Re: [K] Glaubt ihr an Gott?

#891311 von DerSpieler
12.04.2012, 00:44
Ich bin (wenn ich alles korrekt interpretiere) hier der Meinung von "Mister Stolloss", auch wenn ich in einigen Punkten noch ein paar Dinge zu ergänzen hätte. Ich werde mal versuchen zu den einzelnen Punkten Stellung zu nehmen ohne zu zittieren XD

Ganz allgemein werde wohl viele Eigenschaften Gottes und religiöse Symbole (wie Himmerl oder Hölle) viel zu physisch gedeutet. Wir sind uns nämlich sicherlich einig, dass ein hypothetisches Leben nach dem Tode auf einer anderen (nicht materiellen) Ebene aublaufen wird. Aus unserer Sicht sind hier Begriffe wie "Ort" oder "Körper" dann wohl unangebracht und im besten Fall methaphorisch zu deuten.

Das "Müll" bespiel ist doch absolut fehlerhaft. Nur weil nicht aus jeder beliebigen Konfiguration an Elementen Leben ensteht, heißt es doch wohl nicht, dass es unmöglich von alleine entsteht oder?
Aus einem Haufen Metall wird halt einfach kein Wasser aber aus einem Eiswürfel entsteht es von ganz alleine nicht wahr?
Die Aussage zu den Atomen finde ich dennoch lustig, da man natürlich die Naturgesetze als den Willen Gottes interpretieren kann und diese führen offenbar zu Lebewesen. Mit dieser Sicht der Dinge stimme ich der Aussage zu ^^ - aber ich befürchte es war anders gemeint...

Die Aussage zum Herzen muss ich leider auch demontieren.
Es gibt doch längst künstliche Herzen. Der Grund warum diese einen elektrischen Anschluss benötigen ist der, dass unsere Technologie nunmal (noch nicht) auf die Energiequellen im menschlichen Körper anspricht. Das Prinzip nach dem das Herz funktioniert ist aber wie gesagt bereits gut verstanden. Ich meine btw. gelesen zu haben, dass es mitlerweile Computerchips gibt, die man Insekten einsetzen kann, die ihre Energie (wie Körperzellen) aus dem Zucker im Blut erhalten (Leider will di Quelle atm nicht gefunden werden). Die Aussagen die quasi einen "Göttlichen Funken" implizieren sind jedenfalls längst überholt.

Man sollte Gott wohl weniger driekt in der Natur oder im menschlichen Körper suchen. Es mag wesentlich mühsamer sein aber sich mit Naturgesetzen zu befassen bringt einen vermutlich näher an Aussagen darüber, wie (falls überhaupt) ein Gott die Welt geschaffen hat.

Leider suchen Menschen was diese Dinge angeht immer nach einfachen Antworten es ist aber wie mein Reli Lehrer immer sagte: "Einfache Antworten gibt es nicht".

@Schutzengel: Ich würde mich trotzdem über weitere Beiträge in dieser Richtung (vielleicht Gegenargumente zu meinen) freuen, da die Diskussion hier wegen des Überschusses an intelligenten Atheisten sonst schnell langweilig wird.
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Re: [K] Glaubt ihr an Gott?

#891369 von -_DarkAngel_-
12.04.2012, 13:31
Schutzengel hat geschrieben:viele glauben nicht an gott, da sie meienn das wenn es einen gäbe, es niemals so viel leid auf der welt gäbe. aber nicht gott hat all das böse in die welt gebracht, sondern wir menschen. gott hat uns einen freien willen gegeben, so das wir tun können was wir wollen ohne das gott uns erst befehle geben muss.
und ausserdem, gäbe es keinen gott, dann wäre das viele leid doch schon viel größer geworden, er hilft eben auf seine art und nicht so wie wir menschen das manchmal möchten.
viele denken wohl, gott soll gefälligst auf einer wolke runter auf die erde steigen und mit eienm mächtigem licht alles leid und elend vernichten. alter, gott hilft im kleinen. ohne gott wäre die umweltverschmutzung wohl schon so weit fortgeschritten, das der ganze planet unbewohnbar wäre. er hätte ihn auch einafch in seiner endstehungszeit zu einem felsbrocken wachsen lassen können.


Ach, wie du da im unrecht liegt. Ja, manche Menschen glauben nicht an Gott, die Gründe hast du genannt.
Ich gehe auf einer katholischen Mädchenschule, und uns wird auf die Frage ''Warum lässt Gott so viel Leid zu?'' diese Antwort gegeben; er hat uns die Freiheit geschenkt, sonst wären wir nicht das, was wir jetzt sind. Gäbe es kein Leid, gäbe es auch keinen Mitleid und keine Reue.
Diese Sachen lerne ich und andere Schüler auswendig. Aber ich habe andere Gründe, warum ich nicht an Gott glaube, wirst du schon weiter unten lesen...

Schutzengel hat geschrieben:kurze erläuterung, denkt ihr wirklich unsere ausgeprägte gefühlswelt hat sich im laufe der jahre entwickelt? da muss doch einafch jemadn dabei gewesen sein der uns gefühle, gedanken und leben eingibt.

Biologisch gesehen ist das gut möglich. Wir sind alle durch Einzeller entstanden, die sich weiterentwickelt haben. Wir waren einmal Affen, bis wir uns immer weiter zum Menschen entwickelt haben.
Ich stelle dir mal eine Gegenfrage, denkst du wirklich, dass wir die einzigen 'Gefühlswelt ausgeprägten' Wesen sind? Es gibt vielleicht eine Hand voll Menschen, die es herausgefunden haben.

Schutzengel hat geschrieben:wir menschenleben, dadurch das unserer herz unaufhörlich schlägt, aber wer bringt es zum schlagen? wer haucht dem winzigem baby im mutterleib leben ein?
würde man in einem menschen ohne herz eine pumope einsetzen, würde sie trotzdem nicht arbeiten und pumpen, da müssen wir menschen eine batterie oder was auch immer dazutun damit sich was tut. und so ist es wie mit dem menschen, gott musste erst ein stück leben uns einsetzen damit unser herz anfängt zu schlagen und unserer gehrin anfängt zu denken.

Wenn unsere Organe gut funktionieren, dann funktioniert auch unser Körper. Das hat nichts mit Gott zutun, es ist ein Kreislauf. Es gibt leider sehr viele Menschen, auch Kinder, wie du in den Nachrichten siehst, die ein Kunstherz haben. Lange halten sie es nicht damit aus, weil die Technologie es noch nicht erlaubt, aber sie leben und sie warten auf auf ein Spenderherz.
Natürlich, wenn eine Störung des Gehirns vorliegt funktioniert nichts mehr, unsere Organe können noch Arbeiten, aber unser Denken liegt nicht, wie ich viele immer hören tue, in Herzen sondern im Gehirn. Das ist nicht nur bei Menschen so, sondern bei allen mir bekannten Lebewesen. Deine Argumente lassen sich von mir durch die Wissenschaft gegen argumentieren.
Noch etwas nebenbei: Kennst du das Schaf Dolly? Wenn ja, weißt du worauf ich hinaus will ;)

Schutzengel hat geschrieben:ich denke das das universum irgendwie halt endstanden ist, aber gott sahs dahinter und hat dafür gesorgt das alles sich so entwickelt so wie es sich entwickelt hat, es kann ja sein das sich die verschiedenen lebensarten auf der erde entwickelt haben, aber ohne einen der das alles kontroliert hat, könnte so was gar nicht endstanden sein.
z.b. müll entickelt sich ja auch nicht in ein paar tausend jahren zu einer raupe oder was auch immer. er bleibt müll bis einer wie gott sagt er soll seine blöden atome so ändern das er ein lebewesen wird. :]

Da muss ich Mister Stolloss recht geben, so etwas kann ich bei Gläubigen auch nicht leiden.
Ich könnte dir jetzt physikalische, biologische und chemische Prozesse nennen, die dir einen der Gründe des Entstehens nennen könnten, aber am Ende würdest du sie eh nicht verstehen.
Wieso sind so viele Gläubige der Meinung, Gott hat alles erschaffen und schweißen nicht mal ihre Graue Zellen zusammen um zu denken, dass das auf rein normalem Wege entstanden ist? Hier würde ich raten: bisschen besser in den naturwissenschaftlichen Fächern in der Schule aufpassen und weniger an den nicht bestätigten Gott glauben.
Natürlich sind nicht alle Christen so, aber du.

Gut, jetzt schreib ich ein bisschen über meine Meinung.
Ehrlich gesagt finde ich es im Moment gut, dass es einen Glauben gibt, oder viele. Die Menschheit ist noch nicht so weit, um Wahrheiten zu akzeptieren. Viele sind noch nicht von dem Willen so stark oder fortgeschritten, dass sie nach vorne Blicken könnten. Daher gehen sie in die Kirche, tuen ihre Buße. Setzen Hoffnungen.
Religion richtet sehr viel schlimmes an, viele schlimme Kriege, tote. Aber manchmal hilft sie auch den einzelnen Menschen sich an die Gesetze des Zusammenlebens zu halten. Oder auch andersrum, wie wir in Oslo und am 11.09.01 sehen konnten.

Ich glaube nicht an Gott. Es gibt viele Gründe dafür. Langsam beginnt sich die Welt vor mir zu öffnen, es gibt überall logische Erklärungen für etwas, und das fällt mir erst jetzt auf. Vor zwei Jahren habe ich noch jede Nacht für eine bestimmte Person gebetet, ohne, dass ich überhaupt richtig an Gott geglaubt habe. Und ich habe mich immer selbst zum Narren gemacht. Ich sehe es doch selbst vor mir, langsam nimmt die Zahl der Gläubigen ab, das sehe ich auch in meiner katholischen Schule.

Jetzt geht es mir viel besser. Ich bin stärker, gestehe mir Fehler ein und beruhe mich nicht an einen irren Gedanken, Gott habe es gewollt / hat es mir verziehen. Es ist schwer, in einer Familie zu leben, die an Gott glauben, die Ostern und Weihnachten feiern. Beide meine Eltern glauben an Gott, und es bringt nichts, mit ihnen zu diskutieren, weil sie immer irgendetwas abzustreiten haben, also habe ich es gelassen, bis ich ihnen Beweise liefern kann.
Ich glaube an nichts, sondern ich weiß, was ich sehe. Und ich weiß, dass jeder Mensch eine Verstand mit einer gewissen Macht hat. Aber nicht jeder Mensch ist in der Lage, diese Macht zum austreten zu bezwingen.

Noch nebenbei:
DerSpieler hat geschrieben:@Schutzengel: Ich würde mich trotzdem über weitere Beiträge in dieser Richtung (vielleicht Gegenargumente zu meinen) freuen, da die Diskussion hier wegen des Überschusses an intelligenten Atheisten sonst schnell langweilig wird.

Haha, diese Atheisten haben gelernt, die Augen nicht mehr vor den Wahrheiten, die um ihnen liegen, zu verschließen :), aber ich bin kein Atheist.
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Re: [K] Glaubt ihr an Gott?

#891384 von DerSpieler
12.04.2012, 15:05
Ich sehe mich ebenfalls nicht als Atheist. Aus christlicher Sicht finde ich das quasi gezwungene Gebet der Katholiken aber auch irgendwie merkwürdig, da
Math. kap.6 vers 8 hat geschrieben:Euer Vater weiß, was ihr bedürfet, ehe ihr ihn bittet
...was bleibt da noch zu interpretieren? (Solange es dem Betenden danach besser geht...)

Religiöse Feste zu feiern ist aber wohl auch für einen Atheisten kein Problem (zumindest in der westlichen Welt). Es werden ja in der Regel keine Tiere (oder Menschen) geopfert und auch sonst sind die Feste doch eher mit Geschenken verbunden als mit Pflichten. Da
Evangelium: Mk 2, 23-28 hat geschrieben:Der Sabbat ist für den Menschen da, nicht der Mensch für den Sabbat


Ganz unabhängig davon, sind Wissenschaft und Religion doch keine Feinde. Bei ordentlicher (und moderater) Interpretation von heiligen Schriften, sind diese sehr gut Verträglich mit Wissenschaftlchen Erkenntnissen. Wer natürlich seine eigene Interpretation als absolut korrekt ansieht ist zwar gotteslesterlich "Die Wege des Herrn sind unergründlich" kann aber sehr einfach die Wissenschaft verfluchen.
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Re: [K] Glaubt ihr an Gott?

#891775 von jingdoo
14.04.2012, 12:23
DerSpieler hat geschrieben:... da die Diskussion hier wegen des Überschusses an intelligenten Atheisten sonst schnell langweilig wird.

Da hier nach dummen Christen verlangt wird, fühl ich mich mal angesprochen :3

Also wie ich in den letzten Beiträgen so verfolgen konnte geht es um die Entstehung der Welt, Gläubig gegen Ungläubig, ob ein künstliches Herz schlagen kann, warum man glaubt, warum man nicht glaubt, wo die Gefühle herkommen, was man im Religionsunterricht lernt, Himmel und Hölle, wie Gott in die Welt eingreift und zu guter letzt religiöse Feste.

Da ich ja sonst nirgendwo klugscheißern kann, versuch ich hier mal mein Glück. Vorweg sollte ich sagen, dass ich selbst an Gott glaube, mich prinzipiell aber auch mit dem Urknall anfreunde und sonst vermutlich auch sehr schnell beeinflussbar in meiner Meinung bin, was mir aber nichts ausmacht, da ich das dann schon merke und mir sage 'HALT STOP!' und dann passt das wieder.. :3

Also zuerst mal die Entstehung der Welt. Wie schon gesagt, ich kann mich mit dem Urknall anfreunden, bzw. ist es mir unausweichlich da er teilweise schon bewiesen ist. Allerdings gibts da natürlich auch Lücken oder ziemlich viele Zufälle wo es mir mein naives Hirn erlaubt, Gott einfließen zu lassen. Meinetwegen gab es den Urknall, aber ich denke, Gott hat das schon seine Hand drüebr gehalten, sprich es so geschehen lassen, wie es geschehen ist. Er hätte ja auch einfach mit dem Finger schnipsen können und tataaaaaa - die Erde wäre entstanden. Hat er aber nicht und wenns selbst der einfache Grund wäre, dass der Mensch sich wichtig machen muss oder sein kritisches Denken ausleben kann.

Nun zu 'gläubig und ungläubig'. Ich denke, dass es viele Menschen gibt, die nicht glauben, weil es 'uncool' ist, nicht in unsere Gesellschaft, nicht in unser Denken hineinpasst. Die Angst vor Ablehnung ist da sicherlich auch gut ausgeprägt, so ist es jedenfalls bei mir. Ich gebe mich nach außen hin wie jeder andere, mache das, was andere tun, sage das was andere tun und manchmal denk ich mir 'Hey, eigentlich ist das doch gar nicht deine Meinung..!', aber aus Angst, ausgelacht zu werden leugne ich manchmal auch meinen Glauben. Ich bin doch ein wahrer Musterchrist, gehe nicht in die Gemeinde, leugne vor anderen, an Gott zu glauben und gebe irdischen Gütern einen zu hohen Stellenwert in meinem Leben. Hi. Das bin ich :3
Unt trotzdem habe ich einen Weg gefunden, meinen Glauben auszuleben, aber eben auf meine Art. Ich bete, wenn ich mich abends ins Bett lege und spiele regelmäßig ein paar Lobpreis-Lieder... der Lobpreis war btw. auch das einzige im Gottesdienst, was ich gut fand. Und ich rede hier nicht von Orgelmusik und Sprechgesang, sondern von einer soliden Band (oder auch Ansingeteam).

Die Sache mit dem Herzen beachte ich mal nicht weiter, da ich zum einen nicht durch die Komplexität durchsteige und zum anderen nicht daran zweifle, dass man eines Tages voll funktionstüchtige Herzen entwickelt hat. Dann kommen die Anderen Organe dran, wer hätte nicht gerne eine neue Leber? Man geht doch gerne mal am Wochenende einen drauf machen.

Nunja, warum man glaubt / warum man nicht glaubt. Ich habe zuerst geglaubt, da ich in einem christlichen Elternhaus aufgewachsen bin. Das ist an und für sich nichts schlechtes, auch wenn ich es mir manchmal anders gewünscht habe. Aber fragt man mal mich, ob ich gerne anders aufgewachsen wäre - nö. Fragt man wen, der das ist und ob der gerne wie ich aufgewachsen wäre - nö. Whatever, als Kind war ich halt standartmäßig sehr naiv, in Bezug auf die Bibel fand ich den Fundamentalismus sehr toll und tat immer recht fromm. Aber man wird ja nicht jünger, entwickelt sich weiter, und somit hab ich dann auch mal gelernt, davon loszulassen und 'mein eigenes Ding' durchzuziehen, bzw. meine eigene Art mit den Dingen des Lebens fertig zu werden. Ich habe Gott nie vollkommen aus meinem Leben ausgeschlossen, aus wichtigen Entscheidungen ja, aber irgendwo war immernoch etwas Platz oder das schlechte Gewissen. Ich denke, wenn man selbst keine Beziehung/lebendige Beziehung zu Gott hat, kann man das auch nicht nachvollziehen, stempelt es als Hirngespinst ab und zeigt Verachtung. Aber hey, das ist schon okay, ich bins gewohnt.

Ich streite es nicht ab, dass sich Gefühle entwickelt haben, beeinflussbar sind und an kleinen Dingen wachsen. Aber ich als dummer Christ glaube natürlich, dass Gott da seine Finger im Spiel hat, vielleicht nicht überall und nicht unbedingt bei kleinen Erdmännchen, aber bei uns Menschen kann ich mir das schon gut vorstellen. Erklären möcht ich das jetzt aber nicht, da da eh nur Mist rauskommt, ich mir wiederspreche oder alles so schwach rüberkommt, dass es eh kein Gewicht hat.

Höhö, ja, Religionsunterricht.. Wenn der Lehrer selbst keine Beziehung zu Gott hat und den Schülern vermitteln will, wie man als Christ so lebt und wie man die Bibel am besten interpretieren sollte, ist das als würde ein Blindern dem Lahmen den Weg erklären :'D
Wobei ich eh denke, dass jeder seinen eigenen Zugang zur Bibel finden sollte, kleine Definitionen an denen man sich langhangeln kann, sind ja kein Thema, im Gegenteil, den meisten hilfts vermutlich. An sich find ich den Religionsunterricht auch nicht schlecht, auf Sekten bezogen ist er sogar recht sinnvoll, damit man weiß, wovor man sich in Acht nehmen muss :P

Zum Himmel und zur Hölle hab ich irgendwo früher schonmal was geschrieben, wenn ich mich recht entsinne. Und ja! Ich habs gefunden :D
jingdoo hat geschrieben:So, nun zur Frage, wo sich denn nun der Himmel/die Hölle befinden.. Höhö, nunja, nicht hier xD
Paralleluniversum wäre vermutlich eine vorstellbare Möglichkeit, aber nicht als solches zu bezeichnen. Himmel und Hölle sind Orte, die wir weder erreichen, noch nachweisen können. Sie existieren, aber nur für diejenigen, die sich das wirklich vorstellen können und auch daran glauben. Wie auch immer. Sowohl Himmel als auch Hölle sind nur durch den Tod zu erreichen. Wenn man denn daran glaubt/glauben möchte.

Im Nachhinein kann ich natürlich sagen, dass sie für jeden existieren können, aber ernsthaft nur für diejenigen vorstellbar sind, die auch an Gott glauben. Ich kann mir auch denken, dass manche Menschen nur gläubig sind und fromm tun, weil sie schiss davor haben, dass sie in die Hölle kommen.. Wobei ich das irgendwie falsch finde, wenn man aus Angst zu Gott findet. Aber das ist ein anderes Thema.

Zu der Vorstellung, wie Gott einem zeigt, dass es ihn gibt, dass er wirkt, hab ich mMn auch irgendwo schon was geschrieben.. ah ja.
jingdoo hat geschrieben:Gott gibt uns doch Zeichen, nur erkennen wir sie oftmals nicht als solche. Es sind die kleinen Dinge im Leben, auf die man achten sollte. Wenn man unter Zeichen versteht, dass Gott einem erscheint und einem sagt 'Hey, hier bin ich. Es gibt mich!', dann hegt man falsche Erwartungen. Ich persönlich stelle mir Zeichen eher als Gefühle oder Emotionen vor, die man wahrnimmt, aber nicht als Zeichen einstuft. Oder halt kleine Dinge, wie eine Blüte zu ungewöhnlicher zeit (und damit meine ich nciht, dass im Winder eine Orchidee im Garten wächst) oder warme sonnenstrahlen auf der haut, wenn man, wenn man auf dem fahrrad durch die Kälte fährt. Keine Ahnung, klingt vermutlich total naiv, banal oder was auch immer. Aber nunja. ich finds irgendwie schön, dass ich nciht alles dem Zufall überlasse, sondern einfach gelegentlich merke, dass ich geliebt werde.

Nunja, so ist der momentane Stand bei mir auch. Mit der Sonne ist es besonders intensiv. Ich hab mich mal an mein Fenster gesetzt, der ganze Himmerl war bewölkt. Ich liebe es aber, wenn mir die Sonne direkt ins Gesicht scheint und ich etwas lesen kann und dabei einen Eiskaffee trinke. Vormittags wars auch noch etwas schön, deswegen war ich etwas enttäuscht. Well, dann haben sich die Wolken verzogen und die Sonne kam raus. Ich war in dem Moment so verdammt glücklich, schon fast peinlich.. Und blabla, ja, das war bestimmt Zufall, mir doch egal, ich bin naiv, das war Gott.

Soooo, zum Schluss noch die religiösen Feste. Irgendwie find ich es ja schon fast unverschämt, dass Leute, die nicht an Gott glaube, trotzdem Weihnachten, Ostern, Himmelfahrt und Pfingsten feiern. Wenn sie nicht an den Weihnachtsmann glauben, was gibt es denn dann zu feiern? Und dass ein Hase Eier legt, brauch ich denk ich mal nicht weiter auszuführen. Nunja, sollen sie halt feiern, dass der Baum so schön geschmückt ist und man so viele Geschenke bekommt und dass Ostern ein Fest der Schokolade (SCHOKO *v*) ist. Aber dann find ichs irgendwie blöd, wenn man sich über Leute lustig macht, denen die Feste selbst etwas sagen, die damit etwas anfangen, die sich damit beschäftigen oder wenigstens mal dran denken. Aber davon war ja gar nicht die Rede, danken wir einfach Jesus, dass wir momentan (jedenfalls ists bei mir so) Ferien haben dürfen um dann mit viel Energie und Elan in die neue Schulwoche starten dürfen. Jippie ^o^ - gar nicht mal so gut..

Viel Spaß beim Auseinandernehmen, kritisieren, Anzweifeln und Kommentieren. Für den Notfall hab ich noch mehr auf Lager :P
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Re: [K] Glaubt ihr an Gott?

#891836 von DerSpieler
14.04.2012, 15:45
Wow! Jetzt hab ich schon zahlreiche PMs und Antwortbeiträge wegen des winzigen Satzes am Ende meines Beitrags bekommen.
Ich muss mir unbedingt wieder einen so provokativen Endsatz einfallen lassen um die Diskussion am Laufen zu halten.

Aber mal im ernst, ich wollte mit "intelligente Atheisten" nicht sagen, dass Atheisten klüger sind als andere Menschen sondern ledigleich, dass es hier intelligente Leute gibt die (zufällig) Atheisten sind und darum Argumente pro-Religion nur selten auftreten - und wenn doch nur selten gut begründet oder formuliert. Man könnte natürlich mutmaßen, dass intelligente Menschen dazu neigen etwas skeptischer zu sein, was das "Glauben" angeht aber das ist wohl eine andere Diskussion.

Zuerst mal was zum geliebten Urknall. Die Begründung für diese Theorie kann auch der dümmste Christ verstehen (vielleicht auch der dümmste Atheist XD). Wenn man nämlich den Nachthimmel sehr genau beobachtet (mit Teleskopen) fällt (einfach gesprochen) auf, dass sich alle Galaxien voneinander entfernen. Daraus folgert man dann, dass sie vor langer Zeit an einem Punkt gebündelt waren. Ich nehme an der ist logisch? Die sog. "Lücken" beziehen sich dann auf wenige Bruchteile von Millisekunden ganz zu Beginn des Urknalls.
Hier beginnen dann in der Regel die Argumente wie "Gott kann existieren - hat aber keinerlei Macht über die Welt" und ich würde zustimmen, dass Gott keinen verändernden Einfluss auf das Geschehen nach dem Urknall nehmen kann.
Hier greifen nämlich die Naturgesetze. Was ich jedoch für möglich halte ist, dass eine schöpferische Kraft (wie z.B. ein Gott) diese Naturgesetze aufgestellt hat um ein bestimmtes Ziel zu verfolgen. So z.B. die Entstehung von Leben oder sogar ganz spezieller Lebensformen. Es ist immerhin eine Tatsache, dass schon leichte Änderungen in den vorherrschenden Naturgesetzen keine Sterne / Planeten / Lebewesen zulassen würde. So könnte ein hypothetischer Gott das Universum so erschaffen haben, dass es seinem göttlichen Plan folgen muss (muss wegen Naturgesetzen).
Da ein Gott auserhalb des Universums auch an keinerlei Konventionen was Zeit angeht gebunden ist, könnte er das Ergebnis sogar (trotz quantenmechanischer Unbestimmtheit) kennen bevor er die Naturgesetze regelt.

Ich befürchte ebenfalls, dass einige (besonders junge) Menschen wegen Gruppenzwang Religion ablehnen. Schon ironisch, dass es heute unschick ist gläubig zu sein XD
Aber der Grund sind hier doch eigentlich die ziemlich eingestaubten Kirchen oder? Besonders die kath. Kirche ist einfach nicht zeitgemäß und darum ist es nur verständlich, dass sich immer weniger Menschen dafür interessieren. Ich halte einen Individialglauben, der keinen kirchlischen Konventionen unterliegt aber sowieso erstrebenswerter.

Gefühle sind so ne Sache...
Ich glaube XD, dass es hier ist wie mit der Planetenbewegung. Solange man es nicht versteht ist Gott dafür verantwortlch. Letzlich sind Gefühle aber wahrscheinlich (nur) elektrochemische Zustände im Gehirn und darum letztlich uninteressant. Man sollte z.B. nicht vergessen, dass es verschiedene (verbotene) Substanzen gibt, die ein starkes Glücksgefühl auslösen und ich nehme doch an Gott ist mehr als eine Dosis davon!?

Viel wichtiger ist doch das Bewusstsein, welches keinen offensichtlichen Effekt zu haben scheint. Warum sind wir uns der eigenen Existenz bewusst?

Reliunterrich.... ich hatte einen super Lehrer und Abi-Prüfung mit 1.0 gemacht (in BW ist das nicht selbstverständlich XD).
Diskussionen zum Thema sind in der Schule imo sinnvoll. Die Schule ist nämlich oft die einzige/erste Quelle für Informationen zu verschiedenen Religionen und ohne Infos kann man keine fundierte Entscheidung für oder gegen etwas treffen. Hilft "integrationsmäßig" vielleicht auch die Sitten der jeweils anderen zu verstehen.

So der versprochene reißeriche Abschluss... Wie wäre es mit der These: Atheisten verhalten sich unlogisch, indem sie nicht an Gott glauben.
Sollte nämlich kein Gott existieren hat der gläubige vielleicht sein (sinnloses) Leben verschwendet. Wenn der gläubige aber Recht behält, hat er das ewige Leben gewonnen, während der Atheist abgestraft wird. Atheisten können also nur verlieren.
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Re: [K] Glaubt ihr an Gott?

#895524 von twigalucie
02.05.2012, 21:03
So, jetzt werde ich auch mal meinen Mist beisteuern :D

1. Die Frage "Glaubt ihr an Gott?" finde ich seltsam... Um welchen Gott geht es hier. Offensichtlich wird hier der christliche behandelt, aber das gibt die Frage nicht vor... Wenn man ernsthaft darüber sprechen will, sollte man sich im klaren sein, über welchen Gott gesprochen wird und wer dieser Gott ist (wenn es ihn gibt).
Ich spreche von dem Gott der Christen, wie er in der Bibel beschrieben wird.

2. Geht es hier nur darum, ob es einen Gott gibt oder nicht? Sollte es nicht vielmehr darum gehen: Wenn es diesen Gott wirklich gibt, was bedeutet das für mich und mein Leben? Denn (wie in der Bibel steht): auch die Dämonen glauben an Gott und haben Angst!! (Die Diskussion über Teufel und Dämonen gehört jetzt hier nicht hin und würde zu weit führen.) Aber für mich heist dass: Man kann daran glauben, dass es einen Gott gibt und bewusst so leben wie es ihm NICHT gefällt...

Zu meiner Person: Ich bin überzeugter Christ. Wobei ich diesen Begriff nicht sehr mag, weil sich jeder der heutzutage als Kind getauft wurde und zu Weihnachten in die Kirche geht als Christ bezeichnet.... Ein amrekanischr Musiker hat den Begriff "GodFollower" geprägt. Und das ist das was ich sein möchte: Jemand, der diesem Gott wirklich nachfolgt, denn ich bin überzeugt von seiner Existenz.
Ich hab einige Kommentare gelesen in denen etwa Stand: Ich weiss es nicht genau, da man ihn ja nicht beweisen kann. Ja, ich kann Gott nicht auf wissenschaftlicher Methode beweisen, aber ich kann ihn (wenn auch nicht immer und überall) in meinem Leben erfahren. Und das ist für mich schon ein ziemlich großer Beweis. Aber auch ich bin jemand, der sehr an Wissenschaft und besonders an Historik und Archäologie interessiert ist. Leider währe es einerseits zu lang jetzt darüber zu schreiben und andererseits bin ich auch kein Fachmann. Für viele Menschen ist ja ein Anfang für den Beweis Gottes der, ob die Bibel wahr ist oder nicht. Meiner Meinung nach ist sie das, und zwar Wort für Wort (wohlgemerkt: der grich. und hebr. Urtext). Es gibt da ein Buch (und ich fürchte ich mache jetzt ein riesen Fass auf) von ProGenesis. Das ist ein zusammenschluss christlicher Wissenschaftler, die auch unter nichtchristl. Wissenschaftlern äußerst anerkannt sind. Der Titel lautet: 95 Thesen gegen die Evolution - Wissenschaftliche Kritik am naturalistischen Weltbild. Für diejenigen die hier nicht des diskutierens wegen Teilnehmen, sondern wirklich interesse haben kann ich dieses Buch wirklich empfehlen. Es ist natürlich ein Sachbuch aber dafür doch sehr interessant geschrieben.

So, mehr werde ich nicht sagen, da das sonst ausatet. Wer fragen dazu hat, kann mich ja anschreiben. Nur ein letzter Kommentar noch von mir persönlich: Warum ist es so schwer für Menschen an einen Gott zu glauben aber so leicht an die Evolutions-Theorie? Sie ist, wie der Name schon sagt, eine Theorie die - entgegen aller gängigen Wissenschaft - aus lauter aufeinander gebauten Theorien besteht, bei denen nichtmal die Grundlegenden bewiesen sind. Normalerweise baut ein Wissenschaftler eine Theorie auf Fakten auf und bleibt dabei bis er sie be- oder wiederlegt hat und geht erst dann zum nächsten Punkt weiter.... :huh:

PS: DerSpieler, dein Letzter Satz gefällt mir :D
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Re: [K] Glaubt ihr an Gott?

#895528 von Marijan
02.05.2012, 21:19
DerSpieler hat geschrieben:So der versprochene reißeriche Abschluss... Wie wäre es mit der These: Atheisten verhalten sich unlogisch, indem sie nicht an Gott glauben.
Sollte nämlich kein Gott existieren hat der gläubige vielleicht sein (sinnloses) Leben verschwendet. Wenn der gläubige aber Recht behält, hat er das ewige Leben gewonnen, während der Atheist abgestraft wird. Atheisten können also nur verlieren.

Es lebe der Fundamentalismus und die irrationale Argumentationsführung!

Ich habe eine differenzierte Meinung zu Religionen und Göttern, aber würde mich, wenn ich mich irgendwo einzuordnen hätte, als Agnostiker mit Hang zum Atheismus bezeichnen, dem der Buddhismus von den Weltreligionen noch am sympathischsten ist. Diese Begriffe erfordern denke ich keine weitere Erklärung und ich werde mich hüten, mein Weltbild in einem Pokémon-Forum mit vermeintlich Minderjährigen zu diskutieren.

mit freundlichen Grüßen,
Marijan
Zuletzt geändert von Marijan am 27.01.2013, 05:10, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: [K] Glaubt ihr an Gott?

#895536 von DerSpieler
02.05.2012, 21:50
Marijan hat geschrieben:Es lebe der Fundamentalismus und die irrationale Argumentationsführung!
Bitte weiter ausführen! Der Sinn des Ganzen war ja die Diskussion anzuheizen - also bitte teile dich uns mit.
Warum sind deine Religiösen Vorstellungen btw nicht Jugendfrei? (Menschenopfer...!?)

@twigalucie:
Es geht in diesem Thema eigentlich Ganz allgemein um den "Glauben". Also nicht ausschließlich um einen christlichen Gott. Diese bietet sich einfach oft an, da in Mitteleuropa (also hier) viele Christen leben XD
twigalucie hat geschrieben:Warum ist es so schwer für Menschen an einen Gott zu glauben aber so leicht an die Evolutions-Theorie?
Das ist keine Frage des Glaubens. Die Evolutionstheorie ist praktisch bewiesen und Wissenschaft basiert immer auf Hypothesen und Theorien. Der Punkt ist, dass diese durch Experimente und/oder Beobachtungen verifiziert (bzw falsifiziert) werden können (im Gegensatz zu Gott). Beantwortet das deine Frage?
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Re: [K] Glaubt ihr an Gott?

#895725 von Noise
04.05.2012, 00:08
Man muss sich als Mensch fragen, ob die Zuflucht zu Gott, besonders wenn es um das Leben nach dem Tod geht, überhaupt notwendig und zufriedenstellend ist, anstelle von Zeitverschwendung und eigengesetzte Begrenztheit. Einerseits verstehe ich die Angst vor dem Tod, andererseits ist diese Angst nicht wirklich begründet und daher unlogisch.
Das menschliche Leben besteht darin Dinge zu erleben aber auch zu arbeiten und zu leiden - insgesamt ist das Leben mühsam und quälend und viel zu begrenzt, trotz einiger "schöner" Momente. Das Leben nach dem Tod ist für viele unvorstellbar, dabei ist es eigentlich gar nicht so unvorstellbar, wie es zunächst scheint. Man stelle sich einfach sein eigenes Leben vor der Geburt vor und erkennt, dass nichts war. Weder Leid, noch Glück und Zufriedenheit. Wobei - vielleicht ist es ja gerade zufriedenstellend, wenn für das persönliche Ich, welches zwar pauschal in jedem Menschen, individuell vor dem eigenen Leben aber erstmal gar nicht existiert, keinerlei Empfindungen wahrgenommen werden (können). Eben weil nichts ist. Daher sollte man sich auch nicht vor dem Tod fürchten, man verpasst zwar viele Momente im Leben, letztendlich ist es aber sowieso irrelevant, weil man nichts bereut und nichts vermisst, weil man nicht kann.
Viele glauben an Gott, weil es ihr Leben vereinfacht, weil es Hoffnung gibt. Nur wenn von vornherein klar ist, dass diese Hoffnung unbegründet ist, dann frage ich mich, was es letztendlich bewirkt. Man setzt sich selbst Grenzen und kann sich nicht darüberhinaus entfalten. Allein schon die Zeit, die man für den Glauben opfern muss - wenn man denn wirklich in irgendeiner Art und Weise gläubig ist, denn "gläubig sein" erkläre ich mir nicht dadurch, an eine höhere Macht zu appellieren, sondern etwas "für" diese Macht zu praktizieren - setzt Grenzen aber auch Konventionen und Lehren von den verbreiteten Religionen schränken enorm ein. Denken wir doch mal rational, warum ist der gütige Gott so gütig und gibt den Tieren von Natur aus (!) weniger Rechte, wo sie doch nachweislich ebenso Leid empfinden können, wie wir Menschen es tun? Von den allgemeinen theologischen Fragen (im Christentum) wie "das Leid der Menschheit" etc. fang ich gar nicht erst an, diese wurden seitens der Kirche schon genügend "begründet", wenn auch oftmals enorm schlecht und unpassend, verglichen mit der Geschichte der Bibel.
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Re: [K] Glaubt ihr an Gott?

#895871 von DerSpieler
04.05.2012, 19:20
Du sagst also, dass das Leben ohnehin keinen großen Wert hat (eventuell sogar "negativ" ist) und man sich darum nicht vor dem Tod fürchten sollte den man als "neutral" bewerten könnte (?).

Wenn man nun aber die Möglichkeit bedenkt, dass ein Gott-gefälliges Leben zu einem extrem positiven Leben nach dem Tode führen könnte (was ja niemand ausschließen kann). Dann macht es doch absolut einen Sinn sein ohnehin "wertloses" Leben im Dienste eines Gottes zu führen.

Was ist daran jetzt unlogisch? (oder verstehe ich dich falsch?)
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Re: [K] Glaubt ihr an Gott?

#896055 von qqK
05.05.2012, 18:22
Ich halte die Behauptung, dass ein religiöses Leben verschwendet ist, falls die entsprechende Gottheit nicht existiert, für schwachsinnig. Da wär natürlich erstmal zu klären, inwiefern die einzelnen Lebensinhalte als "wertvoll" bzw. "wertlos" zu bewerten sind, aber im großen und ganzen wird es wohl keinen Unterschied zwischen fromm und ungläubig geben.
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Re: [K] Glaubt ihr an Gott?

#896229 von Noise
06.05.2012, 13:19
DerSpieler hat geschrieben:Du sagst also, dass das Leben ohnehin keinen großen Wert hat (eventuell sogar "negativ" ist) und man sich darum nicht vor dem Tod fürchten sollte den man als "neutral" bewerten könnte (?).

Wenn man nun aber die Möglichkeit bedenkt, dass ein Gott-gefälliges Leben zu einem extrem positiven Leben nach dem Tode führen könnte (was ja niemand ausschließen kann). Dann macht es doch absolut einen Sinn sein ohnehin "wertloses" Leben im Dienste eines Gottes zu führen.

Was ist daran jetzt unlogisch? (oder verstehe ich dich falsch?)

Zu einem Großteil ist das Leben "quälend" (sehr drastisch ausgedrückt) aber tolerierbar und es kann nicht alles wunderschön sein, wie würden wir denn dann leben? Das macht es aber längst nicht wertlos, das habe ich auch nie behauptet. Man sollte das Leben so nehmen wie es ist und es zu schätzen wissen, weil der Tod naturgegeben sowieso wieder alles auslöscht.
Ein extrem positives Leben nach dem Tod? Und wie stellst du dir das vor, dass die "Seele" des Menschen an einen neuen, wahrscheinlich unendlich großen Ort kommt und man vor dem Richter aller Richter steht? Und wenn man kein religiöses Leben geführt hat, lässt der gütige aber scheinbar verständnislose Gott einen dann nicht durch das große goldene Tor :x .
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Re: [K] Glaubt ihr an Gott?

#896243 von DerSpieler
06.05.2012, 13:53
@oben:
Es geht doch nicht um meine persönliche Vorstellung und ich würde mich hüten derart konkrete Aussagen zum "Leben nach dem Tod" zu machen.
Zumindest im übertragenen Sinne entspricht der "Richterspruch" aber dem was ich sagen wollte. Es gibt doch in den mir bekannten Religionen immer eine Art Lohn für ein "gutes" (im Sinne der jeweiligen Religion) Leben und teilweise "höllische" XD Stafen für das Gegenteil.
In jedem Fall kannst du nicht sicher sein, dass der Tod alles auslöscht. Was heißt du musst in Betracht ziehen, dass sich ein gottesfürchtiges Leben lohnen könnte oder?
Demnach muss man abwägen, ob das Risiko eines (an Gott) verschwendeten Lebens den möglichen Gewinn einer (wie auch immer gearteten) Glückseeligkeit wert ist.
Leider kennen wir die betreffenden Wahrscheinlichkeiten nicht XD also ist die Entscheidung natürlich nicht einfach.

@offtopic:
Die Angst vor dem Tod ist doch nach Darwin extrem einleuchtend. Ein Mensch mit gesunder Angst vor dem Tod wird nämlich (wahrscheinlich) den Tod eher vermeiden XD
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Re: [K] Glaubt ihr an Gott?

#896286 von Noise
06.05.2012, 15:49
DerSpieler hat geschrieben:@oben:
Es geht doch nicht um meine persönliche Vorstellung und ich würde mich hüten derart konkrete Aussagen zum "Leben nach dem Tod" zu machen.
Zumindest im übertragenen Sinne entspricht der "Richterspruch" aber dem was ich sagen wollte. Es gibt doch in den mir bekannten Religionen immer eine Art Lohn für ein "gutes" (im Sinne der jeweiligen Religion) Leben und teilweise "höllische" XD Stafen für das Gegenteil.
In jedem Fall kannst du nicht sicher sein, dass der Tod alles auslöscht. Was heißt du musst in Betracht ziehen, dass sich ein gottesfürchtiges Leben lohnen könnte oder?
Demnach muss man abwägen, ob das Risiko eines (an Gott) verschwendeten Lebens den möglichen Gewinn einer (wie auch immer gearteten) Glückseeligkeit wert ist.
Leider kennen wir die betreffenden Wahrscheinlichkeiten nicht XD also ist die Entscheidung natürlich nicht einfach.

Leider die falsche Herangehensweise. Denn schenkt man den großen (fragwürdigen) Religionen glauben, so soll man sich nicht aus Eigennutzen zu Gott bekennen, sondern aus tiefster innerer Überzeugung. Andererseits wird von vornherein gesagt, dass sich der Glaube auszahlen wird und Ungläubige irgendwo auch "bestraft" werden. Somit spielt der Eigennutzen irgendwo auch fast immer eine gewisse Rolle.
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Re: [K] Glaubt ihr an Gott?

#897904 von zyx
14.05.2012, 15:49
Noise hat geschrieben:Das Leben nach dem Tod ist für viele unvorstellbar, dabei ist es eigentlich gar nicht so unvorstellbar, wie es zunächst scheint. Man stelle sich einfach sein eigenes Leben vor der Geburt vor und erkennt, dass nichts war. Weder Leid, noch Glück und Zufriedenheit.


Und dass man sich nicht an sein Leben vor der Geburt erinnert beweist genau was? Es beweist nichts! Kannst du dich noch an deine Geburt erinnern oder an die ersten Monate danach? Also ich nicht und trotzdem war ich da schon am Leben.
Wer sagt denn, dass wir nicht alles vergessen, was in der Zeit geschieht, in der wir nicht auf dieser Welt sind?
Das bedeutet jetzt nicht, dass ich an Gott glaube, aber solche Gedankenspiele führen in so einem Fall irgendwie zu nichts.
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Re: [K] Glaubt ihr an Gott?

#897921 von DerSpieler
14.05.2012, 17:22
zyx hat geschrieben:Wer sagt denn, dass wir nicht alles vergessen, was in der Zeit geschieht, in der wir nicht auf dieser Welt sind?

Das Gedächtnis ist doch ohnehin etwas stoffliches und somit unbeeinflusst von Dingen die auserhalb des Lebens geschehen.
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Re: [K] Glaubt ihr an Gott?

#916725 von Xangel
23.08.2012, 18:42
Meiner meinung nach gibt es einen Gott, aber nicht wie er in der Bibel steht, sondern als eine Art veränderbares Schiksal.
Allerdings glaube ich nicht das er ein eigenständiges Wesen ist.
Da jeder etwas anderes in Gott sieht ist auch seine Definition unmöglich. :tja:
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Re: [K] Glaubt ihr an Gott?

#920248 von Tails
15.09.2012, 21:28
Ich galube nicht an, Gott. Ich glaub ich hab hier schonmal geschrieben aber manchmal entwickeln sich neue Sichtweisen.
Für mich ist es eigentlich so, als ob man an etwas glauben würde, bei dem man nicht weiß ob es real ist. Warum glauben wir an einen Gott nur weil ein einziger Mensch gesagt hat das es ihn gibt. Eine passned selbst Beschreibung wie ich denke lautet wie folgt: "Ja, ich bin der Sohn Gottes und so und hab Wahnvorstellungen, deswegen seh ich auch Engel und so ein Kram und träume von einem Ding das ich jetzt mal Gott nen weil ich nicht weiß wie ichs nennen soll. Es kann auch sein das ich ziemlich viel Ahnung von Medizin hab und deshalb auch viele Menschen geheilt hab. Die Menschen nennen das Wunder, für mich ist es ein Wunder das die Menschen noch so unterentwickelt sind und alles gleich mit meinem Wahnvorstellungen-Quatsch in Verbindung bringen". Ausserdem hätt ich mal die einfache Frage. Wenn ein Typ der total intelligent ist, sagen würde das er von einem goldenem Einhorn im Traum besucht wurde und er die neue Religion verbreiten will die besagt, dass wir keine Tiere mehr essen dürfen, sonst wird der Mensch nach seinem Tod schrecklich verenden und der Typ dazu noch ein Mittel gegen Krebs entdeckt. Würden wir dann auch aufeinmal an ein glitzernd goldenes Einhorn glauben. Ich finde das wär das gleiche wie mit Jesus der einfach intelligent war und Sachen entdeckt hat die früher in der Praxis an ein Wunder grenzten. Aber heute so manches sehr verständlich ist.
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Re: [K] Glaubt ihr an Gott?

#920304 von Joka
16.09.2012, 01:30
Hallo

Ich ich finde man kann das nicht so gur beantworten, weil unter an Gott glauben eigentlich jeder etwas anderes versteht.
Ich persöhnlich glaube, dass es Gott gibt, aber ob er die Erde usw. erschaffen hat ist mir ehrlich gesagt egal, weil ich weiß, dass die Erde (auf welche weise auch immer), irgendwann entstanden ist und wir jezt darauf leben. Damit hat sichs.

Erstmal zu mir:
Ich glaube an Gott als eine höhere Macht. Wieso weiß ich nicht. Wird wohl mit der Erziehung zusammenhängen. Nicht besonders religiös aber wenn man als kleines Kind Geschichten erzählt bekommt glaubt man die und das hat sich bis heute nicht geändert.

Ehrlich gesagt finde ich das auch gut so. Viele denken vielleicht gläubig sein heist: "immer schön beten und wenn ihr Tod seid kommt ihr zu Gott." Dabei hat der Glauben auch (ganz objektiv betrachtet) schon im Leben einen großen Nutzen.
Der Glaube hilft oft mit schweren Situationen fertig zu werden. Stichwort: Leben nach dem Tod. Es ist sehr viel beruhigender zu denken, eine einem nahestehende gestorbene Person ist nicht einfach nur weg, sondern bei Gott.

Ausserdem bietet das Christentum eine gewisse Handlungsorientierung. Ich meine jetzt nicht, man soll streng nach der Bibel leben, sondern, dass wenn man eine Entscheidung treffen muss und auf sein Gewissen hört das auch eine Art Glaube ist. Das hat nichts mit rationalem Denken zu tun, sondern hängt mit dem Glauben zusammen. Du tust halt das, was du als richtig empfindest.
Was jeder für sich als richtig empfindet variiert natürlch. Aber die Grundsätze wie die vom Christentum sind meiner Meinung nach gute Orientierungshilfen. Beispiele wären Mitgefühl, Nächstenliebe, oder auch so "banale" Sachen wie du sollst nicht lügen.

@Mr Stollos(Kommentar auf Seite 48):
Mister Stollos hat geschrieben:Dass man ein schöneres Leben hat, das kaufe ich dir aber nicht ab. Ich denke, dass ich ein sehr glückliches Leben führe, trotz sehr vieler starker Rückschläge

Ich finde man kann nicht sagen ein besseres Leben, sondern auf eine andere Weise. Ich persöhnlich habe starken Respekt vor sehr gläubigen Menschen. Sie haben immer noch etwas an das sie sich klammern können, wo andere kommplett alleine damit fertig werden müssen.

Mister Stollos hat geschrieben:Ich denke, dass viele Gläubige, aus Faulheit, relativ oft auf Gott als Erklärung zurückgreifen, ich toleriere es aber nur in den allerschlimmsten Situationen

Also ich finde aus Faulheit Gott als Erklärung zu benutzen ist schon sehr gewagt. Heutzutage gibt es so gut wie keine ungeklärten Sachen die man auf Gott zurückführen könnte. Und meine Meinung zu gläubigen Menschen habe ich ja gerade schon genannt. Ich finde nicht, dass es da irgendetwas zu tolerieren gibt, das jeder selbst entscheiden sollte was für sich selbst richtig ist.

Dazu wie Gott/Himmel/Hölle oder was auch immer aussieht ist mir ehrlich gesagt egal, da man es nicht beweisen kann und die Diskussion darüber keine Ergebnisse (welcher Art auch immer) liefern würde.

Zu dem Teil mit der Umweltverschmutzung und den Müll: Es stimmt doch, dass allse sich im Laufe der Zeit verändert. Rein Physikalisch ist nichts auf ewig beständig. Alles ist beständig Einflüssen ausgesetzt, so ist es nur natürlich, dass auch Dinge wie die Umweltverschmutzung entstehen, die wir für unnatürlich und schlecht halten. Alle sagen wir sind Schuld. Aber wenn man nachdenkt bemerket man doch, dass wir Menschen auch Teil der Natur sind. Wir verändern unsere Umwelt doch genauso wie jedes Tier aber aber das ist nur natürlich. Der Unterschied zu den Tieren ist: Wir sind Intelligenter und merken die Konsequenzen. Aber auf Dauer gesehen wird sich das alles mit der Zeit auf die eine oder andere Weise Regeln.
Aber dieser Prozess ist im Allgemeinen zu groß um ihn wirklich überblicken zu können.

@Dark_Tails:
Ich glaube du verstehst den ganzen Zusammenhang von Religion nicht. Das Christentum besteht nicht nur aus "einem Mann mit Wahnvorstellungen", sondern lebt hauptsächlich von den Lehren die er verbreitet hat(s.o). Ausserdem schreibst du das so als wäre Glauben was schlechtes. Der Glaube hat schon vielen geholfen, und bewirkt auch heute viel positives was nicht direkt mit Gott in Verbindung steht. Alleine schon die vielen Hilfsorganisationen, die alle Christlich motiviert sind. Oder Google mal wie viele Christliche Krankenhäuser es in Deutschland gibt. Da Spuckt google sofort 460000 Ergebnisse aus.
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Re: [K] Glaubt ihr an Gott?

#920315 von DerSpieler
16.09.2012, 10:12
Was Mister Stollos als "Faulheit" bezeichent hat, könnte man vielleicht besser als eine Art "Denkfaulheit" bezeichnen.
Leider ist es nämlich vielen Gläubigen ziemlich egal, ob die Wissenschaft bereits eine gute Erklärung für ein Phänomen liefert, wenn es nicht Wortgetreu in der Bibel steht, ist es Gotteslästerung. Ich denke dabei z.B. an die Diskussion über die Schöpfungslehre.
Offenbar benutzen Menschen die angesprochenen "Werte" also zu oft auch einfach dazu um nicht selbst über ein Problem nachdenken zu müssen.
Mag sein, dass es durchaus Fälle gibt, wo das gut gehen kann - Nächstenliebe, Spenden o.ä. aber es gibt eben auch den gegenteiligen Fall wie z.B. Homophobie oder Verhütungsverbote.
Ich denke es ist immer, insbesondere auch bei religiösen Texten, notwendig den (meinetwegen von Gott gegebenen) Verstand zu nutzen und nicht blind zu folgen.

Meine Befürchtung ist auch, dass unsere Mitmenschen im nahen Osten ein verwandtes Problem haben.
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Re: [K] Glaubt ihr an Gott?

#920337 von Mister Stolloss
16.09.2012, 12:56
Joka hat geschrieben:Ich finde man kann nicht sagen ein besseres Leben, sondern auf eine andere Weise. Ich persöhnlich habe starken Respekt vor sehr gläubigen Menschen. Sie haben immer noch etwas an das sie sich klammern können, wo andere kommplett alleine damit fertig werden müssen.

Ich gehe nur noch auf diesen Satz ein, da zu dem anderen DerSpieler bereits alles gesagt hat. Und ich frage mal einfach: Warum hast du starken Respekt vor sehr gläubigen Menschen, die sich an eine nicht existierende Stütze klammern um mit eine Situation umgehen zu können, wo andere "ungläubige" Menschen diese Situation alleine meistern. Hätten die Menschen, die ihr Leben alleine in die Hand nehmen können, nicht mehr Respekt verdient?
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Re: [K] Glaubt ihr an Gott?

#920341 von Joka
16.09.2012, 13:17
@Der Spieler: Wenn ich von den Werten spreche beziehe ich mich nur auf die positiven Apekte. In der Bibel steht nichts davon, dass man nicht homosexuell sein darf oder nicht verhüten darf. Grundsätzlich gelten diese Werte auch wie gesagt nur als Orientierungshilfen. Ich finde nicht, dass man nur wenn der Papst sagt, dass man nicht verhüten soll das auch tun muss. Da bin ich wie du der Meinung, dass man seinen Verstand nutzen soll.

DerSpieler hat geschrieben:Meine Befürchtung ist auch, dass unsere Mitmenschen im nahen Osten ein verwandtes Problem haben.

Worauf beziehst du dich jezt genau damit?

@Mr Stolloss: Der Respekt bezieht sich ein wenig auf Neid. Ehrlich gesagt finde ich, dass Gläubige mit vielen Situationen besser klarkommen. Ich bin wie gesagt nicht sooo besonders gläubig. Es wäre aber einfacher wenn ich auch diese starke Stütze hätte. Ich müsste mir nicht soviele Gedanken machen was richtig und was falsch wäre und . Ich weis, das wenn man sowas verdrängt und sich nicht um seine Probleme selbst kümmert das nicht den Charakter stärkt aber mir wäre der einfache Weg doch manchmal lieber.

Außerdem kenne ich einige Leute die sehr gläubig sind und sehr viel gutes tun. Gläubig sein heist ja nicht nur ausreden zu finden, sondern auch handeln. Menschen die ihr ganzes Leben in den Dienst Gottes stellen um gutes zu tun finde ich schon bemerkenswert. Sowelche Leute haben den Respekt schon verdient. Nicht Respekt vor deren Glauben, sondern vor dem was sie daraus machen.
mfG
JoKa
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Re: [K] Glaubt ihr an Gott?

#920354 von Mister Stolloss
16.09.2012, 13:49
Joka hat geschrieben:@Mr Stolloss: Der Respekt bezieht sich ein wenig auf Neid. Ehrlich gesagt finde ich, dass Gläubige mit vielen Situationen besser klarkommen. Ich bin wie gesagt nicht sooo besonders gläubig. Es wäre aber einfacher wenn ich auch diese starke Stütze hätte. Ich müsste mir nicht soviele Gedanken machen was richtig und was falsch wäre und . Ich weis, das wenn man sowas verdrängt und sich nicht um seine Probleme selbst kümmert das nicht den Charakter stärkt aber mir wäre der einfache Weg doch manchmal lieber.

Außerdem kenne ich einige Leute die sehr gläubig sind und sehr viel gutes tun. Gläubig sein heist ja nicht nur ausreden zu finden, sondern auch handeln. Menschen die ihr ganzes Leben in den Dienst Gottes stellen um gutes zu tun finde ich schon bemerkenswert. Sowelche Leute haben den Respekt schon verdient. Nicht Respekt vor deren Glauben, sondern vor dem was sie daraus machen.
mfG
JoKa

Zum ersten Teil deiner Antwort: Das zeigt ja nur wieder die Denkfaulheit von einigen Gläubigen, was ich aber auch nicht verurteilen kann. Der Mensch ist halt von Natur aus bequem. Aber Denkfaulheit vermindert auch das Interesse an kritischem Denken, was doch eine recht negative Konsequenz ist. Denn Leute die nicht kritisch denken, sind viel leichter zu beherrschen...

Zum zweiten Teil: Ich greife dann mal wieder zu einem Extrem: In Belgien wurde vor ein paar Wochen die Frau eines Kinderschänders (Dutroux heißen die beiden) vorzeitig entlassen, wegen guter Führung, und sie widmet ihr Leben jetzt voll und ganz Gott, in dem sie in einem Kloster lebt. Hast du jetzt Respekt vor der Person? Klar, sie hat nicht ihr ganzes Leben in den Dienst von Gott gestellt, aber tut es ab jetzt. Und das macht sich, zumindest für mich, noch immer nicht zu einer Person, die man respektieren sollte...
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Re: [K] Glaubt ihr an Gott?

#920362 von Joka
16.09.2012, 14:33
Bei dem1. Teil hast du grundsätzlich recht. Ich sagte ja auch nicht das es besser ist, sondern nur leichter. In übertriebenen Maße wirkt sich sogut wie jede Glaubenseinstelllung nagativ aus. Deshalb muss man ja auch gucken, bei welchen Sachen man einfach den "Lehren" folgt (was heutzutage eh nur sehr wenige Menschen tun) und wo man sich seine eigene Meinung bilden muss. Deshalb ist mMn eine gesunde Mischung aus beiden Sachen am besten.


Das 2. Beispiel finde ich jezt nicht so gut. Wenn sie ihre Strafe abgebüßt hat hat sichs erstmal damit. Das hat wohl ein Gericht entschieden und damit kenne ich mich nicht aus. Aber warum sollte ich jezt Respekt vor ihr haben?! Das Leben in Dienst Gottes stellen ist nicht gleich Das Leben in Dienst Gottes stellen. Entweder man wird Mönch oder Nonne und verbringt sein Leben in einem Kloster wie die die Frau, oder man tut Christlich motiviert etwas für die Gesellschaft. Da ist schon ein großer Unterschied zwischen. Was kümmert es mich denn ob sie in einem Kloster lebt. Das ist ihre Entscheidung aber nichts besoders lobenswertes. Wenn sie dagegen ehrenamtlich etwas gutes tun würde ware das was anderes. Das hängt natürlich auch damit zusammen wie schlimm das war, was sie vorher gemacht hat, weil manche Sachen kann man einfach nicht wieder gut machen.

Um dein Beispiel zu bekräftigen, wäre es vielleicht auch noch ganz hilfreich zu sagen, was genau sie denn verbrochen hat.
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Re: [K] Glaubt ihr an Gott?

#920370 von OraYoshi
16.09.2012, 15:22
Um den folgenden Offtopic mal nicht so alleine stehen zulassen, sag ich auch mal meine Meinung zu einem Gott.
Ich bin eig. auch eher einer der Verfechter von "Was ich nicht mit eigenen Augen gesehen habe, glaube ich nicht". Sprich eine Existenz eines Gottes müsse mir erstmal stichhaltig bewiesen werden. Allerdings: Selbst wenn dies geschehen würde und es tatsächlich einen Gott gäbe, würde ich nicht gleich konvertierten und einen auf gute Mine machen... Ich würde es nur hinnehmen...
Wie auch immer... Ich finde allerdings auch die Religionen an sich nicht immer schlüssig. Zum Beispiel frag ich mich, wozu man Kirchen/Moscheen/Äquivalentes braucht. Ich mein wozu in eine Kirche gehen? Ist man dann gläubiger als einer der nicht in die Kirche geht? oO
Oder Gottesdienst. Was ist daran ein Dienst an Gott, wenn man sich eine Stunde lang in die Kirche setzt und einem Priester zuhört?

Hier folgt ein versteckter Text. Fahre mit der Maus über den Text, um diesen anzuzeigen!
Joka hat geschrieben:[...]In der Bibel steht nichts davon, dass man nicht homosexuell sein darf oder nicht verhüten darf. [...]


Ich bin ja gerne einer, der die Homosexualität verteidigt, aber in der Bibel steht tatsächlich etwas darüber, wie auch ich leider feststellen musste :?

3. Mose 18, 22 (Gute Nachricht):
Kein Mann darf mit einem anderen Mann geschlechtlich verkehren;denn das verabscheue ich.
und:
3. Mose 20, 13 (Gute Nachricht):
Wenn ein Mann mit einem anderen Mann geschlechtlich verkehrt, haben sich beide auf abscheuliche Weise vergangen. Sie müssen getötet werden; ihr Blut findet keinen Rächer.
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Re: [K] Glaubt ihr an Gott?

#920377 von DerSpieler
16.09.2012, 15:44
Joka hat geschrieben:Grundsätzlich gelten diese Werte auch wie gesagt nur als Orientierungshilfen.
Das ist vermutlich die richtige Einstellung. Aber wenn ich an einen tief-religiösen bzw. frommen menschen denke, dann ist das doch jemand der sich Buchstabengetreu an die Bibel hält.
Joka hat geschrieben:
DerSpieler hat geschrieben:Meine Befürchtung ist auch, dass unsere Mitmenschen im nahen Osten ein verwandtes Problem haben.

Worauf beziehst du dich jezt genau damit?
Ich denke, wenn die radikalen Fundamentalisten ihr Gehirn einschalten würden oder sich nur mal selbst Gedanken über ihre religiösen Texte machen würden, anstatt blind einem (falschen) Propheten (und ich meine jetzt explizit nicht "den Propheten") folgen, dann würden sie z.B. keine Menschen Lünchen, nur weil diese aus einem Land kommen, in dem ein Dritter einen bescheuerten Film gedreht hat....
Könnte natürlich auch ein Bildungsproblem sein aber das kann ich nicht beurteilen.
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Re: [K] Glaubt ihr an Gott?

#920400 von Joka
16.09.2012, 16:04
@OraYoshi:
Ok
Das wusste ich nicht. Ich bin trozdem der Meinung, dass man sich nicht an alles halten muss was in der Bibel steht.

OraYoshi hat geschrieben:Zum Beispiel frag ich mich, wozu man Kirchen/Moscheen/Äquivalentes braucht

Mit der Kirche hängen nicht nur Gottesdienste zusammen. Bei uns die Gemeinde ist viel mehr als das. Es ist nicht nur so, dass man zum beten in die Kirche geht, sondern da trifft man sich, trinkt nach dem Gottesdienst einen Kaffe zusammen und noch vieles mehr. Bei der WM haben sich immer alle getroffen um im Pfarrsaal auf ner Leinwand Fussball zu gucken und in den Ferien waren immer Grillabende. Das ist nicht nur eine Kirche, sondern eine Gemeindschaft in der jeder wilkommen ist.

Der Spieler hat geschrieben:Ich denke, wenn die radikalen Fundamentalisten ihr Gehirn einschalten würden oder sich nur mal selbst Gedanken über ihre religiösen Texte machen würden, anstatt blind einem (falschen) Propheten (und ich meine jetzt explizit nicht "den Propheten") folgen, dann würden sie z.B. keine Menschen Lünchen, nur weil diese aus einem Land kommen, in dem ein Dritter einen bescheuerten Film gedreht hat....
Könnte natürlich auch ein Bildungsproblem sein aber das kann ich nicht beurteilen.

Ich glaube auch, dass das eher mit der Erziehung und der Bildung zusammenhängt. Das ist einfach eine andere Mentalität als bei uns. Vielen wird dort beigebracht, dass es einfach so ist und dass wenn dem jemand wiederspricht man sich wehren muss. Und sehr früh beigebrachte Ansichten lassen sich nur schwer wieder loswerden.

Der Mord auf den du dich beziehst, ist zwar wahrscheinlich geplant gewesen, doch soweit ich weis sind die Menschen sind nicht durch Lynchmord gestorben, sondern dur Raketen die auf das Haus abgeschossen wurden. Was es natürlich nicht weniger schlimm macht.
Ich glaube aber nicht, dass die Filmemacher nicht wussten was dabei herauskommt. Es war klar dass es schwere Proteste geben würde. Ich möchte jezt nichts in den Raum stellen, aber im Moment ist in den USA wieder Wahlkampf und dann kommt pünktlich zum 11. September ein Film herraus und es gibt Aufstände bei denen ein Botschafter und weitere Menschen getötet wurden. Das spielt den Republikanern doch ziemlich in die Hände. Meint ihr nicht?
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Re: [K] Glaubt ihr an Gott?

#920755 von nico1122
18.09.2012, 19:02
Es gibt einen doch ein bisschen Hoffnung im Leben wenn man Glauben kann, dass man nach dem Tod in den Himmel kommt. Ich verstehen nicht wie Ungläubige leben können wenn sie
glauben, dass sie nach dem Tod einfach "WEG" sind....
außerdem ist nicht Gott schuld, dass Menschen Krieg führen,
sondern nur der Mensch selbst. Wir sind die einzigen Tiere, die
mutwillig Artgenossen töten. Wie sollte er den eingreifen?
Einen Blitz vom Himmel fahren lassen?
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Re: [K] Glaubt ihr an Gott?

#920758 von OraYoshi
18.09.2012, 19:17
nico1122 hat geschrieben:Es gibt einen doch ein bisschen Hoffnung im Leben wenn man Glauben kann, dass man nach dem Tod in den Himmel kommt. Ich verstehen nicht wie Ungläubige leben können wenn sie
glauben, dass sie nach dem Tod einfach "WEG" sind....


Ich lebe wie jeder andere auch.
Wenn ich was in meinem Leben erreichen kann, dass wenigstens einer weiteren Person noch hilft, war das Leben doch gar nicht so schlecht :)

nico1122 hat geschrieben:außerdem ist nicht Gott schuld, dass Menschen Krieg führen,
sondern nur der Mensch selbst.[...]


Indirekt schon. Immerhin hat er uns doch die "Gabe" Krieg führen zu können gegeben, oder nicht? ^^'
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