Schreibe eigene Geschichten über Pokémon und deine Lieblings-Charaktere.

Und am Ende scheint ein Licht....

#445686 von Dragonir
25.01.2009, 01:32
Erstmal vorweg: Diese FS wird in einer völlig neuen Region spielen. Außerdem werden einige "neue" Pokemon darin vorkommen, aber diese werde ich dann beschreiben und Bilder dazu geben. Also lasst euch davon nicht abschrecken und viel Spaß mit Kapitel 1^^

Kleiner Hinweis: Diese FF wird einige anstößige Inhalte enthalten. Wer etwas "brutalere" FanFictions nicht lesen kann, sollte diese hier nicht anfangen.

Kapitelübersicht

Charakterübersicht
Einleitung
Kapitel 1 Der Brief
Kapitel 2 Die Schenke "Im Portrait"
Kapitel 3 Mithril
Kapitel 4 Getrocknete Tränen




Charakterübersicht
Name: Kiken
Alter: 13
Charaktereigenschaften: Aufgedreht, hat Freude am Leben, schüchtern zu Fremden, behandelt Freunde aber gut
Pokemonart: Riolu
Aussehen: http://th00.deviantart.com/fs19/300W/f/2007/287/c/3/_Riolu_eating__by_HarukaTheMeowth.png


Name: Shinji
Alter: 19
Charaktereigenschaften: Immer cool, nett gegenüber Kindern, ärgert seine Freunde gerne
Pokemonart: Glutexo
Aussehen: Hat im linken Auge eine Narbe. Er trägt das Tattoo eines Totenkopfes am rechten Arm. Ansonsten wie ein normales Glutexo:
http://th05.deviantart.com/fs31/300W/f/2008/200/6/d/Charmeleon_by_DestroyedSteak.jpg




Einleitung
Die Gefahr lauert überall. Der Tod schläft nie. Die ganze Welt hat sich binnen 100 Jahren drastisch verändert. Aus Freude wurde Leid, aus Freundschaft Hass. Der Krieg fegt, unsichtbar wie er ist, durch das ganze Land und zerstört allen Frieden.
Das Leben ist nicht mehr das, was es mal war. Das Leben existiert nicht mehr. Die Welt lebt im Tod, einer Zwischenwelt, ohne Beeinflussung auf Raum und Zeit. Man könnte meinen, das ganze wäre eine Kuppe, eine Maskerade, die niemand durchschaut. Wie soll jemand es schaffen, dies wieder rückgängig zu machen, das Gleichgewicht zwischen Tod und Leben wiederherzustellen? Nun, ganz vollendet ist der Plan nicht. Es gibt noch eine kleine Lücke, eine kleine Lücke, die es zu durchbrechen heißt...


Kapitel 1 Der Brief

“Ich weiß gar nicht mehr wie viele Wochen es her ist… Mein Bruder und ich sind in eine Fehde geraten und nun ist er der Blutspur verfallen. Er hatte meine Macht gestohlen, wie auch meinen Stolz. Ich weiß, dass ich verloren bin, mein Ende naht. Dennoch schreibe ich dies hier in der Hoffnung, dass jemand diesen Brief findet und meinen Bruder stürzt. Ich kann nichts mehr machen, ich bin am Ende und kann nur hoffen… Irgendjemand muss das Gleichgewicht der Welt wiederherstellen, sonst-” Da endete der Brief. Kiken hielt ihn mit glitzernden Augen in den Händen. “Wooow… Das klingt ja wie ein richtiges Abenteuer!” Der vergilbte Zettel, den das kleine Riolu in der Hand hielt schien hunderte von Jahren alt zu sein. “Guck mal, was ich gefunden habe, Omi! Komm mal hoch!”, rief sie nach unten. “Kiken! Ich habe dir schon oft genug gesagt, dass du nicht auf dem Dachboden herumschnüffeln sollst! Jetzt komm runter, Opas Geburtstag feiern!” Kiken steckte den Brief, den sie gefunden hatte, in ihr kleines Kästchen für wertvolle und interessante Dinge. Dann stieg sie die Treppe zu ihrem Zimmer hinunter.
Kikens Zimmer war sehr schlicht. Ein Bett stand an einem Fenster. Es gab keine einzige Kerze, die waren viel zu teuer. Durch das Fenster kamen einige Lichtstrahlen von draußen herein. Eine Kiste stand rechts an der Wand. Sie war nicht sonderlich groß und war auch nur grob geschreinert, aber immerhin etwas, wo das Riolumädchen seine Sachen rein machen konnte.
Kiken lief in die Küche, welche direkt an ihr Zimmer anschloss. Es gab keine Türen, so etwas konnte Kikens Familie sich gar nicht leisten. “Da bist du ja. Nun komm, wir wollen doch ein wenig feiern! Dein Opa ist immerhin schon 108 Jahre alt geworden!” 108 Jahre… das war einiges. Normalerweise wurden Lucario nur um die 80 Jahre alt, also war die Grenze ihres Opas schon längst überschritten. Kiken setzte sich auf einen Stuhl, der verräterisch quietschte. Aber der Stuhl hielt. “Herzlichen Glückwunsch Opi! Wie war es eigentlich so, damals als du noch ein Kind warst?” Ein sehr alt aussehendes Lucario lehnte sich in einem kaputten Sessel zurück. “Danke Kiken, du bist ein sehr nettes Mädchen… Nun ja damals, als ich noch ein Riolu war, so wie du, da haben meine Freunde und ich immer verstecken gespielt. Die Bäume waren grüner als Bäume je waren und das Wasser aus dem Fluss war glasklar. Die Natur hat geblüht. Es gab ganze Blumenfelder! Und im Sommer haben wir immer im See gebadet, es gab dort einen Wasserfall und den ganzen Tag lang säumte ein Regenbogen ihn. Ja, es war eine sehr schöne Zeit, bis zu dem einen Tag..”, das Lucario hustete. “Aber das ist nichts für kleine Kinderohren. Also dann lasst uns doch erst einmal etwas essen!”
Kiken gab sich zufrieden. Sie schnappte sich ein trockenes Stück Brot und legte ein Stück Käse darauf, welches nur die halbe Scheibe bedeckte. Aber das war für sie ein ganz normales essen. In einer Welt wie dieser gab es nicht genug Platz für solche, die kein Geld hatten. Nachdem alle fertig mit essen waren fragte das Riolumädchen: “Omi, darf ich raus spielen gehen?” Kikens Oma nickte. Das Mädchen sprang vom Stuhl auf, schnappte sich ihre Tasche und rannte raus, durch die Straßen und Gassen.
“Meinst du es war gut, ihr zu erzählen, wie es damals bei dir aussah? Ich meine so etwas gibt es schon lange nicht mehr… Und du kennst Kiken ja. Sie wird versuchen, diesen See zu finden, den es schon lange nicht mehr gibt… Ich finde du solltest deine Geschichten lassen, das bringt Kiken nur in Gefahr…” Aber Opa schüttelte nur den Kopf. “Wieso sollte man einem jungen Mädchen wie ihr die Wahrheit enthalten? Sie wird es sowieso erst verstehen wenn sie alt ist, also lass ihr doch den Spaß…” Damit endete die Diskussion, denn vom Sessel her drang auf einmal lautes Geschnarche.
Kiken war solange gerannt bis sie außer Atem war. Sie war durch die Straßen gerannt, an all den kaputten Häusern vorbei, die den Eindruck der Armut, die in der Stadt herrschte nur vergrößerte. Kiken sog die Luft tief ein. Sie war sehr staubig. Nun stand sie vor ihrem Geheimversteck. Es war ein leer stehendes Haus, halb verfallen. Aber das Mädchen mochte es. Dieses Haus war wie eine zweite Unterkunft, beinahe eine Mutter. Kiken lächelte glücklich. Sie rannte hinein und verschwand fast Augenblicklich in der Dunkelheit des Hauses. Das Mädchen ließ sich in ihre Ecke plumpsen. Sie war in einem der Schlafzimmer des Hauses. Kiken hatte sich eine gemütliche Ecke gemacht. Sie hatte alle Teppiche des Hauses -es waren immerhin 3 Stück- übereinander gestapelt und die Kissen in die Ecken gelegt. Es war alles schön geordnet und für Kiken war es der perfekte Platz der Entspannung. Nun kramte sie in ihrer Tasche und holte ihr Kästchen hervor. Es war das einigste wertvolle, das sie besaß. Das Kästchen war reich verziert. Auf dem Deckel befanden sich zwei Drachen, ein schwarzer und ein weißer. Der weiße besaß Engelsflügel, der schwarze die eines Teufels. Beide bildeten ein Yin-Yang -Zeichen, umschlungen von Ranken. Aber es schienen einige Teile auf dem Deckel zu fehlen. Es waren genau 5 Vierecke, die fehlten. Vier Teile am Rand fehlten und eines in der Mitte. Was genau dort fehlte, konnte keiner genau sagen, denn die Ranken am Rand teilten sich an der Stelle, wo eines der Teile fehlte und umschlung auch dieses. In der Mitte waren die Klauen der Drachen der “Ersatz” für die Ranken.
Kiken öffnete die Dose und zog den Zettel hervor. Sie las den Brief einige Male, aber bei ihr kam das ganze als lustiges Abenteuer an. Die ganze Nachricht des Briefes breitete sich in ihrem Kopf aus und Kiken hatte nur noch einen Gedanken, der sich wie ein Tonband immer wieder abspielte: “Kiken! Das ist deine Chance aus diesem Loch zu fliehen und mal etwas richtig tolles zu erleben! Lass dir das nicht entgehen!” Das Riolu fasste einen Entschluss. Sie wollte unbedingt diesen Bruder finden und stürzen! Sie wollte mal etwas richtig tolles erleben und nicht vor sich hin gammeln. Nur musste sie das ihren Großeltern klarmachen. “Ich werde ihnen einfach sagen, dass ich mich jetzt auf ein Abenteuer begeben werde und die Welt rette! Genau so mach ich das!”, sagte sie zu sich selbst. In ihr kitzelte ein Gefühl, welches sich auch nach außen hin verströmte und wohl jeden angesteckt hätte, der ihr auf 5 Meter Entfernung begegnete. Sie war so aufgeregt. Kiken sprang auf und stolperte, weil sie sogar schon heftig zitterte, so glücklich war sie. Aber sie kam schnell auf die Beine. Kiken raste mit einem Tempo, welches man ihr bisher nicht zugetraut hätte, in Richtung Oma und Opa.
“Los jetzt, wir wollen die Steuern für den König haben! Wenn ihr sie nicht bezahlen könnt, müsst ihr eurer Leben einbüßen!”, rief der Steuereintreiber. Er trug eine Lanze, dessen Klinge rasiermesserscharf war. Die Waffe war mit einigen federn beschmückt und sah sehr angst einflößend aus. Es klebte schon einiges getrocknetes Blut daran. “A-aber wir haben das Geld nicht, wir wussten doch nicht, dass die Steuern erhöht wurden…! B-bitte verschont uns, wir geben Euch auch alles was Ihr wollt, Sir!”, sagte Kikens Oma mit länglicher, zittriger Stimme. Aber der Steuereintreiber, ein Snibunna, ließ nicht locker. Das Snibunna richtete die Lanze auf Opa. “Nun, hast du jetzt das Geld, Alte?!” Die alte Lucariodame schüttelte unter Tränen ihren Kopf. Im nächsten Moment war ihr Gesicht voller Blut. Das Snibunna hatte dem schlafenden Opa einfach die Kehle durchstochen und zum Spaß noch den Kopf abgehackt. Aus dem Rumpf quoll Blut heraus. Der Steuereintreiber grinste zufrieden. Er war seelisch aber noch nicht ganz befriedigt. “Nun? Möchtest auch du sterben?” “B-bitte, nimm alles, aber l-lass mich am Leben, ich hab eine Enkelin!” “Eine Enkelin? Los, durchsucht das Haus!”, befahl Snibunna den zwei Handlangern hinter sich. Die Maschock durchwühlten die Schlafzimmer. Auch Kikens Kiste wurde zerstört. Eigentlich stand nur noch das Haus selbst, die Möbel waren binnen Sekunden zu einem Haufen Schrott verarbeitet. “Nichts, Sir, das Haus ist leer!”, riefen die Maschock gleichzeitig und darauf bedacht, ihren Boss nicht wütend zu machen. “Nun… Dan werden wir eben warten, bis sie zurückkommt. Haltet die alte Schrulle da fest!” Die Maschock taten wie geheißen und hielten Kikens Oma fest. “Wenn sie bis Sonnenuntergang nicht hier ist, dann kannst du was erleben! Sie hat bis zur Ausgangssperre Zeit!” Die alte Lucariodame weinte still. Sie hatte ihre einzige Enkelin verraten…


Kapitel 2 Die Schenke “Im Portrait”

Kiken setzte sich in den Schatten. Die Mittagshitze war zwar schon längst vorüber, aber nun hatte sie sich verlaufen. In der eigenen Stadt! Sie fühlte sich etwas einsam und verloren. Wie konnte ihr so etwas passieren? Kiken war völlig fertig. “Verdammt… So etwas ist mir noch nie passiert. Ich hätte nicht so stürmisch sein sollen…”, dachte sie. Das Mädchen rappelte sich wieder auf die Beine. Die Sonne ging langsam unter, nicht mehr lange, dann war Ausgangssperre. Wer während der Ausgangssperre draußen erwischt wurde, wurde gequält, bis zum letzten Atemzug. Wieso wusste keiner.
Kiken schleppte sich die Straßen entlang. Schweiß perlte ihr von der Stirn und sie wurde langsam müde. Diese Stadt war so groß. Dennoch war sie nicht mehr im Armutsviertel. Die Häuser hier waren um einiges größer. Es gab Türen und Gärten. Die Fenster waren viel Schmuckvoller und an den Häusern selbst klebte Putz. Es war alles so bunt. An manchen Fenstern hingen sogar seidige Vorhänge. “So würde ich auch mal gerne leben…”, sagte sie zu sich selbst. Plötzlich hallte eine Stimme durch die ganze Straße: “Ey du elende Bettlerin! Verschwinde, wir wollen nicht, dass du deine Krankheiten auf uns überträgst! Mach endlich, dass du wegkommst!” Im nächsten Moment traf Kiken etwas hartes am Kopf. Sie lief los, so schnell es ihre müden Beine möglich machten. Sie rannte über den heißen bepflasterten Weg, rechts um die nächste Ecke. Das Viertel der Reichen verschwand langsam. Nun folgten dunkle Gassen. Kiken bekam es mit der Angst zu tun. Sie kniff ihre Augen zusammen, denn man sah kaum etwas. Das Licht, was bis hier unten durchdrang war so wenig, dass man es nicht mit dem bloßem Auge hätte wahrnehmen können. Endlich hielt Kiken an. Sie atmete schwer. “Wo bin ich hier nur gelandet?”, fragte sie sich. “Du bist auf dem Weg zur Schenke “Im Portrait”.”, kam die Antwort, von irgendwoher. “W-wer ist da?!”, fragte Kiken ängstlich. Plötzlich sah sie es. Es war ein Glutexo, welches eine Narbe im linken Auge hatte. Das Glutexo trug das Tattoo eines Totenkopfes am rechten Arm und sein Gesamteindruck war ziemlich zwielichtig. Die helle Flamme am Schwanz verbreitete ein angenehmes Licht, dazu spendete es auch Wärme zwischen diesen feuchten und kalten Mauern. Kiken war sehr erschrocken. Außerdem hatte sie angst vor dem Glutexo. Wo war es überhaupt hergekommen? Das passte alles nicht… oder… war es etwa ein Geist?! “Ä-ä-ähm ja…. U-und wie h-h-heißen Sie, Herr G-geist?”, stotterte Kiken ängstlich. Sie konnte sich nur knapp davon abhalten, schreiend wegzurennen. “Mein Name ist Shinji. Außerdem bin ich kein Geist. Und wie heißt du, junges Fräulein?” Kiken wurde immer mulmiger zumute. “Mein Name ist Ki-kiken.” “Kikiken? Komischer Name!” “Ich heiße Kiken!” “Ach so. Sag das doch gleich. Was macht ein junges Mädchen wie du hier? Und so spät am Abend?” “So spät ist es noch gar nicht!”, meckerte Kiken. Shinji schüttelte den Kopf. “Und ob, der Mond ist schon längst aufgegangen! Es ist Ausgangssperre.” Kiken wurde kreidebleich. “Aber woher weißt du das und… und… ich muss doch nach Hause!” “Mann sieht ein Stück vom Mond, wenn man nach oben sieht. Es wäre nicht ratsam, jetzt nach Hause zu gehen, die Wachen laufen überall herum. Außer hier in dieser Gasse. Hier trauen die sich nicht hin, weil sie denken, dass es hier spukt!” Shinji lachte fies. Seine Stimme war etwas beruhigend. Kiken sah hoch. Das Glutexo hatte recht gehabt, der Mond schien wirklich schon. Das war nicht gut, gar nicht gut… “Also… du hast mir immer noch nicht gesagt, was du hier machst, Kiken.”, riss er sie aus den Gedanken. “Ich hab mich verlaufen.”, antwortete Kiken tonlos, fast wie ein Roboter. “Ach so… Naja ist ja auch egal, wir sollte hier lieber nicht länger stehen blieben. Na komm, ich lad dich ein, dann musst du hier nicht so allein sein.”
Kiken nickte leicht. Dieser Shinji schien doch ganz nett. “Der Schein trügt.”, dachte sie. Sie lief hinter Shinji her, er wies ihr den Weg. Es war sehr verwinkelt, und er erklärte Kiken, dass sie aufpassen müsse, wo sie hintrete, da sie sonst in einer Falle landen würde. “Wieso wird diese Schenke denn so gut beschützt?”, fragte Kiken irgendwann und verschwand um die nächste Ecke. Shinji räusperte sich. “Nun “Im Portrait” Ist der einzige halbwegs sichere Ort der Stadt. Nicht jeder kann rein und es wird sehr viel Wert darauf gelegt, dass- Vorsicht Falle! …Nun, es wird Wert darauf gelegt, dass sich keine Spione des Königs in dieser Schenke befinden. Es ist der einzige Ort an dem man Informationen suchen und sich ausreden kann, ohne gleich gehängt zu werden…. Oder schlimmeres. Ahhh, da sind wir ja!” Kiken sah Shinji entgeistert an. Da war eine Sackgasse!. Ein Portrait eines Drachen hing an der Wand aber sonst nichts. Aber Kiken achtete nicht weiter darauf, dass Augen, anstelle der Drachenaugen, erschienen. Sie war viel zu sehr in ihren Gedanken versunken. “Passwort?”, fragte eine raue Stimme. Shinji beugte sich näher an das Portrait heran und flüsterte: “Triumphzug. Ach ja, Rita, die kleine gehört zu mir.” Auf einmal schob sich das Drachenportrait zur Seite. Ein Pixi, dies war wohl Rita, bat die beiden herein. Kiken sah das pinke Pokemon ungläubig an. Hatte sie etwa eine solch raue Stimme? Kiken trat ein.
Wärme überströmte ihren zittrigen Körper und von dem plötzlichen vielem Licht musste sie blinzeln. Doch dann fing sich das Riolumädchen langsam. Jetzt war ihr auch klar, warum diese Schenke, “Im Portrait” hieß. Alles war in eine dicke Wand eingeschlagen. Das Pokemon, welches diese Schenke in eine Wand eingelassen hatte, musste enorm stark sein.
Shinji stand schon an der Theke, während Kiken sich Blicke von fremden Pokemon einfing. “Hallo Nanami, wie geht’s denn heute so?”, fragte Shinji ein Kangama hinter der Theke. “Mir geht’s prima, heute ist viel los. Wen hast du denn da mitgebracht?” Nanami nickte mit dem Kopf zu Kiken, die sich zum Schluss doch zu Shinji gesetzt hatte. “Das ist Kiken. Sie hatte sich verlaufen und da nun Ausgangssperre ist, wollte ich sie nicht allein im Dunkeln lassen.”, antwortete er. “Na dann. Was kann ich denn für euch tun?” “Ich hätte gerne ein Bier. Hast du zufällig was Nichtalkoholisches da?” “Ich hätte noch Limonade, hier.” Nanami gab Shinji ein Bier. Kiken füllte sie etwas Limonade ins Glas. “Danke sehr…”, antwortete sie leise. In Gegenwart von Fremden war sie immer sehr schüchtern. Nanami lachte laut, was Kiken in Verlegenheit brachte. “Na, sei nicht so schüchtern, hier beißt dich keiner, kleines!” Aber Kiken sah nur in ihr Glas, an dem sie ab und zu nippte.
Wenig später schlief sie einfach ein. Nanami trug sie in ein Bett. Auch Shinji hatte sich schlafen gelegt. Langsam wurde es ruhig in der Schenke “Zum Portrait”, bis man schließlich die Geräusche der Nacht gedämpft wahrnehmen konnte.
Bei Kiken zu Hause war auch alles ruhig. Aber dieses ruhige hatte etwas böses an sich. Zwei Leichen lagen auf dem Boden, inmitten zweier großer Blutlachen. Eine der Toten hatte keinen Kopf mehr, der anderen hatte man Arme und Beine ausgerissen und sie verbluten lassen. Der Steuerberater hatte nicht die ganze Nacht warten wollen. Und wenn ein Kind nicht wiederkam, zeugte dies für ihn als Ungehorsam. Außerdem konnten diese Alten ihre Steuern nicht zahlen. Das Snibunna hatte sogar noch seelisch zufrieden zugeguckt, wie die alte Lucariodame ihren letzten Atemzug gemacht hatte. Wie sie gekreischt hatte war einfach zu köstlich gewesen!
Aber Kiken wusste von alldem nichts. Sie träumte einen wunderbaren Traum, von einem Regenbogensee, saftigem Grünen Gras und Feldern von Blumen.

Und als Anmerkung: Ja die Narbe ist IM Auge, nicht AM Auge.^^


Kapitel 3 Mithril

Kiken öffnete vorsichtig die Augen. Wieso war es so hell? Und dieses Bett, in welches man sie gelegt hatte glich einem Steinboden. Das Mädchen versuchte aufzustehen, aber es klappte nicht. Erst einige Anläufe später stand Kiken. Aber… das hier war doch kein Zimmer! Und das worauf sie stand war auch sicher kein Bett. Kiken senkte den Blick in Richtung Boden. Ein lauter Schrei entfuhr ihr. Das, worauf das Mädchen grade blickte… das war… ihre eigene Stadt! Sie sah die ganze Stadt von oben. Kiken staunte. Ihre Augen weiteten sich, sie wollte nichts von dem ganzen Spektakel verpassen, denn es sah so Real aus! Die Morgensonne hauchte die Stadt und alles umliegende rot an. Alles wirkte so friedlich, aber Kiken wusste es besser… Dieses Panorama, es war einfach wundervoll, egal, wie heruntergekommen die Stadt war.
“Kiken… Endlich kann ich jemanden wie dich treffen…”, sagte eine sanfte Stimme. Kiken fuhr erschrocken herum. Ein Wesen, von den eigenen Flügeln komplett verdeckt, hatte angefangen mit ihr zu reden. Es war etwa zwei Tannen groß. ”Wer b-bist du, woher kennst du meinen Namen?!”, fragte sie. “Mein Name ist Mithril. Nun, du hast den Brief gelesen, nicht? Ich bin gekommen um dir zu helfen, damit du deine Aufgabe erfüllen kannst…”, sprach Mithril weiter. “Welche Aufgabe?”, fragte Kiken weiter. Mithril blieb geduldig. “Nun, wie du schon gelesen hast, musst du meinen Bruder umbringen. Ansonsten wird die Welt nie wieder erfahren, was Freude ist. Auch wird man die Bedeutung vom Leben komplett vergessen. Aber, damit du meinen Bruder umbringen kannst, brauchst du meine Kraft. Er ist sehr mächtig. Nimm diese Kugel in dich auf… Sie wird dir im Notfall Kraft schenken.” Kiken hatte Mithril genau zugehört, aber sie hatte kein Wort verstanden. Eine Kugel… in sich aufnehmen? Wie sollte das denn funktionieren?! Als etwas ihren Fuß berührte, starrte sie erst ungläubig. Wo kam diese schneeweiße Kugel her? Sie bückte sich und hob den Gegenstand auf. Er begann von innen zu leuchten. Die Kugel wurde langsam warm. “Du musst nach Lumira, dort gibt es einen Tempel. Man wird dir alles weitere dort erklären…” Die Stimme wurde immer leiser. Kiken sah von der beinahe heißen Kugel hoch. Mithril war verschwunden. “Mithril?! Wo bist du?!”
Kiken riss die Augen auf und saß augenblicklich im Bett. “Was zur Hölle… war das?!” Kiken sah an sich runter. Mit einem lauten Schrei stand sie an der Tür. “Nein… Das, das kann nicht sein! Das geht überhaupt gar nicht! Das war nur ein weiterer Traum, sonst nichts!” Ungläubig starrte Kiken zu der Kugel, die auf ihrem Bett lag und die sie eben noch in der Hand gehabt hatte. Vorsichtig ging sie zum Bett und hob die Kugel auf. Dann konnte das eben doch kein Traum gewesen sein. Sie war nervös. Kiken wusste, dass sie jetzt auf dieses Ding aufpassen musste. Und nicht nur das! Sie sollte die Kugel auch “in sich aufnehmen”. Wie sollte das funktionieren?! Kiken versuchte sich daran zu erinnern, was Mithril gesagt hatte. “Du musst nach Lumira, dort gibt es einen Tempel. Man wird dir alles weitere dort erklären…”, rief sie sich in Erinnerung. Lumira… wo lag das? Vielleicht sollte sie Shinji fragen. Kiken stopfte die Kugel in ihre kleine Umhängetasche, zu ihrem Kästchen. Dann ging sie aus dem Zimmer. Es war ein ganz schön verwirrender Weg. Zuerst musste sie nur einen graden Flur entlang. Dann bog sie rechts ab, wieder links, zweimal rechts. Eine halbe Stunde später kam sie an der Theke der Schenke an. “Mannomann, dieser Weg ist ja schrecklich!” Nanami putzte den Boden. Alle Stühle standen auf den Tischen. Jetzt erst sah sich Kiken das Lokal erst richtig an: An den Wänden hingen Bilder vom Meer und von Blumen. An einigen Einhöhlungen der Wand standen Vasen. Die Blumen wurden immer frisch gehalten, Nanami mochte Blumen nämlich sehr. Alles in allem, machte diese Schenke einen sehr freundlichen Eindruck. “Na, Kleines! Suchst du Shinji, der schläft noch. Er ist ein Langschläfer und wenn man ihn jetzt weckt, hat er schlechte Laune.”, sagte Nanami und legte den Kopf auf den Besenstiel. Kiken nickte leicht. “Ist es normal, dass der Weg bis zum Schlafzimmer so lang ist?”, fragte Kiken neugierig. “Was für einen Weg bist du denn gelaufen? Wenn du nicht die Fluchtwege nimmst, dann brauchst du allerhöchstens zwei Minuten!” Kiken sah peinlich berührt zum Boden. Sie hätte diese komischen Pfeile an den Ecken doch beachten sollen! Sie setzte sich auf einen Hocker, an den Tresen. Nanami schüttete ihr etwas Limonade ein und putzte weiter. Dieses Kangama war so freundlich zu ihr! Kiken schlürfte die Limonade nur langsam aus.
Einige Minuten später kam Shinji in den Raum. Er reckte sich und gähnte. “Morgen.”, sagte er. Nanami summte fröhlich und nickte Shinji nur zu. Kiken stupste ihn von hinten an. “Du Shinji? Weißt du, wo Lumira liegt?” Shinji war schlagartig hellwach. “Lumira?! Was willst du in Lumira?”, rief er entsetzt. “Was ist denn so schlimm daran, dass ich da hin will? Und du scheinst zu wissen, wo das liegt, also sag es mir!”, befahl sie. Auch Nanami hatte aufgehört zu putzen und starrte Kiken nun genauso ungläubig an wie Shinji. “Du weißt schon, dass wenn du nach Lumira willst, durch den Wald musst? Und du weißt hoffentlich auch, dass bisher niemand lebend da wieder rausbekommen ist?”, sagte Nanami ruhig. Aber Kiken ließ nicht locker. “Ich muss aber dahin! Das hat man mir gesagt. Mithril hat es mir gesagt!” Shinji fasste Kiken an die Stirn. “Fieber hast du nicht… Wer zum Henker ist Mithril?!” Kiken seufzte. Sie setzte sich hin und erzählte alles über ihren Traum. Und dann, zum Beweis, holte sie die Kugel aus der Tasche. “Und hast du auch diesen besagten “Brief” noch?”, fragte Shinji skeptisch. “Ja hab ich!” Kiken zog ihr Kästchen hervor, klappte es auf und zog den Brief hervor. Dann gab sie diesen Shinji, welcher ihn genau durchlas. Er schluckte. “… Aber ich lasse dich nicht allein nach Lumira gehen!”, sagte er schließlich. Kikens Augen funkelten. “Juhuuu! Danke Shinji, DANKE! Aber vorher muss ich noch meinen Großeltern bescheid sagen! Kommst du?” Kiken war wieder ganz sie selbst. Hibbelig und aufgeregt. Shinji schüttelte den Kopf und sah Nanami an. “Und du? Willst du nicht mitkommen?”, fragte er. “Tut mir Leid, aber ich muss den Laden hier führen. Aber falls sich was interessantes ergibt, kannst du auf mich zählen! Ich werde dir alles nötige mitteilen!”
Kiken trat, gefolgt Shinji aus der Schenke “Im Portrait”. Sie machten sich auf den Weg , Kikens Großeltern lebe wohl zu sagen, um dann durch den düsteren Wald “Ombres” gehen zu können.


Kapitel 4 Getrocknete Tränen

Shinji führte Kiken durch die auch am Tag dunklen Gassen. Als sie wieder wusste wo sie war, atmete Kiken erstmal durch. Schließlich zog sie das Glutexo hinter sich her, auch wenn er selbst gehen wollte. “Kiken, lass das, ich kann auch selbst laufen.”, sagte er ruhig. Aber diese beachtete ihn erst gar nicht. Sie zog ihn erbarmungslos weiter hinter sich her. Das sah ganz witzig aus und einige Pokemon, die an ihnen vorbeiliefen, blieben stehen um das Ganze zu betrachten. Kiken war immerhin um einiges kleiner als Shinji.
Sie machte erst vor dem Haus -oder eher Bruchbude- halt. “Nun ja… an den Orten, an denen ich sonst schlafe ist es wahrscheinlich gemütlicher. Solche Orte sind feuchte Gassen und steinige Böden…”, sagte Shinji. Kiken sah ihn böse an, aber er grinste nur. “Jetzt komm!”, fauchte sie. Dann schob das Mädchen Shinji ins Haus. Der junge Mann sah sich argwöhnisch um. “DAS ist ein ZIMMER? Du kannst ja echt froh sein, hier wegzukommen!”, sagte Shinji mit ernster Miene. Kiken schüttelte den Kopf. “Normalerweise sieht es hier GANZ anders aus… Hier ist was passiert…” Sie strich mit dem Finger über die Trümmer. Man hatte alles zerstört. Gedankenversunken betrat sie die Küche. Erst als sie über etwas stolperte sah sie sich genau um. Kiken starrte den Arm fassungslos an, über den sie gestolpert war. Dann drehte sie ihren Kopf nach vorne. Ein ohrenbetäubender Schrei hallte durch das Haus und die umliegende Gegend. “Was ist los?”, rief Shinji rüber. Er stellte die einigste Kerze des Hauses wieder an den vorigen Platz. Dann ging er in die Küche. Plötzlich blieb Shinji wie angewurzelt stehen. Er starrte nicht auf die Leiche von Kikens Oma, sondern auf das Umliegende: Das Blut. Shinji torkelte zurück. Er musste sie übergeben. Nun, Shinji konnte fast alles ertragen, aber er konnte kein Blut sehen. Deswegen war er auch Vegetarier. Dies wussten nicht viele, aber die, die es wussten lachten deswegen über ihn.
Kiken begann zu weinen. Sie hatte auch die Leiche ihres kopflosen Opas bemerkt, was sie nur noch mehr geschockt hatte. Die Tränen flossen, heiß wie sie waren, über Kikens Gesicht. Es schien, als könnte sie einen Fluss weinen. Das Mädchen hatte leere Augen. Sie blieb auf dem Boden liegen. “Wer… wieso… wieso… Was… WAS IST HIER PASSIERT?!”, kreischte sie, ehe ihr die Stimme versagte. Ein Klos steckte in ihrem Hals, so schien es zumindest. “Sie, sie können nicht tot sein! Das geht einfach NICHT!!”, hauchte sie, da sie nicht viel mehr raus brachte. Die Leichen blieben Leichen. Regungslos und starr waren sie und bewegten sie sich kein Stück. Kiken weinte und weinte. Sekunden wurden zu Minuten. Eine bekannte Stimme hallte durch ihren Kopf. “Trauer nicht… ihnen geht es gut…” Kiken schluckte heftig. Sie fasste sich ans Herz. Wieso wusste sie nicht, aber sie vertraute der Stimme. “Ich… ich w-werde euren Mörder… ich werde ihn finden und töten, so wahr ich hier stehe!”, flüsterte sie. Kiken stemmte sich auf die Beine. Innerlich würde die Trauer nie verklingen, das wusste sie aber diese Stimme… Sie verstand den Sinn der Worte. Man konnte es nicht rückgängig machen, auch wenn man wollte. Außerdem könnte ihnen dort nichts passieren, sie glauben an dich, Kiken. Das Mädchen wusste, dass diese Worte wahr waren. Sie wusste es instinktiv. Sie wischte sich die tränen aus dem Gesicht. Getrocknete Tränen…
Sie brauchte eine Weile um sich zu fassen. “Shinji, komm, wir verschwenden hier nur unsere Zeit… Wertvolle Zeit.” Ihr Gesichtsausdruck verriet, wie ernst sie es meinte. Shinji drehte sich um. Sein Magen rumorte noch immer etwas, aber wenigstens musste er nicht mehr brechen. “Hättest du mich nicht vorwarnen können?”, jammerte er. Er sagte nichts dazu, dass Kiken so plötzlich weg wollte, sie hatte bestimmt ihre Gründe. Trotzdem kitzelte es an seiner Zunge, sollte er Kiken noch ein wenig necken? Schlussendlich ließ er es sein und folgte ihr einfach aus dem Haus. Dann übernahm Shinji die Führung. Er musste ihr noch etwas erklären. “Kiken?”, fragte er. Kiken sah kurz hoch, innerlich war sie bei ihren Großeltern. “Was denn…?” “Ich muss dir etwas erklären. Wir werden nicht einfach aus der Stadt rauskommen. Wir müssen die Wachen am Tor ablenken. Sie werden uns hier nicht rauslassen. Nun ich habe keine Ahnung wieso und warum, aber kein normaler Bürger darf die Stadt verlassen. Meinst du, dass du es schaffst die Torwachen abzulenken?” Kiken sah Shinji entgeistert an. “Wieso soll ich die Wachen ablenken?!”, fragte sie etwas laut. Einige Pokemon schienen dem Gespräch interessiert zuzuhören. Das Glutexo sah wütend zu Kiken. Er zischte ihr zu: “Ruhe! Das muss niemand mitkriegen! Außerdem sollst du die Wachen ablenken, damit ich das Tor öffnen kann, dass wird nämlich sehr schwer!” “Und woher weißt du das?!” “Weil ich… weil ich… Ach vergiss es, mach es einfach!” Kiken gab sich zufrieden. Beleidigt folgte sie Shinji. Die Straßen beachtete sie nicht.
Wenig später erreichten sie das Osttor. Shinji versteckte sich, damit niemand ihn sah. Kiken trat vor. Sie ging direkt zum Tor. “Wetten ihr seid zu dumm um mich zu fangen? Bestimmt komme ich hier ganz leicht raus, weil ihr Hohlbirnen eh nichts könnt! Und so dumm wie ihr seid, seht ihr auch aus. Naja, aber… ich will euch nicht zu Nahe kommen, eure Dummheit ist bestimmt ANSTECKEND! Was ist? Zu dumm um die Tür auf zu machen?”, rief Kiken herausfordernd zum Häuschen, in dem sich die Wachen befanden. Plötzlich kamen sie herausgestürmt. Die Gesichter waren rot vor Wut, die Augen funkelten böse… Aber das war es nicht, was Kiken angst machte. Nein es war etwas ganz anderes. Unter den Wachen befanden sich zwei Sichlor. Die waren doch viel schneller als sie! Kiken streckte ihnen die Zunge heraus. Dann rannte sie los, da sie sah, wie ein Donphan eine Walzer-Attacke startete. “Shinji, beeil dich bitte…”, dachte sie. Nun musste sie schnell überlegen. Sollte sie auf die Mauer oder auf die Dächer? Kiken entschied sich für die Dächer. Sie rannte in Richtung Marktplatz. Dann hechtete sie um eine Ecke in ein leer stehendes Haus. Die Treppe links hoch und sie war auf dem Dach. Ihre Tasche behinderte sie ein wenig beim Laufen, aber sie konnte sie nicht einfach wegschmeißen. Immerhin befanden sich die Kugel und der Brief darin. Kiken war schon über einige Dächer hinweg gesprungen, ehe sie bemerkte, dass nur noch eins der vier Pokemon ihr folgte. Das Donphan hatte auf einem der Dächer halt machen müssen, es hatte wohl große Höhenangst. Sie wurde nur noch von einem Jungglut verfolgt… Wo waren die Sichlor?! Sekunden später wusste sie, wo sie sich befanden, aber erst nachdem sie hart von einer Klinge getroffen und von dem Dach geschleudert wurde. Kiken stand die Angst ins Gesicht geschrieben. Sie fiel, konnte nichts daran ändern. So viele Fragen schossen ihr durch den Kopf: Hatte Shinji es geschafft, das Tor zu öffnen? Würde sie das hier überleben? Wenn ja, wie sollte sie es zum Tor schaffen, ihre Knochen würden bei dem Aufprall doch nicht heile bleiben. Musste es so zu Ende sein? Jetzt schon? Aber schließlich landete Kiken weich in einem Berg von Stoffen. Erst einige Sekunden später hatte sie sich gefasst. Sie schaufelte sich durch die Stoffe und rannte in Richtung Osttor, gefolgt von vielen Augenpaaren. Die Sichlor hatten es nicht für nötig gehalten, weiter nach dem Riolu zu jagen, denn so etwas würde sie bestimmt nie wieder wagen. Aber dann sahen sie in der Ferne Kiken auf das Tor zurennen. Das wäre ja eigentlich nicht so schlimm gewesen, wenn das Tor zu wäre… Wenn! Wer hatte es geöffnet? Niemand durfte aus der Stadt raus!
Kiken bemerkte, dass sie wieder verfolgt wurde. Sie rannte durch das Tor hindurch, aber ohne auf die Umgebung zu achten rannte sie weiter, in den Wald hinein… Ihre Umrisse waren kaum noch zu erkennen und dann verschwanden dann. Shinji war Kiken hinterher aber einige Zeit später hatte er sie verloren. “Kiken! KIKEN!”, rief er in den Wald, doch die Antwort kam nicht…
Die Wachen waren vor dem Wald stehen geblieben. Ihr Grinsen verriet, dass sie wenig Hoffnungen auf das überleben der beiden Ausreißer hatten.
Zuletzt geändert von Dragonir am 30.01.2009, 19:12, insgesamt 8-mal geändert.
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Re: Und am Ende scheint ein Li...

#445777 von Mister Stolloss
25.01.2009, 12:18
Was soll ich nur sagen, ein wenig brutal, den armen Opa einfach niederzustechen. Aber, aus diesem ersten Kapitel kann man schon vieles herauslesen, was nicht drin steht und vielleicht auch im Laufe der Geschichte erwähnt wird. Mir gefällt es jedenfalls.
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Re: Und am Ende scheint ein Li...

#445817 von Dragonir
25.01.2009, 12:58
ja das sollte ich vllt. in den Startpost editieren... Es werden einige anstößige sachen in den folgenden kapis drin sein, da darf man sich nicht wundern...

kapi 2 ist on^^
Zuletzt geändert von Dragonir am 26.01.2009, 18:49, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Und am Ende scheint ein Li...

#445836 von arkani88
25.01.2009, 13:25
Bitte editiere die Kapitel stets in den ersten Post, siehe Regeln des FF Bereichs:
In seinem Thema werden die Kapitel immer in den ersten Post editiert. Es darf aber ein Post gemacht werden, um die User darauf aufmerksam zu machen.
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Re: Und am Ende scheint ein Li...

#445853 von Dragongaga
25.01.2009, 14:00
Ja...
Ein bisschen morbid, aber ich als Wiener hab da auch nix dagegen (immer diese Vorurteile)^^
Erinnert mich iwie an Eragon1, falls den wer gelesen hat. :huh:

Bin auf jeden Fall gespannt wies weitergeht

Ansonsten, hör bitte auf arkani88 ;)
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Re: Und am Ende scheint ein Li...

#445964 von N-Friend
25.01.2009, 16:03
Ein wirklich interessanter Anfang einer Geschichte. Ich bin schon gespannt wie es weitergeht, fröhlich wird sie wohl nicht werden.
Was mich aber stört ist der Block, formatiere den Text bitte richtig, es ist sehr schwer zu lesen (jetzt klinge ich ja schon wie blondi...)
Und bitte höre auf Arkanis Rat.

btw:
Einleitung hat geschrieben:Diese FS wird in einer völlig neuen Region spielen.

;)

Dragongaga hat geschrieben:Erinnert mich iwie an Eragon1, falls den wer gelesen hat.

Gibt es häufiger, das solche Geschichten an Eragon erinnern. Aber entscheidene Punkte sind ja doch anders ;)

mach einfach mal weiter^^
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Re: Und am Ende scheint ein Li...

#446539 von Dragonir
26.01.2009, 18:46
N-Friend hat geschrieben:Ein wirklich interessanter Anfang einer Geschichte. Ich bin schon gespannt wie es weitergeht, fröhlich wird sie wohl nicht werden.
Was mich aber stört ist der Block, formatiere den Text bitte richtig, es ist sehr schwer zu lesen (jetzt klinge ich ja schon wie blondi...)
Und bitte höre auf Arkanis Rat.

btw:
Einleitung hat geschrieben:Diese FS wird in einer völlig neuen Region spielen.

;)


öhm... ff geht aber auch. fs ist die abkürzung von fanstory, während ff die abkürzung von fanfiction ist .... ist das nicht eigentlich das gleiche =/

@Dragongaga: rly? nun ja eigentlich hab ich mich überhaupt nicht an eragon orientiert, ich mag das buch nicht sonderlich xD ich denke es wird aber bald nicht mehr so sein^^

so kapi 3 ist on... viel spaß beim lesen^^
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Re: Und am Ende scheint ein Li...

#446543 von blond angel
26.01.2009, 18:49
...
N-F hat FS rot markiert, weil man für eine Geschichte von einem Fan gebräuchlicherweise FanFiction (FF) sagt, währen man mit FS eigentlich FanSeite meint.
Er dachte (und ich btw auch), dass du dich verschrieben hättest, weil man eigentlich immer FF und nicht FS sagt.
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Re: Und am Ende scheint ein Li...

#451053 von Evolution RKO
04.02.2009, 20:27
Wow coole aber brutale FS :)
aber so brutal ist es wirklich nicht.....
Bei Harry Potter z.B. stirbt jeden tag einer lol...
Naja B2T:
Also mir gefällt diese FS sehr gut weil sie spannend ist und gut erzählt wird!
Bin gespannt was noch so alles kommt
Ich werd die FS aufjedenfall weiter lesen!
mfg Evo
Edit:
Achja warum steht in der Überschrift Kapitel 3 ist on obwohl schon das 4 Chap da ist?
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Re: Und am Ende scheint ein Li...

#459819 von etlang
21.02.2009, 15:26
is a super gschiecht :D und ich finds nicht so schlimm das sie so Brutal is
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Re: Und am Ende scheint ein Li...

#459867 von Ted
21.02.2009, 16:17
Mir gefällt die FF auch, man kann sich auch schon in den ersten Kapiteln ein Bild davon machen worum es sich dann handelt/was dann passieren wird. Es wird auch gut erzählt und ist schon am Anfang spannend.
Ich werd aufjedenfall weiterlesen!
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Re: Und am Ende scheint ein Li...

#843211 von RedRiolu
11.10.2011, 23:26
Ich fand die Geschichte toll. Das mit der Oma und mit dem Opa war schon sehr dramatisch und um ehrlich zu sein ich musste auch ein bischen weinen weil mein Opa vor einiger Zeit gestorben ist. Klasse Ff :) .
Weiter so ;) .
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Re: Und am Ende scheint ein Li...

#843218 von PokereakXD
11.10.2011, 23:50
Einfach nur geile Fanfiction. War zwar etwas brutalerle wie das Snibunna dem Opa das Köpfchen angeschwiegen hat aber mir gefällts :evil: :evil:

Weiter so!
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Re: Und am Ende scheint ein Li...

#918843 von Yukikuro
06.09.2012, 12:59
Hab die Geschichte jetzt erst gefunden... Auf jeden Fall supermegatoll! Aber schreibst du noch weiter? :(
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