Re: Wissenschaftliche Fragen &...

#1138382 von Yusel
18.10.2014, 15:01
Da es jetzt nicht so weit vom Thema abschweift, habe ich eine Frage zu elektromagnetischen Wellen. Unser Lehrer konnte uns das auch nicht erklären, deswegen frag ich hier mal lieber die frischen Physikstudenten ^^
Also wir haben den Ansatz über den Hertzschen Dipol gehabt. Unser Lehrer meinte, die "Feldlinien" der elektrischen und magnetischen Felder "lösen" sich vom Dipol, und weil die Elektronen ja immer hin und her schwingen kommen da ja immer neue el. und magn. Felder. Mir fällt es nur immer noch sehr schwer nachzuvollziehen, warum die sich "lösen" und wie ich mir das Vorzustellen habe, denn unter ner Welle stell ich mir halt bisher eher ne mechanische Welle vor :/
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Re: Wissenschaftliche Fragen &...

#1138385 von Johnson
18.10.2014, 15:34
Naja mit dem Lösen meint dein Lehrer wahrscheinlich einfach die Tatsache, dass sich das EM-Feld vom Dipol aus ausbreitet, was durch die Wellengleichung beschrieben wird. Im Gegensatz zu "klassischen" mechanischen Wellen haben elektromagnetische Wellen jedoch kein Medium (z.B. Wasser, Luft), in welchem sie sich ausbreiten. Auch ist die gewöhnliche Definition einer Welle ein wenig anders, als normalerweise in der Schule gelehrt, so kann ich dir relativ leicht eine Welle "basteln", die zumindest nach Schulphysik keine Welle darstellt.
das war jetzt nur eine relativ oberflächliche Darstellung, sollte dir das nicht ausreichen, einfach schreiben was genau unkalr sit und am besten auch wie sehr man die Mathekeule rausholen darf, da diese mMn oft hiflt einige Dinge zu verstehen.
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Re: Wissenschaftliche Fragen &...

#1138503 von hpg2
18.10.2014, 21:33
Hallo, ich weiß nicht ob es hier rein passt, aber es sind Aufgaben für die Uni und deshalb kann man so nicht von Hausaufgaben reden, da das Niveau höher ist.

Es geht um Mathematik, kurz gesagt Analysis. Mein erstes Studium und Mathemodule sind leider für micht verpflichtend.
Eine Aufgabe habe ich schon gemacht, aber für den Rest weiß ich nicht, wie ich da rangehen soll.

Aufgabenblatt: *klick

Nr.1

a) Meine Lösung: P(P({1})) = P({∅,{1}} = {∅,{∅},{{1}},{∅,{1}}
b) meine Lösung: p² = P({1}) x P({2}) = {(1,1),(1,2)(2,1),(2,2)}

Sind diese Lösungen richtig?

Ab hier habe ich versucht die Aufgaben zu bearbeiten, habe aber nur Ansätze.

Bei Nr. 2 weiß ich nicht, wie ich beweisen muss. Also die Vorgehensweise und die Methode.
Naja, die Körperaxiome... (a) Kommutativgesetze, (b) Kommutativgesetze, (c) Null und Eins, (d) Inverses Element der Addition, (e) Inverses Element der Multiplikation und (f) Distributivgesetz...

Nr. 3

Das selbe Problem wie bei Nr. 2. Ich weiß nicht, wie ich vorgehen muss. Bei a) wär das x eine 13, aber was soll man damit machen? Und wie geht das mit oben und unten beschränkt? x ≤ c ist ja oben beschränkt, im anderen Fall wäre es von unten beschränkt.


Nr. 4

a) Alles kann man also einsetzen, was größer als 1 ist? Oder welche Zahlen?
b) Wäre das Infinum nicht 1? Oder wie?
c) Wie soll man das überprüfen?
d) siehe vorherige Fragen...
e) ist das so nicht wie bei Aufgabenteil b)?

Nr. 5

Wie soll man das denn ableiten oder beweisen? Betragsstriche sind da dabei...

:?:
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Re: Wissenschaftliche Fragen &...

#1138827 von Johnson
19.10.2014, 20:32
Vorweg, ich bin "nur" Physiker und aus diesem grund kann ich keine 100% Sicherheit geben aber ich hoffe, dass es zumindest mal Ansatzpunkte für dich sein können:

1. Hier nur mit Vorsicht zu genießen, da ich nur sehr beschränkte Kenntnisse bezüglich Mengen besitze
a) Sieht gut aus mMn allerdings hab ich irgendwo im Hinterkopf, dass {∅} alleine nicht definiert war aber kA mehr wie das war.
b) Hier kommt mMn nur {(1,2)} raus, da du die leere Menge und das Element 1 mit der leeren Menge und dem Element zwei verheiratest. Alle Produkte mit der leeren Menge sollten ja verschwinden.

2. ist relativ easy:
xy=1, xyy^-1=y^-1*1 (falls ihr ein linksseitiges Produkt definiert habt y^-1 von link multiplizieren und dann y^-1 durchtauschen), x=y^-1 so und hiermit ist x^-1 schonmal festgelegt.
Normalerweise gibt es jetzt einen Satz ( kein Axiom, da man es aus diesen folgern kann) der besagt, dass das inverse Element eindeutig ist. Falls du diesen Satz noch nicht hattest einfach mal googeln, der ist auch relativ Elementar.

3. Verstehe ich so, dass du ind er Mengenschreibweise die Menge der Zahlen aufschreiben sollst. Die Beschränktheit musst du entweder zeigen, oder raten (kA was ihr davon dürft ich würde raten, wenngleich Mathematiker das nicht gern sehen normalerweise)

4. Ich schaus mir vielleicht nochmal an wenn ich mehr Zeit habe, aber Analysis 1 fand ich ziehmlich ekelhaft, weshalb ich da auch nichtmehr soviel weiß

5.
a) Macht man indem man auf x+0=x-y+y die Dreiecksungleichung andwendet und umstellt
b)Einfach nochmal auf |x|-|y|=|x|+z die Dreiecksungleichung anwenden und mit den Sachen aus a) abschätzen.

Ich hoffe ich konnte dir zumindest ein wenig Ansatoß bei deinen Aufgaben geben.
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Re: Sammelthema – Wissenscha...

#1145424 von Yusel
17.11.2014, 18:23
Morgen 5-stündige Physik-Klausur zu Fotoeffekt und Wasserstoffatom und ich bin einfach mega verwirrt. :X

1) Was genau soll ich mir unter einem Quantenobjekt vorstellen? Ist jedes Quantenobjekt wie ein Photon (also ein Energiepaket)?
2) Warum kann ich ein Elektron gleichzeitig als Teilchen UND als Welle ansehen? Wie soll ich mir das bildlich vorstellen?
3) Wenn ein Elektron auf ein H-Atom trifft und das anregt, was passiert mit dem Elektron dann? Das aus dem H-Atom macht ja seinen Quantensprung und gibt ein Photon ab, und dann?
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Re: Sammelthema – Wissenscha...

#1145480 von dyna
17.11.2014, 19:58
Eigentlich sollte ich warten, bis die Experten aufschlagen, aber es scheint ja dringend zu sein. Ich versuche also mein Bestes ;)

1+2):
Es ist wohl besser, sich vorzustellen, dass ein Quantenobjekt sowohl Teilchen- als auch Welleneigenschaften besitzt. Welche Eigenschaften es zeigt, hängt davon ab, welchen Versuch man durchführt:

Leuchtet man mit UV-Licht auf eine negativ geladene Zinkplatte, kann man die Versuchsergebnisse erklären, indem man das Licht als (viele) Teilchen interpretiert, die auf das Zink treffen und dort die Elektronen "herausschlagen". Das beste Argument hier ist wohl, dass eine Energieerhöhung durch höhere Intensität (=mehr Photonen) eine schnellere Entladung verursacht, während eine Energieerhöhung durch kürzere Wellenlänge/höhere Frequenz (=mehr Energie pro Photon) eben keinen Effekt erzielt. Bzw. einen Ja/Nein-Schalter darstellt: Entweder ein einzelnes Photon hat genug Power oder eben nicht.

Das gute alte Doppelspaltelement dagegen lässt sich beschreiben, wenn man Licht als eine Welle betrachtet - Gangunterschied, (delta)s = n*(lambda) und so weiter.

Eine bildliche Vorstellung gibt es da leider nicht (jedenfalls, soweit ich weiß ;) ). Die Welt ist im "kleinen" nun mal nicht wie im "großen" - Elektronen fliegen nicht auf Kreisbahnen um den Atomkern und für die Heisenberg'sche Unschärferelation gibt es keine makroskopische Entsprechung (sie gilt im Makroskopischen, da h-quer aber so klein ist, merkt man nix davon). Das ist ein bisschen schade, aber das Leben ist nun mal kein Wunschkonzert ;)

3):
Das Elektron überträgt einen Teil seiner kinetischen Energie auf das H-Atom und fliegt anschließend mit dem kleineren Ekin weiter. Der Vorgang läuft im Prinzip wie folgt:
Elektron stößt gegen Atom und überträgt Energie. Diese nutzt das Atom, um aus dem elektronischen Grundzustand (Elektron im 1s Orbital) in einen angeregten Zustand überzugehen. Das stoßende Elektron geht weiter seinen Weg ;) Da der angeregte Zustand nicht stabil ist, fällt das H-Atom sehr bald wieder in den Grundzustand zurück und emittiert dabei ein Photon von der Energie E(angeregt) - E(Grundzustand).
Es ist dabei auch möglich, dass das Elektron nicht direkt in den tiefsten, sondern in den zweittiefsten oder drittiefsten (...) übergeht. Dadurch kommen die verschiedenen "Serien" zustande (z.B. Balmer-Serie).

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Viel Erfolg morgen!
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Re: Sammelthema – Wissenscha...

#1149627 von looper
30.11.2014, 19:57
So, die Frage die uns alle interessiert: Sind Kabelrollen wirklich richtige Spulen?

Wir wissen ja alle, dass man Kabelrollen abrollen sollte, besonders wenn man viel Strom durchjagen will und die Trommel billig bei Aldi gekauft wurde. Dass das an der Wärme liegt, die durch den Widerstand erzeugt wird (die bei einer aufgerollten Trommel nicht abziehen kann und deshalb immer stärker wird), weiß ich auch.
Aber viele behaupten ja, dass sich die Kabeltrommel wie eine Spule verhält und sich durch Induktion wieder erwärmt. Aber durch die zweite Ader fließt der Strom ja immer genau in die andere Richtung, müsste sich das Feld nicht dadurch wieder aufheben? Ich bin gespannt auf die Antwort :D.
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Re: Sammelthema – Wissenscha...

#1149778 von gasi
30.11.2014, 22:42
Aber durch die zweite Ader fließt der Strom ja immer genau in die andere Richtung, müsste sich das Feld nicht dadurch wieder aufheben?
Jep, das ist (zumindest weitgehend) der Fall. Da man in der Realität aber keine idealen Bauelemente (Leiter, Verbraucher,...) betrachtet, würde ich eine Restinduktivität nicht ausschließen. Die dürfte jedoch so gering sein, dass der Effekt zu vernachlässigen ist.
Wichtiger ist da wohl die Tatsache, dass die Kupferleitungen selbst nen Widerstand haben und durch den daraus resultierenden Spannungsabfall eben Wärme entsteht.

Kabeltrommeln sind also keine Spulen. Sollen ja auch keine sein.
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Re: Sammelthema – Wissenscha...

#1150537 von Kranzo
02.12.2014, 17:35
Warum gibt es in Jamika diese Hurricanestarken (und Niederschlagsstarke) Monate im Herbst :?
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Re: Sammelthema: Wissenschaftl...

#1160498 von Yusel
30.12.2014, 22:16
Mal eine kleine mathematische Frage:

Wir alle wissen ja, dass
Code: Alles auswählenlim_{n -> 0} (1 + n)^(1/n) = e = 2,718...
gilt.
Meine Frage dazu: Wie kann es sein, dass die Potenz einer Zahl, die im Prinzip "fast 1 ist", gegen eine solch seltsame Zahl strebt?

Wenn man einerseits sagen kann, dass
Code: Alles auswählenlim_{n -> 0} (1 + n) = 1
ist und andererseits der Grenzwert für 1/n gar nicht mal existiert (in dem Fall also die einseitigen Grenzwerte sich um grade mal "2 mal unendlich" unterscheiden :x), ist der obige Grenzwert e doch ziemlich interessant.

(An der Stelle kann man natürlich auch gerne auf Beweise verweisen, allerdings bin ich noch im Abi - ich hab also noch so einiges zu lernen :D )
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Re: Sammelthema: Wissenschaftl...

#1160509 von Shido
30.12.2014, 23:23
Hi,
zuersteinmal existiert der Grenzwert für 1/n für n -> 0 ist dieser nämlich unendlich. Wie du schon richtig gesagt hast, geht der Term (1+n) in diesem Fall gegen 1. Allerdings ist er nicht genau 1, sondern geht nur gegen 1, während der Term in der Potenz ebenfalls immer höhere Werte annimmt. Das ganze gleicht sich dann eben genau um den Faktor e aus. Ich stimme dir zu, dass das tatsächlich sehr interessant ist, warum es ausgerechnet gegen diese Zahl geht, aber auch wenn es blöd klingt: Es ist halt einfach so. Das sind eben mathematische Berechnungen die eben genau diesen Wert als Ergebnis haben. Da kann man sich genauso fragen warum 2*2 ausgerechnet gleich 4 ist.

Vielleicht hilft dir dieser Link hier. Da ist das ganze zumindest nochmal an einem anschaulichem Beispiel der Zinsrechnung geschildert.
Wenn hier jemand anderes eine befriedigendere Antwort geben könnte würde mich dies im übrigen auch sehr interessieren. In den drei Semestern Ingenieursmathematik die ich jetzt hinter mir habe, haben wir das zumindest nicht näher untersucht.
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Re: Sammelthema: Wissenschaftl...

#1160678 von Yusel
31.12.2014, 16:25
Naja, streng genommen existiert der Grenzwert für 1/n nicht, weil er von links (0–) –∞ ist und von rechts (0+) +∞ ist (hab ich so zumindest im AP Calculus gelernt). Daher umso erstaunlicher, dass (0.999999...)^(1/-0.000000...) gegen genau das gleiche strebt wie (1.000000...)^(1/0.00000...) :s
Hach, die Mathematik ist manchmal schon aufregend :D
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Re: Sammelthema: Wissenschaftl...

#1160681 von Shido
31.12.2014, 16:34
Ach so meinst du das. Im Normalfall wäre dann angegeben, dass 0- gemeint ist. Wenn man nur 0 schreibt ist in den meisten Fällen auch wirklich 0+ gemeint.
Allerdings solltest du da ein wenig aufpassen. Denn auch wenn die Mathematik eigentlich einheitlich sein soll, habe ich mitunter starke Abweichungen im Formalismus zwischen Schule und Uni bemerkt. Z.B schreibt man wenn man bei einem Intervall die äußere Zahl ausklammern will in der Schule ganz simpel "]" während die Dozenten an meiner Uni das so gut wie alle mit einem "(" machen.
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Re: Sammelthema – Wissenscha...

#1177301 von DerSpieler
06.03.2015, 09:08
Kranzo hat geschrieben:Warum gibt es in Jamika diese Hurricanestarken (und Niederschlagsstarke) Monate im Herbst :?

Das ist keine Jamaika spezifische Frage oder? Befindet sich in Gegend um den Golf von Mexiko und dort gibt RS eben üblicherweise Huricane. Nach meinem Wissen ist ein Zusammenspiel aus warmen Meeresströmungen und jahreszeitliche Klimabedingungen dafür verantwortlich, dass diese Sturmsysteme so groß werden.
Genügt dir das oder willst du es genauer? ;)
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Re: Sammelthema: Wissenschaftl...

#1198055 von Pokefan22
16.06.2015, 20:07
Kurze, relativ einfache Frage (glaub ich): (Biologie)
Werden bei der Stressreaktion des Körpers die "fight or flight" Antwort (SAM pathway) und die HPA Achse gleichzeitig aktiviert? Im Buch "biological psychology" hrsg. von Learning Matters steht zuerst "First ist the activation of the SAM pathway that is responsible for the short-term fight or flight response." (dann wird das System erklärt) und dann steht da "At the same time as the SAM pathway is activated, the hypothalamus also activates the slower HPA axis."
Aber danach steht wieder da "...SAM pathway high cost in terms of energy...therefore the body needs to evaluate whether a sustained response to the perceived threat is still required or whether the body can return to normal functioning. The HPA axis helps to maintain a sustained stress response..."
-> Ich bin verwirrt.
Startet beides gleichzeitig und der SAM pathway wird dann deaktiviert oder startet erst der SAM pathway und wenn der Reiz längere Zeit vorhanden ist erst die HPA Achse?
Geh ich recht in der Annahme, dass die HPA Achse bei chronischem Stress 'ne Rolle spielt?
Halte ne GFS über Stress, ist wahrscheinlich nicht besonders entscheidend das jetzt zu wissen, aber interessehalber wüsste ichs schon gern. :lol:
(Sorry wegen dem Denglisch, ich hatte Bio seit 3 Jahren nicht mehr auf Deutsch haha)

Dankeschön und lg :)
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Re: Sammelthema: Wissenschaftl...

#1212931 von FirstGlumanda
08.09.2015, 19:06
Dann grab ich dieses tolle Thema mal wieder aus, diesmal habe ich sogar drei Fragen. ;)

1. Schon öfters sind mir Spiele und Serien über den Weg gelaufen, welche die "Many-Worlds-Theory" aufgreifen und eine Story daraus bauen, wie Steins;Gate oder auch Zero Escape: Virtue's Last Reward (Spoiler übrigens, falls jemand plant sich die Games zuzulegen (was ich empfehlen würde!)). Soweit ich das verstanden habe, besagt diese Theorie, dass mit jeder Entscheidung, die wir, beziehungsweise kleine Teilchen, treffen, mehrere Universen entstehen, je nachdem wie man sich entscheidet. Die verschiedenen Universen entstehen, nur die Entscheidung an sich bestimmt in welchem man "landet".
Sollte ich richtig liegen, würde die Story von Steins;Gate keinen Sinn machen, da der Protagonist immer davon redet, seine Freundin zu retten, indem er in ein anderes Universum wechselt und sie vor dem Tod - aber macht das denn Sinn? Eigentlich ist er doch die einzige Person, die betroffen ist, die anderen Universen entstehen trotzdem, nur in welchem er lebt wird verändert.
Ich hoffe, dass macht halbwegs Sinn... >.<

2. Wie kann es sein, dass der Ausgang des Schrödingers Katze Experiments erst dann bestimmt wird, wenn man die Box öffnet? Ich habe mir den Wikipedia-Artikel durchgelesen, aber gefühlt nur den ersten Satz verstanden... Müsste sie nicht schon tot (oder lebendig) sein, nachdem sie getötet (oder eben nicht^^) wurde?

3. Das ist eher eine biologische Frage, aber ich habe schon mehrere Tiere sterben sehen und jedes mal ist in einem bestimmten Moment der "Glanz" aus den Augen gewichen. Ich denke nicht, dass das irgendwas mit der Seele oder so zu tun hat, aber gibt es eine biologische Erklärung, warum die Augen matter werden? Oder bilde ich mir das nur ein?
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Re: Sammelthema: Wissenschaftl...

#1212965 von lTheNightmarel
08.09.2015, 21:35
Also bei Schrödingers Katze ist es halt so dass sie zwar die ganze Zeit nur einen Zustand hat (Tod oder lebendig), aber du nicht wissen kannst welchen ohne es zu untersuchen, also in diesem Fall nachzusehen ob sie lebt oder nicht. (wenn ich mich recht erinnere)

Habe mich mal kurz gefasst :tja: und zu 3 und vielleicht auch noch 1 gehe ich morgen noch ein :)

E: ich glaube das auf 1 und 3 eingehen hat sich gerade für mich erledigt ^^"
Zuletzt geändert von lTheNightmarel am 08.09.2015, 22:35, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Sammelthema: Wissenschaftl...

#1212967 von Flax
08.09.2015, 22:04
Auf die dritte Frage könnte es diverse richtige Antworten geben. Je nach der Situation, in der du das Tier sterben siehst, entstehen andere Erklärungen. Allgemein handelt es sich bei dem Glanz wahrscheinlich um die Reflektion des Lichts oder bloß um einen Eindruck der entsteht, wenn man die 'Zielgerichtetheit' betrachtet. Beim Tod schwindet letztere und somit auch etwas, was wir als Zeichen des Lebens betrachten würden. Wenn das Tier nicht bereits vorm Sterben ruhig liegt, ändert sich auch die Haltung seines Kopfes und somit die Einstrahlung des Lichts, was auch eine optische Veränderung verursacht und den Eindruck erwecken könnte, 'der Glanz würde schwinden'. Es gibt bestimmt noch weitere Erklärung für das Phänomen, welches du beobachtet hast, aber es gibt nichts im Körper des Tieres, was für eine nachweisliche Notwendigkeit eines solchen Leuchtens verantwortlich wäre.

Zu deiner ersten Frage kann ich keine genauen Antworten geben, habe zwar schon einiges dazu gelesen, aber frisch ist das auch nicht mehr. Nur wenn ich deine Frage richtig verstanden haben sollte, dann hast du recht. Wenn durch jede Entscheidung eine alternative Welt erschaffen wird, rettet der Protagonist letztendlich seine Freundin nur einem Strang dieser Welten. Finde es dann auch relativ komisch, dass die erschaffenen Welten auf dem Weg zur Rettung der Freundin allesamt welche sind, in denen sie nicht gerettet wird. Somit handelt er ja auch nicht, um die Welt zu verbessern, sondern um eine von vielen auszuwählen, in der er mit ihr zusammen sein kann. Allgemein erscheint mir dieses Konzept etwas komisch für ein Spiel, wenn es damit einhergeht, dass sich der Protagonist darüber bewusst ist und zwischen den Welten wechseln kann. Dadurch weiß er doch nur, was in anderen Welten schief läuft und ist im Grunde machtlos, etwas zu verändern, da jede Entscheidung eine Veränderung hervorzurufen, nur eine neue schaffen würde und die 'schlechten Welten' bestehen bleiben. Er kann also nichts an der bestehenden Welt verändern, sondern nur weitere Möglichkeiten erschaffen. Naja, vielleicht habe ich das Konzept wie das Spiel funktioniert auch etwas missverstanden und meine Theorien treffen nicht ganz zu. Jedenfalls gebe ich dir in dem Punkt recht, dass nur der Protagonist die 'Änderungen' erfährt, da die verschiedenen Welten mit ihren jeweiligen Verläufen weiterhin bestehen bleiben und durch nichts beeinflusst werden können. Er wählt sozusagen nur den Pfad der Ereignisse für sich persönlich aus und nur er nimmt den Unterschied als solchen wahr.
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Re: Sammelthema: Wissenschaftl...

#1212968 von Mister Stolloss
08.09.2015, 22:14
Könnte bei "drei" evtl auch das kalte Blut verantwortlich sein? Ich bin zwar auch kein Biologe, könnte mir aber vorstellen, dass durch den Stillstand der Durchblutung und eben die Kälte, das Kammerwasser verschwindet/vertrocknet/verändert und der Blick leer wird.
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Re: Sammelthema: Wissenschaftl...

#1212969 von Evali
08.09.2015, 22:56
Zu Schrödingers Katze:

Schrödinger hat versucht quantenmechanische prozesse in die makroskobische Welt zu übertragen, bei dem ein Teilchen auch eine Welle ist, aber man beides nicht gleichzeitig messen kann.
Das kann bei einem Menschen, oder einem Gegestand natürlich nicht passieren, deswegen ist es auch so schwer vorstellbar, dass eine Sache zwei Zustände gleichzeitig haben kann und dabei soll das Gedankenexperiment Schrödingers helfen: Solange die Katze in def Box ist, wissen wir nicht, ob sie tot oder lebendig ist, weil wir nicht nachschauen, also "messen", deswegen ist sie tot und lebendig zugleich.
Doch sobalt wir die Kiste öffnen, ist sie nur noch eines von beidem - genauso ist es wenn wir von außen in ein quantenmeschanisches System "eindringen" ist auch der "Katzenzustand" (beides gleichzeitig) beendet
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Re: Sammelthema: Wissenschaftl...

#1213076 von dyna
09.09.2015, 14:11
Den "Parallelwelt"-Plot hat überraschenderweise Dragonball Z damals ganz interessant verarbeitet. Dort reist ein Charakter aus der Zukunft - 15-20 Jahre, glaube ich - in die Gegenwart, um dort den Protagonisten beim Weltretten zu helfen - obwohl er weiß (oder zumindest bald erfährt), dass er damit "seine" postapokalyptische Timeline nicht beeinflusst. Seine Motivation war es, immerhin eine Timeline zu erschaffen, in der die mörderischen Bösewichte nicht gewinnen und bei der Gelegenheit soviel von den Helden zu lernen, um immerhin die mörderischen Bösewichte in seiner postapokalyptischen Timeline besiegen zu können.

Man ahnt es bei den ganzen endlosen Kämpfen und Power-up-Sequenzen nicht, aber DBZ hat immer mal wieder sehr interessante Plots angedeutet und anschließend veröden lassen ^.^

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Bei den Physikerfragen riskiere ich zwar, mich mit Un- und Halbwissen zu blamieren, aber ich will es mal versuchen ;)

Beide beziehen sich eigentlich auf das Problem der Messung in der Quantenmechanik. Es gibt nämlich das Phänomen der Überlagerung/Superposition mehrerer Einzelzustände und wenn man eine physikalische Größe eines solchen Gesamtzustands "misst", bekommt man nicht etwa einen Mittelwert, sondern zufällig den Wert eines Einzelzustandes.

Versuch eines Beispiels: Wir haben einen Gesamtzustand, der eine Überlagerung der Einzelzustände A (50%), B(30%) und C (20%) ist. Verbunden mit den Einzelzuständen sind Geschwindigkeiten von v(A) = 10 m/s, v(B) = 20 m/s und v(C) = 30 m/s. Machen wir jetzt eine Geschwindigkeitsmessung, können wir - obwohl wir den Gesamtzustand völlständig entschlüsselt haben und jedes Detail über ihn wissen - nicht vorhersagen, welche der drei Geschwindigkeiten wir messen werden - es wird eine der drei (10, 20 oder 30 m/s) sein, aber wir wissen nicht, welche.

Was wir aber sagen können: Wenn wir das Experiment sehr häufig wiederholen, sagen wir 1 000 000 mal, werden wir etwa 500 000 Mal v(A) messen, 300 000 Mal v(B) und 200 000 Mal v(C). Das "Seltsame" ist: Dies ist nicht die Folge einer schlechten Messung oder Unwissen über den Gesamtzustand. Selbst, wenn wir den Gesamtzustand exakt kennen würden und eine perfekte Messung durchführen würden, würden wir diese drei verschiedenen Messwerte bekommen, obwohl wir 1 Millionen mal ein exakt gleiches Experiment durchgeführt hätten. Ebenfalls "seltsam": Nachdem wir unsere Messung gemacht haben, "kollabiert" der Zustand und wir bekommen bei jeder zukünftigen Messung das gleiche Ergebnis.

Übertragen auf die unglückliche Katze, würde das heißen: Solange wir nicht gucken, ist sie gleichzeitig lebendig und tot. Allerdings kann man dies nicht wörtlich nehmen, denn wenn man das Gedankenexperiment anschaut, findet in jedem Fall eine Messung statt: Der Apparatus registriert den Zustand des Atomkerns und anstatt dass er Tack macht wie ein vernünftiger Geigerzähler, zeigt er die Messung durch eine lebende bzw. tote Katze an. Unnötig grausam, aber nichtsdestotrotz eine Messung ^^
Du hast also Recht: die Katze ist entweder lebendig oder tot - warum sollte es sie (bzw. das Universum kümmern), ob ein Mensch ihr beim Sterben zuschaut?

Die Viele Welten-Theorie passt ganz gut zum Thema, weil auch sie sich mit der Messung beschäftigt und der Tatsache, dass die Superposition durch Messung endet und wir nur noch einen (zufälligen) EInzelzustand haben. In der Kopenhagener Interpretation, in der sich die ersten Quantenphysiker über die Interpretation der Quantenmechanik gemacht haben, postuliert einen "Kollaps der Wellenfunktion" während der Messung (Wellenfunktion beschreibt Zustand, alles andere ginge hier, glaube ich, zu weit). Wir hatten also vorher eine Wellenfunktion, die einen überlagerten Zustand beschreibt und sobald wir messen, geht diese sofort in eine Wellenfunktion eines Einzelzustands über. Dies geht nicht direkt aus der Quantenmechanik hervor, sondern ist gewissermaßen ein nachträglicher Zusatz. Die Viele Welten-Theorie geht stattdessen davon aus, dass bei einer Messung (oder überhaupt beim Kollaps eines überlagerten Zustands) alle Einzelzustände realisiert werden und daraus eben verschiedene "Welten" entstehen.

tl;dr des letzten Absatzes: Viele Welten entstehen in der Physik nicht etwa an wenigen, ausgewählten Zeitpunkten, sondern sondern millionenfach quasi unendlich-fach in jedem Moment.

Tieferes Verständnis als das, was ich gerade formuliert habe, fehlt mir leider - vielleicht müssen wir also auf Rettung aus den Tälern des Unwissens durch einen echten Physiker hoffen ;) Ich hoffe aber, dass ich weder völligen BS noch völlig unverständlich geschrieben habe. ^^
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Re: Sammelthema: Wissenschaftl...

#1213105 von FirstGlumanda
09.09.2015, 15:36
Vielen Dank für all die Antworten!
Ich hoffe aber, dass ich weder völligen BS noch völlig unverständlich geschrieben habe. ^^

Keine Sorge, dein Post hat einiges klarer gemacht! :)
Könnte bei "drei" evtl auch das kalte Blut verantwortlich sein?

So etwas in die Richtung habe ich auch schon vermutet, oder ich habe mir das nur eingebildet. :/
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Re: Sammelthema: Wissenschaftl...

#1226822 von Gandimandi
09.12.2015, 23:13
Zu 1. :Steins Gate hat hier eines der Zeit-Paradoxa aufgegriffen, welches eine Unmöglichkeit in sich ist. In die Vergangenheit zu reisen (was abermals eine Unmöglichkeit ist) um die Gegenwart zu verändern geht nicht. Die Gegenwart wie sie eingetreten ist, wurde unter allen Einflüssen zu eben dieser. Wenn also der Protagonist entscheidet in die Vergangenheit zu reisen um das zu ändern, dann würde eben dies schon passiert sein, da sie aber dennoch nicht gerettet ist, kann er es unmöglich schaffen. So wie es Marty McFly gemacht hat funktioniert das einfach nicht.
Um Dyna's Beitrag mit einzubefassen, gibt es auch in dem Post einen Makel. Es gibt nicht unendlich viele Parellel-Universen. Sie sind absolut begrenzt und auch wenn die Zahl steigt, so ist dennoch nur eine begrenzte Zahl vorhanden. Diese Theorie ist noch nicht vollends bewiesen und das obwohl die briliantesten Köpfe daran sitzen. Der größte Fortschritt der bisher gemacht wurde, stellt der Kausalitäts Diamand da. Das Problem ist dennoch die Zeit-Reise beziehungsweise die Reise in ein anderes Universum. Es gibt verschiedene Wurmlöcher in der Physik. Manche davon wurden widerlegt, manche davon wurden nicht widerlegt sondern einfach ad acta gelegt, da eine andere Theorie logischer erscheint. Zum Beispiel gab es Thornes Vorstellung eines Wurmloches, welches man zwar betreten, aber nie wieder verlassen könnte, ausser man würde sich mit über Lichtgeschwindigkeit bewegen. Die Energie die dazu nötig wäre, ist denke ich unnötig zu erwähnen, für einen Menschen nicht mal im Ansatz denkbar. Die andere Theorie jedoch, redet von sehr instabilen Wurmlöchern. Es ist zwar möglich durch sie hindurch zu fliegen, doch würde die Energie, die durch ein hindurch fliegendes Raumschiff beifügt, das Wurmloch mit einer hohen Wahrscheinlichkeit einstürzen lassen. Science Fiction ist ein tolles Genre und hat zu vielen Ideen geführt, die die Wissenschaft inspiriert haben, aber manches davon ist leider einfach nicht umsetzbar.

Ich bin zwar ebenfalls nur halbwissender, aber durfte mir so manches durch hervorragende Lektüre aneignen. Wer sich sehr für den Hyperraum, Multiversen, Zeit-Reise etc interessiert, kann mich gerne nach ein paar Büchern von renomierten Wissenschaftlern fragen, ich hab da das eine oder andere zu empfehlen :)
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Re: Sammelthema: Wissenschaftl...

#1301666 von DerSpieler
16.01.2018, 18:28
Wenn ich mich recht erinnere gab es hier doch auch eine Reihe von Chemikern(?).
Folgendes: Ich bilde mich gerade in Sachen Biochemie etwas weiter und arbeite mich durch die physikalischen und chemischen Eigenschaften bestimmter organischer Verbindungen (eigentlich als Vorbereitung auf ein Biologie-Lerhbuch, welches ich lesen möchte aber das ist an dieser Stelle unerheblich).
Ich bin nun bei Ketonen und Aldehyden etwas festgefahren.
Wikipedia und andere Quellen besagen, dass der Sauerstoff (bzw. die Carbonylgruppe) bei Ketonen weniger reaktiv sei als bei den Aldehyden. Der Grund ist des sog. "+I-Effekt" (elektrostatische Induktion), also habe ich versucht mich darüber zu informieren, leider erscheinen mir die Erklärungen hier widersprüchlich, darum wollte ich mal erfragen, wo mein Denkfehler sein könnte.

Meine Überlegung:
Der Unterschied besteht darin, dass das Kohlenstoffatom der Carbonylgruppe einmal an Wasserstoff (bei Aldehyden) und einmal an Kohlenstoff (bei Ketonen) gebunden ist. Kohlenstoff hat eine etwas höhere Elektronegativität als Wasserstoff also sollte die Bindung im Falle von Aldehyden eine etwas größere negative Ladung in Richtung des Kohlestoffatoms der Carbonylgruppe ergeben als bei den Ketonen, richtig?
Nach meinen Quellen sollte das, im Fall von Ketonen, die Elektronendichte der Doppelbindung mit dem Sauerstoff erhöhen. Ich könnte nun annehmen, dass eine höhere Elektronendichte eine höhere Bindungsenergie und als Folge eine geringere Reaktivität bedeutet, soweit wäre alles konsistent. Nun habe ich aber eine Quelle gefunden, die anhand von Tetrachlor-Ethen den "-I-Effekt" erklären möchte. Dort heißt es die relativ zum Kohlenstoff elektronegativen Chloratome würden die Elektronendichte der Doppelbindung zwischen den C-Atomen verringern was zu einer "Herabsetzung der Reaktivität" führen soll. Nach meiner Vorstellung müsste eine geringere Elektronendichte die Bindung aber abschwächen, Folge wäre eine geringere Bindungsenergie und darum eine eher erhöhte Reaktivität.
Nun stelle ich mittlerweile meine Vorstellung des Begriffs "Reaktivität" etwas in Frage. Ist die Bindungsenergie, die ich als Physiker zur besseren Vorstellung gerne heranziehe vielleicht eine unzureichende Beschreibung von Reaktivität? Rein physikalisch wäre es ja sinnvoll zumindest zwischen eher elektrisch positiven bzw. negativen Reaktionspartnern zu unterscheiden, da die Potenzialschwelle bei geringer Elektronendichte ja für eine negative Teilladung kleiner sein dürfte als bei einer großen Elektronendichte obwohl die reine Bindungsenergie geringer ist als bei der hohen Dichte.

Ich hoffe das ist nicht zu verwirrend oder gar zu hoch ^.^
Ich bedanke mich schon mal für die Klarstellungen :D
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