Re: Rauchen, Trinken, Drogen -...

#1257930 von Pokefan22
14.07.2016, 10:17
@über mir
Wie alt bist du denn?
Sorry, aber das hört sich bei dir so an, als wäre jeder der mal raucht oder trinkt ein schlechter Mensch und das ist halt nicht der Fall. Ich kann vollkommen nachvollziehen, dass du dich nicht mit reinziehen lassen willst und das ist auch gut so! Aber das gibt dir nicht das Recht jeden zu verurteilen, der nicht nach deinen Prinzipien handelt.
Ich hab hier schon das ein oder andere Mal reingeschrieben - habe selbst mit 15/16 angefangen zu rauchen, erst nur betrunken, dann aus Stress. Und irgendwann wars ne Sucht. Mit Stress ist dabei auch nicht nur der Stress gemeint, den man mal für ne Woche hat. Es ging mir wirklich schlecht zu dem Zeitpunkt und kurzzeitig hat Nikotin mich beruhigt. Ja, später war damit nur die Sucht befriedigt, aber zu Beginn (wenn man nur selten raucht) hat man jedes Mal einen Nikotinschock und der beruhigt halt nunmal.
Ich habe mich damals dafür geschämt, ja, es war mir peinlich. Vor allem weil ich immer gesagt habe "Ich werde vlt mal trinken, aber rauchen werde ich nie!". Im Endeffekt auch scheiss egal - meine Freunde haben mich akzeptiert wie ich bin und keiner hat mich verurteilt, weil ich geraucht habe. Ja, im Rückblick war es dumm anzufangen. Ja, man lernt zwar, dass Rauchen in Bezug auf Stress genau 0 bringt. Aber andererseits muss jeder selbst Erfahrungen sammeln. Ich rauche inzwischen seit knapp einem Jahr nicht mehr und ich habe auch nicht vor jemals wieder anzufangen. Und so schwer, wie alle immer tun, ist das Aufhören wirklich nicht. Man braucht einfach nur genügend Willenskraft um die ersten paar Tage und Wochen zu überstehen. Ja es ist unangenehm und bis heute denke ich noch "ja ne kippe wär jetzt nice", aber ich weiß auch, dass ich niemals Partyraucher bleiben werde, sondern dann direkt wieder anfange. Dafür muss man halt mental stark genug sein.

Wer Geld von seinen Eltern klaut, ob für Alkohol, Drogen oder Kippen, will entweder cool sein oder hat ein ernsthaftes Problem.

In meinem Freundeskreis und generell in meiner (jetzt ehemaligen) Stufe wird extrem viel getrunken und ich lass mich da auch nicht mit reinziehen. Ich kann mit meinen Freunden auch ohne Alkohol Spaß haben. Das heißt aber nicht, dass ich mich nicht auch mal betrinke, wenn ich halt Lust habe. Aber ich werde mich nicht, wie viele meiner Bekannten, jedes Wochenende und teilweise noch unter der Woche betrinken. (Die meisten haben halt seit dem schriftlichen Abi echt nix zu tun :D)
Alkohol baut für mich Hemmungen ab. Ich bin in großen Menschengruppen extrem angespannt und schüchtern, das ändert sich wenn ich trinke. Heißt aber auch nicht, dass ich das immer brauche. Ich sage nur, dass ich von Alkohol z.B. nicht aggressiv werde, sondern ich einfach offener und lustiger bin.
Man muss halt seine Grenzen kennen..
Ja, es ist mal ganz lustig, wenn man nichts mehr weiß, aber wenn man sich jedes Mal so abschießt, dass man keine Erinnerungen mehr an den Abend hat, läuft meiner Meinung nach auch was schief - und da spreche ich aus Erfahrung. Da muss man halt an sich arbeiten oder das Thema Alkohol ganz lassen.
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Re: Rauchen, Trinken, Drogen -...

#1257948 von zaya
14.07.2016, 12:39
Pokefan22 hat geschrieben:@über mir
Wie alt bist du denn?
Sorry, aber das hört sich bei dir so an, als wäre jeder der mal raucht oder trinkt ein schlechter Mensch und das ist halt nicht der Fall. Ich kann vollkommen nachvollziehen, dass du dich nicht mit reinziehen lassen willst und das ist auch gut so! Aber das gibt dir nicht das Recht jeden zu verurteilen, der nicht nach deinen Prinzipien handelt.


Im großen und ganzen hast du ja genau das getan wovor ich "gewarnt" hatte. Und man ist kein schlechter Mensch wenn man raucht. Mein Vater raucht jetzt auch seit nem Jahr, wegen privaten Gründen. Kann ich aber auch nicht nachvollziehen. Aber er ist ja jetzt kein schlechter Mensch. "Schlechter Mensch" ist ein Begriff den man eigentlich nie richtig benutzen kann. Daher würde ich die Kinder die Geld von ihren Eltern abziehen auch nicht als "schlechte Menschen" bezeichnen.

Ich weiß, dass ist jetzt ein schlechtes Beispiel; wofür kommt man ins Gefängnis? Damit man aus seinen Fehlern lernt. Und ich finde, solange man das auch tut, ist man kein schlechter Mensch.
Meine Art zu schreiben war zwar ein bisschen hart, aber ich habe nie drauf angedeutet das man dann ein schlechter Mensch ist.
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Re: Rauchen, Trinken, Drogen -...

#1258162 von gasi
15.07.2016, 14:59
Kid Ink hat geschrieben:Und jetzt kommt mir nicht mit "Stress abbauen"... Ihr habt Stress für paar Wochen/Monaten, dafür eine noch längere Zeit in der ihr raucht, nur weil ihr euch eine Zigarette gegönnt habt. Wenn ihr dann etwas erwachsener seid, dann denkt mal nach, ,,hat es sich damals wirklich gelohnt zu rauchen um paar Wochen in der Clique swag zu haben?".

Nur mal so: Es soll Menschen geben, die zu rauchen beginnen, weil sie eben rauchen möchten. Menschen, die sich dem Risiko durchaus bewusst sind, es aber trotzdem nicht bereuen damit angefangen zu haben. Einfach weil es ihnen schmeckt, ihnen Spaß macht, whatever. Muss man das nachvollziehen können? Ich denke nicht. Aber man sollte es zumindest akzeptieren. Und vor allem sollte man auch nicht jedem pauschal unterstellen, dass er nur raucht um "cool zu sein", "Stress abzubauen" oder um irgendwelche anderen Probleme zu bewältigen. Das mag auf manche Menschen zutreffen, aber lange nicht auf alle.

Ich lebe eigentlich schon immer in einem Umfeld, in dem Raucher und Nichtraucher vertreten sind. Auch welche die aufgehört oder erst recht spät angefangen haben. Manche bereuen es, andere sind damit zufrieden. Ich selbst habe aber nie wirklich geraucht. Ein oder zwei Mal probiert, sicher. Aber das hatte sich dann meistens nach ein bis zwei Zügen erledigt. War einfach nie mein Fall, wirds auch nie werden.

Alkohol gabs und gibts bei mir immer wieder. Wobei ich mittlerweile eher zum Genusstrinker geworden bin. Seit ca. fünf Jahren verfolge ich die Craft Beer Szene sehr stark, probiere mit nem Kumpel auch regelmäßig neue Sorten. Manchmal bringt man sich aus dem Urlaub auch Neuentdeckungen mit - das ist eigentlich ein nettes Hobby geworden. Aber der Konsum hält sich trotzdem in Grenzen, es kann auch sein, dass ich mehrere Wochen oder Monate gar nichts trinke. Passt halt nicht immer.

Und das, obwohl ich eigentlich auch immer "gut ausgestattet" bin. Eine Flasche guter Whiskey, der ein oder andere Wein, diverse Biere. Steht hier alles immer rum, aber vom Herumstehen wirds ja nicht schlecht. Mit ein wenig Selbstdisziplin lässt sich das ganz gut steuern. Sich betrinken nur um betrunken zu sein gibts bei mir nicht (mehr). Ich bin sehr zufrieden damit, dass ich für mich einen guten Mittelweg gefunden habe.

Muss aber jeder für sich wissen, wie er es macht - ist alles in Ordnung, wenn man das halbwegs unter Kontrolle hat.
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Re: Rauchen, Trinken, Drogen -...

#1260695 von Repi
01.08.2016, 09:27
Also, jetzt nochmal zu mir, um da irgendwelche Missverständnisse aufzudecken :D

Im Endeffekt hab ich da ja nur einen Erfahrungsbericht gegeben für Leute, die noch nie irgendwelche Drogen probiert haben und sich für die Wirkung bzw persönliche Meinung meinerseits interessieren.


@Kid Ink (+ Anomaly)

Das ist ein relativ lebensmüder Freundeskreis, aber wir sind so gut wie alle relativ intelligente Menschen, jedenfalls alle Abiturienten bzw werdende Abiturienten, die sich auch darüber informieren was wir nehmen. Das ganze ist nicht so aufgezogen, dass Leute irgendwie damit kommen, dass man Drogen nehmen soll oder rausgeworfen wird. Wir können alle miteinander reden, natürlich gibt es Leute die man ein bisschen mehr oder weniger mag, aber deswegen wird keiner wegen des Themas Drogen ausgegrenzt. Kumpel von mir hat jetzt auch erst mal wieder komplett aufgehört, weil er Angst um seinen Führerschein hat.
Es ist auch so, dass ich mir durchaus bewusst bin, dass man in Maßen konsumieren soll, und das tu ich auch.
Natürlich schaden Drogen deinem Körper auf die ein oder andere Weise, aber man muss bedenken, dass Alkohol zum Beispiel auch eine Droge ist und dabei sogar mit einem enorm höheren Schädlichkeitspotenzial.
Die Gesellschaft vermittelt einem halt dieses Bild von wegen "Oh Nein, du wirst süchtig und n Junkie", ist aber nicht so. Man kriegt auch bei geringen Mengen keinen Halluzinationen wie man das immer in irgendwelchen Drogenpräventionsfilmen oder Parodien sieht.
Im Endeffekt werden Drogen genommen, weil sie Spaß machen und das auch, weil sie Leute mit sozialen Ängsten gesellschaftstauglicher machen. Es wird einfach das Gemeinschaftsgefühl gestärkt, alles ist ein Stück lustiger und schöner. Es ist quasi, als ob du ein Stück Schokolade isst, um den Geschmack von Spinat (nur ein Beispiel, ich mag Spinat eigentlich) wegzubekommen.

Zum Thema rauchen verhalt ich mich ähnlich wie Anomaly. Ich nehme absolut immer Rücksicht auf Nichtraucher, weil ich früher ja genauso leiden musste und die wenigsten Rücksicht genommen haben. Und allgemein bin ich sowieso der rücksichtsvollere Typ.
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Re: Rauchen, Trinken, Drogen -...

#1262227 von JohnPokemonFan98
09.08.2016, 09:34
Alle Drogen jeglicher Art sind für mich ein absoluter Abschaum.
Ich würde niemals freiweillig damit in Verbindung gebracht werden wollen :o
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Re: Rauchen, Trinken, Drogen -...

#1262268 von SerpiPika
09.08.2016, 13:35
Huhu,
Rauchen: ich habe noch nie irgendetwas geraucht, da ich einfach keinen Vorteil für mich darin sehe und mir vom Passivrauchen schon schlecht werden könnte. Außerdem stört es mich das meine Kleidung immer nach Rauch stinkt, wenn ich aus unserem Stammlokal (Kreisligafußballer) komme. :twisted:

Drogen: teuer und braucht eh keiner. Wer will schon zugedröhnt in der Ecke sitzen, und komische Fantasien haben während der Rest der Freunde "normal" feiert!

Alkohol: Als Junge vom Land und Kreisligafußballer bin ich nicht an Bier und später Schnaps vorbeigekommen. Meine Kameraden saufen (ja trinken trifft bei denen nicht mehr zu) jeden Freitag und Samstag, teilweise auch unter der Woche, das kann und werde ich mir nicht geben, da mir meine Gesundheit zu wichtig ist. Ich trinke nach dem Training meist 1-2 Bier, und Freitags gehe ich jede 2. Woche in unser Stammlokal und trinke auch mal ein paar Schnäpse.
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Re: Rauchen, Trinken, Drogen -...

#1262286 von KpunktOPFlos554
09.08.2016, 15:03
hey ich brauche keine drogen oder anderes um zu wissen wie sich das anfühlt dazu ist meine fantasie gut genug doch manschmal habe ich das gefühl abhängig zu sein. Mmmmm... Schokolade :D . Spaß bei seite. zum thma alk. kann ich meine klasse frage. 70% trinken dort Alk. regelmäsik( Weinachten, silvester, karneval oder an geburstagen.) ein paar waren schonmal blau in die schule gekommen Keine arnung was die dazu getriben hat. ich selber habe noch keine bekandschaft mit Rauchen, drogen, alk. ich finde es ist eine sehr schlecte idee damit anzufangen.
Punkt
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Re: Rauchen, Trinken, Drogen -...

#1268946 von Julius_Caesar
24.09.2016, 01:11
Kann man alles machen, solange es in einem gesunden maß bleibt.
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Re: Rauchen, Trinken, Drogen -...

#1314183 von Pikolo
09.03.2019, 11:01
Ich trinke keinen Alkohol, rauche aber schon seit einer gewissen Zeit ;) Keine richtigen Zigaretten, sondern E-Zigaretten...das ist ein sehr großer Unterschied, wie ich finde. Finde es zurzeit sehr cool :roll:
Na ja, das es für meine Gesundheit nicht gut ist, ist mir schon klar, aber das sind dann eben viele Sachen nicht, wenn man es genau nimmt :lol:

Der Unterschied zwischen Rauchen und dem Alkohol ist ein sehr großer!
Bin mir sicher das jeder weiß was ich meine!
Ist jedem selbst überlassen, ob er raucht, trinkt oder sonst was macht...

LG
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Re: Rauchen, Trinken, Drogen -...

#1314186 von DerSpieler
09.03.2019, 14:38
Pikolo hat geschrieben:Finde es zurzeit sehr cool :roll:
Kannst du das weiter ausführen? Es gibt ja eigentlich keinerlei Vorteile durch das Rauchen. Es kostet Geld, schadet der Gesundheit, produziert Müll, verfärbt allerlei Dinge und riecht in der Regel schlecht.
Das Argument "cool" erscheint in dem Zusammenhang dennoch häufig, ohne Beschreibung was das bedeutet. Das ist also eine ernstgemeinte Frage!

Beschreibt "cool" irgendwie Ansehen oder Respekt durch eine soziale Gruppe (Klasse, Internetcommunity, Freunde)?

Geht es in Richtung persönlicher Lifestyle und kommt einfach durch dich selbst? Falls ja, kannst du genauer beschreiben, wie Rauchen zu dir passt?

...oder gibt es eine weitere Beschreibung von "cool", die mir gerade entgeht?
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Re: Rauchen, Trinken, Drogen -...

#1324067 von BeaPoe
03.09.2020, 19:30
Ich werde wohl nie kapieren warum man raucht. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis ist doch sehr ungünstig.
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Re: Rauchen, Trinken, Drogen -...

#1324372 von ShinyPikachu
22.10.2020, 21:35
Ich rauche auch nicht und bin froh, es nie probiert zu haben. Sehe da auch absolut keinen Nutzen aber viele Probleme drin. Mit Drogen habe ich auch nichts am Hut, da habe ich aber auch noch nie ein Interesse dran gehabt. Ich weiß, dass viele in meinem Studium Gras rauchen, aber das finde ich auch meist äußerst unangenehm, allein schon wegen des andauernden Geruchs, der die dauerhaft zu verfolgen scheint.
Trinken tue ich, im Rahmen und völlig legal, da schon länger volljährig :P Gerne mal einen Cocktail mit den Freundinnen oder einen Wein am abend. Aber auch sehr unregelmäßig. Vielleicht zwei, dreimal im Monat wenn es hochkommt, manchmal auch wochenlang überhaupt nicht. Ich denke, solange man sich der Nebenwirkungen und Konsequenzen bewusst ist und seinen Konsum unter Kontrollo hat, sollte das kein Problem sein.
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Re: Rauchen, Trinken, Drogen -...

#1324437 von TopEvoli
31.10.2020, 16:34
Wie BeaPoe werde ich nie verstehen, warum man sich teuere Zigaretten kauft. Man könnte sich ganz viele andere Dinge holen, die den Körper dabei nicht kaputt machen.

Letztens hat der Mann vor mir an der Kasse im Supermarkt einen Wutanfall bekommen, weil seine ZIgerettenmarke ausverkauft war. :o Der hat den armen Kassierer (locker Abi-Alter) angeschrien.

Selber trinke ich höchstens mal mit Freunden in der Bar bei Feiern oder Familienfeiern und das auch nicht regelmäßig.
Glühwein ist da die einzige Ausnahme. Dieses Jahr muss ich auch lernen wie man den selber zu Hause macht. :D
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Re: Rauchen, Trinken, Drogen -...

#1325006 von DerSpieler
22.01.2021, 23:54
Meine persönliche Einstellung zum Thema wird in Jahr zu Jahr extremer. Meine Biographie macht das erklärbar. Viel Krebs in meiner Elterngeneration, die Geburt meiner Tochter (deren Lunge ich schützen will und für die ich lange gesund bleiben möchte) und nun Corona, während ich für ein Krankenhaus arbeite.

Von "egal" zu Unbehagen, bis mittlerweile Wut, gehen meine Emotionen, wenn jemand in meiner unmittelbaren Umgebung raucht, insbesondere an Haltestellen, an denen wegen der Masken ja quasi ein implizites Verbot gilt.

Kann das jemand nachfühlen?
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Re: Rauchen, Trinken, Drogen -...

#1325011 von Soemwriter
23.01.2021, 12:06
DerSpieler hat geschrieben:Kann das jemand nachfühlen?
I feel you!

Bei Rauchen hatte ich schon immer eine extreme Ablehnung - es gibt für mich keinen ekelhafteren Gestank auf dieser Welt und ich muss immer die Luft anhalten, wenn ich Rauchern begegne. Aus dem gleichen Grund kann ich keine Freude an Open Air Konzerten oder ähnlichem finden, weil diese ekelhaften Luftverpester mir jeglichen Spaß an der Sache nehmen. Raucher zwingen mit ihrem Passivrauch nunmal andere dazu, mit zu rauchen. Volker Pispers hat einmal gesagt: "Es ist tödlich und schädigt die Mitmenschen in der unmittelbaren Umgebung. Für mich ganz klar die Definition eines Selbstmordattentäters." (Quelle) Nur scheint die Zigarettenindustrie bessere Lobbyisten zu haben, als der IS.
Zumindest meine Suchmaschine liefert mir auch genügend Studienergebnisse die belegen, dass pro Jahr mehrere tausend Menschen an den Folgen von Passivrauch sterben.

Ich persönlich verzichte komplett auf Alkohol, habe jedoch nichts dagegen wenn andere das tun. Da hat jeder das Recht, sich selbst so zuzurichten wie er oder sie das möchte - und wer mit 16 und Alkoholvergiftung auf der Intensivstation landet, hat es sich selbst zuzuschreiben. Dazu kommt, dass es mich nicht ausgrenzt, wenn meine Freunde Bier trinken - ich sitze mit einer Colaschorle dabei und es macht keinen Unterschied. Wenn meine Freunde rauchen würden, ständen sie draußen zusammen und ich mindestens zehn Meter gegen den Wind von ihnen entfernt.

Was in beiden Fällen gar nicht geht, ist die Vermüllung unserer Umwelt. Überall liegen Kippenstummel herum - ob Wälder oder Städte - und mit Kronkorken und selbst Glasflaschen sieht es leider nicht besser aus. Das ist aber wohl kein Problem der Drogen an sich, da auch Plastikverpackungen von zB Schokolade das gleiche Schicksal teilen.

Für mich ist es Schade, dass wir damals die Telefonhäuschen abgebaut haben. Einfach einen 2m Schornstein obendrauf und dann nur noch dort drin das Rauchen erlauben. Dann gäbe es keine Passivraucher mehr, man könnte einzelne Raucherkneipen eröffnen in denen das erlaubt ist und dann müssten keine Unschuldigen passivrauchen.
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Re: Rauchen, Trinken, Drogen -...

#1325060 von DerSpieler
26.01.2021, 13:21
Rein persönlich ist es mir eigentlich egal, wenn Menschen außerhalb meiner Wahrnehmungssphäre rauchen. Sind ja deren Lungen usw.

Mir ist in den letzten Jahren ein neuer Punkt aufgefallen, den ich für diskutabel halte.
Es scheint ein starkes soziales Gefälle bei Rauchern zu geben. Sozial schwache Menschen scheinen überproportional häufiger legale Drogen zu konsumieren als Menschen aus der klassischen Oberschicht oder Akademiker.

Ich könnte mir vorstellen, dass es Teilweise ein Bildungsproblem darstellt. In TV-Interviews zum Thema sind sich die befragten aber in der Regel im Klaren darüber, dass Rauchen überaus schädlich ist und sagen sogar oft, dass sie aufhören sollten oder wollen.
Es könnte aber weiterhin eine qualitative Einschätzung sein, sodass sie zwar wissen es ist schädlich aber die Tragweite oder Wahrscheinlichkeit einer Schädigung anders bewerten.

Es könnte auch das soziale Umfeld oder Lebensumstände sein. Sozial Schwache haben eventuell weniger Unterstützung oder einen stressigeren Alltag, sodass das "Aufhören" eher misslingt.

Zuletzt könnten es (z.B. in der Erziehung begründete) charakterliche Unterschiede sein, wie "Durchhaltevermögen", die sowohl mit wirtschaftlichem Misserfolg als auch mit Sucht assoziiert sein könnten.

Es gibt in meinen Augen für alle Punkte unterstützende Argumente. Was mich aber zunächst mal interessieren würde: Ist das nur meine Beobachtung oder kommt es euch auch so vor?

Dann würde ich gerne die These diskutieren, inwiefern ein Verbot von Tabak oder Alkohol eventuell die soziale Lage von vielen verbessern könnte. Hätten viele Arbeitslose und deren Kinder dann eventuell mehr Geld zum Leben?
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Re: Rauchen, Trinken, Drogen -...

#1326100 von Tails
11.07.2021, 10:27
DerSpieler hat geschrieben:Rein persönlich ist es mir eigentlich egal, wenn Menschen außerhalb meiner Wahrnehmungssphäre rauchen. Sind ja deren Lungen usw.

Mir ist in den letzten Jahren ein neuer Punkt aufgefallen, den ich für diskutabel halte.
Es scheint ein starkes soziales Gefälle bei Rauchern zu geben. Sozial schwache Menschen scheinen überproportional häufiger legale Drogen zu konsumieren als Menschen aus der klassischen Oberschicht oder Akademiker.

Ich könnte mir vorstellen, dass es Teilweise ein Bildungsproblem darstellt. In TV-Interviews zum Thema sind sich die befragten aber in der Regel im Klaren darüber, dass Rauchen überaus schädlich ist und sagen sogar oft, dass sie aufhören sollten oder wollen.
Es könnte aber weiterhin eine qualitative Einschätzung sein, sodass sie zwar wissen es ist schädlich aber die Tragweite oder Wahrscheinlichkeit einer Schädigung anders bewerten.

Es könnte auch das soziale Umfeld oder Lebensumstände sein. Sozial Schwache haben eventuell weniger Unterstützung oder einen stressigeren Alltag, sodass das "Aufhören" eher misslingt.

Zuletzt könnten es (z.B. in der Erziehung begründete) charakterliche Unterschiede sein, wie "Durchhaltevermögen", die sowohl mit wirtschaftlichem Misserfolg als auch mit Sucht assoziiert sein könnten.

Es gibt in meinen Augen für alle Punkte unterstützende Argumente. Was mich aber zunächst mal interessieren würde: Ist das nur meine Beobachtung oder kommt es euch auch so vor?

Dann würde ich gerne die These diskutieren, inwiefern ein Verbot von Tabak oder Alkohol eventuell die soziale Lage von vielen verbessern könnte. Hätten viele Arbeitslose und deren Kinder dann eventuell mehr Geld zum Leben?


Das Menschen aus sozial schwächeren Milieus häufiger zu legalen (und illegalen) Suchtmitteln greifen ist kein diskutabler Punkt. Er ist sozialwissenschaftlich belegt.
Die Gründe sind oftmals psychosozial und haben wenig mit der tatsächlichen Bildungsqualität oder "Erziehung" zu tun, sondern mit dem von Problemen belasteten sozialem Umfeld und den Auswirkungen eines Lebens in finanzieller Armut.
Missbrauch von Suchtmitteln ist ein Symptom sozialer Ungleichheit. Damit darf aber nicht verkannt werden, dass Sucht ein universell menschliches Problem ist.

Verbot einer Volksdroge wie Alkohol oder Tabak würde rein niemanden finanziell entlasten. Der Schwarzmarkt würde weiterhin existieren und wäre bei Tabak und Alkohol unaufhaltbar. Der damit folgende steigende Preis von Alkohol und Tabak würde am Ende vielleicht sogar dazu führen, dass sich die gesellschaftliche Schere zwischen arm und reich noch weiter öffnet. Tabak und Alkohol ist in westlicher Kultur fest verankert. Ein reines Verbot, würde nichts an Konsumverhalten verändern. Dafür lohnt ein Blick in die Jahre der amerikanischen Prohibition. Außerdem wäre ein unkontrollierter Verkauf von Alkohol und Tabak gesundheitspolitischer Suizid.
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Re: Rauchen, Trinken, Drogen -...

#1326125 von Donnerstern
19.07.2021, 16:04
Oh, ich sehe ein belebtes Thema!
Oh, es geht um Drogen... Ja da sin mer doch dabei 8)

Fangen wir doch gleich mal mit den Drogen an. Also Cannabis und co. Dazu muss ich sagen, dass ich selber Cannabis nie konsumiert habe, aber sehr viele Freunde das früher gemacht haben. Für mich persönlich war das immer etwas unangenehm, weil ich für meinen Teil mit bekifften Menschen nicht kommunizieren kann. Als außenstehende Person sind mir da dann die Alkis auf Feiern lieber, weil man die noch besser ansprechen kann. Aber finde beides nicht schön. Medizinisches Cannabis bin ich sehr dafür. Aber sonst hatte ich das Gefühl, dass viele Bekannte dadurch auch zum normalen Rauchen gelangten.

Rauchen ist.. speziell. Ich war mal sehr strikt dagegen. Ich bin quasi erstickt, sobald ein Raucher in der Nähe war. Das änderte sich dann, als ich in der Psychiatrie war. Wo, nach meiner Erfahrung... jeder raucht. Auch das Personal. Es raucht so gut wie jeder, und da fiel mir auf, wie extrem sich das auf soziale Strukturen auswirkte. Man traf sich also auf dem Raucherbalkon und bekam ALLES mit. Jede Neuigkeit. Zudem kamen die Raucher schneller ins Reden. So lernt man schneller Leute kennen. Ich war wohl der einzige Nichtraucher, der immer dabei stand. So machte mir dort der Geruch auch nichts mehr aus. Selber bin ich aber nie zum Rauchen gekommen. Es schmeckt wirklich schrecklich, sodass ich Raucher fast schon als Masochisten ansehen würde. Das ist mehr Schmerz als Geschmack finde ich, wobei ich anmerken möchte: Kaum hatte ich es mal probiert, hätte mein Körper durchaus Interesse gehabt, erneut zu rauchen. Der Entzug ist auch sehr übel. Ein sehr guter Traumatherapeut hatte mir mal erzählt, dass das Rauchen sehr schwer aufzugeben ist, weil man ja ständig mit den Lippen an der Zigarette zieht. Und dieses Ziehen mit dem Mund kommt dem Saugen beim Stillen sehr nah... mit unser erster Instinkt im Leben. Das aufzugeben ist schwer, daher mögen auch viele keine Nikotinpflaster. Da fehlt ja das ganze Event des Rauchens.

Und zum Alkohol... War ich auch strikt dagegen, nun trinke ich ab und an mal etwas. Aber selten, da es mir oft nicht wirklich schmeckt und ich die Wirkung nicht mag. Ich merke vom betrunkenen Zustand irgendwie nicht viel (bissl erschreckend, hab gelesen dass man dadurch noch anfälliger für eine Sucht wird) und ich brauche es auch nicht, um gut drauf zu sein. Zudem mag ich keinen Kontrollverlust und bleibe lieber nüchtern.
Auf Feiern find ich es ok, mag es aber viel lieber wenn die Leute nur bisschen aus Genuss trinken und nicht, um flachzuliegen. Das ist mir dann einfach etwas unangenehm ab nem gewissen Zeitpunkt, wenn die Leute gar nicht mehr richtig auf einen reagieren können.

Am liebsten wär es mir aber tatsächlich, Tabak zu verbieten. Die ganze Industrie schluckt soviel Geld, aber zerstört Menschen. Denn da ist meiner Meinung nach null Genuss mit dabei (außer eventuell bei Zigarillos grad noch so). Es schadet auch DIREKT das Umfeld. Das macht der Alkohol ja eher passiv durch zb. Verkehrsunfälle. Aber als Passivraucher bekommt man exakt dieselben Stoffe ab, auch wenn man etwas weiter entfernt ist. Es wär schön, wenn die Gesellschaft einfach ohne auskommen würde. Wenigstens sind Mentholzigaretten verboten - aber die Filter nicht, lel. Rauchen ist auch irgendwie zu billig. Zumindest, wenn man Filter, Papes und den Drehtabak alleine kauft. Ist einfach nur schade das Ganze. Ahja und.. diese Gruselbilder schrecken absolut niemanden ab. Ebenso, dass sich Filter beim Rauchen gelb einfärben (um dreckig zu wirken oder um auf gelbe Zähne anzuspielen).

Zu anderen Drogen kann ich schlecht was sagen. Benzodiazepine hab ich selber aus medizinischen Gründen mal genommen, da weiß ich nur, dass sie teilweise in Praxen zu leicht verschrieben werden. Von anderen Drogen hab ich wenig mitbekommen. Nur, dass paar Leute früher mal auf irgendwelchen Partys Koks und co probieren wollten. Aber zur Schulzeit war Cannabis deutlich problematischer bei uns.

Anyways, hat alles ein Rating 0/10 von mir, bin ohne das Alles viel zufriedener.
Ist aber dennoch ein schönes Thema, um zu diskutieren.
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