Re: Homo-Ehe in Deutschland?

#1290554 von AzumarillFTWrofl
30.06.2017, 00:58
Vernünftiger, als diese sinnlose Diskriminierung aufrechtzuerhalten, fände ich, wenn die steuerlichen Vorteile für Ehepaare teilweise umgelagert werden auf die Unterstützung von Kindern.
Das ist etwas, was ich mir auch seit Jahren wünsche. Die Homo-Gegner argumentieren ja immer damit, dass die Hetero-Ehe besonderererer geschützt werden muss, weil aus ihr Kinder hervorgehen, was schlicht und ergreifend nicht stimmt, da Ehe und Kinderkriegen grundsätzlich voneinander getrennt sind. 1) Nicht jede Ehe bringt Kinder hervor, 2) einige Unverheiratete bringen auch ohne Ehe sehr wohl Kinder hervor, 3) einige Homosexuelle haben Kinder aus früheren Nichthomo-Beziehungen aber da juckt die Verbotsleute dann nicht, dass der Fortpflanzungsbeitrag, der ihnen ja angeblich so hyperwichtig ist, bereits erfüllt wurde.

Sinnvoll wäre also ganz klar ein System, das sämtliche Familienkonstellationen fördert, in denen Kindern aufwachsen. Wir brauchen kein System, das einzig und allein für das Ja-Wort schon die gesamte Subvention ausschüttet. Ein Hetero-Paar ohne Kinder verdient nicht mehr Schutz und Unterstützung als ein/-e Alleinerziehende/-r mit Kind oder ein Homo-Paar mit Kind. Ehe und Kinder sind verschiedene Dinge.

Dass das bloße Ja-Wort schon subventioniert wird, ist durchaus sinnvoll, wie aus dynas Beitrag hervorgeht. Die stehen halt im Notfall füreinander ein und sparen dem Staat auch Kosten dadurch. Ich will besonderen Schutz für Ehe beider Geschlechter. Und ich will superbesonderen Superschutz für Familienformen mit Kindern.

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Generell möchte ich mal auf ein paar Gegen-"Argumente" eingehen, die ich in den letzten Tagen auf sämtlichen Plattformen gelesen hab:

"Es geht um eine winzig kleine Minderheit!!!1 Wir können doch nicht für so eine irrelevante Randgruppe die Gesetze ändern!"
+
"Der Ehebegriff wird entwürdigt, wenn Homosexuelle auch heiraten dürfen"
:lol:

Entscheidet euch mal. Entweder es sind so vernachlässigbar wenige; oder es sind so sauviele, dass das ein oder andere Hetero-Paar dann weinen muss, weil ihre Ehe nach eigenen Angaben dann plötzlich nichts mehr wert sein wird.

Also ich persönlich finde, man sollte es durchaus verkraften können, wenn ein Paar zwei Straßen weiter auch die gleichen Rechte kriegt. So dick sollte das Fell doch wohl bei jedem sein. Ich sehe da wirklich nicht, inwieweit man dann weniger Schutz haben würde. 1+1 ist 2, nicht 0. Niemandem wird Schutz weggenommen.

Und ich finde es etwas unzutreffend, welche Zahlen da immer genannt werden. Bei Maybrit Illner vorhin wurde z.B. davon gesprochen, dass es 100.000 gleichgeschlechtliche Paare in Deutschland gibt, davon leben 35.000 Paare in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft. Also betreffe die Gesetzesänderung ja nur 35.000 Paare... Den Rest Deutschlands interessiere es nicht. Und dafür so eine große Diskussion?!

Das ist aber faktisch irreführend, aus folgenden Gründen: 100.000 Paare heißt es sind schon mal mindestens 200.000 Menschen. Wenn man Zahlen so darstellt, kann man auch sagen, dass es nur 19 Millionen Hetero-Ehepaare gibt (was im Vergleich zu 82 Millionen Einwohnern sauwenig klingt). Außerdem wurden alle Singles ignoriert, die die Gesetzesänderung aber auch sehr wohl interessiert. Und ich behaupte mal, Homosexuelle geben grundsätzlich seltener zu, dass sie in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung leben, als Heterosexuelle, die in einer gegengeschlechtlichen Beziehung leben - aus Angst vor potentieller Anfeindung. Bei einem studiengeschätzten Homo-Anteil von ca. 3%-10% hat Deutschland zwischen 2.500.000 und 8.000.000 Homosexuelle, von denen alle auch Verwandschaft und Freunde haben. Somit betrifft es hier locker eine hohe zweistellige Millionenzahl an Menschen, die sich über eine Legalisierung der "Ehe für alle" freuen würde. Es geht hier also mit Verlaub ganz sicher nicht um Minderheitenpolitik, die sonst niemanden juckt.
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Re: Homo-Ehe in Deutschland?

#1290563 von dyna
30.06.2017, 08:43
Ich verlinke mal ohne allzuviel Kommentar dazu einen Text eines konservativen (CDU-)Politikers und Befürworters der Ehe für alle.

Nun halte ich mich selbst ja nicht für politisch konservativ, aber der positive Aspekt dieser Haltung sollte ja die Bewahrung von Bewährtem sein, nicht das trotzige In-den-Weg-Stellen gegen jegliche Veränderung, und auf dieser Basis sehe ich die Homo-Ehe eben auch nicht als Bedrohung, sondern als Erweiterung der hochgradig spießigen konservativen Institution Ehe. Besonders den folgenden Absatz sollten sich die Verfechter der heiligen, unveränderlichen Ehe-zwischen-Mann-und-Frau zu Gemüte führen:
Die Überzeugungen verändern sich. Einstmals konnten Bürgerliche keine Adeligen heiraten. Die Kirchen haben früher Katholiken und Evangelische nicht vermählt. Es gab Zeiten, da hat der Staat das alles nachvollzogen und sogar Bauern keine Städter heiraten lassen. Der Ehebegriff hat sich im christlich geprägten Abendland immer wieder stark gewandelt. Sehr viele Gruppen durften einst nicht heiraten. Unser Grundgesetz hat diese Tradition gerade nicht aufgenommen. Es schützt die Ehe, aber gerade nicht den Ausschluss davon.
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Re: Homo-Ehe in Deutschland?

#1291034 von achtbitmusik
11.07.2017, 13:49
Ich als Homosexueller sehe in der Einführung oder Freigabe der "Ehe für alle" einen Fortschritt, eine Bereicherung, ein Schritt nach vorne.
Grundsätzlich nervt mich diese Anti-Haltung vieler Leute. In welchen Belangen stört die Möglichkeit Homosexueller zu heiraten? Ich sehe mich als Homosexueller schließlich auch nicht von Heterosexuellen bedroht. Das ist ein Akt, den jeder selbst entscheidend (ausgenommen religiöser / kultureller Bräuche) ausführen soll. Und ich befürworte die gesetzliche Erlaubnis der "Ehe für alle".

Diese "Angst" und diese "Scheu" vieler Menschen ist für mich einfach manchmal unverständlich.
Ich muss zugeben, ich bin kein Befürworter von Leuten, die in der Öffentlichkeit ihre Sexualität ausleben. Ich mag es nicht, wenn sich nicht Menschen in aller Öffentlichkeit körperlich näher kommen, und dazu zählt auch küssen. Ich mag es nicht, wenn Männer und Frauen das tun, ich mag es auch nicht, wenn Schwule oder Lesben das tun. Ich und mein Freund heben uns unsere Zärtlichkeiten für die eigenen vier Wände oder in privater Atmosphäre auf. Nur ist das ein allgemeines Problem, was viele leider pauschalisieren.

Zum Thema an sich: go for marriage. Ein weiterer Schritt in die richtige Richtung. :)
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Re: Homo-Ehe in Deutschland?

#1291049 von kingdomme
11.07.2017, 18:08
So dann will ich auch mal meinen Senf dazu geben :)
Also in meinen Augen ist die "Ehe für Alle" der einzige richtige Weg in eine gerechtere Welt bzw. ein gerechtes Deutschland. Alleine die Tatsache, dass es in einem so weit entwickelten Land wie Deutschland so viele Jahre dauert bis es keinen Unterschied mehr macht ob man jetzt einen Mann oder eine Frau heiraten will. Ähnlich wie achtbitmusik kann ich es wirklich 0 verstehen wie man sich von der Homo-Ehe "bedroht" fühlen kann.
Viele scheinheillige Katholiken argumentieren ja dass die Ehe in der jetzigen Form ein jahrelanges kulturelles Gut ist was "beschützt" werden soll. Allerdings iegt da glaube ich das Problem eher da, dass die ursprüngliche Form der Ehe schon viel zu lange überholt ist und grade die katholische Kirche sollte mit ihrer Vergangenheit in Sachen Skandalen(man erinnere sich an Kindesmissbrauch, protzige Bischofspaläste,...)die Füße still halten wenn sie nicht auch noch den Rest ihrer Glaubwürdigkeit behalten möchte. Aber ich glaube dieser Thread ist der falsche Ort um mich über die kath. Kirche aufzuregen :)

Meine persönlichen Erfahrungen (ich bin zwar selber heterosexuell aber vieler meine Freunde darunter mein bester Freund sind homosexuell) zeigen, dass auch das Argument des Kinderkriegens einfach Schwachsinn ist. Mein erwähnter bester Freund ist grade dabei gemeinsam mit seinem Partner die Möglichkeiten einer Adoption abzuwägen, wohingegen keiner meiner Freundinnen auch nur annähernd über ein Kind nachdenkt.

Abschließend kann ich nur sagen dass mich dieser Gesetzentschluss richtig froh gemacht hat da er hofftl. den Weg in ein gerechteres Deutschland ohne Diskriminierung ebnet. :D
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Re: Homo-Ehe in Deutschland?

#1291067 von Donnerstern
11.07.2017, 22:45
Viele scheinheillige Katholiken argumentieren ja dass die Ehe in der jetzigen Form ein jahrelanges kulturelles Gut ist was "beschützt" werden soll.
Das finde ich persönlich wirklich traurig. Ich bin ja selbst katholisch und finde das echt nur peinlich von meinen "Kollegen", wenn sie so eine Haltung gegen die Ehe für Alle vertreten. Man muss aber auch sagen, dass ich auch Atheisten kenne, die va. Schwule nicht tolerieren. In DE scheint man einfach noch nicht so weit zu sein, wie in anderen Ländern...

Ich selbst muss sagen, dass ich mich echt eine sehr lange Zeit geärgert hatte, dass DE nicht zu den Ländern gehört, in denen die gleichgeschlechtliche Ehe erlaubt ist. Ich selbst bin tendenziell ja eher bisexuell, und habe mir unabhängig vom Geschlecht eines zukünftigen Partners gesagt, dass ich erst heiraten werde, wenn die Ehe "für alle" erlaubt wurde. Ich bin also ziemlich erleichtert und habe mich am 30. sehr gefreut, als die Abstimmung vorüber war. Ich hatte gehofft, dass so die Entwicklung in Richtung "mehr Toleranz" vorangeht.

Was mir hier in Bayern jedoch Sorgen bereitet: Dass Bayern gegen die Ehe für Alle klagen will/wollte/etc. Darüber könnt ich mich hier seitenweise beschweren.. Ich finds unmöglich, sich sowas zu erdreisten. Weder die bayerische Kultur noch das ach so tolle Zusammenleben, was ja scheinbar so heilig ist, wird durch diese Ehe gefährdet. Es werden auch keine schon bestehenden, natürlich viiiel wertvolleren Hetero-Ehen gewaltsam auseinandergerissen oder für die Zukunft ausgerottet. Man bräuchte eigentlich keine Angst zu haben.. Und gegen das Grundgesetz verstösst das Ganze nun wirklich nicht, ausser man interpretiert hier irgendetwas hinein (bei Gesetzestexten ja äusserst sinnvoll..). Ich hoffe, dass die Ehe für Alle endgültig überall durchkommt. Ich gönn unserem Horst den Triumph nicht. :| Schlimm genug, dass er net aufgehört hat...

Diese Anti-Halting ggü der Ehe für Alle ist ja btw. nichtmal wirklich christlich. Das "christlich" in den Parteinamen ist sowieso ein Witz. x: Da muss man also die Deppen, die gaaaanz oben sitzen (ausgenommen vom Papst imo, der scheint ja viel offener eingestellt zu sein) von wirklichen Christen differenzieren. Ist halt unschön, wenn gerade diejenigen, die im Schein des Christentums handeln, Mist verzapfen bzw. das gerade können. x:

Ich hoff also wirklich, dass es für alle erlaubt wird und Bayern nicht wieder davonspringt. :|
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Re: Homo-Ehe in Deutschland?

#1291070 von IloveSnibunna
11.07.2017, 23:12
Donnerstern hat geschrieben:Was mir hier in Bayern jedoch Sorgen bereitet: Dass Bayern gegen die Ehe für Alle klagen will/wollte/etc. Darüber könnt ich mich hier seitenweise beschweren.. Ich finds unmöglich, sich sowas zu erdreisten. Weder die bayerische Kultur noch das ach so tolle Zusammenleben, was ja scheinbar so heilig ist, wird durch diese Ehe gefährdet.

Ich kann mich dem nur anschließen. Das find ich auch absolut nicht in Ordnung. Naja ich stelle mir die Situation derer, die jetzt eigentlich neue Hoffnung haben gerade vor... Da heißt es erst, es wird legalisiert und jetzt will man ihnen das wieder nehmen? Das ist ja mal richtig daneben.
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Re: Homo-Ehe in Deutschland?

#1294617 von SunaKi10
12.09.2017, 18:57
Die Homoehe soll nun bitte ohne weitere Einmischung von Bayern, oder anderen Stellen über die Bühne kommen.
Es ist eine Sache der Selbstverständlichkeit das homosexuelle, Pan und Bi Sexuelle in einer Partnerschaft Heiraten dürfen.
Es ist eine riesige Schande das so eine offensichtliche Sache so aufgebauscht wird, und sogar Sätze fallen wie Es solle eine Gewissensentscheidung für alle sein. So bekommen wir die Legalisierung von Inzest nie.
Oder freiere Abtreibungsgesetze, oder einen Stop der Benachteiligung und Behinderung der Berufsgruppen im Sexualgewerbe, Adoptionsrecht für alternative Beziehungssysteme, oder ein besseres Adoptionsrecht allgemein.
All das ist dringend nötig, interessiert in der Politik aber kein Schwein.
Die Argumente dagegen sind erbärmlich.
Das Grundrecht beschreibt die Familie und die Ehe zwischen Mann und Frau sei unantastbar.
Aber am Status quo der Heteroehe dreht und wendet sich ja nichts. Man könnte sagen, wenn jeder jeden heiraten würde, würde die Besonderheit zunichte gemacht und Homoehen würden diese ins lächerliche Ziehen, aber das wäre massiv Menschenfeindlich und Diskriminierend. Was geht es die Heteroehe an, wenn es noch eine Homoehe gibt?
Andere Politiker meinen, der Spaß hätte Grenzen und man müsse nicht jeden Witz mitmachen, nur um politisch korrekt zu sein.
Das wurde mehr, oder weniger so gesagt. Und ist einfach beleidigend.
Gehen wir weiter. C Parteien haben C im Namen und einer der Nazis die so gerne Leserbriefe schreiben in meiner Tageszeitung war fest der Meinung, das wäre keine Diskriminierung da die Bibel das ja so regelt. Des weiteren verurteilte er die Politiker das sie von ihrem Recht auf freie Meinung gebrauch machten und für die Homoehe gestimmt haben. Weil eine C Partei doch bitte verpflichtet sein sollte die Ansichten der Bibel zu verteidigen. Toll, wenns danach ginge gäbe es keine Sklavenbefreiung, keine Demokratie, keine Gleichberechtigung, Rassentrennung, keine Religionsfreiheit und Menschen würden hingerichtet werden, wenn sie sich weigern Ungläubige zu töten.
Davon abgesehen das wir kein Götterstaat sind und mir die Leute hier öfters wie das Gegenstück zu extremen Islamisten vorkommen. Das Prinzip der Ehe existierte vor dem christlichen Glauben und Ehen und eheähnliche Beziehungen entstanden überall auf der Welt.
Die katholische Kirche hat kein Recht die Ehe als Konzept zu definieren und sich dahingegen zu beschweren. Gerade wegen ihres Scheidungsverbots und wegen anderer Religionen haben wir die Standesamtliche und die kirchliche Ehe. Die katholische Kirche hat das Recht ihre Ehe Hetero zu halten, die katholische hat nicht das Recht sich in die Politik einzumischen.
Wir sind ein Christlich geprägtes Land, aber kein Götterstaat. Das ist etwas was viele Leserbriefschreiber und Menschen allgemein nicht wissen, oder nicht akzeptieren.
Ein weiteres Argument in dem Leserbrief war, das die 80% die für die Homoehe waren nicht wirklich dafür waren, sondern nur wegen einer schwachen Formulierung abgestimmt haben.
Das ist ebenfalls falsch. Für viele Menschen ist die Ehe ein Konzept das die Partnerschaft zwischen zwei Menschen die sich lieben beschreibt.
Der selbe fand übrigens das es unangemessen wäre, wenn Homosexuelle Kinder adoptieren dürften. Steht ja so in der Bibel also ist es keine Diskriminierung. (exakt seine Worte)
Das Kindswohl ist wie immer völlig egal, ist es auch in Hinblick auf das Jugendamt.



Platurt hat geschrieben:aber da das Konzept der Ehe irgendwo nun mal eine religiöse Sache ist finde ich einfach, dass da keine Änderungen aufgezwungen werden sollten.

Da irrst du dich gewaltig.


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Kann man nicht mal die Forensoftwaren aktualisieren? Als Competetive Play Pokemon Forum ist es jetzt relativ gut besucht und es ätzt das man Zitate nicht sammeln kann und nicht mal zwischen einzelne Textstellen und dem ganzen Text unterscheiden kann, beim Zitieren.
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Re: Homo-Ehe in Deutschland?

#1294621 von AzumarillFTWrofl
12.09.2017, 20:16
@SunaKi10
Mich würde interessieren, weshalb du Inzest legalisieren würdest.
Und inwiefern möchtest du freiere Abtreibungsgesetze? Ich muss mir bei US-amerikanischen "Pro-Life"-Aktivisten auch immer das Lachen verkneifen, will also keinesfalls strengere Abtreibungsgesetze, aber freiere ehrlich gesagt auch nicht. Ich find die Abtreibungsgesetze in Deutschland ziemlich perfekt, zumindest was die Zugänglichkeit und Freiheit betrifft.
Und bei all dem wundert mich auch, weshalb du es als "dringend nötig" erachtest?

Das Grundrecht beschreibt die Familie und die Ehe zwischen Mann und Frau sei unantastbar.
Meinst du das Grundgesetz? Tatsächlich steht im Grundgesetz absolut nichts von "zwischen Mann und Frau". Das dichten sich Gleichberechtigungsgegner einfach immer dazu :D

Ich konnte auch immer nur kopfschütteln bei den teils sehr seltsamen Leserbriefen in unserer Zeitung.
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Re: Homo-Ehe in Deutschland?

#1294634 von SunaKi10
13.09.2017, 00:47
AzumarillFTWrofl hat geschrieben:@SunaKi10
Mich würde interessieren, weshalb du Inzest legalisieren würdest.

Ja, Grundgesetz, sorry hatte mich verschrieben, oder den Kopf wo anders.

Warum ich Inzest legalisieren möchte ist einfach.
Zuerst einmal muss man sich damit auseinandersetzen, warum die Leute Inzest als schädlich erachten.
Es kann zu Kindesmissbrauch führen. Allerdings ist sexueller Kontakt mit Minderjährigen und Sexueller Kontakt gegen den Willen des anderen auch illegal, also müsste man Geschlechtsverkehr generell abschaffen.
Dann gäbe es noch die eklig und unnatürlich Karte. Nun ja, das sind nicht wirklich bessere Argumente als bei Homosexuellen.
Wenn einem die Vorstellung anekelt muss man es ja nicht selbst machen. Außerdem, viele Menschen, fast alle haben eine Art natürliche Barriere die sie davon abhält Verwandte attraktiv zu finden. Lernt man sich aber erst kennen, weil man bis dato nicht zusammengelebt hat, oder hat diese Barriere nicht ist man gearscht.
Der letzte Grund gegen Inzest wäre die Fortpflanzung. Deshalb ist Inzest nicht generell verboten, sondern nur der Genitalverkehr und auch nur zwischen Mann und Frau. Wobei ich denke das diese sowieso verurteilt werden würden, selbst wenn sie nicht vor hätten, ein Kind zu bekommen.
Die Gefahr ist sicher da, aber das selbe gilt für Menschen mit Erbkrankheiten und Behinderungen. Ich selbst habe einen Genfehler, der sich vielleicht vererben lässt. Es wäre also doppelt gemoppelt wenn die einen Kinder zeugen können weil es sonnst diskriminierung wäre, die anderen aber nicht.

Inzest ist etwas was nicht jeder als angenehm betrachtet, aber nicht unmoralisch ist da kein Schaden entsteht.
Es ist wichtig das so etwas legal ist. Und es ist frustrierend für diejenigen die davon betroffen sind und damit habe ich Mitleid.

Was Abtreibungen angeht. Ich könnte vielleicht nicht up to Date sein, aber soweit ich weiß sind Abtreibungen Illegal, aber werden nicht gesetzlich geahndet, oder bestraft. Sie sind also irgendwie legal, aber unerwünscht, weshalb es eventuell auch schwer werden kann an einen Arzt zu kommen. Letzteres im Text ist nur Spekulation.
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