Re: Regenbogenfamilien

#956498 von Noise
06.03.2013, 17:08
Muss mich auch noch mal ein wenig korrigieren bzw. was ergänzen, nachdem ich in meiner spirituell nachdenklichen Phase heute morgen unter der Dusche noch mal über das Thema und meine Aussagen nachgedacht habe.
Noise hat geschrieben:Btw ich nehme jetzt mal stark an, dass zwei Homo-Eltern keine Auswirkungen auf die sexuelle Orientierung des Kindes haben. Wird wohl genetisch bedingt sein.

Dabei bleibe ich, wollte es nur noch mal hervorheben :).
Noise hat geschrieben:Dabei kommt mir die Frage auf: Sind Homos (auch im Tierreich) genetische "Fehlbildungen"? Selektion etc.

"Genetische Fehlbildung" ist wahrscheinlich übertrieben, wenn nicht sogar falsch gesagt aber ich denke mal, mein Gedankengang geht in eine gar nicht mal so falsche Richtung. Genetisch betrachtet unterscheiden sich Schwule natürlich nicht von Heteros und Homosexualität ist auch nicht vererbbar. Aber wenn ich das jetzt richtig in Erinnerung habe, können äußere Einwirkungen und Ereignisse durchaus Zugriff auf die Gene haben. Afaik können Gene nämlich ein- und ausgeschaltet werden, so behämmert wie das auch klingt. Das ganze ist aber zu wenig erforscht, ist auch sehr schwer in dem Gebiet belegbare und glaubhafte Erfolge zu erzielen. Die Tatsache an sich ist aber real.
Aber selbst wenn es nicht so ist, mal was anderes: die meisten Schwulen haben ihre sexuelle Orientierung ja von Natur aus. Oft wissen sie schon als Kind ganz genau, was sie wollen, obgleich sie in einer intakten und völlig normalen Familie aufwachsen. Die Natur hat es so vorgesehen, dass Männlein+Weiblein=Kindlein, von daher kann ich mir einen Zusammenhang mit der Genetik eines Schwulen durchaus irgendwie vorstellen und finde das gar nicht mal so unplausibel.
AzumarillFTWrofl hat geschrieben:Du hättest aber vor allem gelernt, dass man sich dafür nicht schämen muss und das alles kein Problem ist.

Und wann hätte ich das erkannt? Mit dreißig, wenn mich die Leute aufgehört hätten zu mobben?
AzumarillFTWrofl hat geschrieben:
Noise hat geschrieben:Btw ich nehme jetzt mal stark an, dass zwei Homo-Eltern keine Auswirkungen auf die sexuelle Orientierung des Kindes haben. Wird wohl genetisch bedingt sein.

Selbst wenn das Adoptivkind dann auch homosexuell wird: Wo ist das Problem? Auch (Adoptiv-)kinder von heterosexuellen Eltern können homosexuell werden.

Das Problem liegt nicht an der westlichen Vorstellung von Moral und Ethik, sondern an der Natur der Sache.
AzumarillFTWrofl hat geschrieben:Es ist lediglich die Vorliebe anders. Dann könntest du ja auch sagen, dass Apple-User eine genetische Fehlbildung sind, weil der Großteil Windows benutzt. :lol:

Nein, der Vergleich ist ziemlich schlecht.
Apple Nutzer haben Alternativen, auf die sie ohne jegliche Benachteiligung zurückgreifen können. Und abhängig von Computern ist man schon mal gar nicht, jedenfalls nicht im Sinn des (Über-)Lebens. Es ist, wie du eben schon selber sagst, nur eine Vorliebe.
Bei Homos ist das was anderes, die suchen sich ja nicht aus, dass sie auf andere Kerle stehen. Und als "Vorliebe" kann man das schon gar nicht bezeichnen, es sei denn es handelt sich um jemanden, der Bi ist.
FirstGlumanda hat geschrieben:Ich hoffe, dass ist jetzt nicht zu OT, aber wusstet ihr das auf die verschiedensten Tierarten Homosexuell sein können

Ja, hatte ich ja vorher schon gesagt.
FirstGlumanda hat geschrieben:also würde ich jetzt nicht davon ausgehen, das es eine Fehlbildung, ist, denn Nachteile (mal davon abgesehen, das sie keine Kinder bekommen können/wollen) gibt es ja nicht.

Aber das ist doch der Nachteil, um den es mir die ganze Zeit geht und weshalb ich überhaupt auf das Thema Genetik und Evolution gekommen bin.
Die Evolution sieht Homosexualität nicht vor. Rekombination, Mutation und Selektion sind hier die Stichworte. "The strongest will survive" (Darwin) und da Fortpflanzung ein großer Schwerpunkt innerhalb der Evolution ist, zählen die Homos eben nicht zu den stärksten, sondern können, auch wenn sie fruchtbar sind wie jeder andere Mensch auch, keine Nachkommen untereinander zeugen. "Fitness" (Biologie).

Darum geht es mir.
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Re: Regenbogenfamilien

#956539 von AzumarillFTWrofl
06.03.2013, 20:13
Noise hat geschrieben:Und wann hätte ich das erkannt? Mit dreißig, wenn mich die Leute aufgehört hätten zu mobben?

Du weißt doch gar nicht, ob du gemobbt werden würdest. Du könntest deine Klassenkameraden ja zu dir einladen und die würden dann ja sehen, dass homosexuelle Adoptiveltern ganz normale liebe Menschen sind, die man nicht hassen muss. Also den Mobbern das Gegenteil beweisen, anstatt einfach den Schwanz einzuziehen weil man gemobbt werden könnte.
Eben wenn Homo-Ehen nicht erlaubt werden, wird sich ja keiner ein Bild davon machen können, ob Homos wirklich so schlecht sind. Dann wird ein Umdenken ja niemals stattfinden. Es gibt keinen Fortschritt, wenn man alle Gegebenheiten einfach so hinnimmt.


Noise hat geschrieben:Nein, der Vergleich ist ziemlich schlecht.
Apple Nutzer haben Alternativen, auf die sie ohne jegliche Benachteiligung zurückgreifen können. Und abhängig von Computern ist man schon mal gar nicht, jedenfalls nicht im Sinn des (Über-)Lebens. Es ist, wie du eben schon selber sagst, nur eine Vorliebe.
Bei Homos ist das was anderes, die suchen sich ja nicht aus, dass sie auf andere Kerle stehen. Und als "Vorliebe" kann man das schon gar nicht bezeichnen, es sei denn es handelt sich um jemanden, der Bi ist.

Ich find den Vergleich nach wie vor passend. Homos haben auch Alternativen: sie können entweder mit Männern oder mit Frauen oder mit Transgendern zusammen leben. Heterosexuell zu leben wäre für Homos sogar rechtlich gesehen von Vorteil, aber der große Nachteil ist, dass man sich dann nicht erfüllt fühlt. Genauso wie bei Apple-Nutzern. Sie können Windows benutzen, was billiger wäre, aber den Nachteil hat, dass man es nicht so gut findet.
Ja, Homos suchen sich nicht aus, dass sie aufs eigene Geschlecht stehen (btw: auch Frauen können Homos sein^^). Aber Apple-Nutzer suchen sich ja auch nicht aus, dass sie Apple besser finden. Es ist einfach so. Und ja, Homosexualität ist eine "sexuelle Orientierung" bzw "Präferenz", was sehr wohl synonym zu "Vorliebe" ist.


Noise hat geschrieben:FirstGlumanda hat geschrieben:
also würde ich jetzt nicht davon ausgehen, das es eine Fehlbildung, ist, denn Nachteile (mal davon abgesehen, das sie keine Kinder bekommen können/wollen) gibt es ja nicht.


Aber das ist doch der Nachteil, um den es mir die ganze Zeit geht und weshalb ich überhaupt auf das Thema Genetik und Evolution gekommen bin.
Die Evolution sieht Homosexualität nicht vor. Rekombination, Mutation und Selektion sind hier die Stichworte. "The strongest will survive" (Darwin) und da Fortpflanzung ein großer Schwerpunkt innerhalb der Evolution ist, zählen die Homos eben nicht zu den stärksten, sondern können, auch wenn sie fruchtbar sind wie jeder andere Mensch auch, keine Nachkommen untereinander zeugen. "Fitness" (Biologie).

Aber das stimmt doch gar nicht. Homosexualität geht nicht mit Unfruchtbarkeit einher. Homos können also sehr wohl Kinder kriegen. Und das passiert sogar selbst heute noch sehr häufig (viele homosexuelle Männer leben in Ehen mit Frauen und haben Kinder, weil sie sonst von der Familie verstoßen werden würden. Und viele homosexuelle Frauen lassen sich von einem One-Night-Stand schwängern oder befruchten sich selbst mit der Bechermethode). Also Heteros sind nicht fitter als Homos. "Survival of the fittest" kann man es auch nicht nennen, denn Homos überleben ja ständig, wie du siehst. Und selbst die so fitten Heteros können ja homosexuellen Nachwuchs haben. Vielleicht bisschen OffTopic, aber ich wollte es richtigstellen^^

Und ich hatte auch Bio-LK und kenne all diese Begriffe, die du in den Raum geworfen hast, sehr gut. Mit Rekombination hat das nichts zu tun und auch eine Mutation ist es nicht, denn sonst hätte man es schon längst erforscht und vermutlich bekämpft.
Die Evolution sieht sehr wohl Homosexualität vor, denn sonst gäbe es sie ja gar nicht. Davon abgesehen ist Darwin ja nur ein zurecht sehr umstrittener Theoretiker.
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Re: Regenbogenfamilien

#956541 von FirstGlumanda
06.03.2013, 20:22
Ich meinte jetzt nicht, das sie es biologisch nicht können, aber ich glaube, es wäre ihnen unangenehm, mit dem anderen Geschlecht zu schlafen, verstehst du?
Sie würden das nicht gerne tun, und wenn es einen anderen Weg gibt (Adoption) wird dieser oft vorgezogen.
Mir ist schon klar, das sie Kinder bekommen KÖNNEN.
MfG, FirstGlumanda.
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Re: Regenbogenfamilien

#956550 von dyna
06.03.2013, 20:54
@Noise: Wenn du dich schon auf Darwin berufst, dann zitiere ihn wenigstens richtig... Er hat nie von "the strongest survive" gesprochen, sondern von [url=http://www.dict.cc/?s=fittest]"survival of the fittest"[url], was eine völlig andere Bedeutung hat. Die übliche deutsche Übersetzung "Überleben des Stärksten" ist totaler Käse und ist nicht man annäherungsweise das, was Darwin damals gemeint hat.

Wie groß der genetische Einfluss auf die sexuelle Orientierung ist, weiß ich nicht. Ich glaube aber zu wissen, dass z.B. Jungen mit vielen älteren Brüdern signifikant häufiger schwul sind als Jungen mit weniger Brüdern. Von daher wäre nicht auszuschließen, dass Kinder, die bei homosexuellen Eltern aufwachsen, selbst eine veränderte Wahrscheinlichkeit haben, homosexuell zu werden. Mich würde aber auch sehr interessieren, wo du dabei ein "Problem" siehst. Momentan lese ich in deinen Posts den Wunsch heraus, dass möglichst nicht so viele Leute homosexuell werden sollten.

Das Argument des Mobbings ist für mich auch nicht wirklich haltbar - es könnte problemlos analog auf quasi jede Minderheit übertragen werden. Sicher gibt es viele Vorurteile gegen Homosexuelle, gerade in ländlichen Gebieten, aber gleiches gilt doch für Sinti und Roma, Muslime, Schwaben in Berlin und FDP-Wähler. Soll man denen jetzt auch die Adoption verbieten, weil das Kind möglicherweise wegen seiner klauenden, terrorisierenden, den falschen Dialekt nutzenden oder egoistischen Eltern (*) ausgegrenzt wird? Ansonsten stimme ich AzumarillFTWrofl's erstem Absatz zu.

@AzumarillFTWrofl:
Davon abgesehen ist Darwin ja nur ein zurecht sehr umstrittener Theoretiker.
Ist er? Sicherlich, wenn man in einer evangelikalen Kirche nachfragt, aber ich wüsste ehrlich gesagt von keiner ernsthaften wissenschaftlichen Kontroverse. Sicherlich gibt neue Erkenntnisse über den Mechanismus (wie z.B. Mutationen, von denen Darwin ja nichts wusste), aber die Evolutionstheorie steht meines Wissens wie eine Eins ;) Falls du eine längere Antwort planst, sollten wir diese Diskussion möglicherweise hier (klick) fortsetzen...

(*) Disclaimer: Ich weise nur auf die Existenz dieser Vorurteile zu, um mich gleichzeitig so weit wie möglich von ihnen zu distanzieren.
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Re: Regenbogenfamilien

#956576 von AzumarillFTWrofl
06.03.2013, 22:06
@FirstGlumanda
Ja, das war mir schon bewusst, dass du das weißt, aber dein Zitat wurde als Grundlage für eine weitere Argumentation genutzt... Daher wollte ich es nur richtigstellen, da diese Grundlage ja schon nicht ganz richtig war. Sorry, falls das falsch rüberkam. :)

@dyna
Ja, das "sehr" aus "sehr umstrittener Theoretiker" sollte ich vielleicht streichen. :lol: Ich find Darwins Theorien ja auch nachvollziehbar und bin dementsprechend auf Noise's Aufführungen eingegangen, wollte aber gleichzeitig daran erinnern, dass man ihn nicht als ultimative Argumentationsgrundlage nutzen sollte.
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Re: Regenbogenfamilien

#956586 von Noise
06.03.2013, 22:35
Sry AzumarillFTWrofl, ich schätze es, dass du auf meine Beiträge eingehst aber ich habe gleichzeitig ein bisschen das Gefühl, als würdest du deren Inhalt zum Teil ignorieren.
AzumarillFTWrofl hat geschrieben:Du weißt doch gar nicht, ob du gemobbt werden würdest. Du könntest deine Klassenkameraden ja zu dir einladen und die würden dann ja sehen, dass homosexuelle Adoptiveltern ganz normale liebe Menschen sind, die man nicht hassen muss. Also den Mobbern das Gegenteil beweisen, anstatt einfach den Schwanz einzuziehen weil man gemobbt werden könnte.

Ich halte das für sehr blauäugig. Ich kenne mein Umfeld und ganz abgesehen davon fände ich es schon unangenehm, wenn man in dem Fall hinter meinem Rücken darüber sprechen würde. Ich rede nicht davon, dass man zum Außenseiter der Gesellschaft wird (von wegen "du kannst ja Leute zu dir einladen") aber man ist mit zwei Homoeltern definitiv angreifbar(er) und man kann damit rechnen, dass man hin und wieder auf unterschiedliche Weise angegriffen wird.
Das ganze hat auch nichts mit gut oder böse zu tun, nette Menschen oder unausstehliche Homos, sondern einfach mit Vorurteilen wie so vieles. Dass viele Hartz-4 Leute sich ein anderes Leben wünschen, ist bekannt und dennoch wird durch wiederkehrende Einzelfälle das Bild vermittelt, dass Hartzer nur zu Hause abgammeln und genüsslich von unseren Steuern leben. Verstehst du was ich meine? Genau so gibt es Vorurteile gegen Schwule.


AzumarillFTWrofl hat geschrieben:Ich find den Vergleich nach wie vor passend. Homos haben auch Alternativen: sie können entweder mit Männern oder mit Frauen oder mit Transgendern zusammen leben.

Srsly, da schreib ich erst gar nix zu. Es geht hier nicht um die rein technische Möglichkeit...
AzumarillFTWrofl hat geschrieben:Und ja, Homosexualität ist eine "sexuelle Orientierung" bzw "Präferenz", was sehr wohl synonym zu "Vorliebe" ist.

Sexuelle Orientierung = Präferenz? Wth?
Abgesehen davon, dass der Vergleich mit zwei Luxusgütern absolut unzutreffend³ ist, schreibst du hier gewaltigen Schwachsinn. Regt mich auf, dass man so vehement an eine offensichtlich unzutreffende Aussage festhalten muss :D.
AzumarillFTWrofl hat geschrieben:Aber das stimmt doch gar nicht. Homosexualität geht nicht mit Unfruchtbarkeit einher.

Noise hat geschrieben:und da Fortpflanzung ein großer Schwerpunkt innerhalb der Evolution ist, zählen die Homos eben nicht zu den stärksten, sondern können, auch wenn sie fruchtbar sind wie jeder andere Mensch auch, keine Nachkommen untereinander zeugen. "Fitness" (Biologie).

... ist hoffentlich nicht auf mich bezogen!
Bezüglich Evolution etc:
Dass Homos Kinder irgendwie bekommen können und nicht gleich tot umfallen, nur weil sie schwul sind, ist mir klar.
Ich habe ja nur die Theorie aufgestellt, dass ein schwules Lebewesen (daher auch die vorhin mit einbezogene Tierwelt) seine sexuelle Orientierung eventuell durch die Genetik vorbestimmt bekommt. Dass das im Tierreich auftritt, bekräftigt die Theorie ja sogar. Und mal ganz neutral betrachtet ohne jegliche Vorstellungen von Werten o.ä. würde sich ein schwules Lebewesen freiwillig nicht mit einem anderen Geschlecht fortpflanzen, was dazu führen würde, dass keine Nachkommen gezeugt werden könnten.
Und damit wären wir wieder u.a. bei Darwin und dass Homos überlebensschwach (auf die Nachkommen bezogen) sind.
AzumarillFTWrofl hat geschrieben:Und ich hatte auch Bio-LK und kenne all diese Begriffe, die du in den Raum geworfen hast, sehr gut. Mit Rekombination hat das nichts zu tun und auch eine Mutation ist es nicht, denn sonst hätte man es schon längst erforscht und vermutlich bekämpft.

Ja, das hat auch tatsächlich nix damit zu tun, wollte nur den Begriff Selektion nicht alleine im Raum stehen lassen, weil Rekombination und Mutation nunmal ebenfalls zentrale Aspekte innerhalb der Theorie sind. Deshalb einfach mal in den Raum geworfen^^'.
AzumarillFTWrofl hat geschrieben:Die Evolution sieht sehr wohl Homosexualität vor, denn sonst gäbe es sie ja gar nicht. Davon abgesehen ist Darwin ja nur ein zurecht sehr umstrittener Theoretiker.

Ich glaube du vermischst gerade Evolution mit Natur, was zwar eng miteinander verknüpft ist, denn die Evolution geht aus der Natur hervor, aber nicht gleichbedeutend ist. Jedenfalls in meinen Augen aber ich denke das ist ein wenig philosophisch und kann verschieden betrachtet werden. Gibt sicherlich auch Meinungen, dass Natur = Evolution.
dyna hat geschrieben:@Noise: Wenn du dich schon auf Darwin berufst, dann zitiere ihn wenigstens richtig... Er hat nie von "the strongest survive" gesprochen, sondern von "survival of the fittest", was eine völlig andere Bedeutung hat.

Jap, ist mir grad echt peinlich, dass ich mit so ner Schrottübersetzung dahergekommen bin aber ich habe meinen Beitrag in einen Fluss zackzack runtergeschrieben und offensichtlich nicht ganz aufgepasst :D.
dyna hat geschrieben:Wie groß der genetische Einfluss auf die sexuelle Orientierung ist, weiß ich nicht. Ich glaube aber zu wissen, dass z.B. Jungen mit vielen älteren Brüdern signifikant häufiger schwul sind als Jungen mit weniger Brüdern. Von daher wäre nicht auszuschließen, dass Kinder, die bei homosexuellen Eltern aufwachsen, selbst eine veränderte Wahrscheinlichkeit haben, homosexuell zu werden.

Ja, das ist genau das, was mich interessiert. Woher die Homosexualität genau stammt. Ob man diese durch äußere Einflüsse unbewusst auferlegt bekommt oder ob das ganze genetischen Ursprung ist. Jemand, der von Natur aus schwul ist (oder div. Tiere), müsste seine Orientierung ja aus genetischem Ursprung erhalten. Dass man durch ein besonderes Umfeld aber ebenfalls eine Neigung entwickeln kann, wage ich auch nicht zu bezweifeln.
dyna hat geschrieben:Mich würde aber auch sehr interessieren, wo du dabei ein "Problem" siehst. Momentan lese ich in deinen Posts den Wunsch heraus, dass möglichst nicht so viele Leute homosexuell werden sollten.

Naja, Problem ist vielleicht ein wenig krass ausgedrückt. Ich bin halt wie gesagt nur froh, selbst nicht unter zwei schwulen Eltern aufgewachsen zu sein, weil mir das wohl "Probleme" und Unangenehmheiten ganz einfach erspart hat. Dass ich meine Eltern auch lieben und ehren würde, wenn es ein homosexuelles Paar wäre, steht außer Frage.
Und auch sonst habe ich kein Problem damit, mit Homos abzuhängen, wirklich nicht.
Was allerdings wirklich nicht aus meinen Kopf geht, ist die Tatsache (wie vorhin schon gesagt), dass Männlein+Weiblein=Nachwuchs :ja: und Männlein+Männlein=Nachwuchs :nein: und deshalb das ganze nicht so richtig natürlich ist für mich :D. Oder, falls jetzt jemand kommt mit dem Argument, dass alles auftauchende ein Produkt der Natur ist, dass es eben nicht dem Sinn der Evolution entspricht. Kann mich auch nur wiederholen aber ich sehe darin echt keinen Denkfehler?
AzumarillWTFrofl hat geschrieben:Davon abgesehen ist Darwin ja nur ein zurecht sehr umstrittener Theoretiker.

Für die Kirche bestimmt :lol: .
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Re: Regenbogenfamilien

#956590 von DerSpieler
06.03.2013, 22:55
...ich befürchte, dass das jetzt off-Topic wird aber es muss raus^^....
AzumarillFTWrofl hat geschrieben:...eine Mutation ist es nicht, denn sonst hätte man es schon längst erforscht und vermutlich bekämpft. Die Evolution sieht sehr wohl Homosexualität vor, denn sonst gäbe es sie ja gar nicht. Davon abgesehen ist Darwin ja nur ein zurecht sehr umstrittener Theoretiker.
Die DNA des Menschen ist zwar entschlüsselt, man kennt aber deswegen nicht automatisch die Bedeutung der einzelnen Basenpaare. Tatsächlich kennt man selbst im kodierenden Teil der DNS (der iirc weniger als 10% der gesammten DNS ausmacht), kaum etwas über die "Bedeutung". Was so viel heißt wie: Es ist sehr wohl möglich, dass die sexuelle Ausrichtung genetisch festgelegt ist.
Übrigens wurde auch, nach meinerm Wissen nie im großen Stil genetische Andersartigkeiten bekämpft. Selbst bei bekannten Gendefekten nicht (z.B. Down-Syndrom), die erhebliche Probleme hervorrufen. Der Grund ist einfach der, dass es afaik keine Möglichkeit gibt die Gene zu reparieren. Es wäre natürlich denkbar, dass Eltern wie beim besagten Syndrom dann Embrionen nach Sexualität auswählen, falls du mit bekämpfen gemeint hast^^ (...oder meinst du Genozid!?).
AzumarillFTWrofl hat geschrieben:Ja, das "sehr" aus "sehr umstrittener Theoretiker" sollte ich vielleicht streichen. :l
Ohne dir deine Meinung absprechen zu wollen würde ich eher sagen, dass du das "zurecht" hättest streichen sollen^^. Das Darwin immernoch (sehr) umstritten ist, ist leider eine Tatsache, aber die da "umstreiten" sind keine Biologen....
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Re: Regenbogenfamilien

#956599 von Furanty
06.03.2013, 23:43
Es gibt durchaus Theorien, die Homosexualität kompatibel zur Evolution erscheinen lassen, wenn man Evolution nicht nur als Bestandssicherung und -entwicklung im engeren Sinne sieht. Schwestern von Schwulen wurde zum Beispiel in einigen Studien eine höhere Fruchtbarkeit attestiert, schwule und lesbische Pinguine adoptieren regelmäßig verwaiste Küken (es kommt aber durchaus auch zu Nestraub :/), ...
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Re: Regenbogenfamilien

#956601 von AzumarillFTWrofl
06.03.2013, 23:54
Oha, jetzt Antwortmarathon:

Noise hat geschrieben:Ich halte das für sehr blauäugig. Ich kenne mein Umfeld und ganz abgesehen davon fände ich es schon unangenehm, wenn man in dem Fall hinter meinem Rücken darüber sprechen würde. Ich rede nicht davon, dass man zum Außenseiter der Gesellschaft wird (von wegen "du kannst ja Leute zu dir einladen") aber man ist mit zwei Homoeltern definitiv angreifbar(er) und man kann damit rechnen, dass man hin und wieder auf unterschiedliche Weise angegriffen wird.
Das ganze hat auch nichts mit gut oder böse zu tun, nette Menschen oder unausstehliche Homos, sondern einfach mit Vorurteilen wie so vieles. Dass viele Hartz-4 Leute sich ein anderes Leben wünschen, ist bekannt und dennoch wird durch wiederkehrende Einzelfälle das Bild vermittelt, dass Hartzer nur zu Hause abgammeln und genüsslich von unseren Steuern leben. Verstehst du was ich meine? Genau so gibt es Vorurteile gegen Schwule.


Ich verstehe ja, dass du in deinem jetzigen Umfeld nachträglich sagst, dass du vermutlich Probleme haben würdest, wenn du von 2 Homos erzogen worden wärest. Aber wenn du es tatsächlich wärest, hättest du ja ein ganz anderes Umfeld, welches dir diese Vorurteile ja gar nicht erst anerzogen hätte. (Damit will ich nicht sagen, dass dein Umfeld dich schlecht erzogen hat, aber es vermittelt andere Werte und du hast ja selber geschrieben, dass du diese Vorurteile von der Gesellschaft übernommen hast, wozu ja erstmal keiner direkt etwas für kann).
Eine Freundin von mir wohnt bei ihrem (leiblichen homosexuellen) Vater und seinem Partner, nachdem ihre Mutter die Familie verlassen hat, weil sie alkoholabhängig ist. Mir würde wirklich nicht ein einziger Grund einfallen, weshalb ich ihren Vater, seinen Partner oder die Freundin selbst jetzt mobben sollte. Viel eher ist hier die heterosexuelle Mutter das Negative.
Natürlich ist es blauäugig zu glauben, dass niemand jemanden mobben wird. Aber mir scheint, als würdest du das Recht haben wollen, negative Vorurteile über alle möglichen Menschen haben zu dürfen. Auch HartzIV-Empfänger sind normale Menschen, die man respektieren darf. Aber nur weil Vorurteile bestehen, musst du sie ja nicht auch verbreiten.


Noise hat geschrieben:Sexuelle Orientierung = Präferenz? Wth?

Ja, meiner Meinung nach ja. Klär mich bitte auf, was du daran anders siehst. Ernsthaft gemeint, für mich ist das das Gleiche.
An dieser Stelle übrigens danke, dass du meinst, ich würde gewaltigen Schwachsinn schreiben, und dass du mir vorwirfst, deinen Inhalt zu ignorieren. Ich bleibe wenigstens sachlich. :winke:


Noise hat geschrieben:Ich glaube du vermischst gerade Evolution mit Natur, was zwar eng miteinander verknüpft ist, denn die Evolution geht aus der Natur hervor, aber nicht gleichbedeutend ist. Jedenfalls in meinen Augen aber ich denke das ist ein wenig philosophisch und kann verschieden betrachtet werden. Gibt sicherlich auch Meinungen, dass Natur = Evolution.

Naja, aber Homos können ja trotzdem einen evolutionsbiologischen Sinn haben, also von der Evolution gewollt sein. Vorausgesetzt Homos kriegen keine eigenen Kinder, so können sie schließlich trotzdem für die Gesellschaft sorgen (arbeiten, sich um Familienmitglieder oder Nachwuchs der Geschwister kümmern etc.), ohne selbst durch eigene Kinder überfordert zu sein. Also eventuell durchaus ein guter Schachzug der Evolution, um die Population stabil zu halten.


Noise hat geschrieben:Ja, das ist genau das, was mich interessiert. Woher die Homosexualität genau stammt. Ob man diese durch äußere Einflüsse unbewusst auferlegt bekommt oder ob das ganze genetischen Ursprung ist. Jemand, der von Natur aus schwul ist (oder div. Tiere), müsste seine Orientierung ja aus genetischem Ursprung erhalten. Dass man durch ein besonderes Umfeld aber ebenfalls eine Neigung entwickeln kann, wage ich auch nicht zu bezweifeln.

Dass man von Natur aus homosexuell ist, bezweifle ich. Genauso wenig wie man von Natur aus heterosexuell ist. Man hat die Anlagen für beides. Das Umfeld beeinflusst da ungewollt doch mehr als man denkt.
Und deine Aussage war ja vorhin daran geknüpft, dass du überlegst, ob bei Homosexuellen aufwachsende Adoptivkinder mit einer höheren Wahrscheinlichkeit homosexuell werden. Dazu muss ich sagen, dass Jungen, die ohne Vaterfigur aufwachsen, sich vermutlich viel eher nach einem Mann sehnen als Jungen, die sogar zwei männliche Erzieher haben. Und man darf nicht vergessen, dass solche Adoptivkinder natürlich trotzdem noch ein ganz normales Umfeld haben! Also sie kriegen sehr wohl beigebracht und sehen es ja auch, dass der Großteil aber das andere Geschlecht bevorzugt. Also dass sie die gleiche sexuelle Orientierung haben werden wie ihre Eltern, muss nicht zwangsläufig sein und ist ja, wie schon gesagt, auch bei Heteros nicht der Fall.
Fakt ist aber, dass diese Kinder offener für alles und mit weniger Vorurteilen gegen Alternatives ins Leben starten.


@DerSpieler
Ja, dass ein gewisser Teil genetisch bedingt ist, hab ich doch nicht ausgeschlossen. Aber eine Mutation hätte man erkannt. Deswegen hab ich geschrieben, dass es keine Mutation ist. Dass Genetik trotzdem etwas damit zu tun haben kann, wird ja von dieser Aussage nicht berührt.

Und bitte häng dich nicht so an dem "bekämpfen" auf, was ich benutzt hab... Ich meinte damit nur, dass, falls Homosexualität eine Mutation wäre, man dann auch biologische Ansatzpunkte hätte. Aber momentan sind alle Therapieversuche gegen Homosexualität nur auf psychologischer Basis, was darauf hindeutet, dass es mehr mit dem Kopf zu tun hat als mit reinen körperlichen Gegebenheiten.


Und auch ich entschuldige mich für Off-Topic..
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Re: Regenbogenfamilien

#956603 von Noise
07.03.2013, 00:22
Warum entschuldigen sich denn alle fürs Off Topic. Wenn man jedes mal nur in einem viel zu engen Rahmen schreiben dürfte, wäre die Luft sofort raus. Und würde man die Diskussion versuchen, woanders zu verlagern, würde sie wahrscheinlich ersticken. Also ist doch bisher alles gut und so viel nebenher gehts ja gar nicht, der Kernpunkt wird ja getroffen.
Azumarill hat geschrieben:Aber mir scheint, als würdest du das Recht haben wollen, negative Vorurteile über alle möglichen Menschen haben zu dürfen. Auch HartzIV-Empfänger sind normale Menschen, die man respektieren darf. Aber nur weil Vorurteile bestehen, musst du sie ja nicht auch verbreiten.

Ich wollte auch eher zum Ausdruck bringen, dass Vorurteile der Gesellschaft derartige Probleme (Mobbing eines Homo-Adoptiv-Kindes) auslösen und dass man nicht davon ausgehen kann, dass man damit im Laufe seines Lebens nicht desöfteren negativ konfrontiert wird. dyna schrieb ja auch bereits, dass es viele Angriffsflächen für Vorurteile gibt, nur bin ich nunmal glücklich damit, nicht in eine solche Angriffsfläche gerutscht worden zu sein =).
Dass Präferenz = Vorliebe oder Vorzug bedeutet, weiß ich, aber eine Vorliebe schließt nicht aus, dass eine Alternative nicht ebenfalls zufriedenstellend ist. Und deshalb hinkt ergänzend auch dein Apple-Beispiel, denn wenn man schwul ist, dann ist man schwul und nicht hetero. Dass man technisch gesehen als Schwuler auch mit ner Frau zusammenleben kann, tut dabei nix zur Sache. Können tut man sowieso vieles. Hoffe das ist jetzt klar geworden.
Deshalb finde ich -auf rein logischer Ebene- auch, dass du mit den Aussagen offensichtliche Unwahrheiten verzapfst, um es ein bisschen lieber auszudrücken :winke: *winkewinke zurück* :D
Azumarill hat geschrieben:Naja, aber Homos können ja trotzdem einen evolutionsbiologischen Sinn haben, also von der Evolution gewollt sein. Vorausgesetzt Homos kriegen keine eigenen Kinder, so können sie schließlich trotzdem für die Gesellschaft sorgen (arbeiten, sich um Familienmitglieder oder Nachwuchs der Geschwister kümmern etc.), ohne selbst durch eigene Kinder überfordert zu sein. Also eventuell durchaus ein guter Schachzug der Evolution, um die Population stabil zu halten.

Joa, wäre zumindest schon mal ein Erklärungsansatz, hätte aber wiederum nix mit "Survival of the fittest" zu tun. Und erklärt auch nicht den Nutzen der Homosexualität im Tierreich, bspw. unter Vögeln.
Azumarril hat geschrieben:Dass man von Natur aus homosexuell ist, bezweifle ich. Genauso wenig wie man von Natur aus heterosexuell ist.

Ich denke diese Aussage (rot markiert) ist deshalb falsch, weil es in der Sache der Natur liegt, sich fortzupflanzen. Die Libido wird ja auch durch bspw. den Austausch von Duftstoffen zwischen Mann und Frau angeregt. Wenn ich schwul wäre, würde ich nicht mit einer Frau schlafen, geschweige denn zusammensein wollen (nehme ich jetzt mal an).
Azumarill hat geschrieben:Dazu muss ich sagen, dass Jungen, die ohne Vaterfigur aufwachsen, sich vermutlich viel eher nach einem Mann sehnen als Jungen, die sogar zwei männliche Erzieher haben.

Zugegeben ein gut durchdachter Punkt, auf den ich so noch gar nicht gekommen bin. Wäre denke ich mal wirklich eine plausible Erklärung.
Azumarill hat geschrieben:Fakt ist aber, dass diese Kinder offener für alles und mit weniger Vorurteilen gegen Alternatives ins Leben starten.

Was das Thema Homosexualität angeht, müssen sich die meisten auch einfach damit abfinden :D.
Kann aber durchaus sein, dass den Kindern offenere Werte vermittelt werden.


Macht echt Bock hier :B.
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Re: Regenbogenfamilien

#956608 von Androm5da
07.03.2013, 01:03
Türlich wollen Homosexuelle auch ein Kind, aber die müssen ja nicht mit dem mobbing leben das ihr Kind erträgt.
Heutzutage würde ich mich nicht mal in die nähe anderer Kinder trauen wären meine Eltern homosexuell. Das ist missachtung des Kindeswohles, in meinen Augen sogar eine Vergewaltigung. Kein Kind wünscht sich gemobbt zu werden, aber die Gesellschaft und vor allem Kinder sind in solchen Sachen echt fies. Diese Kinder sind zu 99,9periode9% Mobbingopfer, das führt zu Suizidgefährdung und starken Depressionen. Sowas geht einfach nicht...
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Re: Regenbogenfamilien

#956611 von DerSpieler
07.03.2013, 01:21
@Androm5da: Bitte zügle dein Temprament etwas! Der Vergleich mit einem Gewaltverbrechen ist imo schon extrem übertrieben.

Das Mobbing Argument bleibt einfach ein sehr schwaches. Da kannst du gleich verbieten Kinder in Schule zu schicken, da sie Dort Opfer von Mobbing werden könnten. Bei diesem Mobbing Argument kann man nur immerwieder sagen, dass es genügend andere Gründe gibt, aus denen Kinder gemobbt werden können (Hautfarbe, Herkunft, whatever der Eltern). Nach der Logik müsste man also quasi jedem verbieten Kinder zu erziehen.

PS.: 99.99periode9 ist identisch mit 100.
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Re: Regenbogenfamilien

#956613 von AzumarillFTWrofl
07.03.2013, 01:35
Noise hat geschrieben:Warum entschuldigen sich denn alle fürs Off Topic. Wenn man jedes mal nur in einem viel zu engen Rahmen schreiben dürfte, wäre die Luft sofort raus. Und würde man die Diskussion versuchen, woanders zu verlagern, würde sie wahrscheinlich ersticken. Also ist doch bisher alles gut und so viel nebenher gehts ja gar nicht, der Kernpunkt wird ja getroffen.

Ich weiß nicht, wie das hier in der Plauderecke gehandhabt wird... Anscheinend deutlich lockerer. Aber in den anderen Topics wird leider immer direkt "Bäh, Off-Topic" gerufen, deswegen trau ich mich teilweise gar nicht, überhaupt etwas zu schreiben. Sieht man ja an meiner niederigen Beitragszahl, die ich hier in 3,5 Jahren erreicht hab... :lol: Ich fänds also auch cooler, wenn man einfach schreiben darf, ohne sich für alles entschuldigen zu müssen :)


Noise hat geschrieben:Apple-Beispiel

Mir ging es gerade gar nicht mehr um das Apple-Beispiel. Ich wollte ernsthaft wissen, ob es tatsächlich deiner Meinung nach einen Unterschied zwischen "Sexuelle Orientierung" und "Präferenz" gibt.


Noise hat geschrieben:Joa, wäre zumindest schon mal ein Erklärungsansatz, hätte aber wiederum nix mit "Survival of the fittest" zu tun. Und erklärt auch nicht den Nutzen der Homosexualität im Tierreich, bspw. unter Vögeln.

Bei Tieren würde das, was ich gerade bzgl. Arbeiten für die Gesellschaft und Kümmern um Familienmitglieder etc. geschrieben hab, doch auch gelten. Vögel sind ja Schwarmtiere, können also dem restlichen Schwarm beim Überleben helfen und, wie Furanty schon geschrieben hat, zum Beispiel verwaiste Küken aufnehmen.


Noise hat geschrieben:Azumarril hat geschrieben:
Dass man von Natur aus homosexuell ist, bezweifle ich. Genauso wenig wie man von Natur aus heterosexuell ist.


Ich denke diese Aussage (rot markiert) ist deshalb falsch, weil es in der Sache der Natur liegt, sich fortzupflanzen.

Vielleicht will die Natur auch, dass wir alle sterben. Schließlich zerstören wir die Erde doch komplett. Also die Menschen und Tiere kämpfen ja vielleicht sogar gegen den Willen der Natur an. Wer weiß das schon? :)
Und außerdem liegt ja auch in der Sache der Natur, dass wir nackt rumlaufen. Trotzdem haben wir Kleidung an. Also der Wille der Natur wird überbewertet und ziemlich inkonsequent als Argument benutzt..

Ich hätte in dem Satz glaub ich auch eher "von Geburt an" schreiben sollen. Ich wollte damit ausdrücken, dass eher die Umwelt entscheidet, welcher Weg letztendlich eingeschlagen wird.


Noise hat geschrieben:Macht echt Bock hier :B

Ja :)


@Androm5da
Androm5da hat geschrieben:Türlich wollen Homosexuelle auch ein Kind, aber die müssen ja nicht mit dem mobbing leben das ihr Kind erträgt.
Heutzutage würde ich mich nicht mal in die nähe anderer Kinder trauen wären meine Eltern homosexuell. Das ist missachtung des Kindeswohles, in meinen Augen sogar eine Vergewaltigung. Kein Kind wünscht sich gemobbt zu werden, aber die Gesellschaft und vor allem Kinder sind in solchen Sachen echt fies. Diese Kinder sind zu 99,9periode9% Mobbingopfer, das führt zu Suizidgefährdung und starken Depressionen. Sowas geht einfach nicht...

Vor allem Kinder sind, vermutlich zu deinem Staunen, sehr liberal und unvoreingenommen beim Thema Homosexualität.
Wenn Homosexuelle ein Kind adoptieren, führt das zu Suizidgefahr der Kinder? Weißt du, was zu Suizidgefahr bei Homosexuellen geführt? Aussagen wie deine. Google mal "Empathie".
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Re: Regenbogenfamilien

#956619 von Androm5da
07.03.2013, 09:55
Glaub mir, Kinder dessen Eltern homosexuell sind werden gemobbt weil es sich einfach bietet, und dann noch adoptiert... Gerade in meinem Alter ist es mit mobbing schlimm, es werden ja auch ständig Scherze über Schwule gemacht und diese heruntergezogen. Ich persönlich hab nix gegen Schwule, aber das muss einfach nicht sein.

Und jetzt mal allgemein, wenn man gemobbt wird weil die Eltern schwul sind ist das einigermaßen härter als normal. Ausserdem muss jeder zur Schule, das kann man nicht ändern. Und man wird wegen sowas zu 100% gemobbt.
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Re: Regenbogenfamilien

#956634 von FirstGlumanda
07.03.2013, 15:23
Auf welche Schule gehst du?
Sicher, es werden oft Witze über solche Menschen gemacht, ich finde das genauso ******* wie du, aber ich denke, daran gewöhnt man sich. Ich will das auf keinen Fall verharmlosen, nur gibt es schlimmere Schiksale als das.
Und das Mobbing-Argument ist nicht gut, wie schon beschrieben, man kann für alles gemobbt werden, aber mit dem richtigen Vertrauen zwischen Eltern und Kind und einer guten Schule geht das.
MfG, FirstGlumanda.
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Re: Regenbogenfamilien

#956636 von Androm5da
07.03.2013, 15:54
Ja, aber das Kind hätte anders wenigstens die Chance nicht gemobbt zu werden.

Ich gehe auf ein Gymnasium, eigentlich total tollerant hier...
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Re: Regenbogenfamilien

#956637 von DerSpieler
07.03.2013, 16:25
Androm5da hat geschrieben:Glaub mir, Kinder dessen Eltern homosexuell sind werden gemobbt
Die Möglichkeit bestreitet ja niemand. Es ist nur kein legitimer Grund dafür Homosexuellen die Adoption generell zu verbieten. (Stichwort: Doppelmoral)
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Re: Regenbogenfamilien

#956638 von Androm5da
07.03.2013, 16:29
Wenn man aufs Wohl der Kinder schei...
Jedes dieser Kinder wird gemobbt und schämt sich. Ausserdem geht die Erziehung so den Bach runter, ein Kind braucht eine normale Atmossphäre um gesund aufzuwachsen...
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Re: Regenbogenfamilien

#956639 von Yusel
07.03.2013, 16:34
Ich mag vielleicht nochmal auf meinen Post verweisen (bzgl. Mobbing).
Wie schon mehrfach erwähnt wurde, werden Kinder aus allen möglichen Gründen gemobbt. Ich sags mal so, wenn beide Elternteile fett sind, wirds das Kind meistens auch. Toll, Kinder werden wegen ihres Gewichts gemobbt, also verbieten wir am besten einem fetten Pärchen Kinder zu zeugen, hurra :x

Androm5da hat geschrieben:Gerade in meinem Alter ist es mit mobbing schlimm, es werden ja auch ständig Scherze über Schwule gemacht und diese heruntergezogen.
In welchem Alter genau? Kindergarten- und Grundschulkinder wohlkaum, und auch in meiner bisherigen gymnasialen Laufbahn konnte ich soetwas nicht wirklich nachvollziehen (zur Information, ich bin selber an meiner Schule/in meinem Umfeld geoutet).

Androm5da hat geschrieben:Und man wird wegen sowas zu 100% gemobbt.
Hast du da irgendwelche Belege für?
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Re: Regenbogenfamilien

#956644 von FirstGlumanda
07.03.2013, 16:55
Jemand, der seine eigenen Ziele über die (seelische) Gesundheit stellt, ist kein(e) gute(r) Mutter/Vater, da gebe ich dir recht, aber was nennst du normal, Androm5da?
Warum sind homosexuelle nicht normal? Das Ziel ist es doch, das sie es werden, und dazu gehört, sie Kinder adoptieren zu lassen, meiner Meinung nach jedenfalls.
Ich glaube, jeder hat schonmal in der Tagesschau oder in Dokus Kinder mit homosexuellen Eltern gesehen, und sahen die so aus, als wenn sie sich schämten?
Oder sahen sie unglücklich aus, als sie mit ihren Eltern spielten?
Nein!
Mir ist bewusst, das die Tagesschau das nicht perfekt darstellt, aber diese Kinder sahen ganz normal aus.
Ich finde, die Auffassung, Homosexuelle Eltern zu haben sei nicht normal, ist so ziemlich gegen das Ziel, Homosexuelle normal "zu machen" (doofe ausdrucksweise).
MfG, FirstGlumanda.
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Re: Regenbogenfamilien

#956655 von dyna
07.03.2013, 17:25
Androm5da, durch Wiederholen wird eine falsche Aussage auch nicht richtiger.
Deine Aussage man würde "wegen sowas zu 100% gemobbt" kann man allein schon durch AzumarillFTWrofl's Gegenbeispiel widerlegen ^^ Auch bei Günther Jauch saßen zwei Jugendliche im Publikum, deren Mutter nach der Trennung vom Vater mit einer Frau zusammenlebt. Natürlich kann man aus einem kurzen Gespräch im Fernsehen nicht schließen, ob sie psychische Schäden davongetragen haben, allerdings haben sie sich ganz offensichtlich nicht für ihre Mutter geschämt und schienen ihre Stiefmutter auch nicht abzulehnen. Ich stimme in der Frage mit FirstGlumanda und AzumarillFTWrofl überein - die vielen Witze über Homosexuelle werden vor allem gemacht, weil die Kinder und Jugendlichen häufig keine Homosexuelle kennen (oder es zumindest nicht wissen ^^). Zu meiner Schulzeit (die jetzt 5 Jahre zurückliegt) hat es auch sehr viele Witze über Schwule gegeben und "bist du schwul?" wurde auch als Beleidigung verwendet. Als sich dann ein Mitschüler in der 10. Klasse (plusminus) geoutet hat, hat das trotzdem nicht zu seiner Ausgrenzung geführt. Vielmehr haben sich die Schwulenwitze deutlich reduziert und wurden von der Mehrzahl im Jahrgang mit Verachtung gestraft.
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Re: Regenbogenfamilien

#956656 von Furanty
07.03.2013, 17:36
Mit einem Blick nach Norwegen und Schweden, wo gleichgeschlechtliche Paare Kinder adoptieren dürfen, wird einem auch klar, dass diese Kinder nicht zwangsweise gemobbt werden. Dies kann man jetzt auf die liberalere Gesellschaft in den nordischen Ländern zurückführen, in denen Sexualität zum Beispiel in den Schulen viel intensiver durch genommen wird. Verschiedene Orientierungen und Lebensentwürfe gehören dort zum Lehrplan und scheinen ja auch effektiv zu sein.
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Re: Regenbogenfamilien

#956668 von FirstGlumanda
07.03.2013, 18:57
Genau, und wenn es mehrere dieser Kinder gibt, wird das auch normaler werden.
Je mehr das machen, desto normaler wirds.
MfG, FirstGlumanda.
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Re: Regenbogenfamilien

#956673 von AzumarillFTWrofl
07.03.2013, 19:55
Androm5da hat geschrieben:Wenn man aufs Wohl der Kinder schei...

Man scheißt nicht aufs Wohl der Kinder. Man würde aufs Wohl der Kinder scheißen, wenn man sie ein Leben lang im Heim lassen würde. Man würde aufs Wohl der Kinder scheißen, wenn man sie nur an Hetero-Paare weitergibt, von denen einige aber keine Ahnung vom und keine Mittel zum Erziehen des Kindes haben. Man würde aufs Wohl der Kinder scheißen, wenn man ihnen die Möglichkeit verbietet, von zwei motivierten und fürsorglichen Homosexuellen adoptiert zu werden!


Androm5da hat geschrieben:Ausserdem geht die Erziehung so den Bach runter, ein Kind braucht eine normale Atmossphäre um gesund aufzuwachsen...

Eigentlich traurig, wenn ein Gymnasiast wie du (= die Elite der Zukunft!) so etwas schreibt und es nicht besser weiß. Homosexuelle SIND eine normale Atmosphäre. Die wenigen Homosexuellen, die tatsächlich ein Kind adoptieren dürfen, sind alle vom Jugendamt auf ihre Tauglichkeit geprüft. Das Kind wird also besser erzogen werden als es in vielen Hetero-Familien der Fall ist.


Androm5da hat geschrieben:Ich persönlich hab nix gegen Schwule, aber das muss einfach nicht sein.

Solche Sätze sind immer wieder lustig. "Ich hab nix gegen Schwule, ABER!!!" und dann folgt das krasse Gegenteil. :lol:
Weißt du, früher durften Frauen keine Hosen tragen. Wenn eine Frau sich aber doch mal getraut hat, das zu tun, wurde sie von allen Seiten verspottet und diskriminiert, so nach dem Motto: "Wenn jemand sie so sieht, dann werden ja sogar ihre Kinder gemobbt!" Also das, was du momentan mit Homos machst. Seit die Mehrheit aber eingesehen hat, dass es schwachsinnig ist, sie deswegen zu mobben, hat sich das gelegt. Heute ist es das normalste der Welt.


Interessant finde ich auch, dass Gleichberechtigungs-Gegner immer nur von "Schwulen" reden. Lesben scheinen tatsächlich viel mehr toleriert zu werden.
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Re: Regenbogenfamilien

#956676 von Furanty
07.03.2013, 20:05
AzumarillFTWrofl hat geschrieben:Interessant finde ich auch, dass Gleichberechtigungs-Gegner immer nur von "Schwulen" reden. Lesben scheinen tatsächlich viel mehr toleriert zu werden.

Oh, das glaube ich nicht. Ich denke eher, dass Lesben einfach nicht so sehr im Vordergrund stehen, wie eben Schwule. Zudem werden Frauen auch weniger wahrgenommen als Männer, auch heute noch, so traurig und arm das auch ist.
In vielen Ländern, in denen Homosexualität unter Strafe steht, betrifft dies zum Beispiel nur Männer, weil man Frauen einfach keine eigene Sexualität zubilligt. In solchen konservativen Kulturkreisen haben Frauen einfach eine feste Stellung ganz unten und müssen nicht noch staatlich reguliert werden, das machen ihre Männer schon. Männer dagegen können sich widersetzen, also muss das Staat vor allem sie im Visier haben.
In unserem Kulturkreis kommt wohl noch dazu, dass viele Männer die Vorstellung von sich liebenden Schwulen ekelhaft finden, während Lesben da doch attraktiver sind.
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Re: Regenbogenfamilien

#956677 von Androm5da
07.03.2013, 20:06
Persönlich angreifen lass mich ich fürs erste garnicht. Und das gegenteil ist es auch nicht was ich geschrieben hab. Ich rede aus Sicht meiner Freunde etc. die denken so. Meine über alles geliebte Tante ist ja auch lesbisch und ich akzeptiere sie...

Normal sind homos nicht, ist von der Natur ja nicht vorgesehen. Schlechter sind sie aber auf jeden nicht. Mit normalem Umfeld meine ich dass das Kind nicht nur von 2 Männern lernen kann da es dann zu Fehlern in der Erziehung kommt...
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Re: Regenbogenfamilien

#956679 von Furanty
07.03.2013, 20:08
Androm5da hat geschrieben:Normal sind homos nicht, ist von der Natur ja nicht vorgesehen. Schlechter sind sie aber auf jeden nicht. Mit normalem Umfeld meine ich dass das Kind nicht nur von 2 Männern lernen kann da es dann zu Fehlern in der Erziehung kommt...

Das verstehe ich jetzt aber nicht? Wieso sollen 2 Männer ein Kind "fehlerhaft" erziehen, Mann+Frau aber nicht?
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Re: Regenbogenfamilien

#956680 von DerSpieler
07.03.2013, 20:11
Furanty hat geschrieben:Das verstehe ich jetzt aber nicht? Wieso sollen 2 Männer ein Kind "fehlerhaft" erziehen, Mann+Frau aber nicht?
Besonders unter dem Aspekt, dass schon alleinerziehende Männer und Frauen Kinder erziehen können.
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Re: Regenbogenfamilien

#956684 von FirstGlumanda
07.03.2013, 20:24
Androm5eda:Du hast eine lesbische Tante?
Nach deiner Auffassung müsstest du dich ja wahnsinnig für sie schämen. Aber das tust du nicht, warum?
Weil du dich an sie gewöhnt hast.
Genauso gewöhnt sich ein adoptivkind auch an seine Eltern.
Und zum Thema, Homosexuelle seien von der Natur aus nicht normal:
Wir können uns weiterentwickeln! Von der Natur aus war es auch nicht vorgesehen, das behinterte leben, das wir Kleidung tragen, wir Tiere halten... und so weiter und so fort.
MfG, FirstGlumanda.
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Re: Regenbogenfamilien

#956691 von AzumarillFTWrofl
07.03.2013, 20:40
Furanty hat geschrieben:In unserem Kulturkreis kommt wohl noch dazu, dass viele Männer die Vorstellung von sich liebenden Schwulen ekelhaft finden, während Lesben da doch attraktiver sind.

Genau darauf wollte ich hinaus. :) Die meisten Männer finden Lesben vom Erotischen her "geil". Also ist diese Art von Homosexualität für sie in Ordnung. Die meisten vergessen dann sogar, dass das auch Homosexualität ist. Aber homosexuelle Männer? "Nee, lieber nicht"...


Androm5da hat geschrieben:Persönlich angreifen lass mich ich fürs erste garnicht.

Oha, wer hat dich denn persönlich angegriffen? :huh: Meinst du mich? Ich hab nur geschrieben, dass es "traurig" ist, dass du "es nicht besser weißt". Das war doch keine Beleidigung und kein persönlicher Angriff. Du hast einige sehr schlimme Sätze losgelassen, nicht ich.


Androm5da hat geschrieben:Mit normalem Umfeld meine ich dass das Kind nicht nur von 2 Männern lernen kann da es dann zu Fehlern in der Erziehung kommt...

Nur weil das Kind dann offiziell zwei Väter hat, bedeutet das ja nicht, dass es nur von Männern erzogen wird. Das Umfeld erzieht auch sehr viel. Zum Beispiel die Tanten, Großeltern und Bekannte können auch einen großen Einfluss haben.
Und andererseits kann es auch in Hetero-Familien zu Fehlern in der Erziehung kommen. Wenn ein Elternteil alleinerziehend ist, kann das Kind nach deiner Argumentation ja nur von einer Person lernen. Dann sollte das doch auch verboten werden! Oder selbst in einer "intakten" Familie kann der Vater (oder die Mutter) ganztags arbeiten und sich dann, ohne das Kind zu beachten, den Rest des Tages vor den Fernseher setzen. Also es ist nicht vorauszusetzen, dass bei homosexuellen Paaren aufgewachsene Kinder weniger Bezugspersonen haben und schlechter erzogen werden. ;)
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