interessant finde: Auf die Frage hin, ob Gott auch den Leuten in Not hilft, die nicht an ihn glauben, antwortete mir jemand, der Theologie studiert hatte, folgendermassen: "Das ist schwer zu sagen. Aber wenn du denjenigen magst und ihm helfen willst, indem du vllt. einfach nur da bist, wird Gott dir die Kraft geben, durchzuhalten und für den Menschen da zu sein."
Aber das mal so nebenbei.
Vllt. könnte ich ja noch erzählen, wie ich zu Geschichten aus der Bibel stehe.
Im Grunde hab ich alle wichtigen mal gehört, ob in Lesungen oder in der Grundschule. Ich kenne die Geschichten gut, wenn auch nicht auswendig, und mag sie. Ja, ich mag sie einfach. Aber sie bedeuten nicht mein Leben. Für mich ist der Kern in ihnen viel mehr wert als die blosse Geschichte. Denn fast überall steckt was drin, was man auch auf die heutige Zeit anwenden kann. Beispielsweise der Kern in einem Brief von Paulus an die Korinther: Keiner ist unwichtig, jeder Mensch ist gleich viel wert und keiner ist besser als der andere - alle müssen zusammenhalten, damit etwas funktioniert. Und ich behaupte mal, dass das durchaus stimmt. Man muss es nur rausfiltern können, wenn man das nicht tut, wundert es mich nicht wenn manche behaupten, die Bibel sei nur veraltet.
Natürlich müssen wir nun nichtmehr unsere eigenen Söhne opfern.. (Was Abraham tun sollte, für die, die das nicht checken jetzt.) Wer denkt die Bibel wär für uns Christen ein überlebenswichtiges Gesetz, denkt reichlich falsch..
An welche Geschichte ich aber weniger "glauben" will, ist die gute alte Schöpfungsgeschichte aus Genesis, mit Adam und Eva. Schon da wird klar, dass scheinbar die Frau immer alles verbockt. Wir haben unsere Männer dazu gebracht, gefährliche Früchte zu essen, was uns verboten war, wie könnte es anders sein. Ne, also da wär mir lieber gewesen, wenn beide gleichzeitig in die Frucht gebissen hätten.
Dennoch mag ichs aber immer wieder, solche Geschichten erneut zu hören. Lediglich am Karfreitag tut mir alles weh, wenn der Lektor erzählt, wie Jesus am Kreuz stirbt. Da gehe ich lieber in die Osternacht, da hab ich nämlich als Ministrant so einiges zu tun. Aber es macht mir immer wieder Spass, ich hoffe, ich kann es noch ne Zeit lang machen. Bin btw froh dass bei uns die Frauen nur am Samstag dürfen (eigtl. ne Schweinerei, aber gut), sonst müsste ich öfters um 7 Uhr zur Frühmesse raus. Also da würd ich dann wohl die Sache an den Nagel hängen, ich bin überzeugter Langschläfer. x:

Btw, vllt. klingt es erstmal komisch, aber auch mein Glaube trägt bei mir dazu bei, dass ich keine Kinder haben möchte. Ich denke, es ist so gut wie unmöglich für mich (bedeutet, dass es in meinem Umfeld so jemanden nicht gibt, deshalb wohl ziemlich unmöglich), jemanden zu finden, der an Gott glaubt (brauch ich auch nicht wirklich). -> Wenn mein Partner das Kind nicht christlich erziehen will, würde es mich zu traurig stimmen, also lieber gar kein Kind. Ich würde es nämlich taufen lassen und in die Kirche mitnehmen, solange bis es selbst sieht, ob es weiter glauben will oder nicht. Wenn ich aber nichtmal die Möglichkeit bekomme, mein Kind zum Glauben hinzuführen, würd ich lieber ganz auf ein Kind verzichten. Klingt vllt übertrieben, aber dadurch, dass mir mein Glaube die Kraft gibt die ich brauche, möchte ich das ungern meinem Kind nicht zeigen. Wenn der Glaube da auch helfen würde, würd ich mein Kind eben gern damit vertraut machen. Allerdings habe ich schon einige weitere Gründe gegen ein Kind im Sexualitäts-Topic genannt, weshalb ich sehr zufrieden bin, einen Atheisten als Freund gefunden zu haben. :3 (Ich will ja sowieso dem Aussterben von Deutschland unter die Arme greifen (wer das verstehen will, muss im genannten Topic nachlesen).)

Btw, kann sein, dass man naiver denkt, wenn man sich drauf verlässt, dass die Seele nicht stirbt/man in den Himmel kommt/wiedergeboren wird etc., aber mir gefällt das irgendwie ein wenig, muss man sich weniger den Kopf zerbrechen in einigen Situationen. Wenn ich nämlich infrage stelle, dass ich in den Himmel oder in die Hölle komme, plagt mich die Ungewissheit noch mehr. Btw glaube ich nicht, dass Menschen in die Hölle kommen, weil in jedem was gutes steckt. (Und ausserdem hockt keiner freiwillig im Fegefeuer, sollte es das geben, bis er in die Hölle kommt und bettelt nicht bei Maria, da wieder rauszukommen. So einer wär schon schön blöd imo, ich denk da würd jeder soviel Angst haben, dass er auch als Schwerverbrecher Maria bitten wird, ihn rauszuholen. x: )



Nun gut, vllt. gehe ich mal noch auf ein paar Dinge hier im Thread ein, auch wenn die Ersteller der Zitate evtl. gar nimmer so aktiv sind und das hier nie lesen werden.

plauderecke-debatten/topic1409-1650.html#p1049702
Aszalem hat geschrieben:"Du sollst keine anderen Heiligen haben neben mir" ... Heiliger Petrus, Heilige Mutter Maria, Heiliger Stuhl (!!!!!), Heiler Vater (Papst) usw. lächerlich!
Ich muss schon ein toller Christ sein, wenn ich den genauen Wortlaut selbst nichtmal weiss. Aber eigtl. heisst es ungefähr "Du sollst neben mir keine anderen Götter verehren/haben". Man darf ja die Heiligen nicht anbeten, auch nicht Maria. Man darf nur bei ihnen bitten, aber anbeten darf man nur Gott. Btw ist der Papst kein Heiliger, ausser er wird seelig und heilig gesprochen. Ob das beim alten Papst noch passiert, njaaa, bezweifele ich mal x:

AbsolLugia hat geschrieben:Wenn ich ganz ehrlich bin finde ich einiges was in den heiligen Büchern steht schwachsinnig.Adam und Eva sollen die ersten Menschen gewesen sein?Never.Wie erklären sie sich das bitte?Hats einfach mal "poof" gemacht und die standen dann da?Und wie konnten sie sich überhaupt richtig vermehren?
Ich glaub da zwar auch nicht dran, aber Gott hat laut Schöpfungsgeschichte Adam erschaffen als sein Ebenbild und Eva dann aus einer Rippe von Adam, weil der angeblich noch jemanden brauchte. Dann scheint Eva jedenfalls aus einer Rippe mutiert zu sein (schöne Vorstellung, ich mocht das mit der Rippe als Kind schon nicht bildlich im Kopf haben x: ) oder so. Aber Adam wäre dann "poof" da gewesen. Erscheint ziemlich unlogisch, ists wohl auch, aber damals konnte man es sich nicht anders erklären. Sowieso waren es nicht die ersten Menschen (wenn es denn homo sapiens angeblich waren), die leben noch net so lange und hatten ne Reihe von Vorfahren, aber gut, das wird hier noch zu biologisch.

( Kleiner feiner Funfact: Adam soll im Alter von 930 gestorben sein. Gutes Alter. x: Ausserdem konnte Eva als Strafe für die Verführung Adams nur unter Schmerzen gebären. Man kann dieser Version vllt. keinen Glauben schenken, aber hart und ein bissele lustig ist es ja schon. Aber Gott hätte damit uns Menschen erschwert uns fortzupflanzen. Wobei.. vllt kommen die Wehen einer Frau ja doch davon, dass Eva bestraft wurde.. wer weiss, wer weiss. x; )

Aszalem hat geschrieben:Und mein absoluter Liebling: "Du sollst nicht stehlen" sowie "Du sollst nicht lügen" (wird glaube ich anders formuliert) ... ABLASSHANDEL
Lügen und stehlen sollte man ja auch nicht. Und Ablasshandel ist nicht direkt stehlen, die haben den Menschen nur was vorgelabert damit sie denken, dass sie ohne ihr Geld keinen Ablass bekommen. Es gibt den Ablass ja noch, aber nicht in so einer Form. Früher meinten die eben, man benötige die Beichte, Reue und den Ablass gegen Bezahlung. Das war aber schon immer gegen die offizielle Glaubenslehre!
Definition von Ablass (und die ist btw. nicht zu kritisieren, nur weil sie nicht im Wikipedia-Wortlaut ist, die hab ich hier in einer Notiz stehen!) : "Erlass einer zeitlichen Strafe vor Gott für Sünden, die hinsichtlich der Schuld schon getilgt sind. (Aufhebung von Schuld und ewiger Strafe schliesst nicht immer und notwendig die Vergebung jeder anderen zeitlichen Sündenstrafe ein.)"
Gibt auch einige Voraussetzungen für einen Ablass, aber die lass ich mal sein. Jedenfalls war der Ablasshandel mit Geld nie was offizielles, das war einfach nur die Idee eines alten Erzbischofs (Albrecht von Mainz).
Solltest du mit Ablasshandel jetzt nicht diese (imo) fiese Ausnutzung der Leute in vergangenen Zeiten gemeint haben, kannste das ignorieren. x:



Ich hoffe, das hier klang nicht zu streng. Mir ists selbst im Grunde ja egal, ob jemand glaubt und an was. Nur wenn jemand gegen einen Glauben hetzt, hört bei mir der Spass auf. Auch ein Lachen über den Glauben/die Kirche find ich schon nimmer OK, aber ich hab nix dagegen, wenn Religion für manche Leute einfach nix ist, das ist ja vollkommen verständlich und mehr als in Ordnung.
Vllt. macht sich ja jetzt der ein oder andere hier, ders früher gemacht hat, sich weniger lustig über die Leute, die einer Religion angehören. Und ja, ich weiss, dass viele sich nie lustig gemacht haben und es sehr viele Atheisten gibt, die andre Angehörigen einer Religion akzeptieren und nett zu ihnen sind, aber es fällt mir einfach auf, dass es doch einige gibt die manchmal richtig beleidigen oder sich einfach auf Kosten anderer amüsieren. Nicht unbedingt massenhaft hier, aber man trifft solche Leute doch überall. Ich hasse diese Leute auch nicht, es ist irgendwo verständlich. Aber wenn ihnen sogar bewusst ist, was sie damit eigtl. machen, sollten sie schon aufhören. Würde sich jemand bei mir im RL für solche Lästereien entschuldigen, wär ich dem dann auch gar nicht mehr böse. Nicht, dass ich hier noch als Hater daherkomme. x:
Ich hab übrigens auch schon einige Christen getroffen, die zu Diskussionen über die Kirche bereit sind oder gar Kritik an der Bibel annehmen und bestätigen. Dazu gehöre ich ja auch, wenn also jemand ernsthaft was diskutieren will, kann man mich gern anschreiben oder es hier tun, wenns kein Offtopic wird. Bin auch für weitere Fragen offen, da darf man mich sehr gerne durchlöchern (solange man es nicht auf abwertende Weise tut). :)

In diesem Sinne, noch nen schönen Abend meine Lieben!

- Schreibfehler dürft ihr behalten, ich habe den meisten Text gestern in der Nacht geschrieben und heute nur noch verbessert oder erweitert.
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Re: Glaubt ihr an Gott?

#1202190 von Gockel
13.07.2015, 21:50
Ich muss dir (leider) Recht geben: Mit der (katholischen) Kirche als Institution können die meisten jungen Menschen in Zeiten einer (manchmal zweifelt man ja daran) aufgeklärten Welt nichts mehr anfangen. Die Kirchen sind leer und als Religionslehrer hat man es schwerer als vermutlich je zuvor. Und ich muss sagen: Ich verstehe die Leute! Bei den Schlagzeilen, die in den letzten Jahren durch die Medien gingen, ist es wirklich nur schwer möglich, einer Glaubensgemeinschaft (teilweise möchte man sagen: "Unternehmen") zu vertrauen und ihr die Wertschätzung früherer Zeiten entgegenzubringen. Dieses Bild wurde aber wohl vor Allem von den hochrangigen Funktionären beeinflusst: Korruption, veraltete Weltbilder, verschwenderischer Umgang mit Geld. Das zeigt gleichzeitig ein Problem auf, mit dem viele wichtige Institutionen in der heutigen Zeit zu kämpfen haben, egal ob wir über die FIFA oder hohe politische Ämter sprechen: Ohne eine gewisse "Machtgier" und den Willen, für diese einen hohen Preis zu bezahlen ist es kaum möglich, eine Führungspositionen zu erreichen. Solche Menschen haben dann auch gar kein Interesse daran, die Reformen einzuleiten (Demokratischere Strukturen, modernere Meinungen in der Öffentlichkeit, Aufhebung veralteter Gesetzmäßigkeiten, Transparenz), die für eine gemeinnützige Organisation zwingend und dringend notwendig wären. Ich spreche hierbei übrigens noch nicht einmal (nur) vom Papst, sondern eher von den Männern, die den Vatikan im Hintergrund bestimmen. So wurde enormes Vertrauen verspielt und ich sehe da im Moment ehrlich gesagt keinerlei Besserung. Das sorgt dann zwangsläufig dafür, dass das, was in die Öffentlichkeit kommt, kaum mehr etwas mit dem zu tun hat, was an der Basis abläuft. Gerade in eher ländlichen Regionen, beispielsweise dort, wo ich wohne, funktioniert das Zusammenleben mit der Kirche nämlich noch ganz wunderbar. Eben dort, wohin der Arm des Vatikans nicht vordringt - in den kleinen Pfarreien. Die Kinder werden getauft und nehmen an (Erst-)Kommunion und Firmung teil, bekommen Religionsunterricht durch den Pfarrer. Da wächst man quasi direkt hinein, hat stets seine Ansprechpartner und käme nie auf die Idee, was die Kirche sonst noch so fabriziert. Ich zum Beispiel bin in meinem Leben kaum einem Menschen begegnet, der so verständnisvoll, freundlich, rücksichtsvoll, geduldig und humorvoll ist, wie unser junger Gemeindepfarrer, den wir bis vor zwei Jahren hatten. Wenn es mehr solcher Menschen gäbe und die dann auch noch etwas zu sagen hätten, bräuchten wir uns hier nicht unterhalten - so ist es aber leider nicht und ich befürchte, das sich das auch in nächster Zeit nicht ändern wird. Solange wird die Führung von einer Krise in die nächste schlittern und, gerade in den Städten, wo man den Glauben nicht mit der Muttermilch bekommt, noch mehr Anhänger verlieren...

Ich selbst bin in Glaubensfragen ziemlich gespalten. Einerseits sieht man mich selbst nur ziemlich selten in der Kirche (Ostern, Pfingsten, Allerheiligen, Advent, Weihnachten, das wars schon fast wieder) und ich bin auch vielem in der Bibel gegenüber relativ kritisch eingestellt, was aber vermutlich nicht zuletzt an der Entwicklung der letzten 2000 Jahre liegt... Andererseits würde ich mich schon als gläubigen Menschen bezeichnen, ich glaube an einen Gott und an eine Entwicklung nach dem Tod. Auch das ursprüngliche Konzept der Glaubensgemeinschaft, wie es bei uns in der katholischen Kirche noch praktiziert wird, finde ich sehr gut. Vielen bei uns in der Region geht es da ähnlich. Die Kirche und der Glaube werden einfach nicht mehr so ernst genommen, wie es noch in früheren Generationen der Fall war. Dennoch stellen diese Dinge immer noch wichtige Werte im Leben dar und der Pfarrer bleibt eine Respektsperson, der auch Kinder und Jugendliche noch vertrauen. Je größer und anonymer das Einzugsgebiet aber wird, sprich, je größer die Stadt ist, in der man lebt, desto weniger ist das leider der Fall. Gerade dort wäre aber, durch den zunehmenden urbanen Stress, eine helfende Hand, die so nur die Kirche liefern kann, wichtiger denn je - leider macht sie sich diese Chance zunehmend selbst kaputt.

Vielleicht als Fazit: Im Großen und Ganzen gebe ich dir Recht, die Menschen wurden durch die Kirche enttäuscht und haben sich von ihr abgewendet. Dort aber, wo die Grundlagenarbeit stattfindet, die nichts mit dem Vatikan zu tun hat, zeigt sie sich überraschend modern und auch die Menschen werden noch durch den Glauben gestützt. Diese dezentralen Pfarreien sind wohl die Stützen, die die Kirche auch zukünftig am Leben erhalten werden.

PS: Sorry für das zusammenhanglose Durcheinander, ich wollte wohl mal wieder zu viel in zu kurzer Zeit schreiben...
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Re: Glaubt ihr an Gott?

#1202207 von Tic
13.07.2015, 22:54
Dann will ich mal Kontra geben :P

Erst einmal, genialer Beitrag Donnerstern. Zweitens, ich stimme leider fast keinem deiner Punkte zu.


Erst einmal sperre ich mich dagegen, dass Gott Eva aus Adams Rippe erschaffen soll: Das ist blödsinnig, frauenfeindlich und wohl einer der Gründe dafür, dass gewisse Männer in weißen Kitteln immer noch glauben, dass Frauen minderwertige Menschen sind. Tatsächlich ist die "Rippe" wohl auf einen Übersetzungsfehler aus dem Hebräischen zurückzuführen, wo dasselbe Wort sowohl Rippe als auch Seite heißen kann - letzteres ist meiner Meinung nach deutlich plausibler und vernünftiger, warum hätte Gott aus allen Körperteilen ausgerechnet die Rippe nehmen sollen und nicht das Herz oder so etwas?

Abgesehen davon ist die Geschichte, genau wie ein großer Teil der Bibel, nach wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht haltbar und dient, genau wie ein großer Teil der Bibel, maximal als Gleichnis. Den gleichen Zweck erfüllen ja auch die von dir angesprochenen, exorbitant hohen Alterszahlen. Ich glaube nicht, dass die - übrigens meiner Meinung nach ausnahmslos menschlichen, nicht von Gott inspirierten, aber zweifelsfrei sehr intelligenten - Verfasser der Bibel ernsthaft geglaubt haben, dass Leute 900 Jahre alt werden (Noah hat übrigens glaube ich die Tausendermarke geknackt). Die wollten halt bloß ausdrücken, dass Leute, die an Gott glauben, ein langes, erfülltes Leben haben. Und in Anbetracht der Brutalität, gegen die sämtliche Religionsgemeinschaften zu ihrer Zeit mit Heiden umgingen, ist das ja auch nicht ganz von der Hand zu weisen.




Zu mir:
Erstens bin ich, wie ich vor einigen Seiten und Jahren bereits geschrieben habe, theistischer Agnostiker, denke also schon, dass es irgendeine höhere Macht geben könnte, gedenke aber nicht, vor derselben im Staub rumzukriechen, zumal ich bezweifle, dass diese sich in irgendeiner Weise für mich interessiert. Ich halte diesen Gedanken, dass man selbst ein Kind eines Allmächtigen Gottes - und damit per se über allen anderen Wesen erhaben - ist, auch für ziemlich arrogant und sehe keinen Grund dafür, so etwas von mir selbst anzunehmen.
Zweitens, ich habe tatsächlich ziemlich viel von der Bibel gelesen, die 5 Bücher Mose und die vier des Neuen Testaments komplett, den Rest in Auszügen, und ich muss sagen, dass ich die Geschichten wie du mag. Ich ziehe anscheinend bloß andere Rückschlüsse, aber dazu später.
Drittens komme ich aus einer strengkatholischen Region (Emsland) und habe einige Jugendfreunde, die wirklich und ernsthaft an Gott glauben, mit Beichte, regelmäßigen Kirchenbesuchen und allem drum und dran. Ich schätze diese Leute und es käme mir nicht in den Sinn, sie wegen ihrer (meiner Meinung nach schlechten) Lebensentscheidung persönlich anzugreifen, wenn ich weiß, dass sie das verletzt.
Viertens tendiere ich dazu, Dinge nicht ernst zu nehmen. Deswegen mache ich mich gerne über alles und jeden lustig, da ist es mir relativ egal, ob das jetzt Christen, Muslime, Atheisten, Bayernfans oder Vegetarier sind (letztere nehmen zur Zeit auch religionsartige Ausmaße an, außerdem bin ich das selbst). Und mit Verlaub, dass lasse ich mir von niemandem verbieten. Kirchen stehen nun einmal zum Glück nicht mehr über dem Gesetz (auch wenn Blasphemie aus irgendeinem Grund immer noch strafbar ist), und das verletzen von "religiösen Gefühlen" akzeptiere ich nicht als Einschränkung. Mit Kritik muss man leben, auch mit in Witzen vorgebrachter, und wenn man sich so bescheuert positioniert wie die katholische Kirche muss man halt mit einer Menge Kritik rechnen.
Die Kirche hält Frauen nach wie vor für Menschen zweiter Klasse - obwohl diese, wie du selbst auch, durch ehrenamtliche Arbeit die Institution erst zu dem machen, was sie ist. Die Kirche hält, wie du selbst schon sagtest, Homosexualität für eine Sünde - und hilft trotzdem dabei mit, ihre Priester vor Strafverfolgung zu schützen, wenn sie Minderjährige Pfarrjungen misshandeln. Die Kirche verteufelt Reichtum und Kommerz, ist aber eine der reichsten Institutionen der Welt, und lässt sich die Bischofsgehälter trotzdem vom Steuerzahler finanzieren. Die Kirche ruft Leute dazu auf, sich zu mehren, und hält trotzdem an dem absolut veralteten Konzept des Zölibats fest, was dann wiederum zu dem Missbrauch von Minderjährigen Pfarrjungen führt. In dem Laden läuft so viel falsch, dass es mich ehrlich gesagt wundert, dass die überhaupt noch Mitglieder haben.

Das liegt natürlich, wie du auch selbst schreibst, vor allem an den unteren Organisationsschichten. Ich kenne selbst viele Priester, die ich gerne mag, und die das repräsentieren, was ich als christliche Werte betrachte - so Dinge wie Toleranz und bedingungslose Nächstenliebe halt. Leider kommen diese Leute aber nie nach oben, weil die katholische Kirche halt quasidiktatorisch geführt wird - der Papst ernennt nun mal die Kardinäle, die dann seinen Nachfolger wählen. Und alte, weiße, homophobe Männer wählen nun mal alte, weiße, homophobe Männer, und damit haben wir seit dem zweiten vatikanischen Konzil nun mal einen absoluten Stillstand, was tiefgreifende Reformen betrifft.
Diese ganze Debatte von wegen Kritik gegen Glaubensgemeinschaften gibt es ja auch verstärkt im Islam, sei es nun im Rahmen von Mohammedkarikaturen oder der Anklage gegen Dieter Nuhr, und ich halte auch Kritik am Islam uneingeschränkt für vertretbar. Die Linie ist natürlich fließend. Um auf deinen Beitrag einzugehen, halte ich es auch für absolut falsch, sich über individuelle Gebete lustig zu machen - nicht notwendigerweise wegen der Religion, sondern weil Gläubige in solchen ihr Herz ausschütten und ich Leute nicht beleidigen will. Witze über Jesus oder die Bibel sind aber deutlich unterhalb der Grenze, ersterer ist seit zweitausend Jahren tot und wird sich dementsprechend wohl nicht mehr angegriffen fühlen, und die Bibel ist ein Buch voller Metaphern, dass absolut niemand wörtlich nehmen sollte.

Ich habe übrigens nichts gegen Menschen, die an einen Gott glauben - das hilft sicherlich in vielen Lebenslagen, gibt Kraft und spendet Rat, sowohl dem Gläubigen selbst als auch seinem Umfeld (Auch davon schreibst du ja selbst). Ich glaube nur, dass man den Inhalt der Bibel (-> nochmal: Metaphern) deutlich besser im Leben anwenden kann, wenn man sich möglichst weit von der katholischen Kirche entfernt. Ich selber bemühe mich, nach dem, was ich für die christlichen Werte halte, zu leben - dafür brauche ich nicht an einen Gott glauben, ich sehe die Bibel eher als eine Art Ratgeber für ein gutes Miteinander. Lustig ist, dass diese Haltung keinesfalls neu ist, sie entspricht genau dem, was Martin Luther vor über 400 Jahren an eine Kirchentür getackert hat. Trotzdem hat sich die katholische Kirche nahezu unreformiert über Jahrhunderte gehalten - ich gehe davon aus, dass Menschen einfach auf Pomp stehen, und habe für mich noch einen weiteren Hauptschuldigen ausgemacht:
Donnerstern hat geschrieben: Ich würde es nämlich taufen lassen und in die Kirche mitnehmen, solange bis es selbst sieht, ob es weiter glauben will oder nicht.

Das da. Versteh mich nicht falsch, ich möchte dich weiß Gott nicht persönlich angreifen, aber meiner Meinung nach ist das einfach falsch. Deinen Willen, deine Kinder in dem für dich richtigen Glauben (den ich wie gesagt toleriere) zu erziehen, ist sehr löblich, aber gerade dadurch halten sich antiquierte Religionen. Wenn es nach mir ginge, würde ich Taufen, Kommunion, Beschneidungen etc. vor dem 14. Lebensjahr komplett verbieten und den Religionsunterricht in allgemeine Ethik umwandeln. Es gibt meiner Meinung nach schon gute Gründe, warum Johannes der Täufer und Jesus nur Erwachsene getauft haben - die können sich aus freien Stücken entscheiden. Wenn man von Kindesbeinen an religiös indoktriniert wird (entschuldige die Wortwahl, aber das trifft es meiner Meinung nach halt), erkennt man unter Umständen nicht, in was für einer Organisation man da eigentlich mitmacht - und hinterfragt ihre Werte nicht kritisch. Das gilt für Kirchen, Fußballvereine, Jugendorganisatioen von Parteien, eine ganze Menge Zeugs. Übrigens ist das meiner Meinung nach eigentlich auch im Interesse der Kirche - mit einigen, wenigen, gläubigen Gottesdienstbesuchern lässt sich doch deutlich mehr anfangen als mit zehntausend U-Boot-Christen, die nur zu Weihnachten in der Kirche auftauchen. Natürlich ist die Kirche deutlich mehr an Kirchensteuern interessiert als an der Meinung ihrer Schäfchen, aber das ist ja auch so ein Problem, das ich mit den großen Kirchen habe.


So, es ist spät, das sollte als Hasstriade auf die Kirche genügen.
Noch kurz einige Anmerkungen zu Zitaten:

Donnerstern hat geschrieben:Ich muss schon ein toller Christ sein, wenn ich den genauen Wortlaut selbst nichtmal weiss. Aber eigtl. heisst es ungefähr "Du sollst neben mir keine anderen Götter verehren/haben". Man darf ja die Heiligen nicht anbeten, auch nicht Maria. Man darf nur bei ihnen bitten, aber anbeten darf man nur Gott. Btw ist der Papst kein Heiliger, ausser er wird seelig und heilig gesprochen. Ob das beim alten Papst noch passiert, njaaa, bezweifele ich mal x:


Heilig- und Seligsprechungen gehen ja eh erst nach dem Tod, das wird schon noch klappen. Es gibt übrigens eine durchaus starke Meinung, die das Christentum nicht mehr als Monotheistische Religion versteht, weil die Grenze zwischen einem dreieinigen Gott und drei Göttern halt doch relativ fließend ist, aber darüber müssen wir jetzt nicht groß Diskutieren, die halte ich auch für Quatsch.

Donnerstern hat geschrieben:Lügen und stehlen sollte man ja auch nicht. Und Ablasshandel ist nicht direkt stehlen, die haben den Menschen nur was vorgelabert damit sie denken, dass sie ohne ihr Geld keinen Ablass bekommen. Es gibt den Ablass ja noch, aber nicht in so einer Form. Früher meinten die eben, man benötige die Beichte, Reue und den Ablass gegen Bezahlung. Das war aber schon immer gegen die offizielle Glaubenslehre!


Jup, es war aber gängige Praxis der katholischen Kirche. Katholische Kirche =/= christlicher Glaube in Reinform, quod erat demonstrandum.

Donnerstern hat geschrieben:Auch ein Lachen über den Glauben/die Kirche find ich schon nimmer OK, aber ich hab nix dagegen, wenn Religion für manche Leute einfach nix ist, das ist ja vollkommen verständlich und mehr als in Ordnung.


Also, das halte ich schon extrem, aber das habe ich ja oben zur Genüge beschrieben. Wenn ich mich über die Kirche als Kollektiv lustig machen will, tue ich das, basta. Im Übrigen möchte ich noch einmal erwähnen, dass Glaube und Kirche nicht dasselbe sind - den Slash zwischen den beiden halte ich für verfehlt, das sind ganz unterschiedliche Sachlagen.


Ich hoffe an dieser Stelle übrigens, dass mein Beitrag - quasi als Gegenentwurf zu deinem - nicht zu extrem und abwertend rüber kommt, das ist wirklich nicht meine Absicht, ich bin an einer konstruktiven Diskussion wirklich sehr interessiert. In diesem Sinne noch einmal, ich fand deinen Beitrag wirklich gut :).

Das wars jetzt aber wirklich, zu Gockel habe ich nicht so viel zu sagen, du sprichst mir mehr oder weniger aus der Seele.
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Re: Glaubt ihr an Gott?

#1202219 von Baguette
14.07.2015, 00:34
Ich habe jetzt nur Donnersterns und Tics Posts gelesen, also möge man etwaige Wiederholungen in meinem Beitrag entschuldigen.

Ich selbst hatte nie viel mit Religionen am Hut, weder familiär noch über Freunde oder selbst. Ich wude zwar - mit 2 Jahren oder so - getauft, aber das war auch schon eher ein Überbleibsel einer Tradition - vergleichbar mit dem Weihnachtsfest. Quasi eine Routineprozedur, die die Möglichkeit gibt, die Familie zusammenkommen zu lassen und besinnlich zu feiern.
Ein Glaube, der einem Kraft gibt, wie Donnerstern ihn beschreibt, ist in meinen Augen absolut nicht verwerflich. Letzten Endes stellt er nur eine besonders kokretisierte Form von etwas da, das wohl in jedem Menschen steckt, Richtlinien, anhand derer er sein Lebe führt. Um genau und einigermaßen endgültig zu bestimmen, wie ich mich einordnen würde - als Atheist oder eher Agnostiker zB -, müsste ich mal länger nachdenken; bisher hat mich das Thema aber wenig beschäftigt. Ich bin mir allerdings sicher, dass dieser Tag nochmal kommen wird. Interessant, aber durchaus einleuchtend, finde ich auch, dass viele Wissenschaftler, die nach einer Antwort au die Gottesfrage suchen, letzten Endes selbst gläubig (im Sinne einer Existenz einer höheren Macht) werden. Die Ursprungsrage mag letztendlich auch die einzige bleiben, die man nie beantworten kann. Schon dieser Hauch von Ungewissheit, dieses Mysteriöse hat für mich einen Reiz. Und er hat einen Reiz für unzählige Menschen vor mir gehabt, wenn man sich nur vor Augen hält, wie viele Geschichten um dieses Thema geschrieben worden sind. Auch wenn ich nie an einen Gott glaubte und Kraft daraus gezogen habe, so würde ich es für die Zukunft nicht ausschließen, dass mir ähnliches widerfährt wie jenen Wissenschaftlern. Und wenn ich daraus eine Energie ziehen könnte, die ich bisher nicht kenne, dann freue ich mich auf die Aussicht.
Schließlich, trotz alle dem, was Religion an unnötigem Konservativismus mit sich bringt, und trotz der unzähligen Verbrechen, die im Name dieses oder jenes Gottes verübt wurden und immer noch werden, und trotzdem auch ich angesichts so mancher religiöser Personen und Statements nur den Kopf schütteln und lachen kann, muss ich doch sagen: Ich weiß nicht, ob ich in einer Welt ohne Religion leben wollte.
Denn so viel ist sicher, gegen Religion, als kulturelles Gut, habe ich nichts. Von den positiven Aspekten (Festigung gewisser Moralvorstellung) mal abgesehen, verdanken viele Zivilisationen ihren Religionen große Anteile ihres kulterellen Lebens. Was die Religionen in meinen Augen verdirbt - und das ist nichts spezifisch Religiöses, sondern gilt für alle Gruppierungen - ist Massenorganisation. Das und die bereits genannte Verehrung gewisser Individuen (wenn wir schon nicht von Priestern sprechen, dann wenigstens von den "Kaisern von Gottes Gnaden") haben im Zusammenspiel mit der Tatsache, dass gerade die monotheistischen Relgionen einen so starken Glauben an "einen" Schöpfer vermitteln, die größten Monströsitäten der Menschheitsgeschichte verursacht.
Tic hat geschrieben:Viertens tendiere ich dazu, Dinge nicht ernst zu nehmen. Deswegen mache ich mich gerne über alles und jeden lustig, da ist es mir relativ egal, ob das jetzt Christen, Muslime, Atheisten, Bayernfans oder Vegetarier sind (letztere nehmen zur Zeit auch religionsartige Ausmaße an, außerdem bin ich das selbst). Und mit Verlaub, dass lasse ich mir von niemandem verbieten.

Weswegen genau das so wichtig ist. Satire ist wohl die effektivste Waffe im Kampf gegen die Glorifizierung von Individuen. Es kommt nicht von ungefähr, dass mit dem Machtaufstieg von Leuten wie Hitler die Gleichschaltung der Presse einherging. Und es verhält sich nicht anders in anderen Bereichen.
Um mal ein wenig relevante zeitgenössische Trivia einzustreuen: Ich weiß es nicht sicher, aber ich meine gelesen zu haben, dass Mohammed-Portraits in den ersten Jahrhunderten des Islams durchaus gängig und nicht verboten waren. Dass sie verboten wurden, mag eben mit gewissen Zensurversuchen zu tun haben. Es ist zB genauso gefährlich zu sagen, dass Mohammed kein "Prophet" war, sondern ein Heerführer, der Kriege geführt und Menschen getötet hat. Eben solche Darstellungen hat man womöglich zu unterbinden versucht.
Zuletzt geändert von Baguette am 14.07.2015, 20:04, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Glaubt ihr an Gott?

#1202304 von Donnerstern
14.07.2015, 18:47
Erst einmal sperre ich mich dagegen, dass Gott Eva aus Adams Rippe erschaffen soll: Das ist blödsinnig, frauenfeindlich und wohl einer der Gründe dafür, dass gewisse Männer in weißen Kitteln immer noch glauben, dass Frauen minderwertige Menschen sind. Tatsächlich ist die "Rippe" wohl auf einen Übersetzungsfehler aus dem Hebräischen zurückzuführen, wo dasselbe Wort sowohl Rippe als auch Seite heißen kann - letzteres ist meiner Meinung nach deutlich plausibler und vernünftiger, warum hätte Gott aus allen Körperteilen ausgerechnet die Rippe nehmen sollen und nicht das Herz oder so etwas?
Die Frau entstand auch ganz sicher nicht aus einer Rippe. Aber frauenfeindlich finde ich das gar nicht. Mir macht das jedenfalls nix aus, von mir aus hätts auch jeder andere Knochen sein können. Oder halt ne andre Stelle, wenn man statt Rippe eher Seite sagt. Ist mir letztendlich völlig gleich. Aber ich denke, Gott hätte dann die Rippe nicht mehr in den Körper Adams eingesetzt, also kann er net sowas wie das Herz rausnehmen. x:

Abgesehen davon ist die Geschichte, genau wie ein großer Teil der Bibel, nach wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht haltbar und dient, genau wie ein großer Teil der Bibel, maximal als Gleichnis. Den gleichen Zweck erfüllen ja auch die von dir angesprochenen, exorbitant hohen Alterszahlen. Ich glaube nicht, dass die - übrigens meiner Meinung nach ausnahmslos menschlichen, nicht von Gott inspirierten, aber zweifelsfrei sehr intelligenten - Verfasser der Bibel ernsthaft geglaubt haben, dass Leute 900 Jahre alt werden (Noah hat übrigens glaube ich die Tausendermarke geknackt). Die wollten halt bloß ausdrücken, dass Leute, die an Gott glauben, ein langes, erfülltes Leben haben. Und in Anbetracht der Brutalität, gegen die sämtliche Religionsgemeinschaften zu ihrer Zeit mit Heiden umgingen, ist das ja auch nicht ganz von der Hand zu weisen.
Ich finds irgendwie sehr unsinnig, sowas wie die Alterszahlen zu interpretieren. Ich wäre nie drauf gekommen, dass die Verfasser damit nur ausdrücken wollen, dass jemand, der an Gott glaubt lange lebt. Kann schon sein, aber ich finde, es ist nicht sonderlich sinnvoll, nachzudenken, wieso sowas irgendwo geschrieben wurde. Für mich ist da viel wichtiger, was die Geschichte im Ganzen erzählen will. Ich selbst kann zwar recht wenig aus den Schöfpungsgeschichten rausfiltern, aber dafür aus anderen. Den Korintherbrief hab ich ja schon erwähnt. ^^
Btw, das mit der Brutalität. Es wurden auch sehr viele Christen verfolgt, wieso gibt es denn soviele Märtyrer? Die sind für ihren Glauben gestorben. Erst als das Christentum grösser wurde, ging man mit Heiden schlecht um. Aber das war mal, das ist ja heute nicht mehr so. Auch mit dem Ablasshandel: Ich finde, man denkt zu verkrampft, wenn man sowas nicht in der Vergangenheit ruhen lässt. Jeder Mensch hat Fehler gemacht, net nur ein paar Geistliche. Man muss sich da nur ein paar Politiker ansehen... und das wird von einigen anscheinend schneller vergessen als der Ablasshandel. x:

[...] gedenke aber nicht, vor derselben im Staub rumzukriechen, zumal ich bezweifle, dass diese sich in irgendeiner Weise für mich interessiert.
Kriechen deiner Meinung nach Gläubige im Staub rum?

Ich halte diesen Gedanken, dass man selbst ein Kind eines Allmächtigen Gottes - und damit per se über allen anderen Wesen erhaben - ist, auch für ziemlich arrogant und sehe keinen Grund dafür, so etwas von mir selbst anzunehmen.
Wenn man allein nur sagt, man ist ein Kind Gottes, macht das noch keinen gläubigen Christen aus. Aber ich glaub man wird auch keinen finden der meint "Was? Ne, ich bin doch kein Kind Gottes!", sofern er glaubt. Das gehört halt fest zur Religion. Allerdings wenn ich nicht grad von oben bis unten über meine Vergangenheit mit meiner Religion nachdenke, beschleicht mich nie das Gefühl, als wär ich ein Kind Gottes. Ich glaub das zwar schon irgendwo, aber bewusst wird es mir fast nie und ich rede mit Gott jetzt nicht unbedingt so, wie ich mit einem Vater reden würde. Aber ich find diesen Teil des Glaubens nicht arrogant eigtl., man prahlt ja nirgends damit. Man spricht da eher im Zusammenhang mit der Liebe von Gott, aber nicht sowas in Richtung "Ha, ich bin das Kind von einem Gott, ich bin besser als ihr!" - das wär ja auch ein dummes Verhalten...

Deswegen mache ich mich gerne über alles und jeden lustig, da ist es mir relativ egal, ob das jetzt Christen, Muslime, Atheisten, Bayernfans oder Vegetarier sind (letztere nehmen zur Zeit auch religionsartige Ausmaße an, außerdem bin ich das selbst). Und mit Verlaub, dass lasse ich mir von niemandem verbieten. Kirchen stehen nun einmal zum Glück nicht mehr über dem Gesetz (auch wenn Blasphemie aus irgendeinem Grund immer noch strafbar ist), und das verletzen von "religiösen Gefühlen" akzeptiere ich nicht als Einschränkung. Mit Kritik muss man leben, auch mit in Witzen vorgebrachter, und wenn man sich so bescheuert positioniert wie die katholische Kirche muss man halt mit einer Menge Kritik rechnen.

Wenn man aber zu einem ganz normalen Christ sagt "hahahahahaha, du glaubst an einen Trottel der übers Wasser laufen soll, ahahahaha" ist das keine Kritik! Das ist einfach nur Lustigmachen, ohne dass man es richtig begründet. Und dann geht es gegen den Menschen, und nicht gegen die Kirche. Wenn man ordentlich über die Kirche diskutiert, ist das ja ok, aber wenn man auch gegen die einfachen Glieder der Kirche ist (eben auch die, die nur in die Kirche gehen oder gläubig sind), ist das für die sehr verletzend.
Witze über Jesus oder die Bibel sind aber deutlich unterhalb der Grenze, ersterer ist seit zweitausend Jahren tot und wird sich dementsprechend wohl nicht mehr angegriffen fühlen, und die Bibel ist ein Buch voller Metaphern, dass absolut niemand wörtlich nehmen sollte.
Ich selbst mag Witze über Jesus oder sonstwas wirklich nicht, das verletzt mich irgendwo. Da zählt auch das Argument nicht, dass Jesus "schon tot" ist (nach meinem Glauben ist er von den Toten sowieso auferstanden, also nicht tot!) - er ist eben ein Teil meines Glaubens, demnach ein Teil von mir, weshalb es auch mich selbst mit verletzt. Kann sein dass da andere weniger verletzlich sind, ich bin es aber schon eher.
Ein kurzer Hate gegen die Kirche betrifft einem da schon fast gar nicht, ausser derjenige, der Witze reisst, unterscheidet nicht die Meinungen der Gläubigen von den Meinungen der Geistlichen. Und leider tun das viele nicht, zumindest ist das mein Eindruck.
Zur Bibel: Wer sie wortwörtlich nimmt, hat kein Hirn imo. Auch kein Gläubiger nimmt die wörtlich. Wie gesagt, man muss den Kern erfassen. Aber über die Bibel dann lachen find ich eher unangemessen. :/ Kann das zwar weniger begründen, aber irgendwie ist das halt was bedeutendes für Gläubige. Da find ichs eben respektlos. Und wenn man die Christen und die Bibel in den Dreck zieht, wird sich die Kirche sicher net reformieren. Die kriegen ja net mit, wenn ein Christ von paar anderen deshalb geärgert wird (ja, das kommt vor, falls das jemand net glauben will).

Trotzdem hat sich die katholische Kirche nahezu unreformiert über Jahrhunderte gehalten - ich gehe davon aus, dass Menschen einfach auf Pomp stehen, und habe für mich noch einen weiteren Hauptschuldigen ausgemacht:
Donnerstern hat geschrieben:Ich würde es nämlich taufen lassen und in die Kirche mitnehmen, solange bis es selbst sieht, ob es weiter glauben will oder nicht.


Das da.
Also wäre ich als gläubige Mutter eine Schuldige? Ich finde es selbst eben gar nicht schlimm, wenn ich meinem Kind etwas von mir beibringe. Im Alter von 14 oder älter können Kinder bzw. Jugendliche das einfach nicht so einfach lernen wie als Kleinkinder. Diese kann man in die Kirche mitnehmen, dann können sie da mal reinschnuppern, und wennse Angst vor dem Gebäude oder sonst was haben und nicht hinwollen, nimmt man sie nichtmehr mit. Ich wär schon drauf aus, meinen Kind alle grösseren Religionen zu erklären (so gut ich es kann, evtl. dann später vom Religionsunterricht in der Schule). Aber wenn ich es gleich von Anfang etwas zum Glauben hinführe, wird es vllt. offener. Wenn mein Glaube nichts für das Kind wäre, dann wäre das kein weiteres Problem für mich und die Sache hätte sich erledigt. Ich ging btw als Kind gerne zur Kirche, also wurd ich auch nie gezwungen - ich würde mein Kind auch nicht hinzwingen. Aber ich denke eben nicht, dass ich dem Kind damit schaden würde. Es hat dann ja keine lebensverändernde Gehirnwäsche hinter sich. Ausserdem, wenn das Kind dann eine gläubige Mama hätte und einen Papa, der nicht glaubt, sieht es doch, dass man sich trotzdem lieb haben kann. Dann streitet das Kind vllt. nicht mit anderen weil sie eine andere Religion haben - Kinder schauen sich viel von den Eltern ab. Das ist zwar nicht garantiert, aber ich würde da schon drauf achten, dass das Kind noch genug freie Wahl hat. Es ist ja nicht so, als könnte es dann an nichts anderes mehr glauben.
Ich weiss nicht, inwiefern ich da Hauptschuldige an irgendwas wäre. Leute gehen nicht zur Kirche, weil sie gezwungen oder anlockt werden, sondern weil sie glauben! Ich geh auch nur hin, weil ich an Gott glaube. Sonst würd ich als Bisexuelle keinen Schritt mehr hineingehen.

Es gibt meiner Meinung nach schon gute Gründe, warum Johannes der Täufer und Jesus nur Erwachsene getauft haben - die können sich aus freien Stücken entscheiden.
Kleiner Einwurf, nicht böse auffassen: Aber man soll doch nicht alles, was in der Bibel oder von sonst wem geschrieben worden ist, ernst oder gar wörtlich nehmen. ;)

Wenn man von Kindesbeinen an religiös indoktriniert wird (entschuldige die Wortwahl, aber das trifft es meiner Meinung nach halt), erkennt man unter Umständen nicht, in was für einer Organisation man da eigentlich mitmacht - und hinterfragt ihre Werte nicht kritisch.
Organisation klingt imo richtig abwertend. Als wären Christen ne Horde Schwerverbrecher, weil sie Glieder der Kirche sind. Man kann die Werte ja auch genug hinterfragen, wenn man älter ist. Aber ich finde der Glaube muss im Vordergrund stehen. Ich will meinem Kind nicht beibringen, dass die Kirche voll toll ist, voll tolerant und alles richtig macht und man sich dran halten muss. Ich will es nur zum Glauben hinführen (damit meine ich btw nicht sowas wie Glauben aufzwingen sondern zum Glauben leiten, damit es Einblick bekommt!), mehr nicht. Aber die Taufe ist eben auch was, das dazugehört. Genau wie Firmung usw. Dass ganz oben die Kirche drüber steht mit ihren machthaberischen Gestalten, kann ich aber nicht verhindern, wenn ich mein Kind zuhause stehen lasse und alleine in die Kirche gehe. Dann ist es eher verwirrt, wenn ich es nie mitnehme.

Es gibt übrigens eine durchaus starke Meinung, die das Christentum nicht mehr als Monotheistische Religion versteht, weil die Grenze zwischen einem dreieinigen Gott und drei Göttern halt doch relativ fließend ist, aber darüber müssen wir jetzt nicht groß Diskutieren, die halte ich auch für Quatsch.
Ganz kurz noch hierzu: Dreieiniger Gott ist für mich was ganz anderes als drei verschiedene Götter. Für mich sind das alle echt nur einer. Wird einem auch so beigebracht, also versteh ich nicht so wirklich, wieso manche meinen, wir glauben an drei Götter. o.O

Im Übrigen möchte ich noch einmal erwähnen, dass Glaube und Kirche nicht dasselbe sind - den Slash zwischen den beiden halte ich für verfehlt, das sind ganz unterschiedliche Sachlagen.
Ist die Faulheit "oder" zu schreiben, Ende. Dass man mit unpassenden Satzzeichen kontert... o_o (Sollt ich mal mehr aufpassen, hust, darf ich nimmer in der Nacht tippen sowas xD ) Als würd ich denken, dass Glaube und Kirche dasselbe sind, ich bekomm doch selbst mit, dass einige das denken und ich mag das nicht. Mich störts, wenn jemand über die Kirche lästert und gleichzeitig alle Christen meint. Das hab ich schon oft mitgekriegt, und da wär der Slash vllt wieder berechtigt. Aber gut, lassen wir das Satzzeichen-Gedöns, ist wohl eh egal, oder? x:

Ich glaub, das wars. Auf den Beitrag von Baguette bin ich nicht wirklich so sehr eingegangen (vllt mal unbewusst), ich habe ihn aber dennoch gelesen. :)
Aber eh, kann jetzt eher sein, dass es fieser klingt als vorher, mir fiel die Antwort ziemlich schwer, da ich auf deinen Post sehr sensibel reagiert habe und noch tue. Ich bin teilweise da leichter anzugreifen als man denkt, wenn ich mir überlege, dass sicherlich viele deine Meinung teilen und ich demnach eine ziemlich schlechte Mutter wäre.
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Re: Glaubt ihr an Gott?

#1202348 von Tic
14.07.2015, 22:19
Ach Gott, ich will damit doch nicht ausdrücken dass du eine schlechte Mutter wärst, es tut mir leid, falls sich das so liest. Nur weil man eine einzige, aus meiner Sicht (also rein subjektiv!) schlechte Entscheidung trifft, ist man doch nicht als Elternteil komplett ungeeignet. Meine Mutter hat mich auch taufen lassen und oft in die Kirche mitgenommen, ich halte sie trotzdem für die beste Mutter der Welt. In sofern entschuldige ich mich nochmal in aller Form, falls ich dich aus Versehen beleidigt habe, das war wirklich nicht meine Absicht. :cold:


Davon abgesehen muss ich aber natürlich an deinen Einwürfen rummäkeln, das haben Diskussionen so an sich :D.

Donnerstern hat geschrieben:Die Frau entstand auch ganz sicher nicht aus einer Rippe. Aber frauenfeindlich finde ich das gar nicht. Mir macht das jedenfalls nix aus, von mir aus hätts auch jeder andere Knochen sein können. Oder halt ne andre Stelle, wenn man statt Rippe eher Seite sagt. Ist mir letztendlich völlig gleich. Aber ich denke, Gott hätte dann die Rippe nicht mehr in den Körper Adams eingesetzt, also kann er net sowas wie das Herz rausnehmen. x:


Akzeptiert, mir ist die Stelle halt immer übel aufgestoßen, aber das ist rein subjektiv und darüber muss man sich nicht streiten.

Donnerstern hat geschrieben:Ich finds irgendwie sehr unsinnig, sowas wie die Alterszahlen zu interpretieren. Ich wäre nie drauf gekommen, dass die Verfasser damit nur ausdrücken wollen, dass jemand, der an Gott glaubt lange lebt. Kann schon sein, aber ich finde, es ist nicht sonderlich sinnvoll, nachzudenken, wieso sowas irgendwo geschrieben wurde. Für mich ist da viel wichtiger, was die Geschichte im Ganzen erzählen will. Ich selbst kann zwar recht wenig aus den Schöfpungsgeschichten rausfiltern, aber dafür aus anderen. Den Korintherbrief hab ich ja schon erwähnt. ^^

Das hab ich ja oben schon geschrieben, ich halte die Interpretation der Bibel für wichtig, und du tust das ja auch. Ob man jetzt die Alterszahlen wirklich interpretieren muss kann dahinstehen, das ist halt nur ein Ansatz, diese exorbitant hohen Zahlen besser zu verstehen.

Donnerstern hat geschrieben:Btw, das mit der Brutalität. Es wurden auch sehr viele Christen verfolgt, wieso gibt es denn soviele Märtyrer? Die sind für ihren Glauben gestorben. Erst als das Christentum grösser wurde, ging man mit Heiden schlecht um. Aber das war mal, das ist ja heute nicht mehr so. Auch mit dem Ablasshandel: Ich finde, man denkt zu verkrampft, wenn man sowas nicht in der Vergangenheit ruhen lässt. Jeder Mensch hat Fehler gemacht, net nur ein paar Geistliche. Man muss sich da nur ein paar Politiker ansehen... und das wird von einigen anscheinend schneller vergessen als der Ablasshandel. x:

Klar, ich habe ja explizit von sämtlichen Religionsgemeinschaften gesprochen, in sofern verstehe ich deinen Einwand nicht, wir sind doch einer Meinung? Der Ablasshandel war nur ein Beispiel dafür, dass Kirche und der Glaube als abstraktes Konzept etwas verschiedenes sind, ich halte der katholischen Kirche den Ablasshandel keinesfalls bis heute vor.

Donnerstern hat geschrieben:Kriechen deiner Meinung nach Gläubige im Staub rum?

Nein. Wenn es aber bewiesen wäre, dass es einen allmächtigen Gott gäbe, würde ich das sicherlich tun.

Donnerstern hat geschrieben:Wenn man aber zu einem ganz normalen Christ sagt "hahahahahaha, du glaubst an einen Trottel der übers Wasser laufen soll, ahahahaha" ist das keine Kritik!

Richtig - das ist dumm und entspricht ehrlich nicht dem, was ich unter Humor verstehe. Geistreiche, humorvolle Kritik in Form von Karikaturen und Satire sollte, ja muss aber erlaubt sein, Baguette hat da ja schon einiges zu vorgebracht. Dass ich mich niemals über einzelne Bekannte lustig machen würde, von denen ich weiß, dass sie das nicht gutheißen, habe ich in meinem ersten Beitrag übrigens auch geschrieben. Das hat aber nicht wirklich was mit dem verletzen von religiösen Gefühlen zu tun, das ist schlicht eine Frage des Anstands.

Donnerstern hat geschrieben:Ich selbst mag Witze über Jesus oder sonstwas wirklich nicht, das verletzt mich irgendwo. Da zählt auch das Argument nicht, dass Jesus "schon tot" ist (nach meinem Glauben ist er von den Toten sowieso auferstanden, also nicht tot!) - er ist eben ein Teil meines Glaubens, demnach ein Teil von mir, weshalb es auch mich selbst mit verletzt. Kann sein dass da andere weniger verletzlich sind, ich bin es aber schon eher.

Mit Verlaub, das Argument lasse ich nicht gelten. Ich habe als Agnostiker natürlich nicht den gleichen Bezug zu dem Thema wie du, aber meiner Meinung nach muss man Kritik an seinen Entscheidungen aushalten. So ziemlich alles wird irgendeiner Person auf der Erde so wichtig sein, dass es wie ein Teil von der Person ist. Und eine Welt, in der ich keine Witze über Brieftauben mehr machen kann, weil ich damit radikale Taubenzüchter verletze, ist eine Welt, in der ich nicht leben will. Das ist jetzt natürlich ein absolut absurdes Beispiel, aber ich sehe nicht ein, warum es in einer aufgeklärten Gesellschaft nicht erlaubt sein soll, Religionen zu kritisieren, nur weil deren Gläubige sich dadurch in ihrem Lebensstil kritisiert fühlen.

Donnerstern hat geschrieben:Im Alter von 14 oder älter können Kinder bzw. Jugendliche das einfach nicht so einfach lernen wie als Kleinkinder.

Bitte was? Was genau sollen die lernen? Das Vaterunser und die Katechismen? Das würden die meisten Studenten auf jeden Fall hinkriegen. Ich sehe nichts, was man an der Religionsausübung lernen müsste, dass von der Schwierigkeit auch nur grob z.B. an das Erlernen eines Musikinstrumentes heran reichen würde. In sofern verstehe ich das Argument schlicht nicht, kläre mich doch bitte auf?

Donnerstern hat geschrieben:Aber wenn ich es gleich von Anfang etwas zum Glauben hinführe, wird es vllt. offener

Ja, genau, offener für den Glauben. Also in dem Sinne, dass es den Glauben tendenziell wenig kritisch hinterfragt. Das ist exakt mein Punkt. Noch einmal, deine Kinder an das heranzuführen, was du für wichtig hältst, halte ich grundsätzlich für sehr gut und richtig, und wenn du das in allen Lebensbereichen so hältst, wärst du sicherlich eine gute Mutter. Und auch, dass du dein Kind an alle Religionen heran führen würdest, zeigt doch, dass du dich selbst auch kritisch mit deinem eigenen Glauben auseinandersetzt, was ich für extrem wichtig halte. Das tun aber leider nicht alle Gläubigen, ich habe da meine Beispiele.

Das Bild, das ich von Personen habe, hängt nicht wesentlich davon ab, ob sie glauben oder nicht. Ich stelle eher darauf ab, ob sie mit logischen Schlussfolgerungen dazu gekommen sind, zu glauben oder nicht zu glauben. Das Argument, dass etwas wahr ist "weil es in der Bibel steht", akzeptiere zum Beispiel nicht. Wenn man aber, wie du es tust, den Glauben kritisch hinterfragt und für sich selber zu dem Schluss kommt, dass die Existenz Gottes plausibel ist, finde ich das okay. Unter den Voraussetzungen halte ich "Christsein" und "Atheistsein" für genau gleich vertretbar, wir wissen es halt nicht.

Ich bin halt bloß der Meinung, dass du durch deinen Glauben selbst nicht objektiv beurteilen kannst, ob das Glauben gut für deine Kinder wäre. Das ist menschlich, daran bist du nicht "schuld", und das macht dich weiß Gott nicht zu einer schlechten Mutter. Im Übrigen gilt das für mich genau so, nur halt mit umgekehrten Vorzeichen, in sofern maße ich mir nicht an, in dem Thema die alleinige Wahrheit gepachtet zu haben. Ich bin mir meinerseits übrigens auch ziemlich sicher, dass ich ein schrecklicher Vater wäre.

Donnerstern hat geschrieben:Leute gehen nicht zur Kirche, weil sie gezwungen oder anlockt werden, sondern weil sie glauben

Prinzipiell sollte das genau so sein. Ich glaube aber ehrlich nicht, dass Kinder in der Lage sind, zu glauben. Bis zu einem bestimmten Alter gucken sich Kinder eine Menge von ihren Eltern ab, ohne deren Verhalten kritisch zu hinterfragen. Und genau das ist ja das, was ich als Problem ansehe...

Donnerstern hat geschrieben:Kleiner Einwurf, nicht böse auffassen: Aber man soll doch nicht alles, was in der Bibel oder von sonst wem geschrieben worden ist, ernst oder gar wörtlich nehmen.

Keine Sorge, wie gesagt, ich nehme mich selbst nicht ernst. Nur um das Zurückspielen des Balles wegen möchte ich hier aber noch anmerken, dass Johannes der Täufer zu den wenigen Personen des Neuen Testaments gehört, deren Leben und Wirken auch ausserhalb der Bibel recht gut beschrieben ist - einerseits im Koran, andererseits auch bei römischen, weltlichen Geschichtsschreibern. Also muss ich nicht mal die Bibel auslegen, um zu dem Schluss zu kommen :D

Donnerstern hat geschrieben:Organisation klingt imo richtig abwertend. Als wären Christen ne Horde Schwerverbrecher, weil sie Glieder der Kirche sind.

So war das weiß Gott nicht gemeint, mit ist nur kein besserer Oberbegriff für Kirche, Fußballvereine etcpp. eingefallen. Bitte nicht böse nehmen.

Donnerstern hat geschrieben:Aber die Taufe ist eben auch was, das dazugehört.

Leicht abschweifend und nur aus Interesse: Siehst du das auch bei Beschneidungen von Juden und Moslems so?
Zum eigentlichen Thema: Das ist meiner Meinung nach eben das Problem, dass die dazugehört. Nicht nur, dass sich in der Bibel kein Anhaltspunkt für die Kindertaufe findet, ich sehe auch den Sinn hinter dem Prozedere nicht. Das Kind merkt nicht, ob es getauft ist oder nicht, und das wird ihm auch herzlich egal sein. Somit kann doch der Sinn nur daran liegen, das Kind schon mal zu integrieren und damit im Zweifelsfall an die Kirche zu binden?

Donnerstern hat geschrieben:Ist die Faulheit "oder" zu schreiben, Ende. Dass man mit unpassenden Satzzeichen kontert... o_o (Sollt ich mal mehr aufpassen, hust, darf ich nimmer in der Nacht tippen sowas xD ) Als würd ich denken, dass Glaube und Kirche dasselbe sind, ich bekomm doch selbst mit, dass einige das denken und ich mag das nicht. Mich störts, wenn jemand über die Kirche lästert und gleichzeitig alle Christen meint. Das hab ich schon oft mitgekriegt, und da wär der Slash vllt wieder berechtigt. Aber gut, lassen wir das Satzzeichen-Gedöns, ist wohl eh egal, oder? x:

Entschuldigung, ich wollte nicht deine Verwendung von Satzzeichen kritisieren. Meine Kritik ging eher in die Richtung, dass der von dir geschilderte Sachverhalt auf die Kirche meiner Meinung nach schlicht und einfach nicht anwendbar ist.


Das wars dann auch schon von meiner Seite. Noch einmal, ich entschuldige mich, falls du dich beleidigt oder persönlich angegriffen fühlst, das ist nicht meine Absicht, aber kann in solchen Diskussionen natürlich schon einmal passieren. In diesem Sinne hoffe ich, dass dieser Beitrag verträglicher ist als mein letzter und wir doch noch auf einen grünen Zweig finden :)
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Re: Glaubt ihr an Gott?

#1202359 von dyna
14.07.2015, 23:46
Donnerstern hat geschrieben:Btw, vllt. klingt es erstmal komisch, aber auch mein Glaube trägt bei mir dazu bei, dass ich keine Kinder haben möchte. Ich denke, es ist so gut wie unmöglich für mich (bedeutet, dass es in meinem Umfeld so jemanden nicht gibt, deshalb wohl ziemlich unmöglich), jemanden zu finden, der an Gott glaubt (brauch ich auch nicht wirklich). -> Wenn mein Partner das Kind nicht christlich erziehen will, würde es mich zu traurig stimmen, also lieber gar kein Kind. Ich würde es nämlich taufen lassen und in die Kirche mitnehmen, solange bis es selbst sieht, ob es weiter glauben will oder nicht. Wenn ich aber nichtmal die Möglichkeit bekomme, mein Kind zum Glauben hinzuführen, würd ich lieber ganz auf ein Kind verzichten. Klingt vllt übertrieben, aber dadurch, dass mir mein Glaube die Kraft gibt die ich brauche, möchte ich das ungern meinem Kind nicht zeigen. Wenn der Glaube da auch helfen würde, würd ich mein Kind eben gern damit vertraut machen. Allerdings habe ich schon einige weitere Gründe gegen ein Kind im Sexualitäts-Topic genannt, weshalb ich sehr zufrieden bin, einen Atheisten als Freund gefunden zu haben. :3 (Ich will ja sowieso dem Aussterben von Deutschland unter die Arme greifen (wer das verstehen will, muss im genannten Topic nachlesen).)
Auch wenn du einschränkst, dass dies nur ein Grund von mehreren gegen Kindern ist, finde ich diese Haltung offen gestanden immer noch recht heftig oder ich interpretiere dich da etwas fehl (ich tippe fast schon auf letzteres). Es liest sich für mich so, als wenn Atheismus oder Nicht-Christentum einen Mann als Vater von vornherein untauglich macht und das empfinde ich schon als eine ziemliche Hardliner-Einstellung. Wenn dich dein christlicher Glauben nicht zu einer schlechten Mutter macht (tut er nicht), gilt doch wohl das gleiche für Atheismus, Judentum, Islam und Pastafarismus ;) Auch Atheisten können durchaus ausreichend tolerant sein, um ein Kind zur Kinderkirche gehen zu lassen (kann ich aus erster Hand bestätigen!) und bei der Erziehung eines Kindes müssen Eltern immer Kompromisse machen. Der Umgang mit Religion ist da nur einer von vielen und wenn es dir derart wichtig ist, deine hypothetischen Kinder mit dem christlichen Glauben vertraut zu machen, müsstest du hier eben dein Verhandlungsgeschick in die Waage schmeißen ^^

Das soll natürlich kein "Mach Kinder! JETZT!" sein - wenn du dich mit deinem Freund in einem für dich so zentralen Punkt nicht einig werden kannst, sind keine Kinder sicherlich eine bessere Lösung als Kinder und sonntagmorgendlicher Streit ;) Bloß eine unterschiediche Glaubenseinstellung ohne Wenn und Aber als absolutes Ausschlusskriterium zu nehmen, halte ich für vorschnell.

Donnerstern hat geschrieben:Ich finds etwas traurig, dass der Ruf der Kirche so schlecht ist. Jetzt meinen schon aussenstehende, alle gläubigen Christen hetzen gezielt gegen Homosexuelle. Derweil sind das gar nicht wir Christen, sondern vereinzelte hohe Geistliche, die einfach durch ihre "Macht" an die Presse gelangen und somit alle Medien nen Aufstand machen.
Das Problem ist - durch die hierachische Struktur der katholischen Kirche ist das nun mal die "offizielle" Meinung der Kirche als Organisation (und ich sehe tbf nicht, wie der Ausdruck abwertend sein soll - ich zumindest verbinde "Organisation" nicht automatisch mit mafiösen Strukturen...). Ein katholisches Bistum kann nicht mal eben beschließen, homosexuelle Paare zu trauen, seinen Priestern die Ehe zu erlauben und bei der Gelegenheit auch gleich Priesterinnen zuzulassen.

Diese "offizielle Meinung" ist auch, warum ich persönlich ein Problem insbesondere mit der katholischen Kirche habe. Nicht, weil es innerhalb der Kirche reaktionäre Spinner gibt (die gibt es überall ^^); schon eher, weil einige dieser reaktionären Spinner wichtige Funktionen innehaben. Insbesondere stört mich, dass derart viele Menschen trotz gegenteiliger Überzeugung durch ihre Mitgliedschaft die sexistischen (z.B. keine Ordination von Frauen), homophoben ("Ehe ist Mann+Frau, weil isso"), kinderfeindlichen (Kindesmissbrauchsfälle werden intern geregelt - das geht die Justiz nix an!) Aspekte der Kirche unterstützen. Wenn der Papst redet, dann redet er als der Obermacker von über einer Milliarde Menschen (lt. Wikipedia ^^) und auch wenn ich den derzeitigen Papst an sich ganz gern mag, glaube ich nicht, dass all diese 1.2 Mrd. Menschen wirklich mit den Ansichten des Papstes übereinstimmen - Personenkult hin oder her.

Und deshalb halte ich es auch für falsch, ein Kind ohne dessen explizite Einwilligung in die Kirche zu zwingen (aka zu taufen). Ich habe nichts dagegen, es mal in den Gottesdienst mitzunehmen oder auch an einer Kinderkirche teilnehmen zu lassen (denn die machen durchaus auch feine Sachen), aber bei dann mit Sicherheit aufkommenden Fragen wäre es mir als Vater wichtig, in der Antwort weder die christliche (oder anders-religiöse) noch die gottlose Sichtweise als definitiv richtig darzustellen. Wenn ein Kind fragt, was nach dem Tod kommt, kann man es sich natürlich einfach machen und vom Paradies mit dem großen Bart am Himmel predigen. Muss man aber nicht ;)

Donnerstern hat geschrieben:Kriechen deiner Meinung nach Gläubige im Staub rum?
Sagen wir, es existieren Gläubige, bei denen ich diese Metapher für nicht völlig unpassend halten würde ^^
Wenn jemand Ge- und Verbote einer Religion ungeprüft übernimmt und etwas in seinen Wertekanon übernimmt aus dem einzigen Grund, dass es in der Bibel/dem Koran/der Tora/... steht, hat das was von Unterwerfung und von der Verweigerung, seinen Verstand zu gebrauchen. Gleiches gilt natürlich für die Weisheiten des sakrosanten Helmut Schmidt, der in Deutschland ja mittlerweile als noch infallibler gilt als der Papst und für ähnliche Fälle. Nur weil rechts ein Bild von Albert Einstein steht, muss links noch lange kosmische Wahrheit stehen. Wenn dagegen rechts ein Bild von Terry Pratchett steht...

Donnerstern hat geschrieben:Ich finds irgendwie sehr unsinnig, sowas wie die Alterszahlen zu interpretieren. Ich wäre nie drauf gekommen, dass die Verfasser damit nur ausdrücken wollen, dass jemand, der an Gott glaubt lange lebt. Kann schon sein, aber ich finde, es ist nicht sonderlich sinnvoll, nachzudenken, wieso sowas irgendwo geschrieben wurde.
Sorry, aber auch hier habe ich eine völlig andere Meinung als du ^^ Gerade, weil ich ja nix Göttliches oder Heiliges in irgendwelchen Schriften sehe, ist die Intention des meines Glaubens nach ( ^_^ ) menschlichen Verfassers für mich ziemlich spannend. Der Koran ist im Vergleich zu anderen heiligen Schriften recht kämpferisch? Mag daran liegen, dass Mohammed mit dem Schwert für seinen Glauben gekämpft hat (ich will mich nicht als Experte aufspielen, deshalb die ehrliche Aussage: Ich habe wenig Ahnung von der Frühzeit des Islam - ich weiß nur, dass Mohammed auch die Rolle eines Feldherren hatte). Natürlich ist völlig egal, ob Methusalem nun 969 oder 720 Jahre alt geworden sein soll (Yay, Wikipedia!) - aber der Verfasser hatte doch sicher einen Grund, warum er nicht 85 Jahre oder einfach nur "sehr alt" geschrieben hat. Ob Tics Interpretation richtig ist, ob es nur ein klischeehaftes "Früher war alles besser!!!" war oder ob der Grund ein ganz anderer ist, kann man natürlich nicht abschließend klären, aber die Spekulation ist doch dennoch interessant ^^

Tic hat geschrieben:(Noah hat übrigens glaube ich die Tausendermarke geknackt)
Methusalems Wiki-Artikel behauptet, dessen 969 Jahre seien tatsächlich die höchste Altersangabe in der Bibel und bie Noah (bzw. Noach) ist von lediglich 950 Jahren die Rede ^^


Donnerstern hat geschrieben:Ich selbst mag Witze über Jesus oder sonstwas wirklich nicht, das verletzt mich irgendwo.
Diese Äußerung würde mich in einer privaten Runde sicher dazu veranlassen, mich mit entsprechenden Witzen zurückzuhalten. Aber "hier im Internet" © weigere ich mich, auf jede möglicherweise vorhandene Befindlichkeit Rücksicht zu nehmen und weigere mich ebenfalls, hier religiöse Gefühle in irgendeiner Form besonders zu schonen. Andersherum darf ich mich natürlich auch nicht beschweren, wenn hier Witze über meine intrinsischen Eigenschaften als Student, Chemiker, Musiker oder auch Atheist gemacht werden (nur, um dir ein paar Anregungen zu geben ^^).

Generell bin ich geneigt, Baguette und Tic hier zuzustimmen. Satire darf ja bekanntlich alles, auch wenn immer wieder Leute Ausnahmen bei ihrer Religion, ihrer sexuellen Identität oder bei Franz Beckenbauer fordern. Aus meiner Sicht ist alles Öffentliche grundsätzlich "fair game" - selbstverständlich gibt es Witze, die mir missfallen (z.B. mag ich es nicht, wenn im TV Privatpersonen vorgeführt werden), aber ich maße mir hier nicht an, meine Befindlichkeiten zum Dogma zu erheben.

Donnerstern hat geschrieben:Erst als das Christentum grösser wurde, ging man mit Heiden schlecht um. Aber das war mal, das ist ja heute nicht mehr so. Auch mit dem Ablasshandel: Ich finde, man denkt zu verkrampft, wenn man sowas nicht in der Vergangenheit ruhen lässt.
Da gebe ich dir teilweise Recht - die Verfolgung Anders- und Ungläubiger sowie den Ablasshandel gibt es nicht mehr und beides der heutigen Kirche anzulasten, wäre ein bisschen albern.

Mich stört allerdings (abseits der hier geführten Debatte), dass in der öffentlichen Debatte derzeit viele fundamentalistische Denkmuster als "typisch islamisch" dargestellt werden - hier sollte man mMn die Geschichte eben doch im Auge behalten und könnte dabei z.B. feststellen, dass durchaus auch nach dem 2. Weltkrieg Christen in Europa einen Völkermord an einer muslimischen Ethnie verübt haben. Übrigens will ich nicht ausschließen, dass jemand an diesem Link Anstoß nimmt.

Man möge mich hier nicht falsch verstehen - ich will den Terror und die Greultaten, die IS, Boko Haram und Co. im Namen des Islam begehen in keinster Weise relativieren oder gar verteidigen. Die Welt wäre ohne deren Ideologien zweifelsfrei ein besserer Ort. Für mich ist es nur geschichtsvergessen, wenn man jegliche islamische Kultur mit diesem Terror verknüpft und z.B. deutsche Muslime auffordert, sich explizit davon zu distanzieren. Ich muss mich doch auch nicht vom KKK oder diesem rassistischen Südstaaten-Terroristen distanzieren, weil diese sich als "Verteidiger der weißen Rasse" gerieren :/

Das war jetzt natürlich losgelöst von der restlichen Debatte und hatte letztendlich wenig mit deinem Beitrag zu tun. Letztendlich wollte ich nur versuchen zu erläutern: Jemandem (Lebendigen ^^) jahrhundertealte Verbrechen vorzuwerfen, ist albern, aber aus "ruhen lassen" sollte kein Vergessen oder Verdrängen werden.

In welchen Ausmaße die Kirche als Organisation - die ja noch immer die gleiche wie vor 500 Jahren ist - auch heute noch Verantwortung für besagte jahrhundertealte Verbrechen trägt, ist mMn dennoch nicht so trivial. Da halte ich es durchaus für relevant und richtig, dass sich der Papst in Bolivien bei den Ureinwohner für eben diese um Vergebung bittet.

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Re: Glaubt ihr an Gott?

#1202406 von Donnerstern
15.07.2015, 15:02
Ich hatte eigentlich vor, meinen Kopf heute ruhen zu lassen, aber wenn hier noch soviel geschrieben wird, muss ich wohl auch wieder ran.

Ersteinmal was wichtigeres für alle:
Tic hat geschrieben:Richtig - das ist dumm und entspricht ehrlich nicht dem, was ich unter Humor verstehe. Geistreiche, humorvolle Kritik in Form von Karikaturen und Satire sollte, ja muss aber erlaubt sein, Baguette hat da ja schon einiges zu vorgebracht.
Aber genau mein Beispiel mit dieser Art von Lustigmachen meine ich, wenn ich von "Witze machen" spreche. Karikaturen, die gescheite Kritik an der Kirche bringen, begrüsse ich und erhalten auch heimlich nen kleinen Applaus von mir. Aber wenn irgendein Typ aus dem Bekanntenkreis Witze reisst, die richtig beleidigend sind, bin ich stark dagegen. Das ist respektlos und gehört sich nicht. Lustigmachen ist also für mich in dieser Situation ausschliesslich "auslachen". Auslachen, was auch bis hin zu Mobbing führen könnte. Da ich das im RL schon oft hatte, seh ich nur das als unangemessen an. Wer begründet Kritik an der Kirche bringt, ist da zumindest bei mir sehr willkommen. Aber sonstige Lästereien, die dann die normalen Gläubigen abkriegen (von ""Freunden"" oder sonst wem), sind für mich wie gesagt über die Grenze schon hinaus.


@dyna:
Es liest sich für mich so, als wenn Atheismus oder Nicht-Christentum einen Mann als Vater von vornherein untauglich macht und das empfinde ich schon als eine ziemliche Hardliner-Einstellung.
Das hab ich ja nie behauptet wenn ich mich nicht irre, und das denke ich auch nicht. Wenn das Kind irgendwann kommt und sagt, dass es gar nicht glaubt, wär das für mich auch ganz normal. Aber ich würde es gerne taufen lassen und etwas mitnehmen, denn wenn es dann Gefallen an der Kommunion oder der Firmung findet, kann es ohne getauft zu sein nicht dabei sein. Und ich selbst fand bisher all diese Feste bei Kindern um einiges schöner (und für die Kinder ist das noch aufregend und spannend, zumind. fanden das alle in meiner Grundschulklasse, die katholisch waren, so) als bei schon älteren, da ist mehr Ernst dabei (damit mein ich nicht, dass man als Kind was eingeredet kriegt, um alles schöner zu finden. Aber in kleinen Pfarreien ist man, wenn man das nachholt, meist alleine und da ist das nicht so toll, als wenn man mehrere im gleichen Alter um sich hätte).
Aber um nochmal auf deine Aussage einzugehen: Ein Vater der nicht glaubt fände ich ganz sicher nicht untauglich, wenn er offen ist, ist er ja mehr als tauglich (ich find, dass sich "Tauglichkeit" in der Situation irgendwie bissele komisch anhört x: ). Vllt. wär er nicht so tauglich (man, das hört sich immer noch doof an), wenn er strikt dagegen wäre und mir verbieten würde, das Kind in die Kirche mal mitzunehmen. Ich glaub für mich persönlich wär bisher die beste Lösung, das Kind erst etwas mitzunehmen um zu gucken, wie's ihm da gefallen würde, und wenn es das Ganze komplett net mag (manche mögen das Gebäude sofort, manche rennen wieder raus x: ), würd ich die Taufe wieder "streichen". Aber wenn das Kind da drin richtig Spass hat und nicht gleich wieder raus will, seh ich nix dagegen, es dann zu taufen, auch wenn es sich selbst noch nicht so genau wie im höheren Alter drüber äussern kann. Es sind ja viele getauft und glauben aber nicht (mehr) an Gott - ich hab da noch nicht mitbekommen, dass jemand sich richtig aufregt oder trauert, weil er mal getauft wurde. x:

Bloß eine unterschiediche Glaubenseinstellung ohne Wenn und Aber als absolutes Ausschlusskriterium zu nehmen, halte ich für vorschnell.
Solche Meinungsverschiedenheiten wären es ja nicht alleine, das hab ich ja schon gesagt. Das ist eher noch ein recht kleiner Punkt neben den andren, die ich so habe. Wenn sonst alle anderen Punkte für mich, mich gegen ein Kind zu entscheiden, wegfallen würden, aber der zukünftige Vater des Kindes lieber hätte, dass es nicht in die Kirche kommt (auch nicht mitgenommen oder sonst was), würd ich trotzdem das Kind wollen und dann würd ich mich halt irgendwann Samstag Abends allein in die Kirche stehlen. x:

Das Problem ist - durch die hierachische Struktur der katholischen Kirche ist das nun mal die "offizielle" Meinung der Kirche als Organisation.
Joa, das ist ja der Mist. Da müsst sich mal einiges umstrukturieren, damit nicht die Meinung von paar einzelnen Leuten als "offiziell" gilt.

aber bei dann mit Sicherheit aufkommenden Fragen wäre es mir als Vater wichtig, in der Antwort weder die christliche (oder anders-religiöse) noch die gottlose Sichtweise als definitiv richtig darzustellen.
Ich hätte da wirklich vor drauf zu achten, dass man nicht irgendwas (eine Religion oder eben der "Nicht-Glaube") in den Vordergrund rückt, sondern dem Kind irgendwie zeigt, dass es ganz viele verschiedene Dinge gibt (dass die einen Leute an dies, die andren an jenes glauben). Aber wenn mich das Kind nun speziell zum christlichen Glauben ausfragt, würd ich auch gucken, "Gott soll die Erde erschaffen haben" anstatt "Gott hat die Erde erschaffen" zu sagen. Ich bin da schon so kritisch, dass ich keine feste Aussage bringen würde. x:

Gerade, weil ich ja nix Göttliches oder Heiliges in irgendwelchen Schriften sehe, ist die Intention des meines Glaubens nach ( ^_^ ) menschlichen Verfassers für mich ziemlich spannend.
Da unterscheiden sich wohl einfach unsre Interessen. Mich interessiert sowas eben weniger, was die sich damals dabei dachten. (Aber so die Vorstellung von einem älteren Herren aus der Zeit der Entstehung der Bibel, der diese hohen Alterszahlen in Geschichten hineinschreibt und dabei "jetzt und hier ist alles besser!!!" vor sich hin brüllt, fände ich ziemlich ulkig und lustig x: )

@Tic:
So ziemlich alles wird irgendeiner Person auf der Erde so wichtig sein, dass es wie ein Teil von der Person ist.
Hoffentlich killt mich keiner für die Aussage, aber: Ich glaube, dass Jesus in uns Menschen ist (oder eben nur in denen, die an ihn glauben, da bin ich mir recht unsicher). Darüber haben einige Pfarrer bei uns schon gesprochen und ich glaube das einfach. Da kann jetzt jeder hier ankommen und meinen das ist totaler Unsinn, aber das ändert meinen Glauben dran nicht. Vllt macht mein Argument aber so auf dich mehr Sinn?

Bitte was? Was genau sollen die lernen? Das Vaterunser und die Katechismen?

Ne, von Gebeten spreche ich nicht. Btw find ich das Auswendiglernen von Gebeten fast unnütz, da ich glaube, dass Gott einen auch so hört, wenn man mit ihm reden will - da muss man kein Gebet aufsagen können. Und in der Kirche kann man auch gut mitlabern bei Gebeten und lernt sie irgendwann so auch, wenn man das halt will. Aber so kleine Tests in der Grundschule in denen die Gebete abgefragt wurden mochte ich nie. :/ Nja, soviel dazu.
Ich meine halt eher, dass man einem kleinen Kind viel eher zeigen kann, dass verschiedene Glaubensrichtungen nicht schlimm sind und man "andere" Menschen trotzdem genauso mögen sollte. Aber ich kenn auch einige "Rebellen" in anderen Familien, die im Alter der Pubertät echt sehr schlimm sind, und dann könnte man denen das schlecht rüberbringen, wenn die nicht mehr auf die Eltern hören. x:
Deswegen find ich das Alter etwas bedenklich, da Jugendliche da evtl. anderes im Kopf haben als sich mit ner Religion zu beschäftigen. Nen kleineren Kind könnte man aber recht locker vermitteln, was in welcher Religion geglaubt wird. Das könnte man denen halt "lernen/beibringen". Vllt. war "lernen" der falsche Ausdruck, aber nen besseren find ich net.

Leicht abschweifend und nur aus Interesse: Siehst du das auch bei Beschneidungen von Juden und Moslems so?
Wie oben schon gesagt: Ich würd es, wenn es bissele Interesse an der Kirche (dem Gebäude, dem Glauben, nicht der "Organistion", um das Wort ma selbst zu nutzen) halt taufen lassen, damit es auch "weitermachen" kann mit allen weiteren Festen bzw. Sakramenten.
Zu den Beschneidungen: Da sollte man die Meinung von mir jetzt nicht so ernst auffassen, weil mir da ja jegliche Eigenerfahrung fehlt und ich nicht weiss, wie der Grossteil der Muslime drüber denkt (kann auch sein, dass nur Leute, die dafür sind, im TV oder so gezeigt werden, keine Ahnung, aber gut, lassen wir das..), aber ich würde schon sagen, dass es für sie dazugehört. Ich will hier nicht drauf eingehen was schlecht dran ist, bzw. was viele schlecht dran finden und belasse es nurmal hierbei: Ich denke schlichtweg schon, dass es bei ihnen dazugehört.

Entschuldigung, ich wollte nicht deine Verwendung von Satzzeichen kritisieren.
Hab das ohnehin nicht so wild aufgefasst und sehe es eher noch mit Humor. :D Also keine Entschuldigung da nötig.

Gut, ich glaub, ich hab alles kommentiert oder beantwortet. Zumindest das meiste, falls ich was wichtiges vergessen hab, worauf ich noch Stellung nehmen sollte, einfach nomma mir sagen. x:
(Rechtschreibfehler korrigiere ich später nach, hab jetzt schon keine Zeit mehr dafür.)

PS: Achja, knuffige Herzkartoffel <3
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Re: Glaubt ihr an Gott?

#1202539 von Tennlausa
16.07.2015, 13:59
Mir fehlen immer noch die Zeichen für Gott,deswegen glaube ich eher nicht daran
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Re: Glaubt ihr an Gott?

#1242979 von Arenaleiter enima
04.04.2016, 21:14
Tennlausa hat geschrieben:Mir fehlen immer noch die Zeichen für Gott,deswegen glaube ich eher nicht daran


Ich habe dieses Thema hier gefunden und würde auch gerne etwas dazu sagen :lol: . Ich entschuldige vorab schon mal meine miese Rechtschreibung. Im Zitat oben wurde erwähnt, dass es einfach an genügend Zeichen mangelt, um an Gott glauben zu können und ja so ist es in einer Art und Weise auch. Wir Menschen sind daran gewöhnt etwas nur zu glauben oder zu wissen, wenn die nötigen Beweise oder Studien vorhanden sind und jeder hat sich doch schon mal gefragt, ob es einen Gott gibt und wenn ja warum antwortet er mir nicht und oder sendet uns Zeichen für seine Existenz?
Nun kann jeder wieder etwas anderes behaupten und ich sage behaupten nicht, weil es falsch ist. Nein Nein. Ich verwende dieses Wort in solchen Themen einfach gerne, weil es nun mal eine Meinung von jemanden ist und nichts, was man irgendwie bestätigen kann oder so und zum Glück haben wir ja alle unsere eigene Meinung und dürfen diese auch bedenkenlos äußern Wie auch immer ich habe folgende Meinung zu Gott:
Ja ich glaube an ihn. Für mich ist Gott dieses Fünkchen Übernatürliche in dieser kleinen Welt, welches die Welt in Stand hält und sie überhaupt erst erschaffen hat. Ich weiß, dass es gerade in dieser Zeit schwer ist an ihn zu glauben, denn man sieht nur das schreckliche dieser Welt und fragt sich, wo dieser Gott gewesen ist, als viele Menschen von ihren Familien getrennt wurden und oder bei schlimmen Unglücken gestorben sind. Ich habe auch solche Momente an denen ich mich sowas frage, aber ich finde, dass die Leute da etwas verwechseln, denn es war ja nicht Gott, der irgendjemanden getötet hat. Es waren die Menschen, welche der eigentliche Grund dafür sind und ich zweifle weniger an der Existenz von Gott und mehr an der Existenz, der Gehirne dieser Menschen. Das Leben ist für mich eine Prüfung und wie in einer Schulprüfung ist der Lehrer auch bis zum Ende still und sagt den Schüler meistens nichts vor, aber am Ende bekommt eben jeder die Note, die er sich verdient oder eben eingebrockt hat. Ich bin ja der Meinung, dass es bei Gott und uns genau so ist und, dass es die Menschen ruhig machen lässt, was sie wollen bis sie diese Welt verlassen und für ihre Taten gerade stehen müssen.
Ich habe nun denke ich alles geschrieben, was ich so los werden wollte und denke, dass es so akzeptabel ist :tja:.
Wie schon erwähnt ist auch das, was ich geschrieben habe nur eine Behauptung, denn ich will nicht einer von denen sein, die immer meinen ihre Auffassung, der Geschichte sei immer genau die Richtige.
Mehr kann ich dazu nicht sagen und bitte entschuldigt meine Rechtschreibfehler ^^

lg Enima
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Re: Glaubt ihr an Gott?

#1243034 von Nashgirl26
05.04.2016, 12:25
Arenaleiter enima hat geschrieben:Es waren die Menschen, welche der eigentliche Grund dafür sind und ich zweifle weniger an der Existenz von Gott und mehr an der Existenz, der Gehirne dieser Menschen.
Super Aussage! Dank dir habe ich das Thema auch gefunden :D

Ich bin ein "nicht ganz vollständiger" Atheist. In meinen Augen ist "der wahre Gott" unsere Natur und alle Lebewesen der Erde.
So glaube ich nicht daran, dass Gott die Welt erschaffen hat, sondern viel mehr, dass sich die Natur in Millionen von Jahren durchgesetzt und so die Erde erschaffen hat. Ich finde es schön, wenn man an einen Gott glauben und daran festhalten kann. Doch ich habe so immer meine Bedenken, dass man andere wichtige Sachen vergisst, wie zum Beispiel, das eigentliche Wunder => Das Leben!
Ja man kann jetzt Diskutieren, dass Gott die Natur und die Lebewesen erschaffen hat. Aber wie gesagt ich glaube nicht daran.

Alles übernatürliche das geschieht, alle Wunder... ich bin der Meinung, dass wir Menschen oder alles Andere daran zu verdanken haben, dass es sowas gibt. Wenn man über 50 ist und dein Kind (ca. 70kg) einen Unfall hatte ist es egal wie viel Kraft man hat. Der Mensch schafft es in solchen Situation über seine Grenzen hinaus zu wachsen. Für mich hat das nichts mit Gott zu tun. Das ist der eigene Wille und die eigene Kraft.

Ich glaube jetzt z.B. an den Schutzengel – weshalb ich mich nicht als Atheisten bezeichnen kann.
Aufgewachsen bin ich mit dem Buddhismus, was wohl meine Denkweise bisschen in diese Richtung zog.
Im Buddhismus heisst es, dass jede Person das Wunder ist und der Buddha war kein Gott, sondern ein Mensch namens Siddhartha Gautama, der die Erleuchtung durch Meditieren gefunden hat. Stirbt eine vertraute Person, glaube ich daran, dass diese im Himmel über mich wacht. Aber ansonsten glaube ich an die Natur selber und wie wertvoll jedes Leben ist (ja die Fliegen oder Mücken müssen halt manchmal gekillt werden xD)

Natürlich ist das meine Denkweise und mein Glaube. Ich wollte niemandem zu nahe kommen oder sogar beleidigen.
Ich finde den Glauben eine schöne Sache, sofern sie nicht missbraucht wird um andere Menschen zu verletzen!


=> Hab nur den Post meines Vorgängers gelesen ._. #ShameOnMe
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