Schreibe eigene Geschichten über Pokémon und deine Lieblings-Charaktere.

Captain de Haas' vorvorletzter...

#757972 von Rumo
08.02.2011, 00:39
Vorbemerkung:
Ja, ich weiß - eigentlich sollte ich lieber mal schauen, dass ich bei meiner ersten FanFiction weiter komme (eigentlich sollte ich auch die Wettbewerbsübersicht mal wieder aktualisieren und eigentlich müsste ich auch noch diverse andere Sachen erledigen). Aber ich hatte nun einfach mal Lust etwas ganz anderes zu schreiben (ein Wunsch, der mit jedem gelesenen Kapitel von Blues Blaupausen noch stärker wurde) und nachdem ein wenig Abwechslung der Kreativität ja nie schadet, bin ich diesem Wunsch schließlich nachgekommen, wobei dann das hier entstanden ist:
Es ist weit weniger ernst (zu nehmen) als meine andere FanFiction und teilweise auch noch im Experimentierstadium. Ich werde hier immer wieder mal das ein oder andere ausprobieren und dementsprechend auch immer wieder überarbeiten. Außerdem habe ich mir fest vorgenommen, mich ein wenig kürzer zu fassen. Länger als zwei Seiten sollte ein Kapitel auf keinen Fall werden - mal sehen, ob es klappt.
Achja, es kann gut sein, dass einen Großteil der Witze niemand außer mir lustig findet, was unter anderem daran liegt, dass sie sich auf diverse von mir geschätzte Fernsehserien, Filme, Bücher etc beziehen, die möglicherweise sonst niemand kennt :D

Inhaltsverzeichnis



Coputerlogbuch der Persha,
Captain de Haas
Sternzeit 12122,2

Der Weltraum, unendliche Weiten. Dies sind die Abenteuer des Raumschiffs Persha, das mit seiner zwei Mann starken Besatzung unterwegs ist, um schöne, neue Welten zu entdecken, neues Leben und neue Zivilisationen aufzuspüren und mutig dorthin vorzustoßen, wo nie ein Mensch zuvor...
Computerlogbuch der Persha,
Captain de Haas
Sternzeit 12122,8

Wir sind auf eine in dieser Region unbekannte Lebensform gestoßen. Sie nennt sich „Lucario“ - oder zumindest würde sie sich so nennen, wenn sie nicht schon tot wäre, die Lebensform. Genaugenommen ist sie nicht einfach nur tot, sondern ermordet!
Und daher haben wir nun die Leiche eines ermordetes Pokemons an Bord (in der Kryostasekammer zwischen flüssigem Stickstoff und Tiefkühlpizza), weitere 40 Minuten Verspätung auf der Uhr und einen neuen Auftrag...


.


Computerlogbuch der Persha,
Captain de Haas
Sternzeit 12123,5

Wir befinden uns inmitten des Vertania-Nebels, fernab jeder Zivilisation. Die Bewohner der hiesigen Forschungsstation erwiesen sich als abweisend und wenig auskunftsfreudig. Meinen Verdacht in Bezug auf die ermordete Lebensform hat das aber nur erhärtet.
Dennoch werde ich auch dem anderen intelligenten, aber offenbar sehr primitiv hausenden Humanoid hier einen Besuch abstatten. Denn ein echter Ermittler darf nun mal keine Spur unverfolgt las...
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Captain de Haas' vorvorletzter Fall



Episode 1 - Bei Nacht sind alle Leichen grau


Computerlogbuch der Persha,
Captain de Haas
Sternzeit 12122,2

Der Weltraum, unendliche Weiten. Dies sind die Abenteuer des Raumschiffs Persha, das mit seiner zwei Mann starken Besatzung unterwegs ist, um schöne, neue Welten zu entdecken, neues Leben und neue Zivilisationen aufzuspüren und mutig dorthin vorzustoßen, wo nie ein Mensch zuvor...

Na gut – das ist jetzt vielleicht doch ein wenig übertrieben – aber weit davon entfernt ist diese Ecke des Vertania Waldes mit Sicherheit nicht! Zugegeben, die Persha ist eigentlich auch kein Raumschiff, sondern eher ein Lkw (immerhin aber mit topmodernem sprachgesteuerten Navigationscomputer). Und mein Auftrag ist nicht die Erforschung fremder Welten, sondern das Ausliefern von 200 Litern flüssigem Stickstoff, sowie 20 tiefgekühlter Pizzas.
Aber wenn man den Tempomat einstellt, das Lenkrad festklemmt, sich im Sessel zurücklehnt und aus der großen Frontscheibe hinaus nach oben zu den Sternen schaut, dann sind die unendlichen Weiten gar nicht mehr so weit. Steuermann, setzen Sie Kurs - auf den zweiten Stern von rechts. Bis zum...
    „Hm? Was ist los?“
    „Ach das 80-Schild, das da gerade auf der anderen Fahrbahnseite stand, meinst du? Klar habe ich das gesehen! Was glaubst du denn...?“
In dem Moment saust schon ein 60-Schild am Beifahrerfenster vorbei – und ein Stück weiter vorne taucht bereits das nächste runde Schild mit einer verdächtig klein aussehenden Geschwindigkeit darauf auf. Na super – dabei bin ich doch eh schon spät dran...
    „Was ist denn? Ich bremse doch schon!“,
antworte ich meinem besserwisserischen Beifahrer und steige im selben Moment mit voller Kraft in die Eisen. Begleitet von einem lauten Quitschen der zugegebenermaßen schon länger nicht mehr geölten Bremsen, wandert die Tachonadel rasch nach links: 70 zeigt sie als wir das 40-Schild passieren, 50 als wir das 20-Schild erreicht haben. Gerade möchte ich den Bremsvorgang beenden, da taucht weit vorne am Ende des Scheinwerferkegels ein dunkler, zusammen gekrümmter Körper von der Größe eines Grundschulkindes auf – mitten auf der Straße!
    „Oh Scheiße!“
Die Bremsen quitschen lauter als je zuvor, auf der Ladefläche tanzen die Gasflaschen Polka und meine als Mitternachtsimbiss gedachten Kässpatzen haben an der Windschutzscheibe eine neue Heimat gefunden, dann kommen wir schließlich zum Stehen.
    „Nummer 4-4-1, mitkommen!“,
rufe ich meinem Begleiter zu und springe aus dem Wagen.
Vor uns auf der Straße liegt der Körper, kein Kind, wie ich nun erkennen kann, sondern ein ausgewachsenes Pokemon. Humanoide Gestalt, hellgelber Rumpf, schwarz-blaue Extremitäten und ganz eindeutig tot. Seine Kehle ist durchgeschnitten – Glück gehabt! Unser kleiner Zusammenstoß hat ihm also nicht mehr geschadet, denn sein von unzähligen weiteren kleinen Verletzungen – Einstiche, Kratzer, Schrammen – übersäter Körper ist längst schon für immer erkaltet.
Ich schaue mich um: Vor mir liegt die schnurgerade Straße, hinter mir natürlich auch – aber da kann ich sie mangels Beleuchtung nicht sehen. Um mich herum der in vollkommene schwärze getauchte Vertania Wald. Und da, am Straßenrand blitzen für einen kurzen Moment zwei kleine, weiße Lichtpunkte auf: Ein Zeuge!
Langsam bewege ich mich auf die besagte Stelle zu, dann blitzen die Augen erneut auf, ich greife zu und halte ein kleines, vor Angst zitterndes Rattfratz in meinen Händen.
    „Nummer 4-4-1, ich brauche einen Dolmetscher!
    Und nun zu dir, mein Kleiner: Hast du heute Nacht vielleicht irgendetwas verdächtiges gesehen?“
Die lila Ratte schaut mich mit großen Augen an und schweigt. Okay, die Frage war für ein Rattfratz wohl etwas zu hoch. Also nochmal:
    „Kennst du das Pokemon, das da liegt?“ - Kopfschütteln
    „Ist hier heute Nacht jemand vorbeigekommen?“ - Nicken
    „Und wer?“ - „Du!“
Uff, dieses Exemplar ist selbst für ein Rattfratz besonders schwer von Begriff.
    „Und außer mir?“ - „Dieser bunte Vogel neben dir!“
Oder aber, es ist ein besonders intelligentes Exemplar und will etwas verheimlichen. Aber da hat es sich den Falschen herausgesucht! Ich setze es so vor mir auf den Boden, dass es um mich anzuschauen genau in die Scheinwerfer meines Lkws blicken muss. Dann richte ich mich auf, verschränke die Arme vor meiner Brust und brülle zu ihm hinunter:
    „War AUßER mir und meinem Begleiter heute Nacht NOCH ein Lebewesen hier?“ - Nicken
    „UND WER?“
Das Rattfratz schaut mich mit seinen großen, weißen Augen treuherzig an und zittert dabei am ganzen Körper. Dann setzt es vorsichtig zu einer Antwort an:
    „I-i … ich...?“
Jetzt reicht's!
    „Plaupa – Fernlicht!“
Mein Dolmetscher fliegt erst Richtung Tür, dann zögert er kurz und dreht sich zu mir um.
    „Doch, ich meine das ernst! Und ja, an das Verhör mit dem verstockten Lektroball kann ich mich noch lebhaft erinnern. Aber erstens musste der Verhörraum damals sowieso dringend mal wieder generalsaniert werden und zweitens können Rattfratz nicht explodieren!“
Das Fernlicht blitzt auf, das Rattfratz macht vor Schreck einen Satz nach hinten und prallt gegen den Körper des toten Pokemon. Noch bevor es weiter reagieren kann, mache ich einen Schritt nach vorne und schneide der Ratte den letzten verbliebenen Fluchtweg ab.
    „So – und jetzt werde ich dir mal zeigen, was ein echtes Verhör ist...!“

Computerlogbuch der Persha – Nachtrag:

AUUTSCH!
Nein, explodiert ist das Rattfratz natürlich nicht – ich lag mit meiner Einschätzung vollkommen richtig! Allerdings hat diese Pokemonspezies dafür zwei ziemlich scharfkantige Argumente um ein Gespräch zu beenden in seinem Mund.
Notiz: Zeige niemals mit nacktem Finger auf ein in die Ecke gedrängtes Rattfratz!
Immerhin weiß ich nun, dass das Lucario wohl von einem kleinen, hellblauen PickUp gefallen ist, der vor ungefähr drei Stunden hier vorbeigekommen und etwa eine Stunde später wieder zurück Richtung Vertania-Forschungszentrum gefahren ist.



Episode 2 - 200 Liter Stickstoff, 20 Pizzen und ein Verdacht


Computerlogbuch der Persha,
Captain de Haas
Sternzeit 12122,8

Wir sind auf eine in dieser Region unbekannte Lebensform gestoßen. Sie nennt sich „Lucario“ - oder zumindest würde sie sich so nennen, wenn sie nicht schon tot wäre, die Lebensform. Genaugenommen ist sie nicht einfach nur tot, sondern ermordet!
Und daher haben wir nun die Leiche eines ermordetes Pokemons an Bord (in der Kryostasekammer zwischen flüssigem Stickstoff und Tiefkühlpizza), weitere 40 Minuten Verspätung auf der Uhr und einen neuen Auftrag...

    „Ja, okay – du hast ja recht. Wirklich beauftragt hat mich niemand. Dann arbeite ich halt im Auftrag der Wahrheit.“
    „Und was die InterPok dazu sagen würde ist mir SCHEIß-EGAL! Und nein, ich wurde nicht rausgeschmissen! Ich habe gekündigt...“
    „Ja, das ist ein Unterschied, ein gewaltiger sogar! Mindestens 10 Minuten...“

Wenig später erreiche ich mein Ziel – also das meines bezahlten Auftrags: flüssiger Stickstoff und tiefgekühlte Pizzen für das Vertania Forschungszentrum. Ich parke meinen Lkw direkt vor dem Haupteingang des zentralen Gebäudes, gegenüber der großen Garage. Frische Reifenspuren führen zu dieser, ihre Tore aber sind allesamt verschlossen. Pech...
Ich schnappe mir also den Hubwagen und schiebe die Palette mit den beiden Stickstoff-Flaschen sowie den 20 Pizzen aus der Kryosstase, sprich der Tiefkühlkammer auf der Ladefläche. Kurz überlege ich um das Gebäude herum zum Lieferanteneingang zu gehen, entscheide mich dann aber doch für den deutlicher repräsentativeren Haupteingang.
Dort angekommen betrachte ich die nicht gerade übersichtliche Übersicht der Klingelschilder, versuche es dann auf gut Glück mal mit einem Dr. Dr. med. pkmn. und begutachte, während ich auf den doppelten Doktor warte, die Gebäudefront: Die Fenster im Erdgeschoss sind mit massiven Eisengittern versehen, ebenso die Kellerschächte, nicht aber die Fenster im ersten und zweiten Stockwerk...
    „Guten Abend.“
...die Wände sind glatt und haben weder Vertiefungen noch Vorsprünge. Balkone gibt es sowieso nicht und die Regenrinnen sehen nicht gerade sehr vertrauenerweckend aus. Aber einer der beiden Seitenflügel hat nur zwei Stockwerke – und ein Flachdach...
    „Guten – Abend?“
...außerdem steht an einer Ecke eine alte Buche...
    „GUTEN ABEND!“
    „Oh – ebenfalls einen guten Abend.“
    „Was kann ich für Sie tun?“
    „Ich habe hier eine Lieferung für Ihr Institut und...“
    „Das sehe ich! Aber für Lieferungen und deren Lieferanten ist – wie der Name schon sagt – der Lieferanteneingang vorgesehen...“
    „Dessen bin ich mir bewusst – ich habe aber nicht nur eine Lieferung, sondern auch eine Frage. Und da sie keinen Frageneingang haben...“
Der Herr Doppel-Doktor verzieht keine Miene. Dabei war die Erwiderung doch richtig originell – aber vermutlich hat man bei so vielen Titeln gar keinen Platz mehr für Humor. Oder aber der gute Mann hält von abendlichen Überstunden ebenso viel wie ich – nämlich nichts. Andererseits sind es bei ihm vermutlich bezahlte – im Gegensatz zu...
    „Was wäre denn dann nun diese ominöse Frage, für die Sie mich extra aus dem zweiten Stock herunterkligeln?“
Das Pokémon-medizinische Labor ist also im obersten Stockwerk – gut zu wissen...
    „Ähem – die Frage?!“
    „Ja - richtig. Ich wollte Sie fragen, ob Sie vielleicht ein Pokémon vermissen? Ein Lucario, zum Beispiel.“
    „Ein Lucario? Würde mich wundern – derart seltene Pokémon wären doch viel zu teuer für unsere Forschungen. Aber mit Sicherheit sagen könnte Ihnen das wohl nur der Lagerist...“
Der Lagerist kümmert sich hier um die Pokémon?
    „Ach, was für ein Zufall – mit genau dem müsste ich nämlich auch noch sprechen!“
    „Ich denke, das wird nicht notwendig sein. Die Empfangsbestätigung kann auch ich unterzeichnen.“
    „Sicher – aber ...äh... es gibt da noch ein Problem mit den ...äh...“
Hilfesuchend wandert mein Blick langsam nach unten, bis er auf den Karton in meinen Händen fällt...
    „... Pizzen!“
    „Den Pizzen???“
Verdammt! Blöde Idee...
    „Ja genau, die Pizzen! Haben Sie ein Problem damit?“
    „Nein – aber Sie doch offenbar.“
    „Sehr richtig! Also, wenn Sie nun vielleicht Ihren Lageristen rufen würden?“
    „Wenn Sie meinen...“
Meine ich – sage ich aber nicht. Ich denke, ich bin dem guten Doktor jetzt genügend auf die Nerven gegangen.
Während ich ihn beobachte, wie er kopfschüttelnd den Gang entlang schreitet, lasse ich unauffällig den Pizzakarton aus meinen Hände in einen der beiden die Haustür flankierenden Buchsbäume gleiten. Nicht ganz so elegant, aber nahezu zeitgleich, verschwindet auch Doppel-Doc in einem Treppenhaus am Ende des Ganges auf der rechten Seite. Der Lagerist arbeitet also im Keller.
Und entweder lebt er dort auch deutlich lieber als an der frischen Luft oder aber er ist immer so schlecht gelaunt:
    „WaswollnSie?“
    „Ich gar nichts – aber sie offenbar ein paar Pizzen. Zumindest haben Sie sie ja bestellt.“
    „Und?“
    „Nun, auf Ihrer Bestellung stehen 20 Stück, aber wie Sie sehen habe ich hier nur 19.“
    „Hm – dannebn neunzn! Nochwas?“
    „Äh, ja – haben Sie zufällig ein Lucario auf Lager?“
Verständnisloser Blick.
    „Ich habe ein Lucario gefunden – und wollte Sie fragen, ob es vielleicht...“
    „Nein!“
Genervter Blick.
    „Dann nicht – nur noch eine letzte Frage: Ich interessiere mich sehr für Ihre Arbeit hier. Meinen Sie, dass ich mal einen Rundgang durch Ihr...“
    „Ver - gessen – Sie – es!“
Herausfordernder Blick.

Die Herausforderung nehme ich an! Aber genervt habe ich den guten Mann wohl genug. Jetzt lasse ich mal meinen Charme spielen...

Computerlogbuch – Nachtrag

Hätte besser laufen können! Aber wenn er eine sie gewesen wäre, dann hätte es geklappt! Oder zumindest schwul...
Ach, was soll's. Wer braucht schon eine Einladung – ein echter Ermittler jedenfalls nicht! Einem solchen reicht auch eine Gelegenheit.
Und die habe ich. Ebenso wie eine tiefgefrorene Leiche, eine aufgetaute Pizza und – einen starken Verdacht!



Episode 3 – Wenn der Pizzabote zweimal klopft


Computerlogbuch der Persha,
Captain de Haas
Sternzeit 12123,5

Wir befinden uns inmitten des Vertania-Nebels, fernab jeder Zivilisation. Die Bewohner der hiesigen Forschungsstation erwiesen sich als abweisend und wenig auskunftsfreudig. Meinen Verdacht in Bezug auf die ermordete Lebensform hat das aber nur erhärtet.
Dennoch werde ich auch dem anderen intelligenten, aber offenbar sehr primitiv hausenden Humanoid hier einen Besuch abstatten. Denn ein echter Ermittler darf nun mal keine Spur unverfolgt las...

    „Was soll das nun wieder heißen: Kein echter Ermittler mehr‘? Selbstverständlich bin ich ein echter Ermittler – nur eben ... zur Zeit … auf freiberuflicher Basis.“
    „Es gibt keine freiberuflichen Ermittler? Na, von wegen! Noch nie etwas von Sher...? Ach, was soll‘s – ich habe jetzt zu tun!“
Ich schnappe mir den letzten Pizzakarton, springe aus dem Wagen und schlage dem Besserwisser die Türe vor dem Schnabel zu. Den Erbsenzähler kann ich jetzt nicht brauchen, ich habe zu ermitteln.
Durch die Nebelschwaden am Boden gehe ich hinüber zu dem einzigen anderen bebauten Grundstück hier auf dieser Lichtung. Wie ein in der Zukunft gestrandeter Zeitreisender steht das aus unbearbeiteten Baumstämmen zusammengesetzte Blockhaus hier – gegenüber des modernen Gebäudekomplexes des Forschungszentrums. Wobei, wenn man genauer darüber nachdenkt, ist hier ja eigentlich eher das Labor fehl am Platz.

Wie dem auch sei, ich jedenfalls gehe zur Tür, klopfe an – und von der anderen Seite der Tür klopft es zurück. Haha, sehr witzig!
Versuchsweise rüttle ich an der Klinge und tatsächlich schwingt die Tür auf. Das erste, was ich dahinter sehe, ist das obere Ende eines weißen Röhrenknochens, das erste was ich spüre, ein plötzlich Schmerz in meinem Kiefer, wo mich besagter Knochen mit beachtlicher Präzession trifft. Wütend blicke ich nach unten und sehe einen Totenschädel! Einen Totenschädel allerdings, in dem ein durchaus quicklebendiges, kleines, braunes Monster steckt. Ein Knogga also, prima! Hätte ich jetzt nur einen...
    „Sie wünschen?“
    „...Superschutz. Eine große Dose Super … oh – ähm, einen schönen Abend, wünsche ich.“
Vor mir steht ein Mann mit langem ungewaschenen Bart und noch längeren verfilzten Haaren.
    „Den wünsche ihn ihnen auch – derartige Chemiekeulen werden sie hier aber vergeblich suchen. Wer mit Pokémon nicht zurecht kommt, sollte halt einfach das hohe Gras meiden...“
Zumindest nehme ich das an – dass mein Gegenüber ein Mann ist. Dem Aussehen nach könnte er auch ein leicht overdresstes Ursaring sein. Andererseits gibt es meines Wissens im Vertania Wald schon seit Jahrhunderten keine Bären mehr – insbesondere keine sprechenden. Also bleibe ich vorerst mal bei meiner ersten Annahme...
    „Kann ich Ihnen sonst irgendwie helfen?“
    „Oh, ja … äh, nein … das heißt, doch eigentlich schon – eigentlich bin ich nämlich wegen der Pizza Orania hier, die Sie bestellt haben.“
    „Eine Pizza? Es tut mir leid, aber das muss eine Verwechslung sein – ich habe keine Pizza bestellt.“
Na so eine Überraschung, wer hätte das gedacht (also außer mir)? Ich versuche dennoch ein möglichst überraschtes, enttäuschtes und erschöpftes Gesicht zu machen. Insbesondere Letzteres gelingt mir um diese Uhrzeit spielend.
    „Aber, wissen Sie was – wenn Sie schon den weiten Weg auf sich genommen haben, dann kommen Sie doch einfach rein und wir teilen uns die Pizza. Abendgegessen habe ich heute eh noch nicht.“
Na also, hab ich es mal wieder geschafft! Ich folge dem Mann durch einen dunklen Gang und bemühe mich dabei das neben … herlaufende Knogga für keine Sekunde aus dem Blick zu verlieren.
    „Ich bin übrigens Benno Maniac und wie Sie vermutlich schon erraten haben, ist meine Berufung der Schutz der wilden Pokémon.“
Aha! Und wer schützt mich vor den wilden Pokémon? Insbesondere denen hier im Haus?
    „Kommen Sie herein, das ist mein kleines Wohnzimmer.“
Es ist gut, dass er das dazu sagt – andernfalls hätte ich wohl gedacht es wäre eine Außenstelle der Fuchsanier Safariezone. Eine ziemlich überfüllte Außenstelle um genau zu sein.
    „Nehmen Sie Platz!“
    „Gerne.“
Nur müsste ich dazu erstmal einen Platz finden – denn so wie es aussieht, gibt es hier keine Sitzgelegenheit, die nicht schon von mindestens einer mittelgroßen Pokémonfamilie in Beschlag genommen wurde. Das heißt, bis auf diesen violetten Sessel hinter dem Tisch. Dessen Farbton scheint selbst für Pokémonaugen eine Zumutung zu sein. Aber wenn man darauf sitzt, muss man ihn ja nicht mehr sehen.
Also gehe ich um den Tisch herum und erstarre: Auf dem lila Polster sitzt eine ebensofarbige Ratte und starrt mich mit feindselig funkelnden Augen an.
    „Ich denke, ich bleibe doch lieber stehen. Aber ich wo ich nun schon mal hier bin, da wollte ich Sie noch gerne etwas fragen:“, lenke ich nun geschickt das Gespräch auf mein eigentliches Anliegen, „Haben Sie heute zufällig einen hellblauen Pickup hier vorbeifahren sehen?“
    „Einen hellblauen Pickup? Aber selbstverständlich – der gehört den sogenannten Forschern da drüben. Warum fragen...?“
    „Ist Ihnen daran vielleicht irgendetwas … ungewöhnliches aufgefallen?“
    „Nein … und ja.“
    „Nein … und ja?“
    „Ja, – und nein. Nein, etwas ungewöhnliches ist mir daran nicht aufgefallen. Dass ich ihn aber überhaupt gesehen habe, das ist ungewöhnlich. Denn normalerweise verlässt dieser Pickup immer nur mitten in der Nacht dieses sogenannte Forschungszentrum – und nur, wenn bei mir kein Licht mehr brennt! Ich habe das sogar schon mehrfach an die Pokepol weitergegeben, aber die meinten nur, dass das ein freies Land ist und jeder hier das Recht hat mit seinem Auto zu fahren, wann und wohin er möchte...“
Standardansage #2 zum Abwimmeln vom Spinnern – kenne ich zur Genüge; aus beiden Perspektiven...
    „Aber heute, da konnten Sie sehen, was die da transportieren?“
    „Ja, das konnte ich – und das ist das erschreckend gewöhnliche Ende, dieser ungewöhnlichen Geschichte: Er hatte einfach nur 20 schlichte, schwarze Mülltonnen geladen. Der einzige Sinn und Zweck dieses mysteriösen Pickups ist die Restmüllentsorgung...“
Restmüllentsorgung – ja, so könnte man das natürlich auch nennen.
    „Ich glaube inzwischen, die haben nur deshalb so ein großes Geheimnis daraus gemacht, um mich lächerlich zu machen. Da kann ich direkt froh sein, dass die Polizei in diesem Land so faul ist...
    „Ja, vermutlich...“, ich seufze wissend, „Und sonst? Können Sie mir sonst noch irgendetwas Wissenswertes über dieses ‚sogenannte Forschungszentrum‘ erzählen?“
Noch während diese Worte meinen Mund verlassen, erkenne ich, dass ich einen Fehler gemacht habe.
    „Nunja, eigentlich bin ich damals ja nur deswegen hierher gezogen. Wissen Sie...“
Ja, weiß ich – alles! Die ganze lange und langweilige Geschichte, die er mir jetzt erzählen wird. Wie das Pokémon-Haus auf der Zinnoberinsel im Mewtu-Zwischenfall verwüstet wurde und nur wenige Jahre später das daneben errichtete Forschungslabor dem Vulkanausbruch zum Opfer fiel. Wie daraufhin eine neue, um vieles größere Forschungseinrichtung in Saffronia City errichtet wurde, die jedoch am Tag ihrer Einweihung durch einen Bombenanschlag zerstört wurde. Und wie man in Folge dessen schließlich inmitten des Vertania Waldes das heutige Forschungszentrum baute. Ich kannte diese Geschichte, besser vermutlich als jeder andere. Denn ich war damals an den Ermittlungen beteiligt. Also wegen des Anschlags, nicht wegen des Neubaus – auch wenn manch einer Letzteres als das größere Verbrechen bezeichnete.
    „...und seitdem wohne ich hier, beobachte die Aktivitäten dort drüben und schreibe darüber. So spannend, wie sich das vielleicht anhört, ist es allerdings nicht...“
Es hört sich ja nicht mal spannend an – und dass es mit Spannung ungefähr so viel zu tun hat wie ein James Bond-Film mit echter Ermittlungsarbeit, das kann ich mir auch so lebhaft vorstellen: Tagein tagaus ein Bürogebäude zu beobachten, in dem absolut gar nichts passiert – und wenn dann doch einmal etwas los ist, dann kriegt der Kerl das nicht mal mit...
Man sollte meinen, dass so jemand zumindest Zeit genug hat um sein eh nicht gerade großes Haus hin und wieder aufzuräumen, aber nein: Das Haus ist nicht nur ein Wildpokémongehege, sondern auch ein Chaos allererster Güte – fast ein wenig wie bei mir zu Hause; aber ich habe schließlich auch einen anstrengenden Job, der mir keine Zeit für derartige Nebensächlichkeiten wie Ordnunghalten lässt.
Die Tische hier jedenfalls sind bedeckt von Skizzen, Zeitschriften und Manuskripte (alles auf uraltgrauem Recyclingpapier), auf dem Boden liegen wild verstreut zahllose unidentifizierte Gegenstände (einige könnten Teile zerlegter Pokebälle sein, andere stammen vermutlich aus Agentensets alter YPS-Hefte), Bücher stapeln sich bis unter die Decke (von der aus wiederum ihnen riesige Spinnennetze entgegenwachsen) und an der Wand hängen einige schiefe Bilder. Von einem davon lacht mich der Hausbesitzer fröhlich an – damals noch ohne Bart und dafür mit Frisur. Er steht inmitten einer Gruppe Gleichaltriger, allesamt so absichtlich unterschiedlich gekleidet, dass es schon wieder wie eine Uniform wirkt. An der Brust tragen sie einen Anstecker mit einem Schild und darauf einem zerbrochenen Pokéball.
    „...manchmal, wenn jemand ein Fenster öffnet, kann man dort drüben Pokémon schreien hören. Bis ich dann aber mein Aufnahmegerät...“
Irgendwoher kenne ich dieses Abzeichen doch – natürlich, das ist:
    „Team Poképeace!“
    „Wie bitte?“
Ich zeige auf das Bild an der Wand.
    „Sie waren Mitglied von Team Poképeace?“
    „Ja, richtig“, sein Blick verklärt sich, als er das alte Foto betrachtet, „Ja, das waren noch Zeiten damals. Nach Mewtu und den Ereignissen in Hoenn begannen sich überall auf der Welt Menschen für den Schutz der Pokémon zu interessieren. Wir waren jung und enthusiastisch. Wir glaubten etwas verändern zu können und wir waren alle Idealisten.“
    „Nun, ein paar waren wohl eher Idioten als Idealisten, wenn ich mich recht erinnere...“
Natürlich tue ich das!
    „Mir fällt es bis heute schwer das zu glauben, aber ja, das war wohl so. Und ihre Dummheit zerstörten damals nicht nur den Saffronia-Forschungskomplex, sie zerstörten auch unsere Organisation. Keiner glaubte uns, dass wir nichts davon gewusst haben, nicht mal wir selbst glaubten uns noch. Jeder misstraute dem anderen, das Team zerbrach und übrig blieb das, was Sie nun vor sich sehen: Lauter verbitterte Einzelkämpfer, die alten Zeiten nachtrauern und es nicht mal mehr merken, wenn gegenüber ein Verbrechen passiert.“

Der verbitterte Einzelkämpfer lässt einen verträumten Blick über die anderen Bilder aus alten Tagen schweifen und ich tue es ihm gleich. Nur dass ich meinen Blick noch ein wenig weiter durch das Zimmer wandern lasse, von den alten Bilderrahmen, über den alten Tisch, die alten Stühle und den hässlichen Sessel, bis zu dem Rattfratz das genüsslich an meiner Hose knabbert.
    „He!“
Vor Schreck mache ich einen Satz nach hinten und stolpere über ein Rettan, das sich dort offenbar schon zum Schlafen ausgestreckt hatte und mich nun wütend anfaucht. Dafür brauche ich keinen Übersetzer, das verstehe auch ich, was das heißt: Verschwinde!
    „Ich denke, ich sollte dann mal verschwinden ... gehen, meine ich. Auf Wiedersehn!“
    „Aber Sie haben doch Ihre Pizza noch nicht mal angerührt?“
    „Ach, eigentlich habe ich sowieso keinen Hunger – geben Sie doch ihrem Rattfratz etwas davon ab. Das sieht ziemlich hungrig aus.“, rufe ich noch und verlasse fluchtartig das Haus.

Computerlogbuch – Nachtrag

Nach meinem erfolgreichen taktischen Rückzug bin ich wieder an Bord der Persha. Was mir der Bewohner dieser exotischen Welt berichtet hat, bestätigt meine Theorie. Nur einen echten Beweis dafür muss ich noch erbringen...
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Re: Captain de Haas' vorvorlet...

#758788 von Loso
11.02.2011, 17:00
Zuerst musst du wissen, dass dies die erste FF ist, die ich von dir lese also verzeihe bitte wenn ich etwas unangemessenes schreibe.

Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Mir gefällt wie du die Szenen beschreibst auch wenn ich es manchmal vielleicht ein bißchen "too much" finde.
Wie zum Beispiel an dieser Stelle hier:
Die Bremsen quitschen lauter als je zuvor, auf der Ladefläche tanzen die Gasflaschen Polka und meine als Mitternachtsimbiss gedachten Kässpatzen haben an der Windschutzscheibe eine neue Heimat gefunden, dann kommen wir schließlich zum Stehen.

Das ist natürlich lustig und du erklärst es eben nur sehr genau an dieser Stelle, aber ich bin kein wirklicher Fan davon^^.
Aber sonst wie schon gesagt mag ich sehr wie du die Situationen beschreibst wenn auch an ein paar STellen ein wenig konfus. Denn die Stelle mit den Straßenschildern musste ich ehrlich gesagt zweimal lesen um sie zu kapieren was aber glaube ich nicht wirklich schlimm ist, immerhin muss man das bei vielen Texten. Wahrscheinlich spricht das sogar für dich, da das beweist, dass du in einer sehr hohen Schreibklasse schreibst.
Dein Stil ist wirklich wunderbar und ich beneide dich wie du es hinbekommst so lebendig die Situationen zu beschreiben. Durch die gesamten Einzelheiten kann man sich unglaublich gut in den Ich-Erzähler hineinversetzen.

Auch ein Punkt der an deiner Genialität kaum zweifeln lässt, ist deine unglaubliche Kreativität wenn es darum geht die Geschichte zu schmücken. Diese Logbucheinträge sind dir wirklich sehr gut gelungen. Besonders beim zweiten musste ich wirklich grinsen. Diese Idee ist klasse und genau solche Ideen machen gute Geschichten aus meiner Meinung nach.

Was du auch sehr schön hinbekommen hast, waren die Dialoge. Dieses "leicht" dümmliche Rattfratz ist wirklich sehr amüsant und es hat mich sehr amüsiert zu sehen wie der Ich-Erzähler beinahe ganz ausgerastet ist.
Zwar handelt es sich hier meiner Meinung nach um ein offenkundiges Vorurteil, dass Ratten als dumme Tiere angesehen werden, aber immerhin ging es hier denke ich nur um die Schmückung der Geschichte und nicht um die Erniedrigung kleiner Nagetiere und natürlich möchte ich auch nicht die freie Kreativität des Autors beeinträchtigen oder gar bemängeln.

Das Ende war meiner Meinung nach vielleicht ein bißchen abrupt, opwohl diese Meinung wahrscheinlich so zu begründen ist, dass ich sehr gespannt bin wie es weitergeht und ich natürlich gerne noch mehr von dem süßen Rattfratz erfahren hätte. Ausserdem wird das abrupte Ende, dass du übrigens dafür, dass es so abrupt war sehr schön gestaltet hast, durch den Logbucheintrag dennoch sehr lustig.

Ich hoffe also das du an dieser FF weiterhin dranbleiben wirst und freue mich schon auf die Fortsetzung. (ich hoffe ich konnte dir irgendwie ein angemessenes Feedback geben^^)
MfG Koba
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Re: Captain de Haas' vorvorlet...

#786328 von N-Friend
20.04.2011, 18:23
So, ich muss auch mal wieder ein bisschen kommentieren und hab mir jetzt ganz einfach mal aus dem ganz einfachen Grund diese Story rausgesucht... weil sie am kürzesten ist. Einen übermenschlich großen Kommentar möchte ich noch nicht schreiben, dazu fehlt mir bisher einfach noch der zweite, dritte und vierte Balken des Hauses... aber gut, ich kann ja dennoch mal ein bisschen philosophieren.

Der Titel der Geschichte spricht mich ehrlich gesagt nicht so an, aber gut... das mag jeder selbst entscheiden. Der Name de Haas' ist auf jedenfall sehr kompliziert und für Leute wie mich, die ihre Charaktere Nora, André oder Gregor nennen auf jedenfall zu hoch xD
Obwohl, dieses vorvorletzter hat wieder so etwas mystisches, denn das letzte mal ist immer sehr interessant.. und das nach dem letzten Mal strebende natürlich auch ;D

Als ich dein Vorwort gelesen habe hab ich natürlich sofort an geniale Wortspiele gedacht, wie ich sie bereits von Nemesis kenne. Was mich beim Lesen der Story allerdings aufgesucht hat, hat mich schon sehr überrascht.
Und zwar war es gar nicht mal so falsch, blues Blaupausen im Vorwort zu erwähnen. Es wird sicher nicht dein Ziel sein, Blue in Sachen Witz, nonsense usw. zu übertrumphen, das geht nämlich gar nicht und das ist dir auch bewusst. Aber eine Geschichte mit einem ähnlichen Schema einer Geschichte, die bei den usern sehr gut ankam, zu schreiben... das ist mal gut. Und im ernst, der Witz in deinem ersten Kapitel war auf jedenfall vorhanden und hat eingeschlagen wie ein Blitz ;)

Das Kapitel startete mit Galaxien, Sternen... und einem verdammt genialen Irrtum. Ich dachte tatsächlich an eine Story a la Raumschiff Enterprise oder Star Track... und dann zeigst du uns den Traum des LKW Fahrers. Mission geglückt!
Ich möchte zwar ehrlich gesagt keine Parallelen zum legendären Jan Trapp ziehen, aber dein Chara beweist eine schöne genervtes, vom Zeitdruck geplagtes und durch einen Besserwisser auf dem Beifahrersitz gezeichnetes Menschlichkeit. Ich liebe Personen in Geschichten, die diese Menschlichkeit zeigen, ich freue mich schon auf die ausgeprägten Charakteristiken des Protagonisten.
Und man wird sogleich mit einer Leiche konfrontiert (hierbei möchte ich noch einmal die sehr gelungene Kapitelüberschrift loben, die paradoxer gar nicht hätte sein können =D). Und wie es sich für einen guten Schreiebr gehört, welches Pokemon es wirklich ist wird erst am Ende des Chapters erklärt und lässt dem Leser Chance zum Rätseln. Good Job!
Als Highlight des ersten Kapitels sehe ich jedenfalls die Begegnung mit Rattfratz, beim "I-i ich" musste ich wirklich lachen, denn das kam in dieser Szene einfach nur göttlich rüber. Sehr schön beschrieben, ich konnte mich so verdammt gut in den Protagonisten hineinversetzten xD

Und am Ende des Kapitels steht ein Fall bevor, steht Witz im Raum und steht vor allem eine vielversprechende Story in den Startlöchern.

Mehr möchte ich an dieser Stelle erstmal nicht schreiben, ich warte erstmal, bis du weitergeschrieben hast... nicht, dass ich dich so weit in den Himmel lobe, dass du wieder so lange damit wartest =P

also, keep on writing ;D
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Re: Captain de Haas' vorvorlet...

#786736 von Furanty
21.04.2011, 18:27
Ich dachte ja jetzt, dass du, Rumo, jetzt ne Science Fiction Story schreibst und habe mich gefreut. Dann sehe ich, dass es um einen LKW geht... Und den Vertania Wald... Enttäuscht war ich nicht, so bleibt das SciFi-Monopol in meiner Hand und zerfällt nicht zu nem Bipol.
Eine interessante Geschichte. Ich mag es, wie du Charaktere erst nach und nach entschlüsselst, wie du es mit Plaudagai gemacht hast. Ich dachte erst, es handelt sich um einen verrückten PokéManiac, bis von nem Vogel die Rede war ;D
Allgemein mag ich die Art des Erzählers, der sich so aufspielt. Der ist mir gleich sympathisch gewesen. Das ist auch, was du gut rüberbringen kannst: Humor. Und trotzdem bleibt es ernst. Dafür kann ich dich gar nicht genügend loben.
Um das Lucario tuts mir aber Leid :(
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Re: Captain de Haas' vorvorlet...

#792567 von Rumo
30.04.2011, 23:48
So viele nette Kommentare - da bekomme ich ja direkt ein schlechtes Gewissen, dass ich hier so lange nicht mehr weiter geschrieben habe. Jetzt habe ich es aber endlich (nach nur 3 Monaten...) geschafft das zweite Kapitel fertig zu schreiben:
Und nachdem ich inzwischen die Geschichte halbwegs fertig geplant habe, habe ich zumindest die Hoffnung, dass es nun etwas schneller weiter geht (vielleicht sogar alle zwei Monate ein neues Kapitel? ^^)




Zu den Kommentaren:

@Strong_Kobayashi:
Ja, teilweise ist das zugegebenermaßen ein wenig konfus. Teilweise ist das beabsichtig, da es zum Charakter des Ich-Erzählers passt, teilweise liegt es aber natürlich auch an meinem eigenen Schreibstil, der gerne ebenfalls mal etwas konfus ist :D
Und Vorurteile werde ich in dieser Geschichte vermutlich noch ausgiebig bedienen - ist halt meistens am lustigsten ^^

@N-Friend:
Der Name de Haas' ist auf jedenfall sehr kompliziert und für Leute wie mich, die ihre Charaktere Nora, André oder Gregor nennen auf jedenfall zu hoch xD
Das Problem kenne ich ^^
Sonderlich begeistert bin ich von dem Namen ehrlich gesagt auch nicht. Solche komplizierten Namen kommen eben dabei heraus, wenn man meint immer irgendwelche sinnlosen und pseudolsutigen Anspielungen/versteckten Bedeutungen unterbringen zu müssen. Aber da der werte Herr Haas ja nicht nur Hauptperson sondern auch Ich-Erzähler in einem ist, wird man den Namen eh nicht so häufig lesen müssen :lol:
Obwohl, dieses vorvorletzter hat wieder so etwas mystisches, denn das letzte mal ist immer sehr interessant.. und das nach dem letzten Mal strebende natürlich auch ;D
Eigentlich sollte es ja der "letzte Fall" werden (was ich dann wieder einen ganz netten Titel fände), dann sind mir aber so viele Ideen gekommen, dass diese auch noch für ein zwei Fortsetzungen reichen würden - und damit ich mir diese Möglichkeit nicht verbaue, musste es dann eben der vorvorletzte werden...
Ich möchte zwar ehrlich gesagt keine Parallelen zum legendären Jan Trapp ziehen, aber dein Chara beweist eine schöne genervtes, vom Zeitdruck geplagtes und durch einen Besserwisser auf dem Beifahrersitz gezeichnetes Menschlichkeit.
Dass er zu einer reinen Kopie wird, ist in der Tat die größte Gefahr beim Schreiben (nicht, dass es der Geschichte unbedingt schaden würde, einen solchen genialen Charakter zu beherbergen) :? Ich hoffe aber mal, dass ich doch auch ein paar Charaktereigenschaften gefunden habe, die ihn von seinem Vorbild unterscheiden (und die ich dann hoffentlich auch noch nicht vergesse einzubauen...)
Mehr möchte ich an dieser Stelle erstmal nicht schreiben, ich warte erstmal, bis du weitergeschrieben hast... nicht, dass ich dich so weit in den Himmel lobe, dass du wieder so lange damit wartest =P
Ah, richtig - du bist schuld, dass ich so lange gebraucht habe. Weil du zu viel gelobt hast :P
(Ha, endlich einen Schuldigen gefunden, der nicht ich ist!)

@Furanty:
Ich dachte ja jetzt, dass du, Rumo, jetzt ne Science Fiction Story schreibst und habe mich gefreut. Dann sehe ich, dass es um einen LKW geht... Und den Vertania Wald... Enttäuscht war ich nicht, so bleibt das SciFi-Monopol in meiner Hand und zerfällt nicht zu nem Bipol.
Eigentlich wollte ich ja tatsächlich eine Science-Fan-Ficition schreiben. Aber irgendwie ist bei meinen Versuchen Pokémon mit ScienceFiction zusammenzubringen nichts sinnvolles herausgekommen - wenn also mal jemand ne Herausforderung sucht... (wenn du nicht eh schon schneller schreiben würdest, als ich lesen kann, würde ich das ja direkt mal dir vorschlagen ^^)
Um das Lucario tuts mir aber Leid :(
Sagt ausgerechnet der, der gerade die sympatischste ERA-Präsidentin aller Zeiten umgebracht hat :P

@alle drei:
Vielen Dank für eure tollen Kommentare und ganz besonders natürlich auch für das viele Lob :o
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Re: Captain de Haas' vorvorlet...

#846138 von Rumo
28.10.2011, 18:01
Tja, nachdem Blue wieder zurückgekehrt ist, kann ich ja endlich auch die von ihm inspirierte FanFiction weiterschreiben ^^ *

Jedenfalls gibt es endlich mal wieder ein neues Kapitel:
Es ist ein wenig länger geworden als eigentlich geplant, aber keine Sorge - es ist immer noch wesentlich kürzer als das durchschnittliche Nèmesis-Kapitel (und liest sich mMn auch deutlich schneller :D ).
Außerdem habe ich jetzt auch hier mal ein Inhaltsverzeichnis hinzugefügt, und die ganze FanFiction als PDF zum Herunterladen und Mitnehmen hochgeladen :-)

Übrigens ist die Geschichte inhaltlich schon fast fertig - ich muss sie jetzt eigentlich "nur noch" ausformulieren. Es besteht also eine realistische Chance, dass diese Geschichte irgendwann fertig gestellt wird (ist bei einem Krimi ja irgendwie doch ncith ganz unwichtig...)


*Hat eigentlich natürlich nicht wirklich etwas damit zu tun - aber es ist ne schöne Ausrede für meine langsame Schreibgeschwindigkeit und außerdem könnte es ja sein, dass man Blue so auch mal wieder in ein Thema locken kann, wenn man ihn darin sogar namentlich erwähnt ^^
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