Re: Homosexualität

#381727 von Vallah
25.09.2008, 23:59
So, jetzt schaffe ich es auch mal mich hierzu zu äußern. :D

Als aller erstes:
Was so manche Personen hier abgegeben haben, schlägt dem Faß ja den Boden aus.
Solche Leute kenne ich nämlich schon zur Genüge:
Gegen Homosexualität im allgemeinen Sinne wettern wie sonst was, es eklig bezeichnen und am liebsten verboten haben,
aber selbst es "anregend" finden wenn zwei Frauen zusammen sind. O.K., nicht alle denken so, allerdings ein hoher Prozentualer Anteil.
Heuchelei vom Feinsten.

Jetzt mal zum eigendlichen Thema:
Wie meine Meinung zu homosexuellen Männern steht, wissen glaub ich die meisten schon, also hol ich da nicht weiter aus.
Bei homosexuellen Frauen unterscheidet sich diese Meinung aber auch nicht.
Ich kann daran einfach nichts falsches sehen.
Einen unterschied zu heterosexueller Liebe ist für mich nicht erkennbar.

Und mal ehrlich, eine Frage an alle männlichen Individuen hier:
Falls ihr, die Liebe zwischen Männern nicht "eklig" findet, oder sogar das Gegenteil denkt, was ist so schlimm das zuzugeben?
Ich denke manchen ist einfach nicht klar, das selbst wenn man sowas "anregend" findet, man nicht automatisch gleich Schwul, Lesbisch (oder bi) ist.
Ich nehm mal ein ganz abstruses Beispiel als Vergleich (ich hoffe ihr wisst worauf ich hinauswill):
Ich persönlich mag keine Tomaten, sie schmecken mir einfach nicht, ja mir wird sogar schlecht davon.
Wenn ich aber mir eine Kochshow ansehe und darin wird gerade ein äußerst schmackhaft aussehender Tomatensalat zubereitet, läuft mir das Wasser trotzdem im Mund zusammen.
Aber das heißt nicht, das ich plötzlich den Geschmack von Tomaten mögen würde.

Und außerdem, Geschmäcker ändern sich, meist sogar von Tag zu Tag. ;D
Wer weiß, ob ich morgen, übermorgen oder in 5 Jahren, Tomaten nicht vielleicht mag?
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Re: Homosexualität

#381745 von Kirin
26.09.2008, 11:05
Haha, deinen Beitrag find ich super. ;>

Die geschlechtlichen Vorlieben können sich während der Jahre verändern! (Jetzt in aller Deutlichkeit, dass es auch der letzte begriffen hat)
Gerade in der Pubertät spielen die Gefühle verrückt und es entsteht oftmals ein Chaos, wo sich der Teenager unsicher ist, zu welchem Geschlecht er sich nun eher hingezogen fühlt.

Und diese Lesben-Geilheit vieler Männer erklär ich damit, dass der heterosexuelle Mann nun mal auf Frauen steht, für diese was empfindet und das Liebesspiel zweier Frauen somit sehr gerne beobachtet. Da er aber absolut kein sexuelles Interesse an anderen Männer hat, empfindet er es als eklig, wenn zwei Männer rummachen, da dieser Akt ihn nicht befriedigt - ganz anders beim ersten Fall. Ist ja eigentlich immer so, was wir nicht mögen, empfinden wir als abstossend und eklig ...

In den Teenie-Jahren ist es ausserdem schwer den anderen Jungs mitzuteilen, dass man an homosexuellen Männer absolut nichts ekliges sehen kann, ohne gleich als "schwul" bezeichnet zu werden. Das sind halt wieder mal die für diese Jahren typischen Reaktionen von jungen Männer (und Frauen, höhö). Das Ganze wird natürlich auch dadurch beeinflusst, dass "schwul" heuzutage eine Standardfloskel für etwas ist, dass man selbst als negativ empfindet, wobei 'negativ' natürlich sehr weitläufig ist.
Gibt ja auch schon 11-jährige, die meinen, was gegen männliche Homosexuelle haben zu müssen, nur weil die "älteren" (und coolen!!!) in der Schule überall und jederzeit das Wörtchen "schwul" benutzen.
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Re: Homosexualität

#423843 von Kingdra
21.12.2008, 20:31
Also ich habe eigentlich nichts gegen Homosexuelle Leute.


MfG candy
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Re: Homosexualität

#424655 von Darkrai-Mew-Fan
22.12.2008, 22:56
Also, ich habe nichts gegen Homosexualität. Warum auch?
Die Leute, die schwul oder lesbisch sind, haben es sich ja nicht ausgesucht, so zu sein, und außerdem ist schwul sein doch etwas ganz normales. Naja, es ist nicht normal, aber dennoch haben die Leute keine Berechtigung, diese Leute einfach zu beleidigen, zum Beispiel so "Schwuchtel" "Arschficker" "Tunte" "Schwulette" oder was weiß ich. (Sorry für den Tonfall, aber ich gebe nur wieder, was ich täglich höre)
Ich habe überhaupt nichts gegen Homosexualität, und Leute, die schwul sind, akzeptiere ich, wie sie sind. Ich persönlich habe einen Kumpel, der schwul ist, und dennoch verstehe ich mich sehr gut.
Was ich aber auch finde, was eine bodenlose Unverschämtheit ist, ist dass der Begriff "Schwul" inflationär gebraucht wird. Zum Beispiel, wenn ein Videospiel schlecht ist: "Ey, das Spiel is ja voll schwul!" oder wenn eine Sportart angeblich scheiße ist: "Der Sport da ist ja voll schwul!"
Also ich verstehe nicht, was Leute gegen Schwule haben. Ich habe nichts gegen sie, und ich verstehe auch nicht, wieso andere Leute was gegen die haben. Sind doch ganz normale Menschen.
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Re: Homosexualität

#424697 von Azur
22.12.2008, 23:48
Homosexualität ist in meinen Augen etwas, schlicht und einfach, heutzutage normales..
Für mich gibt es nichts, was dafür spricht das es unnatürlich wäre. Es wird heutzutage aktzeptiert, und auch als normal empfunden. Es gibt kaum noch Menschen die wirklich Abneigung gegen Homosexuelle oder gegen die allgemeine Homosexualität besitzen - Wieso auch? Selbst bei Tieren gibt es Homosexualität, und auch dort wird es vom Menschen her nicht hochgejubelt.

Klar gab es früher Menschen, die etwas dagegen hatten, und es als unnatürlich oder abartig empfanden.
Im Laufe der Jahre sind wir aber derart tolerant gegenüber der Sexualität geworden, das wir beinahe alles aktzeptieren. Manche sind sich nur nicht im klaren, das es sogesehen ja garnichts mit Sex zutun hat, sondern mit der Liebe zwischen zweier gleichgeschlechtlichen Menschen oder Tieren. Das Wort an sich verwirrt oder verschleiert das ganze natürlich etwas, aber im Grunde hat es rein garnichts damit zutun.

Wenn man mal in die Vergangenheit zurückblickt, noch Mittelalter, ist die Toleranz beinahe garnicht vorhanden, und den Umschwung oder Vergleich zu heute finde ich wortwörtlich krass. Damals wurden Homosexuelle, ob Mann ob Frau, verbrannt, und generell Menschen die nicht den damals üblichen Geschlechtsverkehr vorzogen. (Analverkehr wurde also sozusagen 'verabscheut'..) Irreführend ist jedoch, das die Liebe zwischen Mann und Mann oder Frau und Frau nicht verboten gewesen sein soll, und war auch nichts außergewöhnliches. Demzufolge durften jedoch Männer keinen Geschlechtsverkehr vollziehen, und wenn doch wurden sie verbrannt, obwohl sie meines Wissens nach damit kein grundlegendes Gesetzt gebrochen haben. (Wenn doch, bitte ich um einen Link per PN!)
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Re: Homosexualität

#424751 von Jocario
23.12.2008, 01:54
wollen wir mal ehrlich sein^^, der Norm entspricht Homosexualität sicher nicht, von der Evolution ist es sicher nicht so vorgesehen, nicht bei der menschlichen Rasse. Die Natur hat es ein wenig anders geplant. Gut, man muss nicht der Norm entsprechen, Ausnahmen bestätigen schließlich die Regel.

Was mich aber verwundert, warum sagt jeder, dass es für ihn das normalste ist, schwul zu sein. 99% aller Post in diesem Thread beziehen sich darauf, dass man es voll ''normal'' findet, homosexuell zu sein. Empfinden wir ehrlich so? Wenn es so wäre, würde es diesen Thread kaum geben =/. Ich selbst habe (äh *zählt*) 4 homosexuelle Freunde, eine davon weiblich und versteh mich ganz gut mit denen. Von daher: Ich hab nichts gegen Homosexuelle, allerdings bezeichne ich sie nicht als ''normal'', denn das ist es imo nicht. Aber normal empfinde ich auf eine Weise sowieso auch ein wenig langweilig^^.

Wir müssen es nicht abstoßend finden oder was dagegen haben, aber ihr könnt doch zugeben, normal findet ihr es nicht.

PS: Als abstoßend würde ich aber Homosexualität nie bezeichnen, wobei ich den Gedanken von 2 miteinander f***enden Männern auch nicht gerade lecker finde ^^''.
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Re: Homosexualität

#424753 von Azur
23.12.2008, 02:20
der Norm entspricht Homosexualität sicher nicht, von der Evolution ist es sicher nicht so vorgesehen, nicht bei der menschlichen Rasse. Die Natur hat es ein wenig anders geplant.


Wenn das so ist, entspricht heute fast nichts mehr der Norm, da unser heutiges Leben nie gepplant gewesen sein kann.
Alles, was heute mit Technik o.Ä. zusammenhängt, würde dann deiner Aussage zufolge nicht der Norm entsprechen, was ich selbst nicht wirklich richtig empfinde. Klar, Homosexualität war sicher von der Natur her nicht geplant, da es sonst sicher auch Adam und Johannes und nicht Adam und Eva gegeben hätte. (Wobei die beiden natürlich auch Zeichen der Fortpflanzung sein sollen, was bei der Homosexualität normalerweise nicht möglich ist.) Nach dir müsste heute alles unnormal sein, was meiner Meinung nach nicht so ist. Die Natur hat das sicher nicht geplant, aber die Menschen setzen es so um wie sie es eben für richtig halten.
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Re: Homosexualität

#424758 von Armageddon
23.12.2008, 03:45
:3
Menschen sind weder psychisch noch physisch in der Lage irgendetwas objektiv zu beurteilen und so tatsächliche Normen zu schaffen. Objektivität ist eine Illusion. Selbiges gilt auch für sog. "Normen".

Nur soviel dazu, wenn das wie im verlinkten Topic wieder auf das Thema Normen hinausläuft. Aber diese Erkenntnis sollte man nicht unbedingt zu seinem Lebensmotto machen, sonst kann man gleich resignieren und jede Diskussion im Keim ersticken. Dennoch schadet es nicht, sie immer im Hinterkopf zu haben.

Aber gut. Um genauer auf den vorhergehenden Post einzugehen: Was wissen wir schon darüber, was von der Natur geplant ist und was nicht? Vllt hat Homosexualität ja irgendeinen besonderen Nutzen, den wir nur noch nicht erkannt haben. Darüber könnte man doch auch mal diskutieren:

Welchen Nutzen könnte Homosexualität haben, den wir bisher nur alle übersehen haben?
Na? Wer ist kreativ genug ;)
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Re: Homosexualität

#424759 von Jocario
23.12.2008, 03:46
Azur hat geschrieben:Wenn das so ist, entspricht heute fast nichts mehr der Norm, da unser heutiges Leben nie gepplant gewesen sein kann.
Alles, was heute mit Technik o.Ä. zusammenhängt, würde dann deiner Aussage zufolge nicht der Norm entsprechen, was ich selbst nicht wirklich richtig empfinde. Klar, Homosexualität war sicher von der Natur her nicht geplant, da es sonst sicher auch Adam und Johannes und nicht Adam und Eva gegeben hätte. (Wobei die beiden natürlich auch Zeichen der Fortpflanzung sein sollen, was bei der Homosexualität normalerweise nicht möglich ist.) Nach dir müsste heute alles unnormal sein, was meiner Meinung nach nicht so ist. Die Natur hat das sicher nicht geplant, aber die Menschen setzen es so um wie sie es eben für richtig halten.


Zur Norm des Menschen gehört auch, dass er lernt und sich entwickelt, so bildet sich auch Künstliches aus Natürlichem, anders kann Kunst auch nicht entstehen. Aber ich denke schon, dass du weisst was ich meine, wenn ich sage, dass es von der Natur nicht geplant war. Vergleichen wir mal mit anderen Rassen, gibt es da Homosexualität, also als Ausnahme? (ist ne ernstgemeinte Frage, keine rhetorische.)

PS: Die Entwicklung verfolgt im Großen und ganzen einen Strang, der allerdings an einigen Stellen verzweigt ist und in einer Sackgasse endet, in etwa wie der Homosexualität, das war, was ich meinte. Solange der Strang nicht reisst können wir weiter als Menschheit existieren, von daher macht es nicht, wenn es die paar Abzweigungen gibt. Sollte aber plötzlich die ganze Welt den Drang nach Homosexualität verspüren würde es nicht so gut für die weitere Existenz aussehen. Die Abzweigungen bezeichne ich als nicht normal, weil sie nicht für die Entwicklung des Menschen gedacht sind. Dass der Strang momentan am Reissen ist glaube ich gerne, aber nicht wegen der Homosexualität sondern anderen Sachen wie Krieg, Umweltverschmutzung oder globale Erwärmung. Solche Entwicklungen der Menschen sind es, die uns wohl eines Tages die Existenz kosten wird, aber das ist ein anderes Thema.

Hoffe mal, du verstehst was ich meine.

€ @ Armageddon: Ausrottung der gefährlichsten Spezies der Welt? xD
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Re: Homosexualität

#424800 von Azur
23.12.2008, 10:51
Welchen Nutzen könnte Homosexualität haben, den wir bisher nur alle übersehen haben?


Ich würde mal auf die Verwandtenselektion tippen, die soweit ich weiß besagt das ein Tier oder der Mensch einem Verwandten oder generell Gleichrassigem dabei hilft sich fortzupflanzen. Sowas ist dann mit auch in der Evolutionstheorie vorhanden. Auch in Wikipedia ist ein, fast das gleiche aussagende, Artikel vorhanden:

Wikipedia hat geschrieben:In der Wissenschaft gibt es inzwischen Vorstellungen, dass Homosexualität der Gesamtfitness der Sippe dient, also auch im Sinn der Evolutionstheorie einen Nutzen hat, da sie dafür sorgt, dass sich eine größere Anzahl von Menschen um ein neugeborenes Kind kümmern kann.


Der zweite Satz sollte recht gleich mit meiner Erläuterung stehen, sofern ich mich da nicht ganz irre.
Zwar ist es heutzutage schon nicht mehr wirklich bekannt, oder wird geschätzt, das jemand wirklich bei einer Geburt oder dem Aufwuchs eines neuen Menschen hilft. Manchmal wird das, besonders bei den eigenen Eltern, als selbstverständlich gesehen.

@Jocario:

Da die Entwicklung eher gleich als nah mit der Evolution steht, bezweifle ich das eben an.
Die Homosexualität ist in der Theorie keine Sackgasse, und das aus oben genanntem Grund.
Und es wird nie dazu kommen, das alle Menschen homosexuell sind, und wenn doch, ist es uns viel zu wichtig weiter zu bestehen. Kinder würden dann eben durch männliche Samenspenden o.Ä. entstehen, oder einem einmaligen Geschlechtsverkehr, aber so wichtig wird es dem Mensch dann doch nicht sein wenn sie dadurch vor dem Ende stehen sollten. In Sachen Erderwärmung etc. ist das aber etwas ganz anderes, aber das tut nun nichts zum Thema.
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Re: Homosexualität

#424817 von Jocario
23.12.2008, 11:28
Azur hat geschrieben:
Wikipedia hat geschrieben:In der Wissenschaft gibt es inzwischen Vorstellungen, dass Homosexualität der Gesamtfitness der Sippe dient, also auch im Sinn der Evolutionstheorie einen Nutzen hat, da sie dafür sorgt, dass sich eine größere Anzahl von Menschen um ein neugeborenes Kind kümmern kann.


Die Evolution legt eben nicht darauf wert dass sich eine größere Anzahl von Menschen um ein Neugeborenes kümmert. Die Folge wäre nämlich, dass die Gesamtpopulation zurückgehen würde.

Wikipedia hat geschrieben:Evolution ist die Veränderung der vererbbaren Merkmale einer Population von Lebewesen von Generation zu Generation.[...] Dies geschieht entweder durch Natürliche Selektion (unterschiedliche Überlebens- und Reproduktionsrate aufgrund dieser Merkmale), oder zufällig durch Gendrift.

Natürliche Selektion tritt auf, weil Individuen mit Merkmalen, die für das Überleben und die Fortpflanzung vorteilhaft sind, mehr Nachwuchs produzieren können als Individuen ohne diese Merkmale.[...]


Die Evolution hat eine Entwicklungsfunktion, aber nicht alles, was aus der Evolution entsteht, ist eine positive Entwicklung, um die es letztlich geht. Man kann natürlich darüber diskutieren, ob Homosexualität wirklich einen Nutzen hat, aber der von Wikipedia genannte Grund wird nicht der ausschlaggebende sein. Btw ist Homosexualität keine Folge von Evolution, weil diese durch die fehlerhafte (und somit sich evtl anpassende) Vererbung von Genen definiert wird. Da bei der Homosexualität keine Fortpflanzung stattfindet ist diese weder eine Folge der Evolution noch von dieser beabsichtigt.

Btw: Ich habe absichtlich geschrieben dass bei der fehlerhaften Genvererbung (Evolution) nur evtl eine sich anpassende (bessere) Art entwickelt. Natürlich gilt das nicht für alle Artenveränderungen, die weniger nützlichen Evolutionen enden eben in einer Sackgasse. Das aber nur als weitere Ausführung meiner Gedanken, da es ja wie gesagt imgrunde nichts mit der Homosexualität zutun hat.
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Re: Homosexualität

#424828 von Azur
23.12.2008, 11:45
Die Evolution legt eben nicht darauf wert dass sich eine größere Anzahl von Menschen um ein Neugeborenes kümmert.


Aber es ist trotzdem ein Schritt der Evolution, auch wenn es im vllt. vorher nicht geplant war.
Jetzt ist es jedenfalls inbegriffen..

Die Evolution hat eine Entwicklungsfunktion, aber nicht alles, was aus der Evolution entsteht, ist eine positive Entwicklung, um die es letztlich geht. Man kann natürlich darüber diskutieren, ob Homosexualität wirklich einen Nutzen hat, aber der von Wikipedia genannte Grund wird nicht der ausschlaggebende sein. Btw ist Homosexualität keine Folge von Evolution, weil diese durch die fehlerhafte (und somit sich evtl anpassende) Vererbung von Genen definiert wird. Da bei der Homosexualität keine Fortpflanzung stattfindet ist diese weder eine Folge der Evolution noch von dieser beabsichtigt.



Klar, ist es vom mütterlichen Gen abhängig bzw. dann die Folge oder die Bedingung das ein Mann homosexuell wird, und vorgesehen ist es sicherlich nicht gewesen. Aber heute ist es trotzdem in unseren Lebensstil eingebunden, und hat somit schon Teil an der weiteren Evolution. Von der Natur her, ist homosexuallität sicher kein positiver Bestandteil, aber an dem Stand kann man nun nichts mehr ändern. Adam und Eva haben sicherlich auch nicht über ihre Gene nachgedacht, und das ging bis in die letzten Jahren auch immer so weiter. Heute ist man eben auf dem Stand, solches auch beweisen zu können.
So wie die Homosexuallität derzeit besteht, wird sie in Zukunft vielleicht auch durch Charles Darwins Theorie nicht mehr bestehen, die eben besagt das ein Lebewesen auf Dauer nur durch die Fortpflanzung bestehen kann, was natürlich auch richtig ist. Was in Zukunft mit der Homosexuallitt passiert, kann man jetzt natürlich noch nicht sagen, aber wenn man mal den Wandel von heute zum Mittelalter sieht, kann man sich sichtlich vorstellen was uns in Zukunft evtl. auch erwarten wird. Auch ausserhalb unserer Lebenserwartung.

Keine Folge der Evolution?
Natürlich, sind Homosexuelle das, da Gene dies auch sind. Und die Homosexuallität ist vom mütterlichen natürlichen Gen (Neigung zum Mann) abhängig. Sogesehen, ist es eine Folge der Fortpflanzung und hat somit auch Teil an der Evolution.
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Re: Homosexualität

#424897 von Jocario
23.12.2008, 13:50
Azur hat geschrieben:Keine Folge der Evolution?
Natürlich, sind Homosexuelle das, da Gene dies auch sind. Und die Homosexuallität ist vom mütterlichen natürlichen Gen (Neigung zum Mann) abhängig. Sogesehen, ist es eine Folge der Fortpflanzung und hat somit auch Teil an der Evolution.


Hier könnte man wieder streiten und sinnlos einige Quellen zitieren, fest steht, wir wissen nicht genau wodurch die Abneigung zum anderen Geschlecht entstehen könnte. Einige meinen wie du dass es von den Genen abhängt, andere, dass es von gesellschaftlichen Einflüssen abhängt, kann man nicht so genau sagen. Sollten es an der Evolution und somit an der fehlerhaften Vererbung von Genen liegen, dann unterstützt das wieder die Aussage, dass es nicht normal ist.
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Re: Homosexualität

#424900 von Azur
23.12.2008, 13:58
Jocario hat geschrieben:Hier könnte man wieder streiten und sinnlos einige Quellen zitieren, fest steht, wir wissen nicht genau wodurch die Abneigung zum anderen Geschlecht entstehen könnte. Einige meinen wie du dass es von den Genen abhängt, andere, dass es von gesellschaftlichen Einflüssen abhängt, kann man nicht so genau sagen. Sollten es an der Evolution und somit an der fehlerhaften Vererbung von Genen liegen, dann unterstützt das wieder die Aussage, dass es nicht normal ist.


Bevor dies nun wieder in endlosen Diskussionen endet:
Ich habe lediglich gesagt, das es etwas mit der Theorie zutun hat, bzw. mit Der Evolution. Zwingend normal ist es nicht, bzw. kann es natürlich auch nicht sein. Einen schönen Beitrag hat Armageddon in diesem Zusammenhang mal geschrieben:

Alles was wir wahrzunehmen glauben ist letztendlich durch unsere Sinnesorgane und das ZNS (Gehirn) verfälscht und beeinflusst.


Für mich, hat es einfach etwas mit der Evolution zutun, da die Gene auch etwas damit zutun haben und meiner Meinung nach die Gene dafür verantwortlich sind. Klar, es kann auch andere Gründe geben, aber es gab schon einige Forschungs-Vornahmen die wissen lassen das es mit den Genen etwas zutun haben kann. Ein muss ist dies nicht, aber ich glaube in diesem Fall einfach mal der Forschung. Und wenn dies stimmt, gibt es meiner Meinung nach keinen Grund warum sie nicht zur Evolution gehören sollten.

Ich hab meine Meinung, und du deine, und die will oder kann ich nicht verändern.
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Re: Homosexualität

#424906 von Kloschkolov
23.12.2008, 14:17
Um Himmels Willen! Darwin würde sich im Grab umdrehen wenn er hören würde das Homosexualität und Evolution in einem Atemzug genannt werden!
Evolution ist Mutation und Selektion.
Mutation ist wenn sich Gene verändern, dies kann nicht nur durch fehlerhafte Vererbung geschehen sondern auch spontan.
Selektion ist wenn Wesen mit bestimmten Merkmalen aussterben(nicht mehr paaren können) oder sich eben durchsetzten.
Homosexualität hat allerdings rein gar nichts mit Vererbung zu tun, ansonsten müsste ja irgendwann mal ein Urhomosexueller gelebt haben der alle Homosexuellen gezeugt hat. Und Kinder die durch Samenspende von Homosexuellen gezeugt werden müssten selbst wieder Homosexuell sein.
Ebensowenig sind Merkmale einer Gesellschaft (wie das Aufziehen von Nachwuchs) genetisch festgelegt. In China ist es z.B. gang und gebe das in Zoos Tiger von Schweinen gesäugt werden wenn sich die Tigermütter dieser Aufgabe nicht annehmen. Das besondere ist allerdings das Tiger die von Schweinen gesäugt wurden später selbst Ferkel säugen wenn die Not besteht welche zu adoptieren. Es will mir jetzt hoffentlich keiner Erzählen es ist bei Tigern in den Genen verankert das sie Schweine säugen ;)

So nun meine Meinung zum eigentlichen Thema:
Ich sehe Homosexualität auch als widernatürlich an. Allerdings stört es mich nicht wenn Menschen widernatürlich handeln es ist für mich halt nur schwer nachvollziehbar warum. Wir haben selbst in der Familie jemanden der Homosexuell ist und ich versteh mich mit ihm und seinem Partner sehr gut, er hat sich erst vor wenigen Jahren geoutet und war vorher schon verheiratet und hat mit seiner Frau 2 Kinder bekommen. Mit wem er sich "Abends schlafen legt" ist für mich nicht von belangen das ist einzig und allein seine Entscheidung und hat keinen Einfluss darauf wie wir miteinander umgehen, da er erstaunlicherweise immernoch ein netter, sympathischer Mensch ist ;)
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Re: Homosexualität

#434826 von Ash
07.01.2009, 01:22
Kloschkolov hat geschrieben:So nun meine Meinung zum eigentlichen Thema:
Ich sehe Homosexualität auch als widernatürlich an. Allerdings stört es mich nicht wenn Menschen widernatürlich handeln es ist für mich halt nur schwer nachvollziehbar warum. Wir haben selbst in der Familie jemanden der Homosexuell ist und ich versteh mich mit ihm und seinem Partner sehr gut, er hat sich erst vor wenigen Jahren geoutet und war vorher schon verheiratet und hat mit seiner Frau 2 Kinder bekommen. Mit wem er sich "Abends schlafen legt" ist für mich nicht von belangen das ist einzig und allein seine Entscheidung und hat keinen Einfluss darauf wie wir miteinander umgehen, da er erstaunlicherweise immernoch ein netter, sympathischer Mensch ist ;)


Ich darf mich da sicher anschliessen, oder?
Ich hatte vor kurzem eine gute Freundin im Freundeskreis, die sich der Bi-Sexualität outete. Für mich war das ihrem Verhalten nach zu urteilen nur eine Frage der Zeit. Denn die Zeichen standen klarer als die Sonne am Horizont. Ich darf schon aus eigenem Hause hören, wie schlimm, katastrophal, schlecht und idiotisch Homosexuelle sind, doch ehrlich gesagt, steckt diese Meinung etwas an. Wenn, dann aber eher idiotischer Hinsicht. Ich habe sie seit dem Outing nicht getroffen, doch werde beim nächsten Treffen bestimmt kurz zurückhaltend sein, um dann wieder der gleiche zu sein wie immer.

Homosexualität ist Einstellungsssache. Die Leute sind die selben; sie lieben nur anders.


quijote
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Re: Homosexualität

#435028 von Mister Stolloss
07.01.2009, 17:32
Ich äußere mich dann auch mal zu homosexuellen. Das ganze wird von einem Beispiel begleitet, das übrigens stimmt. Ich habe seit 10 Jahren einen Freund, den ich als Freund richtig schätze. Es ist einer von denen, die man auf einer Hand aufzählen kann. Jetzt hatte er mich vor 2 Monaten ins Kino eingeladen und später sagte er mir dann, dass er schwul ist. Meine Reaktion ist selbstverständlich etwas komisch gewesen. "Ich kenne diese Person jetzt seit 10 Jahren und mir ist in all den Jahren, wo er teilweise mein bester Freund war, nicht aufgefallen, dass er schwul ist. Wie kann dies nur sein?" - So lautete der erste Gedanke. Da ich aber ein aufgeklärter Mensch bin, so habe ich mich schnell wieder in die Realität zurückgezogen und ihm zu seinem Geständnis gratuliert. Ich hab ihm gesagt, dass ich gar keine Probleme damit hätte, so lange er sich mir nicht zu sehr nähert, denn ich bins nicht. Er hat es akzeptiert und unsere Freundschaft läuft noch immer so gut wie vorher. Den selben Tag hat er sich dann auch bei seinen Eltern zu der Homosexualität geäußert und die Kritik dort, war ungefähr so, wie die Hälfte der Posts hier(schlimm!). Seither reden seine Eltern nur noch sehr wenig mit ihm, sein Vater schafft es sogar teilweise gar nicht mehr mit ihm zu reden(und das über eine Zeit von 1 Monat!). Ein bisschen krass finde ich dies schon und ich frage mich, ob die Welt wirklich so aufgeklärt ist, wie sie es vorgibt...

Nya, Fazit: Ich persönlich habe nichts gegen Homosexuelle und behandle sie wie ganz normale Menschen.
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Re: Homosexualität

#435036 von Pokefan22
07.01.2009, 17:43
Ich finde das nicht schlimm!
Ob Homosexuell oda Bisexuell etc. ist mir eigentlich Sch*** egal!
Hauptsache nett, gut drauf und so weiter!
Ich kenne auch jemanden ausm Inet der Bisexuell ist und mir das verheimlicht hat.
Nya meine Reaktion könnt ihr euch denken.
Hab mich aba dann wieder beruhigt!
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Re: Homosexualität

#435088 von pottaishi
07.01.2009, 18:09
Jocario hat geschrieben:Vergleichen wir mal mit anderen Rassen, gibt es da Homosexualität, also als Ausnahme?

Da es dazu wohl noch keine Antwort gab (oder ich sie übersehen habe): Homosexualität bei Tieren

Dabei ist auch dieser Satz vielleicht für die Frage nach dem Sinn von Homosexualität interessant (bezieht sich auf Schwäne):
Wikipedia hat geschrieben:Der von homosexuellen Paaren aufgezogene Nachwuchs erreicht das Erwachsenenalter dabei häufiger als derjenige von gemischtgeschlechtlichen Paaren.


Zu der Evolutionsfrage: Wie ist das denn mit Homosexuellen, die eigene Kinder bekommen? Dann dienen sie ja der Evolution, oder? Sind die dann auch nicht normal? Oder sind die dann hetero- oder bisexuell, eurer Meinung nach?

Und sind Heterosexuelle, die keine Kinder haben wollen oder stattdessen welche adoptieren, auch nicht normal? Liegt das dann auch an den Genen?
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Re: Homosexualität

#435176 von eidos
07.01.2009, 19:31
Schon mal die tatsache bedacht, dass der mensch primär nicht heterosexuel, sondern bisexuell veranlagt ist?
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Re: Homosexualität

#435186 von Azur
07.01.2009, 19:44
Mister Stolloss hat geschrieben:Den selben Tag hat er sich dann auch bei seinen Eltern zu der Homosexualität geäußert und die Kritik dort, war ungefähr so, wie die Hälfte der Posts hier(schlimm!). Seither reden seine Eltern nur noch sehr wenig mit ihm, sein Vater schafft es sogar teilweise gar nicht mehr mit ihm zu reden(und das über eine Zeit von 1 Monat!). Ein bisschen krass finde ich dies schon und ich frage mich, ob die Welt wirklich so aufgeklärt ist, wie sie es vorgibt...


Die Reaktion ist in meinen Augen üblich, ausser wenn die Eltern schon davor Wind bekommen hatten, was aber meist nicht der Fall ist. Du selbst hast ja auch nicht die geringste Ahnung gehabt, also woher sollten es dann andere gemerkt haben, ausser die oder derjenige zeigt es wirklich offener und man merkt die Zuneigung zu sich selbst. Eltern denken in solchen Momenten meist, dass sie irgendwas verbockt haben, aber meist ist es gerade die Reaktion die es verbockt. Eltern können nichts für die Homosexuallität, da dies (eigentlich) immer schon von Geburt an vorhanden ist, selbst wenn man mit einer Frau zusammenlebt. Man kann diejenige zwar gern haben, verspürt aber nie die Zuneigung zu ihr wie zu einem anderen Mann - Da liegt ein großer Unterschied. Homosexuelle fühlen sich zum Mann hingezogen, egal wie ihr Lebenslauf ist, egal was die Eltern ihnen noch eintrichtern. In dem oder derjenigen bleibt zu jeder Zeit das Gefühl, besonders wenn sie Kontakt mit einem Mann haben während sie mit einer Frau zusammenleben. Oft merken sie es auch erst spät, haben eine Familie aufgebaut, für viele eine Zwickmühle..

Schon mal die tatsache bedacht, dass der mensch primär nicht heterosexuel, sondern bisexuell veranlagt ist?


Wie gesagt, deshalb gibt es ja die Homosexuallität.
Wenn der Mann bzw. die Frau nicht im Ansatz bisexuell veranlagt wäre, würde es wohl eher nicht zur homosexuallität kommen. Nur die Allgemeinheit bzw. die Evolution ist eben auf der 'üblichen' Partnerbindung aufgebaut. Die Beziehung zwischen Mann und Frau, der Fortpflanzungszweck eben.. ;)
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Re: Homosexualität

#435223 von eidos
07.01.2009, 20:27
frage:
die ersten kulte, welche bekannt sind, waren mondkulte. kann ich daraus schließen, dass die spezies "homo sapiens sapiens" ebenfalls primär matriarchisch strukturiert waren?
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Re: Homosexualität

#435241 von Azur
07.01.2009, 20:47
Soweit ich weiß bedeutet Mondkult ja insofern die Verehrung des Mondes bzw. stand der Mond / die Mondgöttin als Sinnbild der Fruchtbarkeit da. Matriarchisch bedeutet insofern ja nur die Führung einer Frau, oder? Natürlich waren früher verschiedene 'Clans' nach diesem Weg strukturiert, also das die Frau sozusagen das Recht der Wahl besaß. Den Sinn versteh ich jedoch nicht, bzw. was das mit dem Thema zutun haben soll. Falls du meinst, dass die Frauen damals nicht mit Männern zusammengelebt haben, ist das schlicht falsch. Zum Beispiel im alten Griechenland war teilweise auch matriarchisches Vorgehen vorhanden, jedoch lebten die Frauen auch mit Männern zusammen.
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Re: Homosexualität

#435249 von eidos
07.01.2009, 20:55
des im hinterkopf is vielleicht für die verständnis vorteilig.
nein, ich bezog nich nicht auf griechenland und so, ich bezog mich auf die zeit vor der neolithischen revolution, also noch bevor mondkulte durch sonnenkulte abgelöst wurden.
(matriarchische strukturen wären sogar ziemlich logisch gewesen)
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Re: Homosexualität

#435303 von itsukushimi
07.01.2009, 22:14
Armageddon hat geschrieben:Welchen Nutzen könnte Homosexualität haben, den wir bisher nur alle übersehen haben?

Wikipedia hat geschrieben:Homosexualität ist eine sexuelle Orientierung, bei der Liebe, Romantik und sexuelles Begehren ausschließlich oder vorwiegend für Personen des eigenen Geschlechts empfunden wird.

So, welchen Nutzen haben nun also Liebe, Romantik und sexuelles Begehren? Ich denke, dass es dort, ob nun hetero- oder homosexuell, kaum Unterschiede zu finden gibt.
In den meisten Beziehungen kommt es wohl vor allem auf Treue, Vertrauen und darauf an, für seinen Partner da zu sein und Selbiges auch von ihm erwarten zu können. Liebe bedeutet nicht nur Sex sondern auch das Aufrechterhalten einer zwischenmenschlichen Beziehung.
Romantik.. Tja, Romantik ist schon etwas Schönes, oder? Ein leckeres Essen bei Kerzenschein, Nachts gemeinsam in den Sternenhimmel schauen, .. Romantik bringt Abwechslung und das gewisse Etwas in eine Beziehung und hilft so, diese zu festigen und aufrecht zu erhalten.
Der Sex, naja.. Wie wir wohl alle wissen, dient er bei homosexuellen Paaren nicht der Fortpflanzung.. Aber mal ehrlich, wie oft tut er das bei heterosexuellen Paaren? Wozu nützt Sex mit Verhütung? Wozu nützt Sex mit einer Schwangeren oder unfruchtbaren Frau? Ich höre und lese so oft, dass Homosexuelle 'unnormal' sind, weil sie Geschlechtsverkehr haben, obwohl sie sich nicht fortpflanzen können. Das finde ich wirklich lachhaft, sorry, ist für mich kein Argument.
Homosexuelle Menschen unterscheiden sich - ihre sexuellen Vorlieben, von denen hier die Wenigsten wohl etwas mitbekommen (! Oo), mal außen vor gelassen - nicht von heterosexuellen Menschen. Wenn man einem Homosexuellen auf der Straße begegnet, sieht man es ihm nicht an. Wenn man mit einem Homosexuellen befreundet ist, merkt man es ihm nicht an (es sei denn, er schaut anderen Personen des gleichen Geschlechts hinterher, man hat ihn schon mit seinem Partner gesehen, .. etc., aber rein vom alltäglichen Verhalten her nicht).
Eigendlich kann es einem doch auch egal sein, neben wem ein anderer Mensch morgens aufwacht.. Wenn ein guter Freund von mir mit einer absoluten Schreckschraube zusammen ist, was interessiert mich das dann? Ich muss nicht mit ihr zusammen sein, ich muss mich nicht mit ihr anfreunden, ich muss mich nicht mit ihr verstehen, es ist ganz alleine seine Entscheidung, er muss mit ihr zurechtkommen. Genauso sehe ich das auch mit Homosexuellen.. Wenn eine Freundin mit einer anderen Frau zusammen sein möchte, bitte, soll sie doch, wenn es sie glücklich macht bin ich sicherlich der Letzte, der etwas dagegen hat.

Ich mag die Homosexuellen - nicht zuletzt, weil ich selbst einer bin (da hast du es Timeos, Schwarz auf... öh, Grau). Und? Hat bisher jemand an der 'Normalität' meines Geisteszustandes gezweifelt? Ich denke nicht.. Vielleicht fangt ihr ja jetzt damit an... x'D Homosexualität ist nichts, was man jedem gleich auf die Nase binden muss, was nicht heißt, dass man daraus ein Geheimnis machen soll. Menschen, deren geistige Ebene nicht allzuweit unter der meinen liegt, reagieren meist positiv auf Homosexualität in ihrem Umfeld.. Wenn ich Freunden erzähle, dass ich schwul bin, reagieren sie natürlich überrascht (wer würde das nich, wenn sich jemand einem gegenüber als homosexuell outet?). Einige gehen dann erst einmal auf Abstand, vermeiden Körperkontakt etc., was sich aber nach sehr kurzer Zeit wieder legt, da sie merken, dass ich mich ihnen gegenüber nicht anders verhalte als zuvor und noch immer der Selbe bin.
Beim besten Willen kann ich mich nicht auch nur an einen Freund erinnern, der das wirklich als störend empfand. Bei den Frauen ist das da schon anders, viele empfinden es als 'unnormal', als abstoßend oder es ekelt sie an. Ich weiß nicht, warum sie das so empfingen.. Wenn ich ehrlich bin, dann ist es mir auch ziemlich egal, auf solche Freunde verzichte ich dann gerne.
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Re: Homosexualität

#435384 von blond angel
08.01.2009, 00:15
Ich will mal ganz ehrlich sein:
Mir geht es irgendwie enorm auf die Eierstöcke, dass hier alle so einen auf tolerant und weltoffen machen.

Ich glaube euch einfach mal nicht, dass ihr alle auch nur halb so aufgeschlossen seid, wie ihr behauptet.
Ich glaube euch allen irgendwie nicht, dass ihr noch nie gesagt habt: "Der da sieht schwul aus!" oder "Du Schwuchtel!"

Von mir kann ich sagen, dass ich persönlich sehr oft "schwul" sage.
Meist zu richtig doll geschminkten Moderatoren, die mit sanfter Föhnwelle, samtiger Stimme und engen Hosen nuneinmal meiner Vorstellung von homosexuellen Männern entsprechen.
Ich weiß, dass das nicht stimmt, aber ich bin sehr durch das Fernsehen geprägt, wo Homosexuelle irrtümlicher Weise so dargestellt werden.
Natürlich würde ich einen (nach meiner Meinung) homosexuellen Menschen auf der Straße nicht anpöbeln oder irgendwas, mir ist es egal, was ein Mensch mit seinem Leben macht.
Mir ist die Sexalität eines jeden Menschen egal, jedem das Seine. Heutzutage gibt es so viele Neigungen, manche übersteigen da tatsächlich meine Vorstellungskraft (was wirklich etwas heißen will^^).

Naja, ich habe jetzt auch wieder von den Männern gesprochen.
Bei den weiblichen Homosexuellen ist es aber nciht anders. Nicht so extrem wie bei männlichen Homosexuellen, aber ich gebrauche durchaus manchmal das Wort "Kampflesbe" für eine Frau, die halt so aussieht.
Ja, ich weiß, ich urteile über die Leute, die ich nicht kenne.
Und ich weiß auch, dass man sowas nicht machen soll.
In dem Moment ist mir das aber relativ egal oder ich denke nicht drüber nach, oder beides.

Ich habe viele Vorurteile. Und ganz ehrlich?
Bisher hatte ich dadurch noch keinen Nachteil.
Ich habe Vorurteile gegen Engländer, Amis und Bayern (sorry gasi, du weißt ja wie ich das meine^^) und gegen östliche Europäer. Manchmal gegen Männer, manchmal gegen übergewichtige Menschen, manchmal gegen Arbeitslose und manchmal über die ganze Welt.
Durch Vorurteile reimt man sich die Welt zusammen, wenn man nicht über den Tellerrand gucken will.
Ich verurteile nicht, ich vorurteile nur.
Ist nicht besonders weit gedacht, aber so ist das des öfteren bei mir.


Also Fazit: Mir ist die Sexualität eines Menschen egal, ob es Homo- Hetero- Metro- Trans- ist. Ist mir echt wayne, jeder soll das machen, wozu er Bock hat.
Ich verurteile niemanden, weil er homosexuell ist.
Aber gewisse Worte sage ich trozdem öfter.

Viel Spaß beim Zerpflücken meiner Meinung.
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Re: Homosexualität

#435393 von Azur
08.01.2009, 00:29
blond angel hat geschrieben:Ich will mal ganz ehrlich sein:
Mir geht es irgendwie enorm auf die Eierstöcke, dass hier alle so einen auf tolerant und weltoffen machen.

Ich versteh hier dein Vorurteil nicht. Für mich sind die meisten hier ehrlich, besonders weil viele hier anscheinend schon Erfahrungen damit hatten. (Also in Bezug auf den Freundeskreis.) Nichts gegen dich, aber du kannst nicht einfach in Frage stellen das manche hier eben tolerant und weltoffen sind. Vielleicht lügen manche hier das Blaue vom Himmel hinunter, was natürlich jedem selbst überlassen ist. Dennoch ist das gerade bei so einem Thema strunz dumm. Hier ist die Meinung gefragt, die man wirklich hat, und nicht welche andere gerne von einem hätten.

Ich glaube euch einfach mal nicht, dass ihr alle auch nur halb so aufgeschlossen seid, wie ihr behauptet.
Ich glaube euch allen irgendwie nicht, dass ihr noch nie gesagt habt: "Der da sieht schwul aus!" oder "Du Schwuchtel!"

Natürlich, ich gebe auch zu das ich dies auch desöfteren gesagt habe, wenn ersteres auch noch garnicht. Zweites gehört fast zu meinem alltäglichen Wortschatz. Aber bei uns ist das nicht ernst gemeint: Wir schubsen, rempeln, ärgern uns eben und beschimpfen uns auch mit manchmal völlig wirren Wörtern, die eigentlich garkeine Beschimpfungen sein sollten. Für uns ist das Spaß - In unserer Klasse gibt es kaum jemanden, der etwas gegen Schwule hat. Vielleicht eins oder zwei, aber bei 32 Leuten ist das wirklich die Minderheit, falls man zählen kann.


Naja, ich habe jetzt auch wieder von den Männern gesprochen.
Bei den weiblichen Homosexuellen ist es aber nciht anders. Nicht so extrem wie bei männlichen Homosexuellen, aber ich gebrauche durchaus manchmal das Wort "Kampflesbe" für eine Frau, die halt so aussieht.
Ja, ich weiß, ich urteile über die Leute, die ich nicht kenne.
Und ich weiß auch, dass man sowas nicht machen soll.
In dem Moment ist mir das aber relativ egal oder ich denke nicht drüber nach, oder beides.

In so einer Sache geht es nicht darum was dir Mama gesagt hat, sondern was du denkst.
Selbst wenn man es nicht machen soll, macht man es. Und es macht jeder. Jeder hat in irgendeiner Sache Vorurteile, sowas kann oder will man nicht vermeiden. Und wenn man sowas bei einer Person als Nachteil sieht, sollte man sich erstmal an die eigene Nase fassen..


Also Fazit: Mir ist die Sexualität eines Menschen egal, ob es Homo- Hetero- Metro- Trans- ist. Ist mir echt wayne, jeder soll das machen, wozu er Bock hat.
Ich verurteile niemanden, weil er homosexuell ist.
Aber gewisse Worte sage ich trozdem öfter.

Und dagegen ist nichts einzuwenden. ;)

Viel Spaß beim Zerpflücken meiner Meinung.

Danke..
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Re: Homosexualität

#435406 von Warbeast
08.01.2009, 01:18
So, mein ehrlicher Beitrag zum Thema:

Ich selber habe nichts gegen Homosexualität. Jedoch ekelt mich der Gedanke, dass zwei Männer oder Frauen miteinander verkehren (oder sonstige Sexuelle Handlungen miteinander haben), ehrlich gesagt ziemlich an. Das hört sich jetzt natürlich krass an, aber genauso wie sich die homosexuellen Leute nicht ausgesucht haben, schwul oder lesbisch zu sein, habe ich mir diese Ansicht auch nicht gewünscht (:
Ich kenne von einem Kumpel ein Mädchen, das lesbisch ist. Sie hat eine Freundin in der Schule und sie zeigen es beide auch sehr offen, was ich durchaus mutig und klug finde. Allerdings ist so ein Anblick irgendwie doch äußerst ungewohnt. Aber ich mag es einfach nicht und damit Punkt. Ich bin da nicht untollerant und möchte den glücklichen Pärchen ihre Leidenschaft verbieten, wie gesagt, dagegen habe ich nichts, ich komme damit aber nicht so richtig klar.

Was ich überaus albern finde, ist Jungen, mit irgendwelchen mädchen-typischen Vorlieben (Oh mein Gott, der macht ja Ballett!) als "schwul" oder "Schwuchtel" abzustempeln, genauso hasse ich es, vermeintlich einfache Sachen als "schwul" abzustempeln. Selbiges gibt es in eurem Mädchengeschlecht ja seltsamerweise nicht, oder bezeichnen sich Mädchen neuerdings als lesbisch, weil sie Fußball spielen? Nein. Aber gut, das hat eben was mit den allgemeinen Eigenschaften der Geschlechter zu tun. Während Mädchen oftmals tollerante kleine Sensibelchen sind, sind Jungen ja eher die starken "Machos", Ruf und Ehre und blabla. Außerdem schmeißen viele Jungens ja ohnehin gerne mit unüberlegten Beleidigungen um sich (Spast, F****, S*******, M*********, ... -.-" ).

Was ich darüber hinaus auch nicht so toll finde, ist, dass vermeintlich antournende Szenen von gleichgeschlechtlichem Verkehr gefilmt und dann verkauft wird (Ja, ich meine Pornos damit, wollte mich nur fachmännisch ausdrücken 8) ). Das geht meiner Meinung nach ein Bisschen zu weit. Wobei - ich von Pornographie allgemein nicht viel halte. Ein Freund von mir hat mal gesagt, dass Sex in einer Beziehung das höchste sei - man gibt sich dem Anderen dadurch vollkommen hin. Von den ganzen Fickibeziehungen mal abgesehen - Sex ist wahrlich etwas besonderes und sollte nicht alleine zur Befriedigung der Massen kommerziell genutzt werden. Darüber hinaus finde ich das, was die Darsteller dort im wahrsten Sinne des Wortes treiben, auch nicht gerade ehrenvoll... Aber gut, die wollen ja auch nur ihre Würstchen verdienen.
Okay, ich sehe schon, ich schweife hier zu sehr vom Thema ab und das ist ja gar nicht Sache.

Seht ihr das wirklich so, dass Homosexualität heutzutage wirklich gesellschaftlich so sehr akzeptiert wird? Vor allem in der Jugend finde ich das durchaus krass, wie die ganzen vermeintlich coolen Leute damit umgehen. Meiner Ansicht nach schaut es de facto so aus, dass man als "Schwuchtel" eher ausgegrenzt und ausgelacht wird. Selbiges gilt natürlich auch für das weibliche Geschlecht. Bevor dieser Punkt hier aber in einer Diskussion ausschweift, die zu OT führt - das wäre an sich ein Punkt für meine Diskussionsreihe. Wenn Bedarf besteht, meldet euch per PM und sagt mir, dass ihr dem als Thema zustimmt, bei sagen wir mal 5 PMs kann man ja nix falsch machen.

Mehr habe ich eigentlich nicht zu sagen. Dat war's ;)
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Re: Homosexualität

#435407 von Sicherheitsgurke
08.01.2009, 01:21
Warbeast hat geschrieben:Ich selber habe nichts gegen Homosexualität. Jedoch ekelt mich der Gedanke, dass zwei Männer oder Frauen miteinander verkehren (oder sonstige Sexuelle Handlungen miteinander haben), ehrlich gesagt ziemlich an. Das hört sich jetzt natürlich krass an, aber genauso wie sich die homosexuellen Leute nicht ausgesucht haben, schwul oder lesbisch zu sein, habe ich mir diese Ansicht auch nicht gewünscht (:
Ich kenne von einem Kumpel ein Mädchen, das lesbisch ist. Sie hat eine Freundin in der Schule und sie zeigen es beide auch sehr offen, was ich durchaus mutig und klug finde. Allerdings ist so ein Anblick irgendwie doch äußerst ungewohnt. Aber ich mag es einfach nicht und damit Punkt. Ich bin da nicht untollerant und möchte den glücklichen Pärchen ihre Leidenschaft verbieten, wie gesagt, dagegen habe ich nichts, ich komme damit aber nicht so richtig klar.


Imo kommt das auf das Geschlecht an, ich denke mal Männer schauen liber Frauen bei sowas zu als Männern D:

Im Grunde hab ich nichts gegen schwule Männer, solang sie es nicht in der Öffentlichkeit zeigen(rumknutschen und so).
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Re: Homosexualität

#435412 von Furanty
08.01.2009, 03:13
Man erkennt hier aber auch wieder regionale Unterschiede in Akzeptanz. In ländlichen Gebieten, die oft konservativer sind, ist die Akzeptanz nicht so groß wie meinetwegen in Großstädten. Worauf ich aber hinaus will ist, dass dies erstaunlicherweise auch weiter ausgedehnt werden kann und wir so wieder an Länder kommen, die in so vielen Bereichen als Musterbeispiel gelten. Ich rede jetzt von den Skandinavischen Ländern, also Norwegen und Schweden. Diese länder gelten nicht nur als Beispiele für gute Bildung (85% sprechen fließend Englisch, die Abiturientenrate liegt bei 75%), Sozialpolitik und Demokratie, nein, sie gehören auch zu den aufgeschlossensten Ländern weltweit.
Vergleicht man das mit Deutschland so schneidet Deutschland in meinen Punkten weit schlechter aus, gehen wir nach Italien noch schlechter, von den konservativ arabisch und islamischgerägten Staaten gar nicht zu reden.

Ich habe selber eine lesbische Freundin und komme super mit ihr klar. Meine Reaktion bei ihrem Outing war auch nur: "Na und?" Ich selber bekenne mich als Bisexuell und finde das auch gut so, zumal ich nichts verheimliche. Ich laufe draußen nicht rum und erzähle das jedem, werde ich aber gefragt, so antworte ich ehrlich. Ich bin halt stolz auf mich und ein paar untoleranten Menschen hindern mich da ganz sicher nicht dran.
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