Biete Hilfe in den Schulfäche...

#1176787 von Tristan Jo
03.03.2015, 16:48
Hi,

da ich in meinem RL tatsächlich Gymnasiallehrer für Englisch und Musik (auch bilingual) bin, kann ich bei Problemen in diesen Fächern gerne weiter helfen, egal welche Jahrgangs- und Schulstufe.

Ich weiß, dass Musik jetzt nicht das klassische Nachhilfe Fach ist, allerdings kann es ja gerade in der Musiktheorie (besonders in der Oberstufe/Leistungskurs) schon manchmal ganz schön ans Eingemachte gehen (Harmonielehre, Tonsatz, Werksanalyse... ect.).

Falls ihr also Fragen habt, schreibt sie mir einfach hier rein (bitte keine PNs).
Zuletzt geändert von Tristan Jo am 29.07.2015, 12:23, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Biete Hilfe in den Schulf...

#1176817 von AzumarillFTWrofl
03.03.2015, 18:57
Ok, dann fange ich mal an. Es ist eine recht unwichtige Frage, aber ich gerate damit immer wieder in Konflikte :D

Wie viele Fälle hat die englische Sprache?

Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass alle vier deutsche Fälle auch im Englischen zu finden sind, aber stoße mit dieser Meinung immer auf Gegenwind - vor allem bei englischen Muttersprachlern, die behaupten, dass Englisch nicht so kranke Sachen hat wie Deutsch :D

Beim Nominativ ist es ja offensichtlich, dass es ihn geben muss.
Den Genitiv gibt es meines Erachtens auch (z.B. "My brother's book" = "Das Buch meines Bruders"). Das ist ja fast identisch mit dem Deutschen, nur dass wir keinen Apostroph benutzen.
Auch beim Dativ und Akkusativ würde ich sagen, dass es sie im Englischen gibt. Das Ding ist halt, dass sich am Wort nichts ändert. Aber das heißt ja nicht, dass Dativ und Akkusativ nicht existieren. Oder heißt es genau das?

Es gibt ja schließlich die Fragewörter "Who/what?", "whose?", "whom?" (für Akkusativ fällt mir keins ein xD vermutlich auch "who/what"). Diese Fragewörter deuten meiner Meinung nach darauf hin, dass es die Fälle geben muss.

Aber das ist jetzt vielleicht Definitionssache und da bitte ich einen Englischlehrer um Aufklärung :D

LG
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Re: Biete Hilfe in den Schulf...

#1176846 von Tristan Jo
03.03.2015, 20:29
Das ist eine echt interessante Frage und meines Erachtens ganz und gar nicht unwichtig. Denn streng genommen gibt es im Englischen nicht nur dieselben 4 Fälle wie im Deutschen, es gibt sogar einen Fall mehr.

Ich ziehe diesen 5. Fall einmal vor:

Der sogenannte vocative-case (cases = grammatikalische Fälle) wird nämlich im Deutschen nicht als eigener Fall definiert, im Englischen aber schon.

Kurzer Auszug aus dem Wikipedia-Artikel zum "Vokativ":

(...) Unter Vokativ (auch Anredefall oder Anredeform) versteht man gemeinhin eine spezielle Form eines Nomens (...), (das) gebraucht wird, um den Empfänger einer sprachlichen Äußerung direkt anzureden oder anzurufen. Der Vokativ wird manchmal nicht als Kasus (Fall) im grammatischen Sinne angesehen, weil er nicht als Satzglied fungiert, sondern als Anruf- und Anredeform des Nomens, die allerdings in manchen Sprachen oberflächlich wie ein Kasus aussehen kann. Eine solche kasusähnliche Vokativform gab es sehr wahrscheinlich im Ur-Indogermanischen, welche bis heute in einigen Nachfolgesprachen Europas (darunter auch Englisch) und des indoiranischen Sprachraums erhalten ist. (...)

Beispiele:

"Peter, you are late again!"
"Pal, i've got some news for you!"
"You guys over there, help me!"

Peter, Pal (= der Kumpel) und You guys over there (= Ihr da drüben) sind in diesem Fall der besagte vocative-case. Er wird definiert durch die Funktion eine bestimmte Person oder Gruppe direkt anzusprechen bzw. deren Aufmerksamkeit zu erhalten.

Alle anderen 4 Fälle, die wir im Deutschen kennen, gibt es im Englischen selbstverständlich auch. Das "Problem" ist, dass Englisch eine Sprache ist, die auch in ihrer praktischen Anwendung, gegenüber dem Deutschen, viel simpler gestrickt ist. Im Englischen ist es häufig schlichtweg egal, welche Funktion ein Nomen im Satzbau hat, da es sich rein von der praktischen Ausdrucksform nicht verändert. Theorie und Praxis gehen hier auseinander. Erst über die Theorie wird deutlich, dass bestimme Konstruktionen überhaupt nicht gleich sind. Und als Nicht-Muttersprachler, geht es meist nicht anders, als erstmal den theoretischen Weg zu beschreiten.

Und an diesem Punkt ist der Muttersprachler seiner eigenen Sprache gegenüber im Nachteil (klingt komisch, ist aber so), da er bestimmte Konstruktionen "einfach anwendet", ohne darüber nachdenken zu müssen. Das Gleiche passiert dir auch in deiner eigenen Muttersprache "Deutsch", wenn du mal genau drüber nachdenkst.

Die anderen 4 Fälle sind den deutschen im Grunde gleich und doch ist der Unterschied recht deutlich:

1st case: Nominativ case

"The dusty book is very old."
"Das staubige Buch ist sehr alt."

2nd case: Objective case (or Accusative case)

"Peter has got the dusty Book."
"Peter hat das staubige Buch."

3rd case: Dative case

"Peter is paying no attention to the dusty book."
"Peter schenkt dem staubigen Buch keine Beachtung."

4th case: Possessive case (or Genitive case)

"The dusty book's spine is unreadable."
"Der Buchrücken des staubigen Buches ist unlesbar."


Du siehst, dass sich the dusty book im Englischen nur in einem Fall verändert, nämlich im "Genitive case" (durch ein popeliges 's am Ende, und durch etwas syntaktische Trickserei kann ich selbst das verschwinden lassen: "The Spine of the dusty Book is unreadable".). Dagegen verändert sich das staubige Buch im Deutschen in fast allen Fällen, und dazu noch viel deutlicher als im Englischen (allein durch die im Deutschen viel komplizierter anzuwendenden bestimmten Artikel der, die und das, anstatt dem Englischen the).

Long story short: Im Englischen gibt es theoretisch, genau wie im Deutschen, die 4 Fälle Nominativ, Akkusativ, Dativ und Genitiv. Dazu gibt es sogar noch einen 5.Fall, nämlich den Vokativ. In der Praxis fällt dies jedoch im Englischen kaum auf.

Ich hoffe, das hilft dir weiter :)
Zuletzt geändert von Tristan Jo am 06.03.2015, 13:36, insgesamt 6-mal geändert.
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Re: Biete Hilfe in den Schulf...

#1176859 von FirstGlumanda
03.03.2015, 20:54
Ich hätte da auch zwei einfache Fragen, die mir schon länger im Kopf herumschwirren und auf die ich keine Antwort gefunden habe.

1. Gibt es eine Genaue Übersetzung des Satzes "Darstellung ist eine Form der Kommunikation."? Für Darstellung kenne ich nur Worte wie expression oder (re)presentation, aber nichts davon finde ich passt wirklich...

2. Wann sagt man "It is I" und wann "It is me"? Meine Mittschüler und Eltern bestehen darauf, dass ersteres falsch ist, allerdings habe ich die I-Version schon zu oft gelesen, als dass ich sie als Rechtschreibfehler abtuen könnte. Ist das umgangssprachlich oder sowas wie "einzigste" im Deutschen, das eigentlich falsch ist, aber trotzdem fast jeder benutzt? Wie das immer so ist weiß das Intenet darauf 10 verschiedene Antworten...
MfG, FirstGlumanda.
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Re: Biete Hilfe in den Schulf...

#1176868 von Tristan Jo
03.03.2015, 21:04
1. "Illustration is a form of communication"?

Trifft es das? Ist wirklich nicht leicht, da es hier auf deine Definition von "Darstellung" ankommt.

2. Es ist beides ohne Einschränkung korrekt. "I" ist in diesem Zusammenhang eine etwas antiquiertere Möglichkeit als "me", aber dennoch völlig richtig. Es gibt im Englischen die Phrase "Me, myself and I..." (Kaum adäquat zu übersetzen. Sowas wie: Ich, Meine Wenigkeit und Meinereiner), die im Prinzip 3 mal hintereinander das "Ich" ausdrückt, um z.B. eine besonders egozentrische Position auszudrücken.

Fun Fact:

Me, Myself and I ist in der originalen Fassung von "Harry Potter and the Goblet of Fire" ("...und der Feuerkelch") der Name der umstrittenen Klatsch-Kollumne von Rita Skeeter ("Rita Kimmkorn" in der deutschen Übersetzung) im "Daily Prophet" ("Tagespropheten").
Zuletzt geändert von Tristan Jo am 03.03.2015, 21:20, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Biete Hilfe in den Schulf...

#1176872 von Green_Lizard
03.03.2015, 21:14
Hehe würde ja gerne Fragen ob du mir jetzt meinen Vortrag in Englisch über "Protect the Rainforest" schreibst:'D aber nein damit bin ich ja gerade fertig geworden. ^^
Find ich cool, dass du sowas anbietest.:)
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Re: Biete Hilfe in den Schulf...

#1176874 von Tristan Jo
03.03.2015, 21:18
Jemandem die Hausaufgaben zu machen widerspricht massiv den Grundwerten meines Berufzweigs ;). Allerdings könnte ich ja mal drüberlesen und "my 2 cents" dazugeben, wenn du willst...

...aber nicht mehr heute. Auch ich muss morgen früh in die Schule :D .
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Re: Biete Hilfe in den Schulf...

#1176892 von Green_Lizard
03.03.2015, 22:10
Haha war ja auch nicht ernst gemeint. :D Das weiß ich doch. ;)

Nein nein ich möchte meinen Englisch Lehrer mit meinem perfekten grammatikalischem Englisch überraschen :'D ( und ich bin zu faul ein Foto zu schießen )

LG G_L
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Re: Biete Hilfe in den Schulf...

#1177044 von FirstGlumanda
04.03.2015, 19:06
Vielen Dank für die Antwort, heißt das, ich kann die "I" Form auch in Arbeiten benutzen, ohne Abzüge zu riskieren?
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Re: Biete Hilfe in den Schulf...

#1177090 von Tristan Jo
04.03.2015, 20:52
Bei mir würdest du keinen Abzug bekommen. Ich wüsste nicht, warum das ein Kollege anders bewerten sollte. Es ist im englischen Sprach- und Schriftgebrauch absolut üblich.

Nur, dass wir uns nicht falsch verstehen. "Me" und "I" sind natürlich nicht in jedem Fall gegeneinander austauschbar. Aber in dem von dir geschilderten Zusammenhang definitiv.

Im Zweifelsfall einfach vorher mal im Unterricht (oder danach) nachfrage. Die meisten Lehrer, die ich kenne, beissen nicht ;)
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Re: Biete Hilfe in den Schulf...

#1177286 von eidos
06.03.2015, 00:47
wenn man über irreguläre verben nachdenkt, kommt man zum schluss, dass diese nicht echt zufällig sind, sondern bei denen auch irgendwelche grundstrukturen (eine variation der regulären strukturen?) vorhanden sein müssten. dadurch müssten sich eigentlich rückschlüsse auf die engliche sprache (und vielleicht noch viel fundamentalere strukturen?) ziehen lassen.

was kann man von den irregulären verben lernen?
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Re: Biete Hilfe in den Schulf...

#1177333 von Tristan Jo
06.03.2015, 13:15
Das ist wohl eher ein Thema für die Uni und weniger für die Schule. Dafür war der Thread nicht gedacht, daher nur ganz kurz:

Das ist definitiv so! Irregulariesierung von Verben geht bis auf die Wurzeln der indogermanischen Sprache zurück. Ich muss gestehen, dass ich hier schnell an meine wissenschaftliche Grenze stoße, da dieser Bereich vor allem die indogermanische Sprachforschung betrifft. Ich hatte darüber mal ein schnarchlangweiliges Seminar, irgendwann am Anfang meines Studiums. Da es für die Schule so gut wie irrelevant ist, kann ich aus dem Stehgreif nicht viel darüber sagen. Über das meiste wird in der Sprachforschung viel gestritten, nichts scheint als 100%ig sicher zu gelten:

Irreguläre Verben gab es mit ziemlicher Sicherheit lange vor den regulären Verben. Irregularität tritt bei den sogenannten starken Verben (fast) immer auf, also bei Verben, die (vereinfacht gesagt) am ältesten sind und historisch am längsten benutzt werden. Man könnte also daraus ableiten, wann ein Wort in der Sprachgeschichte ungefähr entstanden sein muss.

Falls dich das Thema tiefergehend interessiert, habe ich von einer Kollegin gerade diesen Literatur-Tipp bekommen:

"Prinzipien der Irregularisierung: Eine kontrastive Analyse von zehn Verben" von Damaris Nübling
(In dem Buch werden 10 Verben auf knapp 400 Seiten bis auf die Doppelhelix seziert. Sie sagt, dass es das wohl als Ebook gibt, aber sauteuer sei.)

Das bezieht sich zwar vor allem auf die germanische Sprachentwicklung, ist ihrer Aussage nach aber in weiten Teilen auf jede Sprache indogermanischen Ursprungs als Grundlage anwendbar.
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Re: Biete Hilfe in den Schulf...

#1177721 von Shido
08.03.2015, 02:19
Nach zahlreichen Fragen über Englisch will ich hier mal eine musikalische Frage stellen:

Und zwar geht es darum, dass ich gerne Klavier spielen lernen würde, allerdings den Musikunterricht in der Schule total verpennt habe, weder Noten lesen kann, noch irgendwo Erfahrung mit Musikinstrumenten gemacht habe. Zusätzlich dazu kommt, dass ich Student bin und somit also weder das Geld für Musikunterricht noch für ein richtiges Klavier habe. Das heißt, das lernen würde wohl wahrscheinlich darauf hinauslaufen, dass ich mir ein billiges Keyboard zulege und mir das selber irgendwie beibringe. Mir ist klar, dass ein Keyboard etwas anderes ist als ein Klavier, aber finanziell geht da einfach nicht mehr :D
Denkst du das könnte hinhauen? Gibt es irgendwelche Tipps die du mir dabei noch geben könntest?
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Re: Biete Hilfe in den Schulf...

#1177723 von Tristan Jo
08.03.2015, 03:07
Hi. Das ist aus vielen Gründen ein sehr schwieriges Unterfangen, nicht hoffnungslos, aber sehr schwierig.

Dass du die Musiktheorie in der Schule nicht mehr auf dem Schirm hast ist das kleinste Problem. Das kann man schnell (wieder) drauf bekommen.

Nun leider die größeren Probleme...

Punkt 1:
Zunächst einmal sinkt die Erfolgsquote beim Erlernen von Musikinstrumenten mit zunehmenden Anfangsalter nach der Pubertät immer stärker ab. Dies erstreckt sich sowohl auf physisch beeinflusste Faktoren, z.B. das Trainieren der Fingerfertigkeit, Gelenke und Muskeln (in jungen Jahren besonders wichtig, später niemals gleichwertig einholbar) oder Verschlechterung des Gehörs (das Gehör wird zu jedem Zeitpunkt unseres Lebens immer schlechter), als auch auf psychische Faltoren (geringere Konzentrationsfähigkeit, viel mehr Drumherum im Leben), sowie die direkte Entwicklung einer eigenen Musikästhetik über einen langen Zeitraum. Da du ja schreibst, dass du Stundent bist, gehörst du warscheinlich zur Altersgruppe der 20 - 30 jährigen. Das ist extrem spät für das Erlernen des ersten Instruments.

Punkt 2:
Keyboard und Klavier sind zwei sehr unterschiedliche Instrumente. Für den Laien mag das nicht offensichtlich sein (hat ja beides schwarze und weiße Tasten), aber glaub mir bitte, wenn ich dir sage, dass dem nicht so ist. Nicht umsonst gibt es sowohl Klavieruntterricht als auch Keyboardunterricht. Wenn du Klavier spielen willst, besorg dir ein Klavier!

Tipps:

In vielen Großstädten mit einer Musikhochschule gibt es viele Musikstudenten, die günstigen, aber dennoch qualifizierten Insrumentalunterricht, anbieten (einfach mal am Schwarzen Brett nachsehen oder im Fachberich direkt nachfragen). Es muss nicht immer gleich die Musikschule oder der Diplompädagoge sein. Bedenke aber, das auch Studenten nichts umsonst machen und Instrumentalunterricht eine sehr hochwertige Dienstleistung ist (hinter der viele Jahre teurer Ausbildung und noch mehr Übung steckt). Für unter 50€/Monat wirst du höchstwahrscheinlich nichts finden.

Viele Instrumente muss man nicht unbedingt gleich kaufen. Vieles kann man (gegen eine monatliche Gebühr) mieten. Einfach mal im nächsten Musikgeschäft/beim nächsten Instrumentalbauern erkundigen. Auch ein digitales Piano (ein sog. Clavinova) kann eine Möglichkeit sein, die u.U. etwas günstiger ist, als ein "echtes" Klavier. Das ist nicht zu verwechseln mit einem Keyboard. Es hat einen authentischen Klang, immitiert die Hammermechanik hinter den Tasten und gibt akkurat die Benutzung der 3 Pedale wider.

Zusammengefasst solltest du dir folgendes klar machen:

Willst du wirklich Klavier spielen lernen?
Kannst du jeden Tag (!) üben oder zumindest 4-5x/Woche?
Möchtest du Zeit und Geld investieren, wenn du später merkst, dass du es doch nicht wirklich willst?
Ist dir klar, das es Monate und sogar Jahre dauern kann, bis deine Bemühungen den gewünschten Erfolg zeigen?

Das ganze ließt sich jetzt sicherlich, als würde ich dir die Sache ausreden wollen. Aber eigentlich will ich dir nur klar machen, dass man ein Musikinstrument nicht mal so eben nebenbei erlernt und (verzeihe mir) schon gar nicht im fortgeschrittenen Alter. Dafür gibt es kaum ein schöneres Hobby auf dieser Welt, wenn man durchhält :)
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Re: Biete Hilfe in den Schulf...

#1177735 von Shido
08.03.2015, 05:13
Soetwas in der Art habe ich leider schon befürchtet. Es ist einfach eine Fähigkeit die ich gerne gehabt hätte, und ich hatte gehofft, dass man das "nebenbei" über die Jahre vielleicht einigermaßen hinbekommt, dass man zumindest die einfachsten Stücke spielen kann. Mir war bewusst, dass viel Trainingszeit nötig ist, aber dass es so viel ist hätte ich nicht gedacht.

Wenn wir schon dabei sind: Was ist denn neben dem Klang und den Pedalen der Unterschied zwischen Klavier und Keyboard? Liegt es nur daran, dass ein Klavier den Ton mechanisch wiedergibt, und dadurch Härt und Aufschlag auf den Tasten anders ist als beim Keyboard, wo die Töne elektronisch simuliert werden?

Aufjedenfall vielen Dank für deine realistische Einschätzung :)
Du hast es tatsächlich geschafft, dass ich mich mit 21 Jahren alt fühle :D
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Re: Biete Hilfe in den Schulf...

#1177774 von Tristan Jo
08.03.2015, 10:51
Ja, es liegt an dem Unterschied von mechanischer und elektronischer Tonerzeugung. Ich würde aber das "nur" wegnehmen, denn das macht ein paar gewaltige Unterschiede:

Beim Klavier muss man jede Nuance durch die Benutzung von 10 Fingern, den Füßen und des Denkapperates mechanisch erzeugen. Keine "Hilfsmittel": Was klingen soll muss man komplett alleine und direkt erzeugen. An dem Ton, der erklingt, kann man als Pianist jedoch akkut wenig verändern (ein von mir sehr geschätzter Komponist sagte mal: "Ich mag das Klavier nicht besonders. Es kann nicht singen." Das trifft es sehr gut, wie ich finde.)

Das ist beim Keyboard nicht so, dafür hat man eine Fülle an elektronischen "Hilfsmitteln" durch deren Benutzung man den Klang auf einzigartige Weise beeinflussen kann. Beim Keyboard ist die Schwierigkeit eher die mechanische Koordination dieser ganzen "Hilfsmittel": Rhytmusschema, Klangfarbe, Samples, Effekte, Loops....

Und nochmal zur Hammermechanik:
Wenn du mal die Gelegenheit hast und zusammen mit einem echten Klavier und einem Keyboard in einem Raum bist, drück doch mal ganz langsam und bewusst eine Taste an den beiden Instrumenten runter (egal welche). Du wirst merken wie absolut unterschiedliche sich das anfühlt. Die Klaviertaste wird ab einem Punkt eine Art "wupps" machen (wie manche Autokupplungen) und du spührst die gesammte Hammermechanik durch den Finger. Die Keyboardtaste wird ganz gleichmäßig von oben bis unten durchgleiten.
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Re: Biete Hilfe in den Schulf...

#1177805 von Her0
08.03.2015, 12:49
Brauche Hilfe bei meiner Musikhausaufgabe

Wir machen gerade die Intervalle und haben ein Arbeitsblatt dazu bekommen.
Läuft bis jetzt ganz gut.
Nur soll ich jetzt von c 1 aus eine prime aufeinander schreiben.
Wie soll man bitte 2 c1 aufeinander schreiben???

MfG
Meloetta Girl123
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Re: Biete Hilfe in den Schulf...

#1177832 von Tristan Jo
08.03.2015, 15:47
Wenn es sich um eine reine Prime handelt (also 2x der exakt gleiche Ton), dann einfach dicht nebeneinander notieren.

So:

http://i61.tinypic.com/2d27kht_th.jpg
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Re: Biete Hilfe in den Schulf...

#1178889 von Her0
08.03.2015, 16:42
Danke :)
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Re: Biete Hilfe in den Schulf...

#1181426 von Furanty
20.03.2015, 10:10
AzumarillFTWrofl hat geschrieben:Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass alle vier deutsche Fälle auch im Englischen zu finden sind, aber stoße mit dieser Meinung immer auf Gegenwind - vor allem bei englischen Muttersprachlern, die behaupten, dass Englisch nicht so kranke Sachen hat wie Deutsch :D

Beim Nominativ ist es ja offensichtlich, dass es ihn geben muss.
Den Genitiv gibt es meines Erachtens auch (z.B. "My brother's book" = "Das Buch meines Bruders"). Das ist ja fast identisch mit dem Deutschen, nur dass wir keinen Apostroph benutzen.
Auch beim Dativ und Akkusativ würde ich sagen, dass es sie im Englischen gibt. Das Ding ist halt, dass sich am Wort nichts ändert. Aber das heißt ja nicht, dass Dativ und Akkusativ nicht existieren. Oder heißt es genau das?

Es gibt ja schließlich die Fragewörter "Who/what?", "whose?", "whom?" (für Akkusativ fällt mir keins ein xD vermutlich auch "who/what"). Diese Fragewörter deuten meiner Meinung nach darauf hin, dass es die Fälle geben muss.

Ohne hier Tristan Jos Kompetenz anzweifeln zu wollen, möchte ich hier noch einen Blick aus der allgemeinen Linguistik darauf geben. Die Sprachwissenschaft ist von verschiedenen Traditionen geprägt, weshalb unterschiedliche Sprachwissenschaftler ein und dasselbe anders bezeichnen oder gar anders sehen. So gibt es Wissenschaftler, für die "der, mein, welches, ..." alles Artikel sind, denn sie begleiten ein Substantiv schließlich. Das ist allerdings nicht das gängige Bild, das man in der Schule erhält.
Bei Kasus ist es nun so, dass wir gern mit unserer deutschen Erfahrung auf andere Sprachen schauen. Natürlich kannst du alles was du auf Deutsch ausdrücken kannst auch irgendwie inhaltlich im Englischen ausdrücken. Daraus lässt sich aber nicht gleich schließen, dass Englisch die gleichen Kasus hat wie das Deutsche (auch wenn man davon ausgehen kann, wie es Tristan Jo ja bereits getan hat). Der Begriff Kasus muss irgendwie definiert werden und ich ziehe hier die allgemein bekannte Definition des morphologischen Kasus vor.
Kurz zum Begriff Morphologie: Wörter bestehen aus verschiedenen Morphemen, das können sowohl inhaltliche Morpheme sein als auch grammatikalische. Am Beispiel des Wortes "Fische" haben wir das Morphem {Fisch-}, das ganz klar den Inhalt gibt und dann das Morphem {-e}, das hier zum Beispiel den Plural markiert.
Von morphologischen Kasus sprechen wir also, wenn wir ein Wort durch Flexion verändern. Das ist im Deutschen nicht immer der Fall, sondern abhängig vom Genus des Wortes. Was im Deutschen aber dazu kommt, ist, dass der Artikel ebenfalls nach Kasus flektiert wird, so dass wir die Kasus doch sehr genau unterscheiden können.
Im Englischen erkennen wir sowas aber nur sehr begrenzt. Wir finden dort schnell einen nominative case und einen genitive case. Zusätzich finden wir bei den Personalpronomen noch einen oblique case (me, him, ...), der quasi Akkusativ und Dativ vereint. Wenn wir uns die indogermanischen Sprachen anschauen, dann sehen wir oft, dass Pronomen noch Spuren von Kasus aufweisen, selbst wenn die Sprache an sich keine Kasus mehr hat (z.B. ist dies auch im Spanischen der Fall). Pronomen sind oft besonders konservativ weshalb sich dort Formen älterer Sprachvarianten länger halten. Denn Englisch als germanische Sprache war damals sehr viel kasusreicher als es heute ist. Es gab damals sogar Genera im Englischen.

Wie gesagt, dass ist nur eine andere Sichtweise. Sprachwissenschaft ist sehr vielfältig und man findet nicht immer nur eine Antwort auf eine Frage.
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Re: Biete Hilfe in den Schulf...

#1181648 von Tristan Jo
21.03.2015, 12:15
Hey, danke für diese zweite Sichtweise. Wie gesagt, ist dieser Bereich nicht gerade mein Steckenpferd, daher finde ich es toll, hier nocheinmal einen detaillierteren Einblick in die Alternativ(en) zu bekommen.

Als Lehrer steht man leider häufig vor dem Problem zwischen Verständlichkeit, Zeitmanagement und Fachtiefe zu jonglieren. Es gibt so viele Themen, die in der Schule nur extrem oberflächlich angerissen werden können/sollen (in Musik wird beispielsweise so gut wie kein Teilbereich vertieft, wozu auch? Kein 16 jähriger ohne musikalische Ambitionen hat etwas von Harmonie-, Instrumentationslehre oder "echter" musikwissenschaftlicher Arbeit).

Der Fokus liegt bei Sprache in der Schule eben vor allem auf der praktischen Sprachkompetenz. Sprachwissenschaftliche Forschung ist dort fehl am Platz, und wenn sie noch so spannend und interessant ist. Dementsprechend hatte ich meine Antwort ausgerichtet (und so werd ichs auch weiterhin tun ;) )
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Re: Biete Hilfe in den Schulf...

#1196275 von Her0
06.06.2015, 13:40
Wenn das noch aktuell ist,
was heißt das hier auf English?

Das nationale Fußball Museum in Manchester beherbergt Pokale und Medallien der 2 weltberühmten Mannschaften,Manchester United und Manchester City,von Manchester.
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Re: Biete Hilfe in den Schulf...

#1196437 von FirstGlumanda
07.06.2015, 14:57
Ich bin kein Englisch-Lehrer, aber wie wäre es hiermit?
The national museum of football/soccer in Manchester shows cups and medals of the two world-famous teams Manchester United and Manchester City.
Soccer wenn ihr gerade Amerika als Thema habt, Football macht sich aber meist besser. Statt "shows" kannst Du auch "exhibits" verwenden.

Der Satz an sich lässt sich imo nicht direkt ins Englische übersetzen (was soll das "von Manchester" am Ende?) und ich würde eher so etwas nehmen:
You can find cups and medals won by Manchester United and Manchester City, two world-famous soccer/football teams, at the national museum of football/soccer(, wich is in Manchester).
Den eingeklammerten Teil würde ich eventuell weglassen.
Bevor Du das so verwendest würde ich aber lieber noch mal eine andere Meinung abwarten. :tja:
MfG, FirstGlumanda.
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Re: Biete Hilfe in den Schulf...

#1196482 von Tristan Jo
07.06.2015, 18:03
FirstGlumanda hat geschrieben:Ich bin kein Englisch-Lehrer, aber wie wäre es hiermit?
The national museum of football/soccer in Manchester shows cups and medals of the two world-famous teams Manchester United and Manchester City.
Soccer wenn ihr gerade Amerika als Thema habt, Football macht sich aber meist besser. Statt "shows" kannst Du auch "exhibits" verwenden.

Der Satz an sich lässt sich imo nicht direkt ins Englische übersetzen (was soll das "von Manchester" am Ende?) und ich würde eher so etwas nehmen:
You can find cups and medals won by Manchester United and Manchester City, two world-famous soccer/football teams, at the national museum of football/soccer(, wich is in Manchester).
Den eingeklammerten Teil würde ich eventuell weglassen.
Bevor Du das so verwendest würde ich aber lieber noch mal eine andere Meinung abwarten. :tja:
MfG, FirstGlumanda.


Dem ist fast nichts hinzuzufügen, ausser, dass der offizielle und damit einzig richtige Name des Museums "National Football Museum" (Eigennamen immer groß geschrieben!) ist. Statt "shows" bitte in jedem Fall "exhibits" verwenden. "shows" ist sehr unschön, wenn es um eine Ausstellung geht. "which is in Manchester" würde jeder Engländer zwar verstehen, schöner ist aber z.B. "(which is) located in".

Meine persönlich bevorzugten Übersetzungen wäre also:

The National Football Museum located in Manchester exhibits cups/trophies and medals won by the two world-famous football clubs Manchester United and Manchester City.

oder

You can find cups/trophies and medals, won by the two world-famous football clubs of Manchester United and Manchester City, at the National Football Museum located in Manchester.
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Re: Biete Hilfe in den Schulf...

#1223145 von MsSunshine
10.11.2015, 02:05
Hey!
Ich bin zwar nicht mehr in der Schule, aber wollte fragen, ob du mir trotzdem bei einer Übersetzung helfen kannst?
Das Problem ist ein einzelnes Word, für das ich keine gute Übersetzung finde:

The mirror-neuron-system matches action observation and action production, and facilitates a "common coding" for perception and action.

Das, was mir ziemliche Schwierigkeiten bringt, ist das Wort "coding". Wie übersetzte ich dieses Wort am besten, sodass es auch von der Bedeutung her am besten passt? Kannst du mir da vielleicht weiterhelfen?
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Re: Biete Hilfe in den Schulf...

#1223154 von Tristan Jo
10.11.2015, 07:49
Das Problem mit Fachtextübersetzung ist immer das gleiche: Für einen Nicht-Fachkundigen ergibt sich nur schwer ein Kontext mit dem man sinnvolle Übersetzungen erhält (vor allem da bestimmtes Fachvokabular selten in einem normalen Wörterbuch zu finden ist; kenne ich von "Musik"). Daher kurz 2 Fragen. Ist die Übersetzung nur für dich zum Verständnis oder brauchst du sie als verbindliche Grundlage für weitere wiss. Arbeiten? Für den 2. Fall hätte ich die Möglichkeit einen Muttersprachler aus dem psychologischen Bereich zu fragen (fachlich scheint mir das da hinzupassen).

Für den 1. Fall könnte ich etwas ins Blaue übersetzen... für mich klingt das, als ob es hier darum geht Verhaltensmuster schematisch einzuordnen. Also "common coding" im Sinne von "allgemein anwendbarer Schlüssel zur Bewertung von Zusammenhängen von Auffassungs- und Handlungsvorgang".

Vielleicht hilft dir das ja schon. Falls nicht, könnte ich da wie gesagt evtl. auch nochmal einen Fachmann fragen.

P.s. Hätte nicht gedacht, dass in dem Thread so harte Nüsse auf mich zukommen ;). Und nun wieder 5. Klasse mit " He, she, it... das 's' muss mit!" :D
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Re: Biete Hilfe in den Schulf...

#1223215 von MsSunshine
10.11.2015, 16:16
Ja, das weiß ich^^ Aber in diesem Fall handelt es sich nicht um ein spezifisches Fachwort, sonst hätte ich es im Google gefunden (ich weiß mittlerweile, wie ich Fachwörter übersetzen kann :D)
Es trifft 2. zu, ich brauche das für eine Seminararbeit.

Ich hatte heute aber zufällig Glück auf einen Professor zu treffen (den ich mal hatte), der sowohl vom Fach ist (es geht hier nicht nur um Psychologie, also psychologische Vorgänge, sondern um philosophische Psychologie) und zum anderen sehr gut Englisch kann.
Den habe ich gerade gefragt und er hat mir das kurz erklärt.

Noch kurz als Erklärung (ich will dich nicht mit einem Fragezeichen stehen lassen :D):
Hier geht es um eine geteilte Aufmerksamkeit (shared attention) und darum, dass das Spiegelneuronen System dafür die Basis bietet. Das Spiegelneuronen System stimmt Handlungsbeobachtungen und Handlungserzeugungen aufeinander ab und erleichtert im Gehirn eine gemeinsame Kodierung von Wahrnehmung und Handlung. --> Ich wusste nicht, dass man in der Psychologie auch von Kodierungen im Gehirn spricht, das war meine Schwierigkeit. Und hier hast du recht damit, dass das wirklich ein fachliches Problem war.

(und jetzt, wo ich dir antworte, wird mir klar, welche Zusatzerklärung gefehlt hat, damit du den Zusammenhang besser verstehst - es war aber doch schon recht früh, nach einem langen arbeitsintensiven Abend^^)

Vielen Dank für deine Hilfe! :)
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Re: Biete Hilfe in den Schulf...

#1223224 von Tristan Jo
10.11.2015, 16:44
Ah, ja. Dann bin ich ja froh :D. Alles Gute für die Seminararbeit.
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Re: Biete Hilfe in den Schulf...

#1269382 von Tristan Jo
28.09.2016, 20:51
Ich habe mich dazu entschlossen, hier leider dicht zu machen. Das Ganze war einst als Hilfe für Schüler/innen gedacht und die Fragen gehen doch eher in Richtung Uni. Falls ihr dort in Zukunft Interesse an meiner Meinung/Hilfe haben, dann dürft ihr mir gerne eine PN schreiben. Aber ein eigenes Thema lohnt sich nicht mehr. Daher ist hier ab sofort closed.
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