Schreibe eigene Geschichten über Pokémon und deine Lieblings-Charaktere.

Spriter's Paradise: Im Bann de...

#728565 von N-Friend
22.10.2010, 01:37
Huhu ^_^

Es war eine schwere Entscheidung, ob ich eine neue, längere FF schreibe, oder ob ich es lieber sein lasse. Da ich allerdings bei dieser Geschichte Perspektive auf das weiterschreiben sehe veröffentliche ich sie mal.

Es handelt sich um eine Geschichte der Reihe "Spriter's Paradise". - Reihe? Möchtest du etwa noch mehr Geschichten dieser Art schreiben, NF? - Nein, ich belasse es erst einmal beim Schreiben dieser FF, aber... ihr könnt doch eine Geschichte dieser Art schreiben! Ich kann euch prophezeien, dass in naher Zukunft von einem anderen User ebenfalls eine Geschichte dieser Reihe auftaucht. Also, schreib du doch auch eine. ;D
Diese "Reihe" wird sich nicht um die Menschenwelt drehen, auch die Pokemonwelt wird außen vorgelassen. Es wird in der Welt der Sprites, dem Spriter's Paradise spielen. In dieser Welt gibt es keine oder wenn nur wenige reale Pokemon und auch Menschen sollen nicht im Zentrum stehen - Die Protagonisten der Story sind die Stars unserer pokefans FanArt Galerie!

Und damit ich mich nicht zu lang mit dem Vorwort befasse kommt nun die Geschichte.


N-Friend presents: Im Bann der Gefühle




Prolog: Eine Zeichnung


Das Zimmer war nur leicht beleuchtet. Ein kleiner, trüber Lichtstrahl wanderte von einer schweren, aus Messing legierten Tischlampe auf einen linierten, noch selten benutzten Collageblock. Auf einem Stuhl vor dem Schreibtisch saß ein 15-jähriges Mädchen, das auf den Namen Milena hörte.

Das Mädchen hielt einen Bleistift in ihrer rechten Hand und beugte sich weit über ein Blatt Papier. Mit ihrem Stift hatte sie bereits einige Striche und Formen gezeichnet. Ihre Zeichnung sah bis zu diesem Zeitpunkt aus wie ein Krokodils Kopf, der auf einem eher kleinen Körper zu sein schien. Neben ihrem Collageblock auf dem Tisch befanden sich zahlreiche Fotos von Pokémon, wie man sie in dieser Welt direkt vor der Haustür machen konnte. Zahlreiche Bilder lagen auf einem Haufen, aber die Portraits von 5 kleineren Pokémon lagen in geordneter Reihenfolge klar sichtbar auf dem Tisch.
Milena war sehr in ihre Arbeit vertieft, es schien so als würde sie nicht zum ersten Mal so eine Zeichnung machen. Mit einem Radiergummi verbesserte sie immer Konturen, mit einem Taschentuch verwischte sie die Bleistiftzeichnung, um Licht-Schatten Effekte zu erzeugen und mit einem Lineal zog sie sanfte Linien. Es war wie das Werk eines Profis, was sich nach langer Arbeit auch bezahlt machte. Der Kopf hatte drei Zacken, die haargenau so aussahen wie der Schirm eines Tyracroc. Auch die Schnauze von Bojelin schien in der Zeichnung enthalten zu sein. Der kleine Körper von Tragosso wurde nachgezeichnet und mit dem typischen Muster von Bojelin versehen. Die Hände glichen denen eines Schiggy und der Schweif war zweigeteilt und kam anscheinend aus der Inspiration eines Bamelin. Es sollte letztendlich also ein kleiner Alligator, der auf zwei Beinen stand, darestellen. Als Milena endlich fertig war regte sie sich und schnaufte tief durch. Zeichnen machte ihr zwar sichtlich Spaß, strengte sie aber ebenso sehr an. Sie ging mit ihren Händen leicht durch ihre blond-braunen, im Licht der Lampe sogar goldschimmernden Haare und kräuselte ein paar Locken. Ein letztes Mal nahm sie den Bleistift in die Hand und verewigte ihren Namen in die rechte untere Ecke. Grade als sie aufstehen wollte hielt sie inne und schaute sich ihr Werk noch einmal an, ehe sie merkte, dass der Titel des Bildes fehlte. Schnell schrieb sie direkt unter die Zeichnung die Worte „Lil Bojelin“.

Plötzlich passierte etwas Unvorhersehbares. Grade als sie den Stift vom „i-Punkt“ absetzte kam ein grelles Licht förmlich aus dem Blatt. Ein kühler Windzug durchflutete das Zimmer, obwohl die Fenster alle verschlossen waren. Die Zeichnung schien extrem davon betroffen zu sein, denn sie bewegte sich sehr schnell in Wellenbewegungen auf und ab. Das grelle Licht schien sich nun auf die Konturen zu konzentrieren. Diese schimmerten golden und schienen sich förmlich selbstständig zu machen. In Milenas Gesicht waren Schrecken und Angst zu lesen. Sie wusste nicht wie ihr geschah, Ereignisse überschlugen sich förmlich und sie fühlte sich wie in einem schlechten Traum. Die Konturen hatten sich bereits aus dem Blatt Papier gelöst als sich um das Mädchen alles drehte. Sie sah nur noch Lichtblitze, Farbenkleckse und die Konturen, die sich bereits in ihre Augen gebrannt hatten. Ihr wurde schlecht und sie sackte in sich zusammen.


Kapitel 1: Böses Erwachen


Ein leises Rauschen ging durch Milenas Kopf. Eine kühle Brise zog durch ihre Haare und ein leichter Schauer ging ihr über den Rücken. Ihr Körper fühlte sich schwer an, ihr Kopf hingegen schmerzte. Mit schweren Herzen versuchte sie sich zu erheben und erschrak. Sie lag bis vor kurzem auf einem staubigen Stück Erde inmitten eines dichten Waldes, der nur vereinzelte Sonnenstrahlen durchließ. Verfärbtes Laub lag haufenweise auf dem Boden. Der Wind zischte durch die Baumkronen und die Temperatur war trotz der Sonneneinstrahlung bloß mild. Es glich einem schönen Herbsttag.
Milena kam dies alles sehr fremd vor. Sie wusste nicht wo sie war und dachte zuerst an einen Traum. Bis vor kurzem lag sie noch auf ihrer Liege auf der Terrasse und genoss den Sommertag, die Kälte war ein totaler Umschwung für sie. Dennoch fühlte sich alles sehr echt an, der Wind, die Sonnenstrahlungen und die Kratzer an ihren Armen, die der Boden anscheinend verursacht hatte.

Verwundert schaute sie sich um und nahm nur einen Baum nach dem Nächsten wahr. Vereinzelte Büsche rundeten das Gesamtbild nur minder ab. Nach einiger Zeit der Unwissenheit hörte sie ein immer intensiver werdendes Summen. Mit Herzklopfen schaute Milena sich um. Sie erkannte die Ursache für dieses Geräusch erst, als es direkt vor ihr war.
Eine überdimensional große Mücke landete auf zwei Beinen direkt vor ihr. Zwei große, orangene Augen schienen direkt in die ihre zu gucken. Volles, ebenfalls orangenes Haar lag auf dem Rücken, während der Rüssel einer langen, spitzen Spritze glich. Das Wesen hatte zudem noch riesige Klauen, die einer Mücke eher untypisch sind.

Milena hatte so ein Wesen noch nie zuvor in ihrem Leben gesehen, es war kein ihr bekanntes Pokémon.

„Was… bist du?“, stammelte sie hervor.

Das Wesen antwortete nicht und schnellte plötzlich zu ihr vor. Das Mädchen konnte sich noch im letzten Moment ducken, sodass die Mücke nur über ihr hinweg schwebte.

Fassungslos sah sie das Wesen wenden und erneut in ihre Richtung zukommen. Schweißperlen rannen ihrer Stirn runter. Ein Kloß im Hals und unaufhörliches Herzrasen machten ihre Situation nicht leichter. Instinktiv duckte sie sich erneut vor der Mücke und entwich haarscharf dem Stachel. Nur den Krallen hatte sie nichts entgegenzusetzen, sodass sie mitgenommen wurde und einige Meter weiter geschleudert wurde.

Nie hatte sie solche Schmerzen gespürt wie in diesem Moment. Die Krallen waren hart und sehr scharf, sodass sie entlang ihrer Taille drei große, zum Glück nicht sehr tiefe Schlitzspuren hinterließen. Vor Schmerzen musste sie schreien und auch ihre Augen wurden wässrig.

Sie lag zusammengekrümmt auf dem Boden, ihre Haare waren voller Dreck und ihre Arme leicht aufgeschoren. Sie suchte mit ihrer rechten Hand ihre pochende Wunde. Bei der Berührung zuckte sie kurz zusammen und spüre unter ihrem Top etwas Warmes und Wässriges.

Nach kurzer Zeit wurde das Summen wieder lauter und Milena schaute entsetzt auf. Tatsächlich flog die Mücke wieder in ihre Richtung. Sie wusste, dass Pokémon von Natur aus ohne Grund nicht aggressiv waren. Allerdings waren die Pokémon soweit sie wusste auch meist nicht so groß und furchterregend wie das Wesen, das grade auf sie zugestürmt kam. Die Theorie mit dem Traum war angesichts der Schmerzen für sie auch nur noch ein letztes erloschenes Fünkchen Hoffnung. Sie wusste, dass dies die Realität war – und sie wusste dass sie dem Wesen nicht noch ein weiteres Mal ausweichen konnte. Bis zur letzten Sekunde sah sie ihrem Schicksal in die Augen und schaute die Mücke entsetzt an.
Als es nur noch wenige Meter von ihr entfernt war kam plötzlich ein Wasserstrahl aus einem dunklen Winkel des Waldes. Das Wesen bremste sofort ab und richtete seine Aufmerksamkeit dem Ort, an dem der Wasserstrahl seinen Ursprung hatte. Auch Milena sah zur Seite und erkannte ein weißes, farbloses Wesen. Es war nicht einmal einen Meter groß und auch sonst wirkte es nicht sehr stark. Sie überlegte, wo sie dieses Pokémon schon einmal gesehen hatte. Wie ein Blitzschlag kam die Antwort und damit auch die verlorenen Erinnerungen an die letzte Nacht wieder: Es war das Pokémon, dass sie vor kurzem noch gezeichnet hatte. Der große Kopf, die drei Zacken auf jenem und das fiese Lächeln waren unvergleichlich.
Hätte sie nicht diese stechenden Schmerzen wäre ihre Theorie mit dem Traum erneut bestätigt worden. Sie fand keine Erklärung für diese Kuriosität und sah einerseits überrascht, andererseits perplex dem Spektakel zu. Das Pokémon, das sie beim Zeichnen Lil Bojelin getauft hatte, stand stolz und mutig der riesigen Mücke entgegen. Es schien keine Angst zu haben und protzte mit seinen Wasserstrahlen. Sein Gegenüber schien das nicht zu beeindrucken und es schnellte wie bei Milena schnell hervor. Lil Bojelin feuerte daraufhin einen kleinen aber schnellen Wasserstrahl direkt in Richtung des Wesens. Das Wasser schien der Masse des riesigen Insektenkörpers jedoch nichts entgegenzusetzen, sodass die Mücke ihren Weg mit hohem Tempo fortführte. Das farblose Pokémon sah den Gegner direkt auf sich zukommen und versuchte der Attacke auszuweichen.

Milena schloss ihre Augen um den Angriff nicht sehen zu müssen, bekam aber durch den Aufschrei des kleinen Pokémon mit, dass es getroffen wurde. Zähneknirschend und mit vor Tränen verschwommenen Augen schaute sie dem Kampf wieder zu und bemerkte, wie Lil Bojelin mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Boden lag.
Auf einmal ertönte eine Stimme direkt neben dem Mädchen: „Endlich haben wir dich gefunden Apocritar!“. Ein junger Mann stand nun zwei Schritte von Milena entfernt. Neben ihm war ein großes, vierbeiniges Pokémon, dass Milena, soweit sie es in ihrem Zustand erkennen konnte, ebenfalls nicht kannte. Es war blau und hatte einen großen, vollen Schweif.
Die Riesenmücke, die von dem Mann als Apocritar betitelt wurde, schaute nicht mehr so aggressiv wie eben, stattdessen meinte Milena sogar Verzweiflung und Angst in dessen Gesicht lesen zu können. Obwohl das bei einem Wesen dieser Art auch täuschen konnte.

Das blaue Pokémon des Mannes ging nun mit langsamen Schritten auf die Riesenmücke zu. Apocritar stand weiterhin fassungslos und regungslos vor ihnen. Es schien dass trauernde, farblose Pokémon, dass es bis vor kurzem noch bekämpft hatte, vollkommen vergessen zu haben. Elegant und souverän wie ein Löwe näherte sich das blaue Pokémon der Mücke. Als es nur noch zwei, drei Meter entfernt war blieb es stehen.

Die Kontrahenten schauten sich gegenseitig in die Augen. Der Wald war plötzlich still, kein Summen war zu hören und auch der Wind schien zu verstummen. Milenas Anspannung stieg, sie konnte den nächsten Schritt eines der beiden Pokémon nicht erwarten, wusste aber auch nicht, was im nächsten Moment passieren könnte. Ihre Fragen hatten sich für eine kurze Zeit aus ihren Gedanken verzogen und machten nun Platz für Angst, Hoffnung und Spannung.
Der junge Mann neben ihr öffnete erneut den Mund und rief seinem Pokémon etwas zu: „Blue, ich bin soweit. Milena drehte ihren Kopf in die Richtung des Mannes und erkannte, dass er eine Art Armbrust auf seinen Schultern trug. Eine lange Pfeilspitze, die dem Rüssel der Mücke glich, stand aus einem Holzgestell hervor. Die Armbrust war anscheinend gespannt, denn der Kerl zielte mit vollster Konzentration auf die Riesenmücke.

Auf einmal regte sich das Pokémon, das auf den Namen Blue hörte. Es öffnete seinen Mund und schien Energie aus seiner Brust zu sammeln. Milena erwartete einen Hyperstrahl oder etwas anderes dieser Art, doch es kam anders. Blue brüllte. Es war ein kräftiges, scheinbar königliches Brüllen. Der Brüller war sogar so laut, dass Milena sich ihre Ohren zuhalten musste. Sie schwitzte und ihr Herz hämmerte so laut gegen ihre Brust, als wolle sie aus dieser entfliehen. Dieses blaue Pokémon schien eine so starke Aura zu haben, dass alles in seiner Nähe respektvoll zurückwich. Und auch die Mücke zeigte sich sehr beeindruckt. Während sie vorher noch regungslos vor Blue stand, war sie jetzt aufgebracht und zischte ein leises Summen hervor, dass dem Winseln eines Hundes glich. Es machte sich kleiner und ließ die Arme und Flügel schlaff herunter hängen, als wäre es soeben von einem starken Schlag erwischt worden.

Der Mann neben Milena regte sich wieder und löste die Spannung der Armbrust. Der lange, spitze Pfeil segelte blitzschnell auf Apocritar zu und traf das Wesen direkt in die Brust. Das Summen wurde wieder intensiver, aber auch schriller. Es klang nun wie ein Schmerzensschrei, zumindest das Zucken des Körpers wies ebenfalls darauf hin. Ansonsten schien es wie gelähmt zu sein. Der Mann holte sofort nach dem Treffer einen kleinen Ball hervor und warf diesen auf die Mücke. Anders als bei dem „normalen“ Pokéball brachte der soeben geworfene Ball Fesseln hervor, die das Pokémon zum stillhalten zwangen und dann erst in den Ball geleiten. So etwas hatte Milena schon mal gesehen und zwar bei einer Dokumentation über verbotene Pokébälle und Fangtechniken. Es handelte sich um den Fesselball, dem nur wenige Pokémon entkommen können und dieses auch nach dem Fang noch quälten.

Milenas Anspannung verschwand nach kurzer Zeit, sie war erschöpft und musste die Aktionen von eben erst einmal verkraften. Erschöpft legte sie ihren Kopf auf den Boden und hoffte, dass der Mann und das königliche Pokémon gut gesinnt waren. Sie schloss die Augen und überließ ihr Schicksal fürs erste dem jungen Mann.


Neue Pokemon in diesem Kapitel: Lil Bojelin, Bluepoke, Apocritar


Kapitel 2: Keine Informationen


Milena öffnete ihre Augen. Wie auch beim letzten Erwachen wusste sie nicht, wo sie war. Sie lag zumindest bequem und der Raum, den sie erkannte, war angenehm warm. Sie spürte eine Decke auf ihr und ihr Kopf lag wahrscheinlich auf einem sanften Kissen. Beim Umschauen sah sie ein ordentlich aufgeräumtes Zimmer. Ein kleiner Teppich lag auf dem ansonsten kahlen Holzboden. Ein kleiner Schrank stand bis oben hin zur Zimmerdecke und direkt zwischen dem Schrank und ihr befand sich ein kleiner Schreibtisch. Auf der anderen Seite des Raumes, erkannte sie eine kleine Küche mit einem Wasserhahn und einem Waschbecken. Inmitten des Raumes gab es einen mit einem Blumenstrauß geschmückten Tisch. Direkt neben dem Bett an Milenas Fußende stand ein Kamin, dessen Feuer golden loderte und den Raum so erwärmte. Die Wände selbst bestanden aus zementierten Steine.
Nach einiger Zeit kam aus der Tür, die provisorisch aus einem Vorhang bestand, ein Jugendlicher, der um die 19 Jahre alt war. Milena erkannte in ihm den jungen Mann, der ihr vor kurzem das Leben gerettet hatte. Er hatte kurze, dunkelbraune Haare und war recht groß gewachsen. Seine Kleidung war etwas schmutzig und bestand aus einer Pulloverjacke, einer Jogginghose und dazu seltsam hervorstechenden Sandalen.
- „Na, endlich wach?“, ergriff er das Wort.
- „Ja…“, antwortete Milena in einem ruhigen Ton. Grade als sie aufstehen wollte kam der Schmerz an ihrer Taille wieder. Sie unterdrückte einen lauten Schmerzensschrei und kniff nur die Augen zusammen.
- „Es ist besser, wenn du dich erst mal nicht bewegst, die Wunde ist zurzeit nur mit einem Verband abgedeckt worden“, kommentierte der Junge ihre Schmerzen.

Er ging in den Raum hinein und richtete seine Aufmerksamkeit der Küche. Aus einem Beutel holte er verschiedene Gräser und Pflanzen heraus und verbreitete sie auf dem Tisch. Rote, gekräuselte Stängel entfernte er aus dem grünen Haufen und zerschnitt diese mit einem Taschenmesser.
- „Hier, das ist schmerzlindernder Efeu. Du musst es essen.“, sagte er zum Mädchen und packte ihr das kleingeschnittene Gewächs in die Hand.
Trotz eines misstrauischem Blickes bedankte sie sich und aß die Pflanzen mit zugekniffenden Augen und einem angewiderten Ausdruck. Sie kaute lange auf dem zarten Gewächs rum und schluckte es nach einiger Zeit herunter.
- „Sag mal, wo bin ich eigentlich?“ Es war eine Frage, die sie schon seit ihrem Ankommen plagte. Sie musste unweigerlich an die erste Digimon Folge denken, in der ein paar Leute in eine andere Welt geschickt wurden und von einem riesigen Insekt angegriffen wurden. Sie konnte sich einfach nicht vorstellen, dass es bei ihr genau so gewesen war.
- „Ich weiß es nicht, ich kann dir nur sagen, dass du wahrscheinlich in einer vollkommen anderen Gegend bist…. Ich gehe mal davon aus, dass du die Wesen hier noch nie zuvor gesehen hast, oder?“, antwortete er in einem fast schon ausweichendem Ton.
Milena stockte der Atem. Er hatte recht, ihr kam noch kein bekanntes Pokémon über den Weg und alle drei Wesen die sie gesehen hatte waren ihr fremd. Allein die Tatsache, dass Lil Bojelin anscheinend ihrer Fantasie entstanden ist, machte ihr Angst.
- „N… nein“, stotterte sie hervor.
- „Hast du zufällig eine Ahnung, wie du hierhergekommen bist?“, hackte er nach.
Nach kurzem Überlegen antwortete das Mädchen trauernd: „Ich weiß es nicht genau. Plötzlich bin ich aufgewacht. Ich saß zuvor noch an meinem Schreibtisch soweit ich mich erinnere... und nun bin ich hier.“

Plötzlich musste der Junge laut loslachen. Er hielt sich den Bauch und kniff die Augen zusammen. Milena überlegte ob sie nicht irgendetwas Falsches gesagt haben konnte und versteckte sich unter ihrer leichten Decke.
Als sein Lachen verstummte und er wieder nach Atem rang sagte er sarkastisch: „Oh man, immer die gleiche Scheiße. Das hören wir immer und wir haben nie Informationen. Informationen sind Macht!“, meinte er kopfschüttelnd. „Und wir haben nichts, wir leben in einer Gegend, vielleicht sogar in einer Welt über die wir nichts wissen und haben keine Ahnung, was wir machen können…. Das gibt es doch einfach nicht.“
Er schlug seine Hand über den Kopf. Sein schmunzeln verwandelte sich in tiefe Trauer. Milena wurde neugierig, konnte ein Schamgefühl jedoch nicht verbergen. Plötzlich tat ihr der Junge Leid, auch wenn sie selber wusste, dass sie wahrscheinlich die gleichen Probleme wie er hatte.
- „Es tut mir Leid“, brachte sie leise hervor und schaute tief in die Augen des Jungen.
- „Es ist nicht deine Schuld“, antwortete er. „Was ich dir gleich erzählen werde wird mir noch viel mehr Leid tun.“
Sie bekam einen Kloß im Hals. Es stimmte, sie waren beide in der gleichen Situation. Und seine Drohung sollte sich bewahrheiten: „Wir leben hier in einer Gegend, die wir nicht kennen. Es gibt unzählige Pokémon, die wir nicht kennen. Es gibt Situationen, die wir nicht kennen. Und doch sollen wir hier schon seit drei Jahren leben. Nach unserem jetzigen Stand wissen wir, du wirst deine Familie, deine Freunde und deine Pokémon niemals wieder sehen.“
Diese Aussage war wie ein Donnerschlag. Sie schaute mit wässrigen Augen starr in eine ruhige Ecke des Raumes. Sie hatte Angst, sie fürchtete sich, sie wollte hier einfach nur weg.
- „Ich lass dich mal alleine und sehe nach deinem kleinen Begleiter. Ich komme nach her wieder.“, langsam näherte er sich dem Ausgang. Ein greller Sonnenstrahl kam in den Raum als der Vorhang geöffnet wurde. Der Junge ging und ließ Milena mit ihrer Trauer allein.

Das Mädchen war erstarrt. Die Worte, die dieser Junge zu ihr gesagt hatte, haben ihre ganze Welt zerstört. Sie konnte sich nicht vorstellen, in nächster Zeit ohne ihre Eltern und Freunde auskommen zu müssen. Sie zog die Decke über ihren Kopf und ließ ihren Tränen freien Lauf.


Neue Pokemon in diesem Kapitel: /


Kapitel 3: Registrierung


Der Vorhang öffnete sich. Ein kleines, weißes Pokémon kam in den Raum gesprungen und stellte sich direkt vor Milenas Bett. Es grinste und blickte mit großen, lieb guckenden Augen zum Mädchen hoch. Milena hatte die letzten Minuten alle ihre Tränen vergossen. Sie war ein lebensfroher Mensch, aber dieser Schock wog noch lange auf ihrem Herzen. Beim Anblick des frohen Lil Bojelin musste sie jedoch wieder ein kleines Lächeln auf die Lippen setzten. Pokemon hatten sie schon immer fröhlich gemacht, sie war total fasziniert von diesen Wesen, da sie wahrscheinlich die Menschen mehr verstehen als diese sich selber.
- „Na du“, flüsterte sie mit einem versucht positivem Eindruck. Das Pokémon ließ sich jedoch nicht von dieser Schauspielerei täuschen und schaute mit hochgezogenen Augenbrauen in ihren Blick.
Nach kurzer Zeit betrat auch der Junge wieder den Raum.
- „Komm, wir müssen was bei Dram regeln. Du musst registriert werden“, sagte er, ehe er richtig im Zimmer stand. Mit einem Handzeichen deutete er ihr den Weg nach draußen und wandte sich wieder dem Ausgang zu, ohne Milena die Chance zu geben noch was zu sagen.
Diese versuchte vorsichtig aufzustehen und merkte bald, dass ihre Schmerzen fast gänzlich verschwunden waren. Sie dachte an den Efeu und bereute den Verzehr keine weitere Sekunde mehr. Sie folgte dem Jungen kurzerhand aus dem Raum.

Draußen angekommen wurde sie zunächst von der Sonne geblendet. Mit zugekniffenden Augen schaute sie sich die Gegend an. Das Steingebäude, aus dem sie kam, hatte nur einen Raum und war ansonsten quadratisch. Die Steine auf dem Dach schienen aus einem anderen Material zu sein als die Wände. Neben diesem Gebäude gab es noch ein weiteres „Haus“ dieser Art und zwei einstöckige, längliche Bauwerke. Zwischen den Häusern waren vereinzelte Blumen- und Pflanzenbeete. Ein Kampfplatz, der aus feinen Sandkörnern und Asche bestand, war im Zentrum des „Dorfes“ zu sehen. Abgegrenzt von diesem zivilisierten Fleck floss ein kleiner Bach. Ansonsten war der Ort fast vollkommen eingezäunt und grenzte in jeder Himmelsrichtung an einen Wald.
Milena schloss zum Jungen auf. Sie merkte, dass sie noch nichts über ihn wusste, obwohl er ihr das Leben gerettet und die Schmerzen genommen hatte.
- „Ähm, wie heißt du eigentlich?“, fing sie vorsichtig an.
„Ach stimmt, wir haben uns ja noch gar nicht vorgestellt“, sagte er entsetzt und schlug sich die Hand vor die Stirn. „Ich bin André, bin 19 Jahre alt und lebe schon seit 3 gottverdammten Jahren in dieser Hölle. Und du?“, fuhr er mit einem Lächeln fort.
- „Ich bin Milena, 15 Jahre alt.“, antwortete das Mädchen. „Du lebst wirklich schon so lange ohne deine Familie und deine Freunde?“ Bei dieser Frage musste sie tief schlucken, da sie wusste, dass die Antwort nichts Gutes bedeuten würde.
- „Ja, in etwa drei Jahre. Mit 16 kam ich ungefähr genauso wie du in diese Welt, damals gab es noch kein Dorf wie dieses, dass Dram und ich erbaut hatten. Kurz nachdem ich in diese Welt kam, nur in Begleitung von Blue, kam auch mein bester Freund hierher. Übrigens werden wir gleich wie gesagt zu ihm gehen, da er die Registrierung vornimmt.“
Für Milena waren das schon fast zu viele Informationen. Einmal mehr wurde sie bestätigt, dass Andrés und ihr Schicksal sehr dicht beieinander lagen.
- „Was versteht man denn unter der Registrierung?“, fragte sie weiter.
- „Wir sind hier nur eine kleine Gruppe von Leuten, die genau wie du in diese Welt kamen. Abzüglich der Fünf, die uns vor zwei Jahren verlassen haben und die nie wieder aufgetaucht sind, müssten wir mit dir ungefähr 11 sein. Ich werde dir jede einzelne Person vorstellen, du wirst eine Aufgabe bekommen und du musst ab und zu mal kämpfen, nur so können wir die dunkle Seite der Pokémon stoppen.“
Dunkle Seite der Pokémon, das klang in Milenas Ohren sehr seltsam, aber wie bei so vielen Fragen musste sie sich wohl nach einiger Zeit erst überraschen lassen.
Die zwei Jugendlichen gingen gefolgt von Lil Bojelin direkt auf das zweite kleine Haus zu. Es hatte ungefähr die gleichen Maße wie das Gebäude, von dem sie kamen. An der Steinwand hing eine Leiter und auf dem Dach konnte man vereinzelte Blumen herunterschauen sehen. Aus dem Gebäude kam, wahrscheinlich durch einen Kamin, Rauch hervor. Sie waren nun sehr viel dichter am Wald dran als es eben noch der Fall war. Die Sonne ließ die Blätter golden leuchten, aber auch diese friedliche Atmosphäre hatte etwas beängstigendes, wenn man bedachte, dass in diesem Wald nachts viele, gefährliche Pokémon ihr Unwesen trieben.
Auch der Bach lag hier dicht am Haus. Er glänzte im Sonnenlicht und ließ klares, sauberes Wasser fließen. Umrandet von roten Blumen, deren Blüten selbst zu dieser Jahreszeit blühten, und kleinen Steinen, die das Glänzen des Wassers verdeutlichten und reflektierten, schien dieser Ort richtig friedlich.

Mit einem Handzeichen bat der Junge Milena herein. Der Innenraum war nicht viel anders als bei dem Haus, in dem sie aufwachte. Es gab eine Art Küche mit Waschbecken, ein loderndes Lagerfeuer, ein Bett und einen Tisch. Auf dem Tisch standen sehr viele Tonplatten, um Papier herzustellen war wohl keiner in diesem Dorf qualifiziert.
Neben den Tonplatten stand eine Art Kanne, Vase oder so etwas Ähnliches. Sie war golden und passte überhaupt nicht in das Bild dieser schlichten Atmosphäre. Nachdem Milena einen weiteren Schritt in das Gebäude gegangen ist erschrak sie. Die Kanne ruckelte. Anfangs schwach, später wurde das Ruckeln immer heftiger. Plötzlich tauchte ein Wesen aus dieser Vase hervor, das sie sehr an ein Zwirfinst erinnerte. Der Geist hatte eine schwarze Farbe und war mit zahlreichen goldenen Verzierungen versehen. Auf dem Bauch leuchteten zwei rote Punkte, die ähnlich wie das eine Auge im Gesicht sie zu Mustern schienen. Die Arme waren sehr mächtig und wiesen riesige Schultern und klauenartige Hände hervor. Noch nie zuvor hatte Milena einen Geist gesehen, nun stand er direkt vor ihr.
- „Hey Ghrost, `ne Ahnung wo Dram steckt?“, fragte André aus zweiter Reihe.
Das Pokémon grollte etwas sehr leises. Es verschränkte die Arme und schloss alle drei Augen. Seine Schultern leuchteten dagegen auf und ließen eine Art violetten Rauch aufsteigen. Der lilane Rauch formte sich langsam zu einem runden Fleck der kurz über Milenas Augenhöhe Platz nahm. Nach kurzer Zeit erschien in diesem Rauch ein Gesicht. Es war dunkel pigmentiert und hatte eine etwas breitere Nase. Die Augen leuchteten braun und die Augenbrauen waren dick und dunkel. Das Auffälligste waren jedoch die Haare: Es waren Rasterlocken, die mal schwarz, mal braun schimmernd ungefähr auf bis auf Schulterhöhe ragten. Das Gesicht sah erst André, dann Milena an.
- „Oh, ein neues Mitglied.“, fing es plötzlich zu reden. Der Ton klang etwas verfälscht und schien wie ein Ruf aus der Ferne zu wirken. Milena konnte erst einmal nichts antworten und überließ ihrem Begleiter das Wort.
„Richtig, sie kam gestern Abend plötzlich in den Wald. Sie war verletzt, ich hab mich bis eben um sie gekümmert. Schade, dass du nicht da bist. Soll ich die Registrierung für dich vornehmen?“
- „Ja, das wäre nett. Ich bin grade am Bergsvorsprung mit Erdrangar und Stealmag. Es kann dauern bis ich wieder da bin, stell du ihr also bitte unsere Kameraden vor, wenn du das nicht schon gemacht hast. Und du“, das Gesicht schaute Milena tief in die Augen „willkommen bei uns, du wirst sicher gut aufgenommen. Ich weiß, dass es grade eine harte Zeit für dich ist, aber wir werden alles tun damit es dir gut geht und du hoffentlich auch alles, damit es uns gut geht.“ Mit diesen Worten verabschiedete sich das Gesicht sozusagen, denn der Nebel löste sich langsam auf und das Zwirfinst ähnliche Pokémon, dass von André Ghrost genannt wurde, öffnete wieder seine Augen.
Der Junge schlenderte zu den Tontafeln. Auf einem kleinen Stuhl, der nur aus einem glatten, quadratischen Steinblock bestand, nahm er Platz.
- „So, ich brauche einige Daten von dir, ich hoffe du verschweigst uns nichts.“ Er griff nach einer Tontafel und schnitzte mit seinem Messer etwas auf die Oberseite. „Also, wichtig sind erst mal Geschlecht, Alter und Herkunft. Das du weiblich bist bestreite ich mal nicht und du bist 15 Jahre alt, oder wie war das?“
- „Ja“, antwortete Milena knapp. „Ich komme aus Phenac aus der Orre Region.“
„Hmm, wir hatten bisher nur eine weitere Person aus der Orre Region. Naja, was soll’s…“, stellte André betrübt fest. „Dein Pokémon ist ohne Frage dieses kleine bojelinähnliche Krokodil, oder?“ Er deutete auf das farblose Wesen, das schon eine ganze Weile neben ihnen stand. Lil Bojelin sprang plötzlich vom Boden hoch und landete sanft auf Milenas Schulter. Es kuschelte sich an ihren Kopf und bestätigte somit Andrés Vermutung.
- „Alles klar, dann muss dir nur noch eine Aufgabe zugeteilt werden. Wir sind nur sehr wenige und müssen uns ernähren und für gute Unterkunft sorgen. Hast du besondere Fähigkeiten?“
Milena schüttelte den Kopf. Das einzige was ihr einfiel war das Zeichnen, aber damit kann man der Gruppe wohl eher weniger helfen.
- „Ok, da wir im Moment gut ausgesorgt haben denke ich, du bist erst einmal die Assistentin von Carolin. Ich werde sie dir nachher vorstellen, sie ist die Pflanzenexpertin bei uns und kümmert sich um die medizinischen Dinge. Ihretwegen stehst du jetzt auch wieder auf den Beinen, sie war die einzige, die wusste, dass Rotbuche deine Schmerzen lindert.“
Das Mädchen nickte bejahend. Sie wollte die Gruppe unbedingt kennenlernen. Es kam ihr schon wie eine Ewigkeit vor, dass sie in diese Gegend eingetaucht ist. Seitdem hatte sie nur ein paar wenige Pokémon, die sie nie zuvor gesehen hatte und einen Jungen, der um einiges älter war als sie, kennengelernt.
André steckte sein Messer nachdem er fertig war wieder ein. Er legte die Tontafel in eine Ecke des Tisches und verabschiedete sich von dem Geist-Pokémon. Er ging aus dem Haus heraus, gefolgt von Milena und Lil Bojelin.

Das Mädchen schaute in den Himmel. Es war der einzige Ort, der ihr treu blieb. Sie fühlte sich wie ein verschollener Engel, dessen Sehnsucht einzig der Himmel verstehen konnte. Es waren die gleichen Wolken, wie bei ihr zu Hause. Das gleiche schöne blau, mit dem sie jeden Tag im Sommer aufwachte. Und auch die gleiche Sonne, die ihr trotz des Herbstes als einzige Wärme spendete.


Neue Pokemon in diesem Kapitel: Ghrost


Kapitel 4: Kreuzende Waffen


Ein menschenähnliches Pokémon hielt sein Schwert in die Höhe. Es war eine gebogene Klinge, ihr Stahl glänzte unter den tiefen Strahlen der aufgehenden Sonne. Wie ein Stern funkelte die Klingenspitze und zeigte kurz darauf auf seinen Konkurrenten.
Dieser fürchtete weder die Klinge, noch das Blut, welches sie unzählige Male vergossen hatte. Stattdessen streckte er seine gepanzerte Brust raus und richtete den eisernen Helm. Der edle Ritter in bronzener Rüstung streckte ebenfalls seine Lanze in die Luft, nur um sie kurz darauf auf den Samurai vor ihm zu richten. Eine regungslose Zeit standen sie mit offenen Waffen gegenüber. Es war keine Regung zu vernehmen, die Atmung und der Herzschlag schienen stehen zu bleiben. Nur in den Augen des grünhaarigen Samurais konnte man Leidenschaft, Konzentration und Kampfgeist feststellen. Es waren spitze Augen, die trotz der dunklen Pupillen einen deutlichen Willen ausdrückten.
Metallhandschuhe schützten seine Hände, der restliche Körper war dagegen nur mit einem grauen Wams und einem schwarzen Rock mit goldenen Verzierungen versehen. Im Großen und Ganzen konnte man dieses Pokémon sehr leicht mit einem Menschen mit ausgefallener Frisur verwechseln.
Sein Gegenüber hatte ebenfalls eine menschenähnliche Statur. Von Kopf bis Fuß umhüllte den Ritter eine Rüstung. Sie schien fast zu Leuchten, was allerdings bloß auf die Reflexion der Sonne zurückführen lies. In der rechten Hand befand sich die Lanze, die linke hatte zum zusätzlichen Schutz noch einen runden, gewölbten Schild. Unter genauerer Betrachtung wies dieser Schild das Muster eines Pokéballs auf.

Dafür, dass die beiden Pokémon wie Krieger aussahen, waren sie ziemlich dünn. Hätten sie keine Waffen könnte man sie fast für magere Kinder halten, denn auch ihre Körpergröße war im Vergleich zu der eines Menschen eher klein.
Einzig die Blicke, die Erfahrungen und Routine im Kampf aufwiesen, standen dagegen im Kontrast.

Plötzlich regte sich der Samurai. Sein Fuß bohrte sich kurz weiter in den Boden und bot dem Kämpfer beim Abstoß einen weiteren Schub. Mit einem immensen Tempo schritt er nun auf seinen Kontrahenten zu. Die Klinge legte er weit in den Rücken, mit der freien Hand zielte er auf den Kopf.
Erst als der Angreifer sein Schwert nach vorne zückte regte sich der Ritter und stellte die Lanze zum Schutz vor seinen Kopf. Die Waffen kreuzten sich und bliesen die angesammelte Luft in alle Himmelsrichtungen. Kurz darauf übernahm der bronzene Krieger die Initiative und holte mit seinem Schild aus. Der Samurai duckte sich und löste seinen Angriff. Ohne zu zögern stieß der Ritter seine Lanze in den Boden, wo der grünhaarige Samurai bis vor kurzem noch stand. In etwa fünf Schritten Entfernung standen die beiden nun, so dicht aneinander, dass sie den Schweiß ihres Gegenübers riechen konnten, aber so weit entfernt, dass sie auf einen weiteren Angriff reagieren konnten.
Abermals standen sie eine Zweit lang regungslos voreinander. Es war ein Kampf gegen die Geduld und für die bessere Strategie.
Erneut war es der Samurai, der die Stille durchbrach. Er nahm sein Schwert so, dass es schräg zum Boden stand. Die Schwertspitze richtete sich dabei nach unten. Den Ellenbogen hob das Pokémon immer weiter an und mit ihm gewann auch das Schwert an Höhe. Nun drehte er sein Handgelenk leicht, sodass der Schwertrücken in die Richtung seinen Gegner zeigte.
Der Ritter reagierte dieses Mal hingegen schneller. Er stellte schon jetzt seinen Schild nach vorne und deutete seinem Gegner somit, dass er diesem Angriff gewachsen sei.
Unbeeindruckt setzte der Samurai jedoch weiter seine Vorbereitungen fort. Wie auch beim letzten Vorstoß zeigte er mit dem Finger seiner linken Hand auf den Gegner, dieses Mal allerdings auf den Schild.
Der folgende Angriff hatte einen größeren Effekt, als es zunächst den Anschein hatte. Nachdem die linke Hand des Samurais zur Seite genommen wurde schnellte das Schwert nach vorne. Mit einer Geschwindigkeit, die der Statur des Pokémon nicht zuzutrauen war, traf der Schwertrücken auf den Schild. Zuerst sah es so aus, als ob dieser Angriff keine Wirkung gezeigt hätte. Der Schild hielt stand und richtete sich noch immer gegen den Gegner. Allerdings zuckte der Körper des Ritters in sich zusammen und ein Gegenangriff blieb aus. Auf diesen „Durchbruch“-Angriff folgte ein weiterer Schwertstreich mit dem der Samurai den Arm mit der Lanze des Ritters nach oben stieß, sodass der Körper nur noch von der Rüstung geschützt wurde. Ein letzter Schwertstreich richtete sich nun auf die Brust. Doch kurz bevor die Schwertspitze sein Ziel erreichte, rammte der Legionär die Lanze in den Boden. Erneut trafen die Waffen aufeinander, das Schwert in einer finsteren, angreifenden Positionierung, die Lanze in einer rettenden, verteidigenden Ausrichtung.
Selbst unter Anbetracht dieser Sichtweise zeigte die Lanze allerdings Gefahr. Sie löste sich wieder aus dem Boden und stieß dabei das Schwert weg. Der Samurai befand sich nun in Rückenlage. Mit einem Stoß, der zu schnell für das menschliche Auge war, traf die Lanze nun auf seinen Kontrahenten, der kurz darauf ein paar Meter weiter nach hinten geworfen wurde. Es war ein „Aero-Ass“, mit dem der Rockträger in diesem Moment wohl nicht gerechnet hatte.
Nun mussten beide Krieger jeweils einen Schlag hinnehmen. Der Samurai erhob sich vom Boden und die dritte Runde begann unverzüglich auf die gleiche Weise, mit der auch die zwei vorangegangenen angefangen hatten. Der Wind fegte durch die grünen Haare des Schwertkämpfers, während der aufgewirbelte Staub um die Beine des Ritters schwirrte.
Der Legionär durchbrach dieses Mal die Stille. Er nahm das Schild zur Seite und setzte sich in Angriffsposition. Der Arm, der die Lanze führte, wurde immer weiter nach hinten genommen. Soweit wie es die Gelenke des Kriegers zuließen wurde der Ellenbogen nach hinten gerichtet. Die Lanze stand nun auf Lauerstellung.
Der Samurai hingegen fasste sein Schwert nun in der „falschen“ Richtung an. Er umschloss es mit seiner rechten Hand so, dass der Knauf nach oben und die Schwertspitze nach unten zeigten. Die Schwertschneide richtete sich dabei auf seinen Gegner. Dabei verdrehte er die Hand nicht, sondern hielt sie gestreckt nach vorne, als wollte er seinem Gegenüber die Hand geben. Davon war in dieser Situation aber nicht die Rede, der nächste Angriff stand unmittelbar bevor.

Gleichzeitig sprangen die beiden Kontrahenten nach vorne. Die Haltung ihrer Waffen wurde dabei um keinen Zentimeter verändert. Kurz vor dem Zusammentreffen ging erneut alles sehr schnell. Einen Augenblick befanden sie sich voreinander, der Legionär stieß hierbei seine Lanze nach vorne und auch der Samurai visierte sein Ziel genau an. Im nächsten Moment hatten sie die Plätze getauscht. Sie schlitterten über den Boden mit dem Rücken zum Gegner. Die Angriffe hatten zwar stattgefunden, allerdings waren diese für Außenstehende nicht sichtbar. Dies lag zum einen an dem umher wehenden Staub, zum anderen aber auch an der fast angsterregenden Geschwindigkeit.
Nun wo das Aufeinandertreffen geschehen war standen die Krieger wie immer ohne Regung mit dem Rücken zueinander. Dass sie beide getroffen wurden sah man daran, dass sie kurz nachdem sie stehen blieben in die Knie gingen. Das Wams des Schwertkämpfers wurde zerrissen, auf der Brust des Ritters war ebenfalls ein tiefer Schnitt zu erkennen.
- „Schluss, genug für heute. Es reicht!“, rief ein junger Mann den beiden Pokémon zu. Er hatte lockige, schwarze Haare. Seine braunen Augen musterten das Geschehen die ganze Zeit mit leidenschaftlichem Blick. An seinem Kinn ließ sich ein kleiner Bartansatz zu erkennen geben, der allerdings im Vergleich zu den buschigen Koteletten wenig ins Gewicht fiel.
- „Alles klar, hätte mich auch gewundert, wenn einer von uns in diesem Kampf die Oberhand gewonnen hätte.“, meinte ein junger Mann, der in ähnlichem Alter zu ihm stand. Dieser hatte kurze, blonde Haare und war sehr schwer zu berechnen. Er stand fast die ganze Zeit abwartend am Rand des Kampffeldes und analysierte das Geschehen wohl auf das kleinste Detail.
Erst nachdem der Kampf der Vergangenheit angehörte bemerkten die beiden die Anwesenheit von André und Milena. Sie standen ebenfalls seit Anbeginn des Kampfes am Rande des Feldes und schauten sich das Spektakel an. Milena war von der Schlagfertigkeit beider Pokémon erstaunt und genoss den Kampf sichtlich. Sie empfand weder für den Ritter, noch für den Samurai mehr Sympathie, sodass sie sich das Ergebnis in Form eines Unentschieden, so wie es letztendlich auch der Fall war, wünschte.
- „Darf ich vorstellen“, fing André an „das ist unser Sturmduo, der schwarzhaarige heißt Marc und der blonde Sven“. Die beiden grüßten daraufhin das Mädchen, indem sie die Hand hoben.
- „Und das Mädchen hier ist Milena, sie kam vor kurzem genau wie wir in diese Welt. Ihr kleines Pokémon ist Lil Bojelin“ Das weiße Krokodil versteckte sich ängstlich hinter Milenas Beinen.
- „Herzliches Beileid. Ich hoffe, du lebst dich hier gut ein“, sagte Sven, als er vom Schicksal des Mädchens erfuhr.
- „Wird schon schiefgehen“, seufzte sie. Sie war wesentlich gelassener als noch vor wenigen Minuten. Wahrscheinlich hatte das Gefecht sie etwas aufgemuntert.
- „Übrigens, toller Kampf“, fügte sie hinzu und setzte ihre Faszinierung in Worte.
- „Wir sind nicht umsonst das Sturmduo“, setzte Marc mit einem Augenzwinkern nach.
Die vier verwickelten sich in ein Gespräch, in dem Milena über ihre bisherigen Gefühle und Marc und Sven über ihre kämpfenden Pokémon berichteten. Es war ein lebhaftes Gespräch, das das Mädchen zum ersten Mal seit ihrer Anwesenheit an diesem Ort mitriss. Als die Pokémon des Sturmduos in die Runde kamen, zeigten sie ihre Waffen. Obwohl Milena selbst keine Ahnung vom Kämpfen hatte blieb ihr die Sprache weg und sie schaute nur erstaunt und zugleich faszinierend auf die Objekte. Auch Lil Bojelin mischte sich dazu und musterte die Waffen. Er wollte auch einmal stark werden und vor allem Milena beschützen können.
Beim Beobachten des Kampfes wurde Lil Bojelin bewusst, dass erstark werden musste. Er möchte sich mit anderen Pokémon messen können und sie in Kämpfen übertrumpfen. Noch steht er am Anfang eines steinigen, schweißtreibenden, schmerzvollen und kräftezehrenden Weges. Aber von diesem Punkt an möchte er sich steigern. Sein Wille, seine Überzeugung – ihn kann nun nichts mehr von diesem Weg abbringen. Er ist bereit um wie die Vögel im Spätherbst seine Erfüllung zu suchen.


Neue Pokemon in diesem Kapitel: Samurai, Legionär


Kapitel 5: Notstand


Eine Woche war es nun mehr her, dass Milena in eine für sie völlig neue Welt eingetaucht war. Während dieser Zeit hatte sie fast jede Person, die das gleiche Schicksal teilte, kennengelernt. Wie sie erfuhr waren die beiden größeren Gebäude so aufgeteilt, dass in dem einen geschlafen und das andere zu gesellschaftlichen Zwecken genutzt wird. Jeder bekam im sogenannten „Schlafgebäude“ ein eigenes Zimmer. Einen Waschraum gab es nicht, säubern konnte man sich von den Pokémon oder am See, der sich ganz in der Nähe des Lagers befand.
Tatsächlich lebte man in dieser Gegend eng verbunden mit der Natur. Ernährung gab es durch die Pflanzen oder Meerestiere in der Umgebung. Ganz selten wurde ein Wildschwein oder ein anderes, wild lebendes Tier gefunden. Während Milenas Aufenthalt hatte es diese Seltenheit jedoch noch nicht gegeben. Für das Sichern ausreichender Nahrung wurde über die Jahre sogar ein eigenes Feld für die Pflanzenzucht bereitgestellt.
Ein 16-jährgies Mädchen war die Expertin über alle Pflanzen in der Gegend. Ihr Name war Carolin und sie hatte schulterlange, blonde Haare. Milena, die als Aushilfe zur Pflanzenzucht eingeteilt war, verstand sich nicht nur wegen ihres Zustandsbereichs sofort mit Caro. Das Mädchen sah in ihrer Situation noch Hoffnung und glaubte jeden Tag daran, dass dieser Alptraum bald vorbei sei. Diese Charakteristik war wohl bei jedem „Verlorenen“ geschätzt und wenn sich in der Nacht irgendjemand allein fühlte, dann war sie immer zur Stelle und gab tröstende Worte.
Ebenso naturfreudig wie Carolin war ihr kleiner Begleiter Tickigra. Es war ein gelbes Pokémon mit grünem Haar und Schweif. Es war sogar noch kleiner als Lil Bojelin und in Milenas Augen zuckersüß. Zumeist sah man dieses Pokémon fröhlich und am Lachen, wahrscheinlich war es auch der Charakter des Pokémon, der seine Besitzerin positiv denken ließ.
Zu den Verlorenen gehörten die unterschiedlichsten Charaktere. Die älteste Person war eine 21 –Jährige mit dem Namen Maria. Sie war sehr ruhig und sah das Gute in den Menschen und den Pokémon. Wie Maria hat auch ihr Pokémon ein wachsames Auge auf das Lager. Es war das wunderschönste Wesen, das Milena jemals gesehen hatte. Es besaß beige Haut und ein Kleid aus Blättern, die in unterschiedlichsten Rottönen leuchteten. Der Schatten erinnerte an eine gefährliche Schlange, der Körper an eine grazile Schönheit, der ihr nicht umsonst den Namen „Blumengöttin“ gab.
Mit den anderen hatte Milena bisher nur wenig Kontakt. Sie war erstaunt, wie reibungslos alles verlief. Jeder zog an einem Strang, jeder half dem anderen. Die Stimmung war harmonisch und freundschaftlich, man mochte sogar meinen, es gab eine familiäre Atmosphäre.
Die einzige Person, die Milena noch nicht hate kennenlernen dürfen, war Dram. Er war noch immer in den Bergen und langsam aber sicher machte sich Unmut im Lager breit. Erst vergingen zwei weitere Tage, ehe die Gruppe ein Lebenszeichen von Drams Pokemon Ghrost erhielt.

Die zehn Jugendlichen standen am Lagerfeuerplatz und schauten alle gespannt auf das gespenstische Pokémon. Es herrschte Stille, jeder wollte erfahren was mit ihrem erfahrensten Mitglied passiert war. Milena schaute in die Gesichter ihrer Verbündeten und sah einerseits Angst und Aufregung, andererseits aber auch Hoffnung und Mut.
André trat letztendlich zum Geistpokémon vor und sprach mit kräftiger Stimme zur Runde: „Leute, es gibt ein Problem. Der Grund, warum ich euch alle hierher versammelt habe, ist die jetzige Situation von Dram. Ghrost konnte heute nach langer Zeit wieder Kontakt zu ihm herstellen, es ist am besten, wenn ihr euch selbst anhört, was er heute Nachmittag zu sagen hatte.“
Er trat zurück, sodass Ghrost wieder in den Mittelpunkt geriet. Dieser schloss sein zentrales Auge und spreizte seine Arme. Daraufhin entwich orangener Rauch aus der Kanne, der sich wie eine Leinwand vor der Gruppe formte. In düsteren Dunst erschien das Gesicht von Dram. Viele Schnittwunden zierten sein Gesicht und wurden durch ein geschwollenes, blaues Auge ebenfalls hervorgehoben. Die Dreadlocks waren schmutzig und verklebt, teils leuchteten rote Blutspuren an den Spitzen.
Die Illusion öffnete seinen Mund und sprach: „Hey Ghrost, ich hab es endlich geschafft vom Berg zu fliehen. Die Monster hier sind skrupellos und brutal, es handelt sich wohl tatsächlich um den Kern der „Polung“. Erdrangar und Stelmag sind genau wie ich stehend KO, wir brauchen eure Hilfe. Bitte richtet der Gemeinschaft meine jetzige Lage aus.“ Dram keuchte stark und sein Blick sank. Mit zugekniffenen Augen fügte er hinzu: „Und bring André und Blue mit. Wenn es geht auch das Sturmduo.“ Die letzten Worte gingen ihm nur schwer über die Lippen. Kurz darauf sah man viele kleine Punkte vor seinem Gesicht, ehe er ganz in einem Sturm von Wind und Sand verschwand. Der Rauch legte sich langsam wieder und der Geist trat wieder hervor.
Zum ersten Mal in ihrer Anwesenheit hörte Milena Ghrost sprechen. „Es herrscht Notstand.“ Es war die Stimme von Dram, die im Gegensatz zur Aufzeichnung jedoch gesund klang.
„Eine Aufnahme, die sich Ghrost gemerkt hat und nun anwenden kann“, flüsterte Carolin der verwirrten Milena zu. „Dieses Pokemon hat besondere Fähigkeiten, die wohl nur Dram kennt.“
Milenas Faszination von dem Wesen wurde nur durch die allgemein erdrückende Fassungslosigkeit gehemmt.


André trat vor die bedrückte Masse. Notstand, das hatte es bisher erst ein Mal in dieser Welt gegeben und damals wurde der Angriff auf das Dorf, trotz Absenz der besten Kämpfer mit Not abgewehrt. Mit jedem verstrichenen Tag werden die Monster immer aggressiver und die aufgedeckten Rätsel immer erschreckender. Die erste Devise musste dennoch lauten: Ruhe bewahren!
Mit gewohnt nüchterner Stimme gab er der Gruppe befehle: „Ihr habt gehört, was Ghrost gesagt hat. Ich erwarte von euch, dass ihr hier bleibt und das Dorf schützt. Marc, Sven und ich werden gehen, zur zusätzlichen Unterstützung bleibt euch Voluntair. Die Zeit ist knapp, deswegen werden wir uns gleich auf den Weg machen. Macht eure Arbeit gewissenhaft und schaut positiv in die Zukunft. Das ist das einzige, was euch jetzt weiterhelfen kann.“
Leichtes Gemurmel machte sich unter den etwa zehn Leuten breit und endete später in einheitlicher Zustimmung. Maria, die Älteste, bestätigte Andrés Wunsch. „Wir werden hier bleiben und im Falle eines Angriffes alles geben. Viel Glück euch.“
„Die Sitzung ist beendet!“, rief André mit kräftiger Stimme und ging sofort zu Marc und Sven. Er spürte ihre Anspannung und ihre Nervosität, nicht einmal ihre kämpferischen Qualitäten konnten über ihre jetzige Lage trumpfen. „Wir stehen absolut hinter dir“, versprach Sven seinem Anführer und redete allen dreien Mut zu. „Wir schaffen das schon“, antwortete André mit einem kleinen Lächeln.
Daraufhin verschwanden die drei in ihren Lagern und kamen nach einiger Zeit mit ihren Pokémon zurück an den Rand des Dorfes. In ihren Taschen hatten sie alles Überlebenswichtige verstaut. Die Sonne schob sich schon langsam hinter die Baumkronen und der Weg, der vor ihnen lag, wurde dunkler und gespenstischer. Diese Reise würde ihnen einiges abverlangen, aber auch eine Art Probe und Härtetest sein. In diesen Minuten dachte André nur an seinen Rivalen aus dem vorletzten Jahr und den damit verbundenen letzten Notstand. Schwer atmend wanderte er zwischen den Bäumen entlang in Richtung des zornig wirkenden Berges.


Neue Pokemon in diesem Kapitel: Tickigra, Blumengöttin


Kapitel 6: Ruhe vor dem Sturm


Eine Schneise ließ sich im Buschwerk erkennen. Ein kleiner Spalt, der mit jedem Schritt größer wurde. Auf den steifen Ästen wehten die Blätter frei von Sorgen. Im Inneren der Verwurzelung kuschelten sich die beschatteten Knospen aneinander, das äußere Kleid war mit blühender Schönheit versehen.
Die zwei Büsche, deren Enden mit der Luft und dem Wind spielten, standen schon seit Jahren in einem konkurrierenden Abstand. Selbst beim größten Sturm berührten sie sich nicht, sie begegneten sich mit Argwohn und eventuellem Respekt. Und doch, stehen sie jede Zeit gemeinsam durch, die tiefsten Winter, die heißesten Sommer oder auch die gefährlichsten Wildschweinhorden.
Die Büsche waren zudem nicht nur ein Zeichen der Gemeinsamkeit und der Gegensätzlichkeit, sondern dienten auch als Tor. Als Tor zu neuen Wundern, der Scheideweg zwischen blühendem Leben und verwesendem Tod, der Eingang zu leuchtenden Ufern, aber auch die Barriere, die das Tal vom Bergland trennte.
Tritt man zwischen den Astgewölben hindurch, so erkennt man einen umwerfend schönen Wasserfall. Pritschend und zerstörend bannte sich der Bergfluss seinen Weg über Steine und Klippen. Am Fuße des thronenden Giganten spritzte die Wassermenge mit gewaltiger Kraft empor, nur um sich dann im Fluss zu sammeln. An den Ufern erstreckten sich dagegen friedlich vereinzelte oder kollektive Blumen und Sträucher, die harmonisch mit den kleinen Vögeln tanzen. Dieses Spektakel stand die ganze Zeit unter der Aufsicht des Buschwerkes.
An diesem Tag standen drei Menschen und ebenso drei Pokémon vor dem Felsvorsprung.
„Na super, das es in der Wildnis nicht mal Treppen gibt.“, seufzte Marc, als er seinen Blick der Spitze der Felswand zuwandte.
„Kann dein Legionär nicht irgendwie Kerben in die Wand stoßen?“, fragte Sven nach kurzer Zeit des Überlegens.
„Versuchen kann man es zwar, aber das dauert seine Zeit und sicher ist es überhaupt nicht. Außen rum gehen ist dabei um einiges entspannter und schneller.“
„Wir können auch versuchen durch die Höhle hinter dem Wasserfall an die Oberfläche zu gelangen“, meldete sich André zu Wort und deutete mit dem Kopf zu einem kleinen schwarzen Fleck, der inmitten der Wassermassen hindurch schimmerte. „Soweit ich weiß hat Dram diese Abkürzung auf seinem Weg benutzt und durch Erdrangar eine Öffnung in der Wand erschaffen.“
„Praktisch, wenn das stimmt. Wir können es auf jeden Fall einmal probieren“, stimmte Sven dem Vorschlag zu und bekam auch gleich die Bestätigung von Marc.
Dieser Entschluss führte die drei an einem schmalen Vorsprung hinter dem Wasserfall zu einer etwa vier Meter hohen Höhle. Ein dichter Nebel umschlang den Eingang während im Inneren nur tiefe Schwärze lag.
„Und wie sollen wir in dieser Dunkelheit den Weg finden?“, fragte sich Sven mit einem etwas enttäuschten Unterton.
Währenddessen schritt Blue nach vorne und schloss seine Augen. Seine Mimik war konzentriert, anscheinend bereitete er eine seiner Fähigkeiten vor. Mit einem Mal leuchteten seine Kämme am Kopf und strahlten helles Licht aus.
„So“, antwortete André mit einem leichten Schmunzeln.
Blue wagte den ersten Schritt in die Höhle, gefolgt von Marc, André und Sven, während der Legionär und der Samurai das Schlusslicht bildeten. Der Wasserfall ließ dagegen weiter das schier unendliche Wasser rauschen.


Der Umbruch im Lager war deutlich zu spüren. Während sonst immer Blue ein Näschen für Feinde hatte, musste es jetzt sogar Nachtwachen geben. Die Blumengöttin, die ebenfalls ein sehr wachsames Auge besaß, musste sich tagsüber immer schlafen legen, um fit zu bleiben. Im Falle eines Angriffes brauchte jeder Mensch und jedes Pokémon genug Energie.
Das sonderbare, so hatte es Carolin Milena erzählt, war die Tatsache, dass feindliche Pokémon die Angst der Verlorenen spüren konnten. Gerade deswegen sollte man in dieser Zeit schon sehr auf sich und seine Verbündeten achten. Bis die vier stärksten Kämpfer wieder ins Lager zurückkehrten wurde der Proviant aus dem Lager genommen. Um am Strand Muscheln zu sammeln oder im Wald nach Pflanzen zu suchen, war diese Zeit einfach zu gefährlich.

In der zweiten Nacht musste Milena an der Ostseite Wache halten. Dies machte sie zusammen mit Yana, eine etwas eitle und selbstverliebte Person, die aber dennoch mitfühlend und freundlich war. Dass sie attraktiv ist, konnte Milena dennoch nicht abstreiten. Ihre langen blonden Haare, die in diesem Moment zusammengeknotet waren, untermalten ihre leuchtenden Augen und ihren kleinen Mund. Zumeist kam sie zwar sehr arrogant rüber, aber auch sie zeigte in der Nacht Schwäche und war eine lange Zeit in sich gekehrt. Freundschaft konnte Milena die Beziehung zwischen ihr und Yana noch nicht nennen, auch in dieser Nacht waren beide sehr mit sich selbst beschäftigt. Und doch ist ihre gemeinsame Situation mehr als eine Art Zweckgemeinschaft.
Ganz anders schaute die Beziehung bei Suya, Yanas Pokémon, und Lil Bojelin aus. Diese beiden trollten und spielten häufig zusammen mit Tickigra und verstanden sich sofort prächtig. Suya war ein blaues Hundepokémon mit sehr weichem, vollem Fell am Kopf, am Hals und am Schweif. Das kratzigere Fell, das sich über Körper, Beine und Gesicht erstreckte, war gräulich. Das Besondere an Suya war der warme Blick, der die Charakteristik des Mitfühlens von seinem Besitzer wohl übernommen hatte.

Das einzige Licht dieser Nacht wurde von Voluntair gespendet, das Verbündete Pokémon ohne Besitzer, das den Mädchen zum zusätzlichen Schutze zur Seite stand. Es war das Wesen, dass Milena am meisten an ihre Zeit zuhause erinnert hatte. Vom Körperbau glich es fast haargenau einem Voltenso, der Kamm am Kopf, aber auch die vergleichsweise dünnen Beine waren nur zwei Ähnlichkeiten. Allerdings schien es in einer Art Metallmantel gefesselt zu sein, so erstreckte sich pompöser Stahl direkt über seinen Kopf und auch jedes andere Körperglied war mit silberglänzender Härte versehen. Das besondere am Metall war außerdem, dass es sehr an das Kleid des aus Legenden bekannten Dialga erinnerte. Die roten Augen, die sich wie gefühlsneutrale Punkte in die Herzen der Feinde fraßen, waren dabei ein weiterer Vergleich.
In dieser Nacht war das sonst so häufig faulenzende Pokémon sehr wach. Es achtete auf jedes Geräusch und stellte die Stufe seines Lichts immer so ein, dass nähernde Feinde keinen Anhaltspunkt fanden. Nach einem lauten Rauschen in den Büschen hatte Voluntair seine Mitstreiter sogar für eine sehr lange Zeit im Dunklen gelassen.
In dieser Zeit brauchten sich Milena und Yana gegenseitig. Sie klammerten sich fest aneinander, um sich nicht zu verlieren. Sie redeten, was in der Lautstärke mehr einem Murmeln glich, dabei über Tätigkeiten, die sie in ihrer Welt gerne gemacht hatten. Auch Yana war erst seit kurzer Zeit zu den Verbündeten gestoßen, sodass sie ebenfalls noch sehr an ihrem zuhause hing.
Mit der Zeit kamen sie immer näher an ihre jetzige Situation und Milena nutze die Chance um Fragen, die sich im Laufe ihres Aufenthalts angehäuft haben, erklärt zu bekommen.
„Hast du eigentlich eine Ahnung, was es mit der „Polung“ auf sich hat?“
„Haha, das weiß wirklich keiner von uns, abgesehen von Dram, André und vielleicht dem Sturmduo. Die beiden Bosse halten sehr viel für sich geheim mit der Ausrede, sie wollen uns schützen und uns keine weitere Angst bereiten. Wir anderen hegen aber dennoch die Vermutung, dass es etwas mit dem Sinneswandel der Pokémon von vor etwa zwei Jahren zu tun hatte.“, erzählte Yana mit leichtem Sarkasmus in ihrer Stimme.
„Was ist eigentlich genau vor zwei Jahren passiert?“, fragte Milena interessiert nach.
„Wir haben die Order bekommen, dass wir es André und Dram überlassen, euch zu erzählen. Tut mir Leid“, antwortete Yana zwar gewissenhaft, aber auch bemitleidend. „Wenn die Zeit gekommen ist, wollen sie dir alles erzählen“.
„Wenn die Zeit gekommen ist? Wann ist die Zeit denn gekommen, wenn nicht jetzt? Ich höre etwas von Notstand, Polung und Reaktionen, die trübe und verletzt wirken. Ich komme mir vor wie ein Delphin, der in einem Käfig von einem Tor von dem Meer abgetrennt ist und es keine Person gibt, die dieses Tor öffnet?“, redete Milena all ihren Frust von der Seele.
„Du hast Recht“, erkannte Yana. „Nun gut, bitte sag den beiden nicht, dass du dein Wissen von mir hast. Auf ihre Rolle als Boss reagieren sie nämlich häufig sehr kleinlich.“
„Danke“, sprach Milena all ihre Verbundenheit in einem Wort aus.
Yana überlegte kurz wo sie anfangen sollte und holte tief Luft ehe sie die ersten Worte in den Mund nahm: „Nun gut. Ich habe gehört, dass du einem sehr gefährlichen Pokémon bei deiner Ankunft begegnet bist. Dieses Wesen war anscheinend sehr aggressiv und überhaupt nicht mit den Wesen von zuhause zu vergleichen. Es soll eine Zeit in dieser Welt gegeben haben, da waren die Pokémon in dieser Welt noch friedlich und halfen Dram und den anderen beim Aufbau dieses Lagers. Es gab eine allgemeine Harmonie und die einzigen kämpfenden Wesen waren Legion und Say, die beiden Kriegerpokémon, die du ja auch schon kennengelernt hast. Damals war der älteste Jo, der als einziger die 20er-Marke überschritten hatte. Auch Maria war damals schon unter den Verlorenen, allerdings war sie noch 19 Jahre alt. Carolin, Yannick, Mino, Jenny, du und ich, wir kamen erst nach diesem Zwischenfall in diese Welt. Dafür gehörten neben Jo noch vier weitere Verbündete zu uns, ich habe ihre Namen vergessen, aber es handelte sich um zwei Mädchen und zwei Jungen.
Vor zwei Jahren kam es zu besagtem Zwischenfall. Es gab wie so häufig Streit zwischen André und Jo und beide waren bemüht, ihre Vormachtstellung zu beweisen. Diese Meinungsverschiedenheit gipfelte in einem Pokémonkampf, den André und Blue knapp gewannen. Daraus resultierte zum ersten Mal in der Geschichte der Verlorenen ein Kampf auf Leben und Tod. Das Pokémon des jüngsten Mädchens, ein riesiger, tobsüchtiger Vogel, stieg in die Luft und zerstörte ohne Verstand alles, was ihm in den Weg kam. In Ekstase griff er dabei auch die Pokémon und die Menschen an, wenn du dir Drams Rücken ansiehst, so erkennst du noch die Verbrennungen der Feuerbrunst.
Nach diesem Vorfall teilten sich die Verlorenen in zwei Gruppen, die Leute um André blieben mit Dram im Lager, die anderen vier, darunter das jüngste Mädchen, verschwanden mit Jo als Anführer seit diesem Tag spurlos.
Der Vogel flog noch in seiner Tobsucht zum Berg und war scheinbar für den Angriff der Pokémon auf das Lager einige Tage später verantwortlich. Dieser Angriff prägte André sehr, da damals etwas ihm sehr wichtiges genommen wurde. Es handelte sich dabei um...“
Yana zuckte zusammen. Sie zitterte am ganzen Körper und schaute, sofern Milena es in dieser Dunkelheit erkennen konnte, starr zum Busch. Mit einem Mal entfuhr ihr ein ohrenbetäubender Schrei, der Milena zurück in die Realität holte. Voluntair sprang vor die beiden Mädchen und leuchtete mit jeder Sekunde heller, bis das ganze Lager und die umliegenden Bäume, mit Licht versorgt waren. Ein Gorilla-ähnliches Wesen, das im Schutze des Schattens noch aus zwei roten Augen bestand, trat hervor. Voluntair brüllte derweil einen Kampfschrei aus und entlud aus schwarzen Wolken einen bläulichen Blitz, der sich auf seinem Weg richtung Boden zweiteilte und die Luft zum Knistern bewegte. Milena und Yana liefen derweil zu ihrer eigenen Sicherheit weg von dem Szenario und beobachteten den Angriff aus sicherer Entfernung. Die Attacke des Stahlvoltenso traf mit einem Blitz den Angreifer selbst, mit dem anderen das Ziel. Voluntair schien dieser Stromschlag zu stärken, es stellte sich in die typische Kampfposition eines Hundes mit niedergebeugtem Oberkörper und sofort zum Sprint bereitstehenden Hinterbeinen. Der Gorilla schien den Blitzschlag ebenfalls gut verkraftet zu haben. Er stand auf zwei Beinen und schlug wild auf seine Brust. Der Angriff auf das Dorf startete, die Geschichte der Verlorenen wurde für Milena in diesem Moment sofort zur Nebensache. Das einzige, was jetzt zählte, war die Gegenwart.


Als André, Marc und Sven die Oberfläche erreichten, war der Schreck groß. Vor ihnen stand ein Wesen, das man keiner Gruppierung zuordnen konnte. Die Beschreibung, die am besten zu ihm passte, war die Bezeichnung „Ungeheuer“.
Es hinderte die drei auf ihrem Weg zum Berg, der sich bereits in unmittelbarer Nähe befand.
Die drei Verlorenen besprachen ihre weitere Vorgehensweise, während das Ungeheuer auf den ersten Angriff von ihnen wartete.
„Ok, ich verlasse mich auf euch. Viel Glück“. Das waren Andrés letzten Worte ehe er mit Blue in richtung Berg rannte. Legion, der Legionär und Say, der Samurai stellten sich derweil dem Kampf, Marc und André standen unterstützend hinter ihnen.

Die Nacht begann ruhig. Und doch würde sie ein weiteres Kapitel in der Geschichte der Verlorenen beschreiben. Die zwei Kämpfe von sehr starken Pokémon bildeten dabei nur die ersten Absätze, die Einleitung zu einem historischen Ereignis.



Neue Pokemon in diesem Kapitel: Suya, Voluntair, Gorilla

Fortsetzung folgt...


Credits: Folgende Sprites fanden den Weg in diese Geschichte:

Lil Bojelin - N-Friend (Kapitel 1)
Bluepoke - ShinyBlue (Kapitel 1)
Apocritar - U-Seigel (Kapitel 1)
Ghrost - violedra (Kapitel 3)
Samurai - N-Friend (Kapitel 4)
Legionär - Takua (Kapitel 4)
Tickigra - Xinen (Kapitel 5)
Blumengöttin - Armageddon (Kapitel 5)
Suya - Kirara (Kapitel 6)
Voluntair - arkani88 (Kapitel 6)
Gorilla - Strong_Kobayashi (Kapitel 6)


Ich danke allen Spritern für die Inspiration in dieser Geschichte. Falls das Auftauchen eines eurer Sprites nicht erwünscht wird (ich hab mir einfach mal das Recht genommen sie zu benutzen), so sagt mir das bitte. Ich werde diesen Teil dann ändern.
Eine Kleinigkeit noch: Ich bitte euch, die Menschen dieser Geschichte, die Besitzer der Pokemon (also eure Sprites) nicht mit euch zu vergleichen. So soll sich bitte keiner persönlich angegriffen fühlen, wenn ich etwas über die Entstehung der Pokemon sage ;D

Ich bitte um Kommentare und Verbesserungsvorschläge (;
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Re: Spriter's Paradise: Im Ban...

#728566 von N-Friend
22.10.2010, 01:38
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Re: Spriter's Paradise: Im Ban...

#728578 von el baku
22.10.2010, 09:41
Like it :)
Also erstmal find ich die Grundidee der Geschichte ziemlich gut, dass auch mal Sprites - von denen ja bekanntlich genug Material für viele Kapitel vorhanden sein sollte - in den FFs vorkommen bzw. im Mittelpunkt stehen. Die Geschichte vom Mädchen, dass in der Pokémonwelt landet, ist zwar nicht sonderlich neu, aber unter diesem Aspekt steht das Ganze mal in einem ganz anderen Licht da, und ich muss sagen, mir gefällt es ^_^
Den Anfang der Geschichte mag ich eigentlich auch, auch wenn ich es für ein bisschen banal und kurzgehalten halte, dass das Mädchen Lil Bojelin zeichnet und BOOM! fängt die Zeichnung an zu leuchten, es gibt in 2 Zeilen mehr Special Effects als nötig waren um Michael Douglas in Wall Street 2 gut aussehen zu lassen und das Mädchen landet in einer anderen Welt, wobei ich zugeben muss, dass mir wohl nichts besseres eingefallen wäre ^^"
Danach finde ich den Erzählstil der Geschichte eigentlich sehr gelungen, soweit ich dass nach dem bisherigen Stand beurteilen kann, auch die Art, wie die Pokémon/Sprites nacheinander in die Geschichte einfließen ist ziemlich gut strukturiert und macht Spaß zu lesen. Unweigerlich lachen musste ich, als der Trainer mit dem Bluepoké in den Kampf marschiert ist und heroisch, wie er ist, in den Kampf springt, das Mädchen rettet und mit einer Pokémon-Rechte verletztenden Waffe Apocritar quält (Naja, dazu will ich mal Seigels Meinung abwarten ^__^), wobei mir so der Gedanke kommt, dass ein anderer gewisser Spriter+Storywriter seine Finger da im Spiel hatte, auch wenn unter der Geschichte dieser schöne Southpark-artige Spruch angebracht, von wegen die Ähnlichkeiten wären unbeabsichtigt, und man solle sich nicht vergleichen ;D
Irgendwie habe ich auch so im Gefühl/Gedanken/Urin, dass die schon im Vorwort angesprochene FF von eben jenem glänzend blauen Spriter+Storywriter sein könnte, wobei ich mir vorstellen könnte, dass in dieser Geschichte Toolfische, Micky-Maus-Quaputzis und ein Trainer vorkommen, der sich schon beängstigend oft die Haare färbt.
Naja, soviel zum Kommentar zu einer noch relativ jungen und kurzen Geschichte, sowie zur FF-Vorhersage der nächsten Tage/Wochen/Zeit ^_^

Keep on writing =) (Boa, das wollte ich immer schonmal sagen <3)
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Re: Spriter's Paradise: Im Ban...

#728592 von ShinyBlue
22.10.2010, 11:24
Oha, eine neue Geschichte von einem alten Bekannten hat den Weg ins Board gefunden =o Ich tu jetzt mal überrascht.

Ja, das hast du gut gemacht, Friend. Auf der nach oben offenen Epicnessskala ist das schon eine Zahl, die ich aufgrund ihrer überdimensionalen Länge hier nicht hinschreiben will, diese Spriting-Idee. Sicher, das Grundmotiv sieht jetzt irgendwie gewöhnlich aus, Mensch kommt in neue, pokemondominierte Welt - aber was du mit einer kreativen Meisterleistung daraus zu machen gedenkst, ist so ungewöhnlich wie außergewöhnlich.
Dein Stil ist, wie sollte es anders sein, angenehm zu lesen und absolut passend für so eine fabulöse Story, einmal mehr zeigt der Herr N-Friend, wie man als Topschreiber mit Worten Atmosphäre schafft. Meine Hochachtung, Señor.
Bin mal gespannt, wie die Geschichte voranschreitet und welche Sprites noch die Ehre bekommen, hier verewigt zu werden, keep auf jeden Fall fleißig on writing!

Zum bakommentar:
Teils stimmen deine Vermutungen, teils nicht... Gestaltung und Persönlichkeit des Bluepokes obliegen dem Herrn N-Freund, über weitere Informationen kann ich keine Auskunft geben :x
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Re: Spriter's Paradise: Im Ban...

#728616 von U-Seigel
22.10.2010, 13:32
So, nachdem ich sie vor über 11h gelesen habe und mich hoffentlich noch an die grundlegende Story erinnern kann, kommentiere ich mal.

Dein Schreibstil ist wirklich gut. Du lässt den Leser im übertragenen Sinne mit seinen Fakémons :x mit der Hauptperson mitfühlen, beschreibst ihre Eindrücke sehr verständlich und ausführlich, als wäre es einem selbst widerfahren. Und wer das kann, dessen FF hat Potenzial. Ansonsten kann ich mich nur Herrn Blue und Herrn Baku anschließen.
Die Idee, Sprites von FanArtlern einzubauen (vielleicht ausschließlich, würde mich freuen), ist so awesome, dass ich die ausgelaugte Sache mit der in die Pkmn-Welt gesogenen Hauptperson einfach übersehen muss. Wie gesagt, vielleicht baust du auch noch Maps ein? :3

N-Friend hat geschrieben:Bis vor kurzem lag sie noch auf ihrer Liege auf der Terrasse und genoss den Sommertag, die Kälte war ein totaler Umschwung für sie.

Das irritiert mich allerdings ein wenig. Saß sie nicht direkt zuvor an ihrem Schreibtisch und zeichnete, als sie dann in die Parallelwelt gesogen wurde? Demnach macht für mich das "Bis vor kurzem" keinen Sinn, besser passen würde evtl. "In den letzten Tagen lag sie oft auf ihrer Liege..." oder "Dafür, dass sie den warmen Sommer gewöhnt war, der zurzeit bei ihr vorherrschte, war die Kälte..." usw usf.

Dann freue ich mich mal auf weitere Auftritte von Fanart-Werken, ich will jedenfalls schnellstmöglich weiterlesen~
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Re: Spriter's Paradise: Im Ban...

#728626 von Tialgo
22.10.2010, 13:49
uhh, eine Fanfiction! Sowas hab ich ja noch nie gesehen :D
[/sarkasmus]
.. jedenfalls, so eine noch nicht ;D
[/shlime]
immer wieder begeisterst du uns!.. ach fuck, jetzt bin ich mit den Formatierungen durcheinander gekommen [/shlime]

So, ich tu auch ganz überrascht wie blue und sage auch das gleiche wie er, nur etwas umgeschrieben, damit es so aussieht, als könnte ich konstruktive Kritik geben. Ich weiß, das du einmal ein Gänsefüßchen-Oben [/Deutschlehrer] vergessen hast, kurz vor der- weißt du was, ich linke dir die Stelle :D

N-Friend hat leider falsch hat geschrieben:Der junge Mann neben ihr öffnete erneut den Mund und rief seinem Pokémon etwas zu: „Blue, ich bin soweit. Milena drehte ihren Kopf in die Richtung des Mannes und erkannte, dass er eine Art Armbrust auf seinen Schultern trug.


aber ansonsten finde ich den Grundaufbau richtig cool. Da wird noch was draus *wuaha* ;D
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Re: Spriter's Paradise: Im Ban...

#728912 von Rumo
23.10.2010, 00:10
Tolle Idee, muss ich sagen - die Geschichte selbst ist zwar (bis jetzt) noch nicht so wahnsinnig spannend oder originell, aber allein die Idee aus den Sprites der Galerie eine Fanfiction zu basteln ist so genial, dass diese allein schon die Geschichte lesenswert und Appetit auf mehr macht.

Einen Vorschlag hätte ich aber noch bezüglich der Verlinkung der verwendeten Sprites: Dass sich diese momentan erst ganz am Schluss findet, empfinde ich als etwas unpraktisch, da der interessierte Leser beim Lesen so ständig rauf und runter scrollen muss (bzw. - wie ich - diese Links zuerst gar nicht findet und daher unter dem Lesen ständig von Hand in der Galerie nach den jeweiligen Sprites suchen muss). Am praktischsten fände ich persönlich es, wenn du die jeweiligen Sprites gleich bei ihrem ersten Auftreten einmal verlinken würdest - also z.B. so:
[...] Sie erkannte die Ursache für dieses Geräusch erst, als es direkt vor ihr war.
Eine überdimensional große Mücke landete auf zwei Beinen direkt vor ihr. Zwei große, orangene Augen schienen direkt in die ihre zu gucken. [...]
(also in etwa so, wie es in der Wikipedia gehandhabt wird
Oder aber - wenn dir das vielleicht aus ästhetischen oder sonstigen Gründen nicht zusagt - dass du zumindest am Ende jedes Kapitels alle darin auftretenden Pokemon verlinkst (was im Moment natürlich nichts ändern würde - aber sobald die Zahl der Kapitel mal etwas höher wird...).

Die Credits-Liste am Ende kannst du (bzw. sollst du sogar) trotzdem behalten - so eine Übersicht aller bereits verwendeter Sprites ist ja auch eine interessante Sache (außerdem hast du hier auch die Möglichkeit die jeweiligen Spriter mit anzugeben).


Ansonsten schließe ich mich aber einfach meinen Vorlesern (also im Sinne von "vor mir gelesen habenden" und nicht "mir vorgelesen habenden" natürlich ^^) an: Schreib nur so weiter - und wenn du nicht zu schnell schreibst, lese ich vielleicht sogar weiter mit :D
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Re: Spriter's Paradise: Im Ban...

#730415 von N-Friend
28.10.2010, 18:55
So Kapitel 2 ist online, für euch wahrscheinlich eher langweilig, da keine neuen Sprites auftauchen, aber ohne dieses Kapitel wäre der weitere Verlauf der Geschichte wohl nicht möglich^^

Ich bedanke mich jedenfalls für die sehr zahlreichen Kommentare und bin froh, dass die Idee doch recht gut angekommen ist.

baku hat geschrieben:Irgendwie habe ich auch so im Gefühl/Gedanken/Urin, dass die schon im Vorwort angesprochene FF von eben jenem glänzend blauen Spriter+Storywriter sein könnte

Omg, du solltest Hellseher werden =o Auch wenn ich keine Ahnung habe, was Blue uns in seiner FF noch so offenbart ;D

Rumo hat geschrieben:Oder der aber - wenn dir das vielleicht aus ästhetischen oder sonstigen Gründen nicht zusagt - dass du zumindest am Ende jedes Kapitels alle darin auftretenden Pokemon verlinkst (was im Moment natürlich nichts ändern würde - aber sobald die Zahl der Kapitel mal etwas höher wird...).

Das ist wirklich eine gute Idee. Das andere mach ich lieber nicht, da ich sehr viel wert darauf lege, die Pokemn in meiner Geschichte gut zu beschreiben und sie nicht sofort durch das Pokemon wissen, wie sie aussehen. Und der ästethische Faktor spielt da natürlich auch eine Rolle^^


Also, danke für eure Kommentare, ich hoffe ich kann bald wieder neue Sprites einfügen ;D Btw wundert es mich etwas, dass niemand die Parallele zu den Digimon genannt hat, die mir beim Schreiben auch immer wieder durch den Kopf ging und um die ich gebangt habe xP
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Re: Spriter's Paradise: Im Ban...

#730418 von Tialgo
28.10.2010, 19:14
Whoohoo!

Ein neues Kapitel einer neugeborenen Ideenreihe. Eine neue Schreibweise, eine neue Formatierungsart, neue Charaktere, ein neuer Raum, neue Menschen, neue Pokémon, neu neu neu!
Du solltest dich nicht in.. ehh.. dingenskirchen Umbenennen, sondern in Neutyp! :D

Du bist cool, das wissen wir ja, und das du cool schreibst, weiß ich auch. Ich habe das Kapitel genossen, auch wenn der letzte Satz wohl irgendwie fehlt ô_o ;D

Keep on Writing
~Tialgo
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Re: Spriter's Paradise: Im Ban...

#730481 von Rumo
28.10.2010, 22:58
Wieder ein schönes Kapitel - auch wenn es (wie die Kapitalüberschrift es schon vermuten ließ) nicht besonders viel neues bietet (wobei, am Ende ja dann eigentlich doch eine wichtige Information enthalten ist) und die Geschichte nicht wirklich vom Fleck kommt (welch genialer Wortwitz... :tja: )


Was mir persönlich als großer Fan langer Absätze im Allgemeinen und dem Einsatz von Absätzen zur Strukturierung der Geschichte im Besonderen nicht so gefällt, ist - Überraschung! - die Verwendung eben dieser Absätze. Von diesen gibt es für meinem Geschmack im neuen Kapitel nämlich ein bisschen sehr viele. Im Grunde hast du einfach alle normalen Absätze noch durch eine Leerzeile erweitert - der Sinn davon erschließt sich mir allerdings nicht ganz: Zum einen geht dadurch die Möglichkeit verloren mit Hilfe des "Doppelten Absatzes" (also eigentlich: Absatz + Leerzeile) zusätzliche Strukturen innerhalb eines Kapitels zu schaffen und zum anderen hemmt das auch ein wenig den Lesefluss (zumindest geht mir das so).

Aber zurück zum eigentlichen - also dem Text selbst:
Trotz eines misstrauenden Blickes bedankte sie sich und aß die Pflanzen mit zugekniffenden und angewiderten Augen.
Meinem Gefühl nach müsste es eher "misstrauischer Blick" heißen - zumindest klingt "misstrauender Blick" für mich irgendwie seltsam.
Außerdem habe ich mich bei diesem Satz spontan gefragt, ob man Augen überhaupt noch einen besonderen Ausdruck ("angewidert") haben können, wenn sie zu sind. Meiner Meinung nach hat man dann eher einen angewiderten Gesichtsausdruck, zu dem dann natürlich auch die zugekniffenen Augen beitragen, aber den sie alleine noch nicht erzeugen könnten (okay, der Satz ist jetzt ein wenig seltsam geworden - ich hoffe du verstehst trotzdem,w as ich meine ^^).

Und einen Satz noch aus dem Prolog - dass ich auf den erst jetzt gestoßen bin, liegt daran, dass ich im neuen Kapitel etwas irritiert davon war, dass der Junge plötzlich davon spricht, dass es in der "normalen" Welt Pokemon gibt. Irgendwie hatte ich nämlich bislang gedacht, dass dem nicht so wäre (sondern das Mädchen eher in unserer Welt lebt). Evtl. liegt das ja auch an besagtem Satz aus dem Prolog:
[...] zahlreiche Fotos von Pokémonbildern, wie man sie in dieser Welt direkt vor der Haustür machen konnte.
Wenn es das besagen soll, was ich denke, dass es das soll (nämlich dass es in dieser Welt tatsächlich echte Pokemon gibt, die dort überall herum laufen), dann müsste es doch eigentlich "Fotos von Pokémon" heißen und nicht "von Pokémonbildern" - denn wenn die Pokemon dort in Natura rumlaufen, macht man die Fotos doch wohl direkt von den Pokemon und nicht von Bildern von den Pokemon. Außerdem würde dann auch gleich am Anfang klarer werden, dass es in dieser Welt echte Pokemon gibt.


Auf jeden Fall bin ich aber schon sehr gespannt auf die nächsten Kapitel und hoffe, dass dort wieder ein wenig mehr des "Spriter's Paradise"-Charakters vorkommt (sprich aus der Galerie "entsprungene" Pokemon :-)
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Re: Spriter's Paradise: Im Ban...

#730565 von ShinyBlue
29.10.2010, 16:24
Für ein Fillerkapitel virtuos. Das macht einen guten Autor eben auch aus, es passiert nix und der Leser freut sich trotzdem. So oder so ähnlich xD

Joa, du bist stilistisch oberste Liga, Friend. Deine Beschreibungen haben den unaufdringlichen Retro-Fantasy-Charme, mit dem du damals bei den Feuerreitern schon geglänzt hast, und du entwickelst dich stetig weiter. Die Digimon-Referenz gab dem Ganzen noch ein wenig Realitätsnähe, gefällt mir sehr gut ^^

Freue mich aufs nächste Kapitel und auf die nächsten Sprites. Und darauf, wies mit dem Bluepoke weitergeht :3

Kommentare zu dir fallen immer so kurz aus, weil du so wenige Fehler machst. Mach mal mehr Fehler beim nächsten Kapitel, dann kriegste auch einen längeren Kommentar.

Keep on writing ;D
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Re: Spriter's Paradise: Im Ban...

#730838 von gscHunter
30.10.2010, 18:30
so ich hab mich auch durch diese FF gelesen und muss sagen, dass sie mir gefällt. Im ersten Kapitel, das heraufbeschwören einer komplett anderen situation der actionreiche zweite Teil und dann ein Aufklärendes zweites Kapitel, schön aufgebaut.
Am meisten gefällt mir, wie du den Kampf beschrieben hast. Was du vieleicht inhaltlich noch mit erklären könntest ist dieses "Wir" ich vermute, dass schon mehrere Personen in die Situation geraten sind und der junge desswegen von einem "Wir" spricht (aber das ist nur spekulation -- noch) und vlt hätte sich der Junge noch vorstellen können. Das fehlt aber nicht direkt.
Also keep on writing ich mag die story. (es geht bestimmt darum, wie man aus der paralellwelt wieder raus kommt)
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Re: Spriter's Paradise: Im Ban...

#730842 von Furanty
30.10.2010, 18:45
Aha. Was ist das? Fanart, die die Fanfiktionen okkupieren will? Nein! Nicht mit mir! Aber ... whoa ... diese Qualität ... ich will zwar nicht aber ... diese Fanartfiktion ist ... gut?!

Nein, ist sie wirklich... Aber nicht so gut, dass ich neidisch werde. Nein! Wirklich nicht! Na ja, vielleicht etwas *schmoll*

Schöner Stil und ich erwarte hier eindeutig mehr.

Keep on writing, Blauhaupt
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Re: Spriter's Paradise: Im Ban...

#732020 von N-Friend
04.11.2010, 00:28
Es tut mir echt soooo unendlich Leid, dass ich ein Neues Kapitel geschrieben habe, ohne viele neue Sprites vorzustellen. Ich verfehle echt den Sinn meiner Story Dx

Naja, Kapitel 3 ist nun online. Enthalt ein paar Informationen über den Ort, die Personen und der Spriter's Paradise. Ist echt nicht lang, aber es waren wohl die Beschreibungen, die dieses Kapitel weiterführten. Und die Philosophie, die vor allem im letzten Abschnitt noch mal verdeutlicht wird und sich im weiteren Verlauf der Story antreffen lässt.

Also, sorry dass es nur ein neues Pokemon in dieses Kapitel geschafft hat, aber ich verspreche für das nächste mal, dass es mehr als 8 neue Sprites sind, die vorgestellt werden ;D

So, nun aber Danke an alle Kommentatoren. Ich bin wirklich glücklich, so viele Kommentare zu bekommen und hoffe meine Geschichte findet wirklich s viel Anklang wie es erscheint (;

Rumo hat geschrieben:...die Geschichte nicht wirklich vom Fleck kommt..

Das wirst du leider häufiger bei mir vorfinden. Ich kann soviel Nonsense in die Geschichte bringen, das dass schon als der eigentliche Inhalt angesehen wird xD

Wenn es das besagen soll, was ich denke, dass es das soll (nämlich dass es in dieser Welt tatsächlich echte Pokemon gibt, die dort überall herum laufen), dann müsste es doch eigentlich "Fotos von Pokémon" heißen und nicht "von Pokémonbildern" - denn wenn die Pokemon dort in Natura rumlaufen, macht man die Fotos doch wohl direkt von den Pokemon und nicht von Bildern von den Pokemon. Außerdem würde dann auch gleich am Anfang klarer werden, dass es in dieser Welt echte Pokemon gibt.

Ok, andererseits lasse ich wichtige Informationen nur in Nebensätzen verschwinden. Also 99% Nonsense, 1% den man leicht übersieht wichtig... oder so ähnlich.^^ Du hast natürlich recht, sowas passiert wenn man das Kapitel nochmal überarbeitet, aber nicht alles verbessert. Bilder von Pokemon fand ich etwas seltsam, deswegen hab ich das durch Fotos ersetzt... tja leider nicht alles xD
Was mir persönlich als großer Fan langer Absätze im Allgemeinen und dem Einsatz von Absätzen zur Strukturierung der Geschichte im Besonderen nicht so gefällt, ist - Überraschung! - die Verwendung eben dieser Absätze.

Das ist jetzt wirklich crazy xD Du hast wieder Recht, das sah wirklich recht schäbig aus (und zudem noch so viel, das schreckt die Leser doch ab =P). Ich hatte immer schöne Blocktexte ohne Absatz. Und meine Absätze gefielen mir nie wirklich, daher muss ich da noch vieles ausprobieren. Mit dem Absätzen bei wörtlicher Rede kam ich immer gut durch, was anscheinend daran liegt, dass meine restlichen Geschichten so gut wie nie wörtliche Rede haben. Indem Sinne ist die Geschichte stilistisch schon ganz anders als meine anderen Werke (also kannst du ja zum Vergleich der Ruf der Meere lesen *hust* *werbung*). Jetzt in diesem Kapitel hab ich einfach mal blondis Struktur kopiert, die bei den Usern immer gut ankam und ich dachte ich wäre der einzige, der diese nicht mag. Aber danke für die Bestätigung, dass ich anscheinend doch nicht so eine Geschmacksverkrümmung habe. Nunja, hab jetzt wieder was neues probiert, vor wörtlicher Rede ein schöner Gedankenstrich (wie paradox x) ). Ich hoffe es ist nun besser und leichter zu lesen.


So ich wünsche ich nun noch viel Spaß beim Lesen ;D

PS: Diesmal hab ich darauf geachtet, dass der letzte Satz wirklich beendet ist xP
PPS: Was man doch alles schreiben kann, wenn man unschuldig ein neues Kapitel ankündigt oO
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Re: Spriter's Paradise: Im Ban...

#732203 von Rumo
04.11.2010, 22:15
Schönes Kapitel - hat auch wieder etwas mehr Handlung als das letzte und vor allem deutlich mehr neue Pokemon :D

Wobei ich nicht glaube,
dass es nur ein neues Pokemon in dieses Kapitel geschafft hat
Ich habe nämlich mindestens zwei gefunden, vermute sogar, dass es drei sind - bei einem bin ich mir aber noch nicht 100%ig sicher, ob es wirklich ein Pokemon oder doch ein weltweit operierender Industriekonzern ist.

Und wo ich grade am Erbsenzählen bin:
„Ich bin André, bin 19 Jahre alt und lebe schon seit 3 gottverdammten Jahren in dieser Hölle. Und du?“, fuhr er mit einem Lächeln fort.
„Du lebst wirklich schon so lange ohne deine Familie und deine Freunde?“ Bei dieser Frage musste sie tief schlucken, da sie wusste, dass die Antwort nichts Gutes bedeuten würde.
- „Ja, in etwa drei Jahre.
Er lebt in drei Jahren seit drei Jahren in dieser Hölle - das heißt ja dann, dass er ungefähr vor ein paar Tagen hier angekommen ist (und in dieser Zeit um 3 Jahre - von 16 auf 19 - gealtert ist), oder? ^^

müssten wir mit dir ungefähr 11 sein.
Ungefähr? Wozu werden die Neuzugänge denn registriert, wenn man die Gesamtzahl dann doch nur so ungefähr weiß (mal abgesehen davon finde ich als Mathematiker, dass man, wenn man es nicht genau weiß, immer runden sollte - und da es keine ,5-Personen gibt, müsste man in dem Fall zumindest auf Zehner runden :P )

N-Friend hat geschrieben:Das wirst du leider häufiger bei mir vorfinden. Ich kann soviel Nonsense in die Geschichte bringen, das dass schon als der eigentliche Inhalt angesehen wird xD
Dazu möchte ich jetzt aber doch noch eines anmerken:
Anonym hat geschrieben:Was mir allerdings etwas sorgen bereitet ist, dass du dich sehr viel mit Nonsense beschäftigst.
:D



So, jetzt ist aber Schluss mit der Korinthenkackerei und damit komme ich zum Positiven:
du wirst deine Familie, deine Freunde und deine Pokémon niemals wieder sehen.
[...]
Abzüglich der Fünf, die uns vor zwei Jahren verlassen haben und die nie wieder aufgetaucht sind,
Um solche - und ähnliche - Nebensätze rauszuhauen muss man ja schon entweder sehr zynisch, sadistisch oder sehr depressiv/pessimistisch sein; bin mal gespannt, was davon zutrifft, wobei ich momentan am ehesten zu letzterem tendieren. Zu der Lage des Jungen würde ja eigentlich alles passen. Um aber auf den Punkt zu kommen : Während ich Milena momentan noch etwas blass finde, ist André schon ein richtig interessanter Charakter.

Außerdem enthält das neue Kapitel auch noch meine bisherige Lieblingsszene, nämlich die mit dem Ghrost aus der Wundervase :)


Und ja, deine Absatzeinteilung gefällt mir wirklich, deine andere(n) FF(s) werde ich sicher auch irgendwann mal lesen - Vorrang haben erstmal aber die aktuellen FFs und mir noch unbekannten Autoren (wenn du richtig Werbung machen willst, solltest du den Gegenstand der Werbung übrigens auf jeden Fall verlinken - bei der unter der heutigen Jugend grasierenden Suchfaulheit bringt das sonst nämlich nix ^^) und die neue Kennzeichnung der wörtlichen Rede finde ich sogar auch ganz nett. Zwar ist der Bindestrich hier wohl etwas missbräuchlich eingesetzt, aber ich sehe das jetzt einfach mal als Mittel zum Zweck, nämlich der Erzeugung eines optischen Einschubs, was im Forum ja nicht so einfach mittels eines Tabulators geht, an (habe ich jetzt eigentlich alle angefangenen Halbsätze wieder beendet? Ich mach auf jeden Fall trotzdemwieder nen neuen auf: ), was ich eigentlich ganz schön finde, da es die Lesbarkeit unterstützt (im Gegensatz zu zum Beispiel dem Schreiben in extrem verschachtelten und unverständlichen Sätzen, was in dem Fall aber - ernsthaft - keine Absicht, etwa weil ich jetzt mit Zwang lustig sein wollte oder so, war, sondern sich einfach so ergeben hat - nur gut, dass niemand seine FFs in diesem Stil schreibt; das würde meinen Lesezeitplan dann nämlich doch ein wenig durcheinander bringen).

Wie dem auch sei: Schreib schön weiter - aber auf keinen Fall so wie ich ^^
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Re: Spriter's Paradise: Im Ban...

#733027 von ShinyBlue
07.11.2010, 15:59
Okay, aufgrund akuten Zeitmangels im Endstadium kommt nun der sehr kurze Kommentar, dessen zantrale Kernaussage "dieses Kapitel gefällt mir" lautet und an den die kultige Aufforderung "keep on writing" angeknüpft ist.

Nun, du machst so adventureeposmysterymäßig weiter. Will heißen, du bleibst deinem Stil treu, machst, was du am besten kannst, brillierst stilistisch und schaffst eine interessante Welt mit einnehmender Atmosphäre, auf deren weiteren Ausbau ich mich in den nächsten Kapiteln sehr freue. Kritik kann ich aktuell nur wenig anbringen, vielleicht so ein bisschen an der Hauptperson, deren Ecken und Kanten mir noch fehlen. Das ist mir auch schon damals bei Ruf der Meere aufgefallen, du nimmst einen deiner Fav-Mädchennamen, gibst der Person einen unscheinbaren Charakter und los gehts. Ich weiß, dass du da viel mehr draus machen kannst. Grade wenn man sieht, wie unglaublich talentiert du darin bist, das Drumherum so aufzubauen, dass man den Mund vor Staunen gar nicht mehr zu bekommt, muss man sagen, dass da Steigerungspotenzial liegt, aber das ist Meckern auf höchstem Niveau. Die punktuelle Verwendung der Galeriesprites find ich schön, nicht so inflationär wie bei mir und immer zur Situation passend, aber pöse, dass du mir Erdrangar weggeschnappt hast, duh. Bin mal gespannt, wies weitergeht, keep on writing!
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Re: Spriter's Paradise: Im Ban...

#743129 von Furanty
23.12.2010, 20:14
Ah, ein Mädchen, verschollen in einer anderen Welt. Sowas klingt schon mal ganz nett und spricht mich sogar an (auch wenn ich nen süßen männlichen Protagonisten ansprechender fände :x)
Stilistisch mag ich es, wie du Absätze setzt. Dein Satzbau ist ganz normal, nicht zu ausgefallen und sehr leserlich. Und was ich ganz toll finde, du schreibst ziemlich umgangssprachlich und nicht so literarischhochnäsig wie andere. Das gibt der Geschichte irgendwie was persönliches.
Ich mag deine Charaktere. Auch wenn Milena weiblich ist, finde ich sie interessant. Sie hat sowas unschuldig-unscheinbares an sich, wirkt geheimnisvoll und doch stark. Ihr Schicksal ist natürlich tragischtraurig, aber eröffnet ihr eine ganz neue Palette an Abenteuer und uns diese Geschichte hier. André wirkt da ganz passend als sensibler Ansprechpartner, den man in solchen Situationen braucht.
Gut, ich kann keine Kommentare schreiben, dass sehe ich jetzt wieder. Trotzdem hoffe ich, dass du mich noch magst. Ist ja schließlich Weihnachten.
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Re: Spriter's Paradise: Im Ban...

#746404 von N-Friend
02.01.2011, 23:22
So, Kapitel 4 ist nun online. Dieses Kapitel ist sozusagen der Vorgeschmack auf das, was euch in dieser Geschichte erwartet. Eins sei gesagt, es ist nicht nue ein Drama ;D

N-Friend hat geschrieben:Also, sorry dass es nur ein neues Pokemon in dieses Kapitel geschafft hat, aber ich verspreche für das nächste mal, dass es mehr als 8 neue Sprites sind, die vorgestellt werden ;D

Ich gebe zu, ich habe euch 8 verschiedene Pokemon versprochen - am Ende wurden es nur 2..... aber dafür bleiben die restlichen 6 für die nächsten Kapitel gespart (;
Rumo hat geschrieben:Ich habe nämlich mindestens zwei gefunden, vermute sogar, dass es drei sind - bei einem bin ich mir aber noch nicht 100%ig sicher, ob es wirklich ein Pokemon oder doch ein weltweit operierender Industriekonzern ist.

K, passiert, wenn man bekannte Galerie Namen verwendet xD Ja, aufmerksame User könnten schon mehr finden, allerdings hab ich in dem Kapitel nur eines vorgestellt und darum ging es mir^^
Ungefähr? Wozu werden die Neuzugänge denn registriert, wenn man die Gesamtzahl dann doch nur so ungefähr weiß (mal abgesehen davon finde ich als Mathematiker, dass man, wenn man es nicht genau weiß, immer runden sollte - und da es keine ,5-Personen gibt, müsste man in dem Fall zumindest auf Zehner runden :P )

Ich möchte mich zwar nicht rausreden aber ich kann dir sagen - es hat seinen Grund, warum da ungefähr steht =P Hat auch was mit dem Charakter des Sprechers zu tun, soviel sei gesagt.



Ich wünsche euch viel spaß beim lesen und kommentieren ;D
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Re: Spriter's Paradise: Im Ban...

#747284 von ShinyBlue
06.01.2011, 00:12
Das Sturmduo - und ich dachte, Barrios spielt im Ein-Mann-Sturm vor einer offensiven Dreierreihe? Aber lassen wir die Fußballanekdoten, kommen wir zum Positiven: Der Geschichte.

Du fährst hier eine Schiene, die ich lange genug als Beifahrer mitgefahren bin, um zu wissen, dass du hier voll in deinem Element bist. Tatsächlich ist die Grundstimmung ähnlich fantastisch-retro-abenteuerlich wie bei den Feuerreitern, durch die geschickte Verwendung verschiedener Galeriesprites erzielst du einen ähnlichen Effekt wir bei den Feuerreitern durch CaP-Projekt usw. Das ist toll und Grundgedanke deiner SP-Reihe. Wo ist der "Gefällt mir"-Button?

Die beiden verwendeten Sprites möchte ich einmal kurz über den grünen Klee loben. Den beim Samurai und dem goldenen Krieger hatte ich immer schon die Assoziation, dass die beiden gute Krieger-Pokes für eine FF werden könnten. Die beiden gehören für mich einfach zusammen, obwohls dafür keinen Grund gibt. Also hervorragende Spriteauswahl, du bist im Recall!

Dein Talent zur detailgenauen Beschreibung atemberaubender Kampfszenen muss an dieser Stelle natürlich erwähnt werden. Ähnlich inhaltsreich wie mein letztes Kapitel und mindestens genau so lesenswert ;D Bin mal gespannt, wie du loslegst, wenn die Geschichte an Fahrt aufgenommen hat. Auf einem guten Weg biste jedenfalls, Friend.

Keep on spritersparadising!
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Re: Spriter's Paradise: Im Ban...

#783721 von N-Friend
14.04.2011, 14:40
Ich habe mich entschlossen, diese FF, die ich aus persönlichen Gründen erst einmal zur Seite geschoben habe, wieder aufzunehmen. Kapitel 5 ist draußen.

Wie es von mir gewohnt ist, sehr viel Zeit gebraucht, sehr wenig geschrieben.... immerhin hab ich jetzt den Grundstein für eine hoffentlich interessante Entwicklung geschafft und der SPaß an dieser Story könnte die nächsten Tage, Wochen, Monate wiederkommen... ;)

Viel Spaß!
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Re: Spriter's Paradise: Im Ban...

#784529 von Rumo
16.04.2011, 18:16
Ein guter Grundstein für eine viel versprechende Geschichte - in der Tat! Die Einleitung ist somit geschafft und die eigentliche Haupthandlung beginnt sich abzuzeichnen.
Überhaupt scheint mir das neue Kapitel vor allem ein "Übergangskapitel" zu sein: Während ich den ersten Teil mit der Beschreibung der verschiedenen "Verlorenen" und ihrer Partner eher noch der Einleitung zuordnen würde, beginnt im zweiten Teil mit Ghrosts Botschaft schon der Handlungsstrang, der sich - so vermute ich jetzt einfach einmal - durch die folgenden Kapitel hindurch erstrecken wird. Auf jeden Fall möchte ich nach diesem (viel zu kurzen ^^) Kapitel unbedingt wissen wie es weiter geht - und hoffe sehr dass wir darauf nicht noch mal drei Monate warten müssen :)

Zum Kapitel selbst kann ich jetzt ehrlich gesagt gar nicht so viel sagen, nur eine stilistische Sache ist mir aufgefallen: und zwar scheinst du irgendwie kein großer Freund des Plusquamperfekts zu sein - denn gerade in diesem Kapitel, in dem es ja gleich mehrere Rückblicke gibt, wäre die Vorvergangenheit an einigen Stellen eigentlich durchaus sinnvoll und würde auch das Verständnis der zeitlichen Zusammenhänge erleichtern:
Ganz selten wurde ein Wildschwein oder ein anderes, wild lebendes Tier gefunden. Während Milenas Aufenthalt gab es diese Seltenheit jedoch noch nicht.
-> "Während Milenas Aufenthalt hatte es diese Seltenheit jedoch noch nicht gegeben" - andernfalls klingt es mehr wie eine Vorgriff eines allwissenden Erzählers, was ich an dieser Stelle aber eher seltsam fände..
Die einzige Person, die Milena noch nicht kennenlernen durfte, war Dram.
-> "Die einzige Person, die Milena noch nicht hate kennenlernen dürfen, war Dram" - ansonsten klingt es als wäre es ihr verboten ihn kennen zu lernen.
Notstand, das gab es bisher erst ein Mal in dieser Welt ...
-> "Notstand, das hatte es bisher erst ein Mal in dieser Welt gegeben ..." - so versteht man beim Lesen schneller, dass sich das auf ein vergangenes Ereignis bezieht.

Ansonsten ist mir aufgefallen ist, dass ich allmählich alt werden - obgleich deine FF erst 5 Kapitel hat, muss ich die ersten 4 wohl demnächst noch mal lesen, bevor es mit der Geschichte richtig los geht - aber gleichzeitig hoffe ich natürlich auch, dass du mir dazu nicht all zu viel Zeit lassen wirst... :lol:
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Re: Spriter's Paradise: Im Ban...

#786304 von N-Friend
20.04.2011, 17:20
Vielen Dank für deinen Kommentar (:

Es hat tatsächlich weniger als eine Woche gedauert, ehe das nächste Kapitel erscheint. Kapitel 6 ist jetzt draußen, in meinen Augen auch wirklich gelungen. Ich denke JETZT ist wirklich der Grundstein für eine ordentliche Story gelegt, Beschreibungen, Inoformationen und ein klein wenig Spannung sind in diesem Chapter enthalten. Ja, ich freue mich gerade einen Keks darüber, ich hoffe es gefällt euch auch. Viel Spaß beim Lesen ;D

mfg
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Re: Spriter's Paradise: Im Ban...

#788534 von Rumo
25.04.2011, 01:25
Du möchtest also einen NF-Kommentar zu deiner eigenen FanFiction - nun, dann werde ich das eben einmal versuchen:


In der Regel beginnt so ein typischer NF-Kommentar ja mit der Ankündigung, dass du mit Sicherheit einen Großteil dessen, was du eigentlich schreiben wolltest, vergessen wirst - nun, damit habe ich kein Problem; dank meines fortgeschrittenen Alters ergibt sich das sowieso von ganz alleine. Darauf folgt dann in der Regel noch der ein oder andere Gefahrenhinweis in Bezug auf den sich anschließenden Kommentar, etwa die - in der Regel durchaus zutreffende Prognose, dass du im Laufe des Kommentars immer mal wieder ein wenig abschweifen wirst. Auch das lässt sich noch relativ mühelos übertragen: Denn Abschweifen tu ich erstens auch ständig und habe es zweitens so eben schon mustergültig vorgemacht: Denn eigentlich wollte ich ja einen Kommentar zu deiner FanFiction und keinen Kommentar zu deinen Kommentaren schreiben. Womit ich auch schon auf der nächsten Metaebene angelangt wäre, nämlich bei einem Kommentar zu meinem Kommentar zu deinen Kommentaren, was jetzt im Grunde selbst schon wieder ein Kommentar zu meinem Kommentar zu diesem Kommentar zu ... - aber ich schweife ab!

Also zurück zu deiner Geschichte: Häufig beginnst du deine Kommentare mit einigen Überlegungen zum Titel der zu kommentierenden FanFiction, wobei mir auffällt, dass ich eben diesen Titel deiner FanFiction bislang fast völlig ignoriert habe - jedenfalls den zweiten Teil. Evtl. liegt das daran, dass hier bislang eigentlich noch gar kein rechter Zusammenhang zwischen diesem und deiner Geschichte zu erkennen war (oder zumindest habe ich keinen solchen erkannt). Ich hatte bei diesem Titel ja am ehesten mit einer Liebesgeschichte gerechnet, zumindest ist Liebe das Gefühl, dass ich als erstes damit assoziieren, dass man von diesem in einen Bann geschlagen werden kann. Das hat mich - um ehrlich zu sein - erst einmal eher abgeschreckt, denn Liebes- bzw allgemein Beziehungsgeschichte zählen nicht unbedingt zu meinen favorisierten Literature-Genres (was nicht heißt, dass ich nur Geschichten mag, in denen sämtliche Gefühle außen vor bleiben - ganz im Gegenteil..., aber ich schweife ab ^^). Na, jedenfalls entspricht deine Geschichte dieser Erwartung bislang in keinster Weise (worüber ich sehr erfreut bin :D ), dafür aber wusste ich - wie gesagt - bislang auch nicht wirklich, wo genau da der Bezug vom Titel zur Geschichte ist. Nach den letzten beiden Kapitel ist da in meinem Kopf aber wieder eine kleine Theorie hierzu entstanden (womit ich beim nächsten Punkt eines NF-typischen Kommentars angelangt wäre: dem Spekulieren): Bei der Veränderungen, die offenbar vor einigen Jahren in dieser Welt geschehen sind und über die man nun zum ersten Mal ein paar nähere Informationen erhält, scheinen ja Gefühle eine nicht ganz unbedeutende Rolle gespielt zu haben. Ein Streit war der Auslöser für die Trennung der Gemeinschaft, die Veränderung selbst beschreibst du mit zahlreichen Gefühlen ("Ekstase", "tobsüchtig", "ohne Verstand", André wurde etwas wichtiges (mit großer Wahrscheinlichkeit von ideeller Wichtigkeit) genommen) und auch den feindlichen Pokémon werden meist negative Gefühle (z.B. Aggressivität) zugeschrieben. Daher könnte ich mir vorstellen, dass eben diese Pokémon seit der besagten Veränderung im Bann bestimmter Gefühle stehen (und deswegen auch so handeln wie sie es eben tun) und vielleicht - aber damit lehne ich mich jetzt schon sehr weit aus dem Fenster - besteht dann einer der "Hauptquests" der Geschichte darin, genau diesen Bann zu brechen. Nun, wir werden sehen...

Nachdem nun also die Punkte "lustiges Titelinterpretieren" und "fröhliches Spekulieren" abgearbeitet sind, gilt es sich an einen weiteren besonders wichtigen und besonders NF-typischen Punkt heran zu wagen: Einer Beschreibung wie du (also in diesem Fall ich) dich bzw mich beim Lesen der Geschichte gefühlt/empfunden hast (sprich habe). Dies ist zugleich ein sehr cleverer Teil eines jeden Kommentars (denn genau das ist es ja eigentlich, was einen Autor am meisten interessiert: wie seine Geschichte beim Leser ankommt) aber auch ein besonders schwierig zu schreibender (jedenfalls geht mir das so - schweife ich gerade ab?). Nun, ich versuche es einfach einmal:
Zunächst einmal bin ich noch immer jedes Mal aufs neue begeistert davon, wie gelungen du die einzelnen Fanart-Sprites in die Geschichte einbringst. Es ist einfach etwas ganz besonderes, wenn man inmitten einer Beschreibung plötzlich merkt: "Hey, den Sprite kenne ich doch! War das nicht...?" Dabei finde ich es auch schön, wie du eine Mischung zwischen neuen und alten Sprites ("Klassikern") findest, und darüber hinaus faszinierend, wie gut diese einzelnen Sprites sich in deine Geschichte einfügen - manchmal meint man fast sie wären gerade für diese Geschichte geschaffen worden. Ein ganz besonderes Schmankerl war übrigens in meinen Augen die Beschreibung von arkanis Voluntair im letzten Kapitel, da hier nicht einfach nur der Sprite beschrieben wurde, sondern dabei in gewisser Weise auch noch der Schaffensprozess dieses Sprites mit in die Beschreibung eingebaut wurde ("ein Voltenso, gefangen in einem Dialga-ähnlichen Metallmantel") - treffender könnte man diesen Sprite gar nicht beschreiben.
So, aber bevor ich mich vollends im Schwärmen verliere (NF-Standard-Aussage 3b: erledigt), komme ich mal zu dem Punkt, den du selbst immer wieder als einen deiner Schwachpunkte bezeichnest: Die Charaktere! Nun, um ehrlich zu sein, diese sind in dieser Geschichte tatsächlich so etwas wie ein "Schwachpunkt" (was nicht wirklich heißt, dass sie "schwach" sind - nur eben nicht ganz so gut wie der Rest (die Ideen, die Geschichte selbst, der Schreibstil, die Spannung, ...)) - noch! Denn ich habe eigentlich nicht das Gefühl, dass die Charaktere an sich schwach oder gar schlecht sind - man hat nur bislang nicht all zu viel über sie erfahren. Zwar hast du die Vorstellung der einzelnen Mitglieder der Gemeinschaft sehr schön in handliche Happen auf die verschiedenen bisherigen Kapitel verteilt und man hat nun inzwischen (ziemlich?) alle Bewohner kennengelernt, aber viel mehr als ihren Namen, ihr Partnerpokémon, ihre Aufgabe und ein, zwei besonders hervorstechende Eigenschaften weiß man eigentlich noch nicht von ihnen. Das ist aber nicht schlimm, denn - wie ich bereits im vorherigen Kommentar vermerkt habe - sehe ich die ersten 5 Kapitel (vielleicht könnte man sogar das 6. noch dazu zählen) sowieso eigentlich erst als die Einleitung an, in der man in die Welt eingeführt ist, der Haupthandlungsfaden erstmals angedeutet wird und man eben die einzelnen Charaktere kurz vorgestellt bekommt. Die genauere Ausarbeitung und dann natürlich auch Entwicklung der einzelnen Personen wird dann im Hauptteil erwartet, der momentan gerade beginnt.
Nun, was mir ansonsten noch auffällt, ist, dass man am Anfang, im Prolog und den ersten beiden Kapiteln, noch relativ nah an der Protagonistin dran war, danach aber eher eine recht distanzierte Position einnahm und das ganze sozusagen von oben beobachtet. Das ganze liegt wohl v.a. daran, dass diese Kapitel eben auch hauptsächlich dazu dienen einem einen Überblick über die Lage und die Personen zu geben, und ist dementsprechend auch völlig in Ordnung. Für die nun einsetzende Haupthandlung wäre es aber sehr wünschenswert, wenn sich die "Kamera" wieder ein wenig näher an die Hauptprotagonisten heranbegibt, damit man sich besser in diese hineinversetzen und mit ihnen mitfühlen und -fiebern kann. Bei Milena geht das im 6. Kapitel schon genau in die richtige Richtung - beim Rettungsteam ist die Distanz zum Erzähler und damit Leser aber für meinen Geschmack immer noch zu groß.

Nachdem nun auch dieser Punkt abgehackt ist, folgt bei dir in der Regel noch ein wenig Detailkritik (Wortwiderholungen und so): Nun, nach langer Suche habe ich hier ein doppeltes "immer" gefunden:
Während sonst immer Blue ein Näschen für Feinde hatte, musste es jetzt sogar Nachtwachen geben. Die Blumengöttin, die ebenfalls ein sehr wachsames Auge besaß, musste sich tagsüber immer schlafen legen, um fit zu bleiben.
Böser NF! ^^
Außerdem sind mir noch diese zwei, etwas "seltsame" Stellen aufgefallen:
Es hinderte die drei auf ihrem Weg zum Berg, der sich bereits in unmittelbarer Nähe befand.
Die drei Verlorenen besprachen ihre weitere Vorgehensweise, während das Ungeheuer auf den ersten Angriff von ihnen wartete.
Da werden sie von einem gefährlichen Ungeheuer bedroht und ihre Reaktion darauf ist, erstmal eine Besprechung abzuhalten? Ich stelle mir ja unter besprechen vor, dass man sich erst mal gemütlich zusammensetzt, dann in Ruhe Argumente austauscht und schließlich darüber abstimmt, wie man nun weiter vorgeht - und das alles wartet dieses Ungeheuer einfach brav ab? Nun, vielleicht tut es das ja (weil es einfach nur ein Wächter oder so was ist), aber dann ist das doch recht ungewöhnlich/unerwartet und man sollte das vielleicht auch extra erwähnen.
Die zweite Stelle ist diese hier:
Am Fuße des thronenden Giganten spritzte die Wassermenge mit gewaltiger Kraft empor, nur um sich dann im Fluss zu sammeln.
An sich eine sehr schöne Stelle (dazu gleich noch mehr), nur die "gewaltige Kraft" steht mMn an der falschen Stelle. Denn die Wassermassen eines Wasserfalls stürzen diesen zwar sicher mit "gewaltiger Kraft" hinab, aber die Gischt, die dann wieder empor spritzt, hat wohl kaum noch eine besonders hervorzuhebende "gewaltige Kraft" (sagt zumindest der Physiker in mir).
So, jetzt zum Abschluss möchte ich auch noch kurz meine Lieblingsstelle des neuesten Kapitels ansprechen: Nämlich eben diese - sehr lebendige (!) - Beschreibung der Grenze von Ebene und Bergen, mit den beiden "Wächter-Büschen" als Tor dazwischen. Dass ich derartige Landschaftsbeschreibungen besonders schätze, dürfte dich ja kaum überraschen - und wenn sie dann auch noch so toll umgesetzt sind wie hier... *hach* So etwas dürfte es in den nächsten Kapiteln ruhig einmal wieder geben (in den bergen gibt es ja sicher noch mehr solcher imposanten Szenerien) - gerade als Kapiteleinstieg oder auch mal als "Entspannungspause" zwischen zwei actionreicheren Szenen sind solche Szenen einfach perfekt geeignet.
So, jetzt will ich dich aber auch gar nicht mehr länger aufhalten - denn nachdem du nun in den letzten beiden Kapiteln schon so eine enorme Spannung aufgebaut hast, würde ich natürlich auch ganz gerne wissen wie es weiter geht und dementsprechend möchte ich dich jetzt auch nicht länger vom Schreiben abhalten :D


So, das wäre es dann also mit meinem NF-imitier-Kommentar - noch was wichtiges NF-typisches vergessen? Nun, mit Sicherheit (z.B. sollte eigentlich irgendwo am Rande noch Blue erwähnt werden - aber das ist eben der Unterschied zwischen Original und Fälschung) und achja, die Posting-Uhrzeit ist auch mal wieder eher Rumo-typisch ^^
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