Schreibe eigene Geschichten über Pokémon und deine Lieblings-Charaktere.

Re: Auf in die Welt

#1319004 von PokeMaestro
21.10.2019, 22:35
An dieser Stelle möchte ich dir auch mal ein Lob schenken. Ich zwar nur Nachzügler, was das Lesen deiner FF betrifft, jedoch sollte es daran nicht scheitern. Deine abwechslungsreiche Schreibweise macht mich schon fertig (im guten Sinne :lol: ).
„Meine Damen und Herren... Heute waren wir Zeuge von einem sehr mitreißenden Kampf, aber gleichzeitig mussten wir auch die Schattenseiten dieser Welt erblicken. Niemand wünscht sich den Tod eines Geliebten"
Dies ist eine Stelle, die expressive Emotionen in sich trägt: mir sind die Tränen gekommen. Dein unglaubliches Talent für das Schreiben von Epik ist nicht von Pappe, ganz ehrlich. Deine Texte motivieren nicht nur KleinKokuna, sondern auch mich zum Schreiben von epischen Geschichten.
Du schreibst meiner Ansicht nach besser als manch bekannter Autor. Die Texte sind inhaltsvoll, haben viele Höhepunkte und sind somit total spannend! Ich kann kaum erwarten, das nächste Kapitel zu erblicken. Auch die Rechtschreibung bzw. Grammatik ist einwandfrei. Ich wünsche dir viel Glück auf dem Weg als Autor auf PF, oder vielleicht auch kommerziell.

Hoffe, dass das nächste Kapitel bald erscheint, beeil dich bitte :lol:
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Re: Auf in die Welt

#1319020 von Donnerkralle
22.10.2019, 19:33
Ich bedanke mich herzlichst für deinen Kommentar und Lob, PokeMaestro!! Das ist wirklich nett von dir und auch hilfreich, da es mich zusätzlich motiviert! Ehrlich gesagt, bin ich sogar ein wenig überrascht. Ich hätte nie gedacht, dass meine erste FF solch eine Richtung einschlagen würde. Aber seit mich KleinKokuna unterstützt hat, konnte ich problemlos weitermachen und seine wunderbaren FFs haben mich auch sehr inspiriert. Und jetzt kommt dein Lob und spornt mich ebenfalls an. Da kann ich eigentlich nur staunen und einfach nur Danke! sagen.

Die Wartezeit kann ich dir zwar nicht verkürzen, aber dafür versüßen. Und zwar mit meinen Specials, die man unabhängig von der Hauptstory lesen kann und eine gute Länge besitzen: fanart-fanfiction/topic105943.html

Ansonsten sage ich nochmals danke und werde am Wochenende das neue Kapitel beginnen! Danke auch an dich, PokeMaestro!
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Re: Auf in die Welt

#1319121 von Donnerkralle
30.10.2019, 15:54
Kapitel 52: Das Große Finale
Der große Vollmond hing am pechschwarzen Himmel und schien über die moderne Hauptstadt. Die jedoch strahlte heller in allen verschiedenen Farben. Die bunte Farbenpracht erstreckte sich kilometerweit, weswegen die Stadt auch von weitem ersichtlich war. Am Nachthimmel bildeten sich die ersten leuchtenden Sterne.

Die berühmte Empire Arena stand ziemlich im Zentrum der Stadt. Ihre beeindruckende Größe ließ sie mächtig wirken. Außerhalb leuchtete dieses Stadium grün auf, dann wechselte es plötzlich zu gelb und danach folgte ein kräftiges Rot sowie ein kühles Blau bis es schließlich erneut grün aufleuchtete.
Dort saßen unzählige Zuschauer und jubelten wie verrückt, knipsten Fotos oder filmten die Zeremonie, die jedes Jahr vor dem finalen Kampf stattfand. Allerdings befand sich nicht weit weg vom Stadium ein kleines Lagerhaus, welches tief im Schatten verborgen war.

Dort drinnen tummelten sich wenige Personen. Sie bewegten sich einheitlich und trugen weiße Anzüge. Tief im Inneren des Lagerhauses bewachten zwei eine kleine, dreckige Zelle. Hinter dem Gitter saßen die niedergeschlagenen Insassen. Davon wachte einer mit weißen Haaren, die zu einem weiß-silbrigen Pferdeschwanz endeten, auf. Seine dunkelbraunen Augen blickten trüb.

„Was ist passiert...“, murmelte der Trainer verschlafend. „Du bist wohl endlich aufgewacht, Bailong“, meldete sich eine bekannte Stimme neben ihm. Langsam schwank Bailong seinen Kopf nach rechts. Er erblickte Anubias, der am Boden saß und sich hinter der schmutzigen Wand anlehnte.

„Du bist auch hier? Was machen wir hier überhaupt?“, fragte Bailong und kam allmählich zur Besinnung. „Wonach siehts denn aus? Wir sind Gefangene von Team Alpha“, knurrte Anubias und starrte nach vorne zum Gitter. „Ich erinnere mich, Indra Hunter hat mich betäubt“, brummte Bailong und sah weiterhin Anubias an.

„Ich wurde ebenfalls von Team Alpha erwischt...“, murmelte Anubias kraftlos. „Was für eine kaputte Welt“, meinte der weißhaarige Trainer. Sein gegenüber schüttelte den Kopf. „Es ist nicht die Welt, die verdorben ist, sondern die Menschen sind es“, erwiderte Anubias.

„Diese Umstände der Welt haben die Menschen zu dem gemacht, was sie heute sind“, konterte Bailong. „Diese Umstände haben die Menschen selbst geschaffen“, wandte Anubias ein. Bailong schnaubte. Er kramte in seiner Tasche.

„Ich habe noch meine Pokébälle, lass uns endlich ausbrechen. Hier stinkt es gewaltig“, flüsterte der ehrgeizige Trainer. Anubias seufzte. „Daraus wird nichts. Diese Mistkerle besitzen Alphabälle. Sie könnten uns also jederzeit unsere Pokémon stehlen. Es hat keinen Zweck“, erklärte der stärkste Herausforderer.

„Wieso haben sie uns die Pokémon nicht schon eher weggeschnappt, als wir bewusstlos waren?“, warf Bailong ein. „Wozu? In zwei Tagen sind wir sowieso Geschichte. Sie brauchen keine Pokémon mehr, Team Alpha hat so gut wie gewonnen....“, erwiderte Anubias genervt.

„Das kann nicht sein, wir sind noch nicht am Ende. Wir finden schon einen Weg hinaus. Außerdem, welches Datum haben wir heute?“, sagte Bailong mit dem nötigen Ruck. Anubias seufzte. „Ich weiß es nicht, eventuell der 5. Juli schon. Oder aber auch erst der vierte. Nach dem Lärm draußen könnte heute wirklich das Große Finale stattfinden“, meinte der weißhaarige Trainer.

Bailong wollte schon antworten, doch dann hielt er inne. Er stockte regelrecht, als er hinten noch weitere Personen erblickte. „Wer sind die?“, fragte er kleinlaut. Anubias grinste verstörend. „Ha, das sind die Top Vier, oder das, was von ihnen übrig ist. Team Alpha hat ihre Pokémon gestohlen und seitdem haben sie sich nicht mehr fangen können und schmachten in ewige Finsternis.“

Bailong sah erneut Anubias an. „Was ist der Plan?“, wollte er wissen. Anubias lachte. „Es gibt keinen. Wir sind verloren.... Obwohl, am 7. Juli werden wir am Geschehen dennoch teilhaben, laut Mew. Aber was bedeutet das? Wie sollen wir es bitte nach Sinnoh schaffen, in die verbotene Speersäule?“

***

Laute Musik dröhnte von draußen und ließ das kleine Vorbereitungszimmer wackeln. Doch Leon ließ sich davon nicht abbringen und holte sein gesamtes Team aus ihren Pokébällen heraus. Seine Freunde blickten ihn ermunternd an.

Lohgock wirkte entschlossen, Zoroark grinste schelmisch, Lanturn lächelte, Rockstar blickte bedrohlich, aber anerkennte Leon als seinen Trainer. Die Pokémon von Marco standen neben Lohgock. Lucario blickte kühl, doch innerlich war er aufgeregter als jeder andere. Pikachu zitterte, doch setzte einen entschlossenen Blick auf. Das war Leons stärkstes Team.

Er spürte ihren Mut. Dies verlieh ihm zusätzliche Kraft. Außerdem durchströmte in letzter Zeit eine unglaublich mächtige Aura, die er kaum noch unterdrücken konnte. Er merkte aber, dass sein Körper viel kräftiger war und seine Augen konnten problemlos sehen, als wäre seine Sehschwäche einfach verschwunden. Ob das mit der mysteriösen Kraft eines Auserwählten zu tun hat, fragte er sich oft.

Leon klatschte einmal fest mit den Händen. „Freunde, heute ist ein wichtiger Tag. Ein schwieriger Kampf steht bevor, der womöglich unsere Zukunft beeinflussen wird. Wir haben mit Theo und Marco eine sehr gute Strategie entwickelt. Diese soll uns zum Sieg verhelfen. Wir alle wissen, wie anstrengend Indra als Gegner ist, doch dieses Mal schlägt unsere Stunde!!!“, jaulte Leon motivierend.

Sein Team jaulte mit auf. Leon ballte seine Hände zu Fäusten. „Darum werden wir alles geben und Indra die Augen öffnen! Wir tun das nicht nur für uns! Wir tun das für Alle!!“, schrie Leon. Aufgeregt blickte er zum Fernseher. Silberstein hatte gerade die Zeremonie beendet und bat beide Trainer, hinaus zu kommen.

Leon holte tief Luft. „So Leute, jetzt gilts!“, rief er ein letztes Mal, bevor er die Pokémon zurückholte. Aufgeregt, aber entschlossen stolzierte Leon hinaus zum Kampffeld. Als er den Durchgang hinter sich ließ, überströmten ihn die hellen Stadionlichter und er wäre von der lauten Musik sowie dem Geschreie der Fans fast umgefallen.

Doch er ließ nicht locker und marschierte weiter zu seiner Position. Dabei erblickte er Indra, der mit grimmigem Blick auf ihn zu kam. Er hatte dabei seine Hände arrogant in die Hosentasche gesteckt. Schließlich standen sich beide Trainer gegenüber. Der Schiedsrichter dazwischen.

Ein kühler Wind wehte durch die Empire Arena. Der leuchtende Vollmond befand sich genau darüber. Beide Trainer sahen sich in die Augen. Leons ungewöhnliche blauen Augen glänzten. Indras rote Augen funkelten bedrohlich. Der Schiedsrichter erklärte die Regeln. Beide Trainer mussten die sechs angemeldeten Pokémon einsetzen und durften während dem Kampf nur einmal ihr Pokémon wechseln.

Leon holte seinen Tauchball hervor. Wenn die Angaben von Theo stimmen, dann wird Indra mit ihm zuerst kämpfen. Hier werden wir schon den ersten Vorteil erzielen müssen! Bevor der Schiedsrichter die Fahne schwang, meldete sich Silberstein zu Wort.

„Meine Damen und Herren! Heute Abend ist es endlich soweit! Der heißbegehrte Finalkampf findet endlich statt! Nachdem Anubias Horridian sowie Bailong leider nicht mehr aufgetaucht sind, kämpfen nun Leon Desmodus und Indra Hunter um den sechsten Rang. Der Gewinner darf dann die Pokémon Liga herausfordern! Wir alle kennen die beiden schon seit Beginn des Turniers. Beide haben interessante Kampfzüge gezeigt und haben sich schnell einen Namen gemacht! Ich bitte euch, dass ihr Trainer uns heute wieder unterhalten werdet! Fangt an!“, brüllte Silberstein ins Mikrofon.

Plötzlich bebte der Boden. Links und rechts schossen gewaltige Mauern heraus, die jeweils einer Bergwand ähnelten. Leon und Indra sahen sich überrascht um. Des Weiteren tauchten überall große Felsbrocken auf und verteilten sich über das Kampffeld.

Leon biss sich in die Unterlippe. Rechts und links jeweils eine ziemlich hohe und dicke sowie komisch geformte Mauer. Soll wohl einen halben Berg darstellen. Perfekt für einige Pokémon, die diese zum Klettern oder Laufen verwenden oder sich einen Abstand zum Gegner erarbeiten können. Und hinter diesen Felsbrocken kann man sich gut verstecken. Eine interessante Umgebung. Das sollte allerdings nicht meinen Plan stören. Bin gespannt, wie Indra darauf reagieren wird.

Augenblicklich schwang der Schiedsrichter die rote Fahne nach unten. Auf der Stelle warfen Leon und Indra die Pokébälle mit Wucht in die Mitte des Kampffeldes. Die Bälle kollidierten und weißes Licht verschlang das Kampffeld für einen Moment.

Auf Leons Seite erschien fröhlich Lanturn, während bei Indra sich Luxtra schon aufbäumte und die Zähne leckte. Leon grinste. Wie erwartet! Danke Theo und Zero! Indra knurrte. „Was gibt’s da zu lachen? Mein Luxtra wird deinem dicken Fisch einen Blitzschlag verpassen!“, rief der mysteriöse Trainer.

„Stromstoß!“, rief Indra plötzlich. Luxtra spannte seinen Körper an. Blaue Elektrizität umhüllte seinen Körper. Augenblicklich wurde es intensiver und überall sprühten blaue Funken. Gleichdarauf schoss Luxtra strombeladen vor. „Luxtra!!!!“, brüllte es dabei.

Wie ein Blitzsturm fegte es durch das Kampffeld und raste schnurstracks auf Lanturn zu. Leon musste aufgrund der blauen Blitze blinzeln. „Kontere mit Surfer!!“, rief er dennoch zuversichtlich. Bevor Lanturn überhaupt reagieren konnte, krachte Luxtra gegen seinen Körper. Eine gewaltige Ladung entlud sich und für einen Moment wurde das Stadium von gleißendem Licht verschlungen.

Binnen von Sekunden verschwand das Licht. Luxtra stand unmittelbar vor seinem Gegner und keuchte. Seine Augen weiteten sich vor Schreck, als Lanturn ihn fröhlich ansah. Das Wasser-Elektro Pokémon hatte die gewaltige Ladung absorbiert. „Lanturn! Lan! Lan!“, rief es. Sein gelbes Organ, welches am Ender seiner Antenne hing, leuchtete stark. Selbst Indra stockte. Das Wasser Pokémon nutzte ihre Unachtsamkeit aus.

Augenblicklich erzeugte Lanturn unter ihm eine riesige Menge an Wasser. Schnell verformte sich das Wasser zu einer riesigen Welle und stieg hoch empor. Lanturn schickte die gewaltige Flutwelle auf Luxtra. Dieser sprang verzweifelt zurück. Strömendes Wasser näherte sich jedoch unheimlich rasant dem Elektro Pokémon.

Die mächtige Welle erfasste Luxtra und schleuderte ihn gegen einen großen Felsbrocken, der auf der Stelle zertrümmert wurde. Das tosende Wasser überflutete nochmals das Kampffeld. Indra musste zurückweichen, um nicht erwischt zu werden. Auf einmal verschwand das Wasser. „Lanturn!!“, rief es weiterhin fröhlich.

Indra hielt sich eine Hand vor das Gesicht und grinste verstörend. „Ach so ist das... Hahaha! Voltabsorber! Ich war zu unachtsam! Der Surfer mag stark gewesen sein, doch Luxtra kann dennoch aufstehen!“, schrie er und stolzierte zu seiner ursprünglichen Position.

Die Menge konnte niemals seine Worte hören. Dafür war es viel zu laut. Nach dem ersten Zusammenprall brach schon der erste Jubel aus. Währenddessen rappelte sich Luxtra mühevoll auf. Leon sah hinauf zum wunderschönen Nachthimmel. Die düstere Schicht war verschwunden und nun konnten endlich die funkelnden Sterne beobachtet werden. Während oben dennoch ziemliche Finsternis herrschte, strahlte auf der Erde die Empire Arena wie ein Stern.

Leon blickte zu Luxtra. Tatsächlich sind Indras Pokémon wahnsinnig schnell und kraftvoll. Allerdings mangelt es ihnen an Ausdauer und Defensive. Die Eigenschaften, die Lanturn besitzt! Wir können gewinnen!!

Indra knurrte. „Zahle es ihnen doppelt heim mit Knirscher!“, befahl er streng. Sein Pokémon brüllte und stürmte los. Leon grinste. Es macht sich gar nicht die Mühe, in Zickzack zu laufen oder die Felsen zu seinem Vorteil zu nutzen. Es will einfach so schnell wie möglich gewinnen. Tut mir leid, aber diese Strategie wird heute nicht aufgehen.

„Eisstrahl“, ordnete der schwarzhaarige Trainer sogleich an. Lanturn sammelte rasch Energie und schoss deinen einen kalten, blauen Strahl ab. Selbst Luxtra war nicht schneller als der Eisstrahl. Das Elektro Pokémon wurde direkt am Kopf getroffen und nach hinten gedrückt. Dabei bildeten sich überall kleine Eisschichten auf seinem muskulösen Körper.

Die Zuseher kreischten und pfiffen! Der ohrenbetäubende Lärm signalisierte jedem, dass ihnen die dargebotene Show gefiel. Der Schiedsrichter hob beide Fahnen und rannte ins Kampffeld. Er musterte Luxtra, der seit dem Angriff nicht mehr aufstand. Danach verkündigte er, dass das Elektro Pokémon besiegt war.

Indra knirschte mit den Zähnen. „Dieses verdammte Lanturn!“, brummte er und holte sein angeschlagenes Pokémon zurück. Danach zuckte er einen grünen Freundesball. Triumphierend blickte er zu Leon. Danach streckte er den Freundesball entgegen. Augenblicklich warf Indra den grünen Pokéball mit Wucht und ein menschengroßes Pokémon erschien.

Sein gesamter Körper war grün und es stand auf zwei Beinen. Auffällig waren neben seinem dunkelgrünen Schweif die scharfen Klingen, die aus seinen Armen herauswuchsen. Seine goldgelben Augen leuchteten siegessicher. „Gewaldro!“, knurrte es bedrohlich.

Leon musste schlucken. Gewaldro hatte er noch nie in Aktion gesehen. Und ausgerechnet heute würde er dessen Kampfstil erfahren. Bevor Leon einen weiteren Eisstrahl befahl, unterbrach ihn Indra mit seiner Forderung. „Laubklinge!“

Die messerscharfen Klingen leuchteten hellgrün auf. Danach verschwand Gewaldro augenblicklich. Was? Wo ist es hin? Leon erschrak aufgrund des plötzlichen Aufschreis von Lanturn. Leons blaue Augen weiteten sich vor Schreck.

Gewaldro war unmittelbar von Lanturn aufgetaucht und attackierte gnadenlos mit seiner scharfkantigen Laubklinge das arme Pokémon. Immer wieder verpasste es Lanturn einen scharfen Schnitt. Dabei vollführte es mehrere Umdrehungen und erwischte das Wasser Pokémon zuerst von einer Seite, dann verschwand es blitzschnell auf die anderen und schlug weiterhin erbarmungslos zu.

Das arme Lanturn hatte keine Chance und war den scharfen Hieben komplett ausgesetzt. Schließlich sprang Gewaldro in die Höhe, vollführte eine doppelte Umdrehung und holte mit seinem rechten Arm aus. Seine scharfkantige Laubklinge zerschnitt dabei regelrecht Lanturn mitten in der Luft.

„Laaaantuuuurrn!!!“, kreischte das Wasser Pokémon verzweifelt. Mit einem dumpfen Plumps krachte es schließlich zu Boden. Der Schiedsrichter brauchte einen Moment und hob danach die rote Fahne. „Lanturn kann nicht mehr weiterkämpfen! Gewaldro hat gewonnen!“, verkündigte er laut.

Leon verlor fast die Fassung. Er zitterte. So schnell! So stark! So funktioniert also deine Strategie! Deine Gegner mit Geschwindigkeit und Kraft zu überrumpeln! Der schwarzhaarige Trainer knirschte mit den Zähnen. „Du bist so gut wie eh und je, Indra!“, rief Leon anerkennend. Sein Gegenüber starrte ihn schief an. Leon holte Lanturn zurück und bedankte sich bei ihm.

Gleichdarauf zückte er seinen bekannten Pokéball. In diesem Fall werde ich wohl Lohgock früher einsetzen als mir lieb ist! Auf der Stelle warf Leon den Ball und sein treuer Partner erschien. „Lohhh!!“, brüllte es motiviert. Heiße Flammen schossen aus seinen Handgelenken. Das Großbrand Pokémon war bereit.

Indra grinste. „Komm! Ich mache dich mit dem Unterschied zwischen uns bekannt!“, rief er arrogant und holte Gewaldro zurück. Stattdessen warf er einen feuerroten Pokéball ins Kampffeld. Brutale Hitze breitete sich über das Stadium aus. Ein menschengroßes Pokémon mit durchtrainiertem Körper stand vor Lohgock. Auf seinem Kopf strömte eine heiße Flamme. „Panferno!!“, kreischte es.

„Das mein lieber Leon sind wahre Flammen der Zerstörung!!“, jaulte Indra und streckte den rechten Arm aus. „Angriff!!“ Blitzschnell schoss Panferno vor und verpasste Lohgock einen eisernen Hieb gegen die Magengrube. Die Wucht dahinter schickte Lohgock nach hinten, jedoch blieb er standhaft mit seinen kräftigen Beinen und rutschte langsam zu Leon.

„War das Tempohieb?“, rief Leon sogleich. Indra fing an zu lachen. „Oh nein! Das war ein gewöhnlicher Schlag! Haha!!“, verkündigte er siegessicher. Leon grinste. „Verstehe, deswegen also konnte Panferno meinem Lohgock nichts anhaben!!“, konterte er.

„Lohgock!“, brüllte das Großbrand Pokémon und ging einen Schritt nach vorn. Panferno musterte seinen Gegner mit kühnem Blick. Zwischen den beiden Feuer Pokémon entstand auf der Stelle eine Rivalität.

Währenddessen saßen Marco und die anderen auf der Tribüne und schauten angespannt zu. Ill meldete sich zu Wort. „Ich kenne seine Pokémon. Gewaldro und Panferno waren Judals erste Pokémon. Er hat sie mir damals in der Kanalisation kurz vorgestellt. Unglaublich, wie stark sie geworden sind“, murmelte der Junge mit den feuerroten Haaren. „Davon hast du mir nie etwas erzählt“, unterstellte Riccardo sogleich. „Es war ein kleines Geheimnis zwischen uns. Tut mir leid“, erklärte Ill.

Marco kratzte sich am Kopf. „Auf wessen Seite seid ihr eigentlich?“, fragte er spaßeshalber. „Ehrlich gesagt, wissen wir es nicht“, antwortete Ill, der neben dem blonden Trainer saß. „Spielt auch keine Rolle“, meinte Theo, der ebenfalls Nachbar von Marco war. Nur von Zero fehlte jede Spur.

Selbstsicher befahl Leon seinem Pokémon mit Feuerfeger anzugreifen. Auf der Stelle raste das Feuer Pokémon aggressiv auf Panferno zu. Dabei wurden seine Füße von heißen Flammen umhüllt. „Kontere mit Nahkampf!“, wies Indra energisch an.

Beide stürmten los und krachten in einem heftigen Nahkampf. Lohgock holte blitzartig mit seinem linken Bein aus und verpasste Panferno einen kräftigen Tritt von der Seite. Gleichzeitig drosch Panferno mit seiner linken Faust auf Lohgocks Gesicht ein. Jedoch ließ keiner der beiden locker.

Sich teilten sich kurz und knallten wieder in den Nahkampf. Lohgock vollführte mehrere Umdrehungen mit seinen brennenden Füßen und verpasste Panferno mächtige Tritte. Dieser wehrte diese gekonnt ab und konterte mit seinen eisernen Fäusten.

Beide Kontrahenten schlugen sich blitzschnell bis plötzlich Lohgock mit einer gewaltigen Drehung einen mörderischen Tritt gegen die Magengrube von Panferno verpasste und ihn fliegen schickte. Doch Panferno vollführte mehrere Saltos und landete elegant auf den Boden. Leon biss sich in die Unterlippe. Das wird nichts. Ich kann Panferno nicht besiegen, ohne es zu riskieren, dass Lohgock dabei selbst draufgeht. Ich brauche Lohgock für Galagladi!

Der schwarzhaarige Trainer fasste einen Entschluss und holte seinen feurigen Partner zurück. Dieser war zwar erstaunt, jedoch beschwerte sich Lohgock nicht. „Vielen Dank, Kumpel. Du hast fürs Erste genug geleistet. Ich brauche dich später nochmal“, flüsterte Leon dankbar und kramte nach einen neuen Pokéball.

„Los geht’s, Pikachu!!“, rief er entschlossen. Ein kleines, gelbes Pokémon tauchte aus dem gleißenden Licht auf. „Pika pi!!“, quickte es ernst. Indra konnte sich einen Lachanfall nicht verkneifen. „Hahaha, ist das dein Ernst??!! Du schickst ein jämmerliches Pikachu in so einem wichtigen Kampf? Soll das eine Beleidigung sein gegen mich und Panferno?!“, brüllte Indra und knirschte mit den Zähnen.

„Pikachu, zeig es ihnen mit Donnerblitz!“, ordnete Leon an und ignorierte Indras Sticheleien. Das feldmausähnliche Pokémon umhüllte sich in Elektrizität. „Nahkampf!“, brüllte Indra weiterhin. Bevor sich Pikachu entladen konnte, schoss Panferno wie aus der Pistole geschossen nach vorn und verpasste dem armen Pokémon einen wuchtigen Schlag ins Gesicht.

Pikachu kreischte vor Schmerz auf und flog einen weiten Bogen nach hinten. „Pikachu!!“, schrie Leon entsetzt. Doch Panferno machte nicht halt. Es sprang gekonnt in die Luft und erreichte mit Leichtigkeit das angeschlagene Pokémon. Dabei drosch es auf seinen kleinen Bauch ein und beförderte es mit unglaublicher Geschwindigkeit nach unten. Pikachu knallte gegen einen großen Felsen mit einem lauten Krach. Überall flogen kleine Bruchstücke herum.

Panferno brüllte und ließ sich wie ein Torpedo fallen. Zielgerade landete es auf Pikachu. Bevor der Schiedsrichter einschreiten konnte, hob das Feuer Pokémon die gelbe Maus auf und verprügelte es regelrecht. „Pika pika chu pika chu!!!“, heulte es vor Schmerz auf.

Leon zögerte keine Sekunde und holte das arme Pokémon zurück. Dabei senkte er den Kopf. Selbst bei den Schwächeren machst du keinen Halt und schlägst mit doppelter Kraft zurück... Tut mir leid, Marco, dass ich Pikachu so was antun ließ...

Panferno keuchte. Allerdings grinste es erfreut. Es durfte nach langem ordentlich Schläge austeilen. „Panferno!!!“, kreischte es motiviert. Bis auf Marco und die anderen jubelte jeder im Stadium. Sie waren von der unglaublichen Stärke von Panferno mehr als begeistert.

Der Schiedsrichter sah Leon mitfühlend an. „Pikachu ist besiegt und kann nicht weiterkämpfen!!“, verkündigte der schwarzhaarige Trainer selbst. Der Schiedsrichter nickte und hob die rote Fahne. Gleichzeit hob er die weiße Fahne auf Indras Seite.

Plötzlich weiteten sich Leons Augen vor Überraschung. Panferno zitterte regelrecht. Kann es sein? Kann es tatsächlich sein? Leon atmete schneller. Er war auf einmal aufgeregt. „Es war also nicht umsonst...“, murmelte er. Danach holte er einen weiteren Pokéball heraus. Ohne ein Wort warf er die rote Kapsel und ein Pokémon erschien...


Wie versprochen habe ich weitergeschrieben und kann endlich mit stolz das Große Finale präsentieren, welches eine gute Länge besitzt. Eigentlich wäre es sogar noch länger, aber ich habe mich dann entschieden, es aufzuteilen. Der zweite Teil ist außerdem noch in Arbeit. Oh man, wir kommen mit riesigen Schritten schon zum Ende meiner FF. Aber es gibt noch ein paar Kapiteln - maximal noch sieben - bleibt daher weiterhin gespannt und vielen lieben Dank fürs Lesen!
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Re: Auf in die Welt

#1319142 von KleinKokuna
31.10.2019, 21:22
Klasse, da ist es also: Der Auftakt zum heiß ersehnten Finale deiner FF :lol:!

Und ich finde es großartig *-*!

Gleich das Gespräch zwischen Anubias und Bailong als Gefangene zu Beginn war schon sehr interessant, weil du da eine ausgesprochen wichtige philosophische Frage aufgeworfen hast. Ist der Mensch wegen der Welt schlecht, oder hat er die Welt schlecht gemacht? -Das ist etwas, über das man wohl ewig ohne eindeutige Antwort diskutieren könnte. Finde ich gut, dass du so einen Denkanstoß da eingebracht hast. Weniger gut, dass sogar Anubias offenbar schon aufgegeben hat :tja:...

Aber erstmal switchst du zum wohl wichtigsten Kampf in deiner FF: Leon versus Indra Hunter!

Ganz ehrlich, ich hatte beim Lesen so ein richtig flaues, angespanntes Gefühl im Bauch, da du freilich erst die tolle Location ausgiebig beschreibst, ehe es ans Eingemachte ging, was die Spannung erst recht steigerte. (Aber hey: Den Finalkampf Nachts wie bei einem (Rock)-Konzert austragen, statt immer schnöde am Tag war ein cleverer Einfall.)

Tja und vom Kampf selbst kann ich eigentlich 'nur' sagen, dass ich bis jetzt begeistert bin :up:! Leon und Indra liefern sich ja ein verdammt heißes, heftiges Match und schenken sich nichts. Dabei habe ich erneut feststellen dürfen, wie viel stärker Leon geworden ist und dass sich die Tipps enorm ausgezahlt haben. -Insgeheim hatte ich nämlich durchaus die heimliche Befürchtung, dass Indra ja vielleicht plötzlich seine Strategie ändert o_o.

Aber noch sieht es ja zum Glück nicht danach aus, wobei es ja aus seiner Sicht auch wohl keinen Grund für gäbe. Steht ja aktuell 2:1 für Indra. Allerdings bin ich jetzt umso gespannte, wie Leon seine glückliche Chance mit der Statik ausnutzen und der Kampf sowie deine FF im Allgemeinen weitergehen wird. Jetzt hast du bei mir nämlich richtig für Finalstimmung gesorgt, also weiter so 8)!
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Re: Auf in die Welt

#1319148 von Donnerkralle
01.11.2019, 13:59
Wieder einmal bedanke ich mich für deinen tollen Kommentar, KleinKokuna!

Du hast recht, der wohl wichtigste Kampf steht gerade an und ich selber kann mich nur schwer entscheiden, wer am Ende gewinnen soll. Aber die Entscheidung ist wohl doch gefallen. Jedenfalls kann ich schon versprechen, dass der Kampf weiterhin intensiv bleibt und einige Überraschungen für das nächste Kapitel geplant sind. Sollte eigentlich gar nicht allzu lange dauern bis zur Veröffentlichung von Kapitel 53 - bleibt gespannt!

Außerdem hoffe ich doch sehr, dass du bald mit deiner FF zurückkehren wirst. Auf alle Fälle, kann ich es kaum erwarten!
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Re: Auf in die Welt

#1321753 von Donnerkralle
02.02.2020, 20:09
Kapitel 53: Showdown
Sterne funkelten am Nachthimmel und ein kühler Wind erfrischte die Hauptstadt von der Unorgia Region. In der leuchtenden Empire Arena jedoch ging es heiß umher. Leon und Indra lieferten sich einen verbitterten Kampf, der das gesamte Stadium zum Kochen brachte. Gerade warf der Trainer mit den ungewöhnlichen, blauen Augen den Pokéball und ein Lucario erschien.

Es erregte zwar nicht den Anschein, jedoch war es unheimlich wütend. Lediglich seine vier Ohren, die sich aufstellten, verrieten es. Zudem wurde es plötzlich von einer wunderschönen, blauen Aura umhüllt. Selbst im Pokéball kann Lucario die Aura jedes Mannes aufspüren und lesen. Es hatte somit den brutalen Kampf zwischen Panferno und Pikachu mitbekommen. Ganz offensichtlich wollte es sich für seinen gefallenen Teamkollegen rächen.

Das Feuer/Kampf Pokémon stand regellos in der Mitte des felsigen Kampffeldes und grinste schelmisch. Es konnte es kaum erwarten, seine feurigen und harten Attacken auf den Stahl-Typen abzufeuern. Die lodernde Flamme auf seinem Kopf wurde immer größer.

Lucario hingegen bewahrte dennoch einen kühlen Kopf und analysierte seine Umgebung. Blitzschnell konnte es einen Plan schmieden und blickte sogleich über die Schulter. Leon spürte die starke Aura und ließ sich von ihr leiten. Lucario hatte sich gerade mit ihm verbunden. Auf der Stelle streckte er den rechten Arm aus.

„Los geht’s! Aurasphäre volle Kanne!“, jaulte Leon motiviert. „Vergiss es! Flammenwurf!“, brüllte Indra sogleich. Lucario streckte ebenfalls den Arm nach vorne und formte eine blaue Energiekugel auf seiner Pfote. Die Kugel rotierte immer schneller und schneller. Zur gleichen Zeit sammelte Panferno heiße Flammen in seinem Mund.

Kurz bevor beide ihre mächtigen Attacken abschossen, erstarrte Panferno aufgrund der Paralyse. Währenddessen feuerte Lucario seine Aurasphäre ab. Binnen von Sekunden knallte die blaue Kugel gegen Panfernos Magengrube und explodierte schlagartig. Das Feuer Pokémon wurde nach hinten geschleudert.

Lucario ließ jedoch nicht locker und feuerte weiterhin seine Aurasphäre ab. „Luca!!! Rio!!!!“, brüllte es vor Zorn. Bevor sich Panferno aufrappeln konnte, trafen ihn weitere Energiekugeln und durchbohrten ihn regelrecht. Auf seinem ganzen Körper explodierte es.

Allerdings biss es in die Zähne und blieb standhaft. „Panferno!!!“, kreischte es und feuerte blitzartig einen brühheißen Flammenwurf. Der Angriff ähnelte einem orangenen Flammenmeer, so weit war die Reichweite. „Wow!“, brachte Leon nur heraus.

Allerdings war Lucario darauf vorbereitet. Es hatte schon lange den Angriff gespürt. Blitzartig sprintete es nach links und versteckte sich hinter einem großen Felsen. Währenddessen hatte der Flammenwurf das halbe Kampffeld verbrannt. Leon musste kurzzeitig nach hinten springen.

Panferno zitterte. Es war erneut paralysiert. Lucario nutzte die Chance und sprang aus seinem Versteck hervor. Mitten in der Luft feuerte es eine stark konzentrierte Aurasphäre ab. Mit unglaublichem Tempo krachte die blaue Energiekugel gegen Panfernos Kopf.

Dieser Angriff haute das Feuer Pokémon komplett um. Es wurde von den Schockwellen gegen einen kantigen Felsen geschleudert, der auf der Stelle zerbrach. Tausende Stücke flogen umher. „Ferno!!“, ächzte es. Panferno lag in den Trümmern und regte sich kein bisschen. Leon atmete auf.

Ohne die Paralyse hätten wir es noch schwerer gehabt. Das war wirklich Glück, aber Können war ebenfalls dabei! Und nun weiter! Marcos Pokémon können genauso gut kämpfen!

Indra blickte grimmig. Er holte sein angeschlagenes Pokémon zurück. Gleichdarauf zückte er einen himmelblauen Tauchball. „Du willst also wirklich meine Geschwindigkeit testen? Das kannst du haben!“, brüllte der schwarzhaarige Trainer und warf den Tauchball mit voller Wucht in das Kampffeld. Binnen von Sekunden öffnete sich die blaue Kapsel mitten in der Luft und ein froschähnliches Pokémon sprang heraus. Dabei schoss es direkt auf Lucario zu.

Zudem formte das Pokémon eine dünne, messerscharfe Wasserklinge. Leon stockte. Es geschah viel zu schnell. Bevor er und Lucario überhaupt reagieren konnten, verpasste das Pokémon Lucario einen gewaltigen Schnitt um den Hals. Dabei wurde der Boden durch die Schockwelle mächtig aufgewühlt und das Aura Pokémon wurde mit unglaublicher Wucht nach hinten geschleudert.
Augenblicklich krachte Lucario gegen einen weiteren Felsen. Dieser zersprang auf der Stelle.

In der Zwischenzeit landete Indras Pokémon elegant auf den braunen Boden. Die rote, auffällige Zunge war wie ein Schal um seinen Hals gewickelt und wehte aufgrund des kühlen Windes umher. Quajutsu hielt zudem seine Ninja-Pose aufrecht und blickte bedrohlich zu Lucario. Leon musste schlucken. Wie kann ein Pokémon so schnell sein?! Und das noch ohne Temposchub? Mist, was mach ich gegen so einen Gegner?
Leon begann zu schwitzen. Ihm wurde plötzlich heiß unter seinen bequemen Klamotten. Derweil rappelte sich Lucario mühevoll auf.

Indra hingegen grinste schelmisch. „Zeigen wir es ihnen! Los, Wasser-Shuriken!“, befahl der mysteriöse Trainer sogleich. Augenblicklich verschwand Quajutsu von der Bildfläche. Leon blinzte. Wo ist er hin? Einen Moment später tauchte ein Wasser-Shuriken direkt vor Lucario auf. Die Augen von Leon weiteten sich vor Schreck.

Blitzartig traf der Shuriken das Aura Pokémon ins Gesicht und explodierte. Durch den Druck prallte Lucario hart auf den Boden. Keine Sekunde später tauchten aus jedem Blickwinkel unzählige Wasser-Shuriken auf. „Niemals!“, japste Leon erschrocken. Wie ein Kugelhagel prasselten die Shuriken auf das Kampffeld ein. Lucario rannte sofort los. Geschwind wich er den ersten Angriffen aus, doch plötzlich wurde er regelrecht von ihnen bombardiert. Kleine Explosionen drückten ihn schließlich zu Boden.

„Eisstrahl, frier den Boden ein!“, rief Indra energisch. Leon erblickte einen himmelblauen Strahl, welcher oben von der riesigen Wand nach unten schoss. Plötzlich dämmerte es ihm. Quajutsu versteckt sich also dort oben an den Wänden und greift so Lucario von überall an! Gleichdarauf erreichte der Eisstrahl das Kampffeld und ließ ihn blau aufleuchten. Kurze Zeit später gefror die halbe Seite des Feldes. Der Boden war nun von einer dünnen Eisschicht ummantelt.

Währenddessen schoss Lucario aus den Staubwolken heraus. Jedoch rutschte er auf der Stelle aus und ging erneut zu Boden. „Wasser-Shuriken!“, ordnete Indra an und verschwendete keine Sekunde. Wieder brach ein Kugelhagel aus flinken Shuriken aus. Leon beobachtete Quajutsu verbissen. Das Wasser Pokémon rannte wie der Wind an der Wand entlang und bewarf das Kampffeld mit seinen Wasser-Shuriken. Dabei sprang es gekonnt zwischen den zwei gigantischen Bergwänden umher. Das Ganze wirkte wie eine Pendeluhr, dabei war Quajutsu der Zeiger.

Immer wieder rappelte sich Lucario auf, wurde jedoch auf der Stelle niedergeschossen und krachte zu Boden. Zudem konnte er nicht aufgrund des rutschigen Bodens fliehen. Das Kampf/Stahl Pokémon war sichtlich erschöpft und mit Kratzern und Schürfwunden überseht. Leon haute sich eine runter. „Bin ich wirklich so blöd?“, fragte er sich selbst. Danach schüttelte er den Kopf. „Tut mir leid, Lucario, dass ich so dumm bin. Los, gib alles und greife mit Aurasphäre an! Volle Kanone!“, schrie Leon energisch.

Lucarios Ohren stellten sich auf. Sein gesamter Körper wurde von einer blauen Aura umhüllt. Mit einem gewaltigen Satz sprang es plötzlich nach hinten und landete auf die ungefrorene Seite. Währenddessen sprang Quajutsu auf die andere Seite des Berges. Lucario formte zwei gigantische blaue Kugeln. „Lucario!!!!!“, rief es dabei. Nachdem es genügend Energie angesammelt hatte, streckte er beide Arme nach vorne und schoss beide Aurasphären mit gewaltiger Ladung ab.

In der Zwischenzeit hatte Quajutsu das Feuer eingestellt gehabt. Als das Wasser Pokémon die zwei anrasenden Angriffe sah, stürmte es los und lief gekonnt an der Wand. Jedoch kamen die Energiekugeln immer näher. „Weich sofort aus!“, rief Indra plötzlich erschrocken. Elegant sprang Quajutsu auf die andere Seite und vollführte dabei eine Drehung. Allerdings tauchten die beiden blauen Energiekugeln vor ihm auf und erwischten ihn mit voller Wucht.

Mitten in der Luft explodierten die Aurasphären und ein blaues Licht umgab kurzfristig das Wasser Pokémon. Einen Moment später stürzte es regungslos zu Boden. Dabei schlug es hart auf. „Qua...“, krächzte es nur. Leons Herz machte einen Sprung vor Freude. Diese hielt allerdings nicht lange, da auf einmal Lucario zusammenbrach. „Cario....“, knurrte es und fiel erschöpft zu Boden.

Der Schiedsrichter überprüfte beide Pokémon und verkündigte schließlich, dass beide kampfunfähig sein. Die Zuschauer brachen in tosenden Jubel aus. Beide Trainer holten ihre besiegten Pokémon zurück. „Du hast gut gekämpft. Ich habe die besondere Eigenschaft von Aurasphäre nicht bedacht...“, murmelte Indra. „Ich bin stolz auf dich, Lucario. Du hast unglaublich gut gekämpft! Danke!“, lobte derweil Leon sein Pokémon.

Gleichdarauf holten beide Trainer ihre nächsten Pokébälle. Indra warf einen Finsterball in die Luft, während Leon zu seinem schwarzen Hyperball griff. Binnen von Sekunden tauchten zwei überausmächtige Drachen auf dem Kampffeld auf. Dabei leuchteten beide kurz auf. Leon war ein wenig überrascht, dass Trikephalo noch am Leben war. Jedoch wirkte der Drache alles andere als todeskrank. Er starrte mit seinem leeren Blick Leons Maxax an.

Leon schluckte. Der schwarzhaarige Trainer mit den ungewöhnlichen blauen Augen wusste, dass beide Kontrahenten überaus starke Angriffe beherrschen und ein Treffer ausreichen würde, um den anderen auszuknocken. Der pechschwarze Nachthimmel sorge für eine unheimliche Atmosphäre. Schließlich ergriff Leon das Wort. „Los, Wutanfall, Rockstar!“, befahl er sogleich.

Eine blutrote Aura umgab das schillernde Maxax. Auf der Stelle raste es los. „Dräng ihn zurück mit Drachenpuls!“, ordnete Indra an. Das brutale Drachen Pokémon öffnete sein Maul und sammelte konzentrierte Energie. Auf der Stelle feuerte Trikephalo direkt vor dem anstürmenden Pokémon eine starke Schockwelle ab. Drachenpuls erwischte Rockstar voll. Leons Pokémon stämmte sich dagegen. Allerdings wurde es langsam zurückgedrängt.

„MaXaX!!“, brüllte es zornig. Plötzlich zeigte es seinen Rücken. Sein harter Panzer schwächte den Angriff enorm ab und es wurde nicht mehr zurückgedrängt. „Greif an mit Draco Meteor!“, rief Indra entschlossen.

Das Drachen Pokémon richtete seine drei Köpfe zum finsteren Himmel. Es sammelte all seine Kraft und konzentrierte sie zu einem Punkt. Im Bauch des Drachen Pokémon bildete sich rasant eine orangene Energiekugel. Blitzartig feuerte Trikephalo diese ab. Plötzlich verfärbte sich die Kugel violett. Keine Sekunde später explodierte die violette Kugel und es hagelten kräftige Geschosse.

Sie schlugen wie Meteoriten ein und explodierten noch kräftiger als zuvor. Jedoch war Rockstar bereits wieder nach vorne gerast und tackelte mit seinem robusten Körper den dreiköpfigen Drachen. Somit verschwanden beide aus dem Schussfeld der Draco Meteor.

Trikephalo versuchte wegzufliegen, jedoch ließ Rockstar dies nicht zu und prügelte mit harten Hieben auf das grünschwarze Drachen Pokémon ein. Dabei spuckte Trikephalo Blut. „Gib nicht auf, Trikephalo! Denk an unseren Traum!!!“, schrie Indra plötzlich verzweifelt.

Auf einmal schnappten die Köpfe des grünschwarzen Drachens zu und hielten Rockstar fest. Dieser versuchte sich krampfhart rauszureißen, jedoch ließ Trikephalo nicht locker. Stattdessen wirbelten seine pechschwarzen Flügel wild umher. Mit größter Anstrengung versuchte Trikephalo Maxax wieder in die Schussline der Draco Meteor zu schieben.

Die Geschosse knallten derweil weiterhin auf den Boden. Auf einmal ließ der Wutanfall von Rockstar nach. Trikephalo nutzte diesen Moment. Gemeinsam schossen sie in die Mitte des Kampffeldes und wurden regelrecht von den brutalen Angriffen bombardiert. Die Geschosse schlugen wie Meteoriten ein und explodierten kräftig. Unter dem Kugelhagel befanden sich beide Drachen und mussten jeden gewaltigen Angriff einstecken. Rockstar versuchte verzweifelt sich loszureißen, jedoch ließ Trikephalo trotz der heftigen Attacken nicht locker.

Es hatte sich eine Menge an Staubwolken gebildet. Leon und Indra konnten nur stillschweigend zu sehen. Beide wirkten mitgenommen. Auf einmal stockte der Trainer mit den blauen Augen. Er erblickte eine Träne bei Indra. Indra Hunter weint? Oh nein... Sag nicht... Endlich hörten die Angriffe auf. Es dauerte eine Weile, bis sich die Staubwolken endlich gelichtet hatten. Am Ende lagen zwei verletzte und kampfunfähige Drachen zu Boden. Keiner von ihnen rührte sich. Der Schiedsrichter musste erneut ein Unentschieden bekannt geben.

Leon holte wortlos sein geschlagenes Pokémon zurück. „Unglaublich, Rockstar konnte nicht gewinnen...“, flüsterte er. Dabei sah er zu Indra. Dieser hatte den Blick nach unten gerichtet. „Bitte holen Sie ihr Pokémon zurück“, ordnete der Schiedsrichter an. Jedoch verstummte er. Indras Gesicht war voller Tränen. Zudem grinste er. „Tut mir leid, aber Trikephalo kann nicht zurückgeholt werden. Er ist für immer gegangen...“, murmelte der schwarzhaarige Trainer.

Die Zuseher waren alle still. Es bedarf an keine Worte mehr. Sie alle erkannten dasselbe Schauspiel, welches damals zwischen Bailong und Zero stattgefunden hatte. Ein paar Psycho Pokémon hoben den Leichnam des Drachen/Unlicht Pokémon und konnten ihn erfolgreich transportieren. Plötzlich blickte Indra entschlossen zu Leon.

„Im Namen von Trikephalo schwöre ich, dass ich diesen Kampf gewinnen werde!!!“, jaulte Indra...


Willkommen im Jahr 2020! Die Geschichte geht endlich weiter. Ich wünsche euch noch viel Spaß mit dem Kapitel!
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Re: Auf in die Welt

#1321768 von KleinKokuna
03.02.2020, 12:03
Au ja, juchhu! Endlich geht der Kampf von Leon und Indra in die nächste(n) Runde(n) und die haben es in sich!

Der Kampf gegen Marcos Lucario und das Panferno von Indra war ja schon richtig episch und es spricht für ja eindeutig für Leons Talent als Trainer, dass das Pokémon seines besten Freundes sich so schnell auf ihn einstellen und mit all seiner Kraft kämpfen konnte. Und das Opfer von Pikachu hat sich ja offensichtlich bestens ausgezahlt, da Panfernos Paralyse es bedeutend beeinträchtigt hat, denn seine Stärke war nicht zu übersehen sodass es Lucario bestimmt erheblich schwerer gehabt hätte.

Mit Quajtutsu hat Indra aber auch gleich einen interessanten und mächtigen Konter reingebracht: Die Art, wie der Ninja-Frosch seinen Gegner mit diesen blitzschnellen Angriffen in die Enge getrieben hat, war echt heftig und schön beschrieben. Konnte mir wunderbar bildlich vorstellen, wie Lucario von allen Seiten mit den Shuriken attackiert wurde und zunächst keine Chance auf einen Gegenschlag hatte. Dass Leon auch hier die Nerven behalten hat und am Schluss seinen Gegner durchschauen und mithilfe der - Zum Glück niemals verfehlenden - Aurasphäre doch noch zumindest ein beidseitiges K.O. zufügen konnte, war nochmal ein schöner Beweis, dass er als Trainer gewachsen ist.

Tja und als großes Finale in dem Kapitel standen sich nun also Rockstar und Trikephalo gegenüber - die zwei stärksten Drachen der Einall-Region und genauso lief der Kampf ab. Maxax rohe, physische Gewalt, gegen Trikephalos hohen Spezialangriff im Duell in Form von Wutanfall versus Drachenpuls und später Draco Meteor, da konnte man nur mitfiebern! Erst recht, als plötzlich Indra Gefühle zeigte und seinen Partner anspornte, alles zu geben...
...Diese Szene ist so richtig emotional; wie Trikephalo sich dadurch zusammennimmt und alle Kraft aufwendet, Maxax zu packen und in den Draco Meteor zu befördern. Ich musste da sogleich an die Stelle aus PMD Zeit/Dunkelheit und Himmel denken, als Reptain Zwirrfinst als letzten Ausweg gepackt und zurück in die dunkle Zukunft gedrängt hat. Wohlwissend, dass dies das Ende sein würde...

Und hier verhielt es sich ja genauso: Nach diesem Kraftakt und vermutlich durch den Treffer durch den Draco Meteor war seine kurze Lebensspanne ja auch wirklich zu Ende :cry: . Da konnte ich Indras Tränen wirklich verstehen und nachvollziehen und wenn es nicht so notwendig wäre, hätte ich mir echt für beide den Sieg gewünscht.

Nun aber hoffe ich, dass Leon auch den letzten Teil des Kampfes für sich entscheiden und Indra die Augen öffnen kann, damit dessen Schmerz nicht umsonst war und er einen richtigen Weg finden wird, alles zum Guten zu wenden.. Ich drück ihm fest die Daumen und hoffe, dass du bald die Zeit finden wirst, deine FF fortzusetzen :)!
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Re: Auf in die Welt

#1321788 von Donnerkralle
04.02.2020, 14:10
Kapitel 54: Schwarzer Umhang
Leon keuchte. Die frische Luft tat seinen Lungen gut. Innerlich brodelte sein Körper. Er richtete felsenfest seinen Blick auf Indra. Dieser setzte ein verzweifeltes Grinsen auf. Leon konnte seinen Schmerz erkennen. Ein Hauch von Trauer legte sich über das gesamte Kampffeld. Indra Hunter zitterte. Er knirschte mit den Zähnen. Langsam holte er seinen Finsterball. „Mein Freund, lass uns für Trikephalo unser Ziel erreichen...“, flüsterte der mysteriöse Trainer.

Leon wartete geduldig. Kurz darauf warf Indra entschlossen den Ball und Galagladi tauchte auf. Leon holte tief Luft. Da ist er. Galagladi! Tut mir leid, aber heute werde ich trotz deiner Schmerzen alles geben und gewinnen! Hier kommt Phase Zwei des Planes! Der Trainer mit den hübschen, blauen Augen warf nun ebenfalls seinen Pokéball.

Gleichdarauf erschien Lohgock. Das Großbrand Pokémon brüllte. Es starrte das Psycho/Kampf Pokémon mit einem ruhenden Blick an. Leon zögerte nicht lange. „Los geht’s, Flammenwurf!“, ordnete der schwarzhaarige Trainer an. Indra blickte erstaunt. „Seit wann kämpft dein Lohgock mit Spezialattackten? Lächerlich! Galagladi, wehr den schwachen Angriff mit Psychoklinge ab!“, rief der mysteriöse Trainer unbeeindruckt.

Lohgock feuerte einen heißen Flammenwurf ab. Dieser raste direkt auf seinen Gegner zu. Die klingenähnlichen Arme von Galagladi fingen plötzlich violett zu leuchten an. Blitzartig schwang es seinen rechten Arm. Mit einem einzigen Hieb teilte er die orangenen Flammen. Indra grinste. „Gerade fing ich an, dich zu respektieren! Aber das ist ja wirklich armselig. Greif an, Galagladi! Halt dich nicht zurück!“, jaulte der schwarzhaarige Trainer.

Auf der Stelle raste Galagladi in schlangenförmigen Linien auf Lohgock zu. Jedoch blieben sowohl Leon als auch sein Pokémon ruhig. Dies machte Indra und seinen Partner wütend. „Glaub ja nicht, du könntest diesen Angriff einfach wegstecken!“, brüllte er. Augenblicklich tauchte Galagladi vor Lohgock auf und verpasste ihm ordentliche Hiebe mit seinen messerscharfen Klingen.

Allerdings zuckte Lohgock nicht einmal. Die Angriffe von Galagladi zeigten keine Wirkung. Immer wieder schlug es auf das Großbrand Pokémon ein, jedoch ohne Erfolg. „Was geht denn hier ab?!“, jaulte Indra überrascht auf. „Flammenwurf!“, rief Leon plötzlich.

Ohne große Mühe sammelte Lohgock heiße Flammen in seinem Rachen und spuckte es direkt vor Galagladi aus. Der hitzige Flammenstrahl erwischte das Psycho/Kampf direkt. Galagladi wurde in Flammen eingehüllt und schließlich nach hinten geschleudert.

Es schlug auf den Boden auf und rollte sich aber gleich wieder auf. Indra starrte Lohgock ungläubig an. „Wie kann es sein, dass es plötzlich so robust ist?!“, brummte er. Leon schwieg. Indra knirschte mit den Zähnen. „He, Schiedsrichter! Ich will mein Pokémon wechseln!“, meinte der mysteriöse Trainer mit den roten Augen. Doch der Unparteiische schüttelte mit dem Kopf. „Du hast schon einmal gewechselt!“, gab er sofort zurück.

„Ich erlaube es ihm!“, rief Leon auf einmal selbstsicher. Hä? Wieso helfe ich Indra? Er steckt in der Klemme und ich helfe ihn da raus? Sollte ich nicht den Vorteil jetzt ausnutzen? Oh nein! Ich will einen Kampf auf Augenhöhe!

Schließlich gab der Schiedsrichter nach, als plötzlich die Zuschauer zu jubeln begannen. Indra zögerte nicht und tauschte Galagladi mit Gewaldro aus. „Gewa!!!“, krächzte es. „Zerfetze Lohgock mit Laubklinge!“, befahl der Trainer sogleich.

Die messerscharfen Klingen leuchteten hellgrün auf. Danach verschwand Gewaldro augenblicklich. Das Pflanzen Pokémon war unmittelbar von Lohgock aufgetaucht und attackierte gnadenlos mit seiner scharfkantigen Laubklinge das Feuer Pokémon.

Immer wieder verpasste es Lohgock einen scharfen Schnitt. Dabei vollführte es mehrere Umdrehungen und erwischte das Großbrand Pokémon zuerst von einer Seite, dann verschwand es blitzschnell auf die anderen und schlug weiterhin erbarmungslos zu.

„Lohhhh!“, schrie es verzweifelt aus. Indra staunte kurzzeitig. „Tatsächlich, das ist in Wahrheit kein echtes Lohgock!“, schlussfolgerte er blitzschnell. Lohgock leuchtete kurz auf und plötzlich verwandelte es sich in ein Zoroark.

Leon grinste. „Los Zoroark, erschaffe den Schwarzen Nebel!“, ordnete der schwarzhaarige Trainer selbstsicher an. „Zoro“, knurrte das Unlicht Pokémon. Plötzlich tauchten überall schwarze Wolken auf. Überrascht sah Gewaldro auf. Auch Indra wirkte sichtlich verwundert. Diese pechschwarzen Wolken verschmolzen miteinander und erstickten das Licht. Mickrige, rote Blitze schweiften umher.

„Noch so ein nutzloser Trick?!“, knurrte Indra und sah sich hastig um. „Greif mit Spukball an!“, wies Leon siegessicher an. Gewaldro befand sich mitten im Nebel und konnte nichts sehen. Er konnte aufgrund der Dunkelheit die finstere Spukball-Attacke nicht erkennen und wurde mitten im Gesicht getroffen. Spukball explodierte und haute Gewaldro um.

„Zeig ihnen deine Nachtflut!“, rief Leon begeistert. „Zoro!“, jaulte das Unlicht Pokémon und sammelte kurzzeitig finstere Energie. Für eine Sekunde konnte man es im Nebel ausfindig machen. Gewaldro rappelte sich gerade auf.

Der Polymorfuchs bündelte die gesammelte Energie zu einer einzigen gewaltigen Ladung, sprang hoch aus dem Nebel, tauchte wieder hinein und haute mit seinen Armen gegen den Boden. Dabei erzeugte er eine riesige, unheimliche Schockwelle, die alles in Dunkelheit verschlang.

Diese Schockwelle stürmte mit einem aggressiven Tempo auf das verwirrte Dschungel Pokémon, welcher keinen Augenblick Zeit hatte darauf zu reagieren. Stattdessen wurde Gewaldro von ihr erfasst und mit heftigen Aufprall nach hinten aus der Schwarzen Nebelwand geschleudert.

„Setze mit Flammenwurf ein Ende!“, rief Leon. Zoroark schwank seinen Kopf, sammelte heiße Flammen und schoss sie auf der Stelle ab. Die Flammen schnappten gierig nach Gewaldro, der regelreicht in Flammen stand. „Gewaaaa!!!“, kreischte es vor Schmerz auf.

Indra konnte es nicht fassen. Zum ersten Mal stand Leon vor ihm. Er hatte nun tatsächlich ein Pokémon weniger als er, den er die ganze Zeit als kleinen Fisch betrachtet hatte. Wortlos holte Indra sein besiegtes Pokémon zurück.

Sein Blick verfinsterte sich. „Das akzeptiere ich nicht...“, flüsterte er unheimlich. Er holte tief Luft. Schließlich blickte er Leon bedrohlich an. Dabei glänzten seine rötlichen Augen. „Das werde ich niemals akzeptieren!!“, jaulte Indra laut.

Blitzschnell warf er einen Finsterball und Galagladi tauchte wieder auf. „Gladi!“, rief es entschlossen. Der eiserne Blick verriet, dass Galagladi mehr als nur bereit war. „Leon! Du kannst mich nicht aufhalten! Ich und mein Team haben alles gegeben, um endlich hier stehen zu dürfen! Nichts und niemand kann uns noch aufhalten! Mach dich bereit!!“, brüllte Indra und sagte den Kampf an.

Leon grinste. „Dasselbe gilt für mich und mein Team auch! Wir werden alles daransetzen, dich wieder zur Vernunft prügeln! Zudem werde ich mir den Titel des stärksten Herausforderers holen!“, rief der schwarzhaarige Trainer zurück.

„Los, Zoroark! Erschaffe wieder die Nebelwand!“, befahl Leon sogleich. „Stürz los und vernichte ihn mit Nahkampf!“, ordnete Indra an. Während Zoroark dunkelrot aufleuchtete, stürmte das Psycho/Kampf Pokémon mit ungeheuerlicher Geschwindigkeit auf den Polymorfuchs zu.

Gerade rechtzeitig erschuf das Unlicht Pokémon den Schwarzen Nebel und tauchte unter. Galagladi sprang ohne zu zögern hinein, erwischte aber nur Luft. „Spukball!“, wies Leon an. Wie aus dem Nichts tauchte eine dunkelviolette Kugel hinter Galagladi auf und erwischte ihn. Volltreffer! Das Pokémon fiel auf die Knie. „Gla..“, japste es.

Indra knirschte. „Komm da sofort wieder raus! Verlasse den Nebel!“, schrie der mysteriöse Trainer. Galagladi verschwendete keine Sekunde und rannte zurück. Aufgrund seiner Psychokräfte konnte es Indra aufspüren und verließ problemlos die Nebelwand.

„Nachtflut!“, befahl Leon selbstsicher. „Oh nein!“, meinte Indra und warf einen kleinen, mattgrünen Stein Galagladi zu. Während Zoroark noch gewaltige Menge an dunkle Energie sammelte, berührte das Psycho/Kampf Pokémon den Stein.

Zur selben Zeit betätigte Indra auf seinem Armband den Megastein. Augenblicklich erstrahlte ein regenbogenfarbenes Licht. Galagladi befand sich in einer Art Hülle und saugte Energie auf. Gleichdarauf zerbrach die Hülle. In diesem Moment hämmerte Zoroark auf den Boden und entfesselte seine Nachtflut.

Jedoch wurde eine regenbogenfarbene Energiewelle ausgelöst, nachdem die Hülle zerbrach und löschte die gesamte Nachtflut aus. „Was?!“, rutschte es aus Leon heraus. Galagladi hatte mithilfe seiner Mega-Entwicklung die Nachtflut ausgelöscht. Zudem wurden seine Klingen breiter und schärfer. Sein Körper wurde des Weiteren von einem weißen Umhang ummantelt.

„Zerstöre es mit Nahkampf!“, rief Indra ohne zu zögern und nutze Leons Unachtsamkeit aus. Binnen von Sekunden tauchte Mega-Galagladi vor dem Unlicht Pokémon auf und verpasste es brutale Seitenhiebe.

Galagladi boxte gegen die Magengrube und verpasste dem Polymorfuchs blitzartig einen Kinnhaken. Auf der Stelle wurde Zoroark fliegen geschickte. Mit einer unglaublichen Wucht schoss das Unlicht Pokémon in die Höhe.

Mit einem dumpfen Aufprall krachte es besiegt zu Boden. Leon konnte es nicht fassen, wie schnell sich das Blatt gewendet hatte. Auf der Stelle holte er sein Pokémon zurück. „Vielen lieben Dank für alles, mein Freund. Du hast ordentlich gut gekämpft. Jetzt hat Lohgock freie Bahn“, bedankte sich sein Trainer warmherzig.

Mit all seiner Kraft warf Leon messerscharf den feuerroten Pokéball ins Kampffeld. Sofort sprang Lohgock aus der Kapsel. „Lohhhhhh!!!!“, brüllte es motivierend. Heiße Flammen schossen aus seinen Handgelenken. „Lohgock!!“

Indra knurrte. „Unglaublich, dass ich so weit gehen musste und die Mega-Entwicklung eingesetzt habe. Und dass bei so einem erbärmlichen Versager!“ Leon grinse leicht. „Okay Lohgock, auf diesen Moment haben wir lange gewartet. Wir zeigen ihm auf der Stelle unsere Geheimtechnik!“, rief der schwarzhaarige Trainer.

„Psychoklinge!“, ordnete Indra plötzlich an. Galagladis scharfe Klingen leuchteten auf einmal rosarot auf. Augenblicklich wurde die Psychoklinge gigantisch lang. Leon stockte. Das ist wohl ein anderes Kaliber! Wenn Lohgock davon getroffen wird, dann gute Nacht! Wir müssen uns vorher noch mit Temposchub aufrüsten! „Lauf los, Lohgock! Lass dich nicht treffen!“, wies Leon an.

Mega-Galagladi schwang seinen rechten Arm und schickte seine massive Psychoklinge Richtung Großbrand Pokémon. Lohgock sprang hastig zur Seite, allerdings wurde sein linkes Bein getroffen und er stolperte zu Boden. Binnen von Sekunden griff Galagladi mit seinem linken Arm an. Die gefährliche Psychoklinge raste unglaublich schnell auf das am Boden liegende Pokémon.

„Mist! Kontere mit Feuerfeger!!“, schrie Leon mit voller Lunge. Sofort rappele sich das Feuer Pokémon auf. Heiße Flammen schossen aus seinen Füßen. Augenblick sprang es mit voller Wucht nach vorne, vollführte eine rasante Seitendrehung in der Luft und kombinierte sie mit Feuerfeger. Lohgock umhüllte sich in Flammen und sah wie ein schräger Tornado aus.

Gleichdarauf holte Lohgock mit einer sichelförmigen Bewegung aus und kickte gegen die Psychoklinge. Bei der Kollision der mächtigen Attacken explodierte es plötzlich. Lohgock wurde aufgrund der Schockwelle nach hinten geschleudert.

„Nahkampf!“, wies Indra an. Galagladi verschwendete keine Zeit. Blitzschnell sprang es auf das Feuer Pokémon und prügelte es auf ihn ein. Am Boden liegend, entfachte Lohgock jedoch einen weiteren Feuerfeger und schaffte es, seine Hüfte unglaublich schnell im Kreis zu bewegen, sodass er mit seinen kräftigen Beinen Galagladi einen mächtigen Tritt am Kopf verpassen konnte. Dieser flog auf der Stelle davon.

„Alles klar, jetzt ist es endlich soweit!“, freute sich Leon. Eine hellblaue Aura umgab den Trainer. Er griff mit der rechten Hand auf den Z-Ring und schloss kurzzeitig die Augen. Augenblicklich betätigte Leon den gelben Z-Kristall. Unmengen von hellblauer Aura strömte aus seinem Körper. Dabei umhüllte es das gesamte Kampffeld. Auch Lohgock ließ sich von dieser Aura umschlingen. Das Publikum erstarrte bei dem Anblick.

Indra starrte ungläubig Leon an. „Du beherrscht einen Z-Angriff?“ Blitzartig strömte die gesamte Aura zurück zu Leon und umhüllte in komplett. Augenblicklich verbanden sich die Auren von Trainer und Pokémon. Der schwarzhaarige Trainer führte dabei eine merkwürdige Bewegung aus. Schlussendlich bildete er mit seinen Armen Flügeln. „Z-MOVE! SUPERSONIC SKYSTRIKE!“

Gerade rappelte sich Mega-Galagladi auf. Dabei wurde er vom gleißenden Licht geblendet, obwohl es mittlerweile Nacht war. Lohgock war nämlich das Licht. Wie eine Rakete schoss das Pokémon gen den Himmel.

Als es den höchstmöglichen Punkt erreichte, neigte es einen Körper und ließ sich wie beim Sturzflug fallen. Dabei nahm Lohgock rasant an Geschwindigkeit zu. Zudem wurde sein leuchtender Körper von heißen Flammen umhüllt. Kräftige Windstöße wurden beim Sturz entfacht. Sowohl Indra als auch Galagladi erstarrten beim Anblick.

„I-ist d-das d-das E-Ende?“, murmelte Indra. Plötzlich fasste er sich an die linke Brust. Sein Herz klopfte wie verrückt. Er setzte einen entschlossenen Blick auf. „Zur Hölle mit dir!!! Wir werden gewinnen!!! Das ist alles was wir haben! Der Kampf!!!“, jaulte der mysteriöse Trainer.

Lohgock kam immer näher und näher. Dabei entfachte er mit den Windstößen unheimlich viel Druck. „AHHHH! WIR WERDEN NIEMALS VERLIEREN!!! GALAGLADI, GIB ALLES! EISHIEB!“, brüllte Indra. Dabei strahlte sein Körper eine grüne Aura aus.

Galagladi konzentrierte blitzschnell auf seiner linken Hand eiskalte Energie. Schließlich gefror ein Teil seiner Hand. Mit eisernem Blick sah es hinauf zu Lohgock. Dieser war unmittelbar über ihn. In letzter Sekunde schwang Galagladi seinen linken Arm und verpasste Lohgock einen Eishieb.

Dieser krachte derweil mit voller Wucht gegen den Arm von Galagladi. Beide Angriffe kollidierten mit unglaublicher Gewalt. Die gesamte Arena bebte. Das Kampffeld wurde in Stücke gerissen. Die Bergwände brachen zusammen.

Galagladi hielt mit vollster Anstrengung dagegen. Dabei wurden seine Füße in den Boden gedrückt. „Gala!!!!!“, krächzte es. Sein linker Arm brannte vor Höllenschmerzen. Er zitterte am ganzen Leib. Langsam, aber sicher drängte Lohgock mit seinem Z-Angriff das Psycho/Kampf Pokémon zurück.

In mitten der Kollision erstrahlte ein helles Licht im gesamten Stadion. Zudem wüsteten heftige Winde weiterhin in der Arena. Die Psycho Pokémon gaben ihr Bestes, um alle zu beschützen. Galagladis Kopf nahm eine rote Farbe an. Sogleich würde er zusammenbrechen.

Das Licht wurde immer intensiver. „GALAGLADI!!!“, brüllte es. Plötzlich hörte man ein widerliches Knacksen und Brechen. Galagladi hatte sich gerade den linken Arm gebrochen. In diesen Moment gewann Lohgock das heftige Gedränge und krachte in Galagladi hinein.

Das gesamte Kampffeld wurde von stürmischen Schockwellen auseinander genommen und komplett verwüstet. Leon und Indra wurden beide nach hinten geschleudert. Unglaublich, was für ein heftiger Kampf! Eine riesige Staubwolke umhüllte die Arena.

Gleichdarauf lichtete sie sich aber. Mega-Galagladi lag mit heftigen Schrammen am Boden. Lohgock hingegen stand genau vor Leon. Lediglich trug er nur ein paar Kratzer. Leon stand langsam auf. Haben wir gewonnen? Haben wir tatsächlich gewonnen? Leon staunte. Sein Partner zitterte, blieb jedoch standhaft.

Indra rappelte sich ebenfalls auf. Er war komplett mit Dreck verschmiert. Sein Blick verriet nichts. Er starrte wortlos sein Pokémon an. Dieser öffnete plötzlich die Augen. Leon stockte. Es ist noch nicht bewusstlos? Langsam stand Mega-Galagladi auf. Was treibt ihn denn nur so an? Der linke Arm vom Pokémon hängte schlaff herunter.

Galagladis Augen waren glasig. Hat er sein Bewusstsein verloren? Aber er steht wieder? Was passiert hier? „ARGH!“, brüllte Indra. „Leon!!! Du hast keine Ahnung, stimmts?! Du denkst, dass dein Z-Move das heftigste war, was Galagladi und ich jemals ertragen mussten, nicht wahr? Das ist allerdings reiner Unsinn! Ich und mein Team haben ein Höllentraining absolviert! Solche Attacken waren bei uns an der Tagesordnung! Du wirst unseren Schmerz niemals verstehen!!!“, jaulte der mysteriöse Trainer.

Leon wollte gerade etwas sagen, als plötzlich ein riesiger Schatten aufgrund der Lichter sich über das Stadium ausbreitete. Alle blickten überrascht hinauf. Gleichdarauf weiteten sich die Augen aller Besucher vor Schreck.

„Das... darf... doch... nicht... wahr... sein...“, flüsterte Leon. Ein riesiges, schwarzes Luftschiff steuerte direkt auf die Empire-Arena zu. Stürzt das riesen Ding etwa ab? „Psychoklinge!“, rief Indra unbeeindruckt. Mit letzter Kraft formte Galagladi mit seinem rechten Arm eine messerscharfe Psychoklinge und feuerte sie auf Lohgock. Dieser war komplett unvorbereitet und konnte nicht rechtzeitig reagieren. Ein Volltreffer! „Lohhh!“, krächzte es.

Leon erschrak. „Lohgock! ... Indra du hinterhältiges Miststück!“, brüllte Leon erbost. Nachdem Lohgock zu Boden ging, verwandelte sich Galagladi zurück und fiel bewusstlos um. Auf der Stelle holte Indra sein Pokémon zurück. „Das wars dann. Ein wahrer Trainer hätte niemals den Blick vom Kampffeld gewandt! Das ist nun deine Sünde!“, rief er und rannte plötzlich los.

Leon verzweifelte gerade. Habe ich gerade verloren? Jedoch konnte er nicht lange darüber nachdenken, da plötzlich eine Massenpanik ausgelöst wurde. Schnell ergriff Silberstein das Mikrofon. „Meine Damen und Herren, bleiben Sie ruhig!!! Unsere Psycho Pokémon werden Sie alle sofort wegteleportieren! Bleiben Sie daher unbedingt auf ihren Sitzplätzen!“, schrie er ins Mikrofon.

Für Leon brach gerade eine Welt zusammen. Das gigantische Luftschiff näherte sich rasant der Arena. Er spürte das Beben unter seinen Füßen. Doch in einem Augenblick wurden er und sein Partner vom blauen Licht umhüllt und verschwanden plötzlich...


Vielen lieben Dank für deinen ausführlichen Kommentar, KleinKokuna. Dadurch habe ich plötzlich so viel Motivation bekommen und endlich den Kampf fertig geschrieben. Das wird wirklich ein heftiges Kapitel. Ich denke, dass mir nun ab heute wieder die Zeit ausgeht und die restlichen 5-6 Kapiteln erst Ende Mai erscheinen werden... Aber wer weiß was die Zukunft bringt. Viel Spaß!
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Re: Auf in die Welt

#1321820 von KleinKokuna
07.02.2020, 17:30
Dadurch habe ich plötzlich so viel Motivation bekommen und endlich den Kampf fertig geschrieben.


Yeah, Mission erfüllt :lol:! (Genau dafür sind Kommis doch da :p.)

Aber genug davon, jetzt zu nächsten Kommi für dein neuestes Kapitel:

Du hast erstmal nicht Zuviel versprochen: Das Kapitel ist heftig!

Zuerst heißt es nun 'Lohgock' gegen Galagladi und ehrlich: Ich war genauso überrascht wie Indra, als sein Pokémon dem von Leon keinerlei Schaden mit der Psychoklinge zugefügt hat. Tja, da hat Zoroark mit seiner Illusion beste Arbeit geleistet und ich war vielleicht noch mehr baff, als Indra, weil ich es hätte ahnen können. (Wusste ich ja eigentlich, dass Marco eines hat, aber es kam ja eher sporadisch zum Einsatz, sodass einem das vor lauter Mitfiebern wieder entfällt^^.) -Eine gelungene Überraschung jedenfalls!

Doch auch enttarnt macht das Polymorfuchspokémon eine erstklassige Figur im Kampf: Dieser schwarze Nebel ist eine klasse Idee, weil seine Dexeinträge ja so eine Fähigkeit nahelegen und mit dessen Hilfe hat es leichtes Spiel mit Indras Gewaldro. An der Stelle zeigt Leon hier wieder, dass er ein ehrenhafter Trainer ist, denn eigentlich war es Indra ja gar nicht mehr gestattet, auszutauschen. Das Leon es ihm dennoch erlaubt, zeugt, finde ich, von echter Größe.

Allerdings wäre Indra ja nicht Indra, wenn er nicht noch ein Ass im Ärmel hätte: Mega-Galagladi ist eben dann viel zu stark für Zorark. Außerdem unterstreichst du damit schön seinen Status als nobler Ritter, den M-Galagladi so trefflich darstellt. Und jetzt geht es also wirklich ans Eingemachte!

Leons (echtes) Lohgock gegen Indras M-Galagladi; das war vielleicht ein heftiger Fight! Die haben mit ihren wilden, heftigen Attacken und Manövern die Arena in mehrerlei Hinsicht zum 'Beben' gebracht, bis Leon am Schluss seinen Trumpf in Form der Z-Attacke ausgepackt hat! (Hier nochmal ein ausdrückliches Lob, dass du die englischen Namen für verwendest. Die klingen einfach viel cooler xD.)

So hieß es also: Z-Angriff versus M-Entwicklung. Wie Lohgock auf seinen Gegner hinabgestürzt ist und dieses dagegengehalten hat... Die mörderische Kollsion, die stark genug war, M-Galagladis Arm zu brechen, welches schließlich sogar zu Bode ging....

Boah, das war Spannung pur o-o!!

Doch damit nicht genug steht Indras Pokémon sogar nach so einem Angriff wieder auf - schwer verletzt zwar, aber nicht besiegt! -Vereint durch den Schmerz seines Trainers, den dieser in seinen knappen Sätzen durchschimmern ließ...

Was für ein Moment!

...Der durch die 'Spaßbremsen' von Team Alpha gleich zunichte gemacht wurde :down:. Das Auftauchen ihres Luftschiffes verheißt ja definitiv nichts Gutes und diese Ablenkung nutzt Indra freilich - arschig wie er eben aktuell ist - dazu aus, Lohgock noch schnell zu besiegen. Verständlich, aber dennoch reichlich unfair. Und Leon bleibt gar nicht die Zeit, alles richtig zu realisieren, da er und seine Pokémon jäh von einem mysteriösen Licht umhüllt weggebeamt werden... Wow!

Also mit dem aktuellen Status warte ich wirklich gerne auch länger, bis du wieder Zeit fürs weiterschreiben findest. Will ich doch mehr denn je wissen, wie es weitergehen wird.

Was ich aber unbedingt loswerden will, ist, dass du den Ausgang dieses Kampfes sehr clever gestaltet hast. Denn zumindest für mich hätte sich ein eindeutiges Ergebnis fast 'zu früh' angefühlt. (Falls du verstehst, was ich meine :tja:.)

So jedoch ist alles noch offen, weil beide sowohl verloren, als auch gewonnen haben. Indra hat zwar nach Punkten gewonnen, aber nur, weil er sich eines miesen Tricks bedient hat. Er wusste ja, dass Team Alpha auftauchen würde und hat die erwartbare Überraschung und Ablenkung schamlos ausgenutzt, was ihn in der redlichen Hinsicht klar zum Verlierer degradiert. (Auch wenn ich ihn erst recht nach dem Special schon verstehen kann... In so einer Lage denkt und handelt man anders und pfeift freilich auch mal auf Anstand.)

Logischerweise ist somit für mich Leon der eigentliche Gewinner dieses Duells. Er hat sich seit dem letzten Kampf gegen Indra unglaublich gemausert und zusammen mit seinen und Marcos Pokénom einen fantastischen Kampf dargeboten, der eines Finalkampfes würdig ist :up:! Wer weiß, wie es ausgegangen wäre, wenn Team Alpha nicht aufgetaucht wäre? Hab so das Gefühl, das dies nicht der 'echte' finale Kampf zwischen den Beiden ist. Wobei ich mich da gerne total überraschen will. Möglich, dass du noch ein paar 'Bomben' zünden wirst xD!

Gut, und jetzt will ich mal mit dieser Wall-of-Text aufhören und wünsche dir, dass du bald die Zeit und Muse findest, um weiterzuschreiben :).
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Re: Auf in die Welt

#1321824 von Donnerkralle
07.02.2020, 20:52
Oh man, jetzt hast du es wirklich geschafft... Ich bin sprachlos! So viel Lob und Anerkennung zu erhalten, fühlt sich einfach unglaublich an! Vielen lieben Dank, KleinKokuna, für deine ehrlichen Worte. Ich bin richtig ergriffen von deinem langen und inhaltlichen Feedback! Dafür erst ein Mal ein großen Dankeschön!

Oh ja, mir selbst hat es ebenfalls sehr Spaß gemacht, den Kampf zu beschreiben. Mithilfe von guten Anime OST schreiben sich solche Kämpfe plötzlich viel einfacher und schneller - man fiebert tatsächlich so richtig mit! Ich habe mir Leons Zoroark extra für diesen Kampf aufgehoben und habe versucht, die Aufmerksamkeit auf den Polymorfuchs so gut wie nur möglich bis zum Kampf abzulenken. Scheinbar ist es mir gelungen. Ich fand es auch irgendwie cool, dass Leons Strategie so richtig aufging. Der Kampf an sich war schon geplant, allerdings nicht die Art und Umsetzung eben. Da habe ich einfach aus heiterem Himmel etwas niedergeschrieben und mit den OSTs zusätzliche Motivation herausgeholt :D

Für mich hat Leon auch am Ende eigentlich gewonnen, Galagladi war selbst kurz vorm Zusammenbrechen. Aber du kennst es bestimmt, wenn dich dein Pokémon sehr sehr mag, dann überlebt es meistens mit einem KP, um seinen Trainer keine Sorgen zu bereiten. Ansonsten war ich mir allerdings nicht selbst ganz sicher, wer am Ende gewinnen soll. Bei der heftigen Kollision habe ich etwas nachdenken müssen, ob Lohgock den Eishieb von Galagladi locker überwindet und ihn ausschaltet, oder ob Galagladi gerade noch davon kommt und aufgrund seiner tiefen Bindung zu seinem Trainer nochmals alles rausholt.

Schlussendlich taucht das riesige Luftschiff wieder auf und du hast richtig erkannt, dass es sich um Team Alpha handelt. Ich kann schon mal verraten, dass das ebenfalls zum Plan dazuzählt. Und ja, Leon und Indra werden sich sehr bald wiederbegegnen. Zeitlich wird es allerdings etwas eng für mich :p

Aber jetzt kann ich mich im FF-Bereich wieder zurücklehnen und auf deine Fortsetzung warten, also hau schön brav in die Tasten 8)
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Re: Auf in die Welt

#1323182 von Donnerkralle
08.06.2020, 13:25
Kapitel 55: Desaster
Ein langer Schatten breitete sich in der Empire Arena aus. Der Vollmond hing am düsteren Nachthimmel. Ein kalter Wind fegte über die Hauptstadt. Der Schatten bedeckte nun das gesamte Stadium. Der Boden bebte. Ein gigantisches, pechschwarzes Luftschiff stürzte ab und raste auf die Empire Arena zu. Leon und Lohgock wurden in letzter Sekunde von einem blauen Licht erfasst und schließlich wegteleportiert.

Noch im selben Moment tauchten die beiden in der Nähe vom Fünf-Sterne-Hotel Perolga auf. Leon blickte überrascht auf. Er befand sich auf einem weißen, breiten Gehweg zusammen mit den anderen Trainern. Jedoch schafften es die Psycho Pokémon auch, die Zuseher zu teleportieren. Gemeinsam überfüllten sie den noch so breiten Gehweg. Einige Passanten schreckten kurz auf, allerdings wurde ihre Aufmerksamkeit auf der Stelle vom riesigen Luftschiff gelenkt.

Leon starrte ungläubig mit seinen ungewöhnlich blauen Augen auf das Schiff, welches trotz der weiten Entfernung ungeheuerlich nah wirkte. Wie in Zeitlupe knallte das pechschwarze Luftschiff gegen die wunderschöne Empire Arena. Binnen von Sekunden brach das Stadium zusammen. Blitzartig flogen überall Teile der Tribüne umher. Der große Bildschirm wurde komplett zerstört und sprühte Funken. Alle Lichtbeleuchtungen explodierten förmlich.

Das Luftschiff krachte mit einem gewaltigen Dröhnen in den Boden und verursachte ein heftiges Beben. Die Erde wurde in zwei Teilen gerissen. Überall flogen gigantische Erdstückte herum. Dreckiger Staub wurde mächtig aufgewühlt. Im selben Augenblick explodierte ein Teil des Schiffes. Ein ohrenbetäubender Lärm ließ die Hauptstadt erzittern.

Blitzartig brannte das Luftschiff lichterloh. Das brennende Feuer verteilte sich auf der Stelle. Eine riesige Stichflamme versengte das Stadium. Ein gewaltiger Flächenbrand entstand und drohte, die umgebenden Häuser zu verschlingen. Plötzlich folgten weitere Explosionen.

Dadurch wurden Schockwellen freigesetzt, die die zerbrochenen Stücke mit einem Schlag davonfegten. Die brennenden Stücke krachten wie Meteoriten in den benachbarten Häusern. Eine düstere Tragödie wiederholte sich. Das Feuer verteilte sich augenblicklich.

Die Empire Arena brach komplett zusammen. Auf einmal wurde das Luftschiff erneut gesprengt. Die Explosion sorgte erneut für eine derbe Druckwelle und schleuderte brennende Teile der Empire Arena auf die Stadt.

Der schwarzhaarige Trainer konnte es nicht fassen. Eine riesige Feuersbrunst hatte Empire City unter seiner Gewalt. In seinem Herzstück der Stadt verwüstete ein Flächenbrand die gesamte Umgebung. Leon hörte die Sirenen der Feuerwehr. Von überall war Blaulicht zu sehen. Die mächtigen Löschtankfahrzeuge donnerten auf den breiten Straßen.

Muskulöse Kampf Pokémon sprangen auf die Straße und räumten die Fahrzeuge weg, um schneller eine Rettungsgasse zu bilden. In Empire City ertönte die Sirene. Der unheimliche Klang ließ Leon erschaudern.

Immer mehr Feuerwehrfahrzeuge waren auf dem Weg. Hubschrauber waren ebenfalls mit von der Partie, doch sie taten sich bei der schlechten Sicht schwer, da der Himmel von Rauch überdeckt war.

Tausende Feuerwehrmänner kämpften mit ihrem Leben gegen das zerstörerische, ungebändigte Feuer. Ebenso halfen mehr als viertausend Pokémon mit, die ihr Leben ohne großartig Gedanken darüber zu machen, aufs Spiel setzten. Die Luft bebte vor Anspannung.

„Leon!!! Wir müssen weg!!!“, brüllte Marco plötzlich in sein Ohr. Doch seine Stimme erstarb bei der nächsten gewaltigen Explosion. Auf einmal bemerkte der schwarzhaarige Trainer, dass ein brennendes Teil auf ihn zuflog. Doch er erstarrte vor Schreck.

Sein blonder Freund verschwendete keine Sekunde und reagierte blitzartig. Er packte Leon am Arm und zerrte ihn mit ganzer Kraft weg. Schließlich kam Leon in Bewegung. Gemeinsam mit den anderen Menschen und Pokémon flüchteten sie. Plötzlich sprang Lohgock vor ihnen, packte sie beide und sprang mit seinen kräftigen Beinen über die panische Menschenmasse.

Lohgock landete sogleich und machte erneut gewaltige Sätze. „Loh!“, jaulte das Feuer/Kampf Pokémon. Leon war sichtlich überfordert. Er hatte bis heute die schlimme Tragödie von Spagonia nie ganz verdaut. Und ausgerechnet heute sollte sich diese wiederholen.

Das Großbrand Pokémon brachte sich unbewusst zum Nationalpark der Stadt. Leon erblickte den goldenen Globus. „Empire Global“, ächzte Leon. Lohgock setzte die beiden jungen Trainer ab. „Hinter dem Globus befindet sich der Nationalpark“, flüsterte Marco und blickte gen zum Himmel.

Er erblickte zwei Vogel Pokémon. Leon hörte nur das Gekrächzte der Vögel. Ein Washakwil und ein Staraptor setzten zum Landen an. „Ist das etwa...?“, Leon verstummte, als plötzlich ein junger Trainer mit hellblauen Haaren vom Washakwil absprang. „Zum Glück kann dein Lohgock so hoch springen, ansonsten wäre er mir nicht aufgefallen“, grüßte Theo mit einem leichten Grinsen, das jedoch sofort verschwand.

„Hey, geht es euch gut?“, fragte ein rothaariger Junge, welcher gerade von Staraptor abstieg. „Ill! Und Riccardo ist ebenfalls hier!“, freute sich Marco. „Ja, Theo hat uns wortwörtlich von der Hölle zum Himmel gebracht“, scherzte Ill.

„Leute, was zum Geier ist da eigentlich passiert?“, platzte es aus Riccardo heraus. „Eine verdammt gute Frage!“, gab Theo zu. „Das war das verdammte Luftschiff, nicht wahr?“, meinte Leon. Theo und Marco nickten. „Das ist echt verrückt! Mit so einem Anschlag habe ich nicht gerechnet!“, brummte der Vogelfänger. „Davon hat Zero nichts erwähnt!“

„Hat Indra davon gewusst?“, mischte sich Marco sogleich ein. Alle blickten plötzlich zu Leon. Der schwarzhaarige Trainer hatte die letzten Erlebnisse noch nicht verarbeiten können. „Also, ich bin mir nicht ganz sicher, aber wirklich beeindruckt war er nicht. Es wirkte so, als ob er so kommen sah“, erwiderte der Trainer mit den blauen Augen.

„Also hat er davon gewusst...“, schlussfolgerte Ill und senkte gemeinsam mit Riccardo den Kopf. „Soweit würde ich noch nicht gehen...“, antwortete Leon. „Ich glaube kaum, dass er sich in so einer großen Gefahr begeben würde.“

„Naja, wir sprechen hier immer noch von Indra. Aber du hast vermutlich recht. Er möchte ja unbedingt Champ werden, das hat er uns oft genug bewiesen. Ich glaube kaum, dass er bereit wäre, schon zu sterben“, meinte Theo und blickte zum Himmel. Das Brennen konnte man ebenfalls von hier aus erblicken.

„Wo steckt eigentlich Zero? Hatte er wirklich davon keine Ahnung?“, meldete sich Marco wieder zu Wort. Theo schüttelte den Kopf. „Ich weiß es nicht, während dem Finale war er eigentlich im Hotel, aber wo er jetzt steckt, das weiß ich nicht.“

„Und was ist mit Indra?“, fragte Ill nach. „Stimmt, eigentlich müsste er gemeinsam mit Leon wegteleportiert sein, aber irgendwie habe ich ihn überhaupt nicht gesehen“, stellte Riccardo, das Musiktalent, fest.

„Nun... Indra hat sich einfach aus dem Staub gemacht. Während wir noch wie verblödet das abstürzende Luftschiff anstarrten, war er schon längst auf der Flucht. Ich frage mich nur, wohin...“, schilderte Leon.

„Was machen wir jetzt?“, wollte Marco wissen. Alle schwiegen. Am Empire Global war es seelenruhig. Nur die kleine Gruppe befand sich beim goldenen Globus. „Nun, ich denke, dass Empire City das Feuer bald in den Griff kriegt“, meinte Theo.

„Du meinst, du hoffst darauf“, verbesserte der blonde Trainer. „Ja.“ Leon dachte angestrengt nach. Wohin bist du nur abgehauen? Was ist jetzt dein Ziel? Wo sind Anubias und Bailong? Jedoch fand der Trainer keine Antwort darauf.

„Mir fällt gerade wieder ein, dass ich keines der Psycho Pokémon vorhin erblickt habe“, erinnerte sich Ill. „Das heißt, dass sie ihr Leben geopfert haben, nur um uns zu teleportieren“, stellte Theo fest. „Dieser Silberstein ist irgendwie auch abhandengekommen. Den habe ich ebenfalls nicht gesehen“, erwähnte Riccardo.

Komm schon, Indra! Wo bist du gerade?! Leon knirsche mit den Zähnen. „Mist, es muss doch irgendwas geben, was wir tun können!“, brummte der schwarzhaarige Trainer frustriert. „Leon, beruhige dich. Wie schon in Spagonia können wir leider nichts tun, außer das wir warten“, erinnerte Theo mit einer sanften Stimme.

„Es ist schon ziemlich spät. Ich glaube kurz vor Mitternacht. Wir sollten ein kleines Lager aufschlagen“, schlug Ill vor. Alle blickten ihn an. Plötzlich gähnte Marco. „Verdammt! Du hast recht. Wir sollten schlafen und Energie tanken. Dadurch können wir schon früh los und nach Indra suchen. Der hat sicher ein paar Antworten parat“, schlussfolgerte der blonde Trainer.

Leon stimmte dem nur mit schwerem Herzen zu. „Eigentlich wäre es mir lieber, wir würden sofort uns auf dem Weg machen, aber mir fällt kein Ort ein, an dem Indra nun abhängen würde. Aber ich möchte noch vor Einbruch der Sonne wieder aufwachen und nach ihm suchen“, forderte er unverzüglich.

„Geht klar, aber jetzt müssen wir erst Mal ein Lager aufschlagen, das heißt einen Schlafplatz organisieren“, erklärte Riccardo. „Mitten in der Stad ein Lager aufschlagen, das klingt einfach unglaublich. Hätte nie gedacht, dass solche Zeiten anstehen würden“, neckte Marco und grinste schelmisch.

„Und wie wollen wir ein Lager herzaubern?“, fragte Theo. „Oh, das ist kein Problem. Ich und Ricky kennen uns damit bestens aus. Überlass das nur uns“, antwortete Ill gelassen. Plötzlich brach Lohgock zusammen. „Loh...“, brummte es nur. Es war von Kratzern umsehen.

„Der harte Finalkampf hat es ziemlich zugesetzt. Aber ich habe da was, was ihn wieder munterer macht“, erklärte Theo und kramte in seiner Tasche. Der Vogelfänger holte eine kleine Tsitrusbeere hervor und übergab sie Leon. Dieser nickte. „Danke dir.“

Leon beugte sich zu seinem Partner und verabreichte ihm die kleine Beere. Überraschenderweise entfaltete sich sofort ihre heilende Wirkung und Lohgock konnte sich langsam aufrappeln. „Loh...“, krächzte es nun. „Hey, schön, dass es dir wieder besser geht. Danke für den Wahnsinns Kampf von vorhin gegen Indras Galagladi. Ruhe dich erstmal ausgiebig aus“, sagte Leon und streichelte kurz sein Kopf Pokémon. Danach holte er es zurück in den Pokéball.

Währenddessen hatten Ill und Riccardo aus den verschiedensten Zweigen einen kleinen Unterschlupf gebaut. Danach bedeckten sie eifrig den Unterschlupf mit sommergrünen Ahornblättern. Marco pfiff laut los. „Wow, das ging ja schneller als erwartet. Ich habe gar nichts mitbekommen.“

Auch Leon war begeistert. „Also mit euch würde ich sehr gerne campen gehen“, scherzte er, „Aber warum wollen wir hier nochmal übernachten?“ Theo meldete sich auf der Stelle zum Wort. „Ganz einfach, das Hotel hats wohl auch erwischt beziehungsweis war es indirekt involviert. Der brennende Trumm, der ja beim Sammelpunkt eingeschlagen ist, hat wohl einiges an Schaden verursacht. Darum wird die Feuerwehr diesen Ort ebenfalls abgesperrt haben. Und die Polizei wird uns bestimmt auch nicht so einfach hineinlassen.“

Leon blieb der Mund offen. „Äh... Ja, das habe ich mir gerade auch gedacht“, stammelte er und versuchte, überzeugend zu klingen. „Dann ab in die Heia!“, meinte Marco. „Was ist mit der Nachtwache? Wer fängt damit an?“, warf Riccardo ein.

„Ich übernehme die erste Wache. Es kann gut sein, dass hier nachts ein paar Verrückte umherschleichen. Wir sollten jetzt immer eine Nummer sichergehen“, meldete sich Theo erneut. „Alles klar, Herr Vogelfänger. Na dann, gute Nacht! Auch wenn’s ziemlich kalt werden wird“, meinte der blonde Trainer und krabbelte in den kleinen Unterschlupf.

„Nun, da wir recht nah beieinander liegen werden, wird es ein wenig kuscheliger“, scherzte Ill, „Aber keine Sorge, wir haben zwei Unterschlupfe gebaut, so eng wird’s also auch wieder nicht.“ Marco pfiff erneut vom Unterschlupf heraus. Schließlich legten sich alle außer Theo schlafen.

***

Zur selben Zeit, kurz nachdem Leon und die anderen davonliefen, befand sich nicht weit weg vom Stadium ein kleines Lagerhaus, welches tief im Schatten verborgen war.

Dort drinnen tummelten sich wenige Personen. Sie bewegten sich einheitlich und trugen weiße Anzüge. Tief im Inneren des Lagerhauses bewachten zwei eine kleine, dreckige Zelle. Hinter dem Gitter saßen die niedergeschlagenen Insassen. Plötzlich bebte der Boden. Die Gefangen waren sofort hellwach.

Ein ohrenbetäubender Lärm ließ das Lagerhaus erzittern. Die Glasfenster zerriss es auf der Stelle. „Was zur Hölle ist das?!“, brüllte Bailong überrascht. „Keine Ahnung!“, jaulte Anubias auf. Selbst die Wachen wirkten verwirrt. Als erneut der Boden bebte, hauten sich die beiden den Schädeln an und fielen bewusstlos um.
Bailong und Anubias sprangen auf. „Verdammt! Die beiden haben sich selbst ausgeschaltet!“, schrie der Trainer mit dem langen, weißen Pferdeschwanz.

Augenblick krachte ein brennendes Trumm von der Decke und schlug exakt vor dem Gitter auf den beiden Rüpeln ein. In letzter Sekunde konnte Anubias Bailong nach hinten zerren. Das Trumm hatte einen Teil des Gitters zerstört.

Gleichzeitig verteilte sich das heiße Feuer rasant. In wenigen Augenblicken stand das kleine Lagerhaus in Flammen. Erstickender Rauch erfüllte den Raum. Beide Trainer hielten sich die Hand vor das Gesicht. „Raus hier!“, brummte Anubias. Doch bevor die beiden in die Gänge kamen, schossen die niedergeschlagenen Top Vier aus der Zelle heraus.

Anubias und Bailong verschwendeten keine weitere Sekunde und schlüpften noch rechtzeitig aus dem Loch heraus, bevor dieser ebenfalls Feuer fing. Schnell umgangen sie den brennenden Trumm, jedoch mussten sie stehen bleiben, da der Raum voller Rauch gefüllt und mit Feuerstellen übersät war. Zudem gaben die Wände bereits aufgrund der Hitze nach und drohten, einzustürzen.

Allerdings zückte Bailong seinen Finsterball und öffnete selbst die Kapsel. Ein fledermausartiges Pokémon erschien und breitete seine riesigen, lilafarbenen Flügel aus. „Feg das verdammte Lagerhaus weg, Hurricane!!!“, brüllte Bailong aus voller Lunge und atmete viel Rauch ein.

Die beeindruckenden Flügel von UHaFnir fingen sofort blau zu leuchten an. Es schwank diese wild umher und erzeugte in binnen von Sekunden einen heftigen Windstoß. UHaFnir schickte einen Orkan und riss damit bis auf die Zelle alles auseinander. Der Orkan fegte zudem das Feuer sowie den Rauch in allen Richtungen davon.

Anubias erkannte als erster, dass dadurch das Feuer sich schneller verbreitet hatte. Plötzlich stand die gesamte Umgebung in lodernden Flammen. Gleichdarauf brach Bailong zusammen. Anubias biss sich in die Unterlippe. Er holte einen lila Meisterball hervor und warf sie schleunigst in die Luft. „Voltolos! Beschwöre einen stürmischen Regen!“, befahl der Trainer mit den weißen Haaren scharf.

Das legendäre Pokémon brüllte laut und schoss einen blauten Blitz in den Himmel, indem er mit seinen violett-farbigen Schweif ausholte. Im selben Moment krachte es und ein weißes Licht zerriss den pechschwarzen Himmel.

Auf einmal bildeten sich schwere, dunkelgraue Wolken am Firmament. Plötzlich prasselten dicke Regentropfen auf den brennenden Boden. Ganz Empire City wurde von einem stürmischen Gewitter heimgesucht. Ein weiterer Blitz zerriss den Himmel, der Donner grollte.

Bailong hustete und rappelte sich auf. „Ohhhhh... der Regen tut echt gut“, krächzte er. UHaFnir landete neben ihm und jauchzte besorgt. Der kalte Regen sorgte dafür, dass das Feuer in Zaun gehalten wurde. Zudem nahm die Menge kontinuierlich ab.

Während die beiden weißhaarigen Trainer vom stürmischen Regen durchnässt wurden, standen beide regellos da und lauschten aufmerksam. Nach einer Weile brach Bailong die Stille. „Was um alles in der Welt ist bloß geschehen?“, hob der Trainer gleich an.

Anubias starrte mit weit aufgerissenen Augen auf das brennende Stadium, welches aufgrund des Regens und den Löschangriffen der Feuerwehr vom Feuer befreit wurde. „Ich bin mir nicht sicher, aber das Stadium sieht alles andere als gut aus.....“

Erst jetzt erkannte Bailong, dass sich ein riesiger Trümmerhaufen befand. „Ist etwa ein Hochhaus draufgestürzt? Das sieht ja schrecklich aus! Was ist mit den Zusehern und den Trainern? Haben sie es geschafft?!“, plapperte der Trainer weiter.

Anubias musste schlucken. „Indra und Leon müssten eigentlich heute gekämpft haben...“, erwähnte er mit kalter Stimme. „Denkst du etwa, die beiden sind umgekommen?“, sprach Bailong seine Gedanken aus.

„Niemals... Als ob Mew das nicht kommen sah... Niemals könnten die zwei Auserwählten einfach so sterben, ohne ihre Pflicht erfüllt zu haben...“ „Was sollen wir jetzt tun?“, fragte Bailong und verschränkte die Arme. Die Regentropfen prasselten ununterbrochen zu Boden und sorgten für eine düstere Stimmung.

„Ruhe dich aus, UHaFnir“, murmelte Bailong und holte sein geliebtes Pokémon zurück. Anubias schwieg. Beide Trainer hatten ihre Arme verschränkt und starrten mit ernster Miene auf das versengte Stadium. Das Donnergrollen unterbrach für einen kurzen Moment die Stille.

„Sieh an sieh an, da hat das Ungeziefer schon wieder überlebt“, meldete sich plötzlich eine kalte Stimme hinter ihrem Rücken. Ohne zu zögern holte Anubias sein legendäres Pokémon schleunigst in den Meisterball. Bailong blickte überrascht auf und drehte sich um. Auch Anubias wandte sich der bedrohlichen Stimme.

Die Person hatte lavendel, rosiges Haar, die etwas kurz geschnitten und leicht aufgestellt waren. Dabei besaß er noch dunkelgrüne Augen. Des Weiteren trug er einen weißen Ganz-Körper- Anzug. In der Mitte war zudem ein gelbes Alpha Zeichnen gedruckt.

„Ein kluger Schachzug, Anubias. Du hast rechtzeitig dein Voltolos zurückgeholt, bevor ich es mir fangen konnte“, hob die Person sogleich an. „Omega du Massenmörder!“, knurrte Anubias, verschränkte allerdings die Arme.

Omega zuckte nicht einmal mit der Wimper. Er setzte sein emotionsloses Gesicht auf und starrte beide Auserwählte mit seinen dunkelgrünen Augen an. Augenblicklich zog er zwei Pistolen heraus und richtete sie auf die beiden weißhaarigen Trainern.

„Das ist doch…“, murmelte Bailong und erschauderte sogleich. „Korrekt, diese zwei Waffen sind mit Betäubungspfeilen ausgestattet. Allerdings ist die Dosis eine ganz andere Liga. Ein Pfeil reicht aus, um ein Ursaring für immer Schlafen zu schicken“, erwiderte der zweite Anführer von Team Alpha sogleich.

„Ich seh’s schon, du möchtest uns ein für alle Male das Licht ausknipsen, nicht wahr?“, schlussfolgerte Anubias seelenruhig. „Ziemlich. Allerdings würde ich eure verzweifelten Gesichter noch ein letztes Mal sehen, bevor es soweit ist. Ich habe mir schon gedacht, dass ihr diesen Anschlag überleben würdet. Deswegen bin ich extra hierhergekommen, um die Sache endgültig zu klären“, sprach Omega weiter.

„Du hast das Hauptschiff von Team Alpha ins Stadium abstürzen lassen. Wie viele eurer Mitglieder, die im Schiff saßen, mussten für diesen wahnsinnigen Plan sterben? Haben sie es nicht verdient, in die Perfekte Welt zu gelangen?“, knurrte Anubias wütend.

„Die Insassen sind mir gleichgültig, sie waren nur Werkzeuge. Das ist alles. Der Schaden, den sie dabei angerichtet haben, war dennoch gewaltig. Ich muss sagen, dass ich sie dadurch sogar ein wenig wertschätze. Aber es spielt keine Rolle mehr. Immerhin sind diese Menschen nun ebenfalls Geschichte“, erwiderte Omega und zeigte dabei keinerlei Reaktionen.

„Du Dreckskerl! Hast du denn überhaupt Gefühle?!“, platzte es aus Bailong heraus. „Natürlich nicht. Emotionen stehen einem nur im Wege. Um zu gewinnen, sind Verluste unausweichlich. Nicht alle werden es über die Grenze schaffen, ihr versteht was ich meine?“, erklärte der zweite Anführer mit ruhiger Stimme.

Anubias Blick verfinsterte sich drastisch. „Hast du… eine Ahnung… von was du da eigentlich… sprichst?“, flüsterte er bedrohlich. „Wie kannst du es dir eigentlich erlauben mit Menschenleben zu spielen?! Unerhört!“, brüllte der weißhaarige Trainer erbost.

Omega seufzte. „War zu erwarten, dass mickrige Kreaturen wie ihr meine Philosophie nicht teilt. Spielt allerdings keine Rolle mehr. Ihr habt verloren. Die Wahrscheinlichkeit, dass sowohl Leon Desmodus als auch Indra Hunter umgekommen sind, ist hoch. Sobald nur ein Auserwählter stirbt, habt ihr automatisch verloren“, teilte Omega ihnen mit.

„Und um sicherzustellen, dass wir Auserwählte scheitern, wirst du nun auch uns umbringen, im Falle, dass die anderen zwei überlebt haben, nicht wahr?“, warf Anubias ein. Omega verengte seine dunkelgrünen Augen zu Schlitzen. Bailong verstand abrupt die Aussage seines Freunds.

„Wie ich sehe, hegt ihr immer noch einen Hoffnungsschimmer. Nun denn, ich werde ich euch nun in den ewigen Schlaf befördern“, antwortete Omega leicht gereizt. Gerade als er den Auslöser tätigen wollte, stockte er plötzlich.

Seine Pistolen rutschten aus seinen Händen und fielen zu Boden. Omega blickte zum ersten Mal in seinem Leben schockiert. „W-was…? I-ich h-habe m-mich verkalkuliert?“, jauchzte er und ging auf die Knie. Gleichdarauf schlief er ein und fiel ebenfalls um. In seinem Rücken steckte ein Betäubungspfeil.

Sowohl Anubias als auch Bailong wirkten sichtlich überrascht. Hinter Omega stand jemand Unbekanntes. Sie hatte die Silhouette eines Menschen. Um ihre Schultern hing ein unten zerrissener, grauer Umhang mit einem großen Kragen, auf denen schwarze Verzierungen befestigt waren…


Die Spannung steigt. Nach dem heftigen Finalkampf im Auswahlturnier taucht plötzlich ein pechschwarzes Luftschiff auf... Ich wünsche euch noch viel Spaß beim Lesen! Wir nähern uns nun wirklich dem Ende zu!
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Re: Auf in die Welt

#1323265 von KleinKokuna
13.06.2020, 17:31
Und dann machen wir gleich hier weiter ^-^!

Zu allererst:
Du hast es wieder geschafft mich zu überraschen :o!

Als das Luftschiff von Team Plasma Alpha im letzten Kapitel aufgetaucht ist hätte ich Stein und Bein geschworen, dass jetzt gleich eine Horde Rüpel die Stadt überfällt. Aber nein, so 'klassisch' macht es dein Team nicht, sondern es zündet - wortwörtlich, auch wenn es zynisch klingen mag - eine 'Bombe' und setzt zu einem selbstmörderischen Anschlag auf das Stadion und die Stadt an D:!

Ganz ehrlich: Damit hätte ich jetzt nie und nimmer gerechnet. Zwar war ihr verheerender Anschlag in Spangionia vor gefühlt so langer Zeit immer noch in meinem Hinterkopf, doch dass sie nochmal so eine Wahnsinnstat durchziehen habe ich nicht in Betracht gezogen. Damit hast du erneut unter Beweis gestellt, dass Team Alpha ein brandgefährliches, ernstzunehmendes Verbrecherteam ist, welches ihre 'Kollegen' aus den Spielen und sogar aus dem Manga gnadenlos ausstechen.

Ein Glück, dass Leon und seine Freunde dieser Hölle heil und unbeschadet entkommen konnten und die Rettungskräfte von Empire City sich so rasch und top organisiert dieser Katastrophe entgegenstemmen. (Wie schon gesagt, Kampfpokémon benutzen um sicher eine Rettungsgasse zu erhalten ist eine klasse Idee :p)

Immerhin scheint es so, als ob Ill angesichts dieser Brutalität wieder zu klarem Verstand gekommen ist. Ich hab mir ja doch schon etwas Sorgen um ihn gemacht, dass der die Lügen einer besseren Welt am Ende noch wirklich glaubt. Jetzt sieht es zum Glück ja nicht mehr danach aus, worüber ich erleichtert bin. Dass deine Fünf fürs Erste nun mal Schlaf und Ruhe brauchen und so nicht viel von ihnen kommt ist nach diesem harten Finalkampf und den Geschehnissen jetzt nur zu verständlich.

-Dafür hast du ja deinen interessanten Switch zu Bailong und Anubias eingefügt. Den zwei Top-Trainern gelingt es, das Chaos zu nutzen um gerade noch rechtzeitig aus ihrem Gefängnis zu entkommen, da sehen sie sich schon Omega gegenübergestellt. Dessen kalte, menschenverachtende Logik und Haltung sind einfach nur zu verachten, gleichzeitig jedoch erinnert er mich damit an G-Cis von Team Plasma: Einen meiner Lieblingsbösewichte, weil er eben so ein eiskalter, machthungriger Psychopath ist und dein Omega steht dem in nichts nach. Ich würde ihn sogar auf eine Stufe mit G-Cis stellen - ein Lob gewissermaßen :p.

Darüber hinaus sorgen seine Aussagen inklusive deiner Beschreibung und seines Verhaltens dafür, dass die Ähnlichkeit zu Zyrus vom Team Galaktik gar nicht zu übersehen ist. Kein Wunder, ist er ja quasi einer seiner 'Söhne', wenn man das so sagen kann.-> Gut gelungen :up:! (Und ich hör deswegen jetzt beim Schreiben auch Zyrus' Battle Theme^^.)

Wie dem auch sei: Omega sind ja so gut wie alle 'normalen' Mitglieder von Team Alpha herzlich egal - sogar Indra, obwohl dieser sich so sehr ins Zeug für das Team gelegt hat. Ein weiterer Querverweis zum 'Original', welcher ja in der Galatki-Zentral dem Protagonisten sehr eindringlich erklärt hat, dass diese neue Welt nur für ihn allein gedacht ist ._.'

Und jetzt will Omega die Auserwählten - oder zumindest so viele wie möglich - ausschalten, damit sich die Prophezeiung ja nicht erfüllen kann. Einfach und perfide! Doch dann bekommt er selbst einen Betäubungspfeil ab und ein mysteriöser Unbekannter zeigt sich...

Wer dies wohl sein mag :thinking:? Ich hab zwar schon eine Vermutung doch ich warte lieber gespannt und mit Freude, was sich da im kommenden Kapitel offenbaren wird, also weiter so :lol:!
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Re: Auf in die Welt

#1323380 von Donnerkralle
22.06.2020, 13:26
Ich bedanke mich wieder einmal für deinen ausführlichen Kommentar, KleinKokuna!

Es freut mich, dass ich wieder für eine kleine Überraschung sorgen konnte :lol:
Wie du nun bereits gemerkt hast, macht Team Alpha nun richtig ernst. Der Höhepunkt ist wirklich in greifbarer Nähe! Ebenfalls freut es mich, dass dir meine Beschreibung zu Omega sehr zu sagt. Und ja, ich habe versucht, mich an Zyrus und weinig an C-Gis zu orientieren. Zudem finde ich Zyrus Battle Theme ebenfalls sehr episch und passend. Ich höre mir beim Schreiben auch dramatische OST an 8)

Ich habe so das Gefühl, dass du schon weißt, um welche Person es sich am Ende handelt. Ich wollte es nicht zu offensichtlich machen, aber da die Person sowieso im nächsten Kapitel einen wichtigen Auftritt hat, habe ich nicht lange um den heißen Brei geredet. Ich kann schon versprechen, dass die nächsten Kapiteln folgen werden und das Kapitel 60 sehr wahrscheinlich das letzte sein wird, seid also alle schön gespannt!
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